Dani von Wattenwyl besitzt eigentlich viele Stoffmasken. (Bild: Telebasel)
Basel

Dani tappt regelmässig in die Maskenfalle

Telebasel-Moderator Dani von Wattenwyl will sich eigentlich an die Maskenpflicht halten. Doch noch tappt er regelmässig in die Maskenfalle.

Gleich eins vorweg: Dies wird kein Artikel über die Moral, ob denn nun eine Maske nötig ist oder nicht. Wir leben in ausserordentlichen Zeiten und da werden ausserordentliche Massnahmen verlangt, die man zu befolgen hat. Basta! Es ist so. Das gilt auch für mich.

Aber mit der baselstädtischen Maskenpflicht kommen auf mich neue Herausforderungen zu. Ich befinde mich nämlich noch immer in der Angewöhnungsphase. Jahre und Jahrzehnte war es für mich eine Selbstverständlichkeit, einfach in einen Laden zu gehen, ohne mir grosse Gedanken machen zu müssen, was ich denn nun zu befolgen habe, bevor ich eintrete. Reinschlendern, Angebot checken und nach Bedarf zuschlagen. Anonym und auf sich alleine gestellt. Herrlich.

Ausgangslage hat sich verändert

Nun hat sich mit der Maskenpflicht die Ausgangslage verändert. Heutzutage trägt man schon bevor man den Laden betritt, Verantwortung. Nämlich die Verantwortung, eine Maske zu tragen. Wie schon erwähnt, ich stelle das nicht in Frage. Aber es ist eine grosse Herausforderung, gerade für mich. Denn ich bin ein Tagträumer, oft betrete ich Läden nämlich gedankenverloren, weil mir gerade etwas Wichtiges durch den Kopf schiesst.

«Dani, Du muss Dich zusammenreissen, immer nur mit Maske in den Laden!» Das sage ich mir jeden Tag. Ich habe sogar schon vier Stoffmasken gekauft und sie überall verstaut, damit ich auch in jeder Situation eine Maske zur Hand habe. Das gibt Sicherheit, dachte ich mir.

Böse Blicke und Zeigefinger

Nun ja, schlussendlich nützen auch 20 Masken nichts, wenn der Kopf nicht dabei ist. Ich habe es wirklich geschafft, innerhalb von zwei Ladenbesuchen zu vergessen, die Maske  zu montieren. Natürlich hab ich sie immer dabei, aber das nützt nichts, wenn man sie nicht aufsetzt. Und so wiederholt sich das immer gleiche Spiel: Ich betrete den Laden, voller Vorfreude auf die Dinge, die ich nun entdecken werde. Ich freue mich über all die neugierigen Augen die sich sofort auf mich fokussieren und ich denke mir: Wie schön, der Grossteil dieses Ladens scheint Telebasel zu kucken.

Aber die Blicke werden je länger, je strenger. Und es werde immer mehr. Bis mich ein Verkäufer oder eine Verkäuferin mit einem deutlichen Zeichen auf den Fauxpas aufmerksam macht: dem Zeigefinger. Dem Zeigefinger, der zum Mund führt. Gepaart mit einem strengen Blick. Dann begreife ich: Mist, Maske vergessen! Nach mehrmaligem, lautem Entschuldigen meinerseits, wird sie natürlich sofort aufgesetzt, denn sie lag ja schon griffbereit in der Jackentasche.

Der Ladenbesuch ist dann bei mir immer von kurzer Dauer, denn es ist mir wahnsinnig peinlich. Weil im Gegensatz zu allen anderen, die korrekt eine Maske trugen, gab ich mein Gesicht preis.

In diesem Moment, aber wirklich nur in diesem Moment denke ich mir: Hoffentlich schauen die kein Telebasel!

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