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Der Telebasel News Beitrag vom 5. September 2020.
Basel

Rollstuhl-Tour macht Zwischenhalt in Basel

Mit den Armen, statt den Beinen, wird diese 700 Kilometer lange Velotour bestritten. Eine Aktion zum 40. Jubiläum der Paraplegiker-Vereinigung.

Pia Schmid bereitet sich am Samstagmorgen auf die nächste Etappe des «Giro Suisse» vor. Für einen weiteren Tag kommt an ihren Rollstuhl ein «Vorspann-Bike». Muskelkraft, ein Elektromotor und viel Motivation sollen sie auch heute wieder ans Ziel bringen.

«Ich liebe es, mit dem Bike zu fahren, bewege mich gerne draussen in der Natur und das war jetzt die Gelegenheit für mich, die Schweiz mit dem Bike zu erkunden – statt mit dem Auto.» Sie hat an allen Etappen teilgenommen. 700 Kilometer insgesamt, die durch das ganze Land geführt haben.

Eine sportliche Leistung, welche die Tetraplegikerin aber locker wegsteckt. Sie hat als Leistungssportlerin an den Paralympics früher sogar Bronze und Silber geholt. Das sei nun aber Freizeitsport, ans Limit gehen müsse sie nicht mehr, so Schmid.

Jubiläum mit Basler Ursprung

Der Anlass für die Tour: Die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) wird 40 Jahre alt. Um das zu feiern, wurde der 700 Kilometer lange «Giro Suisse» organisiert. Die heutige Etappe ist 52 Kilometer lang und startet am Basler Flughafen. Basel hat durchaus einiges mit der Vereins-Geschichte zu tun.

Hier wurde 1975 die Paraplegiker-Stiftung von Guido Zäch gegründet, erklärt Thomas Hurni, Leiter Breitensport der SPV. «Der Sitz wurde ja dann verschoben. Fünf Jahre später hat Zäch dann auch die Paraplegiker Vereinigung gegründet, so haben wir natürlich eine ganz enge Beziehung zu Basel», so Hurni.

Ein Ende in Sicht

Am Mittag in Bubendorf angekommen, ist Pia Schmid noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte. «Es ist sehr gut gegangen, ich bin in einer langsamen Gruppe gewesen und musste eher etwas bremsen, aber das ist halt so, wir machen das ja aus Plausch.»

Morgen endet die 13-tägige Tour in Nottwil im Kanton Luzern, wo der Sitz der Vereinigung ist. Pia Schmid sieht diesem Ende mit gemischten Gefühlen entgegen. Klar ist jedoch, was sie als Erstes macht, wenn sie Zuhause ankommt. «Waschen…», sagt sie und lacht dabei.

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