Jubel in letzter Sekunde: Spanien belohnt sich in der 96. Minute mit dem 1:1-Ausgleichstreffer. (Bild: Keystone)
International

Spanien rettet in extremis einen Punkt gegen Deutschland

Seit Donnerstag kennt auch die Nations League Geisterspiele. Beim Schlagerspiel zum Auftakt der zweiten Ausgabe trennten sich Deutschland und Spanien 1:1.

Deutschlands Nationalcoach Jogi Löw hatten sich im Vorfeld des Nations-League-Duells mit Spanien klar geäussert: Die Partie sei der Startschuss in Richtung Europameisterschaft im kommenden Jahr. Ähnliches liess Löws spanischer Amtskollege Luis Enrique verlauten. Den markigen Worten ihrer Trainer wussten die Akteure auf dem Platz erst nach einiger Anlaufzeit Folge zu leisten. Mit dem 1:0 durch Timo Werner in der 51. Minute nahm das Spiel in der zweiten Halbzeit aber doch noch Fahrt auf. Spanien kam dank einem Tor in letzter Sekunden noch zu einem verdienten Punktgewinn.

Spanien mit spätem Tor gut belohnt

Deutschland hatte vor der Pause immer wieder mit raschen Seitenwechseln versucht, die spanische Abwehr auszuhebeln, fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff ging die Taktik endlich auf. Ein Zuspiel von Ilkay Gündogan fand auf der linken Angriffsseite Debütant Robin Gosens, dessen Pass im spanischen Strafraum Werner fand. Der Chelsea-Neuzuzug verschaffte sich mit einer Körpertäuschung Platz, ehe er trocken zum 1:0 einschoss.

Das Heimteam zog sich in Führung liegend zurück, während die Gäste aus Spanien die Rolle der Spielgestalter übernehmen mussten. Damit taten sich die Gäste bis zum Strafraum nicht schwer, richtig gefährlich wurde es aber für das Tor von Kevin Trapp allerdings nur selten. Erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit verhinderte Jose Gaya mit dem 1:1, dass Spanien erstmals seit 40 Spielen wieder einmal ohne Tor blieb. Der Verteidiger von Valencia drückte einen Kopfball von Rodrigo über die Linie.

Debütanten auf beiden Seiten

Die lange Zeit ohne Länderspiele war den Teams vor allem vor der Pause anzumerken gewesen, ebenso die vielen Mutationen an den beiden Kadern. Löw hatte für das Auftaktspiel den Champions-League-Siegern des FC Bayern frei gegeben und die Leipziger Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann nicht aufgeboten, Luis Enrique überraschte im Vorfeld mit einem Kader gespickt mit einer Handvoll potenzieller Debütanten. Folglich stimmte die Abstimmung zu Beginn nicht immer.

Das Schweizer Nationalteam muss das 1:1 in Stuttgart trotzdem als Warnung verstehen. Am Sonntag trifft die Mannschaft von Vladimir Petkovic in Basel in der 2. Runde der Nations League auf Deutschland, das sich gegen Spanien schon einmal warm gespielt hat.

Kololli rettet Kosovo in Moldawien

In der EM-Qualifikation im letzten Jahr hatte der Kosovo lange Zeit hoffen dürfen, der Auftakt in die Nations League hat sich das Team von Bernard Challandes wohl aber anders vorgestellt. Im Auftaktduell in Liga C kam der Kosovo in Moldawien nur zu einem 1:1. Benjamin Kololli, der Offensivspieler des FC Zürich, rettete dem Favoriten in der 71. Minute mit seinem Tor einen Punkt, nachdem das Heimteam nach 20 Minuten in Führung gegangen war. Für Kololli war es im 17. Einsatz für den Kosovo das vierte Tor.

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