In vielen Labors werde während 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche gearbeitet um Tests auszuwerten. (Symbolbild: Key)
Schweiz

Labors weisen Vorwurf der Langsamkeit zurück

Epidemiologe Marcel Salathé warf den Labors Trägheit hinsichtlich der Lieferung von Testergebnissen vor. Diese Kritik wird seitens der Labors zurückgewiesen.

Der Präsident des Schweizer Laborverbandes, Willi Conrad, weist die Kritik des Epidemiologen Marcel Salathé und der Kantone wegen zu träger Lieferung von Testergebnissen beim Contact Tracing zurück. Die Labors hätten ihre Kapazitäten seit April massiv ausgebaut.

Am Rhythmus der Bearbeitung der Tests habe sich nicht geändert, sagte Conrad in einem Interview mit den Tamedia-Medien. In der Regel werde das Testresultat noch am gleichen Tag oder am Folgetag abgeliefert. Aber nicht immer sei dies innert 24 Stunden möglich.

Täglich rund 10’000 Coronatests

Die Labors seien mit rund 10’000 Tests pro Tag zur Zeit gut ausgelastet. Die maximale theoretische Kapazität liege bei 20’000 Tests pro Tag. In der ersten Corona-Welle im April sei die Belastung weitaus höher gewesen und habe die Kapazitätsgrenze erreicht.

Werde eine Probe direkt beim Labor abgenommen, gehe es am schnellsten. Aber es sei sinnvoll, zuerst eine Beurteilung durch den Arzt vorzunehmen, bevor ein Patient auf Covid-19 getestet werde. Die Schweizer Labors arbeiteten deutlich schneller als manche im Ausland.

Labors arbeiten durchgehend

In vielen Labors werde während 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche gearbeitet. Nicht überall sei es aber möglich, in diesen ausserordentlichen Zeiten auch die PCR-Tests für Corona-Abklärungen durchzuführen, sagte Conrad weiter.

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