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Der Telebasel News Beitrag vom 1. September 2020.
Basel

Erster Schlagabtausch fast aller Kandidaten im Regierungswahlkampf

Am Montag fand ein Podiumsgespräch aller Regierungskandidaten im Kanton Basel-Stadt statt. Die Bürgerlichen feuerten dabei gegen ihre linke Konkurrenz.

Die Handelskammer beider Basel lud am Montag in Hinblick auf die Wahlen Ende Oktober alle Kandidierenden und amtierenden Regierungsräte, die ihr Amt auch weiterhin wahrnehmen wollen, zu einem Podiumsgespräch ein. Einzig der Kandidierende und Nationalrat Beat Jans konnte der Einladung nicht Folge leisten, da dieser im Bundeshaus war.

Kampf ums Präsidium

Bereits bei der ersten Podiumsdiskussion im Congress Center am Montag war klar: Die Bürgerlichen sind auf Angriff aus. Die grüne Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann musste sich mit Esther Keller (GLP) und Stephanie Eyemann (LDP) den Fragen von Bernhard Berger stellen.

Als Ackermann meinte, es sei möglicherweise ein Überdenken der Stadtnutzung notwendig, sprang Grossrätin Esther Keller sofort auf. «Also es braucht sicher ein Überdenken bei der Strategie», auch Stephanie Eyemann zielte mit Aussagen gegen die amtierende Regierungspräsidentin.

«Ob ich einem Museumsdirektor in das operative Geschäft reinreden würde, das kann ich ihnen klar mit Nein beantworten», so Eyemann zu einer Frage aus dem Publikum. Ackermann liess das jedoch nicht im Raum so stehen. «Es geht sicher nicht darum, einem Museumsdirektor in das Operative reinzureden, das mache ich auch nicht», verteidigte sich Ackermann.

Bürgerliche eher offensiv

Der amtierenden bürgerlichen Regierung wurde weniger an den Kopf geworfen. Es kamen eher Argumente von den amtierenden Regierungsräten Baschi Dürr (FDP) und Conradin Cramer (LDP) gegen den SP-Kandidaten Kaspar Sutter. Dabei ging es um die Initiative der SP, welche die Kinderbetreuung durch Steuern finanzieren lassen will. «Die Steuern fallen nicht vom Himmel», war Dürrs Kommentar dazu.

«Davon profitiert primär der Mittelstand», verteidigt Kasper Sutter. Der Mittelstand, welcher Kinder in die KITAS gibt, würde heute leiden. Doch laut Dürr und Cramer wäre das Vorhaben der SP keine Unterstützung für den Mittelstand sondern eher für äusserst Wohlhabende. «Dann meint Herr Suter mit Mittelstand wohl eher seine zukünftige Gehaltsklasse, falls er gewählt werden würde», wirft Conradin Cramer in die Runde.

An der Podiumsdiskussion kamen alle Kandidierenden und anwesenden amtierende Regierungsräte zu Wort. Es gab aussergewöhnlich viele Einigkeiten zwischen den Parteien bei den Themen Kultur, Digitalisierung, Bildung und Stadtentwicklung. Ob diese Vorhaben und Ideen nun aber auch realisiert werden, steht und fällt mit der Regierung, die am 26. Oktober gewählt wird.

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