Bald soll es 40 statt der bisherigen Schutzplätze für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, geben. (Symbolbild: Keystone)
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Beide Basel schaffen mehr Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen

Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sollen in den beiden Basel künftig 40 statt bisher 17 Schutzplätze zur Verfügung haben.

Dafür soll die Stiftung Frauenhaus beider Basel jährlich rund 1,252 Millionen Franken erhalten.

Den Betrag wollen sich die beiden Kantone künftig hälftig teilen, wie die Regierungen beider Basel am Dienstag mitteilten. Bisher zahlte Basel-Stadt jährlich 500’000 an die Stiftung Frauenhaus, Baselland 440’000 Franken.

Mit dem Geld soll zum einen die Leistungsvereinbarung mit dem Frauenhaus mit seinen 17 Plätzen für die Jahre 2021 bis 2024 erneuert werden. Zusätzlich zum bestehenden Haupthaus soll die teilstätionäre Einrichtung «PasserElle» der Stiftung Frauenhaus mit sieben Plätzen mitfinanziert werden.

Leistungsvereinbarung mit Stiftung Heilsarmee in Planung

Schliesslich möchten die Regierungen beider Basel für die Jahre 2021 bis 2024 neu eine Leistungsvereinbarung mit der Stiftung Heilsarmee Schweiz in der Höhe von jährlich 300’000 Franken abschliessen. Auch diesen Betrag möchten sich die beiden Kantone hälftig teilen. Mit dem Geld sollen 16 Schutzplätze im Haus «Wohnen für Frauen und Kinder» gesichert werden.

Den Ausbau begründen die Regierungen beider Basel im Communiqué damit, dass gewaltbetroffene Frauen und Kinder aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht mehr abgewiesen werden sollten. Mit dem nun vorliegenden Plan könnten neu insgesamt 40 Schutzplätze für Frauen und Kinder in den beiden Kantonen zur Verfügung gestellt werden – im Notfall könnten auch bis zu 50 Plätze angeboten werden, heisst es weiter in der Mitteilung.

Für die Erneuerung und den Abschluss der Leistungsvereinbarung muss der Grosse Rat noch grünes Licht geben.

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