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International

BAG meldet 425 Neuinfektionen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
BAG meldet 425 Neuinfektionen am Samstag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag innert eines Tages 425 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Indien verzeichnet stärksten Anstieg innerhalb von 24 Stunden

Die Anzahl Neuinfektionen in Indien stiegt am Freitag auf  86,432. Das ist bisher der höchste Anstieg innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Pandemie, wie das Gesundheitsministerium am Samstag erklärte.

(Bild: Keystone)

Damit beläuft sich die Gesamtzahl von Ansteckungen in Indien auf mittlerweile über vier Millionen, genau sind es 4,023,179. 3,1 Millionen sind wieder genesen und 846,395 Fälle noch aktiv.

69,561 Personen verstarben an Corona.

Brasilien korrigiert Zahlen nach oben

Brasilien hat seine zuletzt veröffentlichten Zahlen nach oben korrigiert. Neu meldet das zuständige Gesundheitsministerium nun 51.194 Neuinfektionen und 907 weitere Todesfälle in 24 Stunden. Damit steigen die Zahlen auf insgesamt fast 4,1 Millionen Infektionen und 125.521 Tote.

(Bild: Keystone)
Ex-Premier der Cookinseln nach Covid-19-Erkrankung gestorben

Der ehemalige Premierminister der Cookinseln bei Neuseeland, Joseph Williams, ist im Alter von 82 Jahren infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das gaben die Pasifika Medical Association und das neuseeländische Gesundheitsministerium am Samstag bekannt. Der bekannte Arzt Williams war am 13. August mit Covid-19 in ein Krankenhaus im neuseeländischen Auckland gebracht worden.

Williams hatte 25 Jahre auf den Cookinseln verbracht und war dort als Gesundheits- und Bildungsminister tätig. 1999 war er kurzzeitig Premierminister der Inseln. Zudem gehörte er zum Vorstand der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung in Neuseeland stieg damit auf 24. Nach mehr als drei Monaten ohne Todesfälle war bereits am Freitag ein Mann um die 50 in der Metropole Auckland gestorben.

Sicherheitsverpflichtung von Pharmafirmen bei Corona-Impfstoff

Mehrere Pharmafirmen bereiten einem Zeitungsbericht zufolge eine gemeinsame öffentliche Verpflichtung zu hohen Sicherheitsstandards bei Corona-Impfstoffen vor.

Für die Impfstoffkandidaten solle erst eine Zulassung beantragt werden, wenn sie sicher und wirkungsvoll seien, berichtete das «Wall Street Journal» am Freitag.

Bei den klinischen Studien und der Herstellung sollten hohe wissenschaftliche und ethische Standards zugrunde liegen, zitierte die Zeitung aus einem Entwurf für die Erklärung. Die Konzerne, darunter Pfizer, Johnson & Johnson sowie Moderna, könnten ihr Versprechen bereits in der kommenden Woche veröffentlichen, hiess es unter Berufung auf zwei mit den Überlegungen vertraute Personen.

Im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus waren zuletzt vermehrt Befürchtungen aufgekommen, dass der politische Druck vor der Präsidentenwahl in den USA am 3. November steigen könnte und dies zu Lasten der Sicherheit gehen könnte.

Zu den am weitesten entwickelten Impfstoffkandidaten gehören die von AstraZeneca, Pfizer und Moderna. Mit entscheidenden Ergebnissen ist Experten zufolge aber nicht vor Ende des Jahres zu rechnen.

Spanien bricht erneut Rekord seit Lockdown

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Spanien den höchsten Wert seit Ende des Lockdowns im Juni erreicht. Bei Tests, die innerhalb der letzten 24 Stunden durchgeführt worden seien, habe es 4’503 neue positive Ergebnisse gegeben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitagabend mit.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen sei allerdings wegen verspätet gemeldeter Fälle im Vergleich zum Vortag sogar um mehr als 10’000 auf fast 500’000 gestiegen, hiess es. Der bisherige Höchstwert der täglichen Neuinfektionen nach Ende des Lockdowns war vor genau einer Woche mit 3’829 registriert worden.

Über 1'700 bekannte Neuinfektionen in Italien

In Italien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf über 1’700 und damit auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Die Behörden in Rom verzeichneten am Freitag 1’733 neue Corona-Fälle in 24 Stunden und 11 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Zuletzt hatte es am 2. Mai mit 1’900 neuen Fällen höhere Zahlen bei den Neuinfektionen gegeben. Insgesamt haben sich in Italien 274’644 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 35’518 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

Am 22. August war in Italien erstmals wieder die Marke von 1’000 neuen Fällen pro Tag nach Monaten mit deutlich niedrigeren Werten überschritten worden. Danach sanken die Neuinfektionen wieder unter die Marke von 1’000, stiegen in den vergangenen drei Tagen aber wieder kontinuierlich an. Das verstärkt in dem Land, das im Februar besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen worden war, die Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

Die Corona-Zahlen in Italien steigen wieder an. (Bild: Keystone)
Zahl der Corona-Neuinfektionen im Irak steigt auf Rekordhoch

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist im Irak auf ein Rekordhoch gestiegen. Erstmals meldete das Gesundheitsministerium in Bagdad am Freitag mehr als 5’000 neue Fälle an einem Tag. 84 weitere Menschen seien in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Die täglichen Neuinfektionen waren in den vergangenen Wochen im Irak auf den höchsten Wert in der Region geklettert. Mitte August meldeten die Gesundheitsbehörden erstmals mehr als 4’000 neue Fälle an einem Tag. Insgesamt registrierten die Behörden bislang mehr als 252’100 Corona-Fälle und mehr als 7’300 Tote in Verbindung mit Covid-19

Die Beerdigung eines Corona-Toten im Irak. (Archivbild: Keystone)
Kommt jetzt das Home Office-GA?

Ändern sich die Pendlergewohnheiten, muss sich der öffentliche Verkehr anpassen, so der Preisüberwacher Stefan Meierhans. Darum fordert er, dass die SBB künftig eine Art Homeoffice-GA anbietet, wie er zum «Blick» sagt. Die Idee ist ein flexibles Abo, das wie bisher die freie Fahrt im ÖV ermöglicht – allerdings nur an zwei bis drei Tagen pro Woche.

Die SBB solle mit neuen Angeboten auf das massive Home Ofice reagieren. (Bild: Keystone)
Bis zu 750 Millionen Euro mehr für Impfstoff

Die EU-Gesundheitsminister wollen die Vorbereitungen für die mögliche Zulassung eines Corona-Impfstoffes verstärken. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte am Freitag nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen, gebraucht werde dafür eine zusätzliche Finanzierung von bis zu 750 Millionen Euro.

Eine grosse Mehrheit der EU-Staaten habe sich daher dafür ausgesprochen, das Impfstoffbudget zu erhöhen und nationale Beiträge zu leisten. Bisher seien im EU-Haushalt 2,15 Milliarden Euro dafür reserviert.

Golf-Amateurmeisterschaft wird in Zürich durchgeführt

Der Schweizer Golfverband Swiss Golf übernimmt kurzfristig die Durchführung der Europameisterschaft der Amateure. Austragungsort ist der Golfclub Zürich in Zumikon. Gespielt wird vom 22. bis zum 25. September.

Der Titelkampf, dessen Sieger sich für das nächstjährige British Open qualifiziert, hätte ab dem 2. September im Golf du Médoc in Frankreich stattfinden sollen. Infolge der Coronavirus-Pandemie musste er abgesagt werden.

Prag führt Maskenpflicht in Geschäften ein

Vom kommenden Mittwoch an gilt in Prag eine Maskenpflicht in Geschäften und Einkaufszentren.

Die Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens in der tschechischen Hauptstadt sei «alarmierend», sagte die Leiterin des zuständigen Gesundheitsamts, Zdenka Jagrova, am Freitag zur Begründung. Bars, Gaststätten und Klubs müssen ab dann in der Moldau-Metropole zudem in der Zeit von Mitternacht bis 6 Uhr morgens geschlossen bleiben.

22 Schulen in Frankreich wegen Corona-Epidemie geschlossen

Wenige Tage nach dem Wiederbeginn des Unterrichts sind in Frankreich und einem Überseedépartement bereits 22 Schulen wegen der Corona-Epidemie geschlossen worden.

Zwölf der betroffenen Einrichtungen seien in Frankreich selbst, die übrigen zehn auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion im Indischen Ozean, sagte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer am Freitag im Radiosender Europe 1.

Nach den Sommerferien hatten die Schulen am Dienstag den Unterricht wiederaufgenommen. Es gibt in Frankreich rund 60’000 Schulen. Die Schüler müssen ab elf Jahren eine Maske tragen und die Abstandsregeln einhalten.

22 französische Schulen wurden wegen Covid-19 geschlossen. (Bild: Keystone)
Österreich startet «Corona-Ampel»

Die Corona-Lage in Österreich wird ab jetzt wöchentlich mit einem Ampelsystem bewertet. Vier Farben von Grün (niedriges Risiko) bis Rot (sehr hohes Risiko) sollen konkrete Massnahmen bedeuten, die für die jeweils betroffene Region gelten sollen.

Anhand eines Ampelsystems bewertet Österreich die regionale Corona-Lage. (Grafik: Sozialministerium Österreich)
Diese 55 Gebiete stuft das BAG als risikoreich ein

Ab kommendem Montag gilt für 55 Länder bei der Einreise in die Schweiz eine Quarantänepflicht. Bisher waren es 53 Gebiete. Die aktuelle Liste des Bundesamts für Gesundheit (BAG):

  • Albanien
  • Andorra
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aruba
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Belize
  • Besetztes Palästinensisches Gebiet
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brasilien
  • Chile
  • Costa Rica
  • Dominikanische Republik
  • Ecuador
  • Färöer
  • Französisch Polynesien
  • Gibraltar
  • Guam
  • Guatemala
  • Guyana
  • Honduras
  • Indien
  • Irak
  • Israel
  • Kap Verde
  • Katar
  • Kolumbien Kosovo
  • Kroatien
  • Kuwait
  • Libanon
  • Libyen
  • Malediven
  • Malta
  • Moldawien
  • Monaco
  • Montenegro
  • Namibia
  • Nordmazedonien
  • Panama
  • Paraguay
  • Peru
  • Rumänien
  • San Marino
  • Sint Maarten
  • Spanien (mit Ausnahme der Kanarischen Inseln)
  • Südafrika
  • Suriname
  • Trinidad und Tobago
  • Turks-und Caicos-Inseln
  • Ukraine
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vereinigte Staaten von Amerika (inklusive Puerto Rico und Amerikanische Jungferninseln)

Nicht mehr auf der Liste (ab 7. September):

  • Belgien
  • Kasachstan
  • Luxemburg
  • Oman
Erholung des US-Arbeitsmarkts verlangsamt sich

Die Erholung am US-Arbeitsmarkt von der Corona-bedingten Entlassungswelle im Frühjahr verlangsamt sich. Im August wurden 1,371 Millionen Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie die Regierung am Freitag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,4 Millionen gerechnet, nachdem es im Juli noch mehr als 1,7 Millionen und im Juni knapp 4,8 Millionen waren. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel überraschend deutlich von 10,2 Prozent auf 8,4 Prozent. Hier war ein Rückgang auf 9,8 Prozent erwartet worden.

Kahlschlag bei Fluggesellschaft Virgin Atlantic geht weiter

Die angeschlagene britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat die Streichung von weiteren 1’150 Stellen angekündigt. Die «zerstörerische Wirkung» der Pandemie mache es notwendig, weitere Sparmassnahmen zu ergreifen, hiess es am Freitag in einer Mitteilung des Unternehmens. Zuvor hatte Virgin Atlantic bereits den Abbau von mehr als 3’500 Arbeitsplätzen beschlossen.

Ein Bild aus besseren Zeiten. (Archivbild: Keystone)
Aargauer Logistikunternehmen geht Konkurs – 90 Angestellte betroffen

Über das Logistikunternehmen Ansorix mit Sitz in Fahrwangen AG ist der Konkurs eröffnet worden. Betroffen sollen gemäss eines Berichts der «Aargauer Zeitung» rund 90 Angestellte sein.

Kuster hält Corona-Lage trotz steigenden Zahlen für stabil

Zur Corona-Lage in der Schweiz zeigte sich Stefan Kuster vom BAG am Freitag zuversichtlich. Das obwohl über 400 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet wurden. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Verkäufe von alten Autos steigen in Spanien sprunghaft

Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im öffentlichen Nahverkehr verleitet viele Spanier zum Kauf billiger alter Autos. Der Absatz von Fahrzeugen, die älter als 20 Jahre sind, stieg im Juli und August um 31 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf fast 44’000.

Dies teilte das Institute of Automotive Studies am Freitag mit. Der Durchschnittspreis lag bei rund 1’400 Euro, ermittelte das Verkaufsportal Sumauto. Einige Autos waren demnach schon für 500 Euro zu haben.

«Das ist ein Rückschritt für die Luftqualität», sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Adrian Fernandez zur wachsenden Beliebtheit alter Fahrzeuge, die heutigen Umweltstandards nicht mehr entsprechen. «Das bedeutet negative Folgen für die Atemwegserkrankungen, zu denen auch Covid-19 gehört.»

Ständeratskommission fordert einheitliche Kriterien

Der Bundesrat soll Kriterien definieren, die erfüllt sein müssen, um neue Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu erlassen. Das fordert die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK).

Sie hat im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie in einem am Freitag veröffentlichten Brief mehr Klarheit und Verbindlichkeit vom Bundesrat gefordert. Dieser soll einerseits Voraussetzungen definieren, die erfüllt sein müssen, um die «ausserordentliche Lage» auszurufen. Es sei nicht auszuschliessen, dass sich die epidemiologische Lage der Schweiz nicht zuletzt wegen der Grippesaison wieder erheblich verschlechtere.

Andererseits soll der Bundesrat dafür sorgen, dass die Kantone einheitlicher handeln. So schlägt die Kommission vor, dass die Regierung Kriterien und epidemiologische Schwellenwerte definiert, aufgrund derer die Kantone ihre Schutzmassnahmen erlassen. Weiter verlangt die Kommission in dem Schreiben eine Verbesserung des Contact Tracing.

405 Neuinfektionen in der Schweiz am Freitag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag innert eines Tages 405 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Neuseeland verzeichnet ersten Covid-19-Todesfall seit drei Monaten

In Neuseeland ist am Freitag erstmals seit drei Monaten wieder ein Todesfall in Verbindung mit Covid-19 bestätigt worden. Bei dem Opfer handele es sich um einen Mann um die 50, der in einem Krankenhaus in der Grossstadt Auckland gestorben sei, teilten die Gesundheitsbehörden in dem Pazifikstaat mit.

Der Fall stehe in Zusammenhang mit einem im August aufgetretenen neuen Infektionsherd in der Metropole, hiess es. In Auckland waren daraufhin wieder mehrwöchige Einschränkungen in Kraft getreten, die vor wenigen Tagen aufgehoben wurden.

Der letzte Todesfall war Ende Mai verzeichnet worden. Insgesamt sind damit nun 23 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Neuseeland ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Bis zu den neuen Infektionsfällen im August hatte das Land zuvor 102 Tage lang keine lokalen Infizierungen registriert. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie rund 1700 Fälle bestätigt.

Rund 30 Corona-Fälle an Offiziersschule in Israel

An einer Offiziersschule in Israel sind nach Angaben des Militärs rund 30 Corona-Infektionen entdeckt worden. Dutzende Soldaten seien in Quarantäne geschickt worden, teilte die Armee am Freitag bei Twitter mit. Die Soldaten seien getestet worden, nachdem auf dem Stützpunkt zwei Fälle bekanntgeworden seien.

Israel veröffentlicht die Zahl seiner Soldaten aus Sicherheitsgründen nicht. Sie wird auf rund 170 000 aktive Soldaten und 445 000 Reservisten geschätzt.

Die Anzahl der täglichen Neuinfektionen war in Israel in den vergangenen Tagen auf immer neue Rekordwerte gestiegen. Am Mittwoch wurde erstmals die Marke von 3000 neuen Fällen an einem Tag überschritten. Die Regierung will ab Montag in besonders betroffenen Orten Lockdown-Massnahmen umsetzen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Hohe Fallzahlen gibt es derzeit etwa unter jungen Menschen sowie in arabischen und ultraorthodoxen Gemeinden.

Wie das israelische Gesundheitsministerium am Freitag bekanntgab, wurden am Donnerstag 2766 Neuinfektionen registriert. Das ist der zweithöchste jemals erfasste Wert.

Zwei von drei Touristen aus Deutschland kommen trotz Corona

Der Coronapandemie zum Trotz kommen aus den wichtigsten europäischen Herkunftsmärkten diesen Sommer dennoch Touristen in die Schweiz. Gäste aus Übersee dagegen konnten die Schweizer Hotels im Juli so gut wie keine mehr begrüssen.

Statistisch gesehen kamen beispielsweise aus Deutschland immerhin zwei von drei Touristen, die letztes Jahr in die Schweiz gereist waren und in einem Hotel übernachtet hatten, wieder ins Land. So lag die Zahl der deutschen Gäste im Juli bloss 33 Prozent tiefer als 2019. Deutschland ist der grösste und wichtigste Absatzmarkt der Schweizer Hotellerie.

(Bild: Keystone)

Im Durchschnitt blieben die Deutschen 2,1 Nächte und damit etwas länger als 2019. Das könnte darauf hindeuten, dass tendenziell eher Feriengäste den Weg in die Schweiz gefunden haben und weniger Geschäftsreisende.

Noch treuer als die Touristen aus Deutschland sind jene aus Belgien. Gemäss Statistik des Bundesamts für Statistik (BFS) betrug der Rückgang der Gästeankünfte bei dieser Zielgruppe 16 Prozent. Aus Frankreich übernachteten ein Viertel weniger Gäste in Schweizer Hotels, aus den Niederlanden ein Drittel.

Kommt jetzt das Homeoffice-GA?

Preisüberwacher Stefan Meierhans befürchtet, dass Millionen Steuergelder für die ÖV-Branche verpuffen. Die Rahmenbedingungen müssten an Corona angepasst werden. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Heime fordern Abgeltung für Coronavirus-Aufwand

Die Behörden sollen Alters-, Pflege- und andere Heime als systemrelevant anerkennen. Deshalb soll die öffentliche Hand ihnen auch den Mehraufwand in der Covid-19-Pandemie abgelten.

Die Alters-und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie für Kinder und Jugendliche hätten in der Corona-Krise Beträchtliches für den Gesundheitsschutz geleistet, teilten die Heimverbände Curaviva und Insos am Freitag mit. Während der ausserordentlichen Lage hätten sie strenge Schutzmassnahmen umsetzen müssen.

Das schlug sich in ungedeckten Zusatzkosten nieder. Diese müssen gemäss den Verbänden abgegolten werden. Bei Krisenvorbereitung und -bewältigung wollen die Verbände einbezogen werden. Im weiteren hat die Coronacirus-Pandemie für die beiden Organisationen bewiesen, dass die Pflege- und anderen Heime systemrelevant seien. Die Politik müsse das anerkennen.

Insos Schweiz vertritt als nationaler Dachverband nach eigenen Angaben die Interessen von 800 Institutionen für Menschen mit Behinderung, Curaviva Schweiz die von über 2600 Institutionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Erster Klimastreik seit Beginn von Covid-19-Pandemie

Erstmals seit Beginn der Covid-19-Pandemie geht die Klimastreik-Bewegung am späteren Freitagnachmittag wieder auf die Strasse. Kundgebungen sind in 17 Städten geplant. Die Bewegung fühlt sich von der Politik im Stich gelassen.

Die Klimastreik-Organisation erklärte im Vorfeld, die Menschen hätten «ein berechtigtes Interesse daran, auf einem bewohnbaren Planeten eine Zukunft zu haben». Das sei aber nicht gehört worden. «In der Politik wurden wir von Rechts beschimpft und belächelt, von den linken Parteien benutzt und belogen», hiess es in einer Mitteilung.

So folgen nach den Demonstrationen vom Freitag Ende September Aktionen gewaltfreien und massenhaften zivilen Ungehorsams. Damit wollen die Klimastreikenden «endlich ernst genommen werden». Dazu arbeiteten die verschiedenen Klimabewegungen wie Collective Climate Justice, Extinction Rebellion, Climatestreik und Collectif Break Free zum ersten Mal zusammen.

Die Kundgebungen vom Freitagnachmittag sind in den Städten Bern, Freiburg, Zürich, Uster, Luzern, Lausanne, St. Gallen, Interlaken, Genf, Neuenburg, Delsberg, Schaffhausen, Altdorf, Basel, Olten, Biel und Winterthur.

U-21-Nationalteam-Goalie Anthony Racioppi positiv getestet

Mit Goalie Anthony Racioppi ist ein Mitglied des U-21-Nationalteams positiv auf Covid-19 ge-testet worden. Das teilte der Schweizerische Fussballverband am 4. September 2020 mit.

(Bild: Keystone)

Der Spieler sei sofort isoliert worden und habe das Team bereits verlassen. Sämtliche weitere Testresultate der Delegation seien negativ ausgefallen. Nnach Rücksprache mit den kanto-nalen Gesundheitsbehörden gebe es für das Team keine weiteren Einschränkungen.

Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi wegen Corona im Krankenhaus

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei wegen seiner Corona-Infektion mit Symptomen ins Krankenhaus gekommen.

Der 83-jährige Unternehmer und konservative Politiker «wurde nach einigen Symptomen vorsorglich in das Krankenhaus San Raffaele in Mailand gebracht. Das klinische Bild gibt keinen Anlass zur Sorge», teilte ein Sprecher der Forza Italia am Freitag mit.

(Bild: Keystone)

Der Oppositionspolitiker hatte seine Corona-Infektion am 2. September publik gemacht. Danach zog er sich auf seinen Wohnsitz in Arcore in der Lombardei in die Corona-Isolation zurück. Der Forza-Italia-Chef hatte angekündigt, dass er von dort weiter Wahlkampf für die Regional- und Kommunalwahlen am 20. und 21. September machen werde.

Noch am Donnerstag hatte sich der Ex-Ministerpräsident mit einer Telefon-Botschaft bei einer Wahlkampfveranstaltung in Genua zu Wort gemeldet. Es wird vermutet, dass Berlusconi sich bei einem Aufenthalt auf der Ferieninsel Sardinien mit Sars-CoV-2 angesteckt hatte.

Übernachtungen in Hotels brechen um über einen Viertel ein

Die Corona-Pandemie machte den Schweizer Hotels auch im Juli einen Strich durch die Rechnungen. 26,4 Prozent weniger Logiernächte wurden verzeichnet. Hier lesen Sie mehr.

Weil es zu wenig ausländische Gäste gab, verzeichneten die Schweizer Hotels auch im Juli einen Einbruch. (Bild: Keystone)
Vier Schulklassen in Zofingen AG in Quarantäne geschickt

Wegen Coronafällen sind in Zofingen AG je zwei Klassen der Bezirks- und der Realschule sowie zwei Lehrpersonen in Quarantäne. Die betroffen Klassen werden gemäss Behördenangaben aus der Ferne unterrichtet.

Für die anderen Schülerinnen und Schüler findet der Unterricht normal statt, wie die Stadtkanzlei Zofingen am Freitag mitteilte.

Am vergangenen Wochenende war das erste Schulkind der Schule positiv auf Covid-19 getestet worden. Derzeit sind gemäss Angaben der Schulleitung je zwei positive Fälle von Schülerinnen und Schülern sowie ein bestätigter Fall einer Lehrperson der Sekundar- und Realschule bekannt.

Der Kanton stellte am Mittwochabend daher zwei Klassen unter Quarantäne. Am Donnerstagmorgen kamen aufgrund gemeinsamer Klassenkontakte nochmals zwei Klassen der Bezirksschule und der Realschule in Quarantäne.

Der Grund seien nicht weitere Infektionen, sondern gemeinsame Klassenkontakte in der vergangenen Woche, hält die Schulleitung in einem Elternbrief fest.

Deutschland prüft verkürzte Quarantänezeit

Mit dem Coronavirus zu leben, bedeutet auch langwierige Quarantänezeiten auszuhalten. Eine Quarantäne wegen Corona dauert im Normalfall 14 Tage. In Deutschland haben sich nun Gesundheitspolitiker aus mehreren Fraktionen dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen.

«Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen», sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der «Welt». «Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist.»

(Bild: Keystone)

Virologe Christian Drosten hatte bereits Tage zuvor die Diskussion um eine Verkürzung der Quarantänezeit angestossen, um die Akzeptanz der Massnahmen in der Gesellschaft zu erhalten, wie «ntv» berichtete. Demnach sollten Personen mit Verdacht auf eine Infektion sich nur noch fünf statt 14 Tage isolieren müssen. Allerdings ginge er mit diesem Vorschlag «bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie», erklärte er am Dienstag in seinem NDR-Podcast. Er regte zudem an, die fünf Tage nicht für Tests zu «verschwenden», sondern erst nach Ablauf zu testen, ob die Betroffenen infiziert waren und noch infektiös sind.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, erklärte, man würde dies prüfen: Bund und Länder hätten das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut damit beauftragt, «die vorhandene Studienlage zur Quarantäne auszuwerten – und dann im Austausch mit den europäischen Partnern einen Bericht vorzulegen».

Sex-Party in Berlin treibt Infektionszahlen in die Höhe

Gleich 35 «Super-Spreading»-Ereignisse in Berlin machen den Behörden Sorge. Dazu gehört auch eine Sex-Party in Mitte, die Ende August stattgefunden haben soll. Auch Vorkomnisse in vier Schulen und fünf Arztpraxen könnten für Massen-Ansteckungen gesorgt haben. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Bezirksamtes hervor, wie «ntv» berichtet.

Wie viele Teilnehmer die kritischen Veranstaltungen besucht haben und wie viele Personen sich dabei angesteckt haben könnten, blieb zunächst unklar.

(Bild: Keystone)

Letzte August-Woche wurden insgesamt 476 Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt Mitte erfasst. 14 waren mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind vier Prozent.

442 Berliner kamen demnach in Quarantäne. In besagter Woche kam es in Mitte insgesamt laut dem Bericht zu 73 Neuinfektionen. Sie verteilen sich auf 39 Männer und 34 Frauen. Mindestens 55 der Betroffenen haben sich das Virus zudem im Ausland geholt, zehn weitere in Berlin. Wo sich die übrigen Betroffenen angesteckt haben, teilte der Bezirk nicht mit.

Australien verlängert Corona-Reisesperre um drei Monate

Australien hat seine internationale Corona-Reisesperre um weitere drei Monate verlängert. Gesundheitsminister Greg Hunt kündigte am späten Donnerstagabend an, dass die Grenzen bis mindestens 17. Dezember für Besucher aus dem Ausland geschlossen bleiben. Die Regierung reagiere damit auf den Rat des Komitees für Gesundheitsschutz AHPPC: Die Behörde habe festgestellt, dass «die internationale und nationale Covid-19-Situation weiterhin ein inakzeptables Risiko für die öffentliche Gesundheit» darstelle, hiess es in einer Mitteilung. Die Verlängerung der Reisesperre sei «eine angemessene Reaktion auf dieses Risiko».

Die Grenzen Australiens sind wegen der Pandemie seit März dicht, auch Menschen mit ständigem Wohnsitz in Australien dürfen das Land nur in Ausnahmefällen verlassen. Die Opposition kritisierte die Ankündigung und erinnerte an 23.000 Australier, die im Ausland gestrandet seien und nun weiter nicht ins Land könnten.

In Australien wurden bislang rund 26 000 Infektionsfälle bestätigt, etwa 700 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne. In der Millionenstadt war Anfang Juli ein neuer Lockdown verhängt worden, der noch bis mindestens Mitte September dauern soll.

New Yorker Whitney Museum nach Corona-Pause wieder geöffnet

Nach fast sechsmonatiger Schliessung wegen der Corona-Krise hat das New Yorker Whitney Museum für amerikanische Kunst seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Zahlreiche Menschen nutzten direkt am Donnerstag die Chance für einen Besuch in dem renommierten Museum in Südwesten Manhattans. Tickets müssen nun vorab online gebucht werden, ausserdem werden weniger Menschen gleichzeitig in die Ausstellungsräume hinein gelassen – und es gelten Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln.

Seit der vergangenen Woche dürfen Museen in New York, die fast alle seit März geschlossen hatten, offiziell unter strengen Auflagen wieder öffnen – tun dies jedoch nur nach und nach. Vor dem Whitney Museum hatten unter anderem bereits das Museum of Modern Art (MoMA) und das Metropolitan Museum ihre Türen wieder geöffnet. Das Guggenheim-Museum will am 3. Oktober nachziehen. Die Corona-Krise trifft die Kulturbranche der Stadt, die im Frühjahr eines der weltweiten Epizentren der Epidemie war, seit Monaten hart.

Frankreich verzeichnet mehr als 7000 Corona-Neuinfektionen

Frankreich hat erneut mehr als 7000 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, wurden 7157 Neuinfektionen bestätigt. Den dritten Tag in Folge stieg zudem die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten.

(Bild: Keystone)

Insgesamt lagen am Donnerstag in Frankreich 464 Patienten mit der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 auf Intensivstationen. Von dem am 8. April erreichten Höhepunkt, als 7148 Menschen auf Intensivstationen behandelt worden waren, ist das Land jedoch noch weit entfernt.

Österreich startet «Corona-Ampel» – Fallzahlen «zu früh zu hoch»

In Österreich startet am Freitag ein Corona-Warnsystem in Form einer vierfarbigen Ampel. Die Infektionslage in jeder Region soll wöchentlich bewertet werden und im Internet in einer Farbstufe von Grün (niedriges Risiko) über Gelb und Orange bis Rot (sehr hohes Risiko) erscheinen. Für jede Stufe sollen konkrete Massnahmen gelten.

Ein Kriterium ist dabei wie bei der Corona-Obergrenze in Deutschland die Entwicklung der Fallzahlen in den vorherigen sieben Tagen, zusätzlich wird aber die Auslastung der Krankenhäuser, die Nachverfolgbarkeit der Ansteckungsketten und das Verhältnis durchgeführter Tests zur Zahl der positiven Nachweise berücksichtigt. Nachdem eine Expertenkommission wöchentlich die Lage bewertet, soll die tatsächliche Entscheidung über die Ampelfarbe aber bei der Regional- und Bundespolitik liegen.

Welche Massnahmen konkret durch die jeweiligen Farbstufen ausgelöst werden sollen, blieb bis vor dem Start der Ampel offen. Mit der ersten Veröffentlichung der «Corona-Ampel» am Freitag sollen auch die entsprechenden Regeln angezeigt werden. Die gesetzliche Grundlage für Massnahmen wie etwa Betretungsverbote kann jedoch erst Ende September vom Parlament beschlossen werden, nachdem das Verfassungsgericht die Corona-Verordnung aus dem Frühjahr teils kassierte hatte.

Frankreichs Nationaltorwart Mandanda Corona-positiv getestet

Frankreichs Nationaltorwart Steve Mandanda hat sich nach Angaben des französischen Verbandes mit dem Coronavirus infiziert und fehlt der Nationalmannschaft daher im Nations-League-Spiel in Schweden am Samstag.

Der Verband FFF machte das Testergebnis am späten Donnerstagabend öffentlich und nannte auch den Namen des Torhüters von Olympique Marseille, der am Freitag aus dem Quartier der Equipe tricolore abreisen sollte. Mandandas Test auf Covid-19 sei zweimal positiv ausgefallen, hiess es in der Mitteilung.

(Bild: Keystone)

Zuvor hatte bereits Paul Pogba von Manchester United seine Teilnahme an den Nations-League-Partien in Sölna und drei Tage später im Stade de France gegen Kroatien wegen einer Coronavirus-Infektion absagen müssen. Auch beim französischen Fussball-Meister Paris Saint-Germain waren zuletzt sechs Corona-Infektionen festgestellt und kommuniziert worden. Namen nannte der Club von Trainer Thomas Tuchel aber nicht.

Mehr als vier Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

Brasilien hat die Marke von vier Millionen Corona-Fällen überschritten. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstag (Ortszeit) hervor. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 43.773 Neuinfektionen hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar auf 4.041.638 stieg. Es kamen zudem 834 Todesfälle hinzu – demnach sind im grössten Land Lateinamerikas bislang offiziell 124.614 Menschen gestorben. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen und Todesfälle in Brasilien liegt schon seit geraumer Zeit in der jetzigen Grössenordnung. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet.

Zweiter Corona-Fall beim FC Luzern

Der FC Luzern hat eine zweite Coronavirus-Infektion bei einem Spieler vermeldet. Nach einem ersten Corona-Fall, den die Zentralschweizer am Mittwoch, 2. September 2020, bekannt gemacht hatten, waren sämtliche Spieler und der Staff der 1. Mannschaft auf das Virus getestet worden. Die Ergebnisse zeigten eine weitere Ansteckung. Der betroffene Spieler hat sich gemäss Klub jedoch bereits vor der Diagnose in häuslicher Quarantäne befunden.

Die beiden Coronavirus-Infektionen beeinträchtigen den Trainingsplan des FC Luzern nicht weiter. Wie der Klub in einer Mitteilung schrieb, kann die 1. Mannschaft nach Absprache mit dem Kantonsarzt sowie den Gesundheitsbehörden ab sofort wieder regulär trainieren.

37 Coronavirus-Infizierte in Freiburger Pflegeheim

In einem Pflegeheim im freiburgischen Siviriez sind 37 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei Personen mussten ins Spital gebracht werden.

Wie die Gesundheits- und Sozialdirektion des Kantons Freiburg am 3. September 2020 mitteilte, sind 31 Heimbewohnerinnen und -Bewohner sowie sechs Angestellte betroffen. Der Gesundheitszustand der Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner ist stabil. Die Familie einer betagten Person befindet sich in Quarantäne. Der Ansteckungsherd ist noch unbekannt.

Der Kanton Freiburg hatte am Sonntag verschiedene Massnahmen getroffen, so etwa einen grundsätzlichen Besuchsstopp verfügt und eine kollektive Quarantäne für Bewohner und Angestellte angeordnet. Letztere können aber weiterhin im Heim arbeiten. Auch darf das Heim zusätzliches Personal rekrutieren.

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In einem Pflegeheim in Siviriez FR sind über 30 Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei Personen wurden ins Spital gebracht. (Symbolbild: Keystone)
Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht mehr Spitzbergen anfahren

Norwegen schränkt im Zuge der Corona-Pandemie den Kreuzfahrttourismus weiter ein. Auf der Inselgruppe Spitzbergen (nrwg. Svalbard) in der Arktis dürfen Kreuzfahrttouristen fortan nicht mehr an Land gehen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Die Entscheidung gelte vorerst bis zum 1. November 2020. Tagesausflüge mit Booten, die von Svalbard aus starten, seien davon ausgenommen. «Eine Infektion an Bord eines Kreuzfahrtschiffes erfordert grosse Ressourcen, um den Ausbruch zu begrenzen und bringt eine Reihe praktischer Herausforderungen für den Gesundheitsapparat und die Rettungsbereitschaft mit sich», sagte Gesundheitsminister Bent Høie laut einer Mitteilung. Das gelte besonders für Spitzbergen.

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Wegen der Corona-Pandemie dürfen Kreuzfahrttouristen auf der Inselgruppe Spitzbergen nicht mehr an Land gehen. (Symbolbild: Unsplash)

Flugzeugbauer Embraer streicht wegen Coronakrise noch mehr Jobs

Wie Boeing und Airbus streicht auch der brasilianische Flugzeugbauer Embraer wegen der Corona-Krise zahlreiche Arbeitsplätze. Der Konzern will die weltweite Belegschaft um weitere 4,5 Prozent verkleinern.

Dies entspreche etwa 900 Stellen im Heimatland des Unternehmens, teilte das Unternehmen am Donnerstag in São José dos Campos mit. Bereits früher hatten etwa 1’600 Beschäftigte in Brasilien das Unternehmen im Rahmen von Abfindungsprogrammen bereits verlassen will. Insgesamt hatte Embraer etwa 16’000 Mitarbeiter im Land, davon 10’000 in São José dos Campos, dem Hauptsitz.

Türkei verschärft Corona-Regeln für Hochzeiten und Feste

Die Türkei hat wegen steigender Coronafälle die Regeln für Hochzeiten und Feste verschärft. Strassen- und Dorfhochzeiten, Verlobungs- oder etwa auch Beschneidungsfeiern im Freien seien ab Freitag nicht mehr erlaubt, teilte das türkische Innenministerium mit.

Demnach sind standesamtliche Trauungen in Veranstaltungsräumen gestattet, sie dürfen aber maximal eine Stunde dauern. Tanz, Speisen und alle Getränke bis auf abgepacktes Wasser seien nicht erlaubt, hiess es. Zudem gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln sowie eine Maskenpflicht.

(Symbolbild: Keystone)

Die Türkei hatte Hochzeitssäle bereits am 1. Juli wiedereröffnet, ebenfalls unter Auflagen. So durften etwa nur noch Braut und Bräutigam tanzen, Umarmungen und Händeschütteln wurden verboten, ebenso der traditionellen Gruppentanz Halay. Dabei halten sich die Tanzenden an Hand oder Schulter und tanzen im Halbkreis. Auch Gruppenfotos wurden verboten. Erinnerungsfotos mit dem Hochzeitspaar durften nur mit Sicherheitsabstand geschossen werden.

Griechenlands Wirtschaft stürzt ab - Corona trifft Tourismus

Die Corona-Krise hat in Griechenland eine Rekordtalfahrt der Wirtschaft ausgelöst. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte im Zeitraum von April bis Juni 2020 um 14 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte.

Der Absturz ist Folge eines Lockdowns, der im März zur Eindämmung des Virus verhängt wurde. Das Land steckt aber bereits seit dem Herbst vorigen Jahres in der Rezession. Das BIP schrumpfte im vierten Quartal 2019 um 0,9 Prozent und Anfang 2020 dann um 0,7 Prozent. Das Mittelmeerland hatte sich zuvor erst allmählich von den Folgen der Schuldenkrise erholt, die Griechenland an den Rand der Staatspleite trieb.

Diese konnte nur mit Milliardenhilfen aus Europa und vom IWF abgewendet werden, die an strikte Reform- und Sparauflagen gebunden waren. Das dritte Rettungsprogramm endete im August 2018.

Die Coronakrise trifft das Land mit voller Wucht, da Griechenland Einnahmen aus dem Tourismus und Seeverkehr wegbrechen. Für 2020 wird ein BIP-Minus von bis zu 10 Prozent erwartet.

Das Land sieht sich zudem wachsenden Spannungen mit der Türkei ausgesetzt. Die Nachbarn und Erzrivalen erheben beide Ansprüche auf Seegebiete im östlichen Mittelmeer, in denen Öl- und Gasvorkommen vermutet werden.

Griechenlands Finanzminister Christos Staikouras erklärte jüngst, das Land sei bereit, einen Teil seiner finanziellen Reserven für Waffenkäufe zu verwenden. Ziel sei es, nach vielen Sparrunden beim Wehretat die Abschreckung zu stärken.

Einstieg von Tesla-Chef Musk kein Thema bei Treffen mit CureVac

Bei einem Treffen zwischen CureVac und Tesla-Chef Elon Musk ging es nicht um einen Einstieg des Milliardärs beim Impfstoffhersteller. Eine Beteiligung Musks an CureVac sei am Treffen nicht zur Sprache gekommen, sagte ein Sprecher des Biotechunternehmens am Donnerstag.

Zuvor hatte bereits CureVac-Haupteigner und SAP-Gründer Dietmar Hopp den Spekulationen über einen möglichen Einstieg des Unternehmers eine Absage erteilt. Entsprechende Überlegungen seien «reine Fantasie», hatte Hopp dem Nachrichtenportal Merkur.de gesagt. Zudem gelte nach wie vor sein Versprechen, «dass CureVac eine deutsche Firma ist und bleibt».

(Bild: Keystone)

Gleichzeitig äusserte sich Hopp positiv zu einer möglichen Zusammenarbeit des Unternehmens mit dem Tesla-Chef. «Für CureVac kann ich sagen, dass man ein sehr grosses Potenzial in der Zusammenarbeit mit Herrn Musk sieht und eine Zusammenarbeit, weit über Impfstoffe hinaus, ausgesprochen positiv beurteilt wird.»

Bei seinem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Musk einer mit dem Gespräch vertrauten Person zufolge seine Investitionspläne, vor allem für das neue Werk in Brandenburg, vorgestellt. Aber auch über CureVac sei gesprochen worden. Musk und Altmaier seien sich einig gewesen, dass CureVac «weltweit zu den innovativsten» Unternehmen zählt.

Die Tesla-Tochter Grohmann und CureVac arbeiten bereits zusammen an sogenannten RNA-Druckern. Diese Produktionseinheit zur Herstellung von Boten-RNA (mRNA), auf der die Impfstoffe von CureVac basieren, soll eine schnelle Lieferung vor Ort ermöglichen.

Zwei Klassen im Kanton Genf geschlossen – 39 Kinder in Quarantäne

Zwei Primarschulklassen in Versoix GE sind wegen des Coronavirus am Mittwoch geschlossen worden. 39 Kinder wurden in Quarantäne gesteckt. Lesen Sie hier mehr. 

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BAG meldet 364 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag, 3. September 2020, innert eines Tages 364 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Lesen Sie hier mehr dazu.

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Probeliegen im Sarg: Bizarre Corona-Strafe in Indonesien

Bizarre Corona-Strafe in Indonesien: In der Hauptstadt Jakarta werden Maskenverweigerer neuerdings zum Probeliegen in einem Sarg gebeten. Lesen Sie hier mehr.

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Kinder vier Monate eingesperrt – Eltern hatten Angst vor Corona

Im schwedischen Jonköping haben Eltern ihre drei Kinder vier Monate lang nicht aus dem Haus gelassen. Sie hatten Angst, sich mit Corona zu infizieren. Lesen Sie hier mehr dazu.

(Symbolbild: Keystone)
Dwayne «The Rock» Johnson an Covid-19 erkrankt

Der amerikanische Schauspieler Dwayne Johnson alias «The Rock» teilte am Mittwochabend auf Instagram mit, dass sich seine ganze Familie, seine Frau und seine zwei jüngsten Töchter (2, 4) mit dem Covid-19 angesteckt hat.

«Ich habe schon viel Schlimmes durchmachen müssen, das Dach über dem Kopf verloren, pleite gegangen – aber nichts von dem lässt sich mit Corona vergleichen», erzählte Johnson seinen 196 Millionen Followers. Sie hätten sich bei sehr engen Familienmitgliedern angesteckt.

Mittlerweile sind der Filmstar sowie seine Familie wieder genesen. Er warnte eindringlich davor, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen, und sich weiterhin diszipliniert an alle Schutzmassnahmen zu halten.

Europas Detailhändler mit unerwartetem Umsatzminus im Juli

Die Detailhändler der Eurozone sind überraschend mit einem Umsatzminus in die zweite Jahreshälfte gestartet. Die Einnahmen fielen im Juli gegenüber dem Juni um 1,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Mai und im Juni jeweils eine kräftige Erholung von den Corona-Einbrüchen von Februar und März gegeben hatte.

Den stärksten Rückgang gab es diesmal mit 5,1 Prozent in Belgien. In Finnland nahmen die Detailhandelsumsätze um 2,0 Prozent und in Estland um 1,5 Prozent ab. Deutliche Zuwächse verzeichnete hingegen Portugal und Malta mit 3,9 und 3,2 Prozent. Der Umsatz der deutschen Einzelhändler fiel um 0,9 Prozent. Damit blieb der erhoffte Schub durch die seit Anfang Juli bis zum Jahresende geltende Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent erst einmal aus.

Die Wirtschaft im gesamten Euroraum war wegen der Pandemie-Krise im zweiten Quartal um 12,1 Prozent geschrumpft. Die deutsche Wirtschaft als grösste Volkswirtschaft brach um 9,7 Prozent ein. Für das laufende Sommerquartal sagen Experten eine deutliche Erholung voraus.

China lässt wieder internationale Flüge zu

Ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie sind erstmals wieder internationale Flüge aus wenigen ausgewählten Ländern zum Pekinger Flughafen aufgenommen worden. Es sind die ersten Flüge seit dem 23. März, als Chinas Hauptstadt alle internationalen Flüge eingestellt hatte.

Zunächst wurden acht Länder angenommen, deren Infektionszahlen am geringsten waren, unter anderem Österreich, Dänemark, Schweden und Griechenland. Später kamen Thailand, Kambodscha, Pakistan und Kanada hinzu. Bedingungen für die Passagiere seien, dass sie auch tatsächlich aus diesen Ländern stammten, sowie einen negativen Test vorweisen könnten, wie der Sprecher der Pekinger Stadtregierung laut Tageszeitung «China Daily» betont. Zunächst würden täglich nur fünf Flüge und maximal 500 Passagiere zugelassen. In einer zweiten Phase sollen es 1’000 werden.

E-Sport boomt in der Schweiz dank Corona

In der Schweiz hat der sportliche Wettkampf mit Computerspielen, der sogenannte E-Sport, stark von der Corona-Krise profitiert. Seit der Einführung von Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ist das Interesse am öffentlichen Gamen um über einen Fünftel gestiegen.

Ganze zehn Prozent aller Schweizer, die schon je einmal E-Sport geschaut haben, haben dies zum ersten Mal nach Einführung der Covid-Restriktionen getan. Das sei der höchste Anteil unter den beobachteten Ländern, weit vor Spanien (3%) und Italien (5%), in denen bereits sehr viel E-Sport geschaut werde, heisst es in einer am Donnerstag vom Beratungsunternehmen Deloitte veröffentlichten Studie zu diesem Thema.

(Bild: Keystone)

In Spanien und Italien gaben jeweils insgesamt 44 Prozent der Befragten an, mehr E-Sport zu konsumieren, respektive zu schauen als vor der Pandemie. Die beiden Länder sind denn auch die führenden E-Sport-Nationen in Europa: Mehr als die Hälfte der dortigen Befragten haben bereits E-Sport konsumiert.

40 Personen stecken sich bei Absolventen-Reise in Kroatien an

80 Absolventen der Hotelfachschule haben ihren Abschluss in Kroatien gefeiert. Bei der Rückreise wurde die Hälfte von ihnen positiv auf das Coronavirus getestet. Das berichtet «24 heures». Weil die ersten Infektionen erst nach der Rückreise entdeckt wurden, mussten sich alle Teilnehmer der Reise zudem in Quarantäne begeben.

(Bild: Keystone)

Die Organisatoren geben an, alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. «Wir waren isoliert in einem geschlossenen Hotel, wir hatten ein privates Restaurant und unsere Räume waren für alle Aktivitäten reserviert», sagten sie der Zeitung. Gemeinsam mit dem Kantonsarzt versuchen sie sich nun am Contact Tracing, um herauszufinden, wie es zu den Ansteckungen kommen konnte.

Swiss-Kabinenpersonal wird von Berner Firma auf Corona getestet

Die Fluggesellschaft Swiss arbeitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit der Berner Firma Ender Diagnostics zusammen. Das auf Schnelltests spezialisierte Unternehmen soll künftig bei Langstreckenflügen regelmässig das Kabinenpersonal der Swiss auf das Virus testen.

Die Lufthansa-Tochter will damit das Vertrauen und die Sicherheit der Flugreisenden erhöhen, wie es in einem Communiqué vom Donnerstag heisst. Bereits nach 30 Minuten liefere der Test von Ender Diagnostics einen Nachweis und sei damit wesentlich schneller als derzeit verfügbare Tests, die mehrere Stunden dauerten.

Dabei könne der Schnelltest in Pop-up-Laboren in verschiedenen Umgebungen durchgeführt werden – so etwa auf Flughäfen und Kreuzfahrtschiffen. An gewissen Destinationen sollen so nun vor dem Abflug auch die Langstrecken-Besatzungsmitglieder der Swiss getestet werden.

In Europa ist das Testverfahren bereits zugelassen und mit einer Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA rechnet Ender Diagnostics derweil noch im September.

Corona-Krise katapultiert die Onlineverkäufe in die Höhe

Onlineshops erleben 2020 wegen der Corona-Krise einen Wachstumsschub. Und der Schub dürfte längerfristig anhalten. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Corona gefährdet Zukunft von Millionen Flüchtlingskindern

Die Coronavirus-Pandemie bedroht nach einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR die Zukunftschancen von Millionen minderjährigen Flüchtlingen. Der Ausfall der Schulen und die Not ihrer Familien könnten ihnen den Bildungsweg aus der Armut für immer abschneiden, warnte das UNHCR am Donnerstag in Genf. Mehr dazu hier.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt sprunghaft

Erstmals seit Beginn der Pandemie sind in Israel an einem Tag mehr als 3’000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 3’074 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit ein Rekordwert verzeichnet. Am Dienstag waren es 2’183 Fälle gewesen.

Am Dienstag waren in Israel mit Ende der Sommerferien die Schulen und Kindergärten unter Corona-Beschränkungen wieder geöffnet worden – trotz der hohen Ansteckungsrate. Rund 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche lernen in Schulen oder gehen in Krippen. Eigentlich war es Ziel der Regierung gewesen, die Zahl der Neuinfektionen zuvor deutlich zu drücken.

Jens Spahn kritisiert rückblickend Lockdown

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn äusserte sich am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt in Bottrop selbstritisch zum Lockdown im Frühjahr: «Man würde mit dem Wissen von heute keine Friseure mehr schliessen und keinen Einzelhandel mehr schliessen. Das wird nicht noch einmal passieren. Wir werden nicht noch einmal Besuchsverbote in den Pflegeeinrichtungen brauchen».

Zu einem zweiten Lockdown solle es demnach nicht mehr kommen. Man habe gelernt, wie man sich auch ohne Massnahmen schützen könne: «Dafür braucht es zum Beispiel die Maske».

(Bild: Keystone)

Auch in der Schweiz ist vermehrt Kritik zum Lockdown zu hören: «Dem Bundesrat würde es gut anstehen, den damaligen Entscheid kritisch zu analysieren», sagt etwa ETH-Professor Didier Sornette gegenüber der Zeitung 20 Minuten. Er gratuliere Spahn, dass er Fehler eingestanden habe. «Das Geständnis ist willkommen, auch wenn es etwas spät kommt.»

Derzeit nehme die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates die Corona-Politik des Bundesrates unter die Lupe. GPK-Mitglied und FDP-Nationalrat Matthias Jauslin findet: «Einige Corona-Massnahmen waren übertrieben. Kleine Geschäfte mussten dichtmachen, durften nicht einmal einen Strassenverkauf betreiben, ohne gebüsst zu werden.» Auch die Schliessung von Coiffeuren oder in einigen Kantonen der Baustellen sei übertrieben gewesen.

«Ich war von Anfang an skeptisch und habe ein bisschen nach Schweden geschielt», so Jauslin zum Pendlermedium. Er habe Verständnis, dass der Bundesrat kein Risiko eingehen wollte. Aber: «Wir neigen in der Schweiz zur Übervorsicht.»

Fast vier Millionen Infizierte in Brasilien

In Brasilien ist das Coronavirus kaum zu stoppen. Das zuständige Gesundheitsministerium meldet am Donnerstag 46’934 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 3,997 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte auf 123’780 zu.

(Bild: Keystone)

Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

US-Behörde will Verteilung von Corona-Impfstoff ab 1. November

Die US-Regierung hat die Bundesstaaten aufgefordert, für die Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes ab dem 1. November bereit zu sein.

Der Chef der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, appellierte in einem am Mittwoch bekanntgewordenen Brief an die Gouverneure, die Fertigstellung von Verteilzentren bis zu diesem Datum sicherzustellen. Zum 1. November müssten die Zentren vollständig einsatzfähig sein, heisst es in dem Schreiben von Ende August.

Dazu müssten womöglich Vorgaben für Geschäfts- und Baugenehmigungen für das Unternehmen McKesson, das einen künftigen Impfstoff im Land verteilen soll, gelockert werden.

Der Brief zeigt den Willen der Regierung von Präsident Donald Trump, noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November einen Impfstoff zu genehmigen. Trump hat wiederholt die Hoffnung geäussert, dass ein Impfstoff zur Eindämmung der Pandemie bald zur Verfügung stehen könnte.

Oberste Medizinerin Kanadas empfiehlt Maske beim Sex

Die oberste Medizinerin Kanadas hat zum Schutz gegen das Coronavirus das Tragen einer Maske auch beim Sex empfohlen. Wer Sex mit jemandem habe, der nicht im eigenen Haushalt wohne oder der zu den Corona-Risikogruppen zähle, solle dabei einen Mund-Nasen-Schutz tragen, erklärte am Mittwoch die Chefin der Behörde für öffentliche Gesundheit, Theresa Tam.

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Sie riet auch dazu, das Küssen wegzulassen und Berührungen der Gesichter zu vermeiden. «Sex kann in Zeiten von Covid-19 kompliziert sein», gab Tam zu bedenken. Dies gelte besonders für Menschen, die keine Sexpartner im eigenen Haushalt hätten. «Die sexuelle Aktivität mit dem niedrigsten Risiko ist jene, an der nur Sie alleine beteiligt sind», fügte die Medizinerin zu.

WHO: Steroide verbessern Überlebenschancen bei schwer Erkrankten

Die WHO empfiehlt nach einer Analyse von sieben internationalen Studien zur Behandlung von Intensiv-Patienten den Einsatz von Steroiden.

Eine Auswertung von getrennten Studien mit niedrig dosiertem Hydrocortison, Dexamethason und Methylprednisolon ergaben, dass die Kortikosteroide die Überlebensrate von schwer erkrankten und kritischen Covid-19-Patienten um 20 Prozent verbessern.

«Die wissenschaftlichen Beweise zeigen, dass wenn Sie Kortikosteroide verabreichen, es 87 weniger Todesfälle pro 1’000 Patienten gibt», sagt Janet Diaz, Leiterin der WHO für klinische Versorgung, auf einem Live-Event der WHO in den sozialen Medien. «Das sind Leben, die gerettet sind.»

Bislang sind 76 Länder an WHO-Impfstoff-Allianz Covax interessiert

An der weltweiten Corona-Impfstoffinitiative Covax unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wollen sich bislang 76 Länder beteiligen. Unter ihnen seien Deutschland, Japan und Norwegen, teilte ein Vertreter der Impfstoffallianz GAVI mit. Auch die Schweiz unterstützt die Initiative seit längerer Zeit.

Die Allianz geht davon aus, dass sich noch weitere Staaten anschliessen werden. Covax soll einen fairen Zugang zu Covid-19-Impfstoffen gewährleisten. Die WHO hat zur Teilnahme an der Initiative aufgerufen, um sicher zu stellen, dass auch ärmere Länder Zugang zu einem Impfstoff bekommen.

(Bild: Keystone)

Wohlhabende Staaten wie die USA, Japan, Grossbritannien und auch EU-Länder haben sich bei Pharmafirmen, die vorne im Rennen um einen Impfstoff liegen, bereits Millionen Einheiten gesichert und dafür Milliarden ausgegeben. Covax wird von der WHO, der Impfstoffallianz Gavi und der internationalen Impfinitiative CEPI geleitet.

Corona-Fall beim FC Luzern

Der FC Luzern vermeldet einen positiven Corona-Fall in der 1. Mannschaft. Der betroffene Spieler habe sich infolge der Ansteckung mit dem Virus am Dienstag in Isolation begeben, teilte der Klub aus der Zentralschweiz mit.

Laut der Luzerner Zeitung handelt es sich dabei um einen Junioren-Internationalen, der beim Zusammenzug des U19-Nationalteams am Montag in Freiburg einen positiven Test abgab. Vorsorglich wurden ein weiterer U19-Nationalspieler sowie ein Mitspieler aus dem FC Luzern ebenfalls in Quarantäne gesetzt.

Die übrigen Luzerner Spieler und der Staff der 1. Mannschaft haben sich einem Test unterzogen und befinden sich bis zum Vorliegen der Resultate in Selbstisolation.

Experte: USA sollten pro Tag weniger als 10'000 Neuinfektionen haben

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in den USA ist dem renommierten Immunologen Anthony Fauci zufolge immer noch viel zu hoch, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.

Das gegenwärtige Niveau von rund 40’000 Infektionen pro Tag sei «inakzeptabel hoch» und müsse auf 10’000 oder «hoffentlich weniger» fallen, sagte Fauci am Mittwoch im Gespräch mit dem Fernsehsender MSNBC. «Wir müssen runterkommen», forderte Fauci, der auch die Regierung berät. Dies sei besonders wichtig, weil die kalte Jahreszeit bevorstehe, in der sich die Grippe und das Coronavirus verstärkt ausbreiten könnten.

Alle Menschen in den USA müssten Vorsichtsmassnahmen wie das Tragen von Masken, das Vermeiden von Menschenansammlungen und das Einhalten eines persönlichen Sicherheitsabstands befolgen, um die Pandemie einzudämmen, forderte Fauci.

Dr. Anthony Fauci sagt, die Anzahl Neuinfektionen sei zu hoch, um das Virus unter Kontrolle zu bringen . (Bild: Keystone)
Silvio Berlusconi hat sich mit dem Coronavirus angesteckt
Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi hat sich mit Corona infiziert. Der 83-Jährige befindet sich in Isolation in seinem Haus in der Nähe von Mailand, berichtet «20 Minuten» am Mittwoch.
Drei Spieler von PSG positiv getestet

Auf Twitter teilt Paris St. Germain mit, dass drei Spieler positiv auf Corona getestet wurden. Gemäss «L’Équipe» betrifft es Neymar, Angel di Maria und Leandro Paredes.

Nach dem verlorenen Champions League-Final waren die drei Spieler auf Ibiza in den Ferien, offenbar kam es bei diesem Aufenthalt zur Ansteckung.

Diskotheken bleiben in Genf bis Mitte November geschlossen

Im Kanton Genf bleiben die Diskotheken, Nachtclubs, Cabarets und Dancings bis Mitte November geschlossen. Dies hat die Genfer Kantonsregierung entschieden.

Die virale Verbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 sei weiterhin hoch, scheine sich aber zu stabilisieren, teilte die Genfer Kantonsregierung am Mittwoch mit. Weil ein Wiederanstieg der Ansteckungen verhindert werden müsse, sei die Wiedereröffnung der Tanzlokale in den nächsten Wochen nicht denkbar.

Der Schliessungsentscheid wurde deshalb bis zum 16. November verlängert. Um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Beschlusses zu dämpfen, erhalten die Betreiber die Möglichkeit, ihre Lokale für strikt private Anlässe wie Hochzeiten oder Geburtstage zu vermieten.

Quarantänefall im Berner Kantonsparlament

Ein Mitglied des bernischen Grossen Rats ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Quarantäne versetzt worden. Dies gab Ratspräsident Stefan Costa am Mittwoch bekannt.

Für den Grossen Rat habe dies keine weiteren Konsequenzen, da in der Berner Festhalle die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden könnten, betonte Costa. Er rief die Grossrätinnen und Grossräte aber auf, ausser an ihrem Sitzplatz und am Rednerpult konsequent Masken zu tragen.

Der Grosse Rat tagt derzeit nicht im Rathaus, sondern in der Festhalle auf dem Berner Expogelände.

Stadien dürfen zu zwei Drittel besetzt werden

Grossanlässe im Sport sind in der Schweiz ab dem 1. Oktober wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. In Absprache mit den Kantonen hat der Bundesrat am Mittwoch die Regeln festgelegt. Stehplätze dürfen nur ausnahmsweise bewilligt werden, etwa bei Ski- oder Radrennen im Freien.

In den Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt und es gilt Maskenpflicht. Es dürfen höchstens zwei Drittel der verfügbaren Sitzplätze besetzt werden – sowohl im Freien als auch in der Halle.

In den Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt und es gilt Maskenpflicht. Höchstens zwei Drittel der verfügbaren Sitzplätze dürfen besetzt werden. (Symbolbild: Keystone)

Gästefans werden nicht erlaubt sein. Alkoholische Getränke sind zwar erlaubt, aber nur sofern sie die Einhaltung des Schutzkonzepts nicht gefährden.

Corona-Krise wird Armut bei Frauen und Mädchen verschlimmern

Die Corona-Krise wird nach einer Einschätzung der Vereinten Nationen die Armut von Frauen und Mädchen weltweit deutlich verschlimmern. Eigentlich sei zwischen 2019 und 2021 eine Verringerung der Armutsrate von Frauen weltweit um 2,7 Prozent erwartet worden, teilten das UN-Entwicklungsprogramm UNDP und die UN-Frauenorganisation UN Women am Mittwoch in New York mit. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und deren Folgen werde nun aber ein Anstieg um 9,1 Prozent vorhergesagt.

Solidarität für die Filmbranche zum Auftakt des Venedig-Filmfestivals

Zum Auftakt der Internationalen Filmfestspiele Venedig haben europäische Festivalleiter eindringlich an den Zusammenhalt der Filmbranche während der Corona-Pandemie appelliert. «Wenn uns diese Situation etwas beigebracht hat, dann ist es die Tatsache, dass wir alle Krisen überwinden können, wenn wir es gemeinsam tun, wenn wir zusammenarbeiten, wenn wir teilen», sagte Venedigs Leiter Alberto Barbera am Mittwoch vor der Eröffnung des Festivals am Abend.

Auch Jurypräsidentin Cate Blanchett sprach von «Unterstützung und Solidarität» für die Branche. «Vor uns liegen viele Herausforderungen.»

Schauspielerin und Jurypräsidentin des Filmfestivals Cate Blanchett spricht ihre Solidarität für die Filmbranche aus. (Bild: Keystone)
370 neue Coronavirus-Infizierte innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch innert eines Tages 370 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Dienstag wurden 216 neue Fälle registriert, am Montag waren es 163.

Erster Corona-Fall im Migrantencamp Moria auf Lesbos

Erstmals ist im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Mensch positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Es handle sich um einen 40-Jährigen aus Somalia, dem bereits im Juli Asyl gewährt worden sei, teilte das Migrationsministerium in Athen am Mittwoch mit. Er sei zunächst nach Athen gefahren, habe dort aber keine Arbeit gefunden und sei dann nach Moria zurückgekehrt.

Die Gesundheitsbehörden gehen demnach allen Kontakten des Mannes nach, um auch sie auf das Virus zu testen. Das Lager wurde für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, wie das Migrationsministerium weiter mitteilte.

(Bild: Keystone)

Bereits Mitte August waren im Lager von Vial auf der benachbarten Insel Chios fünf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ausbreitung des Virus konnte jedoch durch Isolierung der Erkrankten gestoppt werden.

Rekord an Corona-Neuinfektionen in Israel – Zehnfache der Schweiz

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden am Vortag 2’183 Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Rekord stammte vom Montag mit 2’182 neuen Fällen.

Im Vergleich dazu meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb eines Tages 216 neue Coronavirus-Ansteckungen in der Schweiz und in Liechtenstein. Israel hat nur wenig mehr Einwohner als die Schweiz.

Viele Japaner fühlen sich gesünder als vor Corona-Ausbruch

Fast die Hälfte der Japaner fühlt sich einer Umfrage zufolge gesünder als vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie.

Jetzt, da sie mehr Zeit zu Hause verbringen, achten viele Menschen auf eine bessere Ernährung und Fitness, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Online-Umfrage der japanischen Versicherungsgesellschaft Meiji Yasuda Life Insurance hervorgeht.

Befragt wurden rund 5’600 Erwachsenen im Alter von 20 bis 79 Jahren. 48,1 Prozent meinten demnach, dass sie sich jetzt gesünder oder zumindest etwas gesünder als vor Corona fühlten.

(Bild: Keystone)

Nur 2,8 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage an, ungesünder zu leben. 49,1 Prozent meinten, es habe sich für sie nichts verändert. 45,1 Prozent erklärten, sie seien gesundheitsbewusster geworden, nachdem sie im Zuge des vorübergehenden Corona-Notstands zunächst an Gewicht zugelegt hätten. 50,9 Prozent achten inzwischen auf bessere Ernährung, 35,3 Prozent halten sich jetzt fit, indem sie mehr Sport treiben. 6 Prozent sagten, sie hätten ihren Alkoholkonsum reduziert.

Verschärfte Kontaktbeschränkungen in Schottland

In Teilen Schottlands sind wegen zunehmender Corona-Infektionen die Kontaktbeschränkungen verschärft worden. Betroffen davon sind der Grossraum Glasgow und westliche Regionen des britischen Landesteils. Seit Mittwoch dürfen sich die Bewohner dort nicht mit Mitgliedern anderer Haushalte zu Hause treffen.

«Die Übertragungen scheinen mehr in Wohnungen und zwischen Haushalten zu passieren als in Pubs und Restaurants», begründete die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon die Massnahme. Betroffen von dem Kontaktverbot zwischen Haushalten sind insgesamt 800’000 Menschen. Schulen und Kindergärten sollen geöffnet bleiben.

Im Vereinigten Königreich entscheidet jeder Landesteil selbst über seine Massnahmen gegen die Pandemie. Premierminister Boris Johnson hatte kürzlich die Menschen in England dazu aufgerufen, wieder an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. In vielen Regionen folgen die Menschen dem aber nicht. Auch im Regierungsviertel in London sind etliche Büros nicht besetzt. Grossbritannien ist mit Blick auf die Todesfälle europaweit das am schlimmsten von der Corona-Krise betroffene Land.

USA verzeichnen mehr als 1'000 weitere Todesopfer

In den USA gibt es mittlerweile mehr als sechs Millionen Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Binnen 24 Stunden verzeichneten die Gesundheitsbehörden 42’964 Ansteckungen. Das geht aus den täglich veröffentlichten Berechnungen der «New York Times» (NYT) hervor.

(Bild: Keystone)

Nachweislich haben sich nun 6’087’779 Menschen in den USA mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg derweil um 1’063 auf 184’536. Die USA sind mit Abstand das am stärksten von der Pandemie betroffene Land – sowohl bei den Infektions- als auch bei den Todesfällen.

Deutsche Corona-Demonstranten ziehen an die Schweizer Grenze

Die deutsche Initiative Querdenken 711 will am 3. Oktober in Konstanz (Baden-Württemberg) gegen die Corona-Politik der Regierung demonstrieren. Eine Demonstration in Berlin sei nicht geplant, sagte Organisator Michael Ballweg am Mittwoch im Deutschlandfunk. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Corona-Virus stürzt Australien erstmals seit 1991 in eine Rezession

Die Corona-Pandemie hat in Australien gleich für zwei historische wirtschaftliche Ereignisse gesorgt. Zum einem ist die Wirtschaft im zweiten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie und zum anderen ist das Land erstmals seit 1991 in eine Rezession gerutscht.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei zwischen April und Ende Juni im Vergleich zum ersten Quartal um sieben Prozent gefallen, teilte die nationale Statistikbehörde am Mittwoch in Canberra mit. Dies ist der stärkste Einbruch seit der 1959 gestarteten Aufzeichnung von Quartalsdaten. Der Rückgang fiel zudem etwas höher aus als Experten erwartet hatten.

(Bild: Keystone)

Da die australische Wirtschaft bereits in den ersten drei Monaten des Jahres auf Quartalsbasis geschrumpft war, sprechen Volkswirte von einer Rezession, also einer Phase mit sinkender Wirtschaftsleistung. Das hat das Land seit 1991 nicht mehr erlebt. Selbst in der globalen Finanzkrise 2008 konnte Australien dies vermeiden – als einziges der 37 Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Grund für den starken Rückgang im zweiten Quartal war vor allem der Einbruch beim privaten Konsum. «Dies ist ein verheerender Tag für Australien», sagte Premierminister Scott Morrison im Parlament.

Historischer Einbruch bei Jungfraubahnen

Die Jungfraubahn AG hat im ersten Halbjahr stark unter der Corona-Pandemie gelitten. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 11,5 Millionen Franken. Hier lesen Sie mehr.

Mit noch 100’600 Besuchern zählte das Jungfraujoch fast 79 Prozent weniger Gäste als im Vorjahr. (Foto: Key)
Brasiliens Wirtschaft mit Rekordeinbruch - Nothilfe verlängert

Angesichts der grassierenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des sozialen Lebens hat Brasiliens Wirtschaft einen Rekordeinbruch erlitten. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der grössten Volkswirtschaft Lateinamerikas sank im zweiten Quartal dieses Jahres um 9,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, wie die Statistik-Behörde IGBE mit Sitz in Rio de Janeiro am Dienstag bekanntgab.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang 11,4 Prozent. Das ist jeweils der grösste Rückgang, seit Beginn der Aufzeichnungen vergleichbarer Daten im Jahr 1996. Die brasilianische Wirtschaft fiel auf das Niveau von 2009 zurück. Die Corona-Pandemie traf den Industrie- sowie den Dienstleistungssektor besonders hart. Die Landwirtschaft dagegen wuchs.

(Bild: Keystone)

Zwar lehnte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen ab. Das oberste Gericht übertrug die Kompetenzen für den Kampf gegen das Coronavirus an die Gouverneure. Aber um die sozialen Folgen der Pandemie abzufedern, zahlte die Regierung eine Corona-Nothilfe von 600 Reais (rund 93 Franken) aus. Bolsonaro kündigte am Dienstag an, dass die vor allem für Freiberufler und Tagelöhner gedachte Unterstützung mit 300 Reais noch vier Monate weiterlaufen solle.

New Yorker Aussichtsplattform «The Edge» öffnet wieder

Nur wenige Tage nach ihrer Eröffnung musste die neue New Yorker Aussichtsplattform «The Edge» im März wegen der Coronavirus-Pandemie schliessen – jetzt macht sie wieder auf. Von diesem Mittwoch (2. September) an könnten wieder Besucher auf die spitz zulaufende, gläserne Terrasse im 100. Stockwerk des Wolkenkratzers «30 Hudson Yards» im Westen Manhattans, wie die Betreiber mitteilten.

Es gelten eingeschränkte Öffnungszeiten und Besucherkapazitäten sowie Abstands- und Hygieneregeln. Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen dürfen die Plattform bis Ende des Jahres umsonst besuchen. Auch das begehbare Kunstwerk «The Vessel», das aus 154 verschiedenen Treppen mit fast 2500 Stufen besteht und ebenfalls im Viertel Hudson Yards liegt, soll ab Mittwoch wieder für Besucher zugänglich sein.

(Bild: Keystone)

«The Edge» ist nach Angaben der Betreiber mit 335 Metern die höchstgelegene öffentlich zugängliche Outdoor-Aussichtsterrasse der westlichen Welt. Sie bietet einen Panorama-Blick über ganz New York und in den Nachbarbundesstaat New Jersey hinein. Die drei anderen grossen öffentlichen Aussichtsplattformen der Millionenmetropole – «One World Observatory» auf dem One World Trade Center, «Top of the Rock» auf dem Rockefeller Center und die Plattformen des Empire State Buildings – haben bereits seit einiger Zeit wieder geöffnet.

Swiss fordert Corona-Schnelltests am Flughafen

Die Fluggesellschaft Swiss fordert für Passagiere, die in die Schweiz zurückkehren, Schnelltests auf das Coronavirus am Flughafen. Wer negativ getestet werde, sollte nicht in Quarantäne, sagte Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour in einem Interview mit der Zeitung «Blick».

Die Swiss sei für Tests bei der Einreise, da dies eine der Massnahmen sei, um das Risiko einer Verbreitung des Virus zu reduzieren und gleichzeitig einen geordneten Reiseverkehr zu erlauben. Derzeit werde diskutiert, wer diese Tests bezahle.

Aus Sicht der Swiss sei klar, dass die Tests gemeinsam in einer Partnerschaft mit den Flughäfen und medizinischen Drittanbietern zu realisieren seien.

Goudarzi Pour äusserte sich ferner zum Flugbetrieb. Die Swiss hebe von 3 Prozent des ursprünglichen Flugprogramms ab und fliege nun wieder Richtung 40 Prozent der Kapazität und 85 Prozent aller Destinationen. Dieses Ziel solle bis Ende Oktober erreicht werden.

Heute liege die Swiss bei etwa 30 Prozent Kapazität von dem, was ursprünglich geplant gewesen sei. Sollte sich die Situation jedoch weiter verschärfen, werde die Swiss längere Zeit benötigen.

USA lehnen Teilnahme an weltweiter Initiative für Corona-Impfstoff ab

Die US-Regierung lehnt eine Teilnahme an der internationalen Initiative Covax ab, die einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen garantieren soll. Die USA liessen sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, die unter dem Einfluss «der korrupten Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Chinas» stünden, hiess es am Dienstag (Ortszeit) in einer Erklärung aus dem Weissen Haus. Covax wird federführend von den Impfallianzen Gavi und Cepi und von der WHO getragen.

Die USA waren im Juli aus der WHO ausgetreten. Präsident Donald Trump warf der in Genf ansässigen Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen, obwohl China geringere Beiträge an die WHO zahle als die USA. Trump macht die WHO mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus.

Der Präsident werde keine Kosten scheuen, um sicherzustellen, dass jeder neue Impfstoff die Standards der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA einhalte, gründlich getestet werde und Leben rette, teilte Regierungssprecher Judd Deere in der Erklärung mit.

Mangelnder Schutz: Hygienemasken oft falsch deklariert

Masken aus Detailhandel und Apotheken seien oft falsch deklariert. Damit gibt es auch keine Garantie, dass sie gut vor dem Coronavirus schützen, berichtet die Sendung «Kassensturz» des SRF am Dienstag. So sehen die sogenannten Hygienemasken alle recht gleich aus, unterscheiden sich aber im Hinblick auf Qualität und beim Schutz.

Hygienemasken gelten offiziell als Medizinprodukt, wenn sie in Europa zertifiziert sind, nach Prüfnorm EN 14683. (CE-Kennzeichnung). Entsprechen die Masken nicht dieser Prüfnorm, ist laut Swissmedic Vorsicht geboten. Auf seiner Internetseite wird gewarnt: «Bei nicht konformen medizinischen Gesichtsmassen ist das Schutzniveau gemäss der europäischen Norm14683 nicht sichergestellt.»

Weil es aber zu Beginn der Pandemie an Masken mangelte, liess das Bundesamt für Gesundheit zu, dass auch Masken aus China importiert wurden, die nicht dem europäischen Standard entsprechen. Solche Masken sollten nicht vom Gesundheitspersonal getragen werden. Die Packungen müssen deshalb mit dem Hinweis «non medical» oder «nicht für die medizinische Verwendung» gekennzeichnet sein.

Peru bei Sterblichkeit an Covid-19 weltweit an der Spitze

Gemessen an der Bevölkerungszahl sterben in keinem Flächenstaat der Erde so viele Menschen an der Krankheit Covid-19 wie in Peru. 89,99 Tote je 100.000 Einwohner registrierte das südamerikanische Land zuletzt. Damit liegt es vor Belgien, Andorra und Grossbritannien weltweit an erster Stelle. Nur der Kleinstaat San Marino in Italien kommt umgerechnet auf die Bevölkerungszahl auf noch mehr Tote – allerdings mit insgesamt gerade einmal 42 Opfern.

Bislang haben sich in Peru über 652.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 28.000 Patienten sind an Covid-19 gestorben. In Südamerika ist nur das viel grössere Brasilien stärker von der Pandemie betroffen.

(Bild: Keystone)

Trotz grosser Bemühungen ist es der peruanischen Regierung bislang nicht gelungen, die Infektionszahlen zu drücken. Zwar erliess sie gleich zu Beginn der Pandemie weitreichende Ausgangssperren, um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu bremsen. Allerdings können es sich in dem armen Land viele Menschen schlicht nicht leisten, zu Hause zu bleiben. Rund 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Peru sind im informellen Sektor beschäftigt – das ist selbst für lateinamerikanische Verhältnisse sehr viel.

Roche bringt Schnelltest auf den Markt

Der Pharmakonzern Roche will noch im laufenden Monat September einen Corona-Antigen-Schnelltest auf den Markt bringen. Bei diesem stehe das Testergebnis in der Regel innerhalb von 15 Minuten fest, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Der Test soll laut den Angaben Ende September zunächst in Europa (Länder mit CE-Kennzeichnung) lanciert werden. Es sei aber geplant, auch in den USA bei der Zulassungsbehörde FDA eine schnelle Zulassung (Emergency Use Authorisation) zu beantragen.

Pünktlich zur Grippesaison wolle man die Produktion auf Hochtouren durchführen.

Roche mischt beim Geschäft mit den Schnelltests mit. (Bild: Keystone)
EDA holt mit weiteren Flügen Schweizer nach Hause zurück

Trotz der Ende April offiziell als beendet erklärten Rückholaktion von Schweizer Reisenden aus dem Ausland wegen Coronavirus-Gefahren hat das Aussendepartement (EDA) seither zahlreiche Menschen zurückfliegen lassen. Für die vom EDA in Auftrag gegebenen vier Flüge wegen fielen nach dessen Angaben keine Kosten an.

Es sei eine Bürgschaft in Verbindung mit einer Mindestzahl von Passagieren zur Deckung der Kosten der Fluggesellschaft vordefiniert worden, sagte am Dienstagabend ein Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das EDA bestätigte damit einen Bericht von Blick.ch über das Stattfinden solcher Flüge.

Millionenmetropole New York verschiebt wegen Corona-Krise Schulstart

Die Millionenmetropole New York hat wegen der Corona-Krise den Beginn des neuen Schuljahres um mehrere Tage nach hinten verschoben, um den Lehrern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben. Der eigentlich für den 10. September geplante Start des Unterrichts an den öffentlichen Schulen solle nun am 21. September stattfinden, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag mit. Das sei mit der Gewerkschaft der Lehrer verabredet worden.

Vor dem 21. September solle es schon drei Tage Online-Unterricht für alle Schüler geben. Ab dem 21. September könnten dann alle Schüler, deren Eltern sie für eine Mischung aus Online- und Vor-Ort-Unterricht angemeldet hätten, wieder tageweise zur Schule gehen.

In New York wurde gegen die Schulöffnung demonstriert. (Bild: Keystone)
Finanzkontrolle mahnt Entlassungsverzicht bei Kurzarbeit an

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) sieht in ihrem dritten Zwischenbericht zu den Hilfen für die Bewältigung der Covid-19-Pandemie keine grösseren Missbräuche. Bei der Kurzarbeitsentschädigung mahnt sie aber an, dass diese eigentlich Entlassungen verhindern sollte.

Auch stellte sie fest, dass Kurzarbeitsentschädigungen an 100 Firmen gingen, die bereits vor der Krise eingestellt wurden, wie ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu entnehmen ist. Zusätzlich fand die EFK ein Dutzend vor Ende Juli liquidierte Firmen.

Bei den zuständigen Behörden stapelten sich die Anträge. (Bild: Keystone)
Drei Coronavirus-Ansteckungen an der Kantonsschule Schaffhausen

Zwei Schülerinnen und eine Lehrperson der Kantonsschule Schaffhausen haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Alle drei positiv auf Covid-19 getesteten Personen befinden nach Angaben der Schaffhauser Behörden vom Dienstag in Isolation, eine Schulklasse zudem in Quarantäne.

SRK-Studie: Nur ein Antikörper-Schnelltest als geeignet eingestuft

Nur einer von elf überprüften Antikörper-Schnelltests ist so gut, wie von Herstellern versichert. Bei einigen Tests sei ein zufriedenstellendes Resultat jedoch möglich, wenn zwei Tests nacheinander durchgeführt würden, teilte das SRK am Dienstag mit. Mehr dazu hier.

Schnelltests können einen wichtigen Teil zur Eindämmung beitragen, wenn sie den richtig funktionieren. (Symbolbild: Keystone)

50 Frauen aus Zürcher Rotlicht-Milieu müssen in Quarantäne

Am Sonntagnachmittag informierte die Stadtpolizei Zürich, im Auftrag der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, im Kreis 4 an der Langstrasse eine Frau über einen positiven Corona-Test. Die Betroffene konnte erst am Sonntagnachmittag kurz vor 15 Uhr angetroffen und orientiert werden, dass sie positiv auf das Corona-Virus getestet worden sei. Sie war zuvor telefonisch nicht erreicht worden, wie die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mitteilte.

Die weiteren Abklärungen der Stadtpolizei zeigten, dass in der Liegenschaft an der Zürcher Langstrasse rund 50 Frauen auf engem Raum zusammenwohnen. Im Haus befindet sich auch die als Kontaktbar bekannte «Lugano-Bar», in der sich regelmässig Freier und Prostituierte treffen.

Rund 50 Frauen sind von der Quarantäne betroffen. (Screenshot: Google Maps)

Der Kantonsärztliche Dienst hat in der Zwischenzeit verfügt, dass die rund 50 Frauen aufgrund des positiven Resultats einer Mitbewohnerin in Quarantäne begeben müssen. Die zwei Polizisten, welche die Frau über das positive Resultat informierten, wurden von den emotional reagierenden Kolleginnen körperlich bedrängt. Dadurch verschoben sich ihre getragenen Gesichtsmasken. Darum wurde entschieden, dass sie sich nach dem Einsatz in Quarantäne begeben müssen. Die positiv getestete 23-jährige Frau wurde bereits am Sonntag in ein Isolationszimmer gebracht.

Österreich hofft auf erste Corona-Impfungen im Januar

Bei gutem Verlauf hält Österreich erste Impfungen mit einem Corona-Impfstoff im Januar für möglich. Impfdosen aus dem vergangene Woche von der EU abgeschlossenen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca könnten bei rechtzeitiger behördlicher Zulassung bereits um den Jahreswechsel an die Staaten geliefert werden, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Dienstag in Wien.

Auch auf die Impfstoffe weiterer Hersteller hoffe man zum Jahresanfang. Grundvoraussetzung sei, dass die Zusagen der Firmen eingehalten würden, zudem müssten die Marktzulassungen rechtzeitig erfolgen.

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Spaniens Ministerpräsident findet Corona-Fallzahlen «besorgniserregend»

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Land als «besorgniserregend» bezeichnet. Im Interview des Radiosenders Cadena Ser betonte der sozialistische Politiker am Dienstag allerdings: «Die aktuelle Lage ist mit derjenigen von März überhaupt nicht zu vergleichen.»

Es gebe keinen Grund für die erneute Ausrufung eines landesweiten Notstandes samt strenger Ausgangssperre, wie es ihn in Spanien zwischen März und Juni zur Eindämmung der Pandemie gegeben hatte.

Das Gesundheitsministerium in Madrid hatte am Montagabend 2’489 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Schon seit Anfang August liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen stets über der Marke von 1’000 Fällen.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hält den Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Land für «besorgniserregend». (Bild: Keystone)
In Berlin gilt künftig Maskenpflicht bei Demonstrationen

Bei Demonstrationen in Berlin mit mehr als 100 Teilnehmern gilt künftig eine Maskenpflicht. Darauf hat sich der Senat (Regierung) der deutschen Hauptstadt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt.

Es soll aber Ausnahmen etwa für Autokorsos und Fahrrademos geben. Nach der bisherigen Infektionsschutzverordnung in Berlin war Teilnehmern von Demonstrationen nicht vorgeschrieben, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

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Bei Demonstrationen ab 100 Teilnehmenden muss in Berlin künftig eine Maske getragen werden. (Bild: Keystone)
BAG meldet 216 neue Fälle

Das BAG meldet am Dienstag 216 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein in den letzten 24 Stunden. 9 Hospitalisierungen kamen zudem hinzu und eine weitere Person ist verstorben.

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Arbeitslosenquote steigt in der Eurozone auf 7,9 Prozent

In der Eurozone ist die Arbeitslosenquote im Juli den vierten Monat in Folge gestiegen und hat den höchsten Stand seit November 2018 erreicht. Die Quote habe um 0,2 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit.

Analysten hatten wegen der Folgen der Corona-Krise mit einem noch stärkeren Zuwachs der Arbeitslosigkeit gerechnet und eine Quote von 8,0 Prozent erwartet. Allerdings wurde die Quote für Juni etwas nach unten revidiert, von zuvor 7,8 Prozent auf nur noch 7,7 Prozent.

In den Monaten Februar und März hatte die Quote bei jeweils 7,2 Prozent einen Tiefstand erreicht und ist dann in der Corona-Krise gestiegen. Zuvor hatte es einen kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Eurozone gegeben.

Corona-Fall in der Nati: Goalietrainer Foletti positiv getestet

Patrick Foletti, der Goalietrainer des Schweizer Nationalteams, ist zu Beginn des Zusammenzugs für die Nations League positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sämtliche weiteren Testresultate der Delegation fielen negativ aus. Während Foletti, der keine Symptome zeigt, sich in Isolation begeben hat, gibt es für die Nationalmannschaft keine weiteren Einschränkungen.

Die Mannschaft fliegt am Dienstagnachmittag von Basel nach Lwiw, wo am Donnerstag um 20:45 Uhr Schweizer Zeit das erste Spiel der Nations League gegen die Ukraine stattfindet.

Der Goalietrainer der Schweizer Nati, Patrick Foletti, ist positiv aufs Coronavirus getestet worden. (Archivbild: Keystone)
Italiens Arbeitslosenquote auf dem Niveau vor der Krise

In Italien ist die Arbeitslosenquote im Juli auf 9,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat lag sie nach oben revidiert bei 9,3 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde Istat am Dienstag mitteilte. Damit ist die Zahl in etwa wieder auf dem Niveau von vor Beginn der Corona-Krise.

Italien gehört zu den am meisten von dem Virus betroffenen EU-Staaten. Die Regierung verhängte im März und April einen Shutdown, was die Wirtschaft des Landes in die Knie zwang. Da die meisten Menschen in dieser Zeit damit aufhörten, nach Arbeit zu suchen, sank die Quote der Arbeitslosen im April auf 7,3 Prozent.

Der Anstieg der Quote zeigt nun, dass die Italiener wieder an den Arbeitsmarkt gehen. Laut Istat entstanden im Juli 85’000 neue Jobs, zugleich strömten 134’000 Menschen auf den Arbeitsmarkt. Von Mai bis Juli gingen demnach 286’000 Jobs verloren.

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Russland

In Russland sind seit Beginn der Pandemie mehr als eine Million Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Pro Tag kommen nach offiziellen Angaben derzeit rund 5’000 neue Fälle hinzu. Am Dienstag wurden knapp 4’730 weitere Infektionen in der Statistik der russischen Behörden aufgenommen.

Weltweit liegt Russland damit an vierter Stelle bei den offiziell erfassten Fällen. Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen im Land liegt schon seit geraumer Zeit in der jetzigen Grössenordnung. In Moskau, dem Corona-Hotspot im Riesenreich, hat sich die Zahl täglich erfasster Fälle zwischen 600 und 700 eingependelt.

Russland verzeichnet inzwischen über eine Million Ansteckungen mit dem Coronavirus. Im Hotspot Moskau werden täglich zwischen 600 und 700 Fälle gemeldet. (Symbolbild: Keystone)
Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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