Sind sich in Sachen Spielervereinigung uneinig: Roger Federer und Novak Djokovic. (Bild: Keystone)
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Federer vs. Djokovic: «Können nicht nebeneinander existieren»

Um die neue Spielervereinigung von Novak Djokovic ist ein Streit entflammt. Zu den Gegnern zählt auch Roger Federer.

Federer vs. Djokobic – das heisst es für einmal nicht auf dem Tennis-Platz sondern Abseits der Wettkämpfe. Denn Novak Djokovic hat eine neue Spielervereinigung gegründet. Dafür tritt er als Präsident aus dem ATP-Spielerrat zurück.

Wenig begeistert von der Idee sind der Baselbieter Roger Federer sowie der Spanier Rafael Nadal. Beide Tennis-Stars gehören noch zum ATP-Spielerrat und äusserten bereits auf Twitter ihre Bedenken.

Brief geleakt

Mit einem Brief richten sich die beiden zudem gemeinsam mit dem restlichen Spielerrat Kevin Anderson, Sam Querrey, Yen-Hsun Lu, Jürgen Melzer, Bruno Soares und Colin Dowdeswell an alle Spieler, wie «Blick» berichtet. Der Brief wurde auf Twitter von einem Mitglied geleakt.

«Wir befürworten die Gründung einer neuen Spielervereinigung nicht. Wir glauben, es ist die falsche Zeit, diesen Weg zu beschreiten. Das untergräbt die Möglichkeiten unseres neuen Managements, ihre Vision des Sports zu verwirklichen», heisst es im Schreiben. «Eine neue Spielervereinigung und die ATP können nicht nebeneinander existieren.»

Man sei sich bewusst, das sich einiges verändern müsse, daran arbeite das neue Management. Die neue Spielervereinigung sei keine Lösung, sondern werfe mehr Fragen auf, als sie beantworte, so die Kritik aus dem ATP-Rat. So sei unklar, was passiere, wenn die Turniere sich gegen die neue Vereinigung stellen würde. Oder wie die Spieler geschützt werden.

Djokovic und Co. segneten ATP-Pläne ab

Zudem wird Djokovic vorgeworfen, heimlich den neuen Rat gegründet zu haben: «Wenn die Interessen aller Spieler repräsentiert werden sollen, warum sind dann viele Spieler gar nicht einbegriffen? Warum wurde der Spielerrat nicht einmal gefragt?», heisst es im Brief.

Die neue Führung der ATP wolle die Strukturen im Tennis erneuern. Der Spielerrat habe einen entsprechenden Zeitplan bereits angenommen. Mit dabei waren damals noch Djokovic, Vasek Pospisil und John Isner, welche nun die neue Vereinigung gegründet haben und dafür aus dem Rat zurückgetreten sind.

Die neue Entwicklung bringe «grosse Zweifel an unserem Leben und unserer Sicherheit auf der Tour», heisst es im Brief des ATP-Spielerrats weiter.

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