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Schweiz

Dauerregen am Wochenende hielt Schweiz im Griff

Starke Regenfälle haben am Wochenende Teile der Schweiz im Griff gehabt. Am Sonntag liessen sie allmählich nach und Unwetterwarnungen wurden aufgehoben.

Starke Regengüsse hatten am Wochenende Teile der Schweiz im Griff. Am Sonntag liess das Regenwetter aber allmählich nach. Unwetterwarnungen, auch jene der Höchststufe 5, wurden nach Angaben von Meteoschweiz am Sonntagnachmittag aufgehoben.

Von Freitag bis Sonntag gab es im Tessin und in Graubünden intensiven Regen. In einigen Orten fiel innerhalb weniger Stunden mehr Regen als sonst in einem ganzen Monat August. Am meisten Regen gab es gemäss SRF-Meteo mit 294 Millimetern in Cevio TI im Maggiatal.

Erstmals seit 14 Jahren hatten die Wetterdienste am Samstag die höchste Unwetterwarnung ausgerufen. Die Regen-Warnstufe 5 galt im Norden des Tessins und in den angrenzenden Gebieten Graubündens sowie im Kanton Uri.

Neuer Regen-Hotspot Ostschweiz

Nach dem starken Regen im Tessin lag am Sonntag ein neuer Schwerpunkt in der Ostschweiz. Die gesamte Niederschlagsmenge von Freitagabend bis Sonntagabend betrug in Braunwald GL 148 Millimeter, in Ebnat-Kappel SG 139 Millimeter und in Bad Ragaz SG 127 Millimeter. An diesen Orten regnete es am Sonntagabend immer noch weiter. Im Kanton Schwyz gab es an verschieden Orten von Mitternacht bis Sonntagmittag gut 60 Millimeter Regen.

Im Kanton St. Gallen beschäftigten die Regenfälle die Feuerwehren. Sie wurden in rund 50 Gemeinden aufgeboten, wie die Kantonspolizei am Sonntag mitteilte. Es kam zu Wassereinbrüchen, vereinzelt seien kleinere Hangrutsche gemeldet worden. Mehrere Feuerwehren seien an Flüssen aufgrund von Pegelstandsalarmen vorsorglich aufgeboten worden.

Wegen der grossen Regenmengen bleiben im Kanton St. Gallen die Fuss- und Radwege entlang des Rheins ab der Diepoldsauer Rheinbrücke bis zum Bodensee aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres gesperrt, wie die Internationale Rheinregulierung mitteilte. Alertswiss gab am Sonntag für das Gebiet an der Thur eine Hochwasserwarnung heraus und empfahl, sich nicht an dem Fluss aufzuhalten.

Der Dauerregen hielt auch die Feuerwehr in Zug und Schwyz auf Trab. In beiden Kantonen gingen am Sonntag rund ein Dutzend Meldungen wegen überfluteten Kellern, Tiefgaragen und Strassen bei der Polizei ein. Auch in Luzern führte das Hochwasser zu Verkehrsbehinderungen.

Erdrutsche im Verzascatal

Am Sonntag kam es im Tessin vor allem im Verzascatal zu Erdrutschen und die Maggia führte Hochwasser. Nach einem Erdrutsch blieb der Malojapass am Sonntag für alle Fahrzeuge gesperrt, der Lukmanierpass war am Abend wieder offen. Die Strassen über den Grimsel- und den Sustenpass waren schneebedeckt, aber befahrbar.

Nach einem Erdrutsch am Samstag bleibt die Bahnstrecke zwischen Cadenazzo und Luino (I) voraussichtlich bis Montag um 22 Uhr unterbrochen.

Einzelne Regengüsse sind laut SRF-Meteo bis Mittwoch beidseits der Alpen noch möglich. Niederschlagsmengen bleiben aber gering.

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