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International

Corona-Fall in der Schweizer Nati

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
BAG meldet 216 neue Fälle

Das BAG meldet am Dienstag 216 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in der Schweiz und Liechtenstein in den letzten 24 Stunden. 9 Hospitalisierungen kamen zudem hinzu und eine weitere Person ist verstorben.

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Arbeitslosenquote steigt in der Eurozone auf 7,9 Prozent

In der Eurozone ist die Arbeitslosenquote im Juli den vierten Monat in Folge gestiegen und hat den höchsten Stand seit November 2018 erreicht. Die Quote habe um 0,2 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit.

Analysten hatten wegen der Folgen der Corona-Krise mit einem noch stärkeren Zuwachs der Arbeitslosigkeit gerechnet und eine Quote von 8,0 Prozent erwartet. Allerdings wurde die Quote für Juni etwas nach unten revidiert, von zuvor 7,8 Prozent auf nur noch 7,7 Prozent.

In den Monaten Februar und März hatte die Quote bei jeweils 7,2 Prozent einen Tiefstand erreicht und ist dann in der Corona-Krise gestiegen. Zuvor hatte es einen kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Eurozone gegeben.

Corona-Fall in der Nati: Goalietrainer Foletti positiv getestet

Patrick Foletti, der Goalietrainer des Schweizer Nationalteams, ist zu Beginn des Zusammenzugs für die Nations League positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sämtliche weiteren Testresultate der Delegation fielen negativ aus. Während Foletti, der keine Symptome zeigt, sich in Isolation begeben hat, gibt es für die Nationalmannschaft keine weiteren Einschränkungen.

Die Mannschaft fliegt am Dienstagnachmittag von Basel nach Lwiw, wo am Donnerstag um 20:45 Uhr Schweizer Zeit das erste Spiel der Nations League gegen die Ukraine stattfindet.

Der Goalietrainer der Schweizer Nati, Patrick Foletti, ist positiv aufs Coronavirus getestet worden. (Archivbild: Keystone)
Italiens Arbeitslosenquote auf dem Niveau vor der Krise

In Italien ist die Arbeitslosenquote im Juli auf 9,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat lag sie nach oben revidiert bei 9,3 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde Istat am Dienstag mitteilte. Damit ist die Zahl in etwa wieder auf dem Niveau von vor Beginn der Corona-Krise.

Italien gehört zu den am meisten von dem Virus betroffenen EU-Staaten. Die Regierung verhängte im März und April einen Shutdown, was die Wirtschaft des Landes in die Knie zwang. Da die meisten Menschen in dieser Zeit damit aufhörten, nach Arbeit zu suchen, sank die Quote der Arbeitslosen im April auf 7,3 Prozent.

Der Anstieg der Quote zeigt nun, dass die Italiener wieder an den Arbeitsmarkt gehen. Laut Istat entstanden im Juli 85’000 neue Jobs, zugleich strömten 134’000 Menschen auf den Arbeitsmarkt. Von Mai bis Juli gingen demnach 286’000 Jobs verloren.

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Russland

In Russland sind seit Beginn der Pandemie mehr als eine Million Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Pro Tag kommen nach offiziellen Angaben derzeit rund 5’000 neue Fälle hinzu. Am Dienstag wurden knapp 4’730 weitere Infektionen in der Statistik der russischen Behörden aufgenommen.

Weltweit liegt Russland damit an vierter Stelle bei den offiziell erfassten Fällen. Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen im Land liegt schon seit geraumer Zeit in der jetzigen Grössenordnung. In Moskau, dem Corona-Hotspot im Riesenreich, hat sich die Zahl täglich erfasster Fälle zwischen 600 und 700 eingependelt.

Russland verzeichnet inzwischen über eine Million Ansteckungen mit dem Coronavirus. Im Hotspot Moskau werden täglich zwischen 600 und 700 Fälle gemeldet. (Symbolbild: Keystone)
Neuinfektionen steigen in Israel auf Rekordhöhe

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden am Vortag 2’159 neue Fälle registriert.

Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert von 2’129 stammte vom 28. Juli.

Am Freitag war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals seit einem Monat wieder über 2000 gestiegen. Die Pandemie verlief in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Arbeitslosigkeit steigt in Deutschland im August weiter an

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August erneut gestiegen – allerdings wie im Vormonat in saisonüblicher Höhe. Im Jahresvergleich macht sich dagegen die Rezession infolge der Corona-Panedemie bemerkbar.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2,95 Millionen Menschen ohne Job, 45’000 mehr als im Juli und 636’000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

Im August erhöht sich die Arbeitslosigkeit üblicherweise, weil Beschäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse vor den Sommerferien enden. Zum Vergleich: Im August 2019 hatte sich die Zahl der Menschen ohne Job im Vergleich zum Vormonat um 44 000 erhöht.

Wie schon im Juli habe es keinen zusätzlichen coronabedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegeben, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur, Detlef Scheele, am Dienstag in Nürnberg. «Dennoch sind die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt weiterhin sehr deutlich sichtbar.»

Schulstart in Frankreich unter Corona-Bedingungen

In Frankreich hat für Millionen von Kindern und Jugendlichen das neue Schuljahr mit Corona-Regeln begonnen. Alle Schulen hätten zur rentrée am Dienstag ihre Türen geöffnet, es gebe keine Ausnahmen, sagte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer dem Fernsehsender BFMTV.

«Wir brauchen die Schule. Schule ist nicht überflüssig», sagte Blanquer. Die Bedingungen für den Beginn des neuen Schuljahres sind in Frankreich heftig diskutiert worden. Mehr als zwölf Millionen Schülerinnen und Schüler kehren aus den Sommerferien in die Klassenzimmer zurück – viele zum ersten Mal nach mehreren Monaten. Der Schulstart sei «gut vorbereitet», sagte Blanquer. Der Unterricht solle so normal wie möglich ablaufen.

Die Schüler müssen ab elf Jahren eine Maske tragen und die Abstandsregeln einhalten. Unklar ist zum Beispiel noch, wie viele Schüler infiziert sein müssen, bevor ganze Klassen geschlossen werden.

Am Dienstag hat in den französischen Schulen der Unterricht wieder begonnen. Schüler müssen ab elf Jahren eine Maske tragen und die Abstandsregeln einhalten. (Bild: Keystone) 
Schweizer Parahotellerie um 62 Prozent eingebrochen

Die Coronakrise hat der Schweizer Parahotellerie einen Einbruch beschert. Auf dem Höhepunkt der Einschränkungsmassnahmen im zweiten Quartal waren die Übernachtungen um 62 Prozent tiefer als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) von April bis Juni noch 1,2 Millionen Übernachtungen, wie die Behörde am Dienstag anhand provisorischer Zahlen bekannt gab. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 3,2 Millionen Übernachtungen gewesen.

Schuld am Absturz waren vor allem die Reisebeschränkungen während des Lockdowns. Dadurch fehlten die Ausländer. Deren Übernachtungen summierten sich auf kümmerliche 104’000. Zum Vergleich: Von April bis Juni 2019 hatten ausländische Touristen noch gut 1 Millionen Übernachtungen in Schweizer Ferienwohnungen, Jugendherbergen oder Campingplätzen gebucht.

Wegen der Reisebeschränkungen fehlten Vermietern von Ferienwohnungen in der Schweiz ausländische Gäste. (Symbolbild: Keystone)
Beschwerde von Isolation-Ignorantin in Grenchen SO abgewiesen

Im Kanton Solothurn hat das Contact-Tracing-Team gemäss Behördenangaben eine junge Frau, die Ende Juni eine angeordnete Covid-19-Isolationsmassnahme missachtet hatte, korrekt informiert. Das Departement des Innern wies eine Aufsichtsbeschwerde der Frau ab.

Dem Contact-Tracing-Team sei kein Fehlverhalten anzulasten, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mit. Die im Juni unter Isolation stehende Frau hatte geltend gemacht, sie habe am Telefon eine angebliche Fehlinformation erhalten.

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Im Fall Grenchen haben die Solothurner Kantonsbehörden eine junge Frau nach eigenen Angaben korrekt informiert. Die Frau war trotz angeordneter Isolation in den Ausgang gegangen. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Solothurn heisst sieben Millionen Franken für Mieter in Not gut

Für die Geschäftsmieten von Solothurner Betrieben, die während des Coronavirus-Lockdowns schliessen mussten, stehen sieben Millionen Franken zur Verfügung. Der Kantonsrat hat am Dienstag die entsprechende Verordnung des Regierungsrates gutgeheissen.

Die Massnahme greift allerdings nur, wenn auf Bundesebene keine Miet- und Pachtzinsreduktionen beschlossen werden. Der Entscheid im Kantonsrat fiel mit grosser Mehrheit. In der Debatte hatten alle Fraktionen die Verordnung des Regierungsrates unterstützt.

Demnach beteiligt sich der Kanton mit einem Drittel an den Mietzinsen von Betrieben, die im Lockdown geschlossen waren. Voraussetzung ist, dass der Vermieter ebenfalls einen Drittel der Miete erlässt. Maximal bezahlt der Kanton pro Betrieb insgesamt 5’000 Franken. Gesuche können bis am 31. Oktober eingereicht werden.

Der Kantonb Solothurn greift Geschäften, die während des Lockdowns schliessen mussten, bei der Miete unter die Arme. (Archivbild: Keystone)
Stimmung in deutscher Autoindustrie hellt sich auf

Die Stimmung in der von Corona-Krise und Strukturwandel gebeutelten deutschen Autobranche hellt sich etwas auf. Das Barometer für die Geschäftslage bei Herstellern und Zulieferern stieg im August auf minus 34,8 Punkte von minus 68,3 Zählern im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag gemäss einer Unternehmensumfrage mitteilte.

«Im dunklen Keller geht ein Licht an», kommentierte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe die Umfrageergebnisse. Das Barometer für die Erwartungen zum künftigen Geschäft fiel dagegen um 3,5 auf plus 37,4 Punkte.

Auch die Exportaussichten wurden schlechter beurteilt als noch im Vormonat, ebenso die Produktionspläne. «Die Beschäftigungssituation bleibt angespannt, die Unternehmen planen weiter mit Personalabbau», erläuterte Wohlrabe weiter.

Zwei Schulklassen im Aargau in Quarantäne

Im Kanton Aargau müssen zwei Schulklassen in Quarantäne, nachdem jeweils drei Schüler positiv aufs Coronavirus getestet worden waren (Telebasel berichtete). Betroffen sind eine Klasse an der Bezirksschule Baden und eine an der Primarschule Unterentfelden.

Wie das Aargauer Gesundheitsdepartement am Dienstag mitteilt, hat Contact Tracing Center entschieden, für die Schüler der beiden Klassen eine Quarantäne anzuordnen. Damit sind an der Aargauer Volksschule erstmals ganze Klassen von der Quarantäne betroffen. Zunächst waren die beiden Klassen in den Fernunterricht geschickt worden.

Laut dem kantonalen Gesundheitsdepartement sind die Infektionsketten in den Fällen in Baden und Unterentfelden unklar. Auch das Klassenzimmer sei hier ein möglicher Ansteckungsort gewesen.

Im Kanton Aargau müssen zwei Schulklassen in Baden und Unterentfelden in Quarantäne, weil mehrere Schüler positiv auf Corona getestet wurden. (Symbolbild: Keystone)
Zwei PSG-Spieler mit positivem Corona-Test

Zwei Spieler des Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germain haben sich nach Klubangaben mit dem Coronavirus infiziert. Das Duo habe sich in Quarantäne begeben, teilte PSG mit, ohne die Namen der Betroffenen zu nennen. Diese dürften den Saisonauftakt des Klubs gegen Lens am 10. September verpassen.

Laut Medienberichten handelt es sich dabei um die Argentinier Angel Di Maria und Leandro Paredes, die nach positiven Tests ihre Ferien auf Ibiza abgebrochen haben sollen.

Laut Medienberichten wurde bei Paris Saint-Germain der Argentinier Angel Di Maria positiv aufs Coronavirus getestet. (Bild: Keystone)
US Open: Positiv getesteter Paire spricht von einer «Fake Bubble»

Der positiv auf das Coronavirus getestete und vom US Open ausgeschlossene Benoît Paire hat am Tag nach Bekanntwerden seiner Ansteckung Kritik am Veranstalter in New York geäussert. Der 31-jährige Franzose schrieb in einer Mitteilung auf Instagram von einer «Fake Bubble». Es gehe ihm gut im Moment und er habe keine Symptome, so Paire. «Ich zögere noch, ob ich erzählen soll, was wirklich passiert in dieser ‹Fake Bubble›.»

Der Post des französischen Tennisspielers Benoît Paire. (Screenshot: Instagram/benpaire)

Landsmann Adrian Mannarino, der unter besonderer Beobachtung steht, weil er mit Paire in Kontakt war, sagte nach seinem Sieg in der 1. Runde, dass das installierte System mehr einem überwachten Sicherheitstrakt für die Spieler, denn einer Blase gleiche. «Gewisse Personen, die für das Turnier arbeiten, kehren am Abend jeweils nach Hause zurück.»

Keine Maskenpflicht an russischen Schulen

Nach mehr als fünf Monaten Pause öffnen in Russland die Schulen wieder für den Unterricht. Für etwa 17 Millionen Schüler beginnt damit an diesem Dienstag das neue Schuljahr – wie jedes Jahr am 1. September nach gut drei Monaten Ferien. Viele haben die Klassenräume das letzte Mal Ende März betreten, als alle Schulen im Land wegen der Corona-Pandemie auf Fernunterricht umgestellt hatten. Nach Angaben des Bildungsministeriums in Moskau gelten nun neue Vorschriften, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Demnach sollen die Schüler nicht mehr die Klassenräume wechseln und morgens zeitversetzt in den Schultag starten, damit es auf den Fluren nicht zum Gedränge kommt. Am Morgen werde allen die Temperatur gemessen. Sollte ein Kind oder Jugendlicher eine Körpertemperatur von mehr als 37 Grad haben, werde ein Arzt eingeschaltet, hiess es. Bei einem Corona-Fall muss den Angaben zufolge die gesamte Klasse zu Hause bleiben. Eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer im Unterricht gibt es demnach nicht.

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Morgens wird in Russland bei allen Schülern die Temperatur gemessen und auch Abstandsregeln sollen zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. (Archivbild: Key)
Chinas Exporte lassen Corona-Krise hinter sich

Die Fabriktätigkeit in China ist im August mit dem schnellsten Anstieg seit fast einem Jahrzehnt gewachsen. Grund dafür ist eine Zunahme neuer Exportaufträge nach Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen weltweit, wie eine private Umfrage am Dienstag zeigte.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Caixin/Markit-verarbeitende Gewerbe stieg von 52,8 im Juli auf 53,1 im vergangenen Monat. Dies war der vierte Wachstumsmonat in Folge und die grösste Expansionsrate seit Januar 2011. Es übertraf die Prognosen der Analysten für einen leichten Rückgang auf 52,6. Die 50-Marke trennt Wachstum von Kontraktion.

Labors wehren sich gegen Vorwurf der Langsamkeit

Der Präsident des Schweizer Laborverbandes, Willi Conrad, weist die Kritik des Epidemiologen Marcel Salathé und der Kantone wegen zu träger Lieferung von Testergebnissen beim Contact Tracing zurück. Die Labors hätten ihre Kapazitäten seit April massiv ausgebaut.

Am Rhythmus der Bearbeitung der Tests habe sich nicht geändert, sagte Conrad in einem Interview mit den Tamedia-Medien. In der Regel werde das Testresultat noch am gleichen Tag oder am Folgetag abgeliefert. Aber nicht immer sei dies innert 24 Stunden möglich.

Die Labors seien mit rund 10’000 Tests pro Tag zur Zeit gut ausgelastet. Die maximale theoretische Kapazität liege bei 20’000 Tests pro Tag. In der ersten Corona-Welle im April sei die Belastung weitaus höher gewesen und habe die Kapazitätsgrenze erreicht.

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Der Schweizer Laborverband wehrt sich gegen die Kritik, dass Ergebnisse der Corona-Test zu träge ausgeliefert werden. (Symbolbild: Keystone)
EU-Gesundheitskommissarin warnt vor Nachlässigkeit bei Corona-Pandemie

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. «Der Mangel an Sorgfaltspflicht ist ein Grund, warum Covid-19-Infektionen in einigen Teilen Europas wieder ansteigen», sagte Kyriakides der «Welt» (Dienstag). «Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real.»

Sie verstehe durchaus, dass viele Menschen genug von den Einschränkungen, Vorsichtsmassnahmen und ständigen Sorgen hätten. «Aber diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es gibt keinen Spielraum für Nachlässigkeiten – niemand sollte unachtsam sein», sagte die Politikerin aus Zypern.

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. (Bild: Keystone)

Die EU-Mitgliedsstaaten forderte sie auf, ausreichend Test- und Krankenhauskapazitäten sowie die nötige Kontaktnachverfolgung sicherzustellen, solange es keinen Corona-Impfstoff gebe. Zudem sollten striktere Verhaltensregeln erwogen werden, sobald die Fallzahlen wieder ansteigen.

Tourismusbranche fordert Planungssicherheit

Vertreter der Tourismusbranche haben Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erklärt, wo sie der Schuh drückt in diesem von Coronavirus-Massnahmen geprägten Jahr und nach einem Lockdown der Wirtschaft, der vor allem sie getroffen hat. Sie fordern Planungssicherheit.

«Dieser Austausch ist ganz wichtig», sagte Sommaruga nach dem Treffen am Montag in Bern gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Vieles hänge von der Entwicklung im Ausland ab, auf die die Schweiz wenig Einfluss habe. Allerdings sei man sich beim Treffen im Bernerhof einig gewesen, dass die Zahl der Coronavirus-Neuansteckungen tief gehalten werden müsse.

David Silva hat Covid-19

Die Rückkehr von David Silva (34) nach Spanien steht unter einem schlechten Stern. Der Mittelfeldspieler, der nach zehn Jahren bei Manchester City zu Real Sociedad San Sebastian gewechselt hat, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Silva hat sich im Baskenland für zwei Jahre verpflichtet.

David Silva hatte schon mehr Gründe für erhobene Daumen. (Bild: Keystone)
Mehr als sechs Millionen Corona-Infektionen in den USA

Die Zahl der in den USA seit Beginn der Pandemie registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von sechs Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Montag hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit knapp 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher gut 3,6 Millionen Ansteckungen registriert wurden.

Auch bei der absoluten Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit gut 183’000 – in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Bei den Toten pro 100’000 Einwohner liegen nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität allerdings Peru (89,4), Chile (60) und Brasilien (57,7) vor den USA (56).

Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung weit Peru weltweit die meisten Todesopfer auf. (Bild: Keystone)
Weniger als 1000 Corona-Neuinfektionen in Italien

In Italien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen wieder unter die Marke von 1’000 gesunken. Am Montag verzeichneten die Behörden in dem Mittelmeerland 996 neue bestätigte Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am Tag davor waren es noch 1365 gewesen. In der vergangenen Woche hatten die Werte sogar noch höher gelegen.

Am 22. August war die Marke von 1’000 neuen Fällen pro Tag in Italien nach Monaten mit deutlich niedrigeren Werten überschritten worden. Anschliessend sank der Wert kurz unter 1’000, um dann auf mehr als 1’400 zu klettern. Der Anstieg verstärkte in dem Land, das ab Februar besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen worden war, die Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

Die Zahl der Todesfälle stieg am Montag um 6. Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Toten liegt damit bei 35 483. Insgesamt registrierte das Mittelmeerland bisher fast 270’000 Infektionsfälle.

Bund soll nicht für Mindereinnahmen der Spitäler aufkommen

Gesundheitsminister Alain Berset will den Spitälern bei ihren allfälligen Mindereinnahmen wegen der Coronakrise nicht entgegenkommen. Er sehe keinen Grund dafür, sagte er nach einem Treffen mit Vertretern von Spitälern und Versicherern am Montag vor den Medien.

Der Bund habe den Spitälern während fünf Wochen – darunter Ostern – die Verschiebung der elektiven Eingriffe verlangt, sagte Berset. Nun gebe es da einen Nachholbedarf «und wir sehen wirklich nicht, warum das zu Mindereinnahmen führen sollte».

Hingegen habe der Bund immer gesagt, dass man offen sei, um über die Mehrkosten zu diskutieren. Und man sei auch bereit, mit allen Akteuren Lösungen zu suchen.

Nichts zu holen für die Spitäler, wenn es nach Bundesrat Berset geht. (Bild: Keystone)
Drei Corona-Fälle bei Atalanta Bergamo

Atalanta Bergamo, der Verein des Schweizer Internationalen Remo Freuler, meldet drei positiv auf das Coronavirus getestete Spieler. Die Namen der Betroffenen hat der Klub nicht bekannt gegeben.

Die drei Spieler des Champions-League-Viertelfinalisten und Dritten der letzten Serie-A-Meisterschaft seien symptomfrei, hiess es. Sie befänden sich in Quarantäne.

In Italien soll die neue Saison in der obersten Klasse am 19. September starten.

Brasilianische Insel lässt Tourismus wieder zu

Das Inselparadies Fernando de Noronha, eines der spektakulärsten Reiseziele Brasiliens, öffnet wieder für Touristen – aber nur für diejenigen, die schon mit Corona infiziert waren. Die neuen Zugangsregeln, die ab Dienstag gelten, wurden auf der Internetseite der Inselgruppe bekanntgegeben.

Wie aus einer Erklärung des nordöstlichen Gliedstaates Pernambuco hervorgeht, zu dem die rund 500 Kilometer vor der Küste im Atlantik gelegene Inselgruppe gehört, wird entweder ein positiver PCR-Test gefordert, der mehr als 20 Tage vor der Anreise vorgenommen wurde, oder ein positiver IgG-Test, der Antikörper gegen Sars-CoV-2 nachweist.

Ab Dienstag wird auf Fernando de Noronha wieder Tourismus zugelassen. Bild: (Unsplash)

Fernando de Noronha war im März für Besucher geschlossen worden. Auch Bewohner, die sich gerade auf dem Festland befanden, durften die Insel erst im Juni wieder betreten. Der Inselverwalter Guilherme Rocha gestand ein, dass die Wiedereröffnung nicht ganz ohne Risiko sei. «Aber (…) was ist der sicherste Weg? Die Wiedereröffnung nur für Menschen, die bereits Covid-19 hatten.» Re-Infektionen, wie sie zuletzt in Asien, Europa, den USA und auch in Südamerika gemeldet wurden, seien sehr selten.

Heimflug von Griechenland nach Wales als Coronaschleuder

Nach einem Flug von einer griechischen Insel nach Grossbritannien sind alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden.

16 Gäste des Ferienfliegers seien bereits positiv getestet worden, berichtete der Sender BBC am Montag. Sieben davon haben sich britischen Gesundheitsexperten zufolge höchstwahrscheinlich an Bord angesteckt.

Auf dem Flug von der Insel Zakynthos nach Cardiff (Wales) am 25. August sollen etliche Passagiere die Corona-Schutzmassnahmen ignoriert haben. Viele hätten nicht wie vorgeschrieben Masken getragen; die Besatzung sei kaum eingeschritten, hiess es.

Massentests in Schweden

An der Universität von Umeå hat am Montag der bisher grösste Massentest Schwedens auf das Corona-Virus begonnen. 20’000 Studierende und Mitarbeitende sind aufgerufen, sich in den nächsten Tagen testen zu lassen. In einer Woche soll der Test wiederholt werden.

An der Universität in Umeå finden Massentests statt. (Bild: Keystone)

Es gehe darum zu klären, ob regelmässiger Unterricht auf dem Campus möglich sei, ohne die Ausbreitung des Virus zu beschleunigen, sagte Anders Johansson, Experte für Infektionskrankheiten an der Universität Umeå, dem schwedischen Fernsehsender SVT. Das Ergebnis werde sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene interessant sein.

EU verspricht 400 Millionen Euro als Beitrag zum «Impfstoff für alle»

Die Europäische Union will die Beschaffung eines Corona-Impfstoffs für ärmere Länder mit Garantien in Höhe von 400 Millionen Euro unterstützen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte am Montag einen entsprechenden «Haftungsbeitrag» für COVAX an, eine internationale Initiative für einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, sobald sie verfügbar sind.

Wie das Geld der EU genau verwendet wird, soll nach Angaben der EU-Kommission in den nächsten Wochen vereinbart werden. Vorerst handele es sich um eine politische Zusage, sagte eine Kommissionssprecherin.

COVAX wird federführend von den Impfallianzen Gavi und Cepi und von der Weltgesundheitsorganisation WHO getragen. Die EU-Kommission hatte sich schon im Frühjahr auf das Ziel eines «Impfstoffs für alle» verpflichtet.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte an, ärmere Länder bei der Beschaffung eines Corona-Impfstoffs mit 400 Millionen Euro unterstützen zu wollen. (Bild: Keystone)
Russland will Corona-Impfstoff im September ausliefern

Nach der frühen Freigabe eines Corona-Impfstoffes in Russland sollen grössere Mengen des Vakzins in den nächsten Wochen ausgeliefert werden. Die ersten grösseren Lieferungen beginnen im September, wie der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko am Montag in Irkutsk am Baikalsee der Staatsagentur Tass zufolge sagte.

Im November und Dezember solle dann die maximale Menge bereitstehen. Nach früheren Angaben soll das Vakzin zunächst für den russischen Markt bestimmt sein.

Der russische Impfstoff mit dem Namen «Sputnik V» wurde vor drei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung registriert. Diese Genehmigung wurde erteilt, bevor die wichtige Testphase III überhaupt begonnen hatte. Erst in dieser Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt und welche Nebenwirkungen auftreten. Das Vorgehen Moskaus löste international viel Kritik aus.

Der in Russland entwickelte Impfstoff «Sputnik V» soll im September ausgeliefert werden. (Bild: Keystone)
Winteruniversiade findet im Januar 2021 nicht statt

Die Winteruniversiade, die Januar 2021 in der Zentralschweiz und auf der Lenzerheide GR hätte stattfinden sollen, fällt der Coronapandemie zum Opfer. Der Hochschulsportanlass könne nicht wie geplant stattfinden, teilten die Organisatoren am Montag mit. Es werde nun geprüft, ob er verschoben werden könne.

Die Winteruniversiade ist mit 2’500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach den olympischen Spielen der grösste Multisportanlass, der im Winter stattfindet. Studentinnen und Studenten aus 50 Ländern hätten sich vom 21. bis 31. Januar 2021 in zehn Sportarten auf der Lenzerheide GR und dem Stoos SZ, in Andermatt UR, Engelberg OW, Zug, Sursee LU und Luzern messen sollen. In Luzern hätten auch die Eröffnungs- und Schlussfeiern stattgefunden.

Bundesverfassungsgericht bestätigt Verbot von Corona-Protest-Camp

Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot eines Protest-Camps von Gegnern der Corona-Politik in Berlin bestätigt. Das teilte das Gericht am Sonntagabend in Karlsruhe mit. Die Dauermahnwache war vom 30. August bis zum 14. September auf der Strasse des 17. Juni geplant, die durch den Tiergarten zum Brandenburger Tor führt und am Rand des Regierungsviertels liegt.

Die Richter in Karlsruhe bestätigten damit eine Entscheidung des Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg. Dieses hatte die Einschätzung der Versammlungsbehörde geteilt, dass durch ein solches Camp eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu befürchten sei. Der Grund: Die Veranstaltungsteilnehmer würden die Mindestabstände zum Eindämmen der Corona-Epidemie nicht einhalten.

Am letzten Samstag demonstrierten tausende Gegner der deutschen Corona-Politik in Berlin. Ein Protest-Camp in der deutschen Hauptstadt blieb der Bewegung aber verwehrt. (Bild: Keystone)
BAG meldet 163 neue Fälle

Am Montag meldet das BAG 163 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert 24 Stunden. Zudem sind drei Personen neu im Spital und es gibt ein weiteres Todesopfer zu beklagen.

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Sechs infizierte Schüler im Aargau – Fernunterricht angeordnet

An der Aargauer Volksschule sind in je einer Klasse an der Bezirksschule Baden und an der Primarschule Unterentfelden je drei Schülerinnen und Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden. Für die beiden betroffenen Klassen ordnete der Kanton Fernunterricht an.

Das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) bezeichnete den Fernunterricht in einer Medienmitteilung am Montag als «Sofortmassnahme». Der kantonsärztliche Dienst werde aufgrund der Abklärungen durch das Kompetenz- und Koordinationsstelle für das Contact Tracing (Conti) über weitere Massnahmen entscheiden.

Positiv auf Coronavirus getestet: Je eine Klasse der Bezirksschule Baden AG und der Primarschule Unterentfelden AG müssen in den Fernunterricht. (Symbolbild: Keystone)
Italiens Wirtschaft schrumpft stärker als gedacht

Die Virus-Pandemie trifft Italien heftiger als erwatet. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 12,8 Prozent zum Vorquartal und schrumpfte damit in Rekordtempo, wie das nationale Statistikamt am Montag mitteilte.

Es revidierte damit den bisher ermittelten Wert von minus 12,4 Prozent. Die Corona-Krise mit den vielen Einschränkungen belastete vor allem Verbraucher, Unternehmen und Aussenhandel.

Die Ausgaben für den privaten Konsum purzelten im Frühjahr um 8,7 Prozent, während die Investitionen um fast 15 Prozent sanken und die Exporte um 26,4 Prozent einbrachen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verlor die Wirtschaft insgesamt 17,7 Prozent an Fahrt.

Arbeitsgruppe soll im Tessin Grossanlässe koordinieren

Die Tessiner Regierung hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die ab dem 1. Oktober wieder erlaubten Grossanlässe koordinieren und kontrollieren soll. Ausserdem hat sie die für die Strandbäder geltenden Massnahmen bis Ende September verlängert.

Die departementsübergreifende Arbeitsgruppe werde für die Bewilligung und Koordination aller Anlässe mit über 1’000 Teilnehmenden zuständig sein, schreibt die Regierung in einer am Freitag verschickten Mitteilung. Auch für die Kontrollen der Grossevents sei die Gruppe zuständig – gemeinsam mit dem betreffenden Departement. Zudem arbeite die Gruppe eine kantonale Richtlinie für Grossanlässe aus.

United Airlines schafft Umbuchungsgebühr für Flugtickets ab

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines schafft dauerhaft die Gebühren für Umbuchungen ab und will damit die in der Pandemie eingebrochenen Fluggast-Zahlen wieder hochtreiben.

Damit kommen man einem Wunsch der Fluggäste nach, erklärt Airline-Chef Scott Kirby. Bislang wurden etwa für eine Umbuchung bei einem US-Inlandsflug 200 Dollar Gebühren fällig. Einen ähnlichen Verzicht hat bereits der Rivale Southwest Airlines erklärt.

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines schafft dauerhaft die Gebühren für Umbuchungen ab. (Symbolbild: Keystone)
Demonstration in Boston gegen Grippe-Pflichtimpfung für Schüler

Etwa tausend Menschen haben am Sonntag in der US-Metropole Boston gegen eine Grippe-Pflichtimpfung für Schüler demonstriert. Unter ihnen waren laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten viele Eltern mit ihren Kindern.

Sie protestierten gegen eine vor knapp zwei Wochen im Bundesstaat Massachusetts erlassene Vorschrift, wonach Kinder und Jugendliche gegen Grippe geimpft werden müssen. Damit wollen die Behörden eine zusätzliche Belastung des durch die Corona-Pandemie extrem strapazierten Gesundheitssystems verhindern.

Japans Industrie wächst zum zweiten Monat in Folge

Japans Industrie ist im Juli den zweiten Monat in Folge gewachsen. Die Industrieproduktion legte um 8 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, wie Regierungsdaten am Montag zeigten. Analysten hatten in einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters im Schnitt ein Wachstum von 5,8 Prozent erwartet.

In den Zahlen spiegelt sich die Belebung der Wirtschaft nach dem Ende des Corona-bedingten Notstandes wider. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie befragten Hersteller gehen davon aus, dass die Produktion im August um 4 Prozent und im September um 1,9 Prozent steigen wird.

Mehr als 25 Millionen Corona-Infektionen weltweit

Die Zahl der weltweit registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 25 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore vom Sonntagabend (Ortszeit) hervor. Mit knapp 6 Millionen verzeichneten die USA dabei die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher 3,5 Millionen Infektionen registriert wurden.

Auch bei der Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit gut 183’000 – in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgt auch hier Brasilien mit mehr als 120’000 Toten. Mexiko verzeichnet mit knapp 64’000 Todesfällen die dritthöchste Zahl. Insgesamt starben den Angaben zufolge seit Beginn der Pandemie bisher rund 845’000 Menschen weltweit nach einer Infektion mit dem Virus.

Laut der Johns Hopkins Universität in den USA haben sich mittlerweile über 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. (Screenshot: gisanddata.maps.arcgis.com)

Grossbritannien bittet Party-Organisatoren zur Kasse

Wegen unerlaubter Partys während der Corona-Pandemie hat die Polizei in Grossbritannien am Wochenende mehrere Strafen im fünfstelligen Bereich gegen die Organisatoren verhängt. Betroffen waren Feiern in Wales sowie in der ostenglischen Grafschaft Norfolk, wie die zuständigen Polizeibehörden am Sonntag berichteten.

Im südwalisischen Ort Banwen baten die Beamten demnach zwei Organisatoren einer Party mit rund 3’000 Teilnehmern zur Kasse. Am Sonntagabend hatte die Polizei zunächst noch nicht alle Feiernden zerstreuen können. «Die Versammelten wissen, dass ihr Handeln unverantwortlich ist», sagte die Polizei auf Facebook.

Seit vergangenem Freitag darf die Polizei in Grossbritannien gegen die Organisatoren illegaler Parties mit mehr als 30 Teilnehmern Strafen in Höhe von bis zu 10’000 Pfund (rund 11’200 Euro) verhängen.

Swiss räumt 750 Economy-Sitze aus für Frachtflüge

Die Fluggesellschaft Swiss hat auf die gestiegene Nachfrage nach Frachtflügen wegen der Corona-Pandemie reagiert. Für die Monate April, Mai und Juni hat die Swiss etwa 750 Sitze in der Economy-Klasse von drei Boeing 777 ausgebaut, um Platz für die Fracht zu schaffen.

Die Sitze befänden sich derzeit in einer Lagerhalle in Basel, sagte Ashwin Bhat, Chef des Frachtgeschäfts der Swiss, in einem Interview mit den Zeitungen der CH Media. Die Transporte hätten sich eine Zeit lang auf bestimmte Strecken konzentriert, unter anderem nach China, um medizinische Schutzausrüstungen und Masken zu transportieren.

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Mitarbeiter der Swiss entnehmen die Sitze in einer Boeing 777 für Cargo Transporte. (Bild: Keystone)

Es habe Momente gegeben, wo er sich gefragt habe, ob er seinem Chef wirklich vorgeschlagen habe, die Sitze auszubauen. «Es fühlte sich surreal an», sagte Bhat. Nachdem es mehrere Wochen lang mehr Cargo- als Passagier-Flüge gegeben habe, ändere sich dies nun fliessend.

Seit Ende März habe die Swiss rund 800 reine Frachtflüge durchgeführt und 27’000 Tonnen Waren transportiert. Der letzte Flug mit Masken sei vor etwa zwei Wochen erfolgt. Sollte es plötzlich wieder zu wenige Masken haben, stünde die Swiss bereit.

Hunderttausende an religösen Feierlichkeiten im Irak

Trotz hoher Zahlen von Corona-Infektionen haben Hunderttausende Muslime im Irak das schiitische Aschura-Fest gefeiert. Die Gläubigen, mit und ohne Gesichtsmasken, füllten am Sonntag vor allem Strassen und Plätze in der Stadt Kerbela rund 90 Kilometer südlich von Bagdad. Dort strömten sie zur Grabmoschee des Imams Hussein, an dessen Tod beim Aschura-Fest erinnert wird. Zu den Geisselungsritualen der religiösen Feierlichkeit gehören auch Schläge auf den Kopf, bis dieser blutet.

Trotz hoher Zahlen von Corona-Infektionen haben Hunderttausende Muslime im Irak das schiitische Aschura-Fest gefeiert. (Bild: Keystone)

Die irakischen Gesundheitsbehörden hatten zuvor gewarnt, dass die Feiern wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Mit täglich mehr als 3’000 neuen Corona-Fällen hatte das Land zuletzt die höchsten Zahlen der Region zu verzeichnen. Insgesamt registrierte der Irak bisher offiziell mehr als 230’000 Corona-Fälle und fast 7’000 Tote.

Benoît Paire laut «L'Equipe» positiv getestet

Benôit Paire (ATP 22) muss laut der französischen Sportzeitung «L’Equipe» auf einen Start am US Open in New York verzichten. Der 31-jährige Franzose soll positiv auf das Coronavirus getestet worden sein und befinde sich derzeit in einem Hotel in Isolation.

Der Franzose Benoît Paire (ATP 22) ist laut einem Medienbericht positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Archivbild: Keystone)

Paire hatte nach seiner Ankunft am 18. August in New York mehrere negative Tests abgelegt. Die Partie der 1. Runde des nach Flushing Meadows verlegten Turniers von Cincinnati gegen Borna Coric gab er wegen Magenbeschwerden beim Stand von 0:6, 0:1 auf.

292 Neuinfektionen am Sonntag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag innerhalb eines Tages 292 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Samstag waren es 376 bestätigte Fälle gewesen, am Freitag 340, am Donnerstag 361 und am Mittwoch 383.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 42’014 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Sonntag mitteilte.

Neuer Rekord in Ungarn

In Ungarn sind am Sonntag 292 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vermeldet worden. Es handelt sich um den höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie im Land im März. Am Vortag waren auf der Corona-Webseite der Regierung 158, am Freitag 132 Neuansteckungen verzeichnet worden.

Immer mehr Fälle wiederholter Corona-Infektionen

Nach ersten Meldungen aus Asien und Europa berichten nun auch Wissenschaftler aus den USA und Ecuador über Fälle, in denen sich Menschen offenbar ein weiteres Mal mit Corona infiziert haben. Bei beiden Betroffenen sorgte die zweite Infektion für schwerere Symptome als die erste, wie Forscher um Richard Tillett von der Universität Nevada und das Institut für Mikrobiologie der Universität von Quito (IMUSFQ) berichteten.

Bei dem Fall im US-Bundesstaat Nevada handelt es sich um einen 25-Jährigen mit Erkältungssymptomen und Durchfall, der Mitte April positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden war. Ende Mai suchte er mit Symptomen wie Fieber, Kopfweh und Husten erneut ärztliche Hilfe, zeitweise musste er beatmet werden. Erbgutuntersuchungen hätten gezeigt, dass erste und zweite Infektion auf verschiedene Varianten von Sars-CoV-2 zurückgingen, so die Forscher. Mehr zum Thema finden Sie hier.

Frankreich: Ärzte schlagen zum Schulstart wegen Corona Alarm

Frankreich blickt wegen steigender Corona-Zahlen mit Sorge auf den Schulbeginn. «Die für den Beginn des Schuljahrs am 1. September geplanten Regeln schützen weder das Personal noch die Schüler und ihre Familien», heisst es in einem offenen Brief von Ärztinnen und Ärzten, den die Zeitung «Le Parisien» veröffentlichte. Die bisherigen Regelungen reichten nicht aus, um den neuen Anstieg der Fälle von Covid-19 zu bremsen. Die Mediziner fordern eine Maskenpflicht für alle, die älter als sechs Jahre sind.

Am Dienstag kehren in Frankreich mehr als zwölf Millionen Schülerinnen und Schüler aus den Sommerferien in die Klassenzimmer zurück – viele zum ersten Mal nach langen Monaten. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer versprach einen möglichst normalen Start. «Es darf nicht alles von der gesundheitlichen Realität erdrückt werden», sagte er der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche». Er verteidigte die bestehenden Regelungen – etwa die Maskenpflicht ab elf Jahren. Mehr zur Lage in Frankreich finden sie hier.

(Symbolbild: Key)
Über 25 Millionen Corona-Infizierte auf der Welt

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als 25 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 840’000 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge allerdings deutlich höher sein. Am stärksten betroffen sind die USA, Brasilien und Indien.

Weltweit wurden bisher mindestens 25 Millionen Menschen mit Covid-19 infiziert. (Bild: Keystone)
Kinder testen – oder soll man es lassen?

Wer Corona-Symptome hat, soll sich testen lassen. Doch was ist mit Kindern? Bisher sind sie vom Virus deutlich weniger betroffen, als Erwachsene. Das BAG empfiehlt, bei leichten Symptomen nicht immer zu testen.

Epidemiologin Isabella Eckerle vom Universitätsspital Genf kritisiert diese Praxis. Sie sieht ein Problem darin, andere Regeln auf unterschiedliche Altersgruppen anzuwenden.

Schlussendlich sei es am sinnvollsten, wenn die Eltern zusammen mit medizinichem Fachpersonal entscheiden, ob ein Test nötig ist oder nicht, so das Fazit eines SRF-Beitrags.

Kinder scheinen weniger oft mit ovid-19 infiziert zu werden. (Symbolbild: Keystone)
Corona-Profiteure sollen zur Kasse gebeten werden

Jan-Egbert Sturm ist oberster Berater des Bundes für Wirtschafsfragen. Wenn es nach ihm geht, bezahlen Corona-Profiteure schon bald eine Extrasteuer. Mehr dazu hier.

Berlins Innensenator: Erwartbar, was passiert ist

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat die Ereignisse bei den Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in Berlin als vorhersehbar bezeichnet. «Es war erwartbar, was heute passiert ist», sagte er am Samstagabend in den ARD-«Tagesthemen». Abstandsregeln waren meist nicht eingehalten worden, die Demonstration musste aufgelöst werden. An einigen Stellen in der Stadt kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Geisel hatte die Proteste im Vorfeld verboten, Gerichte kippten die Entscheidung aber.

 

Nicht überrascht ab der Geschehnisse am Samstag in Berlin: Innensenator Andreas Geisel. (Bild: Keystone)

Geisel erklärte weiter, er sei der Meinung, «dass ich eine klare politische Haltung haben muss». Denn es hätten sich am Samstag nicht Menschen versammelt, die an einzelnen Entscheidungen der Regierung in Corona-Sachen Kritik übten, sondern die an «unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung insgesamt Zweifel hegen und sie angreifen wollen». Die Menschen seien radikalisiert. Er glaube nicht, «dass es der Demokratie dient, wenn wir uns wegducken und keine Haltung

Mehr als 10’000 Menschen bei Demo gegen Netanjahu in Jerusalem

Tausende Israelis haben im ganzen Land erneut gegen den rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu demonstriert. Wie die Polizei am Samstagabend auf Anfrage mitteilte, versammelten sich allein in Jerusalem mehr als 10’000 Menschen zu Protesten. In Tel Aviv blockierten Demonstranten demnach mehrere Strassen nahe dem zentralen Rabin-Platz. Darüber hinaus protestierten Menschen auch auf Brücken über Autobahnen im ganzen Land.

Seit Wochen gehen Menschen in Israel gegen Netanjahu auf die Strasse. Das liegt zum einem an dem Korruptionsprozess, in dem sich der Regierungschef verantworten muss – er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Netanjahu wird aber auch wegen seiner Handhabung der Corona-Krise kritisiert. Der 70-Jährige räumte unter anderem vorschnelle Lockerungen ein. Die Arbeitslosigkeit in Israel lag zuletzt bei mehr als 20 Prozent.

38'000 Teilnehmende – 3'000 Rechtsextreme vor der russischen Botschaft

An den überwiegend friedlichen Protesten in Berlin nahmen nach Schätzungen der Behörden insgesamt rund 38’000 Menschen teil. Wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) abends berichtete, wurden über den Tag verteilt rund 300 Menschen festgenommen, allein vor der russischen Botschaft etwa 200.

Dort flogen unter anderem aus einer Menge von rund 3’000 sogenannten Reichsbürgern und Rechtsextremisten Steine und Flaschen auf die Polizei, wie er sagte. Laut Polizei gab es dort auch Gefangenenbefreiungen.

Die Kundgebungen verliefen grösstenteils friedlich. (Bild: Keystone)
Absperrung zum Reichtagsgebäude durchbrochen

Demonstranten gegen die staatliche Corona-Politik haben am Samstagabend eine Absperrung am Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen. Sie seien die Treppe hoch gestürmt, berichtete ein dpa-Reporter am Ort. Polizeibeamte drängten die Menschen zurück, sie setzten Pfefferspray ein. Es kam zu Rangeleien. Am Reichstagsgebäude hatte es zuvor eine Kundgebung gegeben. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Berliner Polizei vertreibt Demonstrierende mit Rasensprenger

Die Demonstrierenden in Berlin weigern sich offenbar, ihre Kundgebungen aufzulösen. Die Stimmung sei gemäss Berichten der Bild aufgeladen. Die Polizei bestätigte inzwischen 30’000 Teilnehmende. Der führende Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann wurde bei einem Polizeieinsatz abgeführt.

Attila Hildmann wird abgeführt. (Bild: Keystone)

Nachdem es im Vorfeld der Demonstration Lynchaufrufe gegen Polizei und Journalisten gab, wurden sowohl Polizisten als auch Journalisten vereinzelt angegriffen.

Demonstrierende werden weggewiesen

Gemäss 20 Minuten hat die Zürcher Polizei nun begonnen, Personenkontrollen durchzuführen und Personen vom Demonstrationsort wegzuweisen.

Kein Pfadi Bundeslager 2021

Aufgrund der Situation rund um das Coronavirus wird das Bundeslager 2021 der Pfadibewegung Schweiz um ein Jahr in den Sommer 2022 verschoben. Das teilte die Organisation am Samstag mit. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bewilligte Kundgebung gegen Corona-Massnahmen in Zürich hat begonnen

Über 1’000 Personen haben sich am Helvetiaplatz in Zürich versammelt um gegen die Corona-Regulierungen zu demonstrieren. «Teilnehmende der bewilligten Kundgebung auf dem Helvetiaplatz müssen gemäss der geltenden Covid-19-Verordnung eine Maske tragen und den Mindestabstand einhalten», schreibt die Zürcher Stadtpolizei auf Twitter. Der Aufruf scheint ins Leere zu gehen: Auf Beiträgen ist zu sehen, dass die Teilnehmenden weder Masken tragen, noch Abstand halten.

Die Einhaltung der Maskenpflicht war eine Bedingung, dass die Demonstration durchgeführt werden darf.

Polizei verhindert unbewilligte Corona-Demo in Zürich

Auf dem Sechseläutenplatz in Zürich haben sich am Samstagnachmittag einige Dutzend Personen zu einer unbewilligten Kundgebung gegen die Schutzmassnahmen vor dem Coronavirus versammelt. Die Polizei will die Versammlung nicht tolerieren.

Die Stadtpolizei Zürich hat die Personen um 13:30 Uhr aufgefordert, den Platz zu verlassen, wie sie auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb. Einige Personengruppen hätten der Aufforderung Folge geleistet. Die anderen würden nun kontrolliert und weggewiesen.

Die unbewilligte Kundgebung auf dem Sechseläutenplatz findet im Vorfeld einer bewilligten Demonstration gegen die Corona-Schutzmassnahmen statt, die später am Nachmittag in Zürich stattfindet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Später Twitterte die Polizei:

Infektionen steigen stark in Indien

76’472 Neuinfektionen meldet Indien innerhalb eines Tages. Das sind weniger als die Rekorde, der vergangenen Tage – dennoch verzeichnet das Land den steilten Anstieg der Infektionszahlen weltweit. Insgesamt 3.46 Millionen Ansteckungsfälle sind nachgwiesen, wie das Gesundheitsministerium laut «SRF» bekannt gibt. In den Slums von Mumbai sollen die Fallzahlen bei 60 Prozent liegen – so hoch, dass Wissenschaftler die Möglichkeit einer Herdenimmunität diskutieren. 12.5 Millionen Menschen leben in der Metropole.

Polizei löst Versammlung in Berlin auf

Die Deutschen Behörden lösen die Demonstration in Berlin auf. Das teilt die Berliner Polizei mit. «Es bleibt uns leider keine andere Möglichkeit», schreibt sie auf Twitter. Alles bisherigen Massnahmen der Polizei hätte nicht zum Einhalten der Auflagen geführt.

Tausende Menschen demonstrieren am Samstag in Berlin gegen die Corona-Massnahmen des Landes. Sie tragen weder Masken, noch halten sie sich an die Abstands-Regeln.

Über als 17’000 Coronavirus-Tote in Russland

In Russland starben in den 24 Stunden 111 weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Damit steigt die Zahl der bestätigten Todesfälle auf 17.025, wie «NTV» berichtet. Weiter wurden 4941 nachgewiesene Neuinfektionen verzeichnet. Insgesamt gibt es damit 985’346 Corona-Fälle in Russland. Das ist nach den USA, Brasilien und Indien, die weltweit vierthöchste Zahl. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle ist in Russland vergleichsweise gering.

376 neue Ansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag innerhalb eines Tages 376 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Freitag waren es 340 Fälle, am Donnerstag 361, am Mittwoch 383, am Dienstag 202 und am Montag 157. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Auftakt der Demonstration in Berlin: Rund 1'000 Menschen versammelt

In Berlin haben sich auf der Strasse Unter den Linden am Samstagvormittag bereits rund 1’000 Teilnehmer für eine grössere Demonstration gegen die Corona-Politik versammelt. Von dort soll ein Aufzug mit Protestierern durch Berlin ziehen zum Tiergarten und bis zur Strasse des 17. Juni.

In Berlin demonstrieren am Samstag tausende Menschen gegen die Corona-Massnahmen. (Keystone)

Vor dem Brandenburger Tor standen am Vormittag bereits viele Polizisten. Demonstrierende schrien «Tor auf» und skandierten «Wir sind das Volk». Eine riesige Deutschlandflagge war auf dem Boden vor dem Brandenburger Tor ausgelegt. Zu sehen waren auch Fahnen im Stil der bei Rechtsextremisten beliebten Reichskriegsflagge. Die Initiative Querdenken plant eine Kundgebung, für die rund 22’000 Menschen angemeldet waren.

Die Berliner Polizei hat sich auf einen Grosseinsatz vorbereitet. Eigentlich wollte sie die Versammlungen verbieten, sie unterlag jedoch vor Gerichten. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin gegen die Verbotsverfügung der Polizei wurde in der Nacht zum Samstag bekannt. Insgesamt sollen rund 3’000 Polizisten bereitstehen.

1'479 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen 1479 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1571.

Am letzten Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. «Die Anzahl der neu übermittelten Fälle war in Deutschland seit etwa Mitte März bis Anfang Juli rückläufig, seitdem nahm die Fallzahl zu und scheint sich in den letzten Tagen zu stabilisieren», hiess es vom RKI.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

In Wuhan öffnet wieder alle Schulen

Die Chinesische Millionenmetropole Wuhan kehrt etwas mehr zurück zur Normalität. Am Dienstag sollen alle Schulen und Kindergärten wieder öffnen. So kehren etwa 1,4 Millionen Schüler nach dem Ende der Sommerferien wieder zurück in die Ausbildungsstätten. Den Kindern wird empfohlen auf dem Schulweg eine Maske zu tragen. Auch öffentliche Verkehrsmittel sollen gemieden werden.

In der Millionenmetropole Wuhan kehren nach den lokalen Sommerferien die Schüler wieder zurück in die Bildungseinrichtungen. (Symbolbild: Keystone)

Wuhan gilt als Ausbruchsort des neuartigen Coronavirus. Die zentralchinesische Stadt wurde Ende Januar für mehr las zwei Monate komplett abgeriegelt. Seit Mitte Mai wurden keine neuen lokalen Ansteckungen mehr registriert. Mehr als 80 Prozent aller Todesfälle in China wurden in der Millionenstadt registriert.

Corona-Ausgangssperre in Argentinien wird verlängert

Nach rund 160 Tagen in Quarantäne werden die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Argentinien um weitere zwei Wochen verlängert. Allerdings dürfen sich künftig wieder bis zu zehn Personen unter freiem Himmel treffen – aber mit Mundschutz und unter Beachtung eines Mindestabstands von zwei Metern, wie Präsident Alberto Fernández am Freitag in einer Videobotschaft sagte.

Bislang haben sich fast 400’000 Menschen in Argentinien mit dem Coronavirus infiziert, über 8’000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben. (Symbolbild: Keystone)

Argentinien hatte am 20. März recht strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, den Wirtschaftsbetrieb weitgehend heruntergefahren und die Grenzen geschlossen. Im Vergleich zu den Nachbarländern war es so zunächst gelungen, die Verbreitung des Virus deutlich zu bremsen. Nach rund fünf Monaten Einschränkungen liess die Disziplin der Bevölkerung allerdings deutlich nach und die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg zuletzt auf über 10’000. Zudem kam es auch ausserhalb des Grossraums Buenos Aires wieder zu neuen Ausbrüchen.

Erster bekannter Fall von wiederholter Corona-Infektion in den USA

Wissenschafter haben einer Studie zufolge eine erneute Corona-Infektion eines bereits seit längerem genesenen Patienten in den USA nachgewiesen. Dies zeige, dass die Immunität nach einer Infektion nicht absolut sei und Mehrfachansteckungen möglich seien, hiess es in der Studie.

Zudem sei die zweite Erkrankung des Patienten schwerer ausgefallen als die erste. Es sei aber unklar, inwieweit daraus generelle Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.

Die Studie von Forschern um Richard Tillett von der Universität Nevada wurde beim Magazin «The Lancet» eingereicht, bisher aber noch nicht unabhängig geprüft und veröffentlicht. (Keystone)

Bei dem Fall im US-Bundesstaat Nevada handelt es sich um einen 25-jährigen Patienten, der erstmals Mitte April positiv auf den Erreger Sars-Cov-2 getestet worden war. Die Person hatte demnach Erkältungssymptome und Durchfall. Nach der Genesung fielen bei dem Patienten im Mai zwei Coronavirus-Tests negativ aus.

Am 31. Mai suchte der Patient allerdings wegen Symptomen wie Fieber, Kopfweh und Husten ärztliche Hilfe. Nach einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs wurde die Person wieder entlassen. Fünf Tage später wurde der Patient in eine Notaufnahme gebracht und musste beatmet werden. Dort fiel ein Corona-Tests Anfang Juni erneut positiv aus.

Demonstration gegen Corona-Politik in Berlin doch erlaubt

Der umstrittene Demonstrationszug sowie die Kundgebung gegen die Corona-Politik können am Samstag in Berlin stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte am frühen Samstagmorgen in zweiter Instanz, dass das Verbot der Berliner Polizei keinen Bestand hat. Diese Entscheidung ist nun rechtskräftig.

«Wir sind laut, weil ihr unsere Freiheit klaut» steht auf einem Transparent, das Demonstranten am Brandenburger Tor in Berlin halten. Dort demonstrierten bereits am 2. August Corona-Leugner für die Aufhebung der Corona Einschränkungen. (Keystone)

Nach seinem Beschluss teilte das Gericht mit, die von mehreren Initiativen für den 29. August 2020 geplanten Versammlungen gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern könnten stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg habe zwei Eilbeschlüsse des Verwaltungsgerichts Berlin vom 28. August 2020 im Wesentlichen bestätigt. «Damit sind die beiden Versammlungsverbote des Polizeipräsidenten in Berlin für diesen Tag vorläufig ausser Vollzug gesetzt.»

Corona-Situation in Frankreich verschärft sich

In Frankreich spitzt sich die Lage mit mehr als 7’000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von einem Tag weiter zu. Das Gesundheitsministerium sprach am Freitagabend von einem «exponentiellen» Anstieg. Auch in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steige die Zahl der Patientinnen und Patienten wieder an – wenn auch auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig treten immer schärfere Regelungen bei der Maskenpflicht in Kraft. Präsident Emmanuel Macron warnte angesichts der steigenden Zahlen vor Grenzschliessungen innerhalb Europas.

Die Regierung hat 21 Départements im Land als Risikogebiete klassifiziert. Dort herrscht erhöhte Ansteckungsgefahr. (Keystone)

In den vergangenen 24 Stunden seien 7’379 neue Fälle gezählt worden, meldete das Gesundheitsministerium am Freitagabend. Am Vortag waren es mehr als 6000, davor mehr als 5000. Die 4000er-Schwelle war zuvor mehrfach überstiegen worden. «Die Dynamik des Fortschreitens der Epidemie ist exponentiell», hiess es. Seit einigen Wochen steigen die Fallzahlen im ganzen Land an – die Lage ist allerdings regional unterschiedlich.

Schweiz unterbindet Einreisetrick via Transitflughäfen

Die Einreisebeschränkungen wegen des Coronavirus sollen nicht weiterhin über die Wahl entsprechender Transitflughäfen umgangen werden können. Die Schweiz passt ihre Praxis bei Einreisebestimmungen für Transitflugreisen an, wie das SEM am Freitag mitteilte.

Per 31. August können Flugreisende aus Risikostaaten nicht mehr mittels Transitfügen über Nichtrisikostaaten in die Schweiz einreisen. Umgekehrt können Flugreisende aus Nichtrisikostaaten in die Schweiz einreisen, auch wenn sie auf Flughäfen in einem Risikostaat umsteigen müssen, sofern sie dort die Transitzone des Flughafens nicht verlassen, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) ausführte.

Für Flugreisende aus Risikostaaten war bislang entscheidend, in welchem Land jener Flug startete, der sie direkt in die Schweiz brachte. Vorangehende Anschlussflüge waren unerheblich.

(Bild: Keystone)

Ein aus dem Risikostaat USA einreisender Drittstaatsangehöriger beispielsweise, der via Kanada nach Zürich flog, konnte unter Berücksichtigung der Quarantäne-Auflagen in die Schweiz einreisen – weil der Drittstaat Kanada als Ausnahme in der Covid-19-Verordnung 3 aufgeführt war und ist. Weil die USA als Risikostaat gelten, konnten Passagiere aus Washington oder Chicago hingegen nicht direkt in die Schweiz einreisen.

Neu ist entscheidend, in welchen Ländern die Flugreisenden, die in die Schweiz einreisen wollen, ihre Flugreise begonnen haben. Drittstaatsangehörige beispielsweise, die aus den USA kommend via Toronto nach Zürich fliegen, können ab dem 31. August nicht mehr in die Schweiz einreisen. Mit dieser Massnahme soll verhindert werden, dass die Einreisebeschränkungen über die Wahl entsprechender Transitflughäfen umgangen werden.

United Airlines will bis zu 2850 Piloten in Zwangsurlaub schicken

Die US-Fluggesellschaft United Airlines will im Oktober bis zu 2850 Piloten in unbezahlten Zwangsurlaub schicken, wenn Hilfsmassnahmen der Regierung in der Corona-Krise nicht verlängert werden.

Dies würde zunächst bis Ende November gelten, hiess es in einer E-Mail von United an die Belegschaft, die der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Gut 850 weitere Piloten wurden gewarnt, dass sie im Oktober und November ebenfalls in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden könnten.

Der Luftverkehr ist angesichts der Pandemie weiterhin stark eingeschränkt. Zum 1. Oktober – einen Monat vor der US-Präsidentenwahl – laufen die bisherigen US-Hilfsmassnahmen für die Branche aus. Demokraten und Republikaner konnten sich bisher nicht auf ein neues Unterstützungspaket einigen. Konkurrent American Airlines kündigte diese Woche an, dass im Oktober 17 500 Mitarbeiter in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden und 1500 weitere ihre Jobs verlieren könnten.

Rios Gouverneur wegen Betrugsverdachts in Corona-Krise freigestellt

Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat den Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, wegen Verdachts auf Unregelmässigkeiten bei Anschaffungen in der Corona-Pandemie vorübergehend from Dienst freigestellt. Dies ging aus einer Veröffentlichung der Bundesstaatsanwaltschaft am Freitag hervor. Die Massnahme gilt demnach zunächst für 180 Tage.

Wilson Witzel. (Bild: Keystone)

Im Rahmen der «Tris in Idem» genannten Operation wurden Dutzende Haft- und Durchsuchungsbefehle bei wichtigen Mitgliedern der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro ausgeführt. Neben Gouverneur Witzel waren auch Vize-Gouverneur Cláudio Castro und Landtagspräsident André Ceciliano betroffen. Ihnen wird vorgeworfen, Teil eines ausgeklügelten Korruptionsnetzwerkes im Gesundheitssystem rund im Witzel gewesen zu sein. Es geht dabei um die Unterschlagung öffentlicher Gelder bei überteuerten Anschaffungen über soziale Organisationen in der Corona-Krise.

Glarus gibt nach Massen-Quarantäne Entwarnung

Nach der Massen-Quarantäne von über 400 Personen vor einer Woche hat der Kanton Glarus am Freitag Entwarnung gegeben. Von einigen persönlichen Kontaktpersonen abgesehen, sei es zu keinen weiteren bekannt gewordenen Ansteckungen mit dem Coronavirus gekommen.

In Quarantäne geschickt wurden vor einer Woche 412 Personen. Es handelt sich um Besucherinnen und Besucher des Fussball-Grümpelturniers in Matt sowie Gäste einer Bar in Glarus. Eine mit dem Coronavirus infizierte Frau war an beiden Orten gewesen, in der Bar mit ebenfalls infizierten Begleitpersonen.

Nach Ablauf der Quarantäne zeigte sich nach Angaben der Glarner Behörden vom Freitag, dass keine weiteren Personen mit dem Virus angesteckt wurden. Die Ausnahme bildet ein Fall im persönlichen Umfeld der infizierten Personen.

Die Massenquarantäne sei erforderlich gewesen, da nicht mehr habe festgestellt werden können, mit wem die infizierten Personen an den beiden Anlässen in einem engen Kontakt gestanden hätten, schrieben die Glarner Behörden weiter.

Zürcher Clubs krebsen zurück: Keine grossen Partys mit Masken

Die Zürcher Bar- und Clubkommission (BCK) empfiehlt ihren Mitgliedern nun doch, auf Partys mit Maskenpflicht zu verzichten. Am Mittwoch hatte sich die BCK auf den Standpunkt gestellt, mit Maskenpflicht dürften sich mehr als 100 Personen im selben Raum aufhalten.

(Bild: Keystone)

Die BCK empfehle ihren Mitgliedern, dieses Wochenende auf Partys mit mehr als 100 Personen mit Maskenpflicht zu verzichten, teilte die BCK nun aber am Freitag mit.

Die am Mittwoch geäusserte Empfehlung, genau dies zu tun, und die darauf folgende Reaktion des Kantons Zürich hätten zu einer grossen Verunsicherung bei den Clubbetreibern geführt.

Maskenpflicht in Genfer Kinderkrippen

Erzieherinnen und Erzieher in den Kinderkrippen des Kantons Genf müssen künftig Gesichtsmasken tragen. Das haben die Gesundheitsbehörden entschieden, nachdem sieben Angestellte positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

(Bild: Keystone)

Vierzig Kinder wurden nach diesen Ansteckungen bei Erwachsenen in Quarantäne gesteckt, wie der Sprecher des Genfer Gesundheitsdepartements, Laurent Paoliello, am Freitag sagte. Mit dieser Massnahme wolle der Kanton verhindern, dass noch mehr Kinder in Quarantäne gebracht werden müssten und die Eltern in unlösbare Situationen geraten, um ihren Nachwuchs betreuen zu lassen. Auch solle ein Ausbruch von Infektionen in den Kinderkrippen vermieden werden.

SwissCovid-App hat es weiterhin schwer – «Generelles Unbehagen»

Die Menschen in der Schweiz haben die Hygienemaske relativ schnell als wichtiges Präventionsinstrument gegen das Coronavirus angenommen. Das zeigt eine Studie der Forschungsstelle Sotomo im Auftrag des BAG. Die SwissCovid-App hat dagegen noch immer keine breite Akzeptanz erfahren.

Die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer der SwissCovid-App lag am Donnerstag nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Freitag bei 1,52 Millionen. Personen, welche die App nicht installiert haben, nennen dafür eine Vielzahl von Gründen, wie die fünfte Datenerhebung zur Wirkungsmessung der Präventionsarbeit des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt.

(Bild: Keystone)

«Ich interpretiere das als generelles Unbehagen gegenüber der App», sagte Studienleiter Michael Hermann am Freitag vor den Medien in Bern. Immerhin 40 Prozent all jener, die bisher auf die Installation der SwissCovid-App verzichtet haben, geben an, dass sie bei einem starken Anstieg der Fälle ihre Meinung ändern könnten.

«Warten Sie nicht so lange, bis die Fallzahlen steigen, und laden Sie die App herunter», sagte Sang-Il Kim, Leiter Digitale Transformation beim BAG, an der Medienkonferenz. Er erklärte den Zusammenhang zwischen der App-Warnung und dem Contact-Tracing. «Auch die Personen mit Warncodes sollen sich jeweils bei den Kantonen melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.»

Strafbefehle wegen Coronavirus: 70'000 Franken Gebühren angefallen

m Kanton Aargau sind wegen Verstosses gegen die Covid-Verordnung und das Epidemiengesetz mindestens 146 Strafbefehle ausgesprochen worden. Die in der Regel zu bedingten Geldstrafen Verurteilten mussten 70’700 Franken Strafbefehlsgebühren bezahlen.

Im Kanton Aargau gab es 57 Strafbefehle wegen Verstosses gegen das Epidemiengesetz (17’400 Franken Gebühren) und 89 Strafbefehle wegen Verstosses gegen die Covid-19-Verordnung (53’300 Franken Gebühren). Diese Angaben basieren auf dem Stand 24. Juni, wie der Regierungsrat in seiner Antwort vom Freitag auf eine Interpellation von EVP-Grossräten festhält.

(Bild: Keystone)

Die Staatsanwaltschaft müsse bei einem Strafbefehlsverfahren eine Gebühr erheben. Dies sei in der Strafprozessordnung und im kantonalen Dekret so vorgesehen, schreibt der Regierungsrat weiter.

Es bestehe kein kantonaler Handlungsspielraum. Im konkreten Einzelfall könne die Staatsanwaltschaft unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der kostenpflichtigen Person die Forderungen aus Verfahrenskosten herabsetzen oder erlassen.

Die Bestimmung komme aber nur dann zur Anwendung, wenn sich die beschuldigte Person in prekären finanziellen Verhältnissen befinde.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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