Grossveranstaltungen wie Volksfeste, grössere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, grössere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste sollen nach Vorstellungen von Angela Merkel bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. (Bild: Keystone)
International

Merkel fordert Busse für Maskenpflicht-Verweigerer

Die Corona-Zahlen steigen auch in Deutschland wieder an. Angela Merkel fordert daher unbedingt die Einhaltung der Hygiene-Regeln und Bussen bei Verstössen.

Angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland soll nach den Vorstellungen von Kanzlerin Angela Merkel vorerst auf weitere Öffnungsschritte verzichtet werden.

Die Hygiene-Regeln seien unbedingt einzuhalten, und bei Verstössen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bussgeld erhoben werden, heisst es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der 16 deutschen Länder am Donnerstag.

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 1507 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Ein Teil der Neuinfektionen ist den Angaben zufolge auf Touristen zurückzuführen, die aus dem Ausland zurückkehren. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 237 936 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstag im Internet meldete (Datenstand 27.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9285.

Grossveranstaltungen wie Volksfeste, grössere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, grössere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste sollen nach Vorstellungen der Regierungschefin bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. Ausnahmen könne es in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben, wenn sichergestellt sei, dass die Teilnehmer ausschliesslich aus dieser Region oder aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Entwicklungen kommen, heisst es in der Vorlage.

Feiern im Privatbereich sollen demnach auf 25 Teilnehmer beschränkt werden. Bevorzugt sollten diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden. Bei privaten Veranstaltungen und Feiern ausserhalb des Privatbereichs sollten aus Sicht des Bundes künftig 50 Teilnehmer erlaubt sein.

Zudem will Merkel die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten am Ende der Sommerferien aller Bundesländer mit dem 15. September beenden. In der Beschlussvorlage wird darauf hingewiesen, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten in jedem Fall verpflichtet seien, sich unverzüglich für 14 Tage nach ihrer Einreise in Quarantäne zu begeben.

Erstmals seit Juni beraten am Donnerstag (11.00 Uhr) die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit Kanzlerin Angela Merkel über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie. Grundsätzlich stand vorab die Frage im Raum, ob man wieder zu einheitlichen Regeln gelangen kann, nachdem die Länder in den vergangenen Wochen je eigene Massnahmen ergriffen hatten.

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