Das sogenannte «Läufelfingerli» von Olten nach Sissach wird bis zum Fahrplanwechsel im Dezember auf Busbetrieb umgestellt. (Keystone)
Baselland

Bus-Ersatz für das Läufelfingerli stösst auf Unverständnis

Die Züge der S9 von Olten nach Sissach, «Läufelfingerli» genannt, werden bis zum Fahrplanwechsel durch Busse zu ersetzt. Nun gibt es Kritik aus dem Baselbiet.

Die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) kritisiert den Entscheid der SBB, die Züge der S9 von Olten über Läufelfingen nach Sissach, «Läufelfingerli» genannt, bis zum Fahrplanwechsel durch Busse zu ersetzen. Die SBB seien nicht auf die Forderung eingegangen, von diesem Entscheid abzusehen.

Die SBB haben am Mittwoch darüber informiert, dass vielerorts in der Schweiz wegen des Mangels an Lokomotivführern vom 7. September bis 13. Dezember Zugverbindungen gestrichen werden. Im Baselbiet fiel das «Läufelfingerli» zwischen Olten und Sissach auf diese Streichliste.

Entscheid soll rückgängig gemacht werden

Die BUD sei von den SBB nicht in diesen Entscheid eingebunden worden, kritisiert sie in einer Mitteilung vom Mittwoch. Sie sei kurzfristig über die geplante Umstellung auf Busbetrieb vorinformiert worden und die SBB seien auf die Forderung, diesen Entscheid zu «relativieren», nicht eingegangen.

Die BUD gibt im Communiqué der Erwartung Ausdruck, dass das Ersatzkonzept die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden bestmöglich abdecke und fordert von den SBB, in die Erarbeitung einbezogen zu werden.

Sie fordert die SBB zudem auf, diese Massnahme spätestens auf den Fahrplanwechsel im Dezember hin definitiv aufzuheben.

2 Kommentare

  1. Leistungsauftrag nicht erfüllt – jetzt wird es eng in den Bussen: wo bleibt das Schutzkonzept vom Bund zur Coronazeit?

    Zitat UVEK: „Der Bund ist Alleinaktionär der SBB AG. Die Eignerinteressen werden durch den Bundesrat wahrgenommen.“

    Somit unverständlich wieso der Bund die jahrelange Fehlplanung toleriert (hat): das Lokführer-Problem ist seit Jahren bekannt. Da mutet es fast grotesk an den neuen SBB-Chef Ducrot zu hören: «Ich bin ein innovativer Bähnler“ Besteht die Innovation darin einen Lokführer innert 2 Wochen durch einen Bus-Chauffeur zu ersetzen?

    Die Konsequenz für alle Fahrgäste: doppelte Fahrzeit, verpasste Anschlüsse, überfüllte Busse, Wechsel zum Auto.
    Schade – denn ich fahre GERNE täglich im Läufelfingerli. Aber den Bus – nein den tue ich mir zu Coronazeiten nicht an, sondern steige aufs Auto um. Schade für den Umweltschutz – und noch vielmehr für die Schul-Kinder vom Homburgertal die keine Wahl haben.

    Somit erwarte ich unso mehr die Unterstützung vom Bund nun endlich ein Ausbildungskonzept der SBB zu verlangen und als Hauptaktionär den Verwaltungsrat eben NICHT vorher zu entlasten. Keine einzige Bonus Zahlung mehr.Report

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