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International

Solothurn führt Maskenpflicht ein

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Churer Bischof Peter Bürcher in Selbst-Quarantäne

Der Churer Bischof ad interim, Peter Bürcher, ist am Freitag in Selbst-Quarantäne gegangen. Bürcher hatte sich letzten Montag in Zürich mit einem Priester getroffen, der am Freitagmorgen positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Das Churer Bistum teilte mit, es werde mehr kommuniziert, sobald der Bischof ebenfalls getestet worden sei und die Resultate vorlägen. Vermutlich werde das ab Mitte nächster Woche sein.

Bürcher leitet das Churer Bistum seit Mai letzten Jahres in der Funktion eines Apostolischen Administrators so lange, bis ein Nachfolger des zurückgetretenen Bischofs Vitus Huonder gewählt ist.

Macron warnt erneut vor Grenzschliessungen wegen Corona

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut vor Grenzschliessungen in Europa im Kampf gegen das Coronavirus gewarnt.

Die Schliessung von Grenzen zwischen zwei Ländern mache keinen Sinn, wenn es Gebiete mit aktiver Virus-Zirkulation gebe, die identifiziert seien, sagte er am Freitag beim Besuch des Pharmaunternehmens Seqens in Villeneuve-la-Garenne bei Paris. «Lassen Sie uns in dieser Frage nicht die Fehler von März wiederholen», warnte er. Macron erinnerte an die zahlreichen Grenzgänger, die von generellen Beschränkungen betroffen wären – auch wenn sie zum Beispiel in keinem der beiden Länder in einem Risikogebiet unterwegs sind.

(Bild: Keystone)

«Ich glaube, es gibt noch viel zu tun, um die Koordinierung zu verbessern», sagte er. Wichtig sei es, Risikogebiete zu identifizieren und dort regional gegen diese vorzugehen. Darüber habe er sich bei ihrem Besuch Ende vergangener Woche auch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgetauscht. Man werde in den kommenden Tagen daran arbeiten, in diesem Punkt voranzukommen, so Macron.

Corona-Ausbruch: Niederlande stoppen Nerz-Zucht

Nach Corona-Infektionen auf zahlreichen Nerz-Farmen haben die Niederlande das vorzeitige Ende der Pelztierzucht angekündigt.

Zum 1. März 2021 müssen alle Zuchtbetriebe stoppen, kündigte die Regierung am Freitag in Den Haag an. Ein Verbot der Zucht war nach einem Gerichtsurteil bereits früher beschlossen worden, doch das sollte erst 2024 in Kraft treten. Auf mehr als 40 Nerz-Farmen waren Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. In mehreren Fällen waren auch Menschen angesteckt worden. Alle Tiere der betroffenen Betriebe waren getötet worden.

(Bild: Keystone)

Experten befürchteten, dass die Pelztier-Farmen Infektionsherde bleiben und auch für Menschen eine dauerhafte Gefahr sein könnten. In den Niederlanden gibt es noch rund 150 Zuchtbetriebe vor allem in der Provinz Nord-Brabant im Südosten des Landes. Die Züchter sollen entschädigt werden mit insgesamt 180 Millionen Euro.

Kantone möchten viel Spielraum im Covid-19-Gesetz

In der Herbstsession beraten die eidgenössischen Räte den Entwurf des Covid-19-Gesetzes des Bundesrates. Im Hinblick darauf haben die Kantone am Freitag eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet. Grundsätzlich begrüssen sie das Gesetz, wollen aber viel Autonomie.

Durch das Gesetz könnten die per Notrecht beschlossenen Massnahmen des Bundesrates auf eine ordentliche Gesetzesgrundlage gestellt und weitergeführt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) vom Freitag. Die Kantone fordern jedoch punktuelle Präzisierungen und Ergänzungen, «damit die für sie notwendigen Spielräume gewahrt bleiben».

Eine Situation wie im Frühjahr müsse mit einem auf die lokalen und regionalen Gegebenheiten abgestimmten, koordinierten Vorgehen verhindert werden, hiess es weiter. Dies hätten die Kantone an ihrer ausserordentlichen Plenarversammlung vom Freitag – in deren Rahmen ein Austausch mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga stattfand – bekräftigt.

Die Erfahrungen zeigten, dass nicht alle Regionen und Kantone gleich stark betroffen seien. Zudem unterschieden sich die strukturellen Bedingungen von Kanton zu Kanton. Dies spreche für regional unterschiedliche, räumlich begrenzte und dem jeweiligen epidemiologischen Risiko angepasste Massnahmen.

Maskenpflicht in Solothurner Einkaufsläden angeordnet

Auch der Kanton Solothurn führt die Maskenpflicht in Einkaufsläden und -zentren ein. Die Pflicht gilt ab dem kommenden Donnerstag. Der Kanton reagiert mit der Maskenpflicht nach eigenen Angaben auf die steigende Zahl von Neuansteckungen. Hier gehts zum Artikel.

(Bild: Keystone)
Corona-Neuinfektionen in Israel überschreiten 2000er-Marke

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel ist erstmals seit einem Monat wieder über 2000 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, wurden am Vortag 2068 neue Fälle gemeldet. Zuletzt hatte die Zahl am 28. Juli mit 2129 die 2000er-Marke überschritten.

Die Pandemie war in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich verlaufen. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellte die Zahl der Fälle jedoch in die Höhe

340 neue Coronavirus-Infizierte innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb eines Tages 340 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Donnerstag waren es 361 bestätigte Fälle, am Mittwoch 383, am Dienstag 202 und am Montag 157 .

Ruag International wegen Corona noch tiefer in Verlustzone

Der Absturz der Luftfahrt in der Coronakrise und die Aufspaltungskosten haben Ruag International noch tiefer in die roten Zahlen gerissen. Der Luft-, Raumfahrt und Rüstungskonzern erlitt im ersten Halbjahr einen Reinverlust von 48 Millionen Franken.

Im Vorjahressemester hatte Ruag International auf vergleichbarer Basis ein Defizit von 19 Millionen Franken eingefahren. Der Betriebsverlust (EBIT) vergrösserte sich auf 42 Millionen Franken nach einem Minus von 11 Millionen vor einem Jahr. Der Nettoumsatz ging um 10,9 Prozent auf 570 Millionen Franken zurück.

Insbesondere die beiden in der Luftfahrt tätigen Geschäftsbereiche Flugzeugstrukturbau und Flugzeugunterhalt hätten die Auswirkungen der Coronapandemie deutlich gespürt, schrieb Ruag International. Die Auslieferungen von Flugzeugrumpfteilen für den Airbus A320 schrumpften um rund 30 Prozent. Auch die Auslastung im Unterhalt von Luftfahrzeugen sei deutlich gesunken.

Maskenpflicht nun überall in Paris

Seit Freitagmorgen müssen die Menschen überall in Paris unter freiem Himmel eine Maske tragen – doch die Regeln sind nicht so streng wie ursprünglich vorgesehen.

Wer eine körperliche Aktivität wie Joggen oder Radfahren ausübe, bleibe von der Maskenpflicht befreit, teilte die Pariser Polizeipräfektur am Freitag mit. Man werde die neue Regel nun erstmal im Rahmen einer Aufklärungskampagne umsetzen. Verwarnungen würden mit Augenmass ausgesprochen.

Zuvor hatte das Pariser Rathaus gegen die Maskenpflicht auf dem Rad protestiert. «Wir halten es für eine schlechte Entscheidung», sagte Vizebürgermeister Emmanuel Grégoire dem Sender BFM Paris. «Es schreckt davon ab, ein Fahrrad zu benutzen. In diesem Punkt sind wir nicht einer Meinung.» Die Polizeipräfektur lenkte kurze Zeit später ein.

In Paris galt bereits zuvor in weiten Teilen der Innenstadt eine Maskenpflicht unter freiem Himmel. Allerdings handelte es sich bei den Masken-Zonen um einen unübersichtlichen Flickenteppich. Nur an wenigen Orten in der Stadt gab es Schilder, die auf die Verpflichtung hinwiesen. Häufig war den Pariserinnen und Parisern gar nicht klar, wo nun Maskenpflicht herrschte und wo nicht.

(Bild: Keystone)
Salathé kritisiert Corona-Krisenmanagement von Bund und Kantonen

Der Epidemiologe Marcel Salathé kritisiert das Krisenmanagement von Bund und Kantonen. Das Testen und das Contact-Tracing von Corona-Fällen funktioniere in der Schweiz überhaupt nicht. Es dauere alles viel zu lange.

Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Herdenimmunität bei Coronavirus nur durch Impfung sicher

Die Weltbevölkerung kann nachhaltig vor dem Coronavirus nur durch umfangreiche Impfungen geschützt werden – das hat die Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Maria van Kerkhove, am Donnerstag betont. Es sei keine Option, auf eine umfangreiche Immunität dadurch zu hoffen, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Erreger infizieren.

Dafür müssten sich sehr viele Menschen infizieren, viele würden schwer krank und müssten in Krankenhäuser. «Herdenimmunität auf natürlichem Wege zu erreichen ist gefährlich, weil viele Menschen sterben würden», sagte sie.

 
1571 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen 1571 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1507.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 239 507 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 28.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9288. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 213 200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Trump verspricht Sieg über Coronavirus

US-Präsident Donald Trump hat beim Parteitag der Republikaner einen Sieg über das Coronavirus versprochen. «In den vergangenen Monaten wurden unsere Nation und unser gesamter Planet von einem neuen und mächtigen neuen Feind heimgesucht», sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Garten des Weissen Hauses. «Wir werden das Virus besiegen, die Pandemie beenden und stärker als je zuvor aus der Krise hervorgehen.» Trump stellte erneut einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus in Aussicht. «Wir werden vor dem Ende des Jahres oder vielleicht sogar schon früher einen Impfstoff herstellen.»

In den USA sind nach Statistiken der Universität Johns Hopkins mehr als 180’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Alleine in den ersten drei Tagen des viertägigen Parteitags kostete die Pandemie demnach rund 3’000 Menschen das Leben.

US-Präsident Donald Trump hat beim Parteitag der Republikaner einen Sieg über das Coronavirus versprochen. (Bild: Keystone)
Nach Anstieg der Corona-Fälle: Strenge neue Massnahmen in Havanna

Wegen einer Zunahme neuer Fälle verschärft Kuba die Anti-Corona-Massnahmen in der Hauptstadt Havanna. Unter anderem wird vom 1. bis zunächst zum 15. September eine Ausgangssperre zwischen 19 und 5 Uhr verhängt, wie Havannas Gouverneur Reinaldo García Zapata am Donnerstag im Staatsfernsehen mitteilte.

Minderjährige sollen sich ihm zufolge auch tagsüber nicht auf den Strassen und in den Parks aufhalten dürfen. Ein- und Ausreisen zwischen der Hauptstadt und dem Rest des Landes müssen zudem genehmigt werden. Um die Massnahmen durchzusetzen, werde die Polizeipräsenz in den Strassen erhöht.

In dem karibischen Inselstaat wurden bislang 3’806 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 92 Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert. Nach Lockerungen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus stieg zuletzt vor allem in Havanna die Zahl der Neuinfektionen.

Spaniens Regierung warnt Eltern vor Schulboykott: «Präsenzpflicht»

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen in Spanien hat die Zentralregierung die Eltern vor einem Schulboykott aus Angst vor dem Virus gewarnt. «Die Präsenz in den Klassenräumen ist Pflicht», sagte Bildungsministerin Isabel Celaá nach einem Treffen mit Vertretern der verschiedenen Regionen des Landes zur Vorbereitung des je nach Schultyp und Region für Anfang bis Mitte September angesetzten Neustarts des Unterrichts.

Bei dem Treffen wurden neben dem von vielen Elternverbänden abgelehnten Präsenzunterricht weitere Vorsichtsmassnahmen und Regeln beschlossen. So wird für Kinder ab sechs Jahren auf dem Schulgelände fast immer und überall Maskenpflicht gelten – auch dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Lehrer und Schüler werden sich täglichen Temperaturmessungen unterziehen müssen.

New Yorker Museum of Modern Art nach Corona-Pause wieder geöffnet

Nach fast sechsmonatiger Schliessung in der Corona-Krise hat das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) am Donnerstag seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Zahlreiche Menschen nahmen die Chance auf einen Besuch in dem renommierten Museum in Manhattan, das seine Einlasskapazität um rund drei Viertel verringert hat, gleich am ersten Tag wahr – unter Einhaltung von Hygiene-, Abstands- und Maskenregeln.

Seit Montag dürfen Museen in New York, die fast alle seit März geschlossen hatten, offiziell unter strengen Auflagen wieder öffnen – tun dies jedoch nur nach und nach. Auf das MoMA will am Wochenende das Metropolitan Museum folgen. Das Whitney Museum für amerikanische Kunst will am 3. September nachziehen, das Guggenheim-Museum sogar erst am 3. Oktober. Die Corona-Krise trifft die Kulturbranche der Stadt, die im Frühjahr eines der weltweiten Epizentren der Epidemie war, seit Monaten hart.

Frankreich zählt wieder so viele Neuinfektionen wie im April

Frankreich hat am Mittwochabend 5429 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das sind so viele Fälle wie zuletzt im April. Innerhalb der letzten sieben Tage lag die Zahl der Neuinfektionen bereits mehrfach weit über 4000.

Grossbritannien setzt Schweiz auf Quarantäne-Liste

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in der Schweiz müssen Personen, die von der Schweiz nach Grossbritannien reisen, dort in Quarantäne. Dies teilten die britischen Behörden nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien am Donnerstag mit.

Die Regelung gilt ab Samstag 05.00 Uhr Schweizer Zeit. Neben der Schweiz wurden Jamaika und Tschechien auf die Quarantäne-Liste gesetzt.

(Bild: Keystone)

Wenn die Infektionsrate eines Landes innerhalb innert einer Woche 20 Fälle pro 100’000 Personen übersteigt, kommt das Land auf die britische Liste. In der Schweiz liege diese Rate bei 21,2, also über dieser Schwelle, berichtete der britische Sender BBC.

Eilantrag gegen Verbot von Corona-Protest in Berlin eingereicht

Gegen das Verbot der am Samstag in Deutschlands Hauptstadt Berlin geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik haben die Organisatoren Widerspruch beim Verwaltungsgericht der Stadt eingelegt.

Ein entsprechender Eilantrag sei am Donnerstag per Fax eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher. Eine Entscheidung werde wahrscheinlich am Freitag fallen, hiess es. Zu der Kundgebung am Samstag hatte die Initiative Querdenken 711 22.000 Teilnehmer auf der Strasse des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor angemeldet.

Die Versammlungsbehörde der Polizei hatte diese grössere Demonstration und neun weitere kleinere Veranstaltungen am Mittwoch verboten. In der neunseitigen Verfügung begründete sie das Verbot mit dem Gesundheitsschutz für die Bevölkerung. Schon bei der letzten Demonstration am 1. August mit 30.000 Teilnehmern habe sich gezeigt, dass die meisten Menschen weder einen Sicherheitsabstand eingehalten noch Masken getragen hätten. Daher sei eine Versammlung von noch mehr erwarteten Menschen, die die Corona-Schutzmassnahmen im Alltag wie auch bei Demonstrationen ablehnten und ignorierten und so das Virus verstärkt verbreiten würden, zu gefährlich. Das Infektionsrisiko werde so «exponentiell gesteigert».

Belgien setzt drei weitere Schweizer Kantone auf Corona-Warnliste

Belgien hat seine orange Liste mit den Coronavirus-Risikogebieten auf drei weitere Kantone ausgeweitet. Neu umfasst die Liste 16 Kantone. Gemäss der orangen Liste des Königreichs gilt für die betroffenen Kantone «erhöhte Wachsamkeit» bei Reisen.

Bei den drei neu hinzu gekommenen Kantonen handelt es sich um Neuenburg, Schwyz und Zug. Bereits auf der Liste standen Appenzell-Ausserrhoden, Freiburg, Solothurn, Thurgau, Uri, Wallis, Basel-Stadt, Genf, Glarus, Luzern, Schaffhausen, die Waadt und Zürich.

Blick online meldete die Anpassung der Liste durch das belgische Aussenministerium am Donnerstag. Sie ist im Internet auf der Seite für auswärtige Angelegenheiten, Aussenhandel und Entwicklungszusammenarbeit des Königreichs Belgien aufgeschaltet. Belgien empfiehlt Quarantäne oder einen Coronavirus-Test nach der Rückkehr aus diesen Kantonen, erklärt beides aber nicht für obligatorisch.

Möglicherweise tausende Missbrauchsfälle bei Kurzarbeit

Der Bundesrat rechnet mit mehreren tausend Missbrauchsfällen im Zusammenhang mit Kurzarbeit in der Corona-Krise. Er will die Kontrollen laufend ausbauen.

Genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Gemäss der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation aus dem Nationalrat geht der Bundesrat aber davon aus, dass die Missbrauchsquote zwischen 1,5 und 3 Prozent liegt. Er stützt sich dabei auf die Erfahrungswerte der Arbeitslosenversicherung.

190’000 Betriebe mit Kurzarbeit

Derzeit sind rund 190’000 Betriebe in Kurzarbeit, wovon ungefähr 150’000 die Entschädigung tatsächlich in Anspruch nehmen dürften. Der Bundesrat schätzt die mögliche Zahl an Missbräuchen auf 2100 bis 4200. Derzeit könne aber noch keine Zwischenbilanz gezogen werden, schreibt er.

Der Bundesrat befürchtet zahlreiche Missbräuche bei der Kurzarbeit. (Bild: Keystone)

Zusätzlichen Handlungsbedarf zu den ohnehin verstärkten Kontrollen hinzu sieht der Bundesrat nicht. Kontrolliert wird aufgrund von Meldungen, zudem werden Stichproben gemacht. Die zuständige Behörde konzentriert ihre Mittel derzeit vollständig auf diese Kontrollen. Der Bundesrat plant, dafür ab nächstem Jahr zusätzliche Mittel freizumachen und auch externe Treuhandgesellschaften beizuziehen.

Fast 90 Prozent der Deutschen zufrieden mit Corona-Umgang

Eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge der Meinung, dass Deutschland im Umgang mit der Coronakrise seine Aufgaben gut erfüllt hat. 88 Prozent äusserten sich entsprechend, wie aus einer am Donnerstag in Washington veröffentlichten Befragung des Forschungsinstituts Pew in 14 Industriestaaten hervorgeht. Deutschland liegt – gleichauf mit Kanada – hinter Dänemark und Australien, wo sich 95 beziehungsweise 94 Prozent positiv über den Umgang ihres Landes mit der Krise äusserten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Titlis Bergbahnen planen nur «einzelne Kündigungen»

Die Titlis Bergbahnen wurden vom Corona-Lockdown hart getroffen und auch seit der Wiedereröffnung Anfang Juni kommen weit weniger Gäste als erhofft. Auf Massenentlassungen wollen die Engelberger aber vorerst verzichten.

Obwohl das Arbeitsaufkommen noch sehr gering sei, werde man mit Blick auf den wohl erhöhten Personalbedarf in der Wintersaison von Massenentlassungen absehen, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es im Herbst zu einzelnen Kündigungen komme.

Die Titlis-Bergbahnen wollen trotz Corona-Krise von Massenkündigungen absehen. (Bild: Keystone)

Seit der Wiedereröffnung verzeichne die Bahn einen markanten Besucherrückgang. Das Umsatzniveau bewege sich seither im Bereich von 20 bis 30 Prozent verglichen mit den Vorjahren. Und auch für das kommende Jahr wird laut Mitteilung noch nicht mit einer Normalisierung des internationalen Tourismusgeschäfts gerechnet.

Weiter über eine Million US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA bleibt auf hohem Niveau. In der Woche bis einschliesslich 22. August stellten etwas über eine Million Menschen einen Neuantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zu der Vorwoche, als die Zahl bei gut 1,1 Millionen lag, war dies ein leichter Rückgang.

Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der weltgrössten Volkswirtschaft wider. Vor der Pandemie hatte die Zahl selten über 100’000 pro Woche gelegen. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei für die USA historisch hohen 10,2 Prozent. Die anhaltend hohe Zahl zeigt, dass die Corona-Pandemie weiterhin einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft im Wege steht.

 

Die Arbeitslosigkeit steigt mit der Corona-Pandemie weiter an in den USA. (Bild: Keystone)

Die Zahl ist auch deswegen von Bedeutung, weil sich Republikaner und Demokraten noch immer nicht auf einen Ersatz für die ausgelaufene zusätzliche Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar pro Woche aus einem Corona-Hilfspaket vom März geeinigt haben.

Vertrag mit AstraZeneca sichert EU möglichen Corona-Impfstoff

Im Kampf gegen Corona hat sich die Europäische Union das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca gesichert. Der Vertrag mit dem Unternehmen sei nun unterschrieben und damit in Kraft, erklärte die EU-Kommission am Donnerstag. Sie hatte den Deal bereits vor Wochen angekündigt.

Der noch nicht abschliessend getestete Impfstoff könnte im Fall einer Zulassung für alle 27 EU-Staaten erworben und dann nach Einwohnerzahl und Bedarf verteilt werden. Auch Spenden an weniger wohlhabende Staaten seien denkbar. Kommissionschefin Ursula von der Leyen nannte den Vertrag mit AstraZeneca einen wichtigen Schritt hin zu dem Ziel, allen Europäern einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu sichern. Die Kommission verhandelt mit weiteren Herstellern über ähnliche Verträge, darunter Sanofi und GSK, Johnson&Johnson, Curevac und Moderna.

Frankreich will landesweite Ausgangsbeschränkungen verhindern

Frankreich will trotz des Wiederaufflammens der Coronavirus-Pandemie in dem Land eine neue landesweite Ausgangssperre vermeiden.

Das sei zu schaffen, wenn alle mitarbeiteten, sagte Premierminister Jean Castex am Donnerstag. «Je mehr Aktivitäten eingestellt werden, je mehr sich die wirtschaftliche und soziale Krise vertieft, desto dramatischer werden die menschlichen Folgen sein.»

Das Krankenhaussystem sei bereit für eine mögliche neue Welle was Betten, Masken, Medikamente und Beatmungsgeräte betrifft, so Castex. Eine Situation wie im Frühjahr solle jedoch unbedingt verhindert werden. Frankreichs Regierung hatte sich in der Vergangenheit bereits für regionale Beschränkungen ausgesprochen. So müssen etwa Bars und Restaurants in Marseille, das schwer getroffen ist, um 23 Uhr schliessen. Alle Hintergründe finden Sie hier.

Bund prüft mit Branche Machbarkeit einer Pandemieversicherung

Ein Vorstoss von Prisca Birrer-Heimo (SP/LU) fordert eine obligatorische Epidemie- beziehungsweise Pandemieversicherung im Schweizer Recht, sodass von Schliessungen betroffene Betriebe künftig geschützt wären. Der Bundesrat prüft eine Lösung.

Das nächste Mal, wenn düstere Zeiten die Schweiz ereilen, soll das Land besser geschützt sein: Der Bundesrat prüft eine Pandemieversicherung. (Bild: Keystone)

Der Bundesrat hat Verständnis für das Anliegen, für Pandemierisiken künftig eine bessere Absicherung zu bieten, schreibt er in seiner am Donnerstag publizierten Antwort auf die Motion. Verwaltungsintern und im Austausch mit der Branche seien im Finanzdepartement bereits Diskussionen über die Machbarkeit einer funktionierenden, praktikablen und kosteneffizienten Pandemieversicherung im Gang. Alles zum Thema lesen Sie hier.

US-Wirtschaft schrumpft etwas weniger als bislang angenommen

Die US-Wirtschaft ist im Frühjahr etwas weniger stark abgestürzt als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 31,7 Prozent zurück, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer zweiten Schätzung mitteilte.

Eine erste Schätzung hatte noch ein Minus von 32,9 Prozent ergeben. Trotz der leichten Aufwärtskorrektur bleibt es ein historischer Konjunktureinbruch.

Der Konsum, eine der tragenden Säulen der Konjunktur, brach wegen der Kontaktbeschränkungen im Frühjahr um 34,1 Prozent ein. Die Exporte stürzten wegen der weltweiten Rezession um 63,2 Prozent ab. Auch die Investitionen litten massiv unter den Folgen der Pandemie.

Eidgenössisches Musikfest 2021 abgesagt

Das Coronavirus macht auch dem Eidgenössischen Musikfest im kommenden Mai in Interlaken einen Strich durch die Rechnung. Die Veranstalter haben am Donnerstag die Mitte Mai 2021 geplante Grossveranstaltung abgesagt.

Das eidgenössische Musikfest 2021 in Interlaken wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. (Bild: Keystone)

«Nach aktuellen Erkenntnissen werden wir im Mai 2021 die Sicherheit der Musizierenden und der rund 100’000 Besucherinnen und Besucher nicht gewährleisten können», bedauert OK-Präsident Peter Flück die Absage in einer Mitteilung. Die Gesundheit aller Teilnehmer habe oberste Priorität.

Der Entscheid zur Absage wurde zusammen mit dem Schweizer Blasmusikverband getroffen. Das «Eidgenössische» kann nicht einfach um ein Jahr verschoben werden, denn dies würde den Turnus der Kantonalfeste im ganzen Land durcheinanderbringen. Die nächste ordentliche Austragung ist für 2026 geplant.

Sunrise kommt mit leichten Symptomen durch Corona-Krise

Sunrise hat den Höhepunkt der Corona-Pandemie im Frühling mit nur leichten Symptomen überstanden. Der zweitgrösste Telekomkonzern der Schweiz konnte Umsatz und Betriebsgewinn stabil halten. Seit den Lockerungen der Einschränkungen ist Sunrise wieder auf Wachstumskurs.

Im zweiten Quartal hat Sunrise trotz des wochenlangen Lockdowns den Umsatz ganz leicht um 0,3 Prozent auf 456 Millionen Franken steigern können. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) nahm indes um 1,4 Prozent auf 163 Millionen Franken ab.

Unter dem Strich sank der Reingewinn allerdings um 17 Prozent auf 21 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Der deutliche Rückgang liege an höheren Amortisationen und Steuern sowie an Wechselkurseffekten.

Bundesrat gegen systematische Corona-Tests

Der Bundesrat hält nichts von der Idee, die Verbreitung des Coronavirus mit grossflächigen Tests und repräsentativen Stichproben festzustellen. Er lehnt eine Motion der Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog mit dieser Forderung ab.

Grossflächige Tests oder das Testen von repräsentativen Bevölkerungs-Stichproben liefern seiner Meinung nach kein präzises Bild zur epidemiologischen Situation. Bei einer Stichprobe, die fast nur aus gesunden Personen bestehe, sei die Wahrscheinlichkeit für falsche Testergebnisse sehr hoch, schreibt er in der am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. Mehr zum Thema finden Sie hier.

 

Der Bundesrat lehnt es ab, grossflächiger auf das Coronavirus zu testen. (Bild: Keystone)

Neue Einschränkungen auf Mallorca: Strände werden nachts geschlossen

Zur Eindämmung der steigenden Corona-Infektionszahlen werden auf Mallorca neue Einschränkungen eingeführt: Unter anderem sollen nächtliche Strand- und Parkbesuche untersagt werden.

Über die am Mittwochabend in Palma angekündigten Restriktionen wollte die Regionalregierung der Balearen allerdings am Donnerstag weiter beraten. Sie sollen den Aussagen zufolge nach Möglichkeit schon am Freitag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

Vorerst kein Plantschen mehr im Dunklen: Im Kampf gegen das Coronavirus werden auf Mallorca die Strände während der Nacht geschlossen. (Bild: Keystone)

Auf den Balearen waren am Mittwoch 336 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie kletterte damit auf knapp 7000 Fälle – mehr als ein Drittel davon im August. Der Anstieg der Neuinfektionen sei «besorgniserregend», räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol ein. Sie sprach von einer «zweiten Welle» der Corona-Pandemie. Hinsichtlich der Einlieferungen von an Covid-19 erkrankten Patienten sei die Lage auf Mallorca und den anderen Inseln aber «deutlich besser», betonte Armengol. Weitere Informationen gibt es hier.

Donaueschinger Musiktage mit 22 Uraufführungen - weniger Tickets

Die Donaueschinger Musiktage in Deutschland, eines der weltweit wichtigsten Festivals für Neue Musik, tragen in diesem Jahr den Corona-Anforderungen Rechnung.

Dennoch werden vom 15. bis 18. Oktober 22 Uraufführungen und vier Klanginstallationen geboten, wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten.

Nach 10 000 Besuchern im vergangenen Jahr ist diesmal mit deutlich weniger Zuhörern zu rechnen. Denn das Ticketangebot wurde wegen der Corona-Abstandsregeln stark reduziert. Der Kartenvorverkauf für das traditionsreiche Festival am Rande des Schwarzwalds startet am 1. September.

Lantal Textiles streicht 55 Stellen

Das Langenthaler Textilunternehmen Lantal muss 55 Mitarbeitenden kündigen. Die Corona-Pandemie hat bei dem auf Textilien für den internationalen Luft, Bahn- und Busverkehr spezialisierten Unternehmen zu einem Umsatzeinbruch geführt.

Bereits Anfang August zeichnete sich bei der stark exportorientierten Textilfirma eine Massenentlassung ab. Nach Ende der Konsultationsphase ist nun klar, dass sich Lantal von 55 Mitarbeitenden trennt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Neun Schüler an Kantonsschule Wettingen infiziert

Insgesamt neun Schülerinnen und Schüler aus sieben verschiedenen Abteilungen der Kantonsschule Wettingen sind seit dem vergangenen Wochenende positiv auf Covid-19 getestet worden. Die infizierten Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren befinden sich zu Hause in Isolation, wie das Aargauer Gesundheitsdepartement mitteilt.

In Wettingen müssen die Kantonsschülerinnen und Schüler für mindestens drei Wochen Masken tragen. (Bild: Keystone)

Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Als erste Sofortmassnahme hat der Rektor die sieben betroffenen Klassen umgehend in den Fernunterricht versetzt und die Maskentragpflicht in den Schulinnenräumen ausgeweitet. In der Folge mussten sich bisher 49 Schülerinnen und Schüler sowie 40 familiäre und ausserschulische Kontaktpersonen in die zehntägige Quarantäne begeben. Um weitere Ansteckungen aller sich auf dem Schulareal bewegenden Personen zu vermeiden und eine weitere Ausdehnung des Kreises der Betroffenen zu unterbinden, habe die Kantonsärztin entschieden, ab sofort eine Maskenpflicht für das gesamte Schulareal der Kantonsschule Wettingen und für alle sich dort aufhaltenden Personen zu verfügen. Die Maskenpflicht gilt vorerst für drei Wochen. Weitere Hintergründe lesen Sie hier.

Deutschland: Keine kostenlosen Tests aus Nicht-Risikogebieten

In Deutschland haben sich Bund und Länder darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will dem Vernehmen nach aber an seinem Angebot für kostenlose Tests an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen festhalten, hiess es aus Teilnehmerkreisen. Im Freistaat können sich damit auch weiterhin Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen.

Merkel und die Ministerpräsidenten diskutieren unterdessen darüber, ob angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen schärfer als bisher vor Reisen in Risikogebiete gewarnt werden sollte.

Rekruten in Bière und Aarau dürfen nicht mehr in den Ausgang

In Bière und Aarau kam es trotz Corona-Tests beim Einrücken Covid-19-Ausbrüche. Nun dürfen alle Rekruten in den betroffenen Kasernen nicht mehr in den Ausgang. (Bild: Keystone)

In Bière sowie in Aarau dürfen die Rekruten nicht mehr in den Ausgang. Dies nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in den Kasernen: Zehn Armeeangehörige wurden in Bière positiv auf das Virus getestet, in Aarau waren es vier. Insgesamt sind mehr als 90 Rekruten in den beiden Kasernen in Quarantäne.

Die restlichen Rekruten werden ebenfalls von der Bevölkerung isoliert. So sind laut «Blick» das freie Wochenende sowie andere persönliche Urlaube gestrichen. Armeesprecher Stefan Hofer bestätigt dies der Zeitung. Nur in Härtefällen könne der zuständige Kommandant Ausnahmen bewilligen.

Bei den Rekruten selber herrsche Angst, wie «Blick» weiter schreibt. Ein Armeeangehöriger berichtet, dass alle Quarantäne-Fälle am gleichen Ort einquartiert seien. Auch würden Neuzugänge ständig unter die bisherigen Rekruten gemischt. «Die Gesundheit der Angehörigen der Armee hat oberste Priorität», sagt Sprecher Stefan Hofer. Infizierte würden umgehend isoliert, und deren Kontakte in Quarantäne geschickt. Positive Tests in der Quarantäne seien auf die vorherigen Kontakte mit dem ursprünglich Erkrankten zurückzuführen. Mehr zum Thema gibt es hier.

Zürcher Clubs drohen Schliessungen

Es bleibt unklar, ob am Donnerstagabend die Bars und Clubs im Kanton Zürich öffnen. Seit der ab heute Donnerstag geltenden Maskenpflicht im  Kanton gilt die Devise: «Ohne Maske keine Party» – Die Bar und Club Kommission Zürich (BCK) empfiehlt den Veranstaltern, bei Partys mit mehr als hundert Personen eine Maskenpflicht einzuführen, wenn die Distanzregel nicht eingehalten werden könne.

Wie «20 Minuten» berichtet, verbietet aber der Kanton Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Personen, wenn sie in einem geschlossenen Raum sind.  Bei Events, die teils in offenen, teils in geschlossenen Räumen stattfinden, liegt die Grenze bei 300. «Diese Vorgaben können nicht durch eine Maskenpflicht umgangen werden», sagt Andreas Melchior, Sprecher beim Kanton. Bei Nicht-Einhaltung drohen den Clubs Bussen von bis zu 10’000 Franken sowie durch den Kanton geschlossen zu werden. Die Kontrollen würden aber im Bewusstsein erfolgen, dass Gastronomie-Betriebe sich erst auf die neuen Verordnungen einstellen müssen.

Die Züricher Clubs unterliegen seit diesem Donnerstag strengeren Auflagen. Partys mit mehr als 100 Gästen können dazu führen, dass der Kanton die Clubs schliesst. (Bild: Keystone)

Mehrere Corona-Fälle bei Teleclub

Das Coronavirus suchte den Schweizer Pay-TV-Sender Teleclub heim. Wegen mehrerer Corona-Fälle fiel Moderator Roman Kilchsperger kurzfristig aus. Alles zum Thema lesen Sie hier.

361 neue Coronavirus-Infizierte innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb eines Tages 361 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Mittwoch waren es 383, am Dienstag 202 bestätigte Fälle und am Montag 157. Zudem ist eine weitere Person an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorben.

Mehr dazu hier.

Bundesrat budgetiert für 2021 Minus von 1,1 Milliarden Franken

Der Bundesrat budgetiert für 2021 ein Minus von 1,1 Milliarden Franken. Dieses Ergebnis sei angesichts des starken Konjunktureinbruchs im Jahr 2020 überraschend gut. Vor zwei Monaten hatte Finanzminister Ueli Maurer einen Fehlbetrag von 2 Milliarden Franken erwartet.

Es gebe mehrere Gründe für die besseren Zahlen, heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Botschaft zum Voranschlag 2021 des Bundes. Dazu gehört beispielsweise die bestehende Reserve beim Start der Budgetplanung von 1,1 Milliarden Franken, die zusätzliche Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 0,7 Milliarden Franken und die Verschiebung von Steuereinnahmen ins Jahr 2021 im Umfang von 2,4 Milliarden Franken.

Da der Handlungsspielraum ausreichend gross sei, würden die weiteren Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise im ordentlichen Haushalt budgetiert. Veranschlagt werden 1,6 Milliarden Franken. Allerdings seien weitere Massnahmen absehbar, beispielsweise für den öffentlichen Verkehr oder Skyguide. Der Bundesrat werde diese Kredite dem Parlament mit einer Nachmeldung zum Budget beantragen. Dadurch könne sich das budgetierte Ergebnis noch deutlich verschlechtern.

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Der Bundesrat budgetiert für das kommende Jahr ein Minus von 1,1 Milliarden Franken. Finanzminister Ueli Maurer hatte vor zwei Monaten noch mit einem Loch von 2 Milliarden gerechnet. (Bild: Keystone)
Lufthansa will weitere staatliche Rettungshilfen vermeiden

Die mit neun Milliarden Euro Staatsgeldern gestützte Lufthansa will ihrem Vorstandsmitglied Harry Hohmeister zufolge die Corona-Krise ohne neue staatliche Hilfen bewältigen. «Wir wollen nicht durchgefüttert werden, sondern unternehmerisch tätig sein», sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem «Spiegel».

«Wir wollen nicht noch einmal in eine Finanzierungsrunde mit der Bundesregierung gehen, um Strukturen zu erhalten, die unter den gegebenen Umständen nicht mehr zukunftsfähig sind.» Deshalb müssten Kosten und Investitionen sinken, womöglich weniger neue Flugzeuge von Airbus und Boeing abgenommen werden. Zudem ist Personalabbau nach Worten Hohmeisters unvermeidlich, denn die Airline-Gruppe sieht die Lage wegen der mit steigenden Corona-Infektionszahlen ausgeweiteten und verlängerten Reisewarnungen mittlerweile kritischer als vor zwei Monaten.

Bundesrat bekräftigt Rechtmässigkeit der verteilten Bussen am Zoll

Der Bundesrat wehrt sich gegen Kritik, Bussen für unerlaubte Grenzübertritte während der Corona-Krise ohne Rechtsgrundlage verteilt zu haben. Es habe nur wenige Fehler gegeben. Diese Fälle seien später mit den Betroffenen geregelt worden.

Das schreibt die Regierung in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Christian Dandrès (SP/GE). Dieser kritisierte, dass die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) gar nicht dazu befugt gewesen sei, an den Grenzkontrollstellen, die nicht geschlossen waren, den Schweizerinnen und Schweizern und den Inhaberinnen und Inhabern von Aufenthaltsbewilligungen den Grenzübertritt zu verbieten. Trotzdem seien gegenüber solchen Personen Bussen verhängt worden.

Der Bundesrat widerspricht: «Die EZV hat keine Bussen ohne Rechtsgrundlage ausgesprochen.» Die Einreise an den geöffneten Grenzübergängen sei für Schweizer Bürgerinnen und Bürger oder Reisende mit schweizerischem Aufenthaltstitel stets erlaubt gewesen.

Der Bundesrat rechtfertigt das Regime an den Schweizer Grenzen während der Corona-Krise: Es seien keine Bussen ohne Rechtsgrundlage ausgesprochen worden. (Symbolbild: Keystone)
Merkel: Mindestbussgeld von 50 Euro für Verstösse gegen Maskenpflicht

Angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland soll nach den Vorstellungen von Kanzlerin Angela Merkel vorerst auf weitere Öffnungsschritte verzichtet werden.

Die Hygiene-Regeln seien unbedingt einzuhalten, und bei Verstössen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bussgeld erhoben werden, heisst es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der 16 deutschen Länder am Donnerstag.

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Die Hygiene-Regeln seien unbedingt einzuhalten, und bei Verstössen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bussgeld erhoben werden, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone)
Spanische Regierung sieht Wirtschaft wieder auf Erholungskurs

Die spanische Regierung sieht die heimische Wirtschaft nach der Corona-bedingten Rekord-Rezession im Frühjahr wieder auf Erholungskurs. «Was wir tun müssen, ist, die Coronavirus-Ausbrüche weiter unter Kontrolle zu halten, damit dieser Trend anhält», sagte Wirtschaftsministerin Nadia Calvino am Donnerstag dem Fernsehsender Antena 3. Besonders schwer betroffene Branchen wie Tourismus und Gastronomie bräuchten noch länger, um sich von der Krise zu erholen.

Das Bruttoinlandsprodukt war von April bis Juni um 18,5 Prozent eingebrochen, da strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung die Wirtschaft lahmlegten.

Rolls-Royce will Geschäftsteile abstossen

Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce will sich nach einem Milliardenverlust in der Corona-Krise von Geschäftsteilen trennen, um wieder zu Geld zu kommen. Der Verkauf von Beteiligungen wie dem spanischen Hersteller ITP Aero könne mehr als zwei Milliarden britische Pfund (2,2 Mrd Euro) einbringen, teilte der Rivale von General Electric, Pratt & Whitney und der Münchner MTU am Donnerstag in London mit.

Angesichts der schweren Krise, in die die Pandemie die gesamte Luftfahrtbranche gestürzt hat, versucht Rolls-Royce-Chef Warren East die Bilanz des Konzerns zu stärken. Einschliesslich ungenutzter Kreditlinien verfügte Rolls-Royce Ende Juni über eine Liquidität von 6,1 Milliarden Pfund. Seitdem hat sich das Unternehmen einen weiteren Kredit über 2 Milliarden Pfund gesichert.

Der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce will sich nach einem Milliardenverlust in der Corona-Krise von Geschäftsteilen trennen, um wieder zu Geld zu kommen. (Symbolbild: Keystone)
Deutsche Wirtschaft steigert Umsatz den dritten Monat in Folge

Industrie, Bau, Handel und Dienstleister in Deutschland haben ihren Umsatz im Juli den dritten Monat in Folge gesteigert. Die gewerbliche Wirtschaft nahm zusammen 1,9 Prozent mehr ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Der um verzerrende Saison- und Kalendereinflüsse bereinigte Umsatz liege aber noch um 5,0 Prozent niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Die Chancen stehen gut, dass die Erholung anhält. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hellte sich im August bereits den vierten Monat in Folge auf, ergab eine Umfrage des Ifo-Instituts unter 9000 Unternehmen.

US-Gesundheitsbehörde weicht Corona-Test-Richtlinien auf

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre Richtlinien aufgeweicht, wer sich einem Coronavirus-Test unterziehen sollte. Laut Medienberichten erfolgte dieser Schritt auf Druck von Präsident Donald Trump.

Bislang empfahl das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) grundsätzlich einen Test für alle, die engen Kontakt zu einem mit Corona infizierten Menschen hatten. Dies sei notwendig, weil auch Menschen ohne Krankheitssymptome das Virus weiterverbreiten könnten.

Seit dieser Woche heisst es auf der CDC-Website, wer sich mindestens 15 Minuten lang nahe eines Infizierten aufgehalten habe, aber selbst keine Symptome zeige, brauche nicht notwendigerweise einen Test. Wurden bisher also auch Menschen ohne Symptome aufgerufen, sich einem Test zu unterziehen, wurde dies nun gestrichen.

Masken-Verweigerer in Frankreich sticht Kellner nieder

In Nordfrankreich hat ein Mann einen Kellner in einem Restaurant niedergestochen, nachdem dieser ihn zum Tragen einer Atemschutzmaske aufgefordert hatte. Als Tatverdächtiger wurde am Mittwoch nach Angaben der Polizei ein 29-Jähriger festgenommen. Der 30-jährige Kellner erlitt bei dem Vorfall in Le Havre in der Normandie eine schwere Brustverletzung. Sein Leben sei jedoch nicht in Gefahr, hiess es von der Polizei,

Der Täter hatte das am Strand gelegene Restaurant den Angaben zufolge in betrunkenem Zustand und ohne Maske betreten. Nachdem der Kellner ihn zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert hatte, verliess der 29-Jährige demnach zunächst das Lokal, kehrte dann aber zurück und stach dem Kellner mit einem Messer in die Brust.

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In einem Restaurant in Nordfrankreich wurde ein Kellner von einem Masken-Verweigerer mit einem Messer niedergestochen. (Symbolbild: Keystone)
Lockdown im Gazastreifen wird um 72 Stunden verlängert

Nach dem Bekanntwerden weiterer Corona-Fälle ausserhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen wird ein Lockdown im Gazastreifen vorerst um 72 Stunden verlängert. Dies teilte ein Vertreter des von der islamistischen Hamas geführten Innenministeriums am späten Mittwochabend mit. Eine weitere Verlängerung behielt sich das Ministerium vor.

Am Montag waren in dem Palästinensergebiet erstmals Corona-Fälle ausserhalb von Quarantäne-Einrichtungen festgestellt worden. Die Hamas-Regierung hatte daraufhin einen zweitägigen Lockdown in dem dicht besiedelten Gebiet verhängt. Am Mittwoch wurden weitere solcher Infektionen gemeldet.

Im Gazastreifen wurde der Lockdown wegen weiterer Corona-Fälle vorerst um 72 Stunden verlängert. (Bild: Keystone)

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Entgegen vieler Befürchtungen verlief die Pandemie aber dort bislang glimpflich.

Kalifornien will tägliche Zahl an Corona-Tests verdoppeln

Nach dem Anstieg von Coronavirus-Neuinfektionen will Kalifornien seine Testkapazitäten deutlich ausbauen. Der US-Westküstenstaat werde die tägliche Zahl der Tests in den nächsten Monaten verdoppeln, kündigte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch (Ortszeit) an. Ein neues Laboratorium solle täglich 150’000 zusätzliche Tests vornehmen und innerhalb von 24 bis 48 Stunden die Resultate liefern.

Derzeit würden in Kalifornien täglich etwa 100’000 Tests durchgeführt, doch die Wartezeit für Ergebnisse liege im Schnitt bei sieben Tagen, sagte Newsom.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat – mit knapp 40 Millionen Einwohnern – fast 11 Millionen Tests durchgeführt worden. Nach Angaben vom Mittwoch gibt es in Kalifornien bislang mehr als 680’000 bekannte Corona-Fälle, gut 12’500 Menschen sind an einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Brasilien: Mehr als 47'000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Brasilien hat ein halbes Jahr nach dem ersten Corona-Fall mehr als 47’000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Damit haben sich insgesamt mehr als 3,7 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. 1’085 Tote wurden zwischen Dienstagabend und Mittwochabend erfasst, 117’665 Patienten sind in dem grössten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben.

Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so gross wie Deutschland.

Schweizer Wirtschaft im zweiten Quartal um 8,2 Prozent geschrumpft

Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Folgen der Corona-Pandemie regelrecht eingebrochen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ging zwischen April und Juni 2020 gegenüber dem Vorquartal um 8,2 Prozent zurück. Es handelt sich damit um den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung von Quartalszahlen im Jahre 1980.

Die Wirtschaftsaktivität im Inland sei im Zuge der Pandemie und der Eindämmungsmassnahmen stark eingeschränkt gewesen, schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in seiner Mitteilung vom Donnerstag. Gleichzeitig sei die Weltwirtschaft in eine scharfe Rezession gestürzt.

Über Corona-Regeln gestolpert: EU-Handelskommissar tritt zurück

Neun Monate nach Amtsantritt muss EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen einen zentralen Posten neu besetzen: Handelskommissar Phil Hogan ist nach Verstössen gegen Corona-Regeln in seiner Heimat Irland zurückgetreten. Wer ihm nachfolgt und ob von der Leyen Aufgaben in ihrem Team neu verteilt, könnte bereits an diesem Donnerstag klarer werden. Der Posten ist deshalb so wichtig, weil die EU-Kommission für die Handelspolitik der 27 Staaten zuständig ist und Abkommen mit Partnern weltweit aushandelt.

Hogan hatte bei einem Heimatbesuch in Irland vom 31. Juli bis 22. August aus Sicht der irischen Regierung mehrere Pandemie-Auflagen verletzt, darunter Quarantänepflichten und Bewegungseinschränkungen. Die Affäre begann mit einem illustren Dinner in einem Golfclub, an dem etwa 80 Personen teilgenommen hatten – und damit mehr als zulässig. Auch wurde Hogan nach eigenen Angaben mit dem Handy am Steuer erwischt. Der 60-Jährige hatte sich tagelang verteidigt und Vorwürfe nur nach und nach eingeräumt. Als immer neue Details bekannt wurden, rückte nicht nur die irische Regierung von ihm ab, sondern auch von der Leyen.

EU-Handelskommissar Phil Hogan ist nach Verstössen gegen Corona-Regeln in seiner Heimat Irland zurückgetreten – hier im Bild mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. (Archivbild: Keystone)

Hogan begründete seinen Rücktritt in einer Erklärung vom Mittwochabend unter anderem so: «Es wurde immer klarer, dass die Kontroverse wegen meines jüngsten Besuchs in Irland von meiner Arbeit als EU-Kommissar ablenkte und meine Arbeit in den wichtigen nächsten Monaten untergraben würde.» Er bedaure den Wirbel um seine Irland-Reise zutiefst und entschuldige sich für die gemachten Fehler. Er sei sich der Schwere der Pandemie bewusst und verstehe die Wut der Betroffenen, wenn Amtsträger die Standards nicht einhielten, erklärte er schriftlich.

Wirkungslosigkeit von Hydroxychloroquin bestätigt

Kurz nach Ausbruch der Corona-Krise wurden viele Patienten mit dem Malariamittel Hydroxychloroquin behandelt. Über dessen Wirksamkeit kamen jedoch schnell Zweifel auf, da Analysen zu widersprüchlichen Ergebnissen führten.

Nun werteten Forschende mit Beteiligung der Universitäten Neuenburg und Lausanne 29 Studien mit insgesamt 33’000 Patienten aus. Sie kamen zum Schluss, dass Hydroxychloroquin allein die Sterblichkeit von hospitalisierten Patienten nicht beeinflusst. Weder verringere noch erhöhe das Medikament das Sterberisiko.

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UNO: Ein Drittel der Schulkinder in Corona-Krise ohne Fernunterricht

Mindestens ein Drittel aller Schulkinder der Welt hat einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks Unicef zufolge in der Corona-Krise nicht an Fernunterricht teilnehmen können. Rund 463 Millionen Kindern weltweit sei es während der Corona-bedingten Schliessungen ihrer Schulen nicht möglich gewesen, an jeglicher Art des Fernunterrichts zu partizipieren, hiess es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

In grossen Teilen Afrikas seien es beispielsweise fast die Hälfte aller Schulkinder gewesen, in Teilen Asiens und Europas rund ein Drittel. Am stärksten betroffen gewesen seien die jüngsten Schulkinder, sowie Kinder aus armen Haushalten und ländlichen Regionen.

Zeitweise seien in der ersten Jahreshälfte bis zu 1,5 Milliarden Kinder von Schulschliessungen betroffen gewesen, hiess es weiter. «Die blosse Zahl dieser Kinder, deren Bildung monatelang komplett unterbrochen war, stellt einen globalen Bildungsnotfall dar», sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. «Die Auswirkungen könnten in Gesellschaft und Wirtschaft noch jahrzehntelang zu spüren sein.»

Mindestens ein Drittel aller Schulkinder der Welt hat einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks Unicef zufolge in der Corona-Krise nicht an Fernunterricht teilnehmen können. (Symbolbild: Keystone)
Positiver Corona-Test bei Métral – fünf Schweizer in Quarantäne

Der Schweizer Beachvolleyballer Quentin Métral ist im Nachgang an das World Tour-Turnier im österreichischen Baden am letzten Wochenende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie Swiss Volley schreibt, mussten sich ausser Quentin Métral mit dessen Partner Yves Haussener sowie den EM-Teilnehmern Adrian Heidrich, Marco Krattiger und Florian Breer aus Sicherheitsgründen vier weitere Schweizer in Quarantäne, respektive Selbstisolation begeben.

(Bild: Keystone)

Queentin Métral ist gemäss dem Schweizer Verband symptomfrei und hatte vor dem Turnier noch einen negativen Test vorgewiesen. Er und Yves Haussener standen in Baden als Dritte auf dem Podest des Einsterne-Turniers, das als Hauptprobe für die EM im lettischen Jurmala (15 bis 20. September) galt.

Gemeinsam mit den ebenfalls erfolgreichen Nina Betschart/Tanja Hüberli und Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré (1. und 2. bei den Frauen) sowie Mirco Gerson/Adrian Heidrich (2. bei den Männern) posierte das Duo nach den «Schweizer Festspielen» (Swiss Volley) in Österreich (ungeschützt) auf dem Siegerfoto.

Kei Nishikori nicht an den US Open

Kei Nishikori verzichtet auf eine Teilnahme an den US Open. Der 30-jährige Japaner verkündete sein Forfait zehn Tage nachdem er sich an seinem Wohnsitz in Florida wegen eines positiven Corona-Tests in Quarantäne begeben hatte. Der Test sei inzwischen negativ, Spiele über fünf Gewinnsätze nach dieser langen Trainingspause aber wenig sinnvoll, erklärte der US Open-Finalist von 2014.

Das Grand Slam-Turnier in New York beginnt am kommenden Montag. Die prominentesten Abwesenden bei den Männern sind Roger Federer und Rafael Nadal.

Flavio Briatore positiv getestet

Der ehemalige Formel 1-Manager und Vater von Heidi Klums Tochter Leni (16) Flavio Briatore hat am Mittwoch auf Instagram ein Selfie aus dem Spitalbett gepostet und es nur wenig später wieder gelöscht.

(Screenshot: Instagram)

«Es geht mir gut», schreibt der 70-Jährige aus seinem Spitalbett in San Raffaele in Mailand in einer Story an seine über 800’000 Follower. Dort liegt er auch wegen einer Prostataentzündung, von der er sich laut eigenen Angaben erholen muss.

Das italienische Portal Fanpage berichtete am Mittwoch, dass sich Briatore mit dem Coronavirus angesteckt habe.

Jordanien kündigt 24-stündige Ausgangssperre an

Die jordanische Regierung hat für Freitag, 28. August 2020, eine 24-stündige Abriegelung der Hauptstadt Amman und der nordöstlich davon gelegenen Stadt Sarka angekündigt. Der «umfassende Lockdown» solle die Ausbreitung des Virus verlangsamen und den medizinischen Teams ermöglichen, so viele Verdachtsfälle wie möglich zu testen, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch.

Innerhalb der 24 Stunden sollen alle Geschäfte geschlossen bleiben. Bis auf wenige Ausnahmen mit Sondergenehmigungen, Arbeiter etwa, darf niemand das eigene Haus oder die eigene Wohnung verlassen.

Tunesien: Steigende Corona-Infektionen wegen Hochzeitsfeiern

Das tunesische Gesundheitsministerium macht Hochzeiten für die aktuell steigenden Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus in Teilen des Landes verantwortlich. Die Feierlichkeiten seien der Hauptgrund für die Ausbreitung der des Virus in mehreren Regionen, hiess es am Mittwoch aus Kreisen des Gesundheitsministeriums.

Auch der Direktor des Zentrums für neu auftretende Krankheiten, Nasaf Ben Alia, verwies nach dem Anstieg der Infektionszahlen in Regionen wie Gabes, El Kef und Kairuan auf Hochzeiten. Diese werden in Tunesien gerne gross und vor allem im Sommer gefeiert.

Aussser an Hochzeiten sei es zudem vermehrt in Fabriken zu einem stärkeren Infektionsanstieg gekommen, sagte Nasaf Ben Alia. Er warnte vor weiter steigenden Zahlen.

Zürcher Clubs führen Maskenpflicht ein

An Partys mit über 100 Menschen gilt in Zürcher Clubs ab Donnerstag eine Maskenpflicht. Die zuständige Komission macht deutlich: «Ohne Maske – keine Party». Mehr dazu hier.

An Partys in Zürich, bei denen mehr als 100 Personen anwesend sind, müssen ab Donnerstag Masken getragen werden. (Symbolbild: Keystone)
Deutschland verlängert Reisewarnung für Touristen

Für mehr als 160 Länder ausserhalb der EU hat Deutschland die bestehende Reisewarnung verlängert. Bis zum 14. September bleibt sie noch erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. (Symbolbild: Keystone)
Neun infizierte Armeeangehörige in Bière VD

Ein Rekrut der Artillerie- und Aufklärungs-Rekrutenschule in Bière wurde am 18. August mit leichten Erkrankungserscheinungen und aufgrund eines positiven Covid-19-Tests in Isolation gebracht. Das daraufhin in Gang gesetzte Contact Tracing ergab letztlich, dass sich insgesamt neun Rekruten mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das berichtet am Mittwochnachmittag der Blick.

(Bild: Keystone)

Ausserdem wurde bekannt, dass sich «der erste Fall höchstwahrscheinlich im zivilen Umfeld angesteckt hat», sagte Armeesprecher Stefan Hofer gegenüber der Zeitung. Weiter teilte er mit, dass sich aktuell armeeweit 18 Infizierte in Isolation und 89 Angehörige der Armee in Quarantäne befänden. Diese Fälle verteilten sich auf neun Formationen.

Das WEF ist 2021 abgesagt

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos wir nächstes Jahr wegen Corona nicht durchführt. Dies bestätigt der geschäftsführende Direktor des WEF, Alois Zwinggi, gegenüber Radio Südostschweiz.

Update folgt…

Deutschland verlängert Reisewarnung für mehr als 160 Länder

Die deutsche Regierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder ausserhalb der Europäischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verlängert.

Das wurde am Mittwoch in der Kabinettssitzung entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Aussenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine Reisewarnung für Touristen für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen – ein einmaliger Vorgang. Im Juni wurden die Länder der Europäischen Union, des grenzkontrollfreien Schengen-Raums sowie Grossbritannien, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat ausgenommen. Später kamen noch Teile der Türkei hinzu.

Maas hatte die Reisewarnung ausgesprochen. (Bild: Keystone)
Armee bald wieder an der Grenze?

Bundesrat Ueli Maurer hat heute am Rande einer Pressekonferenz in Bern angekündigt, dass die Armee wieder an der Grenze helfen müsste, falls wegen dem Coronavirus wieder flächendeckende Grenzkontrollen zu Frankreich nötig wären.

(Video: Keystone)

Auswirkungen der Coronakrise massiver als der Finanzkrise 2009

Die Coronakrise hat nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schlimmere Auswirkungen auf die Wirtschaft als die Finanzkrise 2009.

Die OECD-Mitgliedsstaaten erlitten demnach im zweiten Quartal dieses Jahres einen bisher beispiellosen wirtschaftlichen Rückgang von 9,8 Prozent, teilte die Organisation am Mittwoch in Paris mit. Die Folgen der coronabedingten Einschränkungen übertrafen damit den Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts während der Finanzkrise 2009. Damals sei das BIP der OECD-Staaten im Durchschnitt um 2,3 Prozent geschrumpft.

Die Wirtschaft wird von der Coronakrise sehr hart getroffen. (Symbolbild: Keystone)
Der Bund hat sich betreffend der Situation in Frankreich noch nicht entschieden

Frankreich zählt mehr als 60 Corona-Fälle auf 100’000 Einwohner. Das Land müsste demzufolge eigentlich auf der Risikoliste des Bundes stehen. Doch der Bund hat noch keinen Entscheid gefällt und prüft die Lage weiter, berichtet der Blick. Ob und wann ein Entscheid dazu fällt, ist offen. «Über die Liste entscheidet nicht der Gesamtbundesrat, sondern das Innendepartement, in Zusammenarbeit mit dem Justizdepartement», betont Bundesratssprecher André Simonazzi. Es gebe diesbezüglich keinen Automatismus.

Von einer Quarantänepflicht wären Zehntausende französische Grenzgänger betroffen. Für sie bräuchte es eine klare Regelung. Politiker in der Romandie pochen darauf, dass eine pragmatische Lösung gefunden wird.

Quarantäne-Ausnahme für VMA

Die Video Music Awards beantragen für die Auftritte internationaler Stars in New York eine Ausnahmeregelung für die geltende Quarantände-Pflicht. Mehr dazu hier.

Bundesrat verlängert Corona-Massnahmen

Der Bundesrat beschlossen, dass das Einkommen aus einer Zwischenbeschäftigung weiterhin nicht an die Kurzarbeitsentschädigung angerechnet werden muss.

Auch Mehrstunden, welche sich ausserhalb der Kurzarbeitsphase angesammelt haben, müssen vorläufig nicht abgezogen werden. Diese Regelung gilt bis Ende Jahr. Hintergrund ist der Entscheid des Bundesrats vom Mitte August, das vereinfachte Verfahren für Kurzarbeitsentschädigung bis Ende Dezember beizubehalten. Diese Regelung wäre Ende August ausgelaufen.

383 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb eines Tages 383 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Das ist ein deutlicher Anstieg: Am Dienstag gab es 202 bestätigte Fälle, am Montag 157 und am Sonntag 276.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 40’645 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Mittwoch mitteilte. (Symbolbild: Keystone)

Im Vergleich zum Vortag kam es zu acht neuen Spitaleinweisungen. Damit mussten seit Anfang der Pandemie 4514 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb seit Dienstag unverändert bei 1723.

Lidl Schweiz führt Maskenpflicht im ganzen Unternehmen ein

Die Maskenpflicht gilt ab diesem Freitag und gilt für alle 145 Filialen und Büros. Hintergrund sind die steigenden Corona-Fallzahlen.

Kanton Wallis führt Maskenpflicht in Geschäften ein

Der Walliser Staatsrat hat beschlossen, ab Montag 31. August eine Maskenpflicht in Läden und Shops einzuführen, berichtet. Auch die Bereitstellung von hydro-alkoholischen Lösungen für die Kunden zur Desinfektion ist ab dann obligatorisch.

Maske auf in Geschäften heisst es bereits in den Kantonen Basel-Stadt, Waadt, Genf, Jura, Zürich, Freiburg und Neuenburg.

Höchststand von Neuinfektionen in Israel seit Ende Juli

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen ist in Israel erneut gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden am Vortag 1’943 Fälle gemeldet – so viele hat es in dem Mittelmeerland seit dem 29. Juli nicht mehr gegeben. Es wurden aber auch mehr als 32’000 Tests gemacht. Im Vergleich zu den vorherigen Tagen sind dies sehr viele.

Kantone bekämpfen Quarantänepflicht für französische Grenzgänger

Noch wurde Frankreich nicht der Liste von Covid-19-Risikoländern hinzugefügt. Das soll auch so bleiben, betonen Politiker aus der Romandie gegenüber dem Tages-Anzeiger. Für deren Wirtschaft sei die Einführung einer automatischen und umfassenden Quarantäne verheerend. Mehr dazu hier.

Ein Grenzübergang in Genf. (Bild: Keystone)
Massiver Superspreader-Event in den USA

In der US-Stadt Boston könnte ein sogenannter Superspreading-Event für bis zu 20’000 Coronavirus-Fälle verantwortlich sein. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie der Harvard Universität. Diese führten für eine Studie genetische Analysen von Coronavirus-Proben im Bundesstaat Massachusetts durch. Sie wollten damit die Auswirkung von frühen Superspreading-Events auf die Pandemie in der Region untersuchen.

Bei der Untersuchung stellten sie fest, dass viele Personen, die sich mit dem Virus angesteckt hatten, entweder selber an der Konferenz waren, oder mit jemanden in Verbindungen stehen, der dort war. Bei der betroffenen Veranstaltung handelte es sich um eine Biotech-Konferenz mit rund 200 Teilnehmern Ende Februar – ein Zeitpunkt, zu dem das Virus in den USA noch kaum ein Thema war. «Da es zu Beginn der Pandemie passierte, hatte das Virus die Möglichkeit, sich weit zu verbreiten – bevor Lockdown sowie Social Distancing und das Tragen von Masken ein Thema waren», sagte eine der beteiligten Forscherinnen gegenüber CNN.

Berlin verbietet Corona-Demonstrationen am Wochenende

Mehrere Demonstrationen in Berlin gegen Corona-Massnahmen der Regierung dürfen am Wochenende nicht stattfinden, berichten deutsche Medien. Die Verbote werden damit begründet, dass es bei dem zu erwartenden Kreis der Teilnehmenden zu Verstössen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung kommen werde. Die Versammlungen von Anfang August hätten gezeigt, dass die Teilnehmenden sich «bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen hinweggesetzt haben».

Ein Teilnehmer einer Berliner Corona-Demonstration. (Bild: Keystone)
Coronakrise hebelt Luzerner Schuldenbremse aus

Die Coronakrise hat gravierende Auswirkungen auf den Luzerner Staatshaushalt. Der Regierungsrat budgetiert für 2021 ein Defizit von 49,8 Franken. Das sind 20,9 Millionen Franken mehr als die Schuldenbremse zulässt.

Um eine Steuererhöhung und ein Sparpaket zu vermeiden, werde er die Schuldenbremse für ein Jahr gelockert, teilte der Regierungsrat am Mittwoch mit. Es wäre unrealistisch, kurzfristig das Budget um über 20 Millionen Franken zu verbessern.

Die Luzerner Schuldenbremse verlangt unter anderem, dass das Budgetdefizit nicht grösser sein darf als vier Prozent des Bruttoertrags einer Steuereinheit. Durch die Aussetzung der Vier-Prozent-Regel sei der zulässige Aufwandüberschuss für das Budget 2021 nicht begrenzt, hiess es weiter.

Luzern während dem Lockdown. (Bild: Keystone)
Kanton Freiburg führt Maskenpflicht ein

Im Kanton Freiburg gilt ab Freitag für Personen ab zwölf Jahren in Läden eine Maskenpflicht. Das hat die Kantonsregierung beschlossen. Auch das Verkaufspersonal muss eine Gesichtsmaske tragen, sofern es nicht durch eine Scheibe geschützt ist.

Für das Servicepersonal in Restaurants, Bars und Diskotheken gilt ebenfalls eine Maskentragpflicht, wie einer Mitteilung der Freiburger Kantonsverwaltung vom Mittwoch zu entnehmen ist. Mehr dazu hier.

1'576 Covid-Fälle in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1’576 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Dienstag waren es 1’278. Am Samstag war mit 2’034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2’000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6’000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1’000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Eine Teststation in Bayern. (Bild: Keystone)
Erste Welle in grossen Teilen Afrikas überwunden

Der afrikanische Kontinent könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Höhepunkt der Corona-Pandemie hinter sich gelassen haben. Es sei zu sehen, dass so etwas wie ein Höhepunkt erreicht worden sei.

Nun gingen die täglich gemeldeten neuen Fallzahlen im afrikanischen Kontinent herunter, sagte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, am Dienstag bei einer Videokonferenz afrikanischer Gesundheitsminister. Es gebe allerdings einige wenige afrikanische Länder wie Namibia, in denen die Zahl der täglichen Neuinfektionen derzeit steige.

Schulkinder beim Social Distancing in Johannesburg, Südafrika. (Bild: Keystone)
Präsidenten-Sohn Flávio Bolsonaro mit Corona infiziert

Der brasilianische Präsidenten-Sohn Flávio Bolsonaro ist nach eigener Aussage positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe keine Symptome und behandle zu Hause mit Hydroxychloroquin und Azithromycin, schrieb der Senator am Dienstag auf Twitter.

Vor ihm waren bereits sein Vater Jair Bolsonaro, dessen Frau Michelle und ein weiterer Sohn Corona-positiv getestet worden. Michelle Bolsonaros 80-jährige Grossmutter war Anfang des Monats im Zusammenhang mit der Atemwegs-Erkrankung Covid-19 gestorben. Brasilien, ein Staat mit rund 210 Millionen Einwohnern, ist das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land nach den USA. Fast 3,7 Millionen Menschen haben sich mit Corona infiziert, mehr als 115’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil sehr wenig getestet wird. Präsident Bolsonaro steht wegen seines laxen Umgangs mit der Pandemie seit langem in der Kritik. Er bezeichnete die Krankheit Covid-19 immer wieder als «leichte Grippe» und stemmte sich gegen Schutzmassnahmen.

Das Malariamittel Hydroxychloroquin pries er zur Covid-19-Behandlung an, obwohl positive Auswirkungen nicht erwiesen sind und die Substanz starke Nebenwirkungen hat.

Maskenpflicht und Sperrstunde in Marseille

Frankreichs zweitgrösste Stadt Marseille verschärft im Kampf gegen das Coronavirus die Schutzmassnahmen. Von Mittwochabend an gilt in der Hafenstadt am Mittelmeer Maskenpflicht, berichteten mehreren Medien am Dienstag unter Berufung auf die zuständige Präfektur.

Ausserdem müssen Bars, Restaurants und Geschäfte um 23 Uhr schliessen. Die strengeren Regeln sollten zunächst bis Ende September gelten, berichtete die Nachrichtenplattform Franceinfo. Das Tragen einer Maske sei auch für Kinder über elf Jahren verpflichtend.

In der südfranzösischen Stadt wird durchgegriffen. (Bild: Unsplash)
Frankreich meldet erneuten Anstieg der Infektionszahlen

Das französische Gesundheitsministerium meldet am Diensta 3’304 neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Am Montag waren es noch 1’995, am Sonntag jedoch mit 4’897 erheblich mehr. Insgesamt sind seit der Pandemie in Frankreich 248’158 Personen an Covid-19 erkrankt.

Usain Bolt laut Minister Corona-positiv

Beim ehemaligen Sprinter Usain Bolt ist ein Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Die Behörden hätten den achtfachen Olympiasieger darüber informiert, sagte der Gesundheitsminister von Bolts Heimatland Jamaika, Christopher Tufton, an einer Pressekonferenz. Bolt hatte zuvor in einem Video in sozialen Medien erklärt, er habe sich am Samstag testen lassen und sei vorsichtshalber in Quarantäne gegangen. Symptome habe er keine.

Sprintstar Usain Bolt mit Maske? Sicher nicht an der Party in Jamaike. Dieses Bild stammt aus dem Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in istanbul. (Keystone)

Am Freitag hatte Bolt seinen 34. Geburtstag in Jamaika gefeiert. Videos, die im Internet kursierten, zeigten eine Feier im Freien, allerdings trugen die Gäste keinen Mundschutz und hielten keinen Abstand zueinander. Unter ihnen waren Medienberichten zufolge Sportler wie die Fussballer Raheem Sterling von Manchester City und Leon Bailey von Bayer Leverkusen. Die Polizei ermittle zu der Party, erklärte Jamaikas Premierminister Andrew Holness.

Türkei lässt ab Oktober wieder Zuschauer in den Stadien zu

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen sollen Fussballspiele in der Türkei ab Oktober wieder eingeschränkt mit Zuschauern stattfinden. Das teilte der türkische Verband TFF mit. Die Stadionkapazität werde bis zu 30 Prozent ausgelastet. Zudem würden Vorsichtsmassnahmen getroffen, etwa werde am Eingang Fieber gemessen und müssten Abstandsregeln eingehalten werden, hiess es.

Die Süper Lig hatte die Saison 2019/20 wegen der Corona-Krise am 19. März bis auf Weiteres verschoben, am 12. Juni ohne Zuschauer wieder aufgenommen und am 26. Juli beendet. Die Sommerpause läuft noch bis zum 11. September. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich in der Türkei zuletzt wieder erhöht. Am Dienstag lag die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle bei 1500 am Tag.

Tausende Schweden wurden falsch positiv getestet

Das Schwedischen Gesundheitsbehörden gaben am Dienstag bekannt, dass 3’700 Personen ein falsches Corona-Test-Ergebnis ausgestellt wurde. Es seien alle positiv auf das Virus getestet worden, obwohl sie nicht infiziert waren. Der Fehler sei mit einem kommerziellen Schnelltest aus China gemacht worden. Betroffen waren zwei Labors.

Weniger Fälle als gedacht: In Schweden Schweden wurden 3’700 Personen falsch positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. (Symbolbild: Keystone)

Durch die Falschmeldungen wird nun die Statisik nachträglich angepasst. Am Dienstag wurden laut den Schwedischen Gesundheitsbehörden rund 86’900 Infizierte und 5’814 Tote gemeldet.

Bei steigenden Zahlen: München beschliesst Alkoholverbot

In München könnte schon bald der Alkohol-Hahn zugedreht werden. Denn die Stadt hat beschlossen, dass bei zunehmenden Corona-Fällen ein Alkoholverbot geltend gemacht wird. Steigt die Anzahl an Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf 35 steigen, tritt es in Kraft.

Das Münchner Oktoberfest wurde bereits wegen der Corona-Krise abgesagt. (Archivbild: Keystone)

Das Verbot schliesst ein Verkauf von alkoholischen Getränken ab 21 Uhr vor. Zudem darf im öffentlichen Raum ab 23 Uhr auch kein Alkohol mehr konsumiert werden. In den vergangenen sieben Tagen lag in der Landeshauptstadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohneram am Montag bei 30,92.

2,25 Millionen Downloads der Swiss Covid-App

Marcel Salathé, Mitglieder der «Swiss National Covid-19 Task Force» und Mitinitiator der Swiss Covid-App feiert auf Twitter das zweimonatige Bestehen der App. «2.25M Downloads in solch kurzer Zeit ist wahrscheinlich CH-Rekord?», fragt Salathé in die Runde.

Gleichzeitig erinnert der Epidemiology an der Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) daran, dass es genau ein halbes Jahr her sei, dass die Schweiz den ersten positivien Covid-19-Fall registrierte.

Spanien setzt nun auch das Militär gegen Corona ein

Angesichts rapide zunehmender Infektionszahlen setzt Spanien im Kampf gegen das Coronavirus nun auch das Militär ein. Neben anderen Massnahmen werde man das System zur Nachverfolgung der Infektionsketten mit 2’000 Soldaten verstärken, teilte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Dienstag in Madrid mit.

In den vergangenen Tagen wurden in Spanien jeweils weit mehr als 3000 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Noch im Juni – kurz vor Ende des Corona-Notstands mit strengem Lockdown – hatte diese Zahl unter Hundert gelegen. (Keystone)

Der sozialistische Politiker mahnte zur «Wachsamkeit und Gelassenheit». Probleme gebe es nur in einigen Regionen des Landes. «Wir müssen die Kontrolle übernehmen und diese zweite Kurve so schnell wie möglich bezwingen. Wir haben das bereits einmal geschafft und werden es sicher wieder schaffen», sagte Sánchez.

Sánchez wies darauf hin, dass die einzelnen Regionen des Landes falls nötig bei der Zentralregierung die Ausrufung des Notstandes zur Eindämmung des Virus beantragen dürften. Zur Kritik der konservativen Opposition, Madrid unternehme nicht genug im Kampf gegen die Pandemie, sagte er: «Wir leben in einem dezentralisierten Staat, die Zentralregierung kann nicht alles tun.» Mehr hier.

Detailhandel besorgt wegen Maskenpflicht

Der Detailhandel fürchtet einen Kundenrückgang, falls in der Schweiz eine allgemeine Maskenpflicht eingeführt werden sollte. Vor allem ist die Sorge gross, dass die Kaufkraft in ausländische Online-Shops abfliessen könnte.

Der Detailhandel befürchtet negative Konsequenzen durch eine allgemeine Maskenpflicht in der Schweiz. (Symbolbild: Keystone)

Die Swiss Retail Federation fordert die Kantone eindringlich auf, kritisch zu prüfen, ob die Einführung einer allgemeinen Maskenpflicht das richtige Instrument sei, um die Fallzahlen zu senken.

Swiss verzichtet bis Ende Jahr auf Umbuchungsgebühren

Die Swiss verzichtet auf Umbuchungsgebühren und stellt ihre Tickettarifstruktur bis Ende Dezember grundsätzlich um. Ab sofort sind sämtliche Tarife mehrfach gebührenfrei umbuchbar, wie die Airline am Dienstag mitteilte. Bereits seit dem Frühjahr war aufgrund der Corona-Pandemie eine einmalige gebührenfreie Umbuchung möglich.

Die derzeit geltenden Regelungen zur Absicherung im Falle einer Reisewarnung oder einer signifikanten Ausbreitung der Pandemie im Reiseland sowie das Rückflugversprechen werden bei der Swiss bis Ende September verlängert. (Keystone)

Die neue Regelung gelte weltweit sowohl bei Kurz-, Mittel- als auch bei Langstrecken sowie im «Light»-Tarif ohne aufgegebenes Gepäck für alle Neubuchungen, wie es weiter heisst. Damit komme man den Kunden im Sinne einer flexiblen Reisegestaltung noch stärker entgegen. Mehr hier.

Super Cup Bayern gegen Sevilla erstmals wieder mit Zuschauern

Die UEFA will beim Super Cup am 24. September in Budapest zwischen Bayern München und dem FC Sevilla erstmals wieder Zuschauer zulassen. Laut einer Mitteilung des europäischen Verbandes sollen beim Duell der Sieger der Champions League und der Europa League 30 Prozent der Kapazität der über 60’000 Zuschauer fassenden Puskas Arena in der ungarischen Hauptstadt genutzt werden. Alle anderen von der UEFA organisierten Spiele finden bis auf Weiteres unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Schweizweit 202 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb eines Tages 202 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Montag waren es 157 bestätigte Fälle gewesen, am Sonntag 276 und am Samstag 295.

Gemäss BAG sind 202 Neuinfektionen bekannt. (Symbolbild: Keystone)
Solothurner Wirtschaft erwartet leicht sinkenden Personalbestand

Eine Mehrheit der Solothurner Unternehmen will trotz der Corona-Krise kein Personal abbauen. Rund 20 Prozent gehen jedoch davon aus, in den nächsten zwölf Monaten Stellen zu streichen, wie eine Umfrage der Solothurner Wirtschaftsverbände zeigt.

Das Solothurner Gastgewerbe ist mit am heftigsten von der Corona-Krise betroffen. (Symbolbild: Keystone)

Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie in zwölf Monaten gleich viel Personal wie heute beschäftigen werden. Zehn Prozent planen, neue Mitarbeitende einzustellen, wie sie in der Umfrage unter den Mitgliedsfirmen der Solothurner Handelskammer und des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes angaben.

Insgesamt dürfte der Personalbestand leicht sinken, teilten die beiden Verbände am Dienstag mit. Angesichts der aktuellen Krisensituation werde der Rückgang aber wohl verhältnismässig moderat ausfallen, dies insbesondere dank der Kurzarbeit.

Fluggesellschaft SAS wegen Corona kräftig im Minus

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat wegen des Corona-Ausbruchs einen Milliardenverlust erlitten. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sank die Zahl der Passagiere im vergangenen Quartal (Mai bis Juli) um 86 Prozent.

(Bild: Keystone)

Der Gesamtumsatz ging um 81 Prozent von 13,4 Milliarden schwedischen Kronen (1,3 Mrd Euro) im Vorjahresquartal auf 2,5 Milliarden Kronen zurück. Infolgedessen lag der Vorsteuerverlust bei minus 2,1 Milliarden Kronen, nach rund 1,5 Milliarden Kronen Gewinn im Vorjahr.

Die Airline hat von ihren drei grössten Anteilseignern eine Finanzspritze von rund 12 Milliarden schwedischen Kronen bekommen. 4’000 Entlassungen seien inzwischen abgeschlossen, sagte SAS-Chef Rickard Gustafson der Mitteilung zufolge.

Corona-Krise reisst Löcher in deutsche Staatskasse

Die Corona-Krise hat ein tiefes Loch in die deutschen Staatsfinanzen gerissen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen gaben im ersten Halbjahr 51,6 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen.

Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit bei 3,2 Prozent. Bei den Einnahmen gab es erstmals seit 2010 einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben des Staates erhöhten sich dagegen um 9,3 Prozent.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach im zweiten Quartal um 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal ein. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde sogar von einem Minus von 10,1 Prozent ausgegangen.

(Symbolbild: Unsplash)

Rückgang der Gesamtbeschäftigung im zweiten Quartal

Der Schweizer Stellenmarkt hat die Corona-Pandemie im zweiten Quartal 2020 zu spüren bekommen. Die Zahl der Stellen sank innert Jahresfrist um 0,6 Prozent. Zudem sind die Aussichten für das kommende Quartal nach wie vor düster.

Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im ersten Quartal dieses Jahres 5,095 Millionen Beschäftigte in der Schweiz, wie es am Dienstag mitteilte. Saisonbereinigt belief sich der Wert auf 5,096 Millionen, was gegenüber dem Vorquartal einer Abnahme um 1,1 Prozent entspricht.

In Vollzeitäquivalenten belief sich die gesamte Beschäftigung in der Schweiz im ersten Quartal auf insgesamt 3,983 Millionen Stellen. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Minus von -0,2 Prozent. Dabei sank sowohl im sekundären Sektor, also in der Industrie und im Baugewerbe, als auch im tertiären Sektor (Dienstleistungen) die Beschäftigung. Sie nahm um 0,4 Prozent (-5’000 Stellen) respektive 0,6 Prozent (-26’000 Stellen) ab.

Syrien-Unterhändler nach positiven Corona-Tests in Genf in Quarantäne

Die Syrien-Verhandlungen über eine neue Verfassung liegen wegen positiver Corona-Test bei mehreren Teilnehmern schon nach einem Tag vorläufig auf Eis. Nach Angaben des Vorsitzenden der Oppositionsgruppe, Hadi al-Bahra, wurden die Teilnehmer in ihren Hotels in Quarantäne zwischen zwei und zehn Tagen geschickt. Seine Gruppe setze ihre Arbeit intern zunächst auf virtuellen Plattformen fort.

Das Büro des UN-Syrienbeauftragten Geir Pedersen machte am Dienstag zunächst keine Angaben. Es hatte am Montagnachmittag nach drei positiven Corona-Tests bei Teilnehmern die Unterbrechung der Sitzungen mitgeteilt. Hadi al-Bahra sprach von vier positiven Tests.

Swiss Prime Site von Corona-Krise nur wenig getroffen

Auch Swiss Prime Site (SPS) kann sich den Folgen der Corona-Pandemie nicht ganz entziehen. Doch stärker als von Covid-19 wird das Ergebnis von Sonderfaktoren geprägt. Für 2020 bestätigt der grösste börsennotierte Schweizer Immobilienkonzern seine Prognose.

Das Logo von Swiss Prime Site. (Bild: Keystone)

Corona-bedingt ging der Vermietungsertrag im ersten Halbjahr um 8,1 Prozent auf 219,9 Millionen Franken zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Weil wegen des Lockdown viele Einkaufsgeschäfte, Restaurants und andere Dienstleister geschlossen waren, fielen im Detailhandel und bei Dienstleistern die Umsätze zum grössten Teil weg.

Daher erliess SPS vor allem Kleinunternehmen und Selbständigerwerbenden die Nettomiete für die Dauer von zwei Monaten. SPS erzielt rund einen Drittel der Mieteinnahmen im Bereich Detailhandel, Gastronomie und Hotel.

Stadler von Corona im Halbjahr gebremst

Der Zugbauer Stadler Rail ist ersten Halbjahr von der Coronakrise gebremst worden. Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 934,7 Milliarden Franken.

Der Betriebsgewinn (EBIT) schmolz auf 5,0 Millionen Franken zusammen, nachdem im Vorjahr noch 46,9 Millionen Franken erwirtschaftet worden waren, wie das Thurgauer Unternehmen am Dienstag bekannt gab. Unter dem Strich erzielte Stadler einen Reingewinn von 15,7 Millionen Franken. Das sind 43 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Weltweit 120 Millionen Jobs im Tourismus wegen Corona bedroht

Wegen der Coronakrise sind in diesem Jahr UN-Generalsekretär António Guterres zufolge weltweit rund 120 Millionen Jobs im Tourismus bedroht. Denn viele dieser Länder sind stark vom Tourismus abhängig: In Afrika machte 2019 der Tourismussektor zehn Prozent aller Exporte aus, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten UN-Bericht heisst.

Wegen der Corona-Pandemie wurden weltweit Grenzen geschlossen, Hotels dichtgemacht und Flüge gestrichen. In den ersten fünf Monaten des Jahres ist die Zahl der internationalen Touristen dem Bericht zufolge um 56 Prozent gesunken – insgesamt könnte sie in diesem Jahr um 78 Prozent einbrechen. Zwischen 910 Milliarden und 1,2 Billionen Dollar an Exporteinnahmen im Tourismus könnten demnach verloren gehen.

Sieben Menschen in Angola wegen Corona-Verstössen getötet

Bei der Durchsetzung von Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Sicherheitskräfte in Angola nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens sieben Menschen getötet. Bei den Opfern handle es sich um Jungen und junge Männer im Alter von 14 bis 21 Jahren, heisst es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von Amnesty International und der angolanischen Organisation Omunga. Sie seien bereits im Mai und Juli getötet worden. Die Menschenrechtler gehen von einer noch höheren Dunkelziffer von Tötungen in dem südwestafrikanischen Land aus.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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