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Der Telebasel Glam Beitrag vom 19. August.
Basel

Richard Wherlock: «Wir haben die Choreografie über Zoom konzipiert»

Während dem Lockdown stand die ganze Welt still. Nicht aber Richard Wherlock. Über Zoom entstand die Choreografie zu seinem neuen Stück «Gloria».

Eigentlich hätte das neue Meisterstück von Choreograf und Ballettdirektor Richard Wherlock im Frühling Premiere in Basel gefeiert. Das Coronavirus macht den Tänzern aber einen Strich durch die Rechnung. Getanzt wurde trotzdem. «Als der Lockdown kam, habe ich mit acht Tänzern zusammen über Zoom die Choreografie zusammengestellt. Das ging wirklich sehr gut. Ich habe eine Bewegung gemacht, danach ein anderer Tänzer und so weiter. Damit wir es nicht vergessen, haben wir uns dabei aufgenommen», erzählt Wherlock gegenüber Telebasel.

Als wieder ein bisschen Normalität einkehrte und der Lockdown aufgehoben wurde, durfte das Ensemble wieder zusammen tanzen. Das aber mit strengem Sicherheitskonzept. «Es war sehr schwierig. Wir mussten bei der Choreografie schauen, dass man sich nicht unbedingt anfassen muss. Ausserdem dürfen immer nur ein Choreograf und vier Tänzer zusammen tanzen. Das aber auch nur 45 Minuten. Danach wird der Trainingsraum gereinigt und die nächste Crew kann ins Tanzstudio.»

Renovation erschweren Proben

Nicht nur das Coronavirus erschwert die Arbeit von Wherlock und seinem Team. Zurzeit wird das Theater Basel renoviert. Arbeiten kann man im Gebäude nicht. Deshalb trainiert die Crew ausserhalb des Theaters. «Das Trainieren war wirklich zuerst ein logistischer Albtraum. Nicht nur wegen der Baustelle, sondern eben auch wegen den BAG-Regeln. Mit der Zeit wurden wir aber schlauer. Viele unserer Tänzer leben zusammen oder sind sogar verheiratet. Deshalb konnten wir die Gruppen mit der Zeit vergrössern.»

Das neue Theater Basel soll im Oktober eröffnet werden. Das Stück «Gloria» feiert dann im November seine Premiere. Es zeigt den Zusammenhalt der Menschen in Extremsituationen. Inspiration fand der  Ballettdirektor aber nicht der aktuellen Corona-Pandemie. «Ich habe das Stück schon vor Corona und dem Lockdown geschrieben. Ich war immer sehr positiv überrascht, wie die Menschen in einer Extremsituation  zusammenhalten. Das Timing jetzt mit Corona ist ein Zufall. Ich möchte, dass die Menschen nach der Vorstellung mit einem positiven Gefühl nachhause gehen und denken ‹life is good›.»

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