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Der Telebasel News Beitrag vom 21. August 2020.
Basel

Engelberger: «Maskenpflicht ist eine verhältnismässig milde Massnahme»

Ab 14 Uhr informiert das Basler Gesundheitsdepartement zu aktuellen Corona-Lage im Kanton. Hier gibt's die Medienkonferenz live zu sehen.
Lukas Engelberger im Interview

Sehen Sie hier ein Interview mit Regierungsrat Lukas Engelberger:

(Video: Telebasel)

Mehr Infos in der Zusammenfassung

Alles zur heutigen Medienkonferenz finden Sie in der kompakten Übersicht hier.

Studie soll Klarheit bringen

Um den Verlauf und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in der Region zu verstehen und verlässliche wissenschaftliche Grundlagen zu haben, beteiligt sich das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt gemeinsam mit der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft an einer Langzeitstudie, welche das Schweizerische Tropen- und Public Health Institute derzeit durchführt.

Die Studie enthält einen Antikörpertestteil und einen digitalen Befragungsteil zu den Auswirkungen auf die Lebensumstände. In diesen Tagen werden weitere Einladungen zur Teilnahme am Antikörpertestteil an zufällig ausgewählte Personen in den beiden Basel zugestellt. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt bittet die Angeschriebenen, an der Studie teilzunehmen und dankt für die Bereitschaft.

Trügerische Negativ-Tests

In diesen weiterhin vom Virus geprägten Tagen besteht das Bedürfnis nach Sicherheit. Thomas Steffen erläuterte dazu, wann das Durchführen eines Tests sinnvoll ist. «Natürlich sind Tests eine wichtige Massnahme im Kampf gegen ein Wiederaufflammen der Pandemie. Eine Testung von Personen ohne Krankheitssymptome wird jedoch nicht empfohlen, wenn keine spezifischen Gründe vorliegen. Tests sind eine Momentaufnahme, die Situation kann sich nach dem Test laufend verändern», so Thomas Steffen. Ein negativer Test kann nicht ausschliessen, dass eine Person danach ansteckend wird.

Zu den aktuellen Ansteckungsquellen

Kantonsarzt Thomas Steffen: «Aus unserem Contact Tracing sehen wir, dass die Ansteckungsorte nach wie vor breit gestreut sind, überall auftreten können und alle Generationen betreffen.» Meist sind das familiäre Umfeld, Freizeitsituationen und die Rückkehr aus einem vom Bund bezeichneten Risikoland die häufigsten Ansteckungsorte.

Sieben Schüler seit Sommerferien an Corona erkrankt

Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen betonte an der Medienorientierung, dass sich die Verantwortlichen gut auf den Schulstart nach den Sommerferien vorbereitet hätten. Es sei aber auch immer schon klar gewesen, dass es zu Fällen in den Schulen kommen wird. «Das hat alleine schon mit der Mobilität der Bevölkerung zu tun», erklärt Steffen.

Nach zwei Wochen Schule zieht der Kantonsarzt Bilanz: Seit der Wiederaufnahme seien sieben Schüler am Coronavirus erkrankt. Zur Zeit seien zwölf Schüler in Quarantäne. Sie hätten sich jedoch im familiären Umfeld beziehungsweise in der Freizeit angesteckt.

Engelberger erklärt Maskenpflicht: «Eine verhältnismässig milde Massnahme, die einen guten Schutz bietet»

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger kann verstehen, dass die Maskenpflicht nicht bei allen in der Bevölkerung auf Gegenliebe stösst. Es sei nicht immer angenehm, eine Maske zu tragen, gerade auch bei sommerlich-heissen Temperaturen. Engelberger erklärt aber: «Es ist eine verhältnismässig milde Massnahme, die einen guten Schutz bietet».

Basler Behörden schliessen vorübergehend 14 Betriebe

Der Kanton Basel-Stadt hat bislang 14 vorübergehende Betriebsschliessungen wegen mangelhaften Schutzmassnahmen gegen Coronavirus-Infektionen verfügt. Bei den meisten Stichprobenkontrollen wurden aber keine oder nur geringe Mängel festgestellt, wie Vertreter des Basler Gesundheitsdepartements am Freitag an einer Medienkonferenz mitteilten.

Bislang seien 1’722 Stichprobenkontrollen durchgeführt worden, hiess es: 175 auf Baustellen, 1’547 in diversen Betrieben von Coiffeur-Geschäften, über Museen bis hin zu Gastronomiebetrieben. Die 14 Betriebsschliessungen seien nur vorübergehend verfügt worden, die Betriebe hätten nach Nachbesserung der Schutzmassnahmen wieder öffnen können.

Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) und Kantonsarzt Thomas Steffen zeigten sich an der Medienkonferenz «beunruhigt» über die Entwicklung der Infektionszahlen. Bei der Bevölkerung seien gleichzeitig Ermüdungserscheinungen festzustellen, es sei schwierig zu vermitteln, dass die Rückkehr zur Normalität noch ziemlich weit entfernt sei, so Engelberger.

Redner und Inhalte:

  • Regierungsrat Lukas Engelberger: Gesundheitspolitische Einordnung
  • Thomas Steffen, Kantonsarzt: Aktuelle epidemiologische Einordnung

1 Kommentar

  1. In einem hat Engelberger recht, es gibt eine Ermüdungserscheinung im Volk. Aber man sollte die Massnahmen, Pflicht, auch wirklich durchsetzten. Ich hoffe, dass ab Montag in der Migros und Inn Coop, wie auch in allen anderen. Läden die Maskenpflicht durchgesetzt wird. Wenn das nicht geht, sollte halt doch mit einem Bussgeld durchgegriffen werden. Pflicht heisst auch, man(n),frau man muss !Report

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