Featured Video Play Icon
Die Baselbieter Abklärungs- und Teststation befindet sich seit zwei Wochen im Spenglerpark. (Bild: Telebasel)
Baselland

Im Testcenter wird nicht gefaxt – höchste Schweizerin erleichtert

Besuch von Nationalratspräsidentin Isabelle Moret im Baselbiet. Moret nahm den Landkanton bei der Bewältigung der Corona-Pandemie unter die Lupe.

Während zweier Tage besuchte Nationalratpräsidentin Isabelle Moret das Baselbiet. Ziel des Besuchs war ein Einblick in die Massnahmen des Landkantons zur Pandemie-Bewältigung. Beim letzten Stopp ihres Besuchs, in der Abklärungsstation in Münchenstein, konnte Telebasel die Präsidentin des Nationalrats begleiten.

Steigende Zahlen

Spätestens nach dem Besuch in der Abklärungsstation sei Isabelle Moret klar, Grund zur Sorge gebe es keinen. «Ich bin sehr positiv beeindruckt», so Moret am Dienstag. Das trotz steigender Test- aber auch Fallzahlen.

«Wir im Kanton Baselland haben eine leichte Zunahme der Fallzahlen», erklärt der ärztliche Leiter der Abklärungsstation, Thomas Götz. Auch die Testpatienten nehmen zu, an einem gut besuchten Montag lassen sich rund 200 Personen testen.

«Momentan sieht man bei den schweizweiten Fallzahlen einen kontinuierlichen Anstieg», fährt Thomas Götz fort. Doch dies sorge nicht zur Überforderung. Der Landkanton sei gewappnet für steigende Zahlen. Auch das blieb der Nationalratspräsidentin nicht verborgen. «Die Regierung ist vorbereitet», so Isabelle Moret.

Auslastung der Abklärungsstation

Nachdem die Abklärungsstation in Lausen und jene im KUSPO Münchenstein aufgelöst wurden, öffnete der jetzige Standort seine Pforten. Wer sich aus dem Baselbiet testen lassen will, muss dies seit zwei Wochen im Spenglerpark in Münchenstein tun. Am besten am Nachmittag, meint Thomas Götz, denn: «Wir haben morgens ein relativ grossen Ansturm».

Seit dem Umzug in Münchenstein gibt es mehr Testpatienten. Jetzt werden alle Patienten auf drei Arten von ihrem Testergebnis in Kenntnis gesetzt. «Wir informieren den Patienten einerseits elektronisch, andererseits bekommt jeder Patient eine briefliche Kopie nach Hause», auf Wunsch wird auch der Hausarzt informiert, erklärt der ärztliche Leiter des Testcenters.

Auch die Information an das Bundesamt für Gesundheit oder vom Labor werden elektronisch übertragen. «Was ich auch sehr positiv fand, ist, dass alle Daten elektronisch verschickt werden. Wir haben viel über Daten via Fax gehört, das ist hier nicht der Fall», begrüsst Präsidentin des Nationalrats Isabelle Moret diese Taktik.

Leben mit Covid-19

Das Coronavirus wird das Leben in der Schweiz bis auf Weiteres noch beeinflussen, das ist auch der Nationalratspräsidentin klar. «Wir müssen mit dem Virus weiterleben, bis wir eine Impfung oder ein gutes Medikament gefunden haben», was Zeit in Anspruch nähme, wie Moret betont.

«Eventuell haben wir schon Ende Jahr Resultate, aber bis wir alles produziert und alle geimpft haben, dauert es vielleicht bis nächsten Sommer», so die höchste Schweizerin.

Thomas Götz ist sich bei der absehbaren Entwicklung der Pandemie sicher: «Wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt, hängt hauptsächlich vom Verhalten der Leute ab».

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel