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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. August 2020.
Basel

Gibt es mehr Bettelbanden? Das sagen die Betroffenen

Das Thema Bettlelbanden beschäftigt Politik und Medien seit der Gesetzesänderung im Juli. Telebasel hat auf der Strasse Betroffene befragt.

Seit dem 1. Juli ist in Basel nur noch bandenmässiges Betteln verboten. Kurz danach wurden Stimmen laut, dass dies Bettelbanden anlocke.

Tatsächlich ist auch Strassenmusiker Mike eine Zunahme an Bettelnden aufgefallen. Er reist seit acht Jahren durch 14 Länder. Zwei Jahre davon haben er, seine Hündin und seine Gitarre in Basel verbracht. «Seit ein oder zwei Wochen hat es so viele», berichtet er, nirgends könne er mehr spielen, ohne dass gegenüber noch jemand bettle.

Der Strassenmusiker glaubt nicht, dass die Neuankömmlinge, sich wie er, freiwillig für diesen Lebensstil entschieden. Die Mafia stehe hinter den bettelnden Sinti und Roma, davon ist er überzeugt.

Zwischenhalt Basel

«Wir wollten eigentlich nach Frankreich, doch die Polizei hat unser Geld beschlagnahmt, darum sind wir jetzt hier.», erzählt uns eine Rumänin in der Basler Innenstadt. Nun können sie und ihre Familie weder zurück nach Rumänien, noch weiter nach Frankreich.

Es handle sich um eine grössere Gruppe, erklärt sie. Man sei gemeinsam unterwegs und versuche, die Weiterreise zu finanzieren. Das Geld müsse sie niemandem abgeben. Organisiert sei man, aber einen Boss, der sich eine goldene Nase verdient, gebe es nicht. Wie auch: 20 Franken erwirtschafte sie etwa pro Tag.

Momentan wohne man in einem nahe gelegenen Park, bettelt täglich, in der Hoffnung, dass die Reise bald weitergehe.

Strassenkrieg und Wahlkampf

Bei Menschen, die selber seit Jahren auf der Strasse betteln, kommen die Neuen teils nicht gut an. So auch bei Marcel, der nach eigener Aussage, so sehr zur Stadt gehöre, wie das Münster: «Ich wohne hier. Du kommst in mein Zuhause, nicht ich in deines. Also mach besser, dass du weg kommst».

Wenn die Polizei nichts unternehme, so der Obdachlose, dann werde ein Strassenkrieg losbrechen. Die Konkurrenz sei nämlich schlecht fürs Geschäft.

Zu einem Strassenkrieg wird es hoffentlich nicht kommen. Das Thema Bettelbanden dürfte aber auch im Hinblick auf den Basler Wahlherbst noch nicht vom Tisch sein.

6 Kommentare

  1. Bald an jeder Ecke sitzt jemand. Bestimmte Merkmale erkennt man genau , sie haben die gleichen Becher, die gleichen Decken und anderes !
    Ist mir in München schon aufgefallen dass so einiges gleich ist. Das war im Dezember 2019
    Eine Münchnerin hat mir erzählt diese Bettler werden gesamt in der Stadt verstreut aus den Autos gelassen und gegen 20:00 h wieder in der Nähe abgeholt. Die Utensilien auf denen sie sitzen uns tagsüber gebraucht werden lassen sie liegen um am nächsten Tag dort wieder zu betteln.
    Es sind alles Rumänen und ich auch das Gefühl es handelt such um eine Mafia welche zu Hause in Saus und Braus lebtReport

  2. es ist wirklich seht ärgerlich lästig diese bettlerei in basel. schon 10m ausserhalb vom bahnhof fängt es an. 6 frauen verfolgten die leute am bahhofplatz. stellt plakate auf und macht die leute darauf aufmrksam, kein geld für bettler.
    spendet das geld für die eigenen, über 600’000 armen in der schweiz!!! aber leider interessiert bundesbern die armut im eigenen land nicht. lieber noch mehr einwanderer zulassen ist die strategie der CVP, Grünen usw.Report

  3. Die Obdachlosen in unserer Stadt haben absoluten Vorrang !!! Die Kantone sind absolut verpflichtet, zuerst für die eigenen, mittellosen Bürger zu sorgen, bevor sie anderen, nicht dazugehörigen, den Freipass fürs Betteln geben !!!!!!!!Report

  4. Es fällt mir tatsächlich auf, dass ich in letzter Zeit permanent angebettelt werde!
    Ich, als Schweizer, schwimme auch nicht im Geld, dennoch käme ich nie auf die Idee zu betteln!
    Warum bleiben diese Leute nicht in ihrer Heimat?
    Dort wäre das Leben um Einiges günstiger!Report

  5. Praktisch jeden tag beobachte ich, wie eben diese interviewte frau von der tramhaltestelle, von den Oberhäuptern ihres clans abgeschöpft wird. Macht die augen auf liebe basler!Report

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