Seit Anfang August wird im Spenglerpark auf Covid-19 getestet. (Bild: Spenglerpark.ch)
Baselland

Vier Schulen und ein Testcenter – Verunsicherung im Spenglerpark

Vier Bildungseinrichtungen und ein Corona-Testcenter im Spenglerpark: Kann das gutgehen? Ja, sind die Verantwortlichen überzeugt.

Dass sich im Münchensteiner Spenglerpark nicht nur die Corona-Abklärstation, sondern auch vier Bildungseinrichtungen befinden, sorgt für Verunsicherung, berichtet 20 Minuten. Lernende hätten Angst, sich in diesem Umfeld mit dem Virus anzustecken.

Der Gebäudekomplex sei zwar gut und klar ausgeschildert, trotzdem aber lasse sich ein Zusammentreffen zwischen den Schülern und den Testpersonen nicht vermeiden, erzählt eine Leser-Reporterin.

«Es ist schon speziell, dass der Kanton Baselland das Corona-Testzentrum in einem Gebäude unterbringt, in dem so viele Schulen ansässig sind», sagt Bernadette Oberholzer, Direktorin des Bildungszentrums Gesundheit Basel-Stadt (BZG) gegenüber der BZ. Denn neben dem BZG haben sich gleich drei weitere Bildungsinstitutionen in dem Gebäudekomplex niedergelassen. Es liege vor allem an den Schülern auf dem Campus, Infektionen zu vermeiden, heisst es. Pikant: Drei der vier Bildungseinrichtungen im Spenglerpark sind für Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, also selbst mit vielen Angehörigen der Corona-Risikogruppen Kontakt haben.

Kein grösseres Risiko, wenn Abstand gehalten wird

«Wir können die Besorgnis verstehen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Personengruppen aufeinandertreffen, ist sehr gering. Es ist fast unmögliche, dass es im Gebäudekomplex zu einer Ansteckung kommt», sagt Andrea Bürki, Sprecherin des Baselbieter Krisenstabs. «Die Gefahr, sich in seinem privaten Umfeld anzustecken, ist sicherlich grösser als bei uns», so Bürki. Zudem seien die Schüler dazu angehalten, ausserhalb der Klassenzimmer Masken zu tragen.

Christian Lengeler, Professor für Epidemiologie am Schweizerischen Tropeninstitut, sagt: «Ich kenne das Areal nicht genau, aber mit Massnahmen wie einem separaten Eingang und klarer Signalisation sollte es kein Problem sein.» Im Alltag bewege man sich auch nicht in einem sterilen Umfeld und wenn die Abstands- und Maskenregeln umgesetzt würden, müsse man sich keine Sorgen machen.

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