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Ab 14 Uhr informieren die Fachexperten über die Situation mit dem Coronavirus in der Schweiz. (Youtube/Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

BAG erklärt Hotspot-Kantone nicht zu Risikogebieten

Nach den jüngsten Lockerungen informieren am heutigen Freitag ab 14.00 Uhr die Experten des Bundes über die Situation rund um das Coronavirus in der Schweiz.
Ende der Medienkonferenz

Die Medienkonferenz ist zu Ende. Wir danken fürs Mitlesen und -schauen und wünschen Ihnen noch einen schönen Tag.

BAG-Kuster: Verschiedene Ausgangslage für Grossanlässe

Laut Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), wird es auch ab Anfang Oktober Grossanlässe geben, die nur schwer durchführbar sind. Er erwähnte etwa «Volksfeste, an denen viel gegessen und getrunken wird».

Es sei zwar nicht unmöglich, hier Konzepte zu gestalten, sagte Kuster am Freitag vor den Bundeshausmedien. Es dürfte aber schwierig sein, die Sicherheitsmassnahmen an solchen Anlässen einzuhalten.

Anders sei es beispielsweise bei einem Orientierungslauf im Wald mit 1’200 Teilnehmenden. Solche gestaffelte Open-Air-Anlässe dürften laut Kuster keine Probleme haben, griffige Schutzkonzepte zu erarbeiten.

BAG will Liste der Risikoländer nächste Woche anpassen

Eine Journalistin will wissen, wieso Feriendestinationen wie Mallorca oder Kroatien noch nicht auf der Risikoliste sind, obwohl sie steigende Fallzahlen aufweisen? Kuster vom BAG erklärt, dass die Liste der Risikoländer alle zwei Wochen aktualisiert werde. «Sie können damit rechnen, dass wir diese Frequenz aufrechterhalten.» Die Liste werde also nächste Woche angepasst, so Kuster.

Meiste Ansteckungen passieren im Inland

«Die meisten Ansteckungen geschehen nach wie vor in der Schweiz und werden nicht aus dem Ausland importiert», antwortet BAG-Kuster auf die Frage eines Journalisten, wie hoch der Anteil der Ferienrückkehrer an der Gesamtzahl der Ansteckungen sei.

Erster Tod eines Mannes unter 30 Jahren – er war gesund

Im Kanton Bern ist ein Mann unter 30 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorben. Ein Journalist möchte dazu wissen, wie es zu diesem Todesfall gekommen sei. Stefan Kuster vom BAG bestätigt den Fall. Nach Kenntnis des BAG habe der Mann keine Vorerkrankungen gehabt. Da sei tragisch.

Kuster betont in diesem Zusammenhang, dass das «Coronavirus auch für junge Menschen gefährlich ist».

* Bei der Meldung des BAG über den Tod eines Mannes unter 30 im Kanton Bern handelte es sich um eine Falschinformation. Der Kanton Bern korrigierte die Meldung am Abend. Mehr dazu lesen Sie hier.

In der Schweiz werden keine Risikogebiete ernannt

Die Fragerunde beginnt. Ein Journalist will vom BAG wissen, wieso gewisse Kantone mit hohen Fallzahlen nicht wie andere Länder auf die Risikoliste gesetzt werden, obwohl sie die Kriterien des BAG dafür erfüllen. Kuster vom BAG antwortet, dass es aufgrund der Reisetätigkeit innerhalb der Schweiz schwierig sei, Risikogebiete zu ernennen. Kantone könnten also nicht zu Risikogebieten ernannt werden.

Mehr dazu hier.

Bislang 900 Einsprachen gegen Kurzarbeitsgesuche

Die Kantone haben bislang 900 Einsprachen gegen Kurzarbeitsgesuche erhoben, wie Boris Zürcher mitteilt. Die Zahl hat Stand 10. August. 420 Gesuche seien behandelt worden. «In 43 Fällen hat der Gesuchssteller von sich aus eingesehen, dass sein Antrag nicht gerechtfertigt ist», so Zürcher. In 200 Fällen wurde die Einsprache gutgeheissen und keine Kurzarbeitsentschädigung bewilligt. In zwölf Fällen haben die kantonalen Amtsstellen Anträge von sich aus abgelehnt.

Mehr dazu hier.

Taggelder werden bis Ende August nicht angerechnet

Jetzt spricht Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco. Vom 1. März bis Ende August werden die Taggelder nicht angerechnet. Das heisse auch, dass es in dieser Zeit keine Aussteuerungen gebe, was wiederum Auswirkungen auf die Rahmenfristen habe. Der Leistungserwerb und der Leistungsbezug werden also auch in jener Zeit zwischen Anfang März und Ende August aufgeschoben, wie Zürcher erklärt.

Ähnliche Lage wie in den Nachbarländern

Die Schweiz bewegt sich laut Kuster mit den 268 neuen bestätigten Corona-Ansteckungen auf einem ähnlichen Niveau wie Österreich. Auch in Deutschland würden die Fallzahlen wieder ansteigen. Auch was die Todesfälle anbelangt, sei man auf einem ähnlichen Niveau wie die Nachbarländer der Schweiz.

BAG-Kuster: «Wir sehen eine kontinuierliche Zunahme»

Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit, beginnt die Medienkonferenz mit der Erläuterung der aktuellen Fallzahlen. Das BAG hat am Freitag 268 neue bestätigte Ansteckungen in der Schweiz und Liechtenstein gemeldet. «Wir sehen eine kontinuierliche Zunahme», so Kuster. Zudem sei ein weiterer Todesfall zu beklagen.

Am stärksten stiegen die Neuansteckungen in den Kantonen Genf (277), Waadt (232) und Zürich (279). Unter den Neuinfizierten seien vor allem Reiserückkehrende. Zu vielen Ansteckungen komme es im familiären Umfeld und am Arbeitsplatz.

Noch ist offen, unter welchen Auflagen Grossveranstaltungen ab Anfang Oktober wieder durchgeführt werden können. Der Bundesrat hatte am Mittwoch kommuniziert, dass er die Details in den kommenden Wochen mit den Kantonen, Verbänden und Branchenorganisationen abstimmen werde.

Stark unter Beobachtung ist am heutigen Freitag ebenfalls, wie sich die Coronavirus-Fallzahlen weiterentwickeln. Seit Mitte Woche bewegen sich die Zahlen bei über 200 Neuinfektionen pro Tag.

Folgenden Fachexperten des Bundes geben Auskunft:

  • Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten BAG
  • Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO
  • Stephan Brunner, Leiter der Sektion Recht BK
  • Matthias Remund, Direktor Bundesamt für Sport BASPO
  • Martin Wyss, stv. Leiter der Abteilung 2 für Rechtsetzung BJ
  • Mike Schüpbach, stv. Sektionsleiter Rechtsbereich 2, BAG

Ab 14.00 Uhr die Fachexperten des Bundes über die Situation mit dem Coronavirus in der Schweiz. Telebasel überträgt den Point de Presse live im TV und online. 

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