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International

Koch: «Es ist besser, Grossveranstaltungen zu erlauben»

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Nishikori nach positivem Coronatest nicht in Cincinnati

Kei Nishikori kann nicht am ATP-Turnier von Cincinnati antreten, das am nächsten Wochenende im New Yorker Exil beginnt.

Der 30-jährige Japaner muss sich nach einem positiven Coronatest an seinem Wohnsitz in Florida in Quarantäne begeben. Es gehe ihm gut, er verspüre nur leichte Symptome, liess der US Open-Halbfinalist von 2014 verlauten.

Ob der ehemalige Weltranglisten-Vierte an den US Open (ab 31. August) wieder spielen darf, ist offen.

(Bild: Keystone)
Daniel Koch: Situation könnte im Winter entgleisen

Im Winter wird es es schwieriger, einzelne Covid-Fälle zu entdecken. Das sagt der ehemalige «Mister Corona», Daniel Koch, genüber «Blick»: «Die Chance ist grösser, dass die Situation entgleist. Darum muss man jetzt dafür sorgen, dass man vorbereitet ist», so Daniel Koch. Dafür müssten alle sorgen: «Ärzte, das BAG, die Kantone, Unternehmen, der öffentliche Verkehr. Einerseits muss geschaut werden, dass sich so wenige Menschen wie möglich anstecken. Vor allem aber muss man schnell wissen, wann jemand angesteckt worden ist», sagt Koch.

Daniel Koch, der frühere Delegierte des BAG für Covid-19, hält die Durchführung von Grossanlässen trotz steigender Corona-Zahlen für richtig. (Bild: Keystone)

«Alle können sich verbessern. Die Menschen müssen sich schneller testen lassen. Wenn Ärzte einen Anruf erhalten, müssen sie dem Patienten nicht sagen, er solle erst kommen, wenn sich Symptome verstärken. Entscheidend ist, zu erfahren, ob der Patient das Virus hat», erläuterte der frühere BAG-Delegierte. Vorsorge sei in der jetzigen Phase das Wichtigste.

Ein erneuter Lockdown mache in der jetzigen Phase überhaupt keinen Sinn. Es sei sogar besser, Grossveranstaltungen zu erlauben. «Solange man sie kontrollieren kann», so Daniel Koch. «Wenn man weiss, wer mit wem in Kontakt stand, mache ich mir da keine Sorgen. Derzeit steigen die Zahlen auch, obwohl Grossveranstaltungen nicht erlaubt sind. Die dürften also nicht das Problem sein.»

Sorge vor Problemen bei Briefwahl: Demokraten machen Druck auf Post

Wegen Verzögerungen bei der Post wächst in den USA die Sorge vor Beeinträchtigungen der Briefwahl – nun machen die US-Demokraten im Kongress Druck auf den dortigen Leiter. Der Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses setzte am Sonntag für den 24. August eine Anhörung von Louis DeJoy an, der seit Mai den Posten des Postmaster Generals innehat.

Es gebe «alarmierende» Enthüllungen über den Umfang und die Schwere betrieblicher Veränderungen, die weder mit dem Kongress, der Postaufsichtsbehörde oder der Vereinigung der Gouverneure abgestimmt seien, hiess es in einem Schreiben der demokratischen Ausschussvorsitzenden Carolyn Maloney an DeJoy.

Die Post dürfte bei der US-Präsidentenwahl am 3. November wegen der Corona-Pandemie eine grosse Rolle spielen. Die meisten Bundesstaaten rechnen mit deutlich mehr Briefwählern. Viele Staaten haben es einfacher gemacht, die Stimmabgabe per Post zu beantragen.

Der strauchelnde Konzern warnte bereits, er könne nicht garantieren, dass kurzfristig per Briefwahl abgegebene Stimmzettel rechtzeitig zugestellt würden, um gezählt zu werden. Zugleich wurden interne Unterlagen bekannt, laut denen die Post gerade zahlreiche Briefsortiermaschinen abbaut.

Party-Szene in Dublin sorgt für Entrüstung

Ein Video, das derzeit auf Social Media kursiert, sorgt für Empörung. Es zeigt eine Party in einer irischen Bar in der Nacht auf Sonntag. Darauf ist zu sehen, wie ein Mann mit einer Spirituosen-Flasche auf der Bar steht und Alkohol in den Mund mehrerer Leute schüttet, die unter ihm tanzen.

Die Bilder sorgen für Kritik. Der Mann, der das Video gefilmt hatte, berichtete gegenüber der irischen Plattform «RTE», dass zu Beginn des Abends zwar Social Distancing-Regeln gegeben habe, die auch umgesetzt wurden. Als die Musik lauter wurde seien die «Social Distancing-Regeln verschwunden». «Die Atmosphäre wurde verrückt.» Er habe die Bar verlassen, weil er sich unwohl gefühlt hatte.

Der Chef der irischen Restaurant-Vereinigung verurteilte die Szenen als «verabscheuungswürdig». Sie seien ein «Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die in Gesundheitsberufen und anderen essentiellen Berufen arbeiten».

Wird der Amateur-Fussball bald zu einem Corona-Herd?

Die Corona-Fallzahlen steigen in der Schweiz wieder. Im Amateurfussball gibt es immer mehr Corona-Fälle. Welche Rolle spielt der Breitensport bei der Ausbreitung? Die Hintergründe lesen Sie hier.

Italien macht sich Sorgen bei der Wiedereröffnung der Schulen

Wegen des Anstiegs der Corona-Zahlen wächst in Italien die Sorge wegen der geplanten Wiedereröffnung der Schulen. Sie waren im März geschlossen worden. Der Unterricht im ganzen Land soll nach den Sommerferien am 14. September beginnen. Nachdem die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages am Samstag auf 629 geklettert war, warnten Experten vor Risiken für den Schulbeginn. Gesundheitsminister Roberto Speranza versicherte im öffentlichen Fernsehsender TG1 jedoch: «Die Wiederöffnung der Schulen hat für die Regierung absolute Priorität.»

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(Bild: Keystone)
Behörden gehen gegen Kirchenanführer vor wegen Corona-Anstieg in Südkorea

Nach dem höchsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Südkorea seit Monaten haben die Behörden den regierungskritischen Anführer einer christlichen Kirchengemeinde ins Visier genommen. Das Gesundheitsministerium kündigte am Sonntag an, gegen den Pastor der Sarang-Jeil-Kirche in Seoul, Jun Kwang Hoon, Anzeige zu erstatten. Dem rechtskonservativen Pastor, der sich als lautstarker Kritiker der sozialliberalen Regierung hervortut, wird vorgeworfen, die epidemiologischen Untersuchungen der Behörden zu behindern und eine nur unvollständige Liste von Kirchenmitgliedern übergeben zu haben.

Der jüngste Anstieg der Corona-Fallzahlen wird unter anderem auf eine Häufung von Infektionsfällen unter Mitgliedern von Kirchen einschliesslich Sarang-Jeil in der Grossstadtregion zurückgeführt. Am Sonntag teilten die Behörden mit, am Samstag seien landesweit 279 neue Fälle verzeichnet worden. Das war der höchste Anstieg seit fünf Monaten und den dritten Tag in Folge dreistellig. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen stieg auf mehr als 15 300.

200 Neuansteckungen gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag innerhalb eines Tages 200 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Samstag waren es 253 gewesen, am Freitag 268, am Donnerstag 234, am Mittwoch 274 und am Dienstag 187.

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Grosse Hoffnungen in Potenz-Mittel gegen Corona-Atembeschwerden

Die Biotechfirma Relief Therapeutics mit Sitz in Genf feiert mit einem Corona-Mittel Erfolge. RLF-100 oder Aviptadil ist dabei ein Medikament, dass eigentlich gegen erektile Dysfunktionen entwickelt wurde, wie «Blick» berichtet. Bei Atemversagen verhilft das Mittel aber einer schnellen Genesung.

 
Nützt das Potenzmittel Aviptadil Corona-Patienten beim Atmen? Bsiherige Tests zeigen: Ja! Im September sollen die ersten Tests in US-Spitälern gemacht werden. (Symbilbild: Keystone)

Das Medikament soll verhindern, dass Patienten an Beatmungsgeräte angeschlossen werden müssen oder kann helfen, dass Infizierte nach wenigen Tagen nicht mehr auf Beatmungsmaschinen angewiesen wird. Das Medikament wird inhaliert und bei mittelschwer bis schwer erkrankten Corona-Patienten eingesetzt. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Desinfektionstücher für Migros-Kunden in Zürich

Nicht nur Handdesinfektionsmittel, auch Tücher zum Desinfizieren der Einkaufkörbe oder Wagen stellt die Migros Zürich ihren Kunden zu Verfügung. Dabei handle es sich um einen zusätzlichen Service in einzelnen Fällen, so ein Sprecher gegenüber «20 Minuten». «Die Einkaufskörbe und «agen werden aber weiterhin von den Mitarbeitern gereinigt.»

Festnahmen bei Demonstration gegen Netanjahu in Jerusalem

Rund 10 000 Israelis haben am Samstagabend in Jerusalem erneut gegen den rechtsorientierten Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu demonstriert. Bei Konfrontationen mit der Polizei seien elf Demonstranten festgenommen worden, teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld in der Nacht zum Sonntag mit. Die Demonstranten hielten in der Nähe von Netanjahus Amtssitz Blumen in die Höhe und riefen Parolen.

Zahlreiche Kundgebungen begleiten den Korruptionsprozess gegen den Regierungschef. Er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Netanjahu wird auch wegen seiner Handhabung der Corona-Krise kritisiert. Der 70-Jährige räumte unter anderem vorschnelle Lockerungen ein. Die Arbeitslosigkeit in Israel liegt bei mehr als 20 Prozent.

16.08.2020 09:40

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat laut der «SonntagsZeitung» für die kommende Woche zu einem Krisengipfel bezüglich des Coronavirus eingeladen. Zusammentreffen würden an der Seite der Bundespräsidentin etwa Gesundheitsminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Für die Kantone sei der oberste Chef der Kantonsregierungen eingeladen, flankiert von den Präsidenten der Gesundheits- und der Volkswirtschaftsdirektoren (GDK/VDK). Ziel des Treffens sei es, weithin akzeptierte Bedingungen für die Bewilligung von Grossveranstaltungen zu finden, um weiteren Unmut und einen kantonalen Flickenteppich zu verhindern.

Es gehe aber auch darum, die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen neu zu gestalten. Streitereien und Kakophonie, wie sie in den vergangenen Wochen aufgetreten waren, sollen damit in Zukunft verhindert werden, hiess es. Kantonsvertreter begrüssten gegenüber der Zeitung die Initiative. «Die Koordination zwischen Bund und Kantonen, aber auch unter den Kantonen ist enorm wichti», sagte etwa GDK-Präsident Lukas Engelberger diesbezüglich zur «Sonntagszeitung». Alles zum Thema lesen Sie hier.

Will in der Corona-Krise für Klarheit sorgen: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. (Bild: Keystone)
Deutscher Minister will Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz will die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes von derzeit einem auf zwei Jahre verlängern. «Die Corona-Krise wird ja in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden», sagte der Vizekanzler der «Bild am Sonntag».

Unternehmen und Beschäftigte bräuchten von der Regierung ein klares Signal. «Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird», sagte Scholz.

Grundsätzlich gilt derzeit in Deutschland eine Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Im Juni hatten sich die Wirtschaftsminister der Länder vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

Infizierte länger ansteckend

Die Rückverfolgung der Infektionsketten beim Contact-Tracing beruht laut der «NZZ am Sonntag» auf falschen Annahmen. So hätten Forscher um Sebastian Bonhoeffer von der ETH Zürich einen Rechenfehler in jener Studie aus Hongkong entdeckt, auf die sich das Contact-Tracing in der Schweiz bisher abstützte. Infizierte seien nicht erst zwei Tage, sondern schon bis zu fünf Tage vor dem Auftreten von Coronavirus-Symptomen ansteckend. Die Studie sei korrigiert worden, hiess es. Das Contact-Tracing werde daher aufwendiger.

«Wenn man schon früher als zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend ist, müsste man den Zeitrahmen für das klassische und das digitale Contact-Tracing entsprechend anpassen», sagte etwa Marcel Salathé, Mitglied der Taskforce des Bundes, gegenüber der Zeitung. Das Bundesamt für Gesundheit BAG wolle demnächst an einem Treffen mit den Wissenschaftlern über das Thema sprechen, sagte zudem ein Behördensprecher der Zeitung. Auch im «SonntagsBlick» wird die Funktionsweise des Contact-Tracings kritisiert. So arbeiteten viele Kantone mit handgestrickten IT-Systemen, hiess es etwa. Und der Austausch über die Kantonsgrenzen hinweg sei fehleranfällig. Falls etwa ein Infizierter in einem Kanton wohne, aber anderswo arbeite, führe dies teils dazu, dass sich gar kein Kanton um die Nachverfolgung der Kontakte kümmere. Alles dazu lesen Sie hier.

Karibikstaat Trinidad und Tobago schliesst Strände

Die Regierung des Karibikstaats Trinidad und Tobago hat am Samstag (Ortszeit) verschärfte Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt. Dazu zählen die Schliessung von Stränden und Andachtsorten sowie ein Verbot von Restaurant- und Barbesuchen.

Auch dürfen sich nicht mehr als fünf Leute gleichzeitig versammeln, hiess es. Die Massnahmen greifen ab Montag und sollen 28 Tage lang in Kraft bleiben. Schulen werden nicht wie geplant im September wieder öffnen, hiess es weiter. Ausserdem werde ein Gesetz zur Einführung einer Maskenpflicht geprüft.

Grund ist ein sprunghafter Anstieg von Covid-19-Erkrankungen im August in dem Land, in dem insgesamt bisher 474 Coronavirus-Infektionen und zehn Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bestätigt sind.

 

Der Karibikstaat Trinidad und Tobago schliesst in der Corona-Pandemie seine Strände. (Bild: Keystone)

Ariane-5-Rakete startet erstmals seit Corona-Lockdown wieder ins All

Eine europäische Trägerrakete Ariane 5 ist erstmals seit dem Corona-Lockdown auf dem Weltraumbahnhof Kourou wieder ins All gestartet. Europas Raumfahrt-Lastesel hob in der Nacht zum Sonntag deutscher Zeit mit zwei Telekommunikationssatelliten an Bord ab, wie der Betreiber Arianespace mitteilte. Der Weltraumbahnhof liegt im südamerikanischen Französisch-Guayana.

An Bord der Rakete waren die Telekommunikationssatelliten Galaxy 30 und BSAT-4b sowie ein sogenanntes Mission Extension Vehicle. Das ist ein nachrüstbarer Antrieb für geostationäre Satelliten. Damit soll die Lebensdauer eines Satelliten verlängert werden. Der Start war zuvor wegen technischer Probleme und wegen des Wetters mehrfach verschoben worden.

Wegen der Corona-Krise waren im März die Startvorbereitungen im Weltraumbahnhof zeitweise komplett unterbrochen worden. Trägerraketen und Satelliten wurden in einen sicheren Bereitschaftszustand gebracht. Es handelt sich nun um den ersten Start einer Ariane-5-Rakete seit Februar. Somit ist es auch der erste Start seit dem Corona-Lockdown auf dem Weltraumbahnhof in Kourou.

Trump: Wahlsieger könnte erst nach Monaten oder Jahren feststehen

US-Präsident Donald Trump hat seine Warnungen vor einer breitflächigen Briefwahl im November fortgesetzt. Es sei nicht zu erwarten, dass der Sieger in diesem Jahr am Abend der Wahl feststehe, machte Trump am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Bedminster (New Jersey) klar. «Normalerweise sagen sie am Ende des Abends, Donald Trump hat die Wahl gewonnen, Donald Trump ist Ihr neuer Präsident», sagte Trump. Dieses Mal «wird man es möglicherweise – wenn man es wirklich richtig macht – für Monate oder für Jahre nicht wissen, weil diese Stimmzettel alle verloren gehen werden, sie werden weg sein». Es werde eine «katastrophale Situation» geben, wenn grossflächig per Brief gewählt werde, sagte Trump.

Donald Trump ist gegen eine breitflächige Briefwahl bei den US-Wahlen. (Bild: Keystone)

Wegen der Corona-Pandemie wird erwartet, dass viele US-Amerikaner ihre Stimme bei der Präsidentenwahl per Brief abgeben werden. Trump erklärt mittlerweile annähernd täglich, dass das Fälschungsrisiko bei einer weit verbreiteten Briefwahl sehr hoch sei. Eindeutige Belege führt er dafür nicht an. Wegen seiner wiederholten Angriffe wird Trump vorgeworfen, Zweifel an der Sicherheit der Abstimmung zu säen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Neuer Rekord an Corona-Infektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat innerhalb von 24 Stunden weltweit so viele neue Coronavirus-Infektionen gemeldet wie nie zuvor. Die Zahl lag bei fast 300’000, wie die WHO berichtete. Insgesamt sind damit seit Bekanntwerden des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 21 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten erheblich. In manchen Ländern werden viele, in anderen nur wenige Menschen auf das Virus getestet. Die konkreten Zahlen, Stand Samstag 10.00 Uhr MESZ: 294’237 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, seit Beginn des Ausbruchs insgesamt 21’026’758 Fälle. Und 755’786 Infizierte sind nach der WHO-Statistik weltweit gestorben. Den vorherigen Rekord verzeichnete die WHO am 31. Juli mit etwas über 292’000 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Die Corona-Ansteckungszahlen steigen weiter rasant an. Mit 294’237 wurde ein neuer weltweiter Rekord verzeichnet. (Bild: Keystone)

Fünf Infektionen bei Lokomotiva Zagreb

Bei Lokomotiva Zagreb, einem Teilnehmer an der Champions-League-Qualifikation, sind mindestens fünf Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Das berichteten kroatische Medien am Samstag übereinstimmend.

Um am 26. August in der 2. Runde der Qualifikation zum Hinspiel gegen Rapid Wien anzutreten, muss Lokomotiva genug fitte Spieler haben, sonst könnte die UEFA die Partie allenfalls absagen. In Quarantäne wurde die Mannschaft von den kroatischen Behörden bislang nicht geschickt. Das Hinspiel findet in Zagreb statt.

Südafrika hebt Verkaufsverbot für Alkohol und Tabak auf

In Südafrika endet zu Wochenbeginn ein Verkaufsverbot für Alkohol und Tabak, das die Regierung vor Monaten zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus erlassen hatte. Auch andere Beschränkungen werden angesichts sinkender Infektionszahlen aufgehoben oder gelockert, etwa ein nächtliches Ausgehverbot oder Reisesperren zwischen den Provinzen, wie Präsident Cyril Ramaphosa am Samstag in einer Fernsehansprache sagte.

Bestehen bleibt aber die Pflicht zum Maskentragen in der Öffentlichkeit. Auch dürfen sich nur maximal 50 Menschen versammeln. Mit 583 653 bestätigten Infektionen ist Südafrika nach den Worten des Präsidenten das am stärksten betroffene Land ganz Afrikas.

Kanton Solothurn dehnt Maskenpflicht an Schulen aus

Der Kanton Solothurn dehnt die Maskenpflicht an den Kantons- und Berufsschulen ab kommenden Montag aus. Er begründete die Massnahme am Samstag mit den steigenden Fallzahlen. Auslöser sind drei Covid-19-Fälle in Olten.

An der Kantonsschule Olten wurde in dieser Woche eine Lehrperson positiv auf Covid-19 getestet, wie die Solothurner Staatskanzlei mitteilte. Später sei auch ein Jugendlicher positiv getestet worden, deshalb befänden sich derzeit drei Klassen in Quarantäne, insgesamt 57 Personen. Ein positiver Fall sei auch am BBZ Olten aufgetreten, zwei Personen seien in Quarantäne.

Allein in der letzten Woche sind gemäss den Angaben 53 neue Fälle im Kanton Solothurn registriert worden, deutlich mehr als jeweils in den Vorwochen. Das Departement für Bildung und Kultur (DBK) habe deshalb mit dem Kantonsarzt entschieden, die Maskenpflicht an den Solothurner Kantons- und Berufsschulen ab kommenden Montag auszudehnen.

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Dänemark führt Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein
 

Im öffentlichen Nahverkehr Dänemarks gilt neu die Maskenpflicht. (Bild: Keystone)

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, führt Dänemark ab dem 22. August eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein. «Wir tun dies, da die Infektionsraten steigen während auch die Aktivität in der Gesellschaft zunimmt», sagte Regierungschefin Mette Frederiksen am Samstag. Die Regelung werde für Reisende ab dem Alter von zwölf Jahren sowie die Fahrer und Angestellten der öffentlichen Verkehrsbetriebe gelten, sagte der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht. Die Pflicht umfasse Busse, Züge, Strassenbahnen, die Metro, Fähren, Taxis und gelte auch an Bahnhöfen.

Frederiksen zufolge könnte die Maskenpflicht auch noch auf weitere öffentliche Bereiche wie Supermärkte ausgeweitet werden. Dänemark registrierte bisher nach Angaben von Gesundheitsbehörden rund 15’400 Infektionen. Mehr als 620 Menschen starben mit oder an dem Erreger.

Am späten Freitagabend hatte Dänemarks Regierung die umstrittene Sechs-Tages-Regel für Reisende abgeschafft. Damit müssen Touristen künftig nicht mehr nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben.

Streit um Briefwahl und US-Post spitzt sich zu

Knapp drei Monate vor der US-Präsidentenwahl rückt die Rolle der Post bei der Abstimmung in Corona-Zeiten immer stärker in den Mittelpunkt. Die US-Post warnte in am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Briefen die Bundesstaaten, sie könne nicht garantieren, dass per Briefwahl abgegebene Stimmzettel rechtzeitig zugestellt würden, um gezählt zu werden. Zugleich wurden interne Unterlagen bekannt, laut denen die Post gerade zahlreiche Briefsortiermaschinen abbaut.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor offen davon gesprochen, der Post die Mittel vorzuenthalten, die sie haben wolle, um Abermillionen Briefwahlzettel fristgerecht zu befördern. Demokraten sehen darin einen Versuch des Amtsinhabers, die Wahlbeteiligung zu seinen Gunsten gering zu halten.

Trump erklärt stets ohne nähere Belege, das Fälschungsrisiko bei einer Briefwahl sei sehr hoch. Am Samstag setzte er seine mittlerweile fast täglichen Warnungen vor der Briefwahl fort. «Die Demokraten wissen, dass die Wahl 2020 ein betrügerisches Chaos sein wird. Werden vielleicht nie erfahren, wer gewonnen hat!», schrieb Trump auf Twitter. Wegen seiner wiederholten Angriffe auf die Briefwahl wird Trump vorgeworfen, Zweifel an der Sicherheit der Abstimmung zu säen und die Wahl beeinflussen zu wollen.

Jeder dritte Infizierte gibt Covidcode nicht ein

Seit dem 1. Juli haben 588 positiv getestete Personen den Covidcode in der heruntergeladenen App auf ihrem Mobiltelefon eingegeben. Ausgestellt wurden bis am 12. August jedoch 882 Codes. Damit wurde jeder dritte Code nicht benutzt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 
Die Swiss Covid App funktioniert mit einem Covidcode, den die Behörden bei einem positiven Testergebnis abgeben. (Bild: Keystone)
Österreichs Kanzler fordert strengere Corona-Kontrollen an Grenzen

Nach dem Anstieg der Corona-Zahlen in Österreich will Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen.

Bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem von rund 30 Risikogebieten müssen Rückkehrer einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sie müssen in eine zehntägige Quarantäne. «Hier muss strenger kontrolliert werden», sagte Kurz der Zeitung «Österreich». Kurz schloss auch Tests direkt an der Grenze nicht aus. Das liege in der Verantwortung der Gesundheitsbehörden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verlangt, dass Urlaubsrückkehrer an der Grenze stärker kontrolliert werden. (Bild: Keystone)
Südkorea verschärft wegen vieler Neuinfektionen Massnahmen

Wegen des höchsten Tagesanstiegs von Corona-Neuinfektionen seit fünf Monaten hat Südkorea die Regeln zur Vermeidung sozialer Kontakte für die Hauptstadtregion wieder verschärft. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, wurden am Freitag 166 neue Fälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen stieg demnach auf mehr als 15 000. Es gab bisher 305 Todesopfer in Verbindung mit Sars-Cov-2.

In den nächsten zwei Wochen bleiben in Seoul und der angrenzenden Provinz Gyeonggi öffentliche Einrichtungen einschliesslich Wohlfahrtszentren, Büchereien und Museen geschlossen. Clubs, Karaokebars, Fitnessstudios und Konzerthallen können wieder geschlossen werden, wenn Schutzmassnahmen wie die Erstellung von Besucherlisten nicht eingehalten werden. Zudem werden erneut keine Fans zu Spielen der Fussball- und Baseball-Ligen zugelassen, nachdem die Stadien für Zuschauer teilweise wieder geöffnet worden waren.

253 neue Fälle in der Schweiz

Die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus bleiben weiterhin hoch. Das BAG meldet am Samstag 253 neue Fälle. Neun Menschen mussten ins Spital. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Aktienwert von Impfstoff-Firma steigt um 249 Prozent

Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac hat am Freitag ein furioses Debüt an der US-Technologiebörse Nasdaq gefeiert. Die Aktien schlossen an ihrem ersten Handelstag bei 55,90 Dollar, was einem Kurssprung von 249 Prozent entspricht.

Die Anteilsscheine waren mit 16 Dollar am oberen Ende der Preisspanne ausgegeben worden. Fortschritte bei der Entwicklung des Coronavirus-Impfstoffs hatten das Interesse der Anleger beflügelt. Schon zum Ausgabepreis wurde CureVac mit umgerechnet bis zu 2,5 Milliarden Franken bewertet – das sind 900 Millionen Franken mehr vor wenigen Wochen, als unter anderem die deutsche Staatsbank KfW eingestiegen war. Nun beträgt die Marktkapitalisierung bereits rund acht Milliarden Franken. Mehr dazu lesen Sie hier.

Fortuna Düsseldorf in Quarantäne

Zwei Spieler von Fortuna Düsseldorf sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das örtliche Gesundheitsamt ordnete für die gesamte Mannschaft des Bundesliga-Absteigers bis auf Weiteres häusliche Quarantäne an. Die Tests waren am Freitag durchgeführt worden. Das Ergebnis erhielt der Bundesliga-Absteiger am Abend nach einem Testspiel gegen Meerbusch (5:0). Die neue Saison in der 2. Bundesliga beginnt am 18. September.

Eufor-Soldaten müssen bei Rückkehr nicht in Quarantäne

Der Oberfeldarzt hat die Ausnahmeregelung für die Schweizer Soldatinnen und Soldaten bei der Rückkehr in die Schweiz auf die Mission in Bosnien-Herzegowina ausgeweitet. Gleich wie die Swisscoy-Angehörigen im Kosovo müssen auch sie nicht zehn Tage in Quarantäne.

Für normale Einreisende aus Bosnien-Herzegowina gilt seit dem 8. August eine Quarantänepflicht. Doch der Oberfeldarzt hat am Freitagnachmittag entschieden, dass für die 20 dort im Einsatz stehenden Schweizer Eufor-Soldaten die gleichen Bestimmung und Vorgehensweisen gelten sollen, wie für die Swisscoy. Das schreibt die Armee auf ihrer Webseite. Alle Details erfahren Sie hier.

Basler Epidemiologe dämpft die Erwartung auf Corona-Impfstoff

Epidemiologe und Mitglied der Covid-19-Taskforce des Bundes, Marcel Tanner, hat beim Coronavirus vor dem Abstützen auf die im Epidemiengesetz enthaltene Impfpflicht gewarnt. «Das ist die falsche Diskussion», sagte er den Tamedia-Zeitungen vom Samstag.

Der Basler Epidemiologe Marcel Tanner zeigt sich skeptisch gegenüber einer Impfpflicht. (Bild: Keystone)

«Man sollte sich nicht auf die Impfpflicht abstützen», erklärte er. «Wir kriegen eine Herdenimmunität hin, wenn sich 80 Prozent der Menschen impfen lassen, auch ohne Streit auf einem Nebenschauplatz wie dem Impfzwang», sagte er.

Auch einem Fokus auf einem in der Schweiz hergestellten Coronavirus-Impfstoff erteilte der 68-jährige Basler Experte eine Absage. Er glaube, es sei falsch, sich auf die Herkunft eines Impfstoffes zu fokussieren. «Wichtig ist, dass schnell ein brauchbares Produkt da ist», betonte Tanner. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

McKesson wird zentraler Coronavirus-Impfstoff-Vertreiber in den USA

Der amerikanische Pharmagrosshändler McKesson soll den künftigen Coronavirus-Impfstoff in den USA zentral vertreiben. US-Gesundheitsbehörde (HHS) teilte am Freitag (Ortszeit) mit, McKesson den entsprechenden Auftrag nach einem Bieterverfahren erteilt zu haben.

Damit solle ein zügiger Vertrieb des Impfstoffes sichergestellt werden, sobald die zuständige Behörde FDA grünes Licht für dessen Zulassung gebe, hiess es weiter. McKesson ist der grösste Vertreiber von Grippeimpfstoffen in den USA.

An der Wall Street kamen die Nachrichten gut an. Die McKesson-Aktien legten in einem negativen Börsenumfeld rasch um rund vier Prozent zu.

Auch DER Touristik sagt Reisen ab

Der Reiseanbieter DER Touristik sagte seine Spanien-Reisen bis zum 21. August ab, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von AFP mitteilte. Eine Ausnahme gelte für Reisen auf die Kanarischen Inseln. Am kommenden Dienstag werde das Unternehmen die Lage erneut bewerten, hiess es.

Keine Staatshilfe für Jaguar Land Rover und Tata Steel

Der Luxusautokonzern Jaguar Land Rover erhält laut einem Bericht der «Financial Times» von der Nacht auf Samstag keine Staatshilfe, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen. Das Gleiche gelte für den Stahlkonzern Tata Steel, hiess es.

Die Gespräche zwischen der britischen Regierung und den beiden Unternehmen seien beendet worden. Dies berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person.

 

Jaguar Land Rover erhält vom britischen Staat keine finanzielle Unterstützung. (Bild: Keystone)

Reisewarnung für fast ganz Spanien - Tui sagt Pauschalreisen ab

Nach der Einstufung fast ganz Spaniens einschliesslich Mallorcas als Risikogebiet wegen hoher Corona-Zahlen hat der Reisekonzern Tui ab Samstag alle Pauschalreisen dorthin abgesagt. Den Kunden würden Umbuchungen zu anderen Reisezielen angeboten, zum Beispiel zu den Kanarischen Inseln, wie ein Tui-Sprecher am Freitagabend der dpa sagte. Die Inselgruppe weit draussen im Atlantik vor der Westküste Afrikas ist die einzige spanische Region, die nicht zum Risikogebiet erklärt wurde. Reisende, die bereits in den betroffenen Feriengebieten seien, biete Tui an, sie auf Wunsch früher als geplant nach Hause zu fliegen.

Die Corona-Pandemie in Spanien spitzt sich wieder zu. Wegen der steigenden Zahlen sagt Tui alle Pauschalreisen ins südeuropäische Land ab. (Bild: Keystone)

Für Spanien und vor allem für Mallorca ist das ein weiterer schwerer Schlag. Allerdings war die Saison auch bisher schon katastrophal für die Tourismusbranche, die in normalen Zeiten mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt und etwa 2,5 Millionen Menschen Arbeit bietet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Dänemark schafft Sechs-Tage-Regel für Einreisende ab

Touristen müssen bei der Einreise nach Dänemark künftig nicht mehr nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Die Regierung und die Parlamentsparteien einigten sich am Freitag nach stundenlangen Verhandlungen darauf, die umstrittene Sechs-Tages-Regel abzuschaffen.

Wie aus einer am späten Abend veröffentlichten Vereinbarung hervorgeht, wird die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen weiter bei 100 belassen. Über eine mögliche Lockerung soll demnach im September neu diskutiert werden. Restaurants, Kneipen und Cafés dürfen statt bis Mitternacht jetzt bis 2.00 Uhr öffnen, Nachtclubs und Diskotheken bleiben bis Ende Oktober weiter dicht.

So kam es zur «Fehlinformation» des BAG

Das BAG meldete am Freitag fälschlicherweise den Tod eines Mannes unter 30 Jahren im Kanton Bern. Er soll an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben sein. Vorerkrankungen habe er keine gehabt, hiess es. Am Abend stellte sich dann heraus: Alles eine Falschmeldung. Der Kanton Bern korrigierte, der Mann sei nicht tot, er lebe. Die betreffende Person befinde sich in Isolation und habe keine schweren Covid-19-Symptome.

Gemäss Gundekar Giebel, Kommunikationschef der Gesundheitsdirektion des Kantons Bern, passierte der Fehler bei der klinischen Meldung eines Isolationsfalls. Das berichtet die Redaktion Tamedia am Freitagabend. Der Kanton Bern habe dem Bund lediglich mitgeteilt, dass sich ein erkrankter Mann in der besagten Altersgruppe in Isolation befinde.

Das entsprechende Formular enthält laut dem Kanton ein Feld, das bei Todesfällen angekreuzt wird. Statt eines Kreuzes wurde dort aber eine Zahl eingetragen. Das BAG habe die Meldung dann als Todesfall gewertet.

Todesfall von jungem Mann in Bern war «Fehlinformation»

Aufregung geherrscht hat am Freitag über den vermeintlichen Tod eines unter 30-jährigen Covid-19-Patienten im Kanton Bern. Das BAG sprach vor den Bundeshausmedien von dem «tragischen Fall», und mehrere Medien berichteten darüber. Am Abend dementierte der Kanton Bern.

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern schrieb in einer Medienmitteilung, es handle sich um eine «Fehlinformation». Diese sei erfolgt aufgrund von Unklarheiten auf der klinischen Meldung einer Person, die sich in Isolation befinde und keine schweren Covid-19-Symptome habe.

Es sei vom Kanton Bern keine Todesfallmeldung an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gesandt worden. Das BAG habe der bernischen Behörde mitgeteilt, dass es die Todesfallstatistik der Covid-19-Fälle am Samstag um minus 1 korrigieren werde.

Mallorca gilt in Deutschland neu als Risikogebiet

Die deutsche Bundesregierung stuft – abgesehen von den Balearen – ganz Spanien als Risikogebiet ein. Davon betroffen ist auch die bei deutschen Touristen äusserst beliebte Ferieninsel Mallorca. Die Destination verzeichnete zuletzt steigende Zahlen an Corona-Neuinfektionen.

Die deutsche «Bild»-Zeitung und die Nachrichtenagentur Reuters vermelden am Freitagabend den internen Beschluss der Bundesregierung. «In Spanien zeigt sich ein sehr dynamisches Ausbruchsgeschehen», erklärte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der Trend zeige steigende Fallzahlen, «immer mehr Gebiete in Spanien sind wieder stärker von der Pandemie betroffen».

Deutsche Regierung rät von Reisen nach Mallorca ab: Die beliebte Ferieninsel wird neu als Risikogebiet eingestuft – sowie auch fast ganz Spanien. (Symbolbild: Keystone)
Basel-Stadt, Zürich und Luzern neu auf Risikoliste von Belgien

Belgien hat seine Liste der Risiko-Destinationen aktualisiert. Grundsätzlich gibt das Land für Reisen in die Schweiz grünes Licht, doch gewisse Kantone werden als Risiko-Destinationen eingestuft. Neun Kantone finden sich seit Freitag auf der sogenannten Orangen Liste Belgiens: Basel-Stadt, Zürich, Luzern, Genf, Glarus, Waadt, Schaffhausen, Schwyz und Zug. Das berichtet der «Blick» am Freitag.

Für diese Kantone ruft das belgische Aussenministerium eine «erhöhte Wachsamkeit« aus. Rückkehrern aus diesen Kantonen nach Belgien wird eine Quarantäne oder ein Corona-Test empfohlen, obligatorisch ist beides aber nicht.

Während Kantone wie Basel-Stadt neu auf die Orange Liste gesetzt wurden, hat sich die Lage für den Kanton Genf in Bezug auf die belgische Einstufung verbessert: Der Westschweizer Kanton wurde von der Alarmstufe Rot auf Orange zurückgestuft. Graubünden ist ganz von der Orangen Liste verschwunden.

Österreich verhängt Reisewarnung für Kroatien

Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen in Kroatien warnt Österreich nun vor Reisen in das EU-Partnerland. Die Reisewarnung tritt am Montag offiziell in Kraft, wie das Aussenministerium am Freitag in Wien mitteilte.

Österreichische Feriengäste, die sich in Kroatien befinden, wurden jetzt schon zur Heimreise aufgefordert. Kroatien hatte am Donnerstag 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert, den höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Die Infektionszahlen in Österreich selbst sind in den vergangenen Tagen ebenfalls gestiegen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober begründete dies auch mit einer höheren Zahl an Tests.

Super League-Saison beginnt eine Woche später

Der Start zur Schweizer Fussballmeisterschaft in der Super League und in der Challenge League erfolgt erst am Wochenende 19./20. September, eine Woche später als zuerst vorgesehen.

Die Swiss Football League berücksichtigt mit der Verschiebung den bundesrätlichen Entscheid, wonach Veranstaltungen mit mehr als 1’000 Menschen unter bestimmten Bedingungen erst ab dem 1. Oktober wieder möglich sind. Das Hinausschieben des Auftakts bewirkt, dass jeder Klub nur ein Heimspiel mit höchstens 1’000 Zuschauern austragen muss.

Spanien: Nachtleben und Rauchen im Freien weitgehend verboten

Die Corona-Zahlen steigen in Spanien stark an. Nun gebietet das Land dem Nachtleben Einhalt. (Bild: Keystone)

Das Nachtleben werde landesweit unterbunden, das Rauchen im öffentlichen Raum verboten, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, und Alkohol dürfe nicht mehr im Freien getrunken werden, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Freitag nach einer Krisensitzung mit den Vertretern der Regionen in Madrid.

Von Mittwoch auf Donnerstag waren binnen 24 Stunden landesweit fast 3000 neue Corona-Infektionen registriert worden, so viele wie zuletzt im April. Allerdings wird viel mehr getestet und viele der Betroffenen haben keine oder nur milde Krankheitssymptome. Es gibt über 1000 lokale Ausbrüche und die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner liegt derzeit bei fast 50 je 100’000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist der wichtigste Indikator dafür, ob eine Region oder ein Land vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt wird. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Deutsches Impfstoffunternehmen geht an US-Börse

Das wegen seines Corona-Impfstoffkandidaten bekannt gewordene deutsche Biotechunternehmen Curevac kann im Zuge seines Börsengangs wie erhofft deutlich mehr als 200 Millionen US-Dollar von Investoren einsammeln. Die zunächst etwas mehr als 13,3 Millionen Aktien würden zu je 16 Dollar platziert, wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab.

Weitere bis zu knapp zwei Millionen Papiere könnten die Zeichner der Aktien kurzfristig zusätzlich ordern. Insgesamt würden dem Unternehmen dann brutto rund 245 Millionen Dollar zufliessen. Der Handel der Papiere wird an diesem Freitag an der US-Techbörse Nasdaq starten.

Bildungskommission will Kita-Hilfe in ordentliches Recht überführen

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK) will eine gesetzliche Grundlage für die Kita-Hilfe auch nach Ablauf der Corona-Notverordnung. Sie will im Covid-19-Gesetz einen entsprechenden Artikel verankern.

Der Entscheid fiel mit 13 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Kommissionsmehrheit möchte damit die finanzielle Unterstützung von öffentlichen wie privaten Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung durch den Bund weiterhin ermöglichen.

Zudem beantragt die WBK dem Nationalrat mit 15 zu 9 Stimmen bei einer Enthaltung, den Höchstbetrag für Leistungsvereinbarungen zwischen dem Bundesamt für Kultur (BAK) mit einem oder mehreren Kantonen zur Unterstützung der Kulturunternehmen von 80 auf 100 Millionen Franken zu erhöhen.

Wartehäuschen kämpfen gen Corona
 

Umgerechnet kosten die Häuschen 76’000 Franken. (Bild: Keystone)

Automatisches Fiebermessen und Ladestationen für Smartphones: Diese Wartehäuschen in Seoul haben es in sich. Seit dieser Woche sind sie im Einsatz. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Nationalratskommission stärkt Profiligen den Rücken

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK) verlangt vom Bundesrat eine rasche Lösung für die Sicherung des Betriebs der Fussball- und Eishockeyligen. Sie hat zu diesem Zweck eine Motion eingereicht.

Der Entscheid fiel mit 18 zu 0 Stimmen bei 7 Enthaltungen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Konkret soll der Bundesrat die Darlehenshaftung durch die beiden betroffenen Sportverbände beziehungsweise Sportligen oder anderen Klubs aus der entsprechenden Verordnung streichen.

Zudem sollen Sicherheiten für das Darlehen maximal im Umfang von 35 Prozent der jährlichen Rückzahlungsraten gewährt werden. Weiter sollen die Darlehen auch für Klubs offen sein, welche bereits Hilfen im Rahmen der Covid-19-Verordnung in Anspruch genommen haben.

Am Mittwoch hatte der Bundesrat mitgeteilt, dass Grossveranstaltungen ab Anfang Oktober unter strengen Auflagen wieder möglich sein sollen. Die Kantone müssen die Veranstaltungen aber jeweils bewilligen. Der Start der Profiligen im Eishockey und Fussball war ursprünglich bereits für September geplant.

Wegen Briefwahl: Trump droht mit Veto bei möglichem Corona-Hilfspaket

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, bei einer Einigung auf ein neues Corona-Hilfspaket mit den Demokraten sein Veto einzulegen, falls dieses Geld für die Post enthält.

 

Donald Trump droht, bei einer Einigung auf ein neues Corona-Hilfspaket mit den Demokraten sein Veto einzulegen, falls dieses Geld für die Post enthält. (Bild: Keystone)

«Das bedeutet, dass sie (die Demokraten) keine allgemeine Briefwahl bekommen können», sagte der Republikaner Trump am Donnerstag (Ortszeit) dem konservativen Sender Fox Business. Die Demokraten bräuchten dieses Geld, damit die Post «all diese Abermillionen von Stimmzetteln annehmen kann». Trump befürchtet offenbar, dass die Demokraten bei der Präsidentenwahl im November von einer Zunahme der Stimmabgabe über Briefwahl profitieren könnten.

Sowohl Trump als auch seine Frau Melania hatten an ihrem Wohnsitz Palm Beach selbst Briefwahlzettel für am Dienstag anstehende örtliche Vorwahlen im Bundesstaat Florida beantragt, wie aus der Webseite der Wahlaufsichtsbehörde der Stadt Palm Beach hervorging.

Verschiedene Ausgangslage für Grossanlässe
 

Für die Grossanlässe gelten in der Schweiz verschiedene Ausgangslagen, so Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG). (Bild: Keystone)

Laut Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), wird es auch ab Anfang Oktober Grossanlässe geben, die nur schwer durchführbar sind. Er erwähnte etwa «Volksfeste, an denen viel gegessen und getrunken wird».

Es sei zwar nicht unmöglich, hier Konzepte zu gestalten, sagte Kuster am Freitag vor den Bundeshausmedien. Es dürfte aber schwierig sein, die Sicherheitsmassnahmen an solchen Anlässen einzuhalten.

Anders sei es beispielsweise bei einem Orientierungslauf im Wald mit 1200 Teilnehmenden. Solche gestaffelte Open-Air-Anlässe dürften laut Kuster keine Probleme haben, griffige Schutzkonzepte zu erarbeiten.

Steht Europa am nächsten Corona-Abgrund?

Im Frühjahr stand die EU mit ihren Brandherden Italien und Spanien im Zentrum der Corona-Krise, dann hat sich der Kampf gegen das Virus in andere Weltregionen verlagert – in die USA, nach Lateinamerika und Indien. Doch auch die EU-Staaten haben in diesem Sommer ein beinahe kollektives Problem: Die Infektionszahlen steigen fast überall wieder. Sowohl das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) als auch das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO sprechen bereits von einem Wiedererstarken des Virus in manchen Ländern – und vielerorts herrschen Sorgen vor weiter zunehmenden Zahlen, wie die Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichten.

Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Feiern zu Pakistans Unabhängigkeitstag wegen Corona kleiner als sonst

In Pakistan sind die Feierlichkeiten zum Tag der Unabhängigkeit in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie kleiner ausgefallen als üblich. An der zentralen Veranstaltung in der Hauptstadt Islamabad nahmen lediglich etwa 200 Menschen teil, wie das Präsidentenbüro am Freitag mitteilte.

Am Vorabend war der Tag landesweit mit Feuerwerken begangen worden. Auch in den Provinzhauptstädten gab es Zeremonien. Bereits seit Tagen verkauften Strassenhändler überall im Land Flaggen.

Migrantencamp in Griechenland nach Corona-Fällen unter Quarantäne

Nach der Corona-Infektion eines Migranten aus dem Jemen und einer Mitarbeiterin des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) ist das Migrantencamp von Vial auf der Insel Chios in Griechenland unter Quarantäne gestellt worden.

Die Massnahme habe bereits am 13. August begonnen und werde zunächst bis zum 25. August andauern, teilte ein Sprecher der Gesundheitbehörde Eody am Freitag im Staatsradio (ERA-Nordägäis) mit.

Erstmals seit Ausbruch der Pandemie war am Donnerstag ein Migrant in einem Camp auf den Inseln im Osten der griechischen Ägäis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei weiteren Untersuchungen wurde die Infektion der Mitarbeiterin der EASO festgestellt, die zuletzt ihren Urlaub auf einer Touristeninsel der Kykladen verbracht hatte.

Kein Rugby mehr vor Publikum in Neuseeland

Grosse Enttäuschung für Rugby-Fans in Neuseeland: Wegen eines neuen Corona-Ausbruchs in der Millionenstadt Auckland ist das letzte Spiel des «Super Rugby Aotearoa»-Turniers zwischen den Auckland Blues und den Canterbury Crusaders abgesagt worden. 43’000 Fans hatten sich bereits ein Ticket für die für Sonntag geplante Partie gesichert.

In Neuseeland wird erstmals nicht mehr vor Publikum Rugby gespielt. (Bild: Keystone)

Neuseeland erklärte sich im Juni Corona-frei und liess in der Folge auch wieder Sportveranstaltungen mit voll besetzten Stadien zu. Durch einen seit Mittwoch geltenden und am Freitag bis zum 26. August verlängerten neuen Lockdown in Auckland ist dies nun hinfällig. Nach 102 Tagen ohne lokale Neuansteckung waren am Dienstag vier Mitglieder einer Familie positiv getestet worden. Mittlerweile gibt es 26 weitere Infizierte.

900 Einsprachen des Bundes gegen Bewilligungen von Kurzarbeit

Der Bund hat in fast 900 Fällen Einsprache gegen Bewilligungen von Kurzarbeit erhoben, die die Kantone im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erteilt haben. Das gab Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Freitag vor den Bundeshausmedien bekannt.

Knapp die Hälfte dieser Einsprachen, nämlich 420, wurden bisher behandelt. Dabei wurden 201 Einsprachen durch die Kantone gutgeheissen, und die Bewilligungen wurden abgelehnt. In 43 Fällen zogen die Gesuchssteller die Anträge zurück und in 12 Fällen lehnten die kantonalen Behörden die Gesuche ab. In 121 Fällen hielten die Kantone an ihrer Bewilligungserteilung fest. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Fälle nehmen zu - viele Fälle in Zürich und Genf

In den vergangenen Wochen hat die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus kontinuierlich zugenommen. Das sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag vor den Medien.

Am stärksten stiegen die Neuansteckungen in den Kantonen Genf (277), Waadt (232) und Zürich (279). Unter den Neuinfizierten seien vor allem Reiserückkehrende. Zu vielen Ansteckungen komme es im familiären Umfeld und am Arbeitsplatz. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Eishockey-Saisonstart am 1. Oktober

Der Saisonstart in der National League und der Swiss League wird um zwei Wochen verschoben. Statt dem ursprünglich vorgesehenen Starttermin am 18. September finden die ersten Spiele nun am Donnerstag, 1. Oktober, statt. Dies beschlossen die Vertreter der Klubs der obersten beiden Ligen an der Ligaversammlung in Ittigen.

Hintergrund des Beschlusses ist der Bundesrats-Entscheid vom Mittwoch. Per 1. Oktober wird das generelle Verbot von Veranstaltungen mit über 1000 Zuschauern aufgehoben.

 

Der Start der Schweizer Eishockey-Saison wird um zwei Wochen verschoben. (Bild: Keystone)

Corona-Lockdown sorgt für Verkaufsboom bei Motorrädern

Das schöne Sommerwetter und die Zurückhaltung bei der Nutzung von Bahn und Bus wegen Corona führen zu einem Boom bei den Motorradverkäufen.

Die Verkaufszahlen schnellen aber auch wegen den ab 2021 neu geltenden Regeln für Töff-Neueinsteiger nach oben. Nachdem während dem Corona-Lockdown kaum Motorräder und Scooter verkauft werden konnten, setzte danach eine beeindruckenden Aufholjagd ein: «Der Einbruch ist dank hervorragenden Verkäufen in den Monaten Mai, Juni und Juli längst Vergangenheit», teilte die Schweizerische Fachstelle Motorrad und Roller (SFMR) letzte Woche mit. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Hotspot Genf wäre Risikoland

Wäre der Kanton Genf ein eigenes Land, dann würde der Bund die Region als Risikogebiet einstufen. Das berichtet «SRF». Dies weil in den 14 Tagen 99 Fälle von Covid-19 pro 100’000 Einwohner bestätigt worden sind. Trotz dem strengen Regime im Kanton.  Alle Clubs und Discos sind geschlossen, in allen Läden gilt zudem Maskenpflicht. Laut SRF sind die Nähe zur Grenze sowie der Flughafen seien zwei der Gründe für die steigenden Zahlen. Eine Schliessung komme aber nicht infrage: Denn ohne die Grenzgänger würde das Gesundheitssystem kollabieren.

Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger interveniert bei SBB-Leitung

Der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger hat bei der Leitung der SBB interveniert, weil diese die S42 zwischen Muri AG und Zürich bis mindestens Anfang September ausfallen lassen. Die SBB begründen dies mit der durch die Coronavirus-Pandemie verzögerten Lokführerausbildung.

Dabei handelt es sich um einen «kurzfristig nachvollziehbaren Grund», wie Attiger am Freitag in einer Mitteilung seines Departements Bau, Verkehr und Umwelt zitiert wird. Das bestellte Angebot müsse jedoch so schnell wie möglich wieder ordnungsgemäss zur Verfügung stehen.

Die S42 zwischen Muri AG und Zürich fällt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens Anfang September aus. (Symbolbild: Keystone)

Die Personalknappheit bei den Lokführern habe sich bereits vor dem Corona-Lockdown abgezeichnet, heisst es in der Mitteilung weiter. So seien bereits Anfang Jahr einzelne Züge im Aargau wegen fehlenden Personals ausgefallen. Weil sich nun die Lokführerausbildung verzögere, sei mit «weiteren, noch einschneidenderen und länger andauernden Angebotsreduktion» zu rechnen. Die S42, die normalerweise in der Hauptverkehrszeit zwischen Muri und Zürich fährt, bleibt bis mindestens am 6. September eingestellt.

Volkswagen-Konzern schafft es bei Verkäufen im Juli fast ins Plus

Der Volkswagen-Konzern hat im Juli trotz der Corona-Krise weltweit fast wieder ein Verkaufsplus geschafft. Im vergangenen Monat lagen die Auslieferungen der Konzernmarken mit insgesamt 885 700 Fahrzeugen nur noch 0,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat, wie der Konzern am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Vor allem im grössten Einzelmarkt China zogen die Verkäufe mit 4,8 Prozent an und gaben damit Schub. In Westeuropa lagen die Verkäufe an Endkunden noch 1,9 Prozent unter dem Vorjahr, in Nord- und Südamerika hingegen noch deutlicher.

Volkswagen-Konzernvertriebsmanager Christian Dahlheim hatte Ende Juli einen Auslieferungsrückgang im prozentual einstelligen Bereich in Aussicht gestellt, nachdem es im Juni noch fast ein Fünftel weniger war. Ein VW-Sprecher wertete die Zahlen nun als erfreulichen Trend. Auf das bisherige Jahr gesehen zeigen sich die tiefen Einschnitte der Covid-19-Pandemie aber immer noch deutlich, hier liegt der Konzern mit 4,78 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen 23,6 Prozent im Minus.

Paris wegen steigender Fallzahlen als aktive Corona-Zone eingestuft

Frankreichs Hauptstadt Paris gilt wegen der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder als Zone, in der das Virus aktiv zirkuliert. Ein entsprechender Erlass wurde am Freitag veröffentlicht.

Gilt wieder als aktive Corona-Zone: Frankreichs Hauptstadt Paris. (Bild: Keystone)

Auch das Département Bouches-du-Rhône, in dem die Stadt Marseille liegt, ist von der neuen Einstufung betroffen. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können – theoretisch etwa durch das Schliessen von Restaurants und Märkten oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Alle Hintergründe erfahren Sie hier.

Deutsche Regierung erwartet kräftiges Wachstum im Sommerquartal

Die deutsche Bundesregierung rechnet nach dem Rekordeinbruch im Frühjahr mit einem deutlichen Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Sommerquartal.

«Mit der schrittweisen Lockerung der Einschränkungen hat für die deutsche Wirtschaft ab Mai bereits wieder der Erholungsprozess eingesetzt», heisst es in dem am Freitag veröffentlichen Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. «Angesichts der hierdurch bereits wieder etwas günstigeren Ausgangslage wird es im dritten Quartal zu einem kräftigen Wiederanstieg des Bruttoinlandsprodukts kommen.»

Mann unter 30 gestorben

Erstmals ist ein junger Erwachsener unter 30 Jahren in der Schweiz am Coronavirus gestorben. Dies berichteten die Tamedia-Zeitungen unter Berufung auf Aussagen des BAG.  Beim Verstorbenen handele es sich um einen jungen Mann. Ob er der Risikogruppe angehörte, ist noch nicht klar. Bereits im Mai starb im Kanton Aargau ein Baby am Coronavirus.

Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit, zum Todesfall im Kanton Bern. (Video: Keystone-SDA)

268 neue Fälle in der Schweiz

Das BAG meldet am Freitag 268 neue Coronavirus-Fälle. Zudem gibt es einen weiteren Todesfall. Neun Personen mussten derweil ins Spital gebracht werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Verfolgen Sie die Medienkonferenz des Bundes im Live-Stream

Am Freitagnachmittag, ab 14:00 Uhr, informieren die Behörden in Bundesbern über den aktuellen Stand in der Corona-Pandemie. Telebasel überträgt die Medienkonferenz online und im TV live. Den Stream können Sie hier verfolgen.

Euro-Wirtschaft bricht 12,1 Prozent ein - Beschäftigung fällt stark
 
Die Corona-Pandemie setzt der Wirtschaft in der Eurozone zu. (Bild: Keystone)

Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie abgestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt brach von April bis Juni um 12,1 Prozent zum Vorquartal ein, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte und damit eine Schätzung von Ende Juli bestätigte.

Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1995. Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten vor allem im April weite Teile der Wirtschaft lahmgelegt: Geschäfte, Hotels und Restaurants mussten schliessen, Fabriken dicht machen, Veranstaltungen ausfallen. Alles zum Thema finden Sie hier. 

Kroatien hält steigende Corona-Zahlen nicht für bedenklich

Das Urlaubsland Kroatien hält die zuletzt stark gestiegene Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus nicht für bedenklich.

«Die Zahlen werden wahrscheinlich im Rahmen dieser Grenzen bleiben, vielleicht werden sie sogar noch ein wenig steigen, aber es gibt kein exponenzielles Wachstum», sagte der stellvertretende Innenminister Damir Trut am Freitag im Nachrichtensender N1.

Am Tag zuvor hatte Kroatien 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert. Es war der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem EU-Land im Februar gemeldet wurde. In den letzten zwei Monaten hatte dieser Wert zwischen rund 30 und 100 geschwankt.

Easyjet verkauft 23 Flugzeuge und least sie danach zurück

Die britische Billigfluggellschaft Easyjet hat sich mit dem Verkauf eines Teils ihrer Flotte finanziellen Spielraum verschafft. Verkauft wurden 23 Maschinen mit einem Gesamterlös von 771 Millionen US-Dollar (rund 650 Millionen Euro), wie die Airline am Freitag mitteilte.

 
23 Flieger der Easyjet-Flotte werden von der Fluggesellschaft verkauft und zurückgeleast. (Bild: Keystone)

Die Flugzeuge nutzt Easyjet jedoch weiterhin im Rahmen eines Leasing-Vertrags. «Nach dem erfolgreichen Abschluss des Verkauf-und-Leaseback-Programms hat Easyjet nun seit Beginn der Covid-19-Pandemie mehr als 2,4 Milliarden Pfund (umgerechnet 2,65 Milliarden Euro) beschafft», hiess es in der Mitteilung der Airline. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

SEM verhängt für Marokko wieder Einreisebeschränkungen

Für Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums gelten in der Schweiz Einreisebeschränkungen. Dabei gibt es inzwischen Lockerungen für 19 Drittstaaten. Jene für Marokko wurden aber auf der neuesten Liste wieder gestrichen.

Lockerungen gab es bisher für 20 Länder. Die geänderte Liste mit den Einreisesperren tritt am Sonntag in Kraft. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) nahm gemäss einer Mitteilung der Bundeskanzlei Marokko von der Liste. Erst Mitte Juli war die Einschränkung für den nordafrikanischen Staat aufgehoben worden.

Neben den 26 Schengenstaaten sind die Einreisebeschränkungen auch für fünf EU-Länder ausserhalb des Schengen-Raums aufgehoben, nämlich Kroatien, Bulgarien, Irland, Rumänien und Zypern sowie für Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Das SEM verhängt für Marokko wieder Einreisebeschränkungen. (Bild: Keystone)

Neuseeland verlängert Lockdown in Auckland: 30 Fälle seit Dienstag

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat am Freitag eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in der Millionenmetropole Auckland um zwölf Tage angekündigt.

Die neuen Einschränkungen waren am Mittwoch zunächst für drei Tage verhängt worden, nachdem in der Stadt vier Mitglieder einer Familie positiv auf das Virus getestet worden waren. Insgesamt soll der Lockdown damit nun für zwei Wochen gelten. «Die Beschränkungen jetzt aufzuheben und dann eine Explosion neuer Fälle zu haben, wäre das Schlimmste für Auckland und unsere Wirtschaft», so Ardern.

Die Zahl der bestätigten Neuansteckungen war am Freitag um 13 auf insgesamt 30 gestiegen. Die Infizierten sollen in spezielle Quarantäne-Einrichtungen gebracht werden, ein Patient mit Covid-19 wird im Krankenhaus behandelt. Fast alle neuen Ansteckungen stünden in Zusammenhang mit der Familie, bei der das Virus zunächst diagnostiziert worden war, sagte Ardern. Bei einem Fall werde dies noch geprüft.

Agrarmärkte auf dem langsamen Weg zum «neuen Normal»

Nach dem coronabedingten Lockdown kehren die Märkte langsam zum «neuen Normal» zurück. In den Monaten Mai und Juni standen die Agrarmärkte unter dem Zeichen der schrittweisen Aufhebung der Einschränkungsmassnahmen, wie ein am Freitag veröffentlichter Sonderbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) aufzeigt.

Mit der Öffnung der Gastronomie Mitte Mai und den Grenzen zu den Nachbarländern ab Mitte Juni gingen die Absätze bei Lebensmitteln im Detailhandel im Vergleich zum April zurück. Nach wie vor lagen sie aber deutlich über den Werten von Mai und Juni 2019.

Im Vergleich zum 2. Quartal 2019 waren die Detailhandelsumsätze für Lebensmittel einschliesslich Getränke mit 601 Millionen Franken um 18,3 Prozent höher. Bei Bio-Produkten erhöhten sich die Umsätze im 2. Quartal 2020 gegenüber 2019 um 23,5 Prozent auf 66,6 Millionen Franken. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Berner Zibelemärit findet in diesem Jahr nicht statt

Der Berner Zibelemärit findet dieses Jahr wegen des Coronavirus nicht statt. Der Berner Gemeinderat ist zur Überzeugung gelangt, dass wegen der «immensen Besucherzahlen» die Schutzmassnahmen nicht ausreichend eingehalten werden könnten, wie er am Freitag schrieb. Alle Details dazu finden Sie hier.

Der Berner Zibelemärit wird 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt. (Bild: Keystone)

Hapag-Lloyd verdoppelt Gewinn dank niedrigerer Kosten

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd hat den Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert.

Nach einem ordentlichen Start ins neue Geschäftsjahr seien die Transportmengen im zweiten Quartal wegen der Corona-Pandemie zwar deutlich zurückgegangen, dennoch verbesserte sich das Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten auf 285 Millionen Euro – das war fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Das teilte der Konzern am Freitag in Hamburg mit und verwies auf niedrigere Kosten und Sparmassnahmen. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im selben Zeitraum um 31 Prozent auf 511 Millionen Euro. Der Umsatz hielt sich mit 6,4 Milliarden Euro fast stabil.

Nur noch jeder Vierte in der Schweiz bezahlt mit Bargeld

Das Zahlungsverhalten in der Schweiz hat sich als Folge der Corona-Krise grundlegend verändert. 75 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nutzen kontaktloses Bezahlen – vor einem Jahr waren es erst 60 Prozent, wie aus einer am Freitag publizierten Comparis-Umfrage hervorgeht.

Mit der Erhöhung der Limite für kontaktloses Bezahlen von 40 auf 80 Franken im April dieses Jahres hätten die Schweizer Kartenherausgeber dem kontaktlosen Bezahlen mit Debit- und Kreditkarten einen deutlichen Schub gegeben, heisst es in einem Communiqué. Alle Hintergründe erfahren Sie hier.

Bund informiert am Nachmittag

Nach dem jüngsten Öffnungsschritt informieren am heutigen Freitag ab 14.00 Uhr die Fachexperten des Bundes über die Situation mit dem Coronavirus in der Schweiz. Noch ist offen, unter welchen Auflagen Grossveranstaltungen ab Anfang Oktober wieder durchgeführt werden können. Der Bundesrat hatte am Mittwoch kommuniziert, dass er die Details in den kommenden Wochen mit den Kantonen, Verbänden und Branchenorganisationen abstimmen werde. Stark unter Beobachtung ist am heutigen Freitag ebenfalls, wie sich die Coronavirus-Fallzahlen weiterentwickeln. Seit Mitte Woche bewegen sich die Zahlen bei über 200 Neuinfektionen pro Tag.

Trump wirft Biden Politisierung der Corona-Pandemie vor

US-Präsident Donald Trump hat seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vorgeworfen, die Corona-Pandemie zu politisieren. Biden mangele es an Respekt für das amerikanische Volk, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. Trump wies Bidens Forderung nach einer landesweiten Maskenpflicht zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung zurück und beschuldigte Biden – den er erneut «schläfriger Joe» nannte -, den Rat von Wissenschaftlern nicht zu befolgen. Kritiker machen Trump selbst diesen Vorwurf. Er hat mehrfach gesagt, das Virus werde irgendwann «einfach verschwinden.

 

US-Präsident Trump wirft seinem Herausforderer Joe Biden vor, die Corona-Pandemie zu politisieren. (Bild: Keystone)

Biden hatte sich zuvor zu der Corona-Pandemie geäussert und für mindestens drei Monate eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Dies könne Tausende Menschenleben retten, sagte Biden. Die Corona-Pandemie ist eines der wichtigsten Themen im US-Wahlkampf. Während die Demokraten Trump folgenschwere Versäumnisse vorwerfen, lobt dieser immer wieder die Arbeit seiner Regierung in der Krise.

Frankreich will auf Quarantänepflicht in Grossbritannien reagieren

Paris will auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich reagieren und eine gleichwertige Massnahme für Reisende aus Grossbritannien einführen. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune am Freitag via Twitter mit.

Frankreich verfolgt in der Corona-Krise grundsätzlich die Linie, keine Quarantänepflicht zu verhängen. Falls ein Land jedoch diesen Schritt macht, wird in Frankreich entsprechend reagiert und ebenfalls eine Quarantäne für Reisende angeordnet. Wann Frankreich im Fall Grossbritannien handeln will, blieb zunächst offen.

Impfstoff in USA nicht vor November

Ein möglicher Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus wird nach Einschätzung der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) nicht vor November oder Dezember zugelassen. Die Covid-19-Impfstoffkandidaten aus dem von der US-Regierung gestützten Entwicklungsprogramms «Operation Warp Speed» dürften davor keine Genehmigung erhalten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Einreisestopp für Europäer wird zum Wahlkampfthema

Hätte er auf Biden gehört, der gegen die Massnahmen gewesen sei, wären in Amerika Hunderttausende Menschen mehr gestorben, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weissen Haus. Biden wolle die US-Grenzen öffnen, was dazu führen würde, dass die Pandemie die USA durchdringe.

 
US-Präsident Donald Trump bringt im Wahlkampf gegen Joe Biden das Thema Einreisestopp für Europäer auf den Tisch. (Bild: Keystone)

Trump hatte Ende Januar einen Einreisestopp aus China und Mitte März eine ähnliche Massnahme für Reisende aus dem europäischen Schengen-Raum verhängt – und behauptet immer wieder, damit vielen Menschen das Leben gerettet zu haben. Es ist noch immer nicht absehbar, wann der Einreisestopp aufgehoben werden könnte – zumal auch die Europäische Union wegen der hohen Infektionszahlen ihre Grenzen für Reisende aus den USA dicht hält. Mehr dazu lesen Sie hier.

EU diskutiert mögliche Sanktionen gegen Führung in Belarus

Sofort Sanktionen erlassen oder besser erst noch einmal abwarten? Die Aussenminister der EU-Staaten beraten an diesem Freitagnachmittag erstmals in grosser Runde über mögliche Reaktionen auf die von schweren Fälschungsvorwürfen begleitete Präsidentenwahl in Belarus (Weissrussland). Wenn es den erforderlichen Konsens gibt, ist denkbar, dass die Wiedereinführung von 2016 aufgehobenen Sanktionen auf den Weg gebracht wird. So könnten etwa EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen die belarussische Führung erlassen und Finanzhilfen im Rahmen der Nachbarschaftspolitik gekürzt werden.

Die Regierung in Belarus begann unterdessen am Donnerstagabend mit der Freilassung zahlreicher Demonstranten, die bei Protesten in den vergangenen Tagen festgenommen worden waren. Bis zum Freitagmorgen, 6.00 Uhr (5.00 Uhr MESZ), solle ein Grossteil der Festgenommenen wieder in Freiheit kommen, teilten die Behörden mit. Die Rede war von mehr als 1000 Gefangenen. Es war das erste Mal seit Tagen, dass der Machtapparat unter Alexander Lukaschenko, der als letzter «Diktator Europas» gilt, einlenkte. Staatsmedien berichteten, dass Lukaschenko selbst angewiesen habe, sich um die Lage der Gefangenen zu kümmern. Tausende hatten auch am Donnerstag seinen Rücktritt gefordert.

Chinas Industrieproduktion weiter auf Erholungskurs

Für die chinesische Industrieproduktion ist es auch im Juli weiter aufwärts gegangen. Die Zuwächse sind aber nicht ganz so hoch ausgefallen wie von Experten erwartet. Die Industrieproduktion legte nach Angaben des Statistikamts im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent zu.

Volkswirte hatten allerdings mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet. Im Juni war die Industrieproduktion ebenfalls um 4,8 Prozent gestiegen.

Detailhandelsumsätze in China fallen überraschend

Die Umsätze im Detailhandel in China sind im Juli überraschend gefallen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen sie um 1,1 Prozent ab, wie aus am Freitag veröffentlichten offiziellen Statistikdaten hervorging.

Analysten hatten allerdings mit einem Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Die Industrieproduktion wuchs im Juli zudem auf Jahressicht um 4,8 Prozent. Experten hatten aber ein Plus von 5,1 Prozent erwartet. Die Daten signalisieren, dass die Erholung der chinesischen Volkswirtschaft nach den Coronavirus-Massnahmen immer noch auf wackeligen Beinen steht.

Swisscoy-Angehörige müssen nicht in Quarantäne

Der Kosovo gilt aktuell als Corona-Risikoland. Deshalb müssen Menschen, die Verwandte besuchen oder geschäftlich dorthin gereist sind, bei der Rückkehr in die Schweiz für zehn Tage in Quarantäne. Wie «SRF» berichtet gilt die Regelung aber nicht für Swisscoy-Soldaten.

 

Reisende aus dem Kosovo müssen aktuell in der Schweiz eigentlich in Quarantäne. Für Swisscoy-Angehörige gilt diese Regelung jedoch nicht. (Bild: Keystone)

«Wenn ein Angehöriger der Swisscoy zwei Wochen Ferien beziehen will, dann würde dies mit der Quarantäne de facto eine Absenz vom Einsatz von insgesamt vier Wochen bedeuten. Vor diesem Hintergrund könnten wir die der KFOR-Mission zugesicherten Leistungen nicht mehr sicherstellen», so Oberst Alexander Furer, Kommandant des Kompetenzzentrums für Auslandeinsätze der Schweizer Armee (Swissint) gegenüber dem Sender.

Damit die Schweizer Armee ihre Dienste für die Mission der Nato im Kosovo nicht reduzieren muss, wird also keine Quarantäne verordnet. Dies obwohl die sogenannten «Liaison and Monitoring Teams» teilweise inmitten von zivilen Wohnquartieren leben. Fünf Tage vor der Abreise in die Schweiz haben die Armeeangehörigen ein Kontaktverbot zur Bevölkerung. Nach der Landung in der Schweiz müssen sie dann einen Coronavirus-Test machen.

London führt Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich wieder ein
 

Reisende aus Frankreich, den Niederlanden und Malta müssen in Grossbritannien ab Samstag wieder in Quarantäne. (Bild: Keystone)

Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Grossbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mit. «Der Grund ist, dass wir so absolut hart daran gearbeitet haben, die Zahlen hier runterzubringen. Wir können es uns nicht leisten, die Fälle von anderswo wieder zu importieren», sagte Shapps der BBC.

Frankreich ist nach Spanien das zweitliebste Reiseziel der Briten. Schätzungen zufolge dürften sich dort Hunderttausende Briten aufhalten, die nun bei ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen. Die neue Regelung gilt auch für Malta.

Je halbe Million Corona-Fälle in Mexiko und Peru

Zwei lateinamerikanische Länder haben die Marke von einer halben Million registrierter Infektionen mit dem Coronavirus überschritten. Nach neuen Zahlen der Gesundheitsministerien vom Donnerstag (Ortszeit) kommt Peru inzwischen auf 507’996 bestätigte Fälle und Mexiko auf 505’751. Sie liegen damit nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA weltweit auf den Plätzen sechs und sieben.

Das nordamerikanische Mexiko – mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land Lateinamerikas und zehntbevölkerungsreichste der Welt – hat bislang 55 293 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 registriert. Nur in den USA und Brasilien sind es mehr. Mexiko testet im internationalen Vergleich besonders wenig. In Peru kamen wegen Nachbesserungen der Statistik am Donnerstag gleich 3658 neue Todesfälle aus den vergangenen fünf Monaten hinzu, womit die Gesamtzahl auf 25’648 stieg – die neunthöchste der Welt.

Regierungschef von Caracas an Covid-19 gestorben

Der Regierungschef von Venezuelas Hauptstadtbezirk Caracas, Dario Vivas, ist im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das berichteten mehrere venezolanische Medien übereinstimmend am Donnerstag (Ortszeit). Generalstaatsanwalt Tarek William Saab schrieb auf Twitter: «Mit tiefem Bedauern haben wir die traurige Nachricht vom Tod unseres guten Freundes Dario Vivas bekomm.» Vivas, der das Amt Anfang des Jahres angetreten hatte, wurde 70 Jahre alt. Im Juli war Vivas einer der ersten aus einer Reihe venezolanischer Beamter, Politiker und Militärs gewesen, der öffentlich machte, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe.

Positiv getestet wurden auch der Vorsitzende der Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello, und Ölminister Tareck El Aissami. Kommunikationsminister Jorge Rodríguez gab seinen positiven Befund am Mittwoch bekannt. Venezuela hatte in dieser Woche nach offiziellen Angaben erstmals 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Insgesamt haben sich fast 30’000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 245 sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen. Die Pandemie verschärft die soziale Krise in dem südamerikanischen Land noch. Das Gesundheitssystem liegt am Boden. Es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Treibstoff. Immer wieder fällt der Strom aus. Zahlreiche Ärzte haben ihre Heimat verlassen.

Joe Biden fordert landesweite Maskenpflicht zur Corona-Eindämmung

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat in der Corona-Krise eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Jeder einzelne Amerikaner sollte ab sofort in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und das mindestens für die kommenden drei Monate, sagte Biden am Donnerstag in Wilmington (Delaware), nachdem er und und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris von Experten über die Corona-Pandemie unterrichtet wurden.

«Jeder Gouverneur sollte das verpflichtende Tragen einer Maske vorschreiben», forderte Biden. Auf diese Weise könnten nach Schätzungen von Experten mindestens 40’000 Menschenleben in den kommenden drei Monaten gerettet werden.

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat in der Corona-Krise eine landesweite Maskenpflicht gefordert. (Bild: Keystone)
Auch Titelverteidigerin Bianca Andreescu nicht an US Open

Das Teilnehmerfeld der Frauen beim US Open dünnt sich weiter aus. Auch die Vorjahressiegerin Bianca Andreescu hat ihre Teilnahme abgesagt.

Die Kanadierin, die vor zwölf Monaten auf dem Weg zu ihrem ersten Grand-Slam-Titel im Halbfinal Belinda Bencic und im Final Serena Williams bezwungen hatte, hat wegen einer Knieverletzung seit vergangenem Oktober keinen Ernstkampf mehr bestritten.

Sie konzentriere sich darauf, ihre Fitness wieder auf das Level zu bringen, das es ihr erlaube, wieder auf höchstem Niveau zu spielen, sagte die Weltranglistensechste. Die Corona-Pandemie habe ihre Vorbereitung beeinflusst.

Die nächste Absage für die US Open: Auch Titelverteidigerin Bianca Andreescu wird dieses Jahr nicht am Grand-Slam-Turnier teilnehmen. (Archivbild: Keystone)
300 Corona-Fälle nach Ausbruch in britischer Sandwich-Fabrik

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Sandwich-Fabrik in der englischen Stadt Northampton sind fast 300 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. Bei 79 Menschen hatte der staatliche Gesundheitsdienst NHS eine Ansteckung festgestellt, 213 Fälle weitere seien durch private Tests des Unternehmens Greencore bestätigt, hiess es am Donnerstag bei der regionalen Verwaltung.

Greencore teilte mit, man habe nach einer steigenden Zahl von Covid-19-Fällen in der Region damit begonnen, proaktiv alle Mitarbeiter des Werks zu testen. Man habe sofort die Kontakte verfolgt; die möglicherweise Betroffenen seien angewiesen worden, sich zu isolieren. Northampton liegt nördlich von London. Grossbritannien ist das Land mit den meisten Corona-Todesopfern in Europa.

Gegen den Trend: Peru verschärft Corona-Massnahmen

Anders als viele lateinamerikanische Länder verschärft Peru wegen der grassierenden Corona-Pandemie seine Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus wieder. Präsident Martín Vizcarra gab die Wiederaufnahme der sonntäglichen Ausgangsperre und des Verbots von privaten Treffen am Mittwochabend (Ortszeit) bekannt. «Diese Art von Aktivitäten verursacht den Anstieg der Ansteckungen in der Bevölkerung», schrieb der Staatschef auf Twitter.

Dies bedeutet auch, dass die Streitkräfte des Andenstaates die Einhaltung der Vorschriften wieder kontrollieren werden. Der neue Premierminister Walter Martos, dem das Parlament am Dienstag das Vertrauen ausgesprochen hatte, kündigte drastische Strafen an. So dürfen etwa Personen, die während der Ausgangssperre auf der Strasse aufgegriffen werden, festgenommen und einen Tag festgehalten werden.

Perus Präsident Martín Vizcarra gab am Mittwochabend bekannt, dass die sonntägliche Ausgangsperre und das Verbot von privaten Treffen wieder eingeführt werden. (Bild: Keystone)
Ferienland Kroatien meldet Rekordzahl an Corona-Infektionen

Das EU- und Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Sars-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde.

Kroatien ist für viele Schweizer und Deutsche eine beliebte Feriendestination.

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Corona-Krise in Italien: Rund 200 Anzeigen gegen die Regierung

Zahlreiche Menschen in Italien haben Regierungschef Giuseppe Conte, Aussenminister Luigi Di Maio und andere Kabinettsmitglieder wegen ihrer Corona-Politik angezeigt. Die Staatsanwaltschaft in Rom informierte die Regierung über die Vorwürfe, wie das Presseamt Contes am Donnerstag mitteilte.

Es geht bei den Anzeigen zum Beispiel um Amtsmissbrauch, Totschlag und die Einschränkung der Bürgerrechte. Allerdings habe die Anklagebehörde auch geschrieben, sie halte die mehr als 200 Vorwürfe für «unbegründet und werde sie daher zu den Akten legen».

Premier Conte schrieb auf Facebook: «Einige warfen uns vor, zu harte Massnahmen zu ergreifen, andere warfen uns vor, keine ausreichenden Massnahmen zu beschliessen oder sie zu spät zu ergreifen.» Weiter erläuterte der Jurist: «Wir haben uns im Handeln immer nach der Wissenschaft und dem Gewissen gerichtet.»

Gegen den italieischen Premierminister Giuseppe Conte und andere Regierungsmitglieder wurden schon über 200 Anzeigen wegen ihrer Corona-Politik eingereicht. (Bild: Keystone)
Wegen Corona nun auch weitgehendes Rauchverbot auf den Kanaren

Nach der spanischen Region Galicien haben auch die bei Touristen beliebten Kanarischen Inseln ein weitgehendes Rauchverbot in der Öffentlichkeit erlassen.

Ausserhalb der eigenen vier Wände darf auf Teneriffa und den anderen Inseln künftig nur dann geraucht werden, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen eingehalten werden kann, teilte der regionale Regierungschef Ángel Víctor Torres am Donnerstag in Las Palmas mit. Auch andere spanische Regionen wie etwa Madrid prüfen zurzeit, ob sie ein solches Rauchverbot erlassen sollen, wie spanische Medien berichteten.

Auf den Kanarischen Inseln wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus ein weitgehendes Rauchverbot im öffentlichen Raum erlassen. (Symbolbild: Keystone)

Auch müssen auf den Kanaren Clubs, Diskotheken und andere Nachtlokale wieder schliessen, nachdem es im Zusammenhang mit dem Nachtleben zu einem grösseren Corona-Ausbruch gekommen war. Als letzte spanische Region wurde zudem eine Maskenpflicht auch im Freien angeordnet, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press.

Königreich Bhutan hat ersten Lockdown – eine Corona-Patientin

Das Himalaya-Königreich Bhutan hat einen ersten landesweiten Lockdown verhängt, nachdem eine mit dem Coronavirus infizierte Frau durch das kleine Land gereist war.

Die 27-jährige Bhutanesin sei nach ihrer Rückkehr aus Kuwait in der vorgeschriebenen Quarantäne zunächst negativ auf das Virus getestet worden, hiess es von den Behörden. Ein weiterer Test sei später jedoch positiv ausgefallen. Zu dem Zeitpunkt war die Frau den Angaben zufolge aber bereits mit mehr als 210 Menschen in Berührung gekommen.

Bhutan hat etwas mehr als 730’000 Einwohner, also etwas weniger als Frankfurt am Main. Das Volk gilt als eines der glücklichsten der Welt. Ihr König hatte vor Jahrzehnten erklärt, Wohlbefinden sei wichtiger als Wirtschaftswachstum.

Was bisher geschah

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