Featured Video Play Icon
Eine Gruppe Basler Jugendlicher quälte am Wochenende Wildtiere – und postete die Tierquäleei auch noch auf Instagram. (Video: Leser-Reporter/20 Minuten)
Basel

Jugendliche quälen Tiere und stellen Video auf Instagram

Auf Instagram macht ein schockierendes Tierquäler-Video die Runde: Basler Jugendliche übergiessen einen Fisch mit Bier und halten eine Ente am Hals in die Höhe.

Ein brutales Video tauchte am Wochenende auf Instagram auf. Darin zu sehen ist eine Gruppe von Jugendlichen, die Wildtiere quält. Ein Jugendlicher hält einen Fisch in der Hand und simuliert einen Kuss. Dann wird der Fisch weitergereicht und von seinem Kollegen mit Bier übergossen. Auch eine Ente wird gequält und am Hals in die Höhe gehalten.

Tierquälerei sorgt für Empörung

«Das Video kam nicht gut an. Sehr viele Leute haben den Machern des Videos geschrieben und sich empört», sagt eine Instagram-Userin gegenüber «20 Minuten». Sie habe von der Gruppe eine öffentliche Entschuldigung gefordert. Die Mitglieder wurden darauf jedoch aggressiv und drohten der Frau mit der Polizei. Laut mehreren Instagram-Nutzern sei es nicht das erste Mal gewesen, dass die Basler Jugendlichen solche Aktionen online teilten, schreibt «20 Minuten». 

«Wir möchten uns für dieses Video entschuldigen»

Reue haben die Jugendlichen dann doch gezeigt. «Wir bereuen es, dass wir die Szenen festgehalten und das Video veröffentlicht haben», sagen sie gegenüber der Zeitung. Es sei eine blöde Situation gewesen, die schlicht missinterpretiert wurde.

So sei der Fisch schon tot gewesen und auch die Ente habe keinen Schaden von der Aktion davongetragen. «Sie hat sich totgestellt. Wir haben sie nur ganz kurz festgehalten», sagt der Jugendliche aus dem Video. «Wir möchten uns für dieses Video entschuldigen.»

Tierschützer sind entsetzt

Das Video ist mittlerweile auch beim Schweizer Tierschutz angekommen. «Dieser Umgang mit einem Tier ist äusserst widerwärtig», sagt Samuel Furrer, Zoologe und Leiter Fachstelle Wildtiere beim Schweizer Tierschutz gegenüber «20 Minuten». «Dieses Verhalten ist tierverachtend und tierquälerisch.»

Man könne anhand des Videos nicht feststellen, ob der Fisch schon tot gewesen sei. «Jedoch macht dies auch keinen grossen Unterschied im Hinblick auf die Aussage des Videos», sagt Samuel Furrer. Auch die Ente hätte sich bei der Aktion tödliche Verletzungen zuziehen können.

Bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt. Caroline Mulle, rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung für das Tier im Recht klärt auf: «Das Quälen von Tieren kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe gebüsst werden». Die Behörden seien bei sogenannten Offizialdelikten verpflichtet, diese Strafrechtlich zu verfolgen.

«Die Leute bagatellisieren die Gewalt gegen Tiere und halten Social Media-Plattformen offenbar für einen rechtsfreien Raum», sagt Caroline Mulle gegenüber «20 Minuten». Das sind sie jedoch auf gar keinen Fall. «Wir werden das Video den Strafbehörden übergeben und Anzeige erstatten.»

5 Kommentare

  1. Was heisst da nur Tiere, ich hoffe Sie kommen im nächsten Leben als Solches auf die Welt, dann würden Sie sicher etwas humaner denken. Immerhin gehen Tiere nicht mit Messer aufeinander los, wie manche hirnlose MenschenReport

  2. Bringt mir bitte mal diese sogenannte Baslerclique vorbei. Werde ihr mal zeigen wie es ist wenn man am Hals gepackt wird und Todesängste aussteht.
    Das zur Ente. Respekt vor Lebewesen gleich null.
    Der Fisch war vielleicht schon Tod aber auch da geht so was nicht.
    Was mich auch unheimlich stört, ist dass alle Jungen psychisch krank sind, warum sonst muss immer das Smartphon in der Hand sein. Unheimlich wichtig oder Krank ???
    ,Report

  3. Für so etwas gibt es keine Entschuldigung.
    Das ist ein absolut schwaches Verhalten, charakterlich unter null und hirnlos!
    Ich würde diesen Leuten gerne Face to Face die Meinung sagen!Report

  4. Brutal? Schock?
    Ich finde eine Messerstecherei vor einer Bar in Basel, oder im Schnellzug nach Sissach brutal. Aber hier handelt es sich um Lausbubenstreiche.
    Es sind nur Tiere, und Enten hat es genug. Sie sollten Ihr Weltbild und Ihre Wahrnehmung wieder einmal etwas überdenken!Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel