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Der Telebasel News Beitrag vom 12. August 2020.
Basel

Die Unterführung beim Basler Bahnhof SBB öffnet wieder

Die beinahe vergessene und seit 2003 geschlossene Unterführung im Bahnhof SBB wird wieder geöffnet. Sie soll die Passerelle bei Stosszeiten entlasten.

Ab Freitag können Reisende, die den Bahnhof in Richtung des Centralbahnplatzes verlassen, dies wieder unterirdisch tun. So soll die Passerelle während der Stosszeiten entlastet werden, da sich knapp die Hälfte der täglich Reisenden zu diesem Zeitpunkt am Bahnhof befinden. Die Kosten dafür betragen 2,1 Millionen Franken.

Betrieb nur während Hauptverkehrszeiten

Die Unterführung ist künftig lediglich während den Hauptverkehrszeiten für die Reisenden zugänglich. Die seit 2003 einzig für Servicearbeiten verwendete Unterführung wird nebst den Stosszeiten weiterhin für die Logistik verwendet.

«Die Stosszeiten sind für uns morgens von 06:30 Uhr bis 09:00 Uhr», erklärt Thomas Holthuisen, Gesamtprojektleiter. Auch am Abend zwischen 16:30 und 19 Uhr öffnen sich die Tore zur Unterführung.

Die Unterführung ist während den Hauptverkehrszeiten jedoch nicht durchgehend geöffnet. Wenn ein Fernzug eintrifft werden die Tore geöffnet. Wer nicht zum Centralbahnplatz gelangen will, wählt nach wie vor den Weg über die Passerelle, denn die Unterführung geht nur in eine Richtung.

Von Gleis 5 bis 17

Zugang zur Unterführung hat man von den Gleis-Perrons 5 bis 17. Jedoch werden keine Zugänge gleichzeitig geöffnet. Treffen zwei Fernzüge gleichzeitig ein, wird das Tor geöffnet, wo mehr Personen aussteigen.

Ob das Tor geöffnet ist, sieht man auf einem Display oberhalb des Perron-Abgangs. Die Tore und Displays werden vor Ort gesteuert. «Das macht dann ein Mann oder eine Frau vor Ort», erklärte Michel Berchtold, Regionalleiter der SBB Nordwestschweiz, am Mittwoch.

Die Unterführung wird nur vorübergehend so eingesetzt. «Man muss ganz klar sagen: Es ist eine Überbrückungsmassnahme und es ist eine erste Massnahme, um die Kundenströme, die auf die Hauptpassarelle gehen, zu entlasten», so Gesamtprojektleiter Holthuisen.

Immer mehr Passagiere

Als nächste Projekte stehen dem Bahnhof Basel SBB eine zweite, provisorische Passerelle zwischen der Margarethenbrücke und dem Bahnhof bevor. Das Ziel ist es, den Bahnhof bis im Jahr 2035 so auszubauen, dass mehr Passagiere ohne Stau den Bahnhof nutzen können.

Bis im Jahr 2030 rechnen die SBB mit einer Zunahme der Passagiere um rund 20 Prozent. Durch die zweite Passerelle und der Unterführung will man diesem Wachstum den nötigen Platz geben. Bis im Jahr 2035 soll eine neue, definitive Querung in Betrieb genommen werden.

Dieses Projekt ist jedoch noch in Planung und beinhaltet auch die Ausarbeitung der unterirdischen S-Bahn, dem Herzstück. Bis diese endgültige Querung genutzt werden kann, bleibt die Unterführung in Betrieb.

2 Kommentare

  1. Im Beitrag ist ein Fehler, es werden nur die Gleise 5-12 via Aufgang Gleis 4 entleert, die Gleise 14-17 sind baulich bedingt nicht an den reaktivierten Teil angeschlossen.Report

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