Gut ausgesehen, aber am Ende nichts gewonnen: Arthur Cabral und der FCB mussten am Dienstagabend in der Europa League die Segel streichen. (Bild: Keystone)
Basel

Die neue Realität heisst Conference League

Der FC Basel hat seine Hausaufgaben international gemacht. Das reicht aber nicht, um europäisch eine bessere Ausgangslage zu schaffen.

Die Schweizer Klubs werden sich ab kommender Saison mit der Conference League anfreunden müssen. Der neue UEFA-Wettbewerb ist unter der Champions League und Europa League angesiedelt. Der FCB und Co. werden künftig also nur noch drittklassig vertreten sein.

Nur noch drittklassig

Obwohl der FC Basel mit seiner Qualifikation für die Viertelfinals der Europa League kräftig Punkte gesammelt hat und die Schweiz inzwischen von Platz 17 in der UEFA-Fünfjahreswertung grüsst, reicht das nicht für eine Qualifikation für die beiden grössten europäischen Wettbewerbe. Nur der Schweizer Meister wird um die Champions League kämpfen dürfen – und das ab der 2. Qualifikationsrunde.

Für den Rest der Liga ist auch die Europa League in weite Ferne gerückt. Die neue Realität heisst Conference League. Der Cupsieger, genauso wie der Zweit- und Drittplatzierte der Meisterschaft werden durch die Qualifikation des neuen Formats gehen müssen. Im Vergleich: Von den vier Top-Ligen qualifiziert sich der Sechste der Meisterschaft. Es ist also ein drittklassiger Wettbewerb. Ein Wettbewerb für die Besten des Rests.

Nur auf den FCB ist Verlass

Dass die Schweiz im Ranking nicht noch schlechter dasteht, hat man einzig und alleine dem FC Basel zu verdanken. Wieder einmal waren die Basler für mehr als 60 Prozent der Punkte zuständig. Dank acht Siegen und einem Unentschieden in elf Partien. Für den wichtigen 15. Rang im UEFA-Ranking hätte der FCB sich für den Halbfinal qualifizieren müssen und dort nach regulärer Spielzeit nicht verlieren dürfen.

Das Hauptproblem: Weder die Young Boys noch Lugano, Luzern oder Thun konnten europäisch überzeugen und den FCB in dieser Saison beim Punktesammeln unterstützen. Ohne Schützenhilfe anderer Schweizer Vereine wird es auch in Zukunft keine magischen Nächte mehr gegen die grossen Namen Europas geben.

2 Kommentare

  1. Für diesen Rückschritt ist die „neue“ FCB Führung selbst verantwortlich. Wer sich bewusst gegen den Erfolg entscheidet, darf ich sich nicht wundern, wenn dieser dann tatsächlich ausbleibt.
    Jahrelang hat man in Basel alles dem Erfolg untergeordnet und ist damit sehr erfolgreich gewesen. Das ist überall im Sport und auch in der Wirtschaft so. Wer bereit ist alles dem Erfolg unterzuordnen, ist am Schluss auch erfolgreich. Wer auch nur in einem kleinsten Bereich entscheidet, nicht mehr alles für den Erfolg zu tun, darf ich sich nicht wundern, wenn der Erfolg ausbleibt.
    Die Führungsetage beim FC Basel muss umdenken, oder den Platz räumen für Menschen die bereit sind alles dafür zu tun, dass man erfolgreich ist. Und Erfolg im Fussball heißt nun mal, Meistertitel, Cupsieg und Championsleague.Report

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