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Der Telebasel Talk vom 11. August 2020.
Basel

Pfleger fotografierte Corona-Patienten auf der Intensivstation

«Diese Bilder müssen die Leute sehen», sagt Fabian Fiechter. Er arbeitet als Intensivpfleger im Unispital BS und fotografierte auf der Intensivstation.

Die Bilder, die Fabian Fiechter im Unispital Basel gemacht hat, wirken erschütternd, und doch nie voyeuristisch: halbnackte Menschen auf Betten, umgeben von Spitalpersonal in Schutzvollmontur und von technischem Gerät. Man glaubt den Spitalgeruch zu riechen, die surrenden Geräte im gedämpften Spitalraumschall zu hören. Und erkennt in den Augen von Pflegern und Ärztinnen höchste Konzentration, Sorge auch um das Wohlergehen ihrer Schutzbefohlenen.

«Die Menschen sollen es sehen»

Seit 20 Jahren arbeitet der Lörracher Fabian Fiechter als Pflegefachmann, seit 10 Jahren auch als Fotograf. Bilder von ihm waren schon im «Spiegel», im «Stern» oder in der «New York Times» zu sehen.

«Ich wollte fotografieren, weil die Menschen sehen sollen, was hier in der Corona-Krise geschieht», sagt er: «In 20 Jahren als Pflegefachmann habe ich es noch nie erlebt, dass die halbe Intensivstation blockiert war wegen ein und desselben Virus». Das Unispital erteilte ihm die Erlaubnis zu fotografieren. Erschienen sind seine Bilder beispielsweise in der NZZ.

Die Hochzeit eines Corona-Kranken

Fabian Fiechters Bilder zeigen nicht nur den Überlebenskampf und die Hinfälligkeit des Menschen. Er zeigt auch einen Mann, der nach vielen Spitalwochen heiratete.

Der Standesbeamte in Maske hörte sein schwaches «Ja» gebeugt über dem Spitalbett. Danach wurde der Patient in die Reha geflogen.

14 Kommentare

  1. @Nemo: Wie bitte schön können Sie denn beurteilen, dass im Vorfeld keine Einverständniserklärung stattgefunden hat?
    Bevor ein Foto von einer Patientin oder von einem Patienten, das in einem Krankenhaus aufgenommen wurde, überhaupt in die Öffentlichkeit publiziert werden darf, muss die fotografierte Person seine Zustimmung mittels Unterschrift bestätigen. Für den Fall, dass die Betroffene resp. der Betroffene dies nicht (mehr) kann, dann entscheiden die Angehörigen für sie/ihn.

    Man merkt, Ihnen würde etwas mehr (Allgemein-)Wissen gut tun, bevor Sie ihre Klappe weit aufreissen…Report

  2. Das ist Eingriff in die Persönlichkeit Recht. Sie betrifft es ja nicht. Lassen Sie sich doch fotografieren. Vielleicht gefällt es Ihnen. Fangt an zu denken bevor ihr so ein Schrott schreibt.Report

  3. Das ist respektlos gegen über Patienten. Wo ist die enverständniserklärung des / der Patienten das sie Fotografiert werden wollen ? Ich finde das eine Sauerei und vertrauensbruch gegen über der zu pflegenden den die können sich nicht wehren!!! Die Strafe für so etwas sollte genauso hoch sein wie bei den gaffern auf Autobahnen bei Unfall. Was im klinischem Bereich geschieht ist mit Schweigeplicht gebunden. Respektlos er geht’s wohl nicht mehr. Oder?Report

  4. Die Bilder sind sehr eindrücklich und geben Augenblicke preis die niemand vermuten würde der nicht aus dem Fachbereich kommt.
    Früher wurde für das Pflegepersonal geklatscht in Ehrfurcht für ihren Einsatz und nun wird diesem Pflegepersonal ein Strick daraus gedreht das sie Bilder von ihrem Einsatz zeigen.
    Ich bin immer wieder erstaunt und von erleichtert bis entsetzt wie schnell die Laune kippt.
    Außerdem wird es jedem Patienten der diese Krankheit auf einer Intensivstation überlebt hat wahrscheinlich egal sein ob er abgelichtet wurde.
    Und die Rechtsabteilung hat sicher auch alles kontrolliert.
    Hauptsache überleben und auch zeigen das es um Leben und Tod in dieser Zeit geht.
    Und ALLE die Mitgeholfen haben in der Zeit:
    Hoher Respekt und Danke!

    Viel Erfolg weiterhin !!Report

  5. Herzlichen Dank für diese Bilder, die zur Aufklärung sind, und nichts mit vermarkten zu tun haben. Es wurde kein Gesicht gezeigt. Lest die ganze Reportage, bevor ihr richtet. Leider kann man nicht anderst vor der Covid Pandemie warnen. Wir Menschen sind leider äusserst vergesslichReport

  6. Auch ich habe keine Worte dafür. Wer genehmigt so etwas? Sind dort die Angehörigen um Erlaubnis gefragt worden? Dazu hätte ich gerne eine Antwort hier.Report

  7. Ich finde es richtig das man das leiden was durch corona ensteht auch vor Augen geführt wird,viele vor allem junge Leute aber auch ältere für die existiert Corona gar nicht.Report

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