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International

Lehrperson in Olten positiv auf Corona getestet

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Gegen den Trend: Peru verschärft Corona-Massnahmen

Anders als viele lateinamerikanische Länder verschärft Peru wegen der grassierenden Corona-Pandemie seine Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus wieder. Präsident Martín Vizcarra gab die Wiederaufnahme der sonntäglichen Ausgangsperre und des Verbots von privaten Treffen am Mittwochabend (Ortszeit) bekannt. «Diese Art von Aktivitäten verursacht den Anstieg der Ansteckungen in der Bevölkerung», schrieb der Staatschef auf Twitter.

Dies bedeutet auch, dass die Streitkräfte des Andenstaates die Einhaltung der Vorschriften wieder kontrollieren werden. Der neue Premierminister Walter Martos, dem das Parlament am Dienstag das Vertrauen ausgesprochen hatte, kündigte drastische Strafen an. So dürfen etwa Personen, die während der Ausgangssperre auf der Strasse aufgegriffen werden, festgenommen und einen Tag festgehalten werden.

Perus Präsident Martín Vizcarra gab am Mittwochabend bekannt, dass die sonntägliche Ausgangsperre und das Verbot von privaten Treffen wieder eingeführt werden. (Bild: Keystone)
Ferienland Kroatien meldet Rekordzahl an Corona-Infektionen

Das EU- und Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Sars-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde.

Kroatien ist für viele Schweizer und Deutsche eine beliebte Feriendestination.

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Corona-Krise in Italien: Rund 200 Anzeigen gegen die Regierung

Zahlreiche Menschen in Italien haben Regierungschef Giuseppe Conte, Aussenminister Luigi Di Maio und andere Kabinettsmitglieder wegen ihrer Corona-Politik angezeigt. Die Staatsanwaltschaft in Rom informierte die Regierung über die Vorwürfe, wie das Presseamt Contes am Donnerstag mitteilte.

Es geht bei den Anzeigen zum Beispiel um Amtsmissbrauch, Totschlag und die Einschränkung der Bürgerrechte. Allerdings habe die Anklagebehörde auch geschrieben, sie halte die mehr als 200 Vorwürfe für «unbegründet und werde sie daher zu den Akten legen».

Premier Conte schrieb auf Facebook: «Einige warfen uns vor, zu harte Massnahmen zu ergreifen, andere warfen uns vor, keine ausreichenden Massnahmen zu beschliessen oder sie zu spät zu ergreifen.» Weiter erläuterte der Jurist: «Wir haben uns im Handeln immer nach der Wissenschaft und dem Gewissen gerichtet.»

Gegen den italieischen Premierminister Giuseppe Conte und andere Regierungsmitglieder wurden schon über 200 Anzeigen wegen ihrer Corona-Politik eingereicht. (Bild: Keystone)
Wegen Corona nun auch weitgehendes Rauchverbot auf den Kanaren

Nach der spanischen Region Galicien haben auch die bei Touristen beliebten Kanarischen Inseln ein weitgehendes Rauchverbot in der Öffentlichkeit erlassen.

Ausserhalb der eigenen vier Wände darf auf Teneriffa und den anderen Inseln künftig nur dann geraucht werden, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen eingehalten werden kann, teilte der regionale Regierungschef Ángel Víctor Torres am Donnerstag in Las Palmas mit. Auch andere spanische Regionen wie etwa Madrid prüfen zurzeit, ob sie ein solches Rauchverbot erlassen sollen, wie spanische Medien berichteten.

Auf den Kanarischen Inseln wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus ein weitgehendes Rauchverbot im öffentlichen Raum erlassen. (Symbolbild: Keystone)

Auch müssen auf den Kanaren Clubs, Diskotheken und andere Nachtlokale wieder schliessen, nachdem es im Zusammenhang mit dem Nachtleben zu einem grösseren Corona-Ausbruch gekommen war. Als letzte spanische Region wurde zudem eine Maskenpflicht auch im Freien angeordnet, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press.

Königreich Bhutan hat ersten Lockdown – eine Corona-Patientin

Das Himalaya-Königreich Bhutan hat einen ersten landesweiten Lockdown verhängt, nachdem eine mit dem Coronavirus infizierte Frau durch das kleine Land gereist war.

Die 27-jährige Bhutanesin sei nach ihrer Rückkehr aus Kuwait in der vorgeschriebenen Quarantäne zunächst negativ auf das Virus getestet worden, hiess es von den Behörden. Ein weiterer Test sei später jedoch positiv ausgefallen. Zu dem Zeitpunkt war die Frau den Angaben zufolge aber bereits mit mehr als 210 Menschen in Berührung gekommen.

Bhutan hat etwas mehr als 730’000 Einwohner, also etwas weniger als Frankfurt am Main. Das Volk gilt als eines der glücklichsten der Welt. Ihr König hatte vor Jahrzehnten erklärt, Wohlbefinden sei wichtiger als Wirtschaftswachstum.

In Olten hat sich eine Lehrperson mit dem Coronavirus angesteckt

Die infizierte Lehrperson der Kantonsschule Olten begab sich umgehend in Isolation. Auf eine Quarantäne der Schüler kann verzichtet werden, teilte die Staatskanzlei des Kantons Solothurn am Donnerstag mit, da das Schutzkonzept stets eingehalten wurde. Für eine weitere Lehrperson der Kantonsschule Olten wurde Quarantäne angeordnet, Schüler seien derzeit keine erkrankt.

Die Schüler der beiden betroffenen Klassen wurden darauf hingewiesen, bei geringsten Corona-Symptomen zu Hause zu bleiben und sich testen zu lassen. Der Unterricht in den zwei Klassen sei sichergestellt, hiess es weiter.

Eine Lehrperson der Kantonsschule Olten ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, sie begab sich umgehend in Isolation. (Symbolbild: Keystone)
Brüssels Flughafen richtet mobiles Corona-Testzentrum ein

Rückkehrer aus Risikogebieten können sich in Brüssel künftig am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen.

Anfang September solle ein mobiles Testzentrum eröffnen, teilte der Flughafen der belgischen Hauptstadt am Donnerstag mit. Somit könnten sich Passagiere, die aus Länder mit vielen Infizierten zurückkehren, bei ihrer Ankunft einen sogenannten PCR-Test machen. Auch für Abreisende bestehe diese Möglichkeit.

Die Ergebnisse eines Schnelltests sollen den Angaben zufolge bereits nach drei Stunden vorliegen, die regulären Tests nach durchschnittlich neun Stunden. Rückkehrer aus Risikogebieten zahlen einen vergünstigen Preis von knapp 47 Euro. Ansonsten kostet der reguläre PCR-Test 67, der Schnelltest 135 Euro.

In Belgien besteht für Rückkehrer aus bestimmten Ländern und Gebieten eine Corona-Testpflicht. In Deutschland gilt bereits seit Samstag eine kostenlose Testpflicht für Urlauber, die aus Ländern mit vielen Infizierten zurückkommen. Auch hier sind an vielen Flughäfen Tests möglich.

Bundesrat sucht nach Preissturz Gespräch mit Kälbermästern

Die corona-bedingte Schliessung der Gastronomiebetriebe hat dem Kalbfleischmarkt massiv zugesetzt. Die Preise sind zwischenzeitlich förmlich eingebrochen. Der Bundesrat sucht nun das Gespräch mit den Betroffenen.

Die Corona-Krise habe gezeigt, dass der Kalbfleischmarkt ein fragiler Absatzmarkt sei, schrieb der Bundesrat am Donnerstag in seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Marcel Dettling (SVP/SZ). Der Landwirt und Präsident des Schweizer Kälbermästerverbands hatte auf die Probleme in seiner Branche aufmerksam gemacht.

Finnische Regierung empfiehlt Tragen von Mundschutz

Die Masken sollten von den Finnen in öffentlichen Verkehrsmitteln und in anderen Situationen getragen werden, in denen sich enge körperliche Kontakte nicht vermeiden liessen, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Helsinki. Damit folgt ihre Regierung einer Empfehlung der nationalen Gesundheitsbehörde THL für Finnen im Alter ab 15 Jahren. Zugleich riet Marin ihren Landsleuten in Regionen mit verhältnismässig hohen Infektionszahlen, aus dem Homeoffice zu arbeiten.

(Bild: Keystone)

Finnland hat noch immer auf die Einwohnerzahl gerechnet eine der geringsten Neuinfektionsraten Europas. Aber auch im nördlichsten EU-Land nehmen die Infektionszahlen seit einiger Zeit wieder zu. Eine Maskenpflicht besteht in Nordeuropa weitgehend nicht, vielerorts wird aber über entsprechende Massnahmen und Empfehlungen diskutiert, darunter auch in Dänemark. Offiziell kann die finnische Regierung ihren Bürgern rein rechtlich keine Maskenpflicht vorschreiben, sondern diese nur strengstens empfehlen.

Swisscom kommt dank italienischer Tochter gut durch Corona-Krise

Die Swisscom ist im ersten Halbjahr mit relativ geringen Beschwerden durch die Coronakrise gekommen. Dies hat der grösste Schweizer Telekomkonzern der Mailänder Tochter Fastweb zu verdanken, obwohl Italien am Anfang des Corona-Ausbruchs so hart getroffen wurde wie kein anderes Land in Europa.

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(Bild: Keystone)
China findet Coronavirus-Spuren auf brasilianischen Chicken-Wings

Behörden in China haben eigenen Angaben zufolge Spuren des Coronavirus auf importierten Chicken-Wings aus Brasilien und anderen Waren entdeckt.

Eine Probe von der Oberfläche der Hühnerflügel sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte die südchinesische Stadt Shenzhen mit. Es seien Coronatests für alle Menschen organisiert worden, die möglicherweise den Produkten ausgesetzt waren. Alle Tests seien dabei jedoch negativ ausgefallen. Spuren von Coronaviren müssen nicht zwangsläufig infektiös sein.

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Die Zahlen des BAG: 234 Neuansteckungen

Das BAG meldet für Donnerstag 234 Neuinfektionen. Am Mittwoch waren es 274, am Dienstag 187 und am Montag 105 Covid-19-Infizierte gewesen.

Haftstrafe für Ignorieren der Quarantäne

Ein Restaurantbesitzer muss in Malaysia fünf Monate ins Gefängnis, weil er gegen Auflagen bei der Corona-Quarantäne verstossen hat.

Der Mann hätte sich in seinem Haus in Selbstisolation befinden müssen, habe aber stattdessen sein Lokal weiter geöffnet, sagte der Minister für nationale Sicherheit, Ismail Sabri Yaakob, am Donnerstag. «In der Folge mussten mehrere Dörfer in den Regionen Kedah und Perlis unter Lockdown gestellt werden.» Die beiden Bundesstaaten liegen im Nordwesten des südostasiatischen Landes.

Mindestens 40 Infektionsfälle seien in Zusammenhang mit dem Quarantäne-Verstoss bestätigt worden, so der Minister. Der Mann muss neben der Haft auch 12’000 Ringgit (rund 2600 Franken) Bussgeld zahlen.

Migrant im Camp von Chios positiv auf Coronavirus getestet

Erstmals seit Ausbruch der Pandemie ist ein Migrant in einem Camp auf den Inseln im Osten der griechischen Ägäis positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Es handelt sich um einen 35-jährigen Mann aus Jemen, der im Camp der Insel Chios (Camp Vial) lebt, wie die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA am Donnerstag berichtete. Er sei im Krankenhaus der Insel isoliert worden. Die Gesundheitsbehörden prüften alle Kontakte des Mannes. Im Lager von Vial auf Chios leben rund 3’900 Menschen.

Registrierungspflicht wird in Berner Restaurants eingeführt

In den Innenräumen sämtlicher Berner Restaurants gilt ab Montag eine Registrierungspflicht. Der Kanton Bern geht damit weiter als der Bund vorschreibt.

Dieser verlangt die Kontaktdaten der Gäste nur dort, wo der 1,5-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann. Die Vorgabe reiche aber im Kanton Bern nicht aus, sagte ein Sprecher der Gesundheitsdirektion am Donnerstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Das hätten die Erfahrungen von Contact Tracern gezeigt, die den Restaurant-Besuchen von Infizierten nachgegangen seien. Manche Wirte kamen demnach den Vorgaben nur rudimentär nach.

Der Kanton Bern verlangt zudem nicht nur Namen, Telefonnummer und Wohnadresse, sondern auch das Geburtsdatum. Dieses mache die Person eindeutig identifizierbar, sagte der Sprecher der Gesundheitsdirektion.

Im Kanton Bern sind Restaurant ab Montag verpflichtet, die Daten ihrer Gäste zu erheben. (Archivbild: Keystone)
Zehntausende warten in Bayern auf Test-Tesultate

Wegen massiver Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen im Bundesland Bayern warten Zehntausende Menschen in Deutschland auf ihre Resultate. Die Panne müsse schnell transparent gemacht und behoben werden, sagte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wurde von den Oppositionsparteien scharf kritisiert. «900 positiv Corona-Getestete nicht zu informieren, ist Körperverletzung gegenüber denen, die diese anstecken», schrieb Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Graf Lambsdorff, in der Nacht zu Donnerstag auf Twitter.

Virus bleibt länger in der Luft

US-Forscher haben in Versuchen bestätigt, dass von Corona-Infizierten ausgestossene Aerosole intakte Viruspartikel enthalten können.

Das sei eine Bestätigung dafür, dass Sars-CoV-2 wahrscheinlich auch über die winzigen, lange in der Luft verbleibenden Schwebeteilchen übertragen werden kann. In Räumen eineinhalb oder auch zwei Meter Sicherheitsabstand zu wahren, könne mithin ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln, heisst es in der Studie. Diese ist allerdings noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht und damit noch nicht von unabhängigen Gutachtern geprüft. Mehr dazu hier.

In den USA so viele Corona-Tote wie seit Ende Mai nicht mehr

In den USA sind so viele Menschen an einem Tag mit dem Coronavirus gestorben wie seit Ende Mai nicht mehr.

Binnen 24 Stunden gab es etwa 55’900 bekannte Neuinfektionen und rund 1’500 Tote, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins in Baltimore am Donnerstagmorgen (MESZ) hervorging.

Am 27. Mai waren 1522 Corona-Tote gemeldet worden, den Höchststand in absoluten Zahlen gab es Mitte April mit 2666 Todesfällen. In den USA mit ihren 330 Millionen Einwohnern infizierten sich laut Johns Hopkins Universität bisher knapp 5,2 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2, mehr als 166’000 Menschen starben. Experten rechnen allerdings mit einer merklichen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Eine Gedenk-Aktion für Corona-Tote in New York. (Archivbild: Keystone)
Höchstwerte seit Mai in Deutschland

In Deutschland hat die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des staatlichen Robert Koch-Instituts (RKI) 1445 neue Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 01. Mai mit 1’639 registrierten Neuinfektionen.

Eine Teststation in Bayern. (Bild: Keystone)
Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen Trotz Krise

Der Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse fordert trotz Corona-Krise Lohnerhöhungen: Eine flächendeckende Nullrunde sei weder sinnvoll noch notwendig. So sei eine Lohnerhöhung bei Branchen angezeigt, die relativ unbeschadet durch die Krise gekommen seien. So soll die Kaufkraft gestärkt und eine weitere Negativ-Spirale der Wirtschaft abgefedert werden.

Tui vermeldet Milliardenverlust

Beim deutschen Reisekonzern Tui, zu dem auch Tui Suisse gehört, haben die Geschäftseinbussen wegen Corona ein grosses Loch in die Bilanz gerissen. Der Konzern hofft, dass sich die Lage nun möglichst rasch stabilisiert.

Weil Tui in seinem dritten Geschäftsquartal von April bis Juni fast alle Ferienangebote absagen musste, verlor das Unternehmen unterm Strich rund 1,4 Milliarden Euro. Dies teilte Tui am Donnerstag in Hannover mit. Ein Jahr zuvor hatten noch knapp 23 Millionen Euro Gewinn in der Zwischenbilanz gestanden. Der Umsatz sackte um 98,5 Prozent auf 72 Millionen Euro ab, so dass das Geld für die Deckung der Betriebskosten nicht ausreichte.

Der Reisekonzern Tui vermeldet Milliardenverluste. (Bild: Keystone)
Australien schiebt trotz Reisebeschränkungen Häftlinge nach Europa ab

Die australische Regierung hat mitten in der Corona-Pandemie zwölf im Ausland geborene Kriminelle nach Europa abgeschoben. Trotz der internationalen Reisebeschränkungen seien die Häftlinge am Mittwoch mit einem Charterflugzeug nach Grossbritannien und Italien gebracht worden, sagte Innenminister Peter Dutton am Donnerstag.

Erst in der vergangenen Woche hatten die Behörden 30 vorbestraften Neuseeländern das Aufenthaltsrecht entzogen und diese zurück in die Heimat geflogen.

13 Neuinfektionen in Neuseeland

In Neuseeland sind 13 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Alle stünden in Zusammenhang mit einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland, bei der zu Wochenbeginn vier Mitglieder positiv getestet worden seien, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield, am Donnerstag.

Am Dienstag waren in dem Pazifikstaat erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. „Es gibt weder Schuld noch Schande, wenn man Covid-19 hat. Das Virus ist das Problem, nicht die Menschen, die erkrankt sind“, so Bloomfield.

Neuseeland reagiert entschieden gegen das Virus. (Bild: Keystone)
900 positiv getestete in Bayern sind seit Tagen bekannt

In Bayern warten 44’000 Personen, die im Ausland in den Ferien waren und sich an einer Teststation hatten testen lassen, seit Tagen auf ihr Ergebnis und dies, obwohl es vorliegt. Darunter – so räumte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ein – auch 900 nachweislich positiv getestete Personen.

Grund für die Verzögerungen sei, dass die Daten der Getesteten nach wie vor von Hand erfasst und erst dann digitalisiert würden. Ausserdem sei das Test-Angebot unerwartet stark genutzt worden. Bis heute Mittag sollen die positiv Getesteten nun ihr Ergebnis bekommen.

Stosslüften, wenn jemand niest oder hustet

Experten empfehlen: Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus in Innenräumen zu vermeiden, sollte nach jedem Niesen oder Husten sofort stossgelüftet werden.

Niesen und Husten als Ansteckungsrisiko: Im Freien weniger problematisch, doch in Innenräume sollte sofort stossgelüftet werden. (Symbolbild: Keystone)

Dies geht aus Angaben von Experten des deutschen Umweltbundesamts UBA hervor. Die «Kommission Innenraumlufthygiene» am UBA empfiehlt weiter, in Schulen in jeder Pause «intensiv bei weit geöffneten Fenstern» zu lüften, spätestens nach 45 Minuten Unterricht. Fenster dauerhaft gekippt zu halten, reiche dagegen in stark belegten Räumen nicht aus. Frischluft sei unabhängig von weiteren Schutzmassnahmen wie Mindestabständen, Hygieneregeln oder Mund-Nase-Masken notwendig. Die Stellungnahme liegt der Nachrichtenagentur DPA vor. Mehr hier.

Harris macht Trump für Corona-Opfer in den USA verantwortlich

Die Demokraten machen im Kampf ums Weisse Haus gegen US-Präsident Donald Trump die US-Opferzahl in der Corona-Krise zum Wahlkampfthema. Der Grund, warum das Virus die USA besonders hart getroffen habe, sei, «weil Trump es von Anfang an nicht ernst genommen hat», sagte die demokratische Anwärterin auf den Vizepräsidenten-Posten, Kamala Harris, am Mittwoch in Wilmington (Delaware). Es war ihr erster gemeinsamer Auftritt in dieser Rolle mit dem designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden.

Die Corona-Krise wird zum Wahlkampfthema: Die demokratische Anwärterin auf den Vizepräsidenten-Posten, Kamala Harris, nimmt Trump in die Pflicht. (Keystone)

Während sich andere Länder auf die Wissenschaft verlassen hätten, habe Trump «Wunderarzneien» propagiert, die er beim Sender Fox News gesehen habe. «Das passiert, wenn wir jemanden wählen, der der Aufgabe einfach nicht gewachsen ist», sagte Harris. In den USA wurden mehr als fünf Millionen Corona-Erkrankungen registriert – rund ein Viertel der weltweiten Fälle. Mehr als 165 000 Menschen starben.

Argentinien und Mexiko sollen Coronavirus-Impfstoff herstellen

Der von Forschern aus Oxford entwickelte Impfstoffkandidat gegen das Coronavirus soll in Argentinien und Mexiko für Lateinamerika hergestellt werden. Sollte die dritte Phase der klinischen Studien erfolgreich sein und die nötigen Zulassungen erteilt werden, soll die Substanz im ersten Halbjahr des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Dies verkündete Argentiniens Präsident Alberto Fernández am Mittwoch (Ortszeit).

In Brasilien wird die Substanz, die Forscher der Universität Oxford entwickelten, schon in der entscheidenden dritten Phase getestet. (Symbolbild: Keystone)

Das argentinische Unternehmen mAbxience werde nach einer Vereinbarung zum Technologietransfer mit dem britischen Pharmakonzern Astrazeneca, der den Impfstoff in Brasilien testet, zunächst 150 Millionen Dosen des Wirkstoffs herstellen. Die abschliessende Beschichtung soll den Angaben zufolge die mexikanische Firma Liomont übernehmen.

Ziel sei es, ganz Lateinamerika ausser Brasilien zu versorgen. Von den ersten 150 Millionen Dosen seien etwa 22,4 Millionen für medizinisches Personal, Ältere und Menschen in Risikogruppen vorgesehen.

Coronavirus bei gefrorenem Geflügel aus Brasilien entdeckt

Die Gesundheitsbehörden der chinesischen Stadt Shenzhen haben bei einer Stichprobe importierter gefrorener Hühnerflügel aus Brasilien das Coronavirus nachgewiesen. Dies gaben sie am Donnerstag bekannt.

Das Coronavirus sei laut chinesischen Behörden in einem gefrorenen Huhn festgestellt worden. (Symbolbild: Keystone)

Sämtliche Personen, die womöglich Kontakt mit potenziell kontaminiertem Fleischprodukten gehabt hatten, seien umgehend ausfindig gemacht und getestet worden, hiess es weiter. Die Tests seien alle negativ ausgefallen.

Erst vor kurzem hatten chinesische Behörden laut eigenen Angaben das Coronavirus auf importierten Lachs aus Norwegen nachgewiesen.

Airbnb schreibt rote Zahlen in Corona-Krise

Der Online-Zimmervermittler Airbnb bekommt die Coronavirus-Krise deutlich zu spüren. Im zweiten Quartal sei der Umsatz auf 335 Millionen Dollar von mehr als einer Milliarde Dollar im selben Vorjahreszeitraum gefallen.

Umsatz fällt von einer Milliarde Dollar auf 335 Millionen Dollar: Der Online-Zimmervermittler Airbnb bekommt die Coronavirus-Krise deutlich zu spüren. (Keystone)

Dies berichtet die Agentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertberichtigungen sei ein Verlust von 400 Millionen Dollar angefallen, hiess es weiter.

An seinen Plänen für einen Börsengang noch in diesem Jahr halte das Unternehmen dennoch fest, wie gleichentags bekannt wurde. Airbnb wollte sich aber generell zu den Themen nicht äussern. Der Online-Zimmervermittler hatte 2019 angekündigt, in diesem Jahr eine Börsennotierung anzustreben.

London korrigiert Zahl der Corona-Toten um mehr als 5'000 nach unten

Das britische Gesundheitsministerium hat die Zahl der Corona-Toten für England um mehr als 5’000 nach unten korrigiert. Grund dafür sei, dass Todesfälle bei positiv Getesteten bislang in England ohne zeitliche Beschränkung erfasst wurden, teilte das Ministerium in London mit. In anderen Landesteilen wie beispielsweise Schottland gelte hingegen eine Frist von 28 Tagen zwischen einem positiven Corona-Test und dem Todeszeitpunkt, danach werde von einer anderen Todesursache ausgegangen. Das solle nun einheitlich im ganzen Land so gehandhabt werden.

London korrigiert die Zahl der Corona-Toten um 5000 nach unten. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Todesfälle bei nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Grossbritannien sank damit von 46’706 auf 41’329. Trotzdem hält das Land weiterhin den traurigen Rekord der meisten Corona-Opfer in Europa. Zudem steht zu befürchten, dass viele Menschen, die dem Virus zum Opfer fielen, nie getestet wurden.

Zahlen der Statistikbehörden zufolge wurde bislang bei etwa 56’800 Gestorbenen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt. Die Übersterblichkeit für den Zeitraum der Pandemie liegt in Grossbritannien bei über 65’500. Damit gemeint ist die Differenz zwischen der Zahl der Sterbefälle in diesem Jahr und dem Durchschnitt des Vergleichszeitraums der vergangenen fünf Jahre.

Russlands Corona-Wirkstoff: Bundesstaat in Brasilien schliesst Vertrag

Der brasilianische Bundesstaat Paraná hat ein Abkommen mit Russland geschlossen, um den weltweit ersten für die breite Verwendung zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus selbst zu produzieren. Der Vertrag dazu wurde am Mittwochnachmittag (Ortszeit) unterschrieben, wie brasilianische Medien berichteten. Demnach können die Regierung des Paraná und Russlands bei der Entwicklung der Impfstoff-Tests und der Produktion einer Impfung zusammenarbeiten. Auch über einen Technologie-Transfer solle verhandelt werden. In einem nächsten Schritt soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, damit Russland die Ergebnisse der Phase I und II der Studie teilt.

 

Der brasilianische Bundesstaat Paraná hat eine Vereinbarung mit Russland geschlossen, um den von den Russen entwickelten Impfstoff selbst zu produzieren. (Bild: Keystone)

Dem Präsidenten des federführenden Technologie-Institus Tecpar in Curitiba, Jorge Callado, zufolge ist eine entscheidende Phase-III-Studie in Brasilien beziehungsweise dem Paraná möglich. Dabei wird die Wirksamkeit eines Impfstoffs an einer grossen Gruppe von Menschen ermittelt. Damit der russische Corona-Impfstoff «Sputnik V» angewendet werden kann, muss die Impfung – wie vorherige Tests in der Bevölkerung – den Vorschriften der brasilianischen Überwachungsbehörde für Gesundheit Anvisa folgen. Nachdem «Sputnik V» vor dem Vorliegen der Ergebnisse grosser klinischer Studien zugelassen worden war, hatte es viel Kritik gehagelt.

Spiel in Nyon findet nicht statt: Linfield gewinnt Forfait

Die UEFA hat das wegen der Corona-Quarantäne beim KF Drita abgesagte Spiel der Vor-Qualifikation für die Champions League zugunsten des nordirischen Gegners Linfield gewertet. Die Partie hätte am Dienstag in Nyon stattfinden sollen. Nachdem zwei Spieler des kosovarischen Meisters positiv getestet worden waren, musste das gesamte Team auf Anordnung der Behörden des Kanton Waadt in Quarantäne.

Drita hätte ursprünglich und dank einer Ausnahmebewilligung ohne vorgängige Quarantäne in Nyon antreten dürfen. Für Einreisende aus dem Kosovo gilt eigentlich eine zehntägige Quarantäne-Pflicht.

Diana-Musical wegen Corona vor Broadway-Debüt auf Netflix

Das Musical «Diana» über das Leben von Prinzessin Diana wird vor seinem für 2021 geplanten Broadway-Debüt erst beim Streamingdienst Netflix erscheinen. Diesen ungewöhnlichen Schritt gaben die Show-Produzenten am Mittwoch bekannt. Das Musical sollte eigentlich im vorigen März im New Yorker Longacre Theater Premiere feiern, doch die Corona-Pandemie führte zum Aufschub. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Korruption im Kampf gegen Corona: Ex-Präsident Ecuadors festgenommen

Zum zweiten Mal innerhalb von gut zwei Monaten ist Ecuadors früherer Präsident Abdalá Bucaram im Rahmen von Ermittlungen zu Straftaten beim Kampf gegen das Coronavirus festgenommen worden. Gegen ihn werde wegen des Verdachts auf Beteiligung an organisiertem Verbrechen ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes am Mittwoch auf Twitter mit.

In den Fall seien auch Bucarams Sohn Jacobo und drei Funktionäre der Verkehrsbehörde der Hauptstadt Quito verwickelt. Gegen diese seien Ermittlungen wegen mutmasslicher Verbindungen zu zwei Staatsbürgern Israels im Mai eingeleitet worden.

Die Israelis waren damals in Ecuador wegen des Vorwurfs des illegalen Verkaufs medizinischen Materials festgenommen worden. Sie gaben Medienberichten zufolge an, an Jacobo Bucaram verkauft zu haben. Einer der Beiden wurde am vergangenen Wochenende im Gefängnis getötet, der andere verletzt.

Sorge um medizinische Versorgung: Kirche, UN und EU rufen zu Ende der Blockaden in Bolivien auf

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Bolivianische Bischofskonferenz, die Europäische Union und die Vereinten Nationen die Beteiligten dazu aufgerufen, die Strassenblockaden in Bolivien aufzuheben. «Wir drängen darauf, jeglichen unangemessenen Druck aufzugeben und die demokratischen Spielregeln einzuhalten», hiess es in dem Schreiben vom Dienstagabend (Ortszeit). Demonstranten, die der linken MAS-Partei des ehemaligen Präsidenten Evo Morales nahe stehen, blockieren angeführt vom Dachverband der Gewerkschaften bereits seit über einer Woche Dutzende Strassen in verschiedenen Departments.

Damit demonstrieren sie für die Einhaltung des Wahltermins am 6. September. Laut Medienberichten werden durch die Blockaden Städte von der Lebensmittelversorgung und Corona-Patienten von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten. Boliviens Aussenministerin Karen Longaric hatte zuletzt um internationale Unterstützung bei der Aufhebung der Blockaden gebeten. Die Situation habe ein «unhaltbares Niveau»  erreicht. Das Oberste Wahlgericht des Andenstaats hatte die Wahlen eines neuen Präsidenten und eines neuen Parlaments zuletzt ein weiteres Mal verschoben – nun auf den 18. Oktober.

Ein Video der Blockaden sehen Sie hier:

Australian Open 2021 arbeitet mit fünf Szenarien
 

Von geplanter Durchführung bis Absage: Fünf Szenarien sollen die Organisatoren der Australien Open betreffend der Durchführung des Sportevents haben. (Bild: Keystone)

Die Organisatoren des Australian Open arbeiten für 2021 corona-bedingt an fünf möglichen Szenarien: von der Durchführung ohne Einschränkungen bis zur Absage des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Optimal wäre eine Durchführung selbstredend ohne Einschränkungen. Der zweite Plan würde eine reduzierte Zuschaueranzahl vorsehen, der dritte ebenfalls im Januar ein Grand-Slam-Turnier ohne Zuschauer. Bei Szenario vier würde das Turnier später im Jahr stattfinden, Plan fünf würde die gänzliche Absage des Majors bedeuten.

Demonstranten in Bulgarien stellen Regierung Rücktrittsultimatum

Nach mehr als einem Monat durch die Corona-Pandemie mitausgelöster, regierungskritischer Proteste in Bulgarien haben Demonstranten den Ministerpräsidenten Boiko Borissow ultimativ aufgefordert, sofort zurückzutreten. Sie drohten, das Parlament in Sofia während einer Sondersitzung an diesem Donnerstag zu blockieren, um seinen Rückzug durchzusetzen.

Demonstranten, die der Regierung in Sofia korrupte Praktiken vorhalten, protestierten am Mittwoch auch vor der deutschen Botschaft. Mit blauen Binden vor ihren Augen beschuldigten sie Deutschland, das aktuell den EU-Ratsvorsitz innehat, die Augen vor Bulgariens Problemen zu verschliessen. Die vornehmlich jungen Menschen riefen in Sprechchören «Mafia, Mafia» in Bezug auf die bulgarische Regierung. Im EU-Parlament gehört Borissows Partei GERB zur Europäischen Volkspartei, so wie auch die deutschen Christdemokraten.

Passagieraufkommen bleibt am Flughafen Zürich im Juli tief

Der Betrieb am Flughafen Zürich hat sich auch im Monat Juli weiter deutlich unter dem Vorjahresniveau bewegt. Der Start der Sommerferien hat jedoch das Geschäft belebt. Gegenüber dem Vormonat verdreifachte sich die Zahl der Fluggäste.

Insgesamt flogen im Juli 688’584 Passagiere über den Flughafen Zürich, das sind 78 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

 

Auch im Juli 2020 flogen weniger Passagiere als noch im Juli 2019 über den Flughafen Zürich. Insgesamt beträgt das Minus 78 Prozent. (Bild: Keystone)

Im Vergleich zum Zeitraum April bis Juni deutet das jedoch auf eine Entspannung hin. In den Vormonaten war der Flugbetrieb wegen der Corona-Pandemie praktisch zum Erliegen gekommen. Im Juni lag das Passagieraufkommen bei rund 202’000, im Mai bei 44’000 und im April etwa waren es gerade noch 27’000 Personen.

Zuckerhut und Christus-Statue: Rios Attraktionen öffnen wieder

Nach dem Aufenthalt an den berühmten Stränden ist in Brasiliens Metropole Rio de Janeiro inmitten der grassierenden Corona-Pandemie auch der Besuch der Sehenswürdigkeiten wieder erlaubt. Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, machte mit einem Dekret am Mittwoch die Öffnung bei 50 Prozent der Auslastung frei. Auch Reisebüros und Tour-Anbieter dürfen demnach wieder den Vollzeitbetrieb aufnehmen.

 

Die Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro öffnen wieder. (Bild: Keystone)

Am Montag hatte Rios Bürgermeister Marcelo Crivella Pläne für einen Strandbesuch mit Abstandsmarkierung und Vorbelegung per App bekanntgegeben. Den touristischen Attraktionen von Rio war seit Mitte Juli mit eingeschränkter Kapazität und angemessener Distanz der Betrieb wieder erlaubt gewesen. Zuckerhut und Corcovado-Berg, auf dem die berühmte Christus-Statue von Rio steht, sollten allerdings erst in der ersten Augusthälfte wieder öffnen.

Grossanlässe ab Oktober: Konzertveranstalter begrüssen Entscheid

Wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte, ist das Verbot von Grossanlässen mit mehr als tausend Menschen um einen Monat bis Ende September verlängert worden. Damit sollen die Kantone mehr Zeit gewinnen, um das Bewilligungsregime vorzubereiten und allenfalls die Kapazitäten für das Contact Tracing zu erhöhen. Der Branchenverband der Schweizer Konzertveranstalter begrüsst diesen Entscheid. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

In diesem Jahr kein Zürich Marathon

Der Zürich Marathon kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Die vom Bundesrat auf Anfang Oktober beschlossene Erlaubnis für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen kommt für die Veranstalter zu spät. Der Marathon in Zürich war am 6. September vorgesehen. Mit der Absage entfällt auch die integrierte Schweizer Marathon-Meisterschaft.

Wahrzeichen angestrahlt - Britische Kulturbranche ruft nach Hilfe

Mit nächtlicher roter Beleuchtung haben Kunststätten und andere bekannte Orte in Grossbritannien auf die coronabedingte Krise der Kulturszene aufmerksam gemacht. In Anlehnung an das Motto «Red Alert» (Alarmstufe Rot) erstrahlten in London unter anderem Wahrzeichen wie die Galerie Tate Modern, die Millennium Bridge, das Southbank Centre und die Waterloo Bridge am Dienstagabend in rotem Licht.

Mit der vom Branchenverband Plasa ins Leben gerufenen Aktion fordern Kulturschaffende auch finanzielle Unterstützung von der Regierung. «Grossveranstaltungen sollen frühestens erst wieder im Frühjahr 2021 stattfinden, und die Realität ist, dass die Branche nicht so lange warten kann», sagte Plasa-Geschäftsführer Peter Heath laut Nachrichtenagentur PA. Auch in Städten wie Manchester, Edinburgh und Nottingham gab es Veranstaltungen im Freien.

Nach Angaben der Veranstalter sind mehr als eine Million Kulturschaffende in der Branche gefährdet, davon sollen rund 70 Prozent Freiberufler sein. Grossbritannien ist das Land mit den meisten Corona-Todesopfern in Europa.

Gewerbeverband begrüsst Lockerung für Event- und Sportveranstalter

Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) hat die vom Bundesrat angekündigten Lockerungen für die Event- und Sportbranche begrüsst. Auch zahlreiche KMU profitierten als Zulieferer und Anbieter von Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten von diesem Schritt.

Die Veranstalter könnten somit einen Schritt zurück in die Normalität machen, teilte der sgv am Mittwoch mit. Auch die Marktbranche könne ihre Veranstaltungen wieder durchführen und damit ihre Existenz sichern.

Die Einhaltung der Gesundheitsvorschriften stelle die Organisatoren dieser Events vor grosse Herausforderungen, deren sie sich aber bewusst seien. Entsprechende Schutzkonzepte seien von den Verbänden bereits erarbeitet worden.

Berset will einheitliche Corona-Massnahmen für Skigebiete im Alpenraum

Der Bundesrat befürchtet angesichts unterschiedlicher Corona-Massnahmen im Alpenraum eine Wettbewerbsverzerrung zwischen den Skigebieten. Gesundheitsminister Alain Berset sprach sich darum für eine internationale Koordination der Massnahmen aus.

«Es könnte eine Wettbewerbsverzerrung zwischen Ländern und Regionen geben», sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Er wolle ein Szenario verhindern, bei dem etwa die Schweiz restriktive Massnahmen verhänge und Grenzregionen in Österreich oder Frankreich versuchten, sich mit Lockerungen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Alle Hintergründe gibt es hier.

 
Bundesrat Alain Berset will eine internationale Koordination der Corona-Massnahmen im alpinen Raum. (Bild: Keystone)
Trotz Grossanlass-Lockerungen – Sportvereine dürften nur Verhalten jubeln

Der Schweizer Profisport atmet auf. Mit den angekündigten Lockerungen gibt es Licht am Ende des Tunnels. Aber über den Berg ist der Sport noch lange nicht. Weshalb das so ist, erfahren Sie hier.

Bundesrat plant stärkeren Einbezug der Kantone bei neuen Corona-Massnahmen

Vor der Anordnung möglicher Corona-Massnahmen plant der Bundesrat die Kantone künftig stärker einzubeziehen. So wurde es in der Vernehmlassung verankert.

Sobald die notrechtlichen Verordnungen des Bundesrats ausser Kraft treten, sollen die Kantone vor der Anordnung von neuen möglichen Corona-Massnahmen einbezogen werden. Das hat der Bundesrat nach Kritik in der Vernehmlassung im Covid-19-Gesetz verankert. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Keine Rad-WM im Wallis

Weil das Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen erst auf den 1. Oktober gelockert wird, findet die Strassen-Rad-WM in Aigle/Martigny nicht statt. Die Organisatoren sagten die Titelkämpfe, die vom 20. bis 27. September angesetzt waren, nur eine Stunde nach der Bekanntgabe des Bundesrats-Entscheids ab. Die WM wird nicht nachgeholt. Alle Details zur Absage finden Sie hier.

Bundesrat beantragt weitere Nachtragskredite von 770 Millionen

Der Bundesrat beantragt dem Parlament 13 weitere Nachtragskredite in der Höhe von rund 770 Millionen Franken zur Milderung der Folgen der Corona-Pandemie. Aufgrund der ausserordentlichen Lage werden im laufenden Jahr voraussichtlich insgesamt vier Nachträge nötig sein.

Es habe sich gezeigt, dass in verschiedenen Bereichen zu den bereits beschlossenen weitere Massnahmen nötig sind, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Bisher hat der Bund schon Ausgaben von 31 Milliarden (Nachtragskredite) sowie Bürgschaften und Garantien von 42 Milliarden Franken (Verpflichtungskredite) beschlossen. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Kantone fordern schweizweit einheitliche Umsetzung

Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) hat eine schweizweit einheitliche Umsetzung der Regelungen für Grossveranstaltungen gefordert. Es brauche griffige Bewilligungskriterien auf nationaler Ebene.

Die Mehrheit der Kantone habe sich in der Anhörung für eine Verlängerung des Verbots von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern bis Ende Jahr ausgesprochen, hält die GDK in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. Begründet worden sei dies mit der nach wie vor instabilen epidemiologischen Lage. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Sommaruga: «Jede Lockerung bringt mehr Verantwortung»

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat am Mittwoch an die Disziplin der Bevölkerung appelliert. «Jede Lockerung der Corona-Regeln bringt mehr Verantwortung.» Der Anstieg der Fallzahlen zeige: «Wir müssen vorsichtig bleiben.»

Es sei eine spezielle Situation, sagte Sommaruga vor den Bundeshausmedien. Einerseits freuten sich viele Personen über die Lockerungen, andererseits bereite der Anstieg der Infektionszahlen vielen Sorgen. «An diesen Zwiespalt werden wir uns gewöhnen müssen.» Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Simonetta Sommaruga: «Jede Lockerung bringt mehr Verantwortung». (Bild: Keystone)

Gaming-Riese Tencent profitiert von der Corona-Krise

Der chinesische Digitalkonzern Tencent hat im zweiten Quartal unerwartet stark von der gestiegenen Internetnutzung im Zuge der Corona-Pandemie profitiert. Der Umsatz ist stark angewachsen.

Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 114,9 Milliarden Yuan (14,4 Milliarden Euro) gestiegen, teilte der Betreiber des in China dominierenden Messengerdienstes WeChat am Mittwoch in Hongkong mit. Das sind umgerechnet rund 15 Milliarden Franken.

 

Der chinesische Gaming-Riese Tencent kann in der Corona-Krise wachsen. (Bild: Keystone)

Auch unter dem Strich blieb mit 33,1 Milliarden Yuan deutlich mehr übrig, als Analysten erwartet hatten. Das Unternehmen profitierte hierbei unter anderem vom Verkauf von Anteilen sowie Bewertungssteigerungen seiner Anlagen im Umfang von insgesamt 8,6 Milliarden Yuan.

Zum kürzlich vom US-Präsidenten Donald Trump per Dekret erlassenen Verbot des Chat-Dienstes WeChat äusserte sich Tencent nicht. Die App hat laut der Analyse-Firma Apptopia rund 19 Millionen täglich aktive Nutzer in den USA. Vor allem in China ist der Whatsapp-Rivale das meistgenutzte Messaging-System.

Alain Berset: «Die Lage bleibt fragil»

Gesundheitsminister Alain Berset warnte davor, die aktuelle Situation zu unterschätzen. «Die Lage bleibt fragil», sagte er vor den Medien in Bern.

Die Bevölkerung müsse wohl noch eine Weile mit einer Ungewissheit leben, so der Gesundheitsminister. Zum raschen Anstieg der Fallzahlen – am Mittwoch wurden 274 neue Coronavirus-Infizierte gemeldet – sagte Berset vor den Bundeshausmedien: «Es gibt immer diese Schwankungen.» Die Situation sei unter Kontrolle. «Die Zahlen explodieren nicht.» Alles zum Thema lesen Sie hier.

 

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Gesundheitsminister Alain Berset bei der Medienkonferenz des Bundesrates in Bern. (Bild: Keystone)

Bundesrat will 700 Millionen Franken in den öV stecken

Mit 700 Millionen Franken will der Bundesrat die Einnahmenausfälle abfedern, die der öffentliche Verkehr und der Bahn-Güterverkehr wegen Covid-19 verkraften müssen. Er hat die Botschaft am Mittwoch dem Parlament zugestellt.

 

Der Bundesrat beantragt für den öV einen Kredit über 700 Millionen Franken. (Bild: Keystone)

Weil der Bundesrat empfohlen hatte, während des Corona-Lockdowns im Frühling möglichst zu Hause zu bleiben, sank die Nachfrage im öffentlichen Verkehr um bis zu 80 Prozent. Da viele Betriebe schliessen mussten, verzeichneten die Bahnen auch im Güterverkehr einen starken Rückgang, wie der Bundesrat festhält. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Jetzt kommt die Maskenpflicht in Flugzeugen

Ab Mitte August muss auch in Flugzeugen eine Maske getragen werden. Das hat der Bundesrat beschlossen.

Die Massnahme betrifft alle Linien- und Charterflüge, die in der Schweiz starten oder landen, unabhängig von der Fluggesellschaft. Das hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen. Bereits seit dem 6. Juli gilt im öffentlichen Verkehr eine Maskentragpflicht. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bundesrat lässt Grossanlässe ab Oktober wieder zu

In der Schweiz sind ab Oktober Grossanlässe mit mehr als tausend Menschen wieder erlaubt. Der Bundesrat hat am Mittwoch entsprechende Lockerungen der Corona-Massnahmen beschlossen.

Neben «strengen» Schutzmassnahmen müssen die Veranstalter vorgängig eine Bewilligung des jeweiligen Kantons einholen. Dazu will der Bund mit den Kantonen in den nächsten zwei Wochen einheitliche Kriterien erarbeiten. Betroffen sind Anlässe in den Bereichen Sport, Kultur und auch Religion. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Bund will ein Vorrat an Ethanol aufbauen

Der Bundesrat will rasch ein Sicherheitslager für Ethanol im Umfang von rund 6’000 Tonnen schaffen. Mit der Reserve könnten im Bedarfsfall Desinfektionsmittel hergestellt werden. Die Landesregierung hat beschlossen, dem Parlament einen Kredit von 5,82 Millionen Franken zu beantragen.

Damit solle gewährleistet werden, dass kurz- und mittelfristig bei einer erneuten rasant ansteigenden Nachfrage genug Ethanol für die Versorgung des Landes zur Verfügung stehe, teilte der Bundesrat zum Entscheid am Mittwoch mit.

Der Bund wil lein Ethanolvorrat. (Bild: Keystone)
Ältere hielten sich nur bedingt an Empfehungen des Bundes

ETH-Forschende haben hunderte Personen aus der Deutschschweiz zu deren Verhalten in der aktuellen Coronazeit befragt. Erstaunlich wenig ältere Menschen hätten sich an die Empfehlungen des Bundes gehalten, wie eine Studienautorin im Interview mit der Hochschule sagt.

Selbst in der akuten Phase seien etwa 60 Prozent der älteren Menschen noch selber einkaufen gegangen, wie Angela Bearth, Verhaltenspsychologin am ETH-Lehrstuhl für Consumer Behavior, sagte. Das zeige, dass sich viele ältere Menschen bevormundet fühlten, wenn sie nicht mehr selber einkaufen gehen dürften.

Seit der Corona-Krise mehr Kartenzahlungen

Das Zahlungsverhalten in der Schweiz hat sich als Folge der Coronakrise grundlegend verändert. Schweizerinnen und Schweizer haben laut einer Umfrage der Boston Consulting Group im ersten Monat nach dem Lockdown 41 Prozent weniger Bargeldzahlungen getätigt als im Vorjahr. Dafür haben sie 16 Prozent häufiger mit der Karte bezahlt.

Weitere 8 Prozent der Befragten gaben zudem an, während der Hochphase von Corona zum ersten Mal E-Banking benutzt zu haben, wie das Beratungsunternehmen am Mittwoch mitteilte. Gut ein Fünftel will zudem zukünftig weniger häufig oder gar nie mehr eine Bankfiliale aufzusuchen.

Bundesrat rechnet für 2020 mit Defizit von 3,1 Milliarden Franken

Die Corona-Krise belastet die Bundeskasse stark: Die erste Hochrechnung für 2020 zeigt ein Finanzierungsdefizit von 20,9 Milliarden Franken. Unter dem Strich dürfte das Loch im ordentlichen Bundeshaushalt 3,1 Milliarden Franken betragen, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Budgetiert war ein Überschuss von 0,3 Milliarden. Das schlechtere Ergebnis ergibt sich gemäss der Hochrechnung aus den hohen Mindereinnahmen (-5,2 Mrd. Franken), die nur teilweise durch tiefere Ausgaben kompensiert werden (-1,8 Mrd. Franken). Im ausserordentlichen Haushalt belaufen sich die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie gemäss den ersten Schätzungen auf 17,8 Milliarden.

Bis zu 400 Millionen Franken Bundeshilfe für Skyguide

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide erhält für das laufende und das nächste Jahr insgesamt bis zu 400 Millionen Franken Bundeshilfe. Der Bundesrat hat am Mittwoch eine entsprechende Unterstützung für das von einem Liquiditätsengpass bedrohten Unternehmen beschlossen.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie seien die Flugbewegungen eingebrochen, weshalb die Gebührenerträge von Skyguide stark rückläufig seien, begründete der Bundesrat den Beschluss in einer Mitteilung. Ohne eine Flugsicherung funktioniere der Luftverkehr nicht.

Der Kontrollturm von Skyguide auf dem Flughafen Lugano-Agno. (Archivbild: Keystone)
Bundesrat will Arbeitslosenversicherung mit Milliarden stärken

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) soll mehr Geld erhalten, damit wegen der Corona-Krise die Lohnbeiträge nicht erhöht werden müssen. Der Bundesrat hat die Vorlage für Anpassungen im Arbeitslosenversicherungsgesetz verabschiedet; die Räte sollen sie dringlich behandeln.

Die ALV, die unter anderem die Kosten für die Kurzarbeitsentschädigung trägt, soll im laufenden Jahr mit bis zu 14,2 Milliarden Franken unterstützt werden. Auch 2021 soll ihr der Bund unter die Arme greifen können, sollte sie sich wegen der Corona-Pandemie erneut massiv verschulden.

Ein Corona-Fall beim FC-Barcelona – Kein Kontakt zu Champions-Team

Beim FC Barcelona ist ein Spieler, der nicht zum Champions-League-Team in Lissabon gehört, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Name des Sportlers wurde vom Verein nicht genannt. Er sei asymptomatisch und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Einen Kontakt zu den Spielern, die am Freitag im Viertelfinal der Champions League gegen Bayern München antreten, habe es nicht gegeben.

Russland kontert Kritik an «Sputnik V»

Russland hat Vorbehalte aus dem Ausland gegen seinen Corona-Impfstoff «Sputnik V» – den ersten zugelassenen weltweit – zurückgewiesen.

«Ausländische Kollegen versuchen offenbar, irgendeine Meinung zu äussern, die nach unserer Ansicht absolut unbegründet ist», sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

Russland hatte das Vakzin am Dienstag zur breiten Verwendung in der Bevölkerung zugelassen. Dieser Schritt erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien – ein Vorgehen, das dem international üblichen Ablauf widerspricht. Weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen.

274 neue Fälle

Rasanter Anstieg innert 24 Stunden: BAG meldet am Mittwoch 274 neue Fälle

Fussballer Mbabu warnt vor Virus

Der Schweizer Internationale Kevin Mbabu hat nach seinem eigenen positiven Test vor einer Unterschätzung des Coronavirus gewarnt. «Das Risiko ist immer da, du kannst das Virus jederzeit bekommen – und du weisst nicht, wann und wie», sagte der Verteidiger von Wolfsburg im Gespräch mit lokalen Medien.

Der 25-Jährige war Ende Juli kurz vor dem Trainingsauftakt des Bundesligisten und als erster Schweizer Nationalspieler positiv getestet worden. Er musste sich danach für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

Kevin Mbabu warnt vor Covid-19. (Bild: Keystone)
Umfassende Maskenpflicht in Brüssel eingeführt

Wegen stark steigender Coronavirus-Infektionen muss in der belgischen Hauptstadt Brüssel ab sofort überall in der Öffentlichkeit ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die Regel gelte für alle Personen, die älter als zwölf Jahre sind, teilte der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Rudi Vervoort, am Mittwoch mit. Grund sei, dass die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen die Schwelle von 50 pro 100 000 Einwohner überschritten habe. Zuletzt lag der Wert bei 54,4.

Ausnahmen von der Maskenpflicht in Brüssel soll es beim Sport sowie bei intensiver körperlicher Arbeit auf öffentlichen Strassen geben. Ebenso sind Personen ausgenommen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. Die neuen Regeln sollen von der Polizei kontrolliert werden. Sie gelten in der gesamten Öffentlichkeit sowie an privaten Orten, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Bislang musste in Brüssel nur auf ausgewählten Plätzen und Strassen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Rudi Vervoort (Mitte) gab die Massnahmen bekannt. (Archivbild: Keystone)
Mehr Starts am Flughafen Zürich

Im Juli sind im Vergleich zum Vormonat wieder deutlich mehr Flugzeuge vom Flughafen Zürich aus gestartet. Im Vergleich zum Juli 2019 liegt die Zahl der Starts aber als Folge der Coronapandemie rund zwei Drittel tiefer.

Konkret starteten im Juli 2020 am grössten Schweizer Airport insgesamt 4’585 Flugzeuge. Ausgewiesen werden auf dessen Webseite die Bewegungsstatistik für Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR-Verkehr). Dazu kommen noch jene Starts, hauptsächlich von Kleinflugzeugen, die nicht nach den Instrumentenflugregeln, sondern im Sichtflug erfolgten.

Im Vergleich zum Juni 2020, als 2’164 Starts gezählt wurden, hat sich die Zahl der Abflüge damit mehr als verdoppelt. Im Mai wurden sogar nur 1’148 Starts gezählt, im April sogar nur 772.

Wie stark der Flugverkehr durch die Coronapandemie eingebrochen ist, zeigt sich an der sonst üblichen Zahl der Starts im IFR-Verkehr. So wurden etwa 2019 im Juli mit 12’556 rund zweieinhalb Mal so viele Starts verzeichnet wie dieses Jahr.

Bucherer streicht in der Schweiz 220 Stellen

Der Luzerner Uhrenhändler Bucherer baut wegen der Corona-Krise 370 von 2’400 Stellen weltweit ab. 220 Arbeitsplätze sollen in der Schweiz wegfallen, davon bis zu 170 in Luzern, wie Bucherer am Mittwoch mitteilte.

Auch Bucherer bleibt von der Krise nicht verschont. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Berner Firma verspricht Testergebnis innert 30 Minuten

Das Berner Unternehmen Ender Diagnostics bringt einen zweiten Schnelltest zum Nachweis des Coronavirus auf den Markt. Der Test «Ender MASS» detektiere das Virus SARS-CoV-2 innerhalb von 30 Minuten, so das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Er sei hochspezifisch, einfach in der Anwendung und schnell. Und er sei so konzipiert, dass er eine schnelle Diagnose in wichtigen Einrichtungen wie Schulen, Produktionsstätten, Krankenhäuser und Pflegeheimen oder auf Reisen ermögliche. Die Testkapazität und Flexibilität für Labors erhöhe sich dadurch deutlich.

Ender Diagnostics hatte bereits Mitte Juni einen ersten Schnelltest für das Corona-Virus lanciert. Der neu zugelassene Test biete nun weitere Vorteile, indem er den Nachweis in einem vereinfachten und beschleunigten Verfahren ermögliche und damit den Arbeitsaufwand für Mediziner und Labors erheblich reduziere.

Trotz starkem inländischen Tourismus-Sommer: Massive Einbrüche bei Tessiner Hotellerie

Obschon sehr viele Schweizer ihre Sommerferien im eigenen Land verbringen, rechnet die Tessiner Hotellerie mit einem deutlichen Rückgang der Hotelübernachtungen im Coronajahr 2020. Besonders viele Gäste darf der Südkanton aus der Romandie begrüssen.

«Was wir zwischen März und Mai verloren haben, haben wir in der Sommerperiode nicht wieder aufgeholt», sagte Lorenzo Pianezzi, Präsident der Tessiner Sektion von Hotelleriesuisse, im Gespräch mit AWP. Für das gesamte Geschäftsjahr rechne er für die Branche mit einem Umsatzrückgang von mindestens 25 Prozent.

Die Tessiner Hotellerie wird die Umsatzeinbrüche im Frühjahr wohl nicht wettmachen können. (Archivbild: Keystone)
Tischtennis-EM im September abgesagt

Wegen der wieder steigenden Anzahl an Corona-Infektionen in Europa wurde die für September geplante Tischtennis-EM auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich hätten die Titelkämpfe vom 15. bis 20. September in Warschau stattfinden sollen. Wegen der Corona-Pandemie war auch die Mannschafts-WM im südkoreanischen Busan bereits ins Jahr 2021 verlegt worden.

 Shang Kun vom deutschen Meister 1. FC Saarbrücken in Aktion. (Bild: Keystone)
Fussball-WM-Qualifikationsspiele in Asien erneut verschoben

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Fussball-WM-Qualifikation in Asien erst im Jahr 2021 fortgesetzt. Die ursprünglich für Oktober und November geplanten Partien in der Qualifikation für das Turnier 2022 in Katar werden wegen der anhaltenden Ausbreitung des Virus auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Gleiches gilt für die Qualifikationspartien zur Asienmeisterschaft 2023 in China.

Australien schickt nur Rad-Profis zur WM ins Wallis

Der australische Radverband wird im September keine Nachwuchsfahrer an die Strassen-Rad-WM ins Wallis schicken, wie der nationale Verband verkündet hat. Zum Schutz der Athletinnen und Athleten vor dem Coronavirus verzichte der Verband bis Ende Jahr auf jegliche Aktivitäten im Ausland. Erlaubt wird die WM-Teilnahme nur australischen Profis, die derzeit bereits mit ihren World-Tour-Teams in Europa seien.

Ob die vom 20. bis 27. September angesetzte WM in Aigle und Martigny wegen der Corona-Pandemie durchgeführt werden kann, ist offen. Die Grundlage für die Durchführung der Titelkämpfe ist gemäss den WM-Organisatoren die Aufhebung oder Lockerung des Verbots für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen.

Parlamentsauflösung in Neuseeland wegen neuem Corona-Ausbruch verschoben

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat nach dem neuen Corona-Ausbruch in dem Pazifikstaat die Auflösung des Parlaments im Vorfeld der Wahl am 19. September verschoben.

Der Fokus liege zunächst darauf, das Virus in den Griff zu bekommen, sagte Ardern. Eigentlich sollte das Parlament am Mittwoch aufgelöst werden, nun wird dies voraussichtlich am Montag geschehen. Bis dahin will die Regierungschefin auch entscheiden, ob möglicherweise sogar die Parlamentswahl verschoben wird, berichtete die Zeitung New Zealand Herald. Das hat die Opposition mit der Begründung gefordert, dass derzeit Wahlkampagnen nicht möglich seien.

Die Polizei führt im Rahmen des Covid-19-Ausbruchs Kontrollen durch. (Bild: Keystone)
Mozilla streicht massiv Stellen

Der Firefox-Entwickler Mozilla streicht als Folge der Corona-Krise etwa jeden vierten Arbeitsplatz. Gleichzeitig will das Unternehmen sein Geschäft mit der beschleunigten Entwicklung neuer Dienste ausbauen.

Rund 250 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, der Standort in Taiwan wird geschlossen, kündigte Mozilla-Chefin Mitchell Baker am Dienstag (Ortszeit) an. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie hätten den Umsatz erheblich gedrückt, räumte Baker ein.

Trump kommentiert europäische Corona-Zahlen

US-Präsident Donald Trump hat die zunehmende Zahl an Coronavirus-Fällen in Deutschland bedauert. «Im Sieben-Tage-Durchschnitt für Deutschland sind die Fälle unglücklicherweise um 62 Prozent gestiegen. Das ist wirklich unglücklich», sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Trump nannte zudem explizit hohe Raten auch für Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Es blieb aber unklar, auf welcher Grundlage Trumps Zahlen basierten.

Trumps Zahlengrundlage blieb unklar. (Bild: Keystone)
Deutsche Industrie macht Druck wegen EU-Hilfspaket

Die deutsche Industrie drängt auf eine schnelle Lösung im Streit um das geplante riesige EU-Hilfspaket in der Coronavirus-Krise. «Damit die wirtschaftliche Erholung der EU nicht gefährdet wird und der europäische Binnenmarkt anzieht, sollte das EU-Parlament dem Paket schnell zustimmen.» Dies sagte Industriepräsident Dieter Kempf der Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch.

Auch die deutsche Autobranche ist von der Krise schwer getroffen worden. (Bild: Keystone)
Internationale Interesse an russischem Impfstoff «Sputnik V»

Erste Länder haben bereits Interesse an Russlands Corona-Impfstoff «Sputnik V» bekundet – dem ersten zugelassenen weltweit. Der brasilianische Bundesstaat Paraná kündigte an, ein Abkommen mit Russland zu schliessen, um den Impfstoff selbst zu produzieren.

Auch Israel teilte mit, grundsätzlich an «Sputnik V» interessiert zu sein. Es gebe bereits Beratungen über den neuen Impfstoff, hatte der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein am Dienstag gesagt.

Der Name für den russischen Impfstoff «Sputnik V» soll an den ersten Satelliten im All erinnern, den die Sowjetunion 1957 vor den USA gestartet hatte. Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Erst wenige Menschen haben ihn im Rahmen einer Studie erhalten.

100 Millionen Impfdosen für die USA

Die USA haben eine Vereinbarung mit dem Biotechkonzern Moderna zum Erwerb von 100 Millionen Dosen eines potenziellen Coronavirus-Impfstoffs geschlossen. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington auf einer Pressekonferenz mit.

Bei Modernas Impfstoffkandidat läuft eine entscheidende Wirksamkeitsstudie der Phase III mit rund 30’000 Teilnehmern. Getestet wird in 30 US-Bundesstaaten. Die US-Regierung unterstützt das Projekt finanziell.

100 Millionen Dosen habe sich die USA gesichert, sagte Trump. (Bild: Keystone).
Exporte sollen sich nach Einbruch rasch erholen

Bund und Wirtschaft wollen nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie möglichst gute Voraussetzungen für eine rasche Erholung des schweizerischen Aussenhandels schaffen. Bundesrat Guy Parmelin und Vertreter der Exportwirtschaft haben am Dienstag die Herausforderungen und notwendigen Schritte dazu besprochen.

Die Schweizer Wirtschaft sei für den Wohlstand äusserst wichtig und stark mit dem Ausland vernetzt, heisst es in einer im Nachgang zu einem Runden Tisch veröffentlichten Mitteilung der Bundesbehörden.

Im zweiten Quartal 2020 ist im schweizerischen Aussenhandel ein historischer Rückgang verzeichnet worden. Ausnahmslos alle Exportsparten verzeichneten ein Minus. Trotz Lichtblicken und einem leichten Aufwärtstrend im Juni blieben die künftigen Herausforderungen und Unsicherheiten für die Schweizer Exporteure weiter gross, heisst es.

Facebook löscht Millionen Beiträge mit fragwürdigen Corona-Infos

Facebook hat seit April mehr als sieben Millionen Beiträge mit Informationen zum Corona-Virus gelöscht, die dem Online-Netzwerk zufolge die Gesundheit von Menschen gefährden könnten. Rund 98 Millionen weniger gefährliche Inhalte mit zweifelhaften Informationen seien mit Warnhinweisen versehen worden, teilte der Konzern am Dienstag mit. Facebook fährt seit einiger Zeit einen härteren Kurs gegenüber potenziell gefährlichen Informationen, etwa zu angeblichen Corona-Behandlungen. Dabei geriet der Konzern auch mit US-Präsident Donald Trump aneinander.

 

Seit April hat Facebook sieben Millionen Beiträge mit falschen Informationen zum Coronavirus gelöscht. (Bild: Keystone)

Das Unternehmen räumte zugleich ein, dass es die Corona-Krise schwieriger mache, bei Beiträgen einzugreifen, die darauf hinweisen, dass Nutzer sich Schaden zufügen wollen. Während zur Erkennung etwa von Hassrede automatisierte Software eingesetzt werde, sei in diesen Fällen immer noch die Rolle menschlicher Prüfer sehr gross. Die Verlagerung aus den Büros ins Homeoffice habe deren Arbeit erschwert.

Ein Prozent weniger Lehrverträge unterzeichnet

Per Ende Juli 2020 sind knapp 66’000 Lehrverträge unterzeichnet worden. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres war dies ein Prozent weniger. In der französischen und italienischen Schweiz sei der Rückstand gegenüber dem Vorjahr ausgeprägter, habe aber im Juli etwas verringert werden können.

In der Deutschschweiz seien kaum Veränderungen auf dem Lehrstellenmarkt zu erkennen, heisst es in einer Mitteilung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) vom Dienstag. Gegenüber dem Vorjahr seien bis Ende Juli 2020 in einzelnen Kantonen sogar mehr Lehrverträge abgeschlossen worden.

Aufgrund der späteren Rekrutierungsphase in der lateinischen Schweiz, die mit dem Corona-Lockdown zusammengefallen sei, liege die Anzahl abgeschlossener Lehrverträge in den Kantonen Waadt, Genf und Tessin im Vergleich zur Vorjahresperiode immer noch deutlich tiefer als auf gesamtschweizerischer Ebene. Per Ende Juli seien in diesen Kantonen rund 90 Prozent der Lehrverträge im Vergleich zum Vorjahresmonat abgeschlossen worden.

Weniger Katastrophen durch Menschenhand bei Swiss Re

Von den Gesamtschäden von 75 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2020 entfielen laut der Studie 72 Milliarden auf Naturkatastrophen, was deutlich mehr sind als im Vorjahressemester (52 Milliarden). Davon müssen die Versicherungen voraussichtlich 28 Milliarden Dollar schultern, was ein Anstieg von 9 Milliarden im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2019 ist.

Die übrigen Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar wurden durch Menschenhand angerichtet. Das sind 2 Milliarden weniger als im ersten Halbjahr 2019. Dieser Rückgang sei auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, da in vielen Ländern durch die Eindämmungsmassnahmen die Wirtschaft fast zum Erliegen gekommen sei. Der Duchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei von Menschen angerichteten Katastrophen liegt bei 8 Milliarden Dollar für die erste Jahreshälfte.

EU-Wettbewerbshüter genehmigen deutsche Hilfen für Flughäfen

Deutschland darf von der Corona-Krise heftig getroffene Flughäfen nach einer Entscheidung der EU-Kommission mit Zuschüssen unter die Arme greifen. Entsprechende Beihilferegelungen genehmigten die europäischen Wettbewerbshüter, wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.

«Diese Regelung wird es den deutschen Behörden (…) ermöglichen, deutsche Flughäfen für Verluste, die ihnen infolge des Coronavirus-Ausbruchs entstanden sind, zu entschädigen. Gleichzeitig wird sie den Flughäfen helfen, ihre Liquiditätsengpässe zu überwinden und die Krise zu überstehen», sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Der Flughafenbetrieb müsse gesichert werden, um Anbindung, Mobilität und Luftverkehr zu gewährleisten.

Die Luftfahrtbranche ist von den Auswirkungen der Pandemie besonders hart getroffen. Nach früheren Angaben des Branchenverbands ADV verloren die Flughäfen in der Corona-Flaute jeden Monat eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Der Flugverkehr war zeitweise nahezu eingestellt. Deshalb hat die Bundesregierung die nun genehmigte Unterstützung auf den Weg gebracht.

 

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager: Der Betrieb an deutschen Flughäfen müsse gesichert werden, um Anbindung, Mobilität und Luftverkehr zu gewährleisten. (Bild: Keystone)

Champions League, Coronavirus: Spiel der Vor-Qualifikation in Nyon abgesagt

Das Spiel in der Vor-Qualifikation zur Champions League zwischen der kosovarischen Mannschaft Drita Gjilan und Linfield Belfast in Nyon konnte am Dienstag wegen zwei Corona-Fällen nicht ausgetragen werden.

Nachdem zwei Spieler des kosovarischen Meisters positiv getestet worden sind, befindet sich das gesamte Team auf Anordnung der Behörden des Kantons Waadt in Quarantäne. Ein Entscheid über die Wertung des Spiels trifft nun die zuständige Kommission der Europäischen Fussball-Union.

Russlands Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal um 8,5 Prozent

Der Kampf gegen das Coronavirus hinterlässt deutliche Spuren in Russlands Wirtschaft. Im zweiten Quartal, als die Eindämmungsmassnahmen den Unternehmen besonders zu schaffen machten, brach die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent ein.

Dies gab die Statistikbehörde Rosstat am Dienstag bekannt. Analysten hatten mit einem Rückgang um 9 Prozent kalkuliert. In den ersten drei Monaten 2020 war die Wirtschaft dagegen noch um 1,6 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 gewachsen.

 

Russlands Wirtschaft bricht im zweiten Quartal 2020 um 8,5 Prozent ein. (Bild: Keystone)

Russlands Zentralbank rechnet damit, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) in diesem Jahr um 4,5 bis 5,5 Prozent schrumpfen wird und sich erst 2021 wieder Wachstum einstellt. Die Währungshüter hatten im Juli im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie die Leitzinsen auf ein Rekordtief gesenkt. Sie kappten den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld um einen viertel Punkt auf 4,25 Prozent.

Britische Kaufhauskette Debenhams streicht 2’500 Stellen

Die traditionsreiche britische Kaufhauskette Debenhams streicht wegen der Corona-Krise weitere 2’500 Stellen. Bereits zuvor hatte sich das 1778 gegründete Unternehmen von etwa 4’000 Mitarbeitern getrennt. Neben der Pandemie leidet die stark angeschlagene Kaufhauskette auch unter der Konkurrenz des Onlinehandels.

Zweimal innerhalb eines Jahres musste Debenhams einen Insolvenzantrag stellen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen noch etwa 14’500 Mitarbeiter. 124 Geschäfte seien nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen wieder eröffnet worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag in London. Dennoch müssten weitere Kosten durch Stellenstreichungen eingespart werden.

Start der Phase III für Chinas Sinovac-Impfstoff in Indonesien

Ein in China entwickelter Impfstoff gegen das Coronavirus ist nach Brasilien nun auch in Indonesien in die dritte und damit entscheidende Testphase für eine mögliche Zulassung gegangen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

 

Nach Brasilien testet nun auch Indonesien den chinesischen Impfstoff. (Bild: Keystone)

Rio plant Strandbesuch mit Abstandsmarkierung und Vorbelegung per App

Die Stadtverwaltung von Brasiliens Metropole Rio de Janeiro will inmitten der grassierenden Corona-Pandemie den Aufenthalt an seinen berühmten Stränden wieder erlauben.

Die Öffnung sieht zunächst vor, Flächen mit Bändern zu markieren, innerhalb derer kleine Gruppen den Strand besuchen können, wie Rios Bürgermeister Marcelo Crivella in einer Live-Übertragung in sozialen Medien am Montagabend (Ortszeit) bekanntgab. Demnach sollen 30 Prozent der Flächen über eine App vorbelegt, die anderen 70 Prozent nach der Reihenfolge der Ankunft vergeben werden. Crivella hatte im Juli angekündigt, den Verbleib am Strand wie beim Sonnen erst zu erlauben, wenn es eine Impfung gegen das Coronavirus gäbe.

 

Abstandsmarkierungen und Vorbelegungen per App sollen die Öffnung der Strände Rio de Janieros wieder möglich machen. (Bild: Keystone)

Zuletzt waren Mannschaftssport am Strand und das Baden im Meer wieder zugelassen worden. Ein grosser Teil des Lebens in Rio spielt sich im Freien ab. Vor allem am Wochenende ist es schwer, die «Cariocas», wie die Bewohner der Stadt heissen, dazu zu bewegen, zu Hause zu bleiben. Dann füllen sich für gewöhnlich Strände und Bars. Brasilien ist das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land nach den USA, es zählt inzwischen mehr als drei Millionen Infizierte und mehr als 100’000 Tote. Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro verzeichnete die Stadt Rio bis Montag 74’674 Infizierte, 8’622 Patienten sind gestorben.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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