Hat Elisabeth Ackermann ihre Kompetenzen überschritten? (Bild: Keystone)
Basel

Hat Ackermann in der Affäre Fehlmann das Museumsgesetz verletzt?

Auch Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann soll Fehler in der Affäre Fehlmann gemacht haben. Dies soll ein noch nicht veröffentlichter GPK-Bericht zeigen.

Vor einigen Tagen hat die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann den umstrittenen Direktor des Historischen Museums Basel, Marc Fehlmann, freigestellt. Nun läuft bei der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rats eine Untersuchung zum Museumsdirektor. Wie «SRF» am Dienstagabend berichtet, wird bei der Untersuchung aber nicht nur Fehlmann analysiert: Auch die Rolle von Ackermann und des Präsidialdepartements wird beleuchtet.

In zehn Tagen soll der Spezialbericht der GPK veröffentlicht werden: Mit Kritik an Elisabeth Ackermann als Vorsteherin der Abteilung Kultur. So soll das Präsidialdepartement seine Kompetenzen überschritten und das Museumsgesetz verletzt haben. Besonders in Hinblick auf  den Paragrafen 6, in welchem den staatlichen Museen «inhaltliche, organisatorische, personell und finanzielle Selbständigkeit» zugestanden wird. Weiter habe das das Präsialdepartement verpasst, vor dem Amtsantritt Fehlmanns, die Probleme im Museum aufzuarbeiten. Das Museum sei damals vor vier Jahren bereits ein Minenfeld gewesen, sagen Insider. Die GPK berichtete schon zu diesem Zeitpunkt von einem schlechten Betriebsklima. Früher kritisierte die GPK, dass das Präsidialdepartement, zu wenig gehandelt habe. Nun geht die Kritik ins Gegenteil.

Regierungspräsidentin Ackermann habe Fehlmann «einen Maulkorb verpasst und sein Weisungsrecht gegenüber dem Personal so stark eingeschränkt, dass Fehlmann gar nicht mehr die Möglichkeit gehabt habe, im Museum für Ruhe und Ordnung zu sorgen», berichtet der Sender im Regionaljournal.

2 Kommentare

  1. Wenn das wahr ist, könnte man meinen im Präsidialdepartement sei man in einem diktatorischen Land, bzw. scheint sich die verantwortliche Regierungsrätin zu benehmen wie es in Russland oder Nordkorea üblich ist. Wie gesagt, es gilt immer noch die Unschuldsvermutung…..aber die Unfähigkeit und Überforderung kommt leider immer mehr zum Vorschein….
    Absolut nichts gegen eine Musiklehrerin…das ist auch ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft…..aber hier sollte gelten „Schuster bleib bei Deinen Rappen“, bzw. Sollte man sich vor einer Wahl,fragen „habe ich überhaupt die geforderten Fähigkeiten um ein Departement zu leiten.“. Leider scheint das hier nicht passiert zu sein, denn es sind keinerlei solche Fähigkeiten auch nur im Ansatz zu sehen. Frau Ackermann würde nicht nur sich selber einen grossen Dienst erweisen, wenn Sie sofort zurücktreten würde.Report

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