Dank besonderer Corona-Schutzmassnahmen konnte der erste Schultag im Präsenzunterricht stattfinden. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Schulbeginn in Basel verlief «fast normal»

Rund 1'500 Primarschülerinnen und -schüler hatten am Montag ihren ersten Schultag. Wegen der Corona-Pandemie stand er unter speziellen Vorzeichen.

Für rund 1’500 Primarschülerinnen und -schüler hat im Kanton Basel-Stadt ein «fast normaler» erster Schultag stattgefunden. Die Gesamtschülerzahl stieg im Stadtkanton leicht auf 25’750 an.

Dass es sich am Montag nicht um einen ganz normalen Schulbeginn handelte, zeigte sich beim Augenschein im Basler Theodor-Primarschulhaus in den Gesichtern der Eltern, der Lehrpersonen und den Vertretern des Basler Erziehungsdepartements. Sie alle mussten sich beim Abschiednehmen von ihren Kindern und beim Lauschen der Willkommensgesänge des Schulchors einer Maskenpflicht unterziehen.

Ein freudiges Ereignis

Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) sprach aber dennoch von einem freudigen Ereignis, dass für die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Corona-Schutzmassnahmen ein erster Schultag im Präsenzunterricht möglich sei.

Eine Rückkehr zum Fernunterricht gelte es zu vermeiden. Er sei zuversichtlich, dass dies möglich sein werde, auch wenn man sich längerfristig auf die besondere Situation werde einstellen müssen.

Insgesamt 1’530 Primarschülerinnen und -schüler erlebten in Basel-Stadt am Montag ihren ersten Schultag. 2019 waren noch 1’600 Neueintritte verzeichnet worden. Die Kindergärten verzeichneten 1’640 Neueintritte, 10 weniger als noch im Jahr zuvor.

Für sie und die 1’510 neuen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (2019: 1’430) war es ein fast normaler Schultag ohne Abstandsregeln, aber mit den speziellen Hygienevorschriften.

Abstandsregeln in den Mittelschulen

Anders gestaltete sich der erste Schultag für die Schülerinnen und Schüler der nichtobligatorischen Mittelschulen wie Gymnasien oder Berufsfachschulen. Sie trafen in über 400 umgestalteten Klassenzimmern ein.

Um die Abstandsregeln von 1,50 Metern einhalten zu können, wurden die Räume von nicht verankertem Mobiliar befreit. Die Schülerinnen und Schüler nahmen an Einzeltischen Platz, eine Maskenpflicht wurde aber nicht verhängt.

Urs Bucher, neuer Leiter Volksschulen, sprach abgesehen von den Massnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie von drei Herausforderungen, denen sich die Basler Volksschule gegenübersehe. Namentlich nannte er die Digitalisierung ab der 5. und 6. Schulstufe, die Schwierigkeiten bei der integrativen Schule und eine Verbesserung der Grundkompetenzen, bei denen die baselstädtischen Schülerinnen und Schüler Nachholbedarf hätten.

Insgesamt zählt der Kanton Basel-Stadt im Schuljahr 2020/2021 25’740 Schülerinnen und Schüler. Das sind 310 mehr als noch im Jahr zuvor. Als erfreulich bewertet das Erziehungsdepartement, dass die als zu hoch deklarierte Basler Gymnasialquote von 37,2 auf 34,5 Prozent gesunken ist.

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