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Basel

Heimatschutz besorgt wegen Häuserkahlschlag

Immer mehr alte Häuser werden dem Erdboden gleichgemacht. Beim Basler Heimatschutz zeigt man sich besorgt.

Das Rosskopf-Haus in Basel darf planiert werden. Und auch weitere alte Gebäude sind bedroht. Beim Basler Heimatschutz ist man alarmiert. Geschäftsleiter Andreas Häner sagt: «Seit 1930 wurde in der Basler Altstadt 70 Prozent der historischen Bausubstanz vernichtet und abgerissen.»

Doch dort hat man einen Riegel vorgeschoben und die Abriss-Auflagen erhöht. Anders sieht die Situation in den äusseren Quartieren der Stadt aus. «Historische Bausubstanz wie an der Rufacherstrasse (Dort steht das Rosskopf-Haus, a.d.R.) steht unter Druck», sagt Häner. Die Schönheit von Gebäuden aus dem späten 19. Jahrhundert werde «noch» unterbewertet.

Das hat laut Häner schwerwiegende Konsequenzen. Würden zu viele der Häuser abgerissen, dann würde Basel ein Stück seines Charakters verlieren. Dabei rühme man sich so gerne mit dem Stadtbild.

Glück im Paulusquartier

«Basel hat enge Grenzen und boomt», so Häner. An sich sei das gut. Aber: Der Druck auf alte Häuser erhöht sich dadurch. Natürlich sei eine Veränderung gut, nur müsse man schauen, dass es nicht ausarte. «Wenn flächendeckend alte Bausubstanz abgerissen wird, dann muss man sich nicht mit dem Label historische Stadt rühmen.» Genau dort setzt die Arbeit des Heimatschutz ein. Gerade Belle-Epoque-Häuser seine bedroht.

Glücklich geht aber die Geschichte für das Haus «Zum Fermel» an der Bundesstrasse in Basel aus. Gebaut im Jahr 1902, soll es noch weitere hundert Jahre stehen. Das denkmalgeschütze Haus wird in zwei bis drei Jahren komplett saniert. Der ursprüngliche Charakter soll erhalten bleiben – innen wie aussen. Häner: «Es ist eines der schönsten Jungendstil-Häuser Basels.»

4 Kommentare

  1. Ich finde Basel sollte einen ring plan aussarbeiten: Kern darf nicht neu gebaut werden, 1km kreis um den Kern sollten wertvolle historische altbauten geschützt werden (kein abriss erlaubt nur sanierung im org stil) im ring 1-2KM sollten all historisch wertvollen gebäude auf einer liste stehen wo mann Nur abreissen darf wenn es das Baseler Volk durch ene abstimmung erlaubt.
    Es dürften keine bauten wie am SBB dass graue monstrum, oder die zwei Alien zahnstocher von Roche mehr enstehen….Sie ruinieren dass Stadtbild total! ein vorbild sollte Paris dienen: die Altstadt quartieren bleiben so wie sie sind dass modernen hat selber einen platz für sich ergattert: La Defense…..Wie hier Novartis mit Ihrem Campus.. Roche hat es viel zu weit genommmen…die Türme wären viel besser in Augst Kaiseraugst angesiedelt als mitten in unsere schöne Stadt, und schaue da schon wieder wird alt, traditionel unnd schön abgerissen für was nochmal ein fehl am platz turm in mitten der stadt…. an der Messe…….Report

  2. Alte Häuser die es wirklich und das sind sie fast immer sollte man stehen lassen. Unter Heimatschutz stellen.
    Es gibt noch ein Objekt das besser geschützt werden sollte, Käppelijoch, weg mit den Drecksschlösser.Report

  3. Man kann die alten Häuser problemlos stehen lassen. Die Staatsbesoldeten, und nur solche entwickeln abstruse Ideen, zahlen einfach die Differenz an Einnahmen von ihren Kontos. Kein Problem.Report

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