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Niggi Messerli, Leiter der Kunsthalle Palazzo in Liestal, ist Träger des Baselbieter Kulturpreises 2020. (Video: Youtube)
Baselland

Niggi Messerli (69) mit Kulturpreis ausgezeichnet

Vor 40 Jahren gründete Niggi Messerli mit drei Freunden sein Lebenswerk: Das Kulturhaus Palazzo am Bahnhof in Liestal. Nun erhielt er dafür den Kulturpreis.

Der Gründer und Leiter des Kulturhaus Palazzo in Liestal, Niggi Messerli, ist mit dem Kulturpreis 2020 des Kanton Basel-Land ausgezeichnet worden. Messerli erhält den mit 25’000 Franken dotierten Preis für sein Lebenswerk. Er ist seit jeher das Gesicht des Kulturhauses Palazzo, wo er die regionalen Kultur- und Kunstschaffenden seit den späten 70er-Jahren bis heute

Das Palazzo in Liestal lade seit seiner Eröffnung 1979 an der Schnittstelle zwischen Oberbaselbiet und städtischer Agglomeration zu einem kulturellen Abstecher ein, teilte die Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion am Freitag mit.

Ein Kulturhaus für den Kanton

Niggi Messerli hatte vor 40 Jahren mit seinen drei Freunden Niggi Lehmann, Christian Schweizer und Peter Jakob das Kulturhaus aufgebaut. Zusammen entwickelten sie ein Konzept für einen autonomen, selbstverwalteten Kulturbetrieb und gründeten im ehemaligen Postgebäude beim Liestaler Bahnhof die Kulturhaus Palazzo AG.

Die Idee war es, eine Alternative zu den staatlichen Institutionen aufzubauen und durch die Mieteinnahmen die defizitären Kulturbetriebe finanzieren zu können. Damit war die Alternativkultur im Baselbiet angekommen, wie es weiter in der Mitteilung heisst.

Abwechslungsreiches Programm

«Das Kulturhaus wird von kleinen, regionalen Veranstaltungen ebenso bespielt, wie von Bekannterem, Auswärtigem. Diese Abwechslung ist etwas vom Interessantesten am Palazzo.» sagt Messerli.

Gleichzeitig mit dem 40-Jahr-Jubiläum findet ein Stabwechsel statt und der Gründer Niggi Messerli übergibt sein Haus in neue Hände, die es weiterentwickeln sollen. Heute vereint das Palazzo eine Kunsthalle, das Kino Sputnik und ein Kleintheater. Zudem sind ein Buchladen, ein indisches Restaurant, Beratungsstellen, Ateliers und eine kleine Moschee eingemietet.

In einem anderen Interview blickt der Kulturpreisträger gemeinsam mit Regierungsrätin Monica Gschwind und dem Präsidenten des Kulturrats, Dominique Mollet, auf sein Lebenswerk zurück.

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