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International

Bündner Skigebiet sagt Wintersaison ab

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Anders als Conte: Ex-Premier Renzi fordert Impfpflicht in Italien

Der ehemalige Ministerpräsident Matteo Renzi fordert eine Impfpflicht in Italien und widerspricht damit einer Empfehlung des aktuellen Regierungschefs Giuseppe Conte. «Wenn wir wirklich eine Impfung gegen Covid haben, muss diese verpflichtend für alle sein. Verpflichtend, nicht freiwillig», schrieb der Politiker am Dienstag auf seiner Homepage. In einem Interview des «Corriere della Sera» ergänzte Renzi: «Nach all dem, was wir durchgemacht haben, was sollen wir wohl machen mit einer Impfung? Lassen wir die Leute selbst entscheiden und müssen dann alle wieder drei Monate einsperren?»

 

Will die Impfpflicht in Italien: Der ehemalige Ministerpräsident Matteo Renzi. (Bild: Keystone)

Der frühere Regierungschef, der im Herbst 2019 die Sozialdemokraten (PD) verlassen und eine eigene Partei namens «Italia Viva» gegründet hatte, hat damit eine andere Meinung als der parteilose Conte. «Ich glaube nicht, dass eine Impfung obligatorisch sein muss, aber sie muss möglich sein», hatte Conte erst am Sonntag gesagt. Er hoffe, noch in diesem Jahr einen Impfstoff bereitstellen zu können.

Keine Wintersaison im Skigebiet Fideriser Heuberge

Die Corona-Krise streckt ihre Finger bereits Richtung nächste Winter-Saison. Wegen der anhaltend unsicheren Situation entschieden sich nun der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Heuberge AG dazu, ihre Anlagen und die Berghäuser während der Wintersaison 2020/21 nicht zu betreiben. Das teilt das Büdner Skigebiet Fideriser Heuberge am Dienstag mit.

 

Im Bündner Skigebiet Fideriser Heuberge sagen die Betreiber der Bergbahn und Berghäuser die kommende Wintersaison ab. (Bild: Keystone)

«Ein wirtschaftlicher Betrieb ist nur mit einer hohe Auslastung der Restaurant- und Hotelinfrastruktur durch Gruppen sowie eine gute Planbarkeit möglich», so die Mitteilung. Die Verantwortlichen sorgen sich, dass Gäste und Angestellte im Winter nicht so gut vor Infektionen geschützt werden können, wie im Sommer. Das Skigebiet auf 2000 Metern über Meer lebt vor allem durch Skilager aus der ganzen Schweiz.

UNO-Flüchtlingshilfe: Junge Flüchtlinge leiden unter Pandemie

Junge Flüchtlinge leiden nach Einschätzung der UNO-Flüchtlingshilfe auf vielen Ebenen unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

«Das Leben in auseinanderbrechenden Familien, die durch den Verlust der Arbeit in noch tiefere Armut abrutschen, resultiert in Stress, Angstzuständen und Gewaltausbrüchen», erklärte die Organisation am Dienstag.

 

Junge Flüchtlinge leiden besonders unter der Pandemie, wie die UNO-Flüchtlingshilfe mitteilt. (Bild: Keystone)

Das Schliessen von Schulen führe nicht nur zu Defiziten bei der Bildung, sondern auch zum Wegfall von sozialer und psychologischer Unterstützung. «Daraus folgt auch Hunger, weil das regelmässige Essen fehlt, das die Mädchen und Jungen täglich in den Schulen erhalten.»

EU-Kommission unterstützt Corona-Forschung mit 128 Millionen Euro

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und ihre Folgen stellt die EU-Kommission mehr als 20 Forschungsprojekten aus verschiedenen Ländern 128 Millionen Euro zur Verfügung.

Durch die Arbeit sollen Patienten besser überwacht und versorgt, Erkenntnisse über gesellschaftliche Folgen der Krise gewonnen und Produktions- sowie Lieferketten medizinischer Ausstattung beschleunigt werden, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Auch sollen Erkenntnisse aus grossen Patientengruppen in und ausserhalb der EU besser vernetzt werden.

 

Die EU zahlt 128 Millionen Euro an die Corona-Forschung. (Bild: Keystone)

Das Geld für die 23 Projekte ist Teil einer Summe von 1,4 Milliarden Euro, die die EU-Kommission bereits vor mehreren Monaten zugesagt hatte. Die Finanzierung müsse zwar noch endgültig von der EU-Kommission abgesegnet werden, die Wissenschaftler könnten ihre Arbeit jedoch bereits aufnehmen, teilte die Behörde mit. Dank der Soforthilfe könnten «Forscher schnell Lösungen mit und für Patienten, Pflegekräfte, Krankenhäuser, lokale Gemeinschaften und Unternehmen entwickeln», sagte EU-Forschungskommissarin Marija Gabriel.

Russland nennt ersten Corona-Impfstoff «Sputnik V»

Russland hat den weltweit ersten für die breite Verwendung zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus in Erinnerung an sein Vordringen in den Weltraum 1957 auf den Namen «Sputnik V» getauft.

Das berichtete das russische Staatsfernsehen am Dienstag in Moskau. Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin bekanntgegeben, dass Russland als erstes Land der Welt einen Impfstoff zugelassen habe. Russland hatte im Frühjahr eine klinische Studie mit dem Impfstoff «Gam-Covid-Vac Lyo» in einer internationalen Datenbank registriert.

Erster Corona-Fall in Flüchtlingslager im Nordosten Syriens

Im überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten Syriens ist der erste Coronavirus-Fall eines Bewohners bestätigt worden. «Eine unserer schlimmsten Befürchtungen hat sich bewahrheitet», teilte die Hilfsorganisation Save the Children am Montagabend mit. Bereits in der vergangenen Woche hatte das UNO-Nothilfebüro Ocha berichtet, drei Mitarbeiter des Gesundheitspersonals hätten sich in al-Hol mit Corona infiziert.

Nach Angaben von Save the Children leben in dem Lager rund 65’000 Menschen, unter ihnen 43’000 Minderjährige. Die Organisation befürchtet, dass es weitere Fälle geben wird. Die Folgen eines möglichen Covid-19-Ausbruchs wären ihrer Einschätzung zufolge verheerend. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Im Flüchtlingslager Al-Hol in Syrien ist ein erster Corona-Fall aufgetreten. (Symbolbild: Keystone)
Corona-Verdacht: Seniorenwohnanlage in Neuseeland in Quarantäne

Eine Seniorenwohnanlage in Neuseeland ist unter Quarantäne gestellt worden, nachdem bei acht Bewohnern grippeähnliche Symptome diagnostiziert worden waren.

Die Verwaltung des «Village Palms» in der Stadt Christchurch habe die Familien der Senioren in einem Brief über die Massnahme informiert, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald». Ob die Erkrankungen in Zusammenhang mit Corona-Infektionen stehen, war noch unklar. Bislang handele es sich um normale Vorsichtsmassnahmen, die bei allen Atemwegerkrankungen getroffen würden, sagte ein Sprecher der Anlage.

Studie zu Corona-Fehlinformationen: Viele Tote durch Gerüchte

Kamelurin, Bleichmittel und Methanol: Fehlinformationen durch Gerüchte und Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem Coronavirus haben seit Beginn der Pandemie weltweit hunderte Menschen das Leben gekostet.

Tausende Menschen mussten wegen der grösstenteils in sozialen Netzwerken verbreiteten Falschinformationen im Krankenhaus behandelt werden, ergab eine im «American Journal of Tropical Medicine and Hygiene» veröffentlichte Studie. Die von einem Team internationaler Wissenschaftler unter anderem aus Australien, Thailand und Japan zusammengetragenen Daten stammen aus dem Zeitraum zwischen Dezember 2019 und April 2020.

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Kamelurin, Bleichmittel und Methanol: Fehlinformationen durch Gerüchte und Verschwörungstheorien haben schon hunderten Menschen das Leben gekostet. (Symbolbild: Keystone)
Neue Corona-Fälle in Neuseeland: Auckland im Lockdown

In der neuseeländischen Grossstadt Auckland ist ein vorübergehender Lockdown angeordnet worden. Nach 102 Tagen ohne lokale Corona-Ansteckung in dem Pazifikstaat waren am Dienstag vier neue Fälle bei einer Familie aus der Millionenmetropole gemeldet worden.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte vor Journalisten, bislang sei unklar, wo sich die Infizierten angesteckt hätten. «Obwohl wir alle unglaublich hart gearbeitet haben, um dieses Szenario zu verhindern, haben wir es auch geplant und vorbereitet», so Ardern.

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BAG meldet 187 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag 187 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Am Montag waren es 105 neue Covid-19-Infizierte, am Sonntag 152 und am Samstag 182 gewesen.

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Russland lässt Impfstoff gegen Coronavirus zu

Als erstes Land der Welt lässt Russland einen Impfstoff gegen das Coronavirus für die breite Verwendung zu. Das gab Präsident Wladimir Putin am Dienstag im Staatsfernsehen bekannt.

Der Impfstoff wurde allerdings bisher nur an wenigen Menschen getestet, ihn in einem so frühen Stadium zuzulassen, widerspricht internationalen Kriterien.

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Bund unterzeichnet Vertrag für Covid-19-Medikament

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat mit dem Schweizer Unternehmen Molecular Partners einen Reservierungsvertrag für ein Covid-19-Medikament unterzeichnet. Zum finanziellen Engagement wurden vorerst keine Angaben gemacht.

Wenn das Medikament die klinischen Tests erfolgreich durchläuft und für den Markt zugelassen wird, erhalte die Schweiz prioritären Zugang, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag weiter. Die klinischen Studien seien für den Herbst 2020 geplant.

Mit dem Vertrag sichere sich der Bund Zugang zu den ersten 200’000 Dosen des Covid-19-Medikaments sowie ein Recht auf Lieferung von bis zu drei Millionen weiteren Dosen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Zugang zu Medikament gesichert: Der Bund mit dem Schweizer Unternehmen Molecular Partners einen Reservierungsvertrag für die ersten 200’000 Dosen unterzeichnet. (Symbolbild: Keystone)
Mindestens 14 deutsche Konzerne brauchen Kapitalspritze des Staates

Die deutsche Regierung prüft nach der Lufthansa-Gruppe den Einstieg in weitere deutsche Konzerne. «14 Unternehmen haben bereits ausdrücklich Bedarf an einer Rekapitalisierung angezeigt.» So heisst es in einer Antwort von Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nussbaum auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Katharina Dröge, über die das «Handelsblatt» am Montagabend berichtete. Bei den meisten Firmen stehe die Prüfung aber erst am Anfang, hiess es weiter.

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HelloFresh hat Umsatz mehr als verdoppelt

Geschlossene Restaurants, Ausgangssperren und viele Leute, die regelmässig von zu Hause arbeiten, haben dem Kochbox-Lieferanten HelloFresh zu einem Boom verholfen. Der Umsatz ist im zweiten Quartal währungsbereinigt um 122 Prozent auf rund 972 Millionen Euro geklettert.

Das teilte das in Berlin ansässige Unternehmen am Dienstag mit. Es habe eine hohe Anzahl wiederkehrender Bestellungen gegeben und ein Bestellvolumen, «das so gross war, wie noch nie», sagte Firmenchef Dominik Richter. Die Zahl der Kunden sei auf von 2,4 auf fast 4,2 Millionen gestiegen.

Telefonica Deutschland schafft Präsenzpflicht für Mitarbeiter ab

Der Mobilfunkanbieter Telefonica Deutschland schafft die Präsenzpflicht für seine Angestellten ab. Die Beschäftigten sollten künftig weitgehend eigenständig entscheiden, wo und wann sie arbeiteten, sagte Personalchefin Nicole Gerhardt dem «Redaktionsnetzwerk Deutschland» am Dienstag.

«Viele – auch mich – hat es überrascht, wie reibungslos die Arbeit im Homeoffice funktioniert. Dadurch ist ein Durchbruch gelungen», erklärte sie. Meetings sollten künftig grundsätzlich virtuell stattfinden und Dienstreisen um 70 Prozent reduziert werden, hiess es weiter.

Telefonica Deutschland lässt seine Angestellten selbst entscheiden, wo und wann sie arbeiten. (Bild: Keystone)
Jeder zweite Gastro-Betrieb in Deutschland in Existenz bedroht

Rund 60 Prozent der Betreiber von Kneipen, Bars, Restaurants und Hotels in Deutschland sehen die Coronavirus-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Dies berichtet die «Bild» am Dienstag unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA unter 7200 Gastronomen und Hoteliers.

Demnach gaben 59,6 Prozent aller teilnehmenden Betriebe an, dass sie wegen der Coronavirus-Pandemie um ihr Überleben kämpften. Von Januar bis Juli beklagten die Betriebe laut der Umfrage im Durchschnitt Umsatzverluste von 60,1 Prozent.

Zalando gewinnt Millionen Kunden in Corona-Krise

Europas grösster Online-Modehändler Zalando hat in der Corona-Krise Millionen Kunden gewonnen. Ende Juni habe die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel höher bei mehr als 34 Millionen gelegen, teilte das in Berlin ansässige Unternehmen am Dienstag mit.

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Der Onlinehändler Zalando hat während der Corona-Krise Millionen an Kunden gewonnen. (Bild: Keystone)
20 Millionen Ansteckungen weltweit

Die Coronavirus-Pandemie breitet sich auf der Welt weiter aus. Wie die Johns Hopkins Universität in den USA meldet, haben sich mittlerweile 20 Millionen Menschen mit Covid-19 angesteckt. Spitzenreiter sind weiterhin die USA mit über fünf Millionen Infektionen, gefolgt von Brasilien mit gut drei Millionen Fällen. Gestorben sind laut der Statistik der Universität bislang 736’191 Menschen.

1000er-Grenze soll Ende August fallen

Das Verbot von Grossveranstaltungen könnte in der Schweiz schneller aufgehoben werden als gedacht: Wie der «Blick» am Dienstag berichtet, soll eine Mehrheit im Bundesrat für die Aufhebung der 1000er-Grenze sein – und zwar schon Ende August.

Gesundheitsminister Alain Berset wollte das Verbot von Grossveranstaltungen eigentlich bis Ende März 2021 verlängern. Damit sorgte er aber für einen Aufschrei in der Sport- und Eventbranche. Der SP-Bundesrat liebäugle zwar weiterhin mit einer Verlängerung um «zwei bis drei Monate bis in den Herbst hinein», wie mehrere bundesratsnahe Quellen gegenüber dem «Blick» sagen. Auch eine Verlängerung bis vorerst Ende September sei für ihn ein Thema gewesen. In dieser Zeit hätten die Verbände und Veranstalter ihre Schutzkonzepte konkretisieren sollen und der Bund hätte das Bewilligungsverfahren für die Veranstaltungen ausgearbeitet und das Vorgehen mit den Kantonen koordiniert, so die Zeitung weiter. Doch die bürgerliche Fraktion im Bundesrat macht Berset offenbar einen Strich durch die Rechnung, sie will eine schnellere Lockerung für die Sport- und Veranstaltungsbranche.

Der Entscheid im Bundesrat soll laut dem «Blick» am Mittwoch fallen: Die 1000er-Regel werde wahrscheinlich per Ende August gestrichen. Anstelle der absoluten Obergrenze solle es eine differenzierte Öffnung geben, mit auf die Branchen abgestimmten Schutzkonzepten und einer Bewilligungspflicht. Der Bund werde dafür rasch die Rahmenbedingungen definieren.

Wird wohl überstimmt: Bundesrat Alain Berset würde das Verbot von Grossveranstaltungen gerne um zwei bis drei Monate verlängern. (Bild: Keystone)
Belgien setzt Graubünden, Schaffhausen und Zug auf orange Liste

Belgien warnt seine Bürgerinnen und Bürger neu vor Reisen in die Kantone Graubünden, Schaffhausen und Zug. Für diese gilt neu Warnstufe Orange – und damit erhöhte Wachsamkeit. Genf steht weiterhin auf der Roten Liste.

Anfang August hatten die Brüsseler Behörden die Westschweizer Kantone Genf, Waadt und Wallis auf eine Rote Liste gesetzt und nicht zwingende Aufenthalte in der Genferseeregion untersagt. Nach Interventionen von Aussenminister Ignazio Cassis hatte Brüssel die Kantone Waadt und Wallis wieder von der Liste gestrichen. Genf figuriert weiterhin auf der Roten Liste.

Infektionszahlen

Laut offiziellen Zahlen des Kantons gibt es derzeit in Graubünden total 940 bestätigte Corona-Fälle. 51 Personen befinden sich in Quarantäne und 19 in Isolation. Der Kanton hat seit Beginn der Pandemie 50 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet.

Im Kanton Schaffhausen werden derzeit 137 positiv getestete Personen gezählt. 7 Personen sind in Spitalpflege (Isolation) und 2 auf Intensivpflege. Die Zahl der bisher Verstorbenen liegt bei 7.

Im Kanton Zug gibt es nach offiziellen Angaben bisher 302 bestätigte Fälle von Infektionen. Eine Person befindet sich aktuell in Spitalpflege und neun Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden bisher registriert.

El Salvador will Immunitätspässe für Corona-Genesene einführen

Genesene Corona-Patienten sollen in El Salvador Immunitätspässe bekommen. Diese würden den Inhabern gestatten, über das allgemein Erlaubte hinaus zu arbeiten und soziale Kontakte zu pflegen. Präsident Nayib Bukele stellte zudem in Aussicht, dass der Staat diese Menschen bei der Verteilung von Medikamenten und Lebensmitteln an Haushalte beschäftigen werde.

Dies gehörte zu einer Reihe von Schritten zur Lockerung von Anti-Corona-Massnahmen, die Bukele verkündete. Auch soll jeder mit bis zu zehn Personen ausserhalb des eigenen Haushalts Kontakt haben dürfen.

Einen Immunitätspass soll Nayib Bukele zufolge bekommen, wer genesen ist und einen negativen PCR-Test vorweisen kann oder Plasma gespendet hat.

Es gibt bislang keinen Beleg für eine automatische Immunität nach überstandener Corona-Infektion. Studien deuten darauf hin, dass bei Menschen, die nur wenige oder gar keine Symptome hatten, schon bald nach einer Infektion keine Antikörper im Blut mehr nachweisbar sind. Auch in Deutschland und anderen Ländern ist die Einführung von Immunitätspässen diskutiert worden.

Corona-Krise in Israel: Fremdenführer sollen in Schulen assistieren

Die von der Corona-Krise hart getroffenen Fremdenführer sollen in Israel vorübergehend Lehrern an Schulen assistieren. Das Tourismus- und das Bildungsministerium gab am Montag eine entsprechende Vereinbarung bekannt.

Die Fremdenführer sollen demnach dabei helfen, im kommenden Schuljahr die Stufen 3 und 4 zu betreuen. Dafür sollen sie bis zu 75 Schekel (umgerechnet etwa 19 Euro) pro Stunde erhalten. Den Schülerinnen und Schülern werde dadurch unter anderem Kleingruppenunterricht im Klassenraum ermöglicht, hiess es in einer Mitteilung des Tourismusministeriums.

Weil Israel sich seit Beginn der Corona-Krise praktisch abgeschottet hat und nur noch in Ausnahmefällen die Einreise erlaubt, haben viele Fremdenführer ihren Job verloren. Die Tourismusindustrie des Landes leidet stark unter den Folgen der Pandemie.

Formel-1-Einnahmen im zweiten Quartal eingebrochen

Die Einnahmen der Formel 1 sind angesichts der Corona-Pandemie weiter eingebrochen. Wie Rechteinhaber Liberty Media in New York mitteilte, ist der Umsatz für das zweite Quartal dieses Jahres auf 24 Millionen US-Dollar abgestürzt. Von April bis Juni 2019 hatte der Umsatz noch bei 620 Mio. Dollar gelegen. Nach einem Gewinn von 14 Mio. Dollar im zweiten Quartal 2019 machte die Formel 1 nun 136 Mio. Dollar Verlust.

Die Formel 1 bezieht von den Streckenbetreibern üppige Antrittsgebühren, wegen der Pandemie mussten aber alle Rennen im ersten Halbjahr 2020 abgesagt oder verschoben werden. Seit Anfang Juli fährt die Serie wieder – allerdings vor leeren Tribünen.

(Bild: Keystone)
Motorrad-WM: Saisonfinale in Portugal

Der Kalender der Motorrad-Weltmeisterschaft wird mit dem Grand Prix von Portugal in Portimão um ein zusätzliches Rennen erweitert. Nach dem ursprünglich geplanten Saisonfinale in Valencia wird demnach am 22. November mit der Premiere an der Algarve-Küste noch ein 15. Renn-Wochenende stattfinden. Für die MotoGP, die Anfang März in Katar nicht am Start war, sind es dann 14 Rennen.

Es wird angestrebt, vor 30’000 Fans zu fahren. Am vergangenen Wochenende wurde beim Lauf der Superbike-WM bereits dank einer Ausnahmegenehmigung der portugiesischen Behörden mit 250 Zuschauern ein Hygienekonzept getestet. Bis zum Gastspiel der MotoGP soll der Kurs komplett neu asphaltiert werden.

Corona-Krise reisst Hotelriese Marriott in die Verlustzone

Der US-Hotelriese Marriott hat wegen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal deutlich weniger Umsatz gemacht und ist in die roten Zahlen gerutscht. Die Erlöse der weltweit grössten Hotelkette sanken um 72 Prozent auf 1,46 Milliarden US-Dollar (1,24 Mrd Euro).

Unterm Strich stand ein Verlust von 234 Millionen Dollar, wie der Konzern am Montag in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte Marriott noch einen Gewinn in ähnlicher Höhe verbuchen können.

Antonio Banderas hat Corona

Der spanische Filmstar Antonio Banderas ist nach eigenen Worten positiv auf das Coronavirus getestet worden und musste seinen 60. Geburtstag am Montag in häuslicher Quarantäne feiern.

«Ich möchte hinzufügen, dass ich mich relativ gut fühle und nur etwas abgespannter als normal bin», schrieb er auf Twitter. Er sei zuversichtlich, dass es ihm bald wieder besser gehe. «Ich werde die Isolation nutzen, um zu lesen, zu schreiben und Pläne zu machen», fügte Banderas hinzu. Nach jüngsten Informationen pendelt der Schauspieler zurzeit zwischen seinen Wohnsitzen in Málaga und Marbeilla im tiefen Süden Spaniens.

Banderas ist einer der grössten europäischen Hollywood-Stars. Berühmt wurde er als Leinwand-Latin-Lover aus Andalusien (Zorro) und in Filmen des Regisseurs Pedro Almodóvar. Vor dreieinhalb Jahren erlitt er in seinem Haus in der südenglischen Grafschaft Surrey unweit von London jedoch einen Herzinfarkt, der sein Leben total veränderte. Inzwischen widmet sich Banderas vor allem dem – wie er sagt – «Projekt meines Lebens». Im November eröffnete er in seiner Geburtsstadt Málaga das von ihm gestiftete Teatro del Soho.

Zweite Corona-Tests bei Atlético Madrid negativ

Atlético Madrid meldete am Wochenende zwei Coronavirus-Fälle im Team. Das nur vier Tage vor dem Champions-League-Viertelfinale in Lissabon gegen RB Leipzig. Die zweite Testreihe fiel jetzt bei allen Spielern und Trainern negativ aus, teil der Club mit. Trotzdem werden Stürmer Angel Correa und Abwehrspieler Sime Vrsaljko, die keine Symptome aufweisen aber beim ersten Test positiv waren, weiterhin zu Hause isoliert. 

Das Champions-League-Viertelfinal wird weder verschobe, noch abgesagt, teilt die Uefa mit. «Das Spiel soll wie geplant gespielt werden.»

Aarhus führt nach Corona-Ausbruch Maskenpflicht im ÖPNV ein

Einwohner und Touristen im dänischen Aarhus müssen nach einem Corona-Ausbruch ab Dienstag vorübergehend im öffentlichen Nahverkehr Mundschutz tragen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen dann Mund und Nase in allen Bussen, Strassenbahnen und Fähren sowie an Bahnhöfen und Haltestellen in der Kommune Aarhus bedeckt werden.

Die Massnahme gilt vorläufig für drei Wochen, also bis zum 1. September, wie aus einer am Montag veröffentlichten rechtlichen Information des Gesundheitsministeriums zu der Massnahme hervorgeht, die Gesundheitsminister Magnus Heunicke bereits Ende vergangener Woche angekündigt hatte.

(Bild: Keystone)
Schulleiter kritisieren unterschiedliche Corona-Schutzkonzepte

Kinder und Jugendliche in der Schweiz sind am Montag in das neue Schuljahr gestartet. Allerdings sind die Voraussetzungen nicht für alle gleich – die Kantone haben unterschiedliche Corona-Schutzkonzepte. Der Präsident des Verbands der Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH), Thomas Minder, übt Kritik.

Wie vor den Sommerferien befürchtet, gebe es einen grossen Flickenteppich, sagte Minder am Montag gegenüber Radio SRF. «Jeder Kanton macht es anders, und es kann sogar von Schule zu Schule variieren.»

Es gehe dabei um generelle Regeln etwa im Umgang mit Kindern, die in die Schule kommen und allenfalls in Quarantäne müssen.

Der breite Kampf für Lockerungen

Der Schweizer Sport kämpft intensiv an allen Fronten für eine Lockerung des Verbots von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen, das im Frühling wegen der Covid-Pandemie beschlossen worden ist. Erwartet wird, dass sich der Bundesrat am Mittwoch dazu äussert.

Werden die aktuell geltenden Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus aufgehoben, gelockert oder verlängert? Mit dieser Frage im Zusammenhang mit Grossveranstaltungen beschäftigt sich der Bundesrat voraussichtlich in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause.

Die Antwort aus Sicht des Schweizer Profisports ist eindeutig: Eine Verlängerung des Veranstaltungsverbots in der aktuellen Schärfe wäre verheerend, etliche Profiklubs stünden vor dem Aus und zahlreiche weitere Veranstaltungen müssten in den kommenden Monaten verschoben werden.

105 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag 105 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Am Samstag waren es 182 neue Covid-19-Infizierte gewesen, am Freitag 161 und am Donnerstag 181.

In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich 1038 Personen neu mit dem Coronavirus. In der Vorwoche hatte das BAG insgesamt 1095 neue Corona-Fälle vermeldet. Am vergangenen Montag waren allerdings lediglich 66 neue Ansteckungen dem BAG gemeldet worden.

Lehrerdachverbände fordern zusätzliche Ressourcen nach Lockdown

Politische und schulische Entscheidungsträger sollen die Lehren aus den Erfahrungen während der Corona-Krise ziehen und zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen bewilligen. Das fordern die Lehrerverbände anlässlich des Starts ins neue Schuljahr.

Die Erfahrungen des abgelaufenen Schuljahres mit seinen Chancen und Risiken würden auch im Schuljahr 2020/2021 nachhallen, zeigten sich der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und das Syndicat des enseignants romands (SER) am Montag an einer gemeinsamen Medienkonferenz in Bern überzeugt.

Bislang keine «Übersterblichkeit» bei Unternehmen in Coronakrise

Trotz Coronakrise und Lockdown ist das grosse Firmensterben in der Schweiz bislang ausgeblieben. Tatsächlich beobachtet die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich eher eine «Untersterblichkeit» bei Firmen. Das dürfte sich noch ändern, doch mit einer Konkurswelle im eigentlichen Sinne rechnen die Ökonomen nicht.

In der ersten Jahreshälfte ist es bekanntlich in der Schweiz zu weniger statt mehr Konkursen als im Vorjahr gekommen. Was das genau heisst, haben KOF-Forscher in Kooperation mit Bisnode D&B analysiert, wie sie am Montag mitteilten. Dazu übertrugen sie das Konzept der Übersterblichkeit beim Menschen auf die Firmenkonkurse.

Weitere Absage in der MLB

In der Major League Baseball musste wegen Coronavirus-Fällen eine weitere Serie komplett abgesagt werden. Zentrum des jüngsten Ausbruchs ist das Team der St. Louis Cardinals. Übers Wochenende stieg die Zahl der positiv getesteten Menschen laut MLB-Mitteilung auf neun Spieler und sieben Betreuer an. Die ersten beiden Fälle in dem Team gab es bereits am 30. Juli.

Als Folge davon wurde nach der Annullierung der Duelle gegen die Chicago Cubs auch die Serie gegen die Pittsburgh Pirates abgesagt, die am Montag hätte beginnen sollen.

«Kantone haben das Contact Tracing im Griff»

Marcel Salathé ist Epidemiologie und das Gesicht hinter der Corona-Warn-App. In einem Blick-Interview gibt er eine Einschätzung zur momentanen Lage ab.

Die Zahlen steigen zwar an, aber auf einem langsamen Niveau, so Salathé. Die Warn-App sei also als Erfolg zu verbuchen. «Ich habe den Eindruck, dass die meisten Kantone das Contact Tracing im Griff haben», erklärt er. Problematisch würde es erst, wenn die Kontrolle verloren gehe. Die Covid-19-App habe laut Salathé einen guten Start hinter sich, man müsse die Nutzerzahlen zwar weiterhin steigern, aber für den Anfang sei man zufrieden.

Der Epidemiologe Marcel Salathé steht dem Blick Rede und Antwort. (Bild: Key)

Salathé steht zu seiner früher geäusserten Kritik, erklärt aber auch, dass Aussagen oftmals überspitzt verstanden wurden. Er sehe kantonale Massnahmen am effektivsten aber trotzdem sei es die richtige Entscheidung des Bundesrates gewesen, die Maskenpflicht im ÖV national zu regeln. 

Lockerungen in Pakistan

Pakistan hat trotz Bedenken von Gesundheitsexperten weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben. Seit Montag dürfen Kinos, Parks, Einkaufszentren und religiöse Einrichtungen wieder öffnen – nur Schulen, Universitäten und grosse Hochzeitshallen sollen noch bis Mitte September geschlossen bleiben. «Die Pakistanische Ärztekammer ist überrascht über die Entscheidung, alle Bereiche auf einmal zu öffnen», sagte ihr Generalsekretär am Montag.

Vor einer Woche trafen die Behörden die Entscheidung, nachdem zuletzt eine geringere Zahl an täglichen Neuinfektionen gemeldet worden war. An öffentlichen Plätzen gilt immer noch eine Maskenpflicht.

In Pakistan sind bislang mehr als 284 000 Coronavirus-Infektionen durch Tests in den Krankenhäusern nachgewiesen worden. In dem Zusammenhang wurden insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen getestet. Besonders viele Neuinfektionen wurden im Juni registriert, bis Anfang August sind diese Zahlen stark zurückgegangen.

Zahl der Übernachtungen in Deutschland bricht um 47 Prozent ein

Die Corona-Krise hat den jahrelangen Boom der deutschen Tourismusbranche im ersten Halbjahr jäh unterbrochen: Die Zahl der Übernachtungen in- und ausländischer Gäste brach von Januar bis Juni um 47,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 117,5 Millionen ein.

Das teilte das deutsche Statistische Bundesamt am Montag mit. Bis zum Ausbruch der Virus-Pandemie war die Branche auf gutem Weg zum elften Wachstumsjahr in Folge mit einem weiteren Übernachtungsrekord. Zuletzt fielen die Einbrüche wegen gelockerter Einschränkungen für Hotellerie,

Ferienunterkünfte und Campingplätze nicht mehr ganz so heftig aus: Im Juni wurde ein Minus von 41,7 Prozent verbucht, nachdem es im Mai aufgrund zeitweiliger Schliessungen noch 74,9 Prozent waren.

Arbeitslosenquote verharrt trotz Krise

Im Juli ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ganz leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote verharrte derweil mit 3,2 Prozent auf der Stelle, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Und auch die um saisonale Faktoren bereinigte Quote blieb mit 3,3 Prozent unverändert.

Die aktuellsten Angaben zur Kurzarbeit liegen erst für den Monat Mai vor. Damals waren 890’890 Personen von der Kurzarbeit betroffen nach gut einer Million im «Corona-Lockdown-Monat» April. Daraus ergibt sich ein Rückgang von 17,3 Prozent. Mit den Lockerungen des Bundes konnten Restaurants und Geschäfte im Mai ihre Türen wieder öffnen.

Deutsche Ärzte warnen vor Fan-Rückkehr in die Fussballstadien

Der Ärzteverband Marburger Bund hat vor einer Fan-Rückkehr in die Stadien der Fussball-Bundesliga gewarnt. Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real.

«Wenn wir Pech haben, sitzt ein Superspreader unter den Fans, und das Virus breitet sich wie ein Lauffeuer aus», sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, der «Neuen Osnabrücker Zeitung.»

Situationen wie diese können Ansteckungen begünstigen, warnen deutsche Ärzte. (Symbolbild: Key) 

Die Hygiene-Oberärztin bekräftigte vor den Beratungen der Gesundheitsminister der Länder über eine Zuschauer-Teilzulassung in Fussball-Stadien mit Corona-Schutzauflagen ihre Bedenken: «Das ist ja das Tückische an Covid-19: Jemand kann überhaupt noch keine Beschwerden haben, aber trotzdem steckt sein Rachen schon voller Viren. Und wenn dann geschrien und gejubelt wird, kann es blitzschnell gehen.»

Coronakrise wirft Schatten auf Markenstärke von Schweizer Konzernen

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die Markenstärke der grössten Schweizer Unternehmen. Seit Jahresbeginn haben die 50 stärksten Schweizer Marken zusammen 15 Milliarden Franken an Wert eingebüsst. Das ist ein Rückgang um 11 Prozent.

Im internationalen Vergleich schneidet die Schweiz respektabel ab. Wie dem Jahresbericht Switzerland 2020 der Consultingfirma Brand Finance zu entnehmen ist, ist der Wert der 500 wertvollsten Marken der Welt wegen der Pandemie um 1 Billion Franken gesunken.

In der Schweiz besitzt Nestlé den mit Abstand höchsten Markenwert. Der Nahrungsmittelkonzern hat diesen Wert trotz Pandemie nochmals um 6 Prozent auf 20,2 Milliarden Franken steigern können. Nestlé verfüge über ein starkes organisches Wachstum, so Brand Finance.

Altersmediziner fordert nationales Schutzkonzept für Altersheime

Alte Menschen in Heimen sind von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Die Sterblichkeit ist gerade hier besonders hoch. Der Altersmediziner Andreas Stuck fordert deshalb ein nationales Schutzkonzept für Alters- und Pflegeheime.

Alters- und Pflegeheime benötigten ein besonderes Schutzkonzept. Es gelte sicherzustellen, dass Coronaviren gar nicht erst in Heime eingeschleppt würden und daran erkrankte Bewohner nicht ihre Mitbewohner und das Personal ansteckten.

Das Konzept müsse auf drei Ebenen ansetzen. Erstens müsse geklärt werden, welches Schutzmaterial vorrätig sei und wie das Personal im Umgang damit geschult werde. Zweitens müssten die Besuche geregelt sein. Und es brauche drittens Räumlichkeiten für die Isolierung.

Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den USA haben die Behörden seit Beginn der Pandemie bereits fünf Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in den USA, vor allem in Bundesstaaten im Süden und im Westen des Landes, wieder stark angestiegen. Die Schwelle von vier Millionen bekannten Infektionen war erst vor zweieinhalb Wochen überschritten worden.

Bislang sind in den USA mehr als 162 000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, wie die Daten von Johns Hopkins zeigten. Pro Tag meldeten die Behörden zuletzt im Schnitt gut 1000 Todesfälle und rund 60 000 Neuinfektionen. In keinem Staat der Welt gibt es in absoluten Zahlen gesehen so viele bekannte Infektionen und Todesfälle wie in den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern.

Knapp 2'800 Teilnehmer bei Corona-Demo in Dortmund

Knapp 2’800 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntagnachmittag in der Dortmunder Innenstadt gegen die staatlichen Corona-Schutzmassnahmen demonstriert. Die Kundgebung verlief zunächst friedlich. Nach Appellen der Polizei wurden auch die Abstandsregeln eingehalten, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske. Die Organisation Querdenken-231 hatte die Veranstaltung angemeldet.

Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer Querdenken-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf.

EU-Gesundheitskommissarin: Hinweise auf Corona-Impstoff für Ende 2020

Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte ein erster Impfstoff gegen Covid-19 bereits zum Jahresende zur Verfügung stehen. «Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird», sagte Kyriakides dem «Handelsblatt“ (Online/Sonntag).

Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen, sagte die EU-Kommissarin. Aber er werde es «schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren», wenn eine «kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen» geimpft worden sei.

(Bild: Keystone)

Entwicklung könnte noch Jahre dauern

Unter Wissenschaftlern ist unklar, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Theoretisch könnte eine Entwicklung auch noch Jahre dauern oder sogar ganz scheitern. Laut der Gesundheitskommissarin gebe es eine steigende Zahl kleinerer und grösserer Corona-Ausbrüche in mehreren Mitgliedstaaten. Kyriakides appellierte an die EU-Staaten, die Infektionsherde «zügig lokal einzugrenzen mit Tests, Kontaktverfolgung und der sofortigen Isolation» der Betroffenen.

BAG meldet 152 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag 152 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Am Samstag waren es 182 neue Covid-19-Infizierte, am Freitag 161 und am Donnerstag 181.

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Zehn Tote beim Brand in einem indischem Covid-19-Zentrum

Beim Brand in einer Einrichtung zur Behandlung von Covid-19-Patienten sind am Sonntag in Indien zehn Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Gebäude in Vijayawada (Bundesstaat Andhra Pradesh) handelte es sich um ein Hotel, das ein privates Krankenhaus zur Behandlung von Corona-Infizierten mit milden Symptomen gemietet hatte. 20 Menschen wurden gerettet, wie Polizeiinspektor MVS Nagaraju sagte. Wahrscheinliche Brandursache sei ein Kurzschluss. Gegen die Leitung des Zentrums wird wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung ermittelt.

Indien leidet schwer unter der Corona-Pandemie. Mit gut 2,15 Millionen Infizierten steht das Land weltweit an dritter Stelle hinter den USA und Brasilien.

Seit 100 Tagen keine Corona-Neuinfektion in Neuseeland

In Neuseeland ist die Übertragung des Coronavirus in der Bevölkerung seit 100 Tagen gestoppt, berichtet SRF. Trotzdem warnen die Behörden davor, nachlässig zu werden. Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben noch 23 aktive Infektionsfälle im Land. Die Infizierten steckten sich aber nicht in Neuseeland an, sondern wurden bei der Einreise positiv getestet und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht.

Neuseeland hatte die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus mit rigorosen Massnahmen schnell unter Kontrolle gebracht. Mitte März wurde eine strikte Ausgangssperre verhängt und die Grenzen des Landes geschlossen. Mitte Juni erklärte sich das Land offiziell für Coronavirus-frei. Alle Beschränkungen wurden wieder aufgehoben. Die Grenze ist aber weiterhin für fast alle Ausländerinnen und Ausländer geschlossen, alle Einreisenden müssen für 14 Tage in Quarantäne.

Premierministerin Jacinda Ardern hat Grund zur Freude. (Archivbild: Keystone)
Corona-Notstand in Iran auch noch 2021

Der Corona-Notstand im Iran wird nach Einschätzung von Präsident Hassan Ruhani mindestens bis Januar 2021 dauern. «Wir haben den Notstand nun seit sechs Monaten und müssen uns auf mindestens weitere sechs Monate vorbereiten», kündigte Ruhani am Sonntag in Teheran an. Es sei nicht möglich, alle Beschränkungen wieder aufzuheben. «Wir müssen einen Mittelweg zwischen Normalität und Einhaltung der Corona-Vorschriften finden», schrieb der Präsident auf seiner Webseite. Zugleich rechtfertigte er erneut seine Politik, verschiedene Massnahmen zu lockern.

Die von Ruhani angeordneten Lockerungen hatten in den vergangenen beiden Monaten dazu geführt, dass viele in der Bevölkerung die Hygienevorschriften und auch die Pandemie nicht mehr Ernst nahmen. Folglich gab es einen dramatischen Anstieg der Opferzahlen mit teilweise mehr als 200 Toten pro Tag und Kritik am Präsidenten. Aktuell liegt die Zahl der Todesopfer im Iran bei mehr als 18 000. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Corona-Virus hat die Marke von 320 000 überschritten.

Brasilianischer Fussball im leeren Stadion

Nach achtmonatiger Pause hat Brasiliens erste Fussballliga den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Mit drei Partien vor leeren Rängen begann am Samstag der erste Spieltag der Saison 2020 in der Serie A.

Der Saisonstart war für Anfang Mai vorgesehen, nachdem die vorherige Saison im Dezember zu Ende gegangen war. Der brasilianische Fussballverband CBF setzte im März aber wegen der Coronavirus-Pandemie alle nationalen Wettbewerbe aus.

Schweizer Autor lag sieben Wochen im künstlichen Koma

Der 43-jährige Schweizer Schriftsteller Jonas Lüscher ist aufgrund des schweren Verlaufs einer Corona-Infektion sieben Wochen im künstlichen Koma gelegen. Lüscher war zuvor gesund und gehörte keiner Risikogruppe an, wie er im Interview in der Sonntagszeitung sagte. Mehr dazu hier.

Jonas Lüscher (43) erkrankte schwer an Corona. (Bild: Keystone)
Berset: Pandemie verändert Stimmung im Land

In den sechs Monaten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich laut Bundesrat Alain Berset die Stimmung im Land stark verändert. Müdigkeit und Gereiztheit in der Bevölkerung nähmen zu. Eine Ende der Pandemie sei nicht in Sicht.

Noch im März und April habe es auf dem Höhepunkt der Krise eine Phase der Einigkeit gegeben, sagte Berset in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. Der Zusammenhalt sei eindrücklich gewesen. Danach hätten die Debatten wieder eingesetzt, was in einer Demokratie wichtig sei. Momentan aber sei zu spüren, dass die Nerven angespannt seien. Es brauche weniger, bis sich die Leute aufregten. Mehr dazu hier.

Milliardenverluste für französischen Tourismus

Die Corona-Krise hat der französischen Tourismusbranche nach Einschätzung der Regierung Einbussen von mindestens 30 bis 40 Milliarden Euro beschert.

Mehr als 100'000 Corona-Tote und 3 Millionen Infektionen in Brasilien

Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100’000 gestiegen. Das grösste und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag.

Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100 477 stieg. Es kamen zudem 49’970 Neuinfektionen hinzu – seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3’012’412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

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Diese Kreuze erinnern an die Corona-Toten. (Bild: Keystone)
MTV Video Music Awards finden im Freien statt

Wegen der Corona-Pandemie soll die Ende August geplante Verleihung der MTV Video Music Awards im Freien statt in einer Halle stattfinden. Es werde mehrere Outdoor-Auftritte in verschiedenen Teilen von New York entweder ohne Live-Publikum oder nur mit begrenzten Zuschauerzahlen geben, zitierte die US-Zeitschrift People am Samstag aus einer Mitteilung der Veranstalter.

Ursprünglich sollte die Gala am 30. August im New Yorker Barclays Center stattfinden. Ariana Grande und Lady Gaga gehen mit je neun Nominierungen als Top-Favoritinnen ins Rennen um die MTV Video Music Awards. Billie Eilish und The Weeknd haben je sechs Gewinnchancen. Alle vier Spitzenanwärter sind in der Top-Sparte Video des Jahres vertreten. Zudem konkurrieren dort Eminem, Future und Taylor Swift.

Trump setzt sich über Congress hinweg

Mehr Geld für Arbeitslose, weniger Zwangsräumungen zahlungsunfähiger Mieter und weniger Sozialversicherungsabgaben: Diese Teile eines Corona-Konjunkturpakets hat US-Präsident Donald Trump am Samstag (Ortszeit) per Verfügung angeordnet, einen Tag nachdem die Verhandlungen darüber im US-Kongress gescheitert waren. Es war allerdings so gut wie sicher, dass es schon bald Klagen gegen Trumps politischen Alleingang geben würde. Mehr dazu hier.

Trump beschloss die Änderungen kurzerhand selbst. (Bild: Keystone)
Britische Behörde ruft 740'000 Coronavirus-Tests zurück

Die britische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte hat den Rückruf Hunderttausender Coronavirus-Test-Sets veranlasst. Wie die Regierung in London am Samstag bestätigte, handelt es sich um bis zu 741’000 Tests der Firma Randox. Diese seien möglicherweise nicht sicher für den Gebrauch, hiess es zur Begründung.

Randox hatte im März einen Auftrag in Höhe von 133 Millionen Pfund von der britischen Regierung erhalten, unter anderem für die Bereitstellung von Coronavirus-Tests. Dem Guardian zufolge erfolgte die Vergabe ohne Ausschreibung. Gerechtfertigt wurde das durch die hohe Dringlichkeit, die Testkapazitäten des Landes rasch zu erhöhen.

Pikant ist jedoch, dass ein führender Abgeordneter der regierenden Konservativen, Owen Paterson, als Berater für die Firma tätig ist. Paterson erhält dem Register für Nebeneinkünfte des britischen Parlaments zufolge dafür jährlich 100’000 Pfund (umgerechnet rund 120’000 Franken).

US-Experten fordern erneut strikte Ausgangsbeschränkungen

Ein renommierter Epidemiologe und ein führender Vertreter der US-Notenbank fordern im Kampf gegen die Corona-Pandemie die erneute Verhängung strikter Ausgangsbeschränkungen. Bis es eine Impfung gebe, werde es ohne einen neuen Lockdown Millionen weitere Coronavirus-Infektionen und zahlreiche Todesfälle geben, aber keine nachhaltige Erholung der Wirtschaft, warnten der Epidemiologe Michael Osterholm und der Chef des Büros der Notenbank in Minneapolis, Neel Kashkari, in einem Gastbeitrag in der New York Times.

Überfüllte Strände in Deutschland

Die hohen Temperaturen treiben viele deutsche an die Strände der Ostsee. Wegen der Corona-Krise ist die Besucherzahl beschränkt, die meisten Strände in Lübeck waren vollständig ausgelastet.

Urlauber tummeln sich an deutschen Stränden. (Bild: Keystone)
Dänische Region erlaubt pro Patient nur noch einen Besucher

Wegen eines Anstiegs der Corona-Zahlen beschränkt eine Region in Dänemark wieder die Möglichkeiten zum Besuch von Patienten im Krankenhaus. Von nun an dürfe pro Patient nur noch ein Begleiter oder Besucher kommen, teilte die Region Mitteljütland (Midtjylland) am Samstag mit. Kinderstationen sind ausgenommen. Hier sind zwei Begleiter erlaubt.

Alle Patienten und Krankenhausbesucher müssen zudem Mundschutz tragen, sofern sie keinen negativen Corona-Test vorweisen können. Allgemeine Maskenpflicht gilt in Dänemark nicht. Das Land hatte im März früh und strikt auf den Coronavirus-Ausbruch reagiert und seine Infektions- und Todeszahlen damit schnell unter Kontrolle gebracht. Seit einigen Tagen gehen die Zahlen aber wieder nach oben, unter anderem durch einen Ausbruch im mitteljütländischen Aarhus.

Die Region beschränkt den Besuch der Covid-19-Patienten. (Symbolbild: Keystone)
Zwei Mitarbeiter des Olympia-OK von Tokio infiziert

Zwei Mitarbeiter des Olympia-Organisationskomitees von Tokio sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des OK hat sich die Zahl der Infizierten auf drei erhöht. Neu seien bei einer Frau und einem Mann Covid-19 festgestellt worden. Beide werden zunächst in häuslicher Quarantäne weiter arbeiten und nicht mehr im Hauptquartier in der Nähe der Bucht von Tokio.

Zwei Mitarbeiter des Olympia-Organisationskomitees von Tokio wurden positiv auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild: Keystone)

Das OK für die Sommerspiele 2021 beschäftigt rund 3’500 Mitarbeiter. Japan hat bislang etwas mehr als 1’000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Wegen der Corona-Krise hatten das IOC und Gastgeber Japan Ende März nach langem Zögern die für dieses Jahr geplanten Spiele verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

Seco: «Hype» um Homeoffice wird nicht anhalten

Homeoffice sei ein Zustand, der trotz Corona nicht länger andauern könne, sagt Boris Zürcher vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco in einem Interview. Die Führung werde anspruchsvoller, man spüre nicht wirklich, wie es den anderen gehe.

Zudem sei es schwierig, die Arbeitgeberpflichten einzuhalten, sagte der frühere Chefökonom beim liberalen Thinktank Avenir Suisse und beim Forschungsinstitut BAK Basel im Tamedia-Interview vom Samstag.

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Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO, glaubt nicht, dass sich das Modell Homeoffice langfristig durchsetzt. (Bild: Keystone)
BAG meldet 182 neue Ansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag 182 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Am Freitag waren es 161 neue Covid-19-Infizierte, an den beiden Tagen davor je 181.

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Schweizer Impfstrategie

Die Schweiz hat bei der Biotech-Firma Moderna 4,5 Millionen Corona-Impfdosen bestellt. Bei einer Bevölkerung von acht Millionen wird das nicht für alle reichen. Weil voraussichtlich pro Person zwei Impfdosen benötigt werden, können vorerst 2,25 Millionen Menschen in der Schweiz geimpft werden. Wer wird also zuerst geimpft?

Die Impfstrategie wird in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen bearbeitet. Der Präsident der Kommission, Christoph Berger, sagt zum «Tagesanzeiger»: «Zuerst müssen jene Personen geschützt werden, für die eine Infektion mit dem Coronavirus am gefährlichsten ist.»

Dazu gehören ältere Menschen und Risikopatienten mit Vorerkrankungen. Seit Ende Juli wird der Moderna-Impfstoff an 30’000 Personen in den USA getestet. Sind die Tests erfolgreich, wird er von Swissmedic zugelassen. Wann das der Fall sein wird, ist noch unklar.

Wie gut der Impfstoff gegen das Coronavirus schützen wird, ist noch offen. Es könnte gut sein, dass der Schutz, ähnlich wie bei der Grippeimpfung, nur partiell ist. Das könnte aber reichen, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern.

Eine Probandin lässt sich den Impfstoff spritzen. (Bild: Keystone)
Verlängerung der Massnahmen in Italien

Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Massnahmen bis zum 7. September verlängert. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch grössere Menschenansammlungen bleiben verboten. Regierungschef Conte sprach von «ausgewogenen Massnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden». Gleichzeitig stimmte die Regierung für Lockerungen in gewissen Bereichen, etwa für Messen oder Kreuzfahrten.

Italien, das im Frühjahr eines der am stärksten von der Corona-Pandemie heimgesuchten Länder war, habe sich dank der Massnahmen gefangen. Man müsse aber wachsam bleiben, sagte Conte.

Das Kabinett von Giuseppe Conte hat Entscheide zu den Corona-Massnahmen getroffen. (Bild: Keystone)
Trump verteidigt «politische Aktivitäten» im Golfclub

US-Präsident Donald Trump hat Gäste seines Golfclubs verteidigt, die bei seiner Pressekonferenz in einem geschlossenen Raum trotz der anhaltenden Corona-Pandemie keine Maske trugen. Es gebe Ausnahmen von der Maskenpflicht für «politische Aktivitäten», sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey. Seine offizielle Pressekonferenz als US-Präsident sei auch ein «friedlicher Protest», behauptete Trump unter dem Jubel der Gäste weiter.

Trump spricht in seinem Golfclub. (Bild: Keystone).
Slowenien setzt Schweiz auf Quarantäne-Liste – 14 Tage Isolation

Die Schweiz ist nun auch auf der Coronavirus-Quarantäne-Liste von Slowenien – auf der gelben Liste. Das bedeutet: 14 Tage Isolation für alle aus der Schweiz dorthin einreisenden Personen.

Slowenien treffe diese Entscheidung aufgrund von Expertenanalysen, teilte die slowenische Botschaft in der Schweiz am Freitag per Twitter mit.

Erst am Donnerstag hatte Norwegen von nicht dringenden Reisen in die Schweiz abgeraten. Von dort nach Norwegen Einreisende müssen zehn Tage in Quarantäne.

Reisebeschränkung für unverheiratete Paare wird aufgehoben

Paare ohne Trauschein, die in verschiedenen Ländern leben, können sich trotz strenger Corona-Regeln bald wieder sehen. Deutschland hebt die umstrittenen Reisebeschränkungen für die Betroffenen zur kommenden Woche auf. Wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mitteilte, können unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten von Montag an wieder nach Deutschland einreisen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil binationale Paare bereits wochenlang eine Lösung angemahnt hatten.

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Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) war zuletzt wegen der Reisebeschränkungen für unverheiratete Paare unter Druck geraten. Nun werden die Beschränkungen aufgehoben. (Bild: Keystone)
Svitolina und Bertens nicht am US Open

Die Ukrainerin Jelina Switolina (WTA 5) und die Niederländerin Kiki Bertens (WTA 7) verzichten auf das US Open (31. August bis 13. September). Switolina begründete ihre Absage damit, dass «ich immer noch nicht weiss, ob ich in die USA einreisen kann, ohne mein Team oder mich in Gefahr zu begeben». Switolina und Bertens gesellen sich zu Ashleigh Barty (WTA 1), die wegen der Covid-Krise auf das US Open verzichten.

Weiterhin fünf Auswechslungen in der Super und Challenge League

Die Klubvertreter der Swiss Football League (SFL) haben am Freitag an einer ausserordentlichen Generalversammlung beschlossen, dass die aufgrund der Coronavirus-Pandemie eingeführte Regel von fünf erlaubten Auswechslungen pro Spiel auch für die kommende Saison beibehalten wird.

Geregelt wurden auch die Zuständigkeiten im Falle eines Meisterschaftsabbruchs. Ein solcher kann durch Beschluss der Generalversammlung der SFL oder auf behördliche Anordnung hin erfolgen. Das Klassement nach der letzten vollständig gespielten Runde gilt als Schlusstabelle, bei weniger als 18 gespielten Runden wird die Meisterschaft nicht gewertet.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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