Eines der rätselhaften Mondhörner aus der Bronzezeit, die bis 22. November im Museum.BL in Liestal zu sehen sind. (Foto: Museum.BL/Damian Derungs)
Baselland

Auf den Spuren der rätselhaften Mondhörner

Das Museum.BL in Liestal begeht sich ab Sonntag auf die Spuren der geheimnisvollen Mondhörner. Es ist die erste Station einer Wanderausstellung.

Das sogenannte Mondhorn sei ein typisches Objekt der mitteleuropäischen Spätbronzezeit (1300 bis 800 v.Chr.), teilte das Museum.BL am Freitag mit. Die Bezeichnung der Fundstücke aus Ton oder Sandstein leiteten die Archäologen aus ihrer mondsichelartigen Form ab. Über den Verwendungszweck zerbreche sich die Wissenschaft aber seit 160 Jahren den Kopf.

Die Ausstellung «Mondhörner. Rätselhafte Kultobjekte der Bronzezeit» vereinigt Fundstück aus der ganzen Schweiz, vom frühesten Fund aus dem Jahr 1851 auf dem Ebersberg bis zu den jüngsten Funden in Boswil AG, Cham-Oberwil ZG und Reinach BL. Zu sehen seien Miniaturversionen und stattliche Exemplare, die zum Teil reich verziert seien oder sich mit schlichter Oberfläche präsentierten.

Ausstellung auf Reisen

Die Archäologie hat sich laut Mitteilung des Museums auf die Deutung der Mondsicheln als Kultobjekte geeinigt. Angesichts der Fundstellen und -zusammenhänge seien praktischer Verwendungszwecke als Nackenstützen, Firstziegel oder Feuerböcke ausgeschlossen worden.

Die Ausstellung ist ein gemeinschaftliches Projekt von fünf Schweizer Museen in Liestal, Frauenfeld, Lenzburg, Zug und Biel. Nach ihrem Auftakt vom 9. August bis 22. November in Liestal wird sie als Wanderausstellung weiterziehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*