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International

USA heben weltweite Reisewarnung auf

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
USA bewerten Corona-Situation neu: Keine weltweite Reisewarnung mehr

Nach fast fünf Monaten hat die US-Regierung ihre wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte weltweite Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger wieder aufgehoben. Nun würden für jedes Land wieder individuelle Bewertungen bekanntgegeben, erklärte das US-Aussenministerium am Donnerstag. Derzeit verbessere sich die Gesundheitslage in manchen Staaten nachhaltig, während sie sich in anderen Ländern verschlechtere. Spezifische Warnhinweise für jedes Land würden US-Bürgern daher bei der Reiseplanung helfen, hiess es.

Das Ministerium bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier. Die höchste Stufe entspricht einer Reisewarnung und galt seit 19. März weltweit. Nun stehen unter anderem alle 27 EU-Staaten, das Vereinigte Königreich, die Schweiz und die Türkei auf Stufe 3 des Warnsystems. Das bedeutet, US-Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Reisepläne zu überdenken. Weiterhin auf der höchsten Stufe vier sind unter anderem Russland, Indien, Afghanistan und Argentinien. In diesen Fällen werden die Reisewarnungen zum Teil mit dem Niveau der Corona-Infektionen begründet, zum Teil mit Sicherheitsgründen.

Gouverneur von Ohio mit positivem Coronavirus-Test vor Trump-Besuch

Kurz vor einem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates, Mike DeWine, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Republikaner am Donnerstag nur wenige Stunden vor einem geplanten Treffen mit Trump über Twitter mit. DeWine hätte Trump, der in Ohio unter anderem ein Unternehmen besucht, auf dem Flughafen in Cleveland begrüssen sollen.

Der vorgeschriebene Test vor einem Kontakt mit dem Präsidenten habe das positive Ergebnis gebracht, erklärte DeWine. Nach eigenen Angaben hat der 73-Jährige keine Symptome und will sich den Regeln entsprechend für die kommenden 14 Tage bei sich zu Hause in Quarantäne begeben. «Wir wollen ihm das Allerbeste wünschen», sagte Trump nach seiner Ankunft in Cleveland.

Covid-Taskforce: Bis zu 400'000 Ansteckungen bisher in der Schweiz

Hohe Dunkelziffer: Die Covid-19-Taskforce des Bundes geht in der Schweiz wegen der Coronavirus-Pandemie von bislang 250’000 bis 400’000 Infizierten aus. Studien würden diese Schätzungen unterstützen, sagte Taskforce-Chef Martin Ackermann in einem Interview.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie in der Schweiz laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gut 36’100 laborbestätigte Fälle. Epidemiologen seien davon ausgegangen, dass 80 bis 90 Prozent der Infizierten von Sars-CoV-2 nicht gefunden würden, sagte Ackermann in dem am Donnerstag auf der Webseite von Radio und Fernsehen SRF publizierten Interview.

Die Covid-19-Taskforce des Bundes geht in der Schweiz wegen der Coronavirus-Pandemie von bislang 250’000 bis 400’000 Infizierten aus. (Symbolbild: Keystone)

Grund für die Dunkelziffer ist gemäss dem Experten für Mikrobiologie der ETH Zürich, dass Betroffene nur wenige Symptome hätten oder sich aus anderen Gründen nicht testen liessen. Eine wichtige Studie der Universität Genf zeige, dass die Schätzung beim Covid 19-Virus korrekt sei, sagte Ackermann weiter. Gemäss der Taskforce infizierten sich damit bislang drei bis fünf Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Es sei unklar, ob diese Menschen nun immun seien gegen das Virus Sars-CoV-2, und wie lange eine Immunität anhalte, sagte Ackermann. Für eine Durchseuchung der Menschen im Land würde es laut der Taskforce lange dauern. «Wir schätzen im Minimum ein Jahr», sagte Ackermann. «Eine solche Situation mit konstant hohen Fallzahlen wäre für die Wirtschaft und Gesellschaft verheerend.»

Steigende Corona-Zahlen – Dänemark belässt Versammlungsbeschränkung

Die dänische Regierung sieht wegen der erneut steigenden Coronavirus-Infektionszahlen im Land von der geplanten Lockerung der geltenden Versammlungsbeschränkungen ab. Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl bestimmter Veranstaltungen wird anders als angedacht doch nicht zum Samstag hin von 100 auf 200 angehoben, wie das dänische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

«Die Epidemie nimmt weltweit und an mehreren Orten Europas zu, und in der jüngsten Zeit haben wir einen Anstieg der Zahl der Dänen gesehen, die mit dem Coronavirus infiziert sind», erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Es sei entscheidend, dass Dänemark seine gute Position behalte, in der die Epidemie unter Kontrolle sei.

Dänemark hatte im März früh und strikt auf die ersten Corona-Infektionen reagiert. Die Zahlen nahmen darauf rapide ab, die ergriffenen Massnahmen wurden nach und nach gelockert. Durch vereinzelte Ausbruchsherde unter anderem in Aarhus und in einem Schlachtbetrieb in Ringsted nimmt die Zahl der Neuinfektionen seit kurzem aber wieder zu.

Niederländischer Premier Rutte warnt vor zweitem Lockdown

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt und Bürger dringend ermahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen warnte er, belebte Plätze in Amsterdam zu meiden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei gross, warnte Rutte am Donnerstagabend in Den Haag. In den Niederlanden sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sehr schnell angestiegen.

Die Niederlande verschärfen die Auflagen für Restaurants und Cafés. Ab sofort gilt erneut die Reservierungspflicht für Gäste. Sie müssen ausserdem ihre Kontaktdaten hinterlassen. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden.

In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt so viel wie in der Vorwoche. Ein Viertel der Neuinfizierten ist zwischen 20 und 29 Jahre alt.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte warnt vor einem zweiten Lockdown. (Bild: Keystone)
Österreich verhängt Reisewarnung für spanisches Festland

In Österreich gilt ab Montag eine Reisewarnung für das gesamte spanische Festland im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Alle Festland-Provinzen Spaniens sind betroffen, ausgenommen sind die Inselgruppen der Balearen, zu denen Mallorca und Ibiza gehören, und die Kanarischen Inseln mit Gran Canaria und Teneriffa. «Es wird ausdrücklich vor Reisen auf das spanische Festland gewarnt», teilte das Aussenministerium in Wien am Donnerstag mit. Die Warnung tritt um Mitternacht von Sonntag auf Montag in Kraft.

Vor rund einer Woche hatte auch Deutschland eine partielle Reisewarnung verhängt, allerdings nur für einen Teil des Festlands. Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor Reisen nach Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona sowie in die Regionen Aragón und Navarra.

In Österreich müssen Reisende, die vom spanischen Festland zurückkehren, ab dem 10. August bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen.

Trump hofft auf Corona-Impfstoff bis zur US-Wahl im November

US-Präsident Donald Trump rechnet noch in diesem Jahr mit einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus. «Noch vor Ende des Jahres, es könnte deutlich früher sein», sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Radiosenders WTAM. In «manchen Fällen» könnte ein Impfstoff sogar schon zur Zeit der Präsidentenwahl am 3. November verfügbar sein, sagte Trump weiter. Experten halten diesen Zeitplan allerdings für übermässig optimistisch.

Mehr dazu hier.

US-Präsident Donald Trump hofft, dass ein Corona-Impfstoff bis zur US-Präsidentschaftswahl da ist. (Bild: Keystone)
Wer früher aus Spanien abreist, zahlt oft selbst

Ab Samstag zählt das spanische Festland bei den Schweizer Behörden als Risikoregion. Heisst: Personen, die dann in die Schweiz zurückkehren, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Um diese zu umgehen, brechen manche Schweizer ihre Spanien-Ferien ab, damit sie vor Samstag wieder zu Hause sind, wie der «Blick» am Donnerstag berichtet.

Die zusätzlichen Kosten für die frühere Rückreise müssen die Feriengäste aber oft selbst tragen, wie es weiter heisst. Hotelplan bestätigt dies gegenüber dem Boulevard-Medium. Auch bei Tui müssen die Kunden die Mehrkosten für eine vorzeitige Heimkehr selbst übernehmen. Bestehende Buchungen können aber auch auf eine andere Feriendestination umgebucht werden, beispielsweise Griechenland, Zypern oder die Türkei, wie der Reiseveranstalter mitteilt.

Bei Kuoni haben Kunden von Pauschalreisen mit einer bestehenden Buchung die Möglichkeit, diese kostenlos umzubuchen oder zu stornieren, so der «Blick». Dies gelte aber nur für jene Reiseziele, für die gemäss dem Bundesamt für Gesundheit eine Quarantäne-Pflicht nach der Rückkehr in die Schweiz besteht.

Wenn Touristen auf dem spanischen Festland früher in die Schweiz zurückkehren wollen, müssen sie die Zusatzkosten je nach Anbieter selbst tragen. (Bild: Keystone)
Schweizer Sportfans starten Petition für Aufhebung der 1000er-Regel

In Schweizer Sportstadien sind momentan wegen der Corona-Pandemie nicht mehr als 1000 Zuschauer pro Spiel zugelassen. Darüber hinaus erwägt der Bundesrat, das Verbot von Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern bis Ende März 2021 zu verlängern. Für die Schweizer Sportklubs ist das ein Horror-Szenario. Vertreter von Vereinen und Verbänden schlagen Alarm: Sind weiterhin nicht mehr Zuschauer in den Stadien zugelassen, gehen bei vielen Vereinen wegen fehlender Einnahmen die Lichter aus.

Und auch vielen Sportfans stinkt die Zuschauerbegrenzung. Sie haben unter dem Hashtag #SaveSwissSports eine Petition gestartet, mit der sie die 1000er-Regel zu Fall bringen wollen. Das berichtet der am Donnerstag. Die Petition fordert den Bundesrat auf, stattdessen «allgemeine Verhaltensgrundsätze und spezifische Schutzkonzepte» einzuführen. Die Sportwelt sei durch die Zuschauerbegrenzung praktisch zum Erliegen gekommen und rapple sich erst langsam wieder auf. «Sport ohne Zuschauer ist Sport ohne Seele», wird in der Petition argumentiert. Ohne die Zuschauer fehlten zudem die Einnahmen.

Am 12. August wird der Bundesrat darüber entscheiden, wie es mit dem Schweizer Sport in Bezug aufs Coronavirus weitergeht.

Fällt die 1000er-Regel in den Schweizer Sportstadien? Fans haben eine Petition gestartet, um dies zu erreichen. (Bild: Keystone)
Zentrum von spanischer Weinbauregion wegen Corona abgeriegelt

Die spanische Gemeinde Aranda del Duero in der Region Kastilien und León wird wegen steigender Corona-Infektionszahlen für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Das entsprechende Dekret werde am Freitag in Kraft treten, teilte die Regionalregierung am Donnerstag in Valladolid mit. Nur mit triftigen Gründen werde man in die Gemeinde einreisen oder diese verlassen dürfen, hiess es.

Die 150 Kilometer nördlich von Madrid gelegene Stadt hat gut 32’000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Weinbaugebiets Ribera del Duero. Die Zahl der Neuinfektionen steigt dort seit einigen Tagen rapide. Binnen 24 Stunden wurden zuletzt 199 Fälle registriert.

Formel 1: Sergio Perez beendete Quarantäne – Start dennoch fraglich

Der Formel-1-Rennstall Racing Point hat mitgeteilt, dass der positiv auf das Coronavirus getestete Pilot Sergio Perez den englischen Gesundheitsbehörden zufolge seine Quarantäne beendet hat. Für eine Rückkehr ins Fahrerlager benötigt der Mexikaner aber noch einen negativen Corona-Test. Dieser war für Donnerstag geplant.

Der Rennstall will spätestens am Freitagmorgen über den Einsatz des zweiten Fahrers neben Lance Stroll am Sonntag am 70. Jubiläums-GP in Silverstone entscheiden. Als Ersatz für Perez stünde erneut Nico Hülkenberg bereit. Dem 32-jährigen Deutschen war am vergangenen Wochenende, als ebenfalls in Silverstone gefahren wurde, kein Glück beschieden. Wegen eines Kupplungsschadens konnte er gar nicht starten.

Der positiv auf das Coronavirus getestete Pilot Sergio Perez hat seine Quarantäne beendet – er muss aber einen negativen Corona-Test vorweisen, um wieder fahren zu können. (Bild: Keystone)
Tessin verlängert Corona-Schutzmassnahmen bis 24. August

Die Tessiner Regierung verlängert die Massnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie bis am 24. August. Sollte sich die Lage verschlimmern, könnte nachher eine Maskentragpflicht in der Öffentlichkeit verfügt werden, wie Regierungspräsident Norman Gobbi am Donnerstag sagte.

Die am 16. Juli eingeführten Massnahmen laufen am kommenden Sonntag aus. Nach der ihrer Verlängerung bis am 24. August wird der Regierungsrat die Lage neu beurteilen, erklärte Gobbi, der neben dem Präsidium des Regierungsrats auch die Direktion des Innern führt.

Aktuell sei die Lage unter Kontrolle und die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus liege unter der Grenze von zehn, sagte Gobbi. Die derzeitigen Massnahmen würden demnach ausreichen, die Bevölkerung müsse sich aber weiterhin an die Regeln halten. Wie das Tessin den für den 31. August vorgesehenen Schulbeginn handhabt, will die Regierung am Montag entscheiden.

Der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi fasst eine Maskentragpflicht in der Öffentlichkeit ins Auge. (Archivbild: Keystone)
Norwegen ruft 10 Tage Quarantäne nach Einreise aus der Schweiz aus

Wer ab dem 8. August von der Schweiz nach Norwegen einreist muss zehn Tage in Quarantäne. Das norwegische Aussenministerium hat die Schweiz zusammen mit der Tschechischen Republik, Frankreich und Monaco auf der Karte von «grün» in «rot» geändert. Es rät von Reisen in diese Länder ab, wie SRF am Donnerstag berichtet. Auch für einige Regionen in Schweden gelten künftig andere Reisehinweise.

Aufregung um Corona-Video in Madrid: Einäscherung wärmer als Maske

Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zur ständigen Einhaltung der Maskenpflicht zu bewegen versucht, hat erhebliche Aufregung ausgelöst. Das ebenso umstrittene wie eindrucksvolle Video «Protégete, protégenos!» (Beschütze dich, beschütze uns!) zeigt am Ende eine Feuerbestattung und warnt die Maskenverweigerer: «Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske».

Die sei «sehr schlechter Geschmack» und «pietätlos», klagten Nutzer von sozialen Netzwerken. Einige Medien bezeichneten die Kampagne als «hart» und «brutal» – aber Teilnehmer von TV-Talkshows entgegneten, die Sensibilisierung der Menschen sei angesichts des Anstiegs der Neuinfektionen und der unverantwortlich laschen Einstellung vieler Menschen nötig.

Mehr dazu lesen Sie hier.

(Video: Youtube/Comunidad de Madrid)

Nach Explosion: Grosse Krankenhäuser in Beirut stoppen Corona-Tests

Coronavirus-Tests und -behandlungen sind in mehreren grossen Krankenhäusern der libanesischen Hauptstadt Beirut nach der verheerenden Explosion im Hafen eingestellt worden.

Einige Einrichtungen, die Coronavirus-Patienten behandelten, seien durch die Explosion so schwer beschädigt worden, dass sie die Tests eingestellt hätten, sagte Mahmud Hassun, Arzt im Rafik-Hariri-Krankenhaus in Beirut, am Donnerstag. Sein Krankenhaus mache aber weiter Tests. Bei der gewaltigen Explosion im Hafen Beiruts waren am Dienstag mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen, rund 5000 weitere wurden verletzt. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet.

Auch der Leiter des Verbands der Privatkliniken, Sulaiman Harun, bestätigte einen Stop der Tests in einigen Krankenhäusern. «Die Explosion hat die Coronavirus-Tests unterbrochen, da die meisten Krankenhäuser mit der Katastrophe und der hohen Zahl der Verletzten beschäftigt sind», sagte Harun. Die Versorgung der Verletzten habe aktuell absolute Priorität.

Ungewöhnliches Interview in Corona-Zeiten - Thunberg an der Grenze

Wie interviewt man jemanden persönlich, in dessen Land man coronabedingt nicht reisen darf? Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich für ein Gespräch mit einem Forscher im benachbarten Norwegen kurzerhand an der Grenze zwischen ihren beiden Ländern getroffen.

Das zeigten Bilder, die die 17-Jährige am Donnerstag auf Twitter und Instagram veröffentlichte. Auf einem der Fotos begrüssten sich die beiden am Grenzübergang Morokulien mit dem jeweiligen rechten Fuss – ohne dafür jedoch das Land des anderen zu betreten.

Laut Thunbergs Angaben interviewte sie den Klima- und Umweltwissenschaftler Per Espen Stoknes für eine kommende Doku-Serie der BBC. Weil ihr als Stockholmerin jedoch die Einreise nach Norwegen nicht erlaubt sei, hätten sie und Stoknes sich entschlossen, auf der jeweiligen Seite der schwedisch-norwegischen Grenze zu bleiben. «Aber hey, jetzt bin ich FAST in Norwegen gewesen!», schrieb die junge Schwedin dazu.

Corona-Regeln trennen Paare ohne Trauschein - Druck auf Seehofer

In der Diskussion um wegen strenger Corona-Regeln getrennte Paare ohne Trauschein gerät Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zunehmend unter Druck. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte jetzt der Deutschen Presse-Agentur, dass es die geltenden EU-Empfehlungen eindeutig ermöglichten, die geltenden Einreisebeschränkungen für die Betroffenen aufzuheben.

Konkret geht es um Ausländer in festen Partnerschaften mit einem EU-Bürger. Ein Trauschein oder eine eingetragene Partnerschaft sind demnach keine Voraussetzung für Erleichterungen.

 

Der Druck auf den Deutschen Bundesinnenminister Horst Seehofer wächst wegen Paaren, die in zwei Staaten leben. (Bild: Keystone)

Die EU-Kommission habe zuletzt am 27. Juli noch einmal alle EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, Ausländer in einer dauerhaften Beziehung mit einem Unionsbürger einreisen zu lassen, erklärte der Sprecher. Die EU-Empfehlung erlaube auch für unverheiratete Paare Ausnahmen von der Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen.

Schweizer Wohnungen bestehen Stresstest nicht

Die Schweizer Wohnungen sind nicht optimal auf Corona ausgerichtet. (Bild: Keystone)

Private Rückzugsorte und gemeinschaftliche Aussenräume sind in der häuslichen Isolation wichtiger geworden. Viele Wohnungen in der Schweiz fallen aber beim Corona-Stresstest durch. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Los Angeles stellt bei Hauspartys während Corona Strom und Wasser ab

Die US-Metropole Los Angeles will Veranstaltern illegaler grosser Hauspartys von Freitag an Strom und Wasser abstellen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Damit reagierten die Behörden auf vermehrte Berichte über grosse Feiern, die während der Pandemie eigentlich verboten seien, sagte Bürgermeister Eric Garcetti am Mittwoch (Ortszeit).

Bei wiederholtem Verstoss gegen die Sicherheitsanordnungen könne Party-Veranstaltern binnen 48 Stunden Strom und Wasser abgedreht werden. Die grossen Feiern fänden vor allem in leerstehenden Häusern oder Unterkünften statt, die kurzzeitig gemietet werden können. Bars und Nachtklubs in der kalifornischen Stadt sind derzeit geschlossen.

Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinkt

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken. Insgesamt stellten vorige Woche 1,186 Millionen Bürger einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 1,415 Millionen gerechnet, nachdem es in der vorangegangenen Woche 1,435 Millionen waren.

Trotz des Rückgangs ist die Zahl der Anträge mit über einer Million noch immer recht hoch. Zuletzt gab es zudem Signale, wonach die Erholung am Arbeitsmarkt ins Stocken geraten könnte. Denn die Virus-Pandemie macht den USA weiter schwer zu schaffen: Nach einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle jüngst binnen 24 Stunden um mindestens 55’323 auf 4,84 Millionen. Mindestens 1241 weitere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl tödlich verlaufener Ansteckungen klettert den Daten zufolge auf 158’561.

Ärztevereinigung zweifelt offizielle Corona-Fallzahlen in Türkei an

Der Chef der türkischen Ärztevereinigung hat die offiziellen Corona-Fallzahlen der Regierung in Ankara angezweifelt. «Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wider», sagte Sinan Adiyaman der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen.

 

Falsche Corona-Zahlen in der Türkei? Die türkische Ärzte-Vereinigung erhebt schwere Vorwürfe. (Bild: Keystone)

Die Ärztevereinigung (TTB) habe zuletzt am Mittwoch Fallzahlen von Mitgliedsverbänden aus 25 Provinzen erhalten. Diese zeigten, dass die Zahl der Neuinfektionen landesweit höher sein müssten als die zurzeit mehr als 1000 gemeldeten Fälle pro Tag.

Vor allem in der Hauptstadt Ankara und im Südosten des Landes sei die Anzahl der Neuinfektionen stark gestiegen, sagte Adiyaman. Die Intensivbetten in den staatlichen Krankenhäusern der südosttürkischen Metropole Diyarbakir und in der Provinz Sanliurfa seien voll belegt.

Polen plant Befreiung von Maskenpflicht nur mit Attest

Vor dem Hintergrund steigender Zahlen nachgewiesener Corona-Infektionen will Polen künftig Bürger nur dann von der Maskenpflicht befreien, wenn sie ein entsprechendes Attest vorweisen können.

Diese Regelung werde am 1. September in Kraft treten, sagte Vize-Gesundheitsminister Janusz Cieszynski am Donnerstag laut Nachrichtenagentur PAP.

«Nach Ansicht unserer Experten gibt es nicht viele medizinische Gegenanzeigen, die das Verdecken von Mund und Nase nicht erlauben», so der Minister. Wer keine Maske trage, wo dies vorgeschrieben sei, müsse ein Attest dabei haben. In Polen gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen.

Nur zu fünft am Festakt zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnels
Der Festakt zur Eröffnung des Ceneri-Basistunnels geht am 4. September im kleinen Kreis über die Bühne. Nur unter den Augen der Medien durchschneiden Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Ignazio Cassis und der Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi das traditionelle Band.

Sie werden das Bauwerk damit von der Erstellerin Alptransit Gotthard AG (ATG) an die Tunnelbetreiberin SBB übergeben, wie das Bundesamt für Verkehr am Donnerstag mitteilte. Am Akt am Tunnel-Nordportal bei Camorino zugegen sind deshalb auch die Chefs der beiden Unternehmen Dieter Schwan und Vincent Ducrot.

Während der Zeremonie fährt ein Güterzug erstmals durch den Tunnel. Das Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz RSI überträgt den Anlass live. Eigentlich hätte der Festakt in Anwesenheit von 650 Gästen erfolgen sollen. Das Volksfest für die S-Bahn im Tessin wurde auf den Sommer 2021 verschoben.

Deutscher Gesundheitsminister ruft zu Wachsamkeit wegen Corona auf

Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts wieder deutlich steigender Corona-Infektionszahlen an die Bürger appelliert, die Hygieneregeln einzuhalten. «Bleiben wir wachsam, halten wir die Regeln ein.»

Wo das Virus eine Chance habe, breite es sich aus und nehme keine Rücksicht auf die Urlaubszeit, mahnte Spahn am Donnerstag in Berlin. Abstand halten, Mund- und Nasenschutz, Händewaschen seien ein «kleiner Preis», wenn man bedenke, wie schnell sich die Pandemie ausbreiten könne.

 

Ruft zu Wachsamkeit wegen Corona auf: Der Deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn. (Bild: Keystone)

Zur Zeit verzeichne man viele kleinere Ausbrüche bei Familienfeiern etwa oder am Arbeitsplatz. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei», sagte Spahn. Jetzt endeten langsam auch die Ferien, viele kämen aus dem Urlaub zurück. Deswegen bestehe die Gefahr, dass die Infektionszahlen weiter stiegen.

Merck bekommt Corona-Folgen zu spüren - mehr Zuversicht für 2020

Die Corona-Krise bereitet auch dem Pharma- und Chemiekonzern Merck mehr Probleme. Nach einem starken Jahresstart verlangsamte sich das Wachstum im zweiten Quartal deutlich.

So bekam Merck etwa ein schwächeres Geschäft mit Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie eine maue Nachfrage der Auto- und Kosmetikbranche zu spüren. Dafür zahlten sich die Übernahmen in den USA aus. Konzernchef Stefan Oschmann zeigte sich gleichwohl etwas zuversichtlicher und schloss nun einen Rückgang des Betriebsgewinns im Jahresverlauf aus. «Wir legen die Latte etwas höher», sagte er am Donnerstag in Darmstadt.

Filmfestival Locarno gestartet

In Locarno ist am Mittwochabend das 73. Filmfestival eröffnet worden – allerdings ganz anders als gewohnt. Anstatt eines feierlichen Auftakts auf der Piazza Grande wurden die Reden über den Videodienst Youtube übertragen.

(Video: Youtube, Locarno Film Festival)

Schweiz ändert Beschränkungen für Länder ausserhalb des Schengenraums

Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen- mit Ausnahme von 20 Ländern. Damit gibt es für insgesamt Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder, wie das EJPD am Donnerstag meldet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

107 Fälle in St. Wolfgang

Durch den Corona-Ausbruch im österreichischen Ferienort St. Wolfgang sind bislang wohl 107 Menschen erkrankt. Das ergab eine Analyse der österreichischen Gesundheitsbehörden, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

107 Corona-Fälle gibt es im österreichischen Hotspot St. Wolfgang. (Bild: Keystone)

Dabei handelt es sich um Mitarbeiter und Anwohner, aber auch um österreichische Touristen. Zuletzt hatten örtliche Behörden nur 79 Fälle zum Ausbruch gezählt, dabei aber nicht alle Diagnosen in anderen Teilen Österreichs einberechnet.

Unter ausländischen Gästen sei bislang trotz internationaler Kontakt-Nachverfolgung kein Fall gefunden worden, erklärte das Gesundheitsministerium. Die Ausbreitung sei durch rasches Testen und Absondern von Kontaktpersonen unter Kontrolle gebracht worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Corona-Pandemie belastet Beiersdorf: Ergebnisrückgang erwartet

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im ersten Halbjahr infolge der Corona-Krise erheblich weniger verdient als im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank von 593 Millionen auf 472 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Nach Steuern verblieben dem Nivea-Hersteller 291 Millionen Euro nach 417 Millionen im Vorjahr.

Die Umsätze der Hamburger sanken wie bereits bekannt bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte um 10,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, sowohl im Konsum- als auch im Klebstoffgeschäft verzeichnete Beiersdorf organisch prozentual zweistellige Rückgänge.

Nordkorea beschliesst Soforthilfe für abgeriegelte Stadt Kaesong

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach der Abriegelung der Grossstadt Kaesong wegen eines Corona-Verdachtsfalls eine Spezialversorgung für die Bewohner angeordnet.

Bei einer Parteisitzung unter Vorsitz Kims seien neben Organisationsfragen auch epidemiolgische Schutzmassnahmen und die Lage in Kaesong besprochen worden, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag. Bei der Sitzung des Politikbeirats des Zentralkomitees sei am Mittwoch beschlossen worden, sofort Nahrungsmittel und Gelder für die Stadt bereitzustellen, «um das Leben ihrer Bürger zu stabilisieren».

Wie kritisch die Situation für die Bewohner der Stadt an der innerkoreanischen Grenze ist, war unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300’000 Menschen.

USA melden knapp 53'000 Neuinfektionen - Zahl womöglich verzerrt

In den USA sind vergleichsweise niedrige Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet worden – örtliche Behörden und Medien warnen allerdings vor möglichen Verzerrungen. Binnen 24 Stunden gab es etwa 52 800 bekannte Neuinfektionen und knapp 1400 Tote, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins in Baltimore am Donnerstagmorgen (MESZ) hervorging.

Sieben Tage zuvor verzeichnete das Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern noch rund 71’000 neue Fälle und rund 1400 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen ist aus verschiedenen Gründen auch vom Wochentag abhängig, ein Vergleich mit dem Vortag ist deshalb meist wenig aussagekräftig. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

Das Coronavirus beherrscht den Alltag in den USA. (Bild: Keystone)

Litauen: Schuljahr soll mit Unterricht im Klassenzimmer beginnen

Litauen will am 1. September trotz der Corona-Krise mit Präsenzunterricht in das neue Schuljahr starten. «Das Schuljahr beginnt wie üblich im Klassenzimmern», sagte Bildungsminister Algirdas Monkevicius auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Vilnius.

Nach den pandemiebedingten Schulschliessungen und der Umstellung auf Fernunterricht im vergangenen Schuljahr soll in dem baltischen EU-Land wieder ein geregelter, durchgehender Unterricht angeboten werden. Eine Maskenpflicht soll dabei nicht gelten.

Die Schulen können nach Angaben von Monkevicius das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aber verbindlich anordnen, wenn in ihrer Gemeinde die Neuinfektionsrate auf 16 Corona-Fälle pro 100’000 Einwohner ansteigt.

Kein London-Marathon für Breitensportler

Der wegen der Coronavirus-Krise von April auf den 4. Oktober verschobene London-Marathon findet nur in einer Miniauflage für Eliteathleten statt. Lediglich eine kleine Gruppe um Weltrekordhalter Eliud Kipchoge und Kenenisa Bekele soll auf einem kurzen Rundkurs mit beschränkter Zuschauerzahl antreten. Die Hobbyläufer müssen zuhause bleiben.

Detailhandelsumsatz in EU erreicht Vorkrisenniveau

Der Detailhandel in der Europäischen Union hat sich im Juni weiter erholt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vormonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 5,2 Prozent, nachdem es bereits im Mai ein kräftiges Plus von 18,3 Prozent gegeben hatte.

Damit sei das Niveau vom Februar, dem Monat vor Beginn der Corona-Krise, wieder erreicht worden, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Im März und April hatte der Handel wegen vorübergehender Geschäftsschliessungen starke Umsatzeinbussen im Vormonatsvergleich verzeichnet.

 

Der Detailhandel in der EU hat sich im Juni weiter erholt. (Symbolbild: Keystone)

Glencore schreibt im ersten Halbjahr hohen Verlust

Dem Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore hat die Corona-Krise zugesetzt. In der ersten Jahreshälfte blieben Förderanlagen über Wochen geschlossen und die Nachfrage nach Rohstoffen ging zurück. Besonders schwer belasteten die sinkenden Rohstoffpreise das Ergebnis.

Unter dem Strich resultierte nach dem ersten Halbjahr ein den Aktionären zurechenbarer Verlust von 2,60 Milliarden US-Dollar, wie Glencore am Donnerstag mitteilte. Bereits im letzten Jahr war der Reingewinn wegen sinkender Rohstoffpreise auf ein tiefes Niveau von 226 Millionen zurückgefallen.

Nationenpreis-Final im Springreiten ist abgesagt

Der Nationenpreis-Final von Anfang Oktober in Barcelona fällt der Coronavirus-Krise zum Opfer. Die Absage wurde erwartet, da zuvor bereits die gesamte Serie der Nationenpreise abgesagt worden war. Die Pläne, mit dem CSIO in Spanien einen Abschluss für die Sommersaison zu veranstalten, fallen somit ins Wasser.

«Wir haben jedes Szenario geprüft, darunter auch die Möglichkeit, den Final hinter verschlossenen Türen ohne Zuschauer abzuhalten. Aber die Kombination aus der Situation in Katalonien und den anhaltenden internationalen Reisebeschränkungen hat dazu geführt, dass wir uns leider gemeinsam darauf einigen mussten, dass der diesjährige Final in Barcelona nicht stattfinden kann, die Risiken sind einfach zu gross», sagte FEI-Präsident Ingmar De Vos in einer Medienmitteilung.

Nicht nur Corona: Singapur verzeichnet Rekord an Dengue-Fieber-Fällen

Singapur ist mit dem bislang grössten Dengue-Fieber-Ausbruch seiner jüngeren Geschichte konfrontiert – zusätzlich zur Corona-Pandemie. Bis Dienstag habe der südostasiatische Stadtstaat 22 403 Erkrankungen verzeichnet, teilte die Nationale Umweltbehörde (NEA) am Mittwochabend mit. Der bisherige Rekord war 2013 mit 22 170 Fällen registriert worden.

Die Behörde warnte zudem, dass das Schlimmste noch nicht überstanden sei, da die Dengue-Fieber-Hochsaison traditionell bis Oktober dauere. Die tropische Viruserkrankung wird durch die tagaktive Aedes-Mücke übertragen und klingt meist nach einigen Tagen wieder ab. Symptome sind unter anderem hohes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

BAG meldet erneut 181 neue Fälle

In der Schweiz gibt es am Donnerstag 181 Neuansteckungen. Das sind gleichviele, wie am Vortag. Indes gab es drei neue Todesfälle. Fünf weitere Menschen mussten ins Spital. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Vifor Pharma zollt Corona-Krise Tribut und senkt Jahresprognose

Zwar hat die Pharma- und Biotechbranche mit der Ausbreitung der Corona-Krise viel Aufmerksamkeit genossen. Das bedeutet aber nicht automatisch viel Geschäft. Diese Erfahrung hat auch Vifor Pharma im ersten Halbjahr gemacht. Im Gesamtjahr traut sich das Pharmaunternehmen daher auch nur ein geringeres Wachstum zu als bislang.

Während der Lockdown-Phasen in den einzelnen Ländern haben nämliche viele Menschen den Gang zum Arzt vermieden. Krankenhäuser haben ihre Betten für Corona- und Notfall-Patienten freigehalten.

Lage an der Paketfront entspannt sich etwas

Das Paketvolumen bei der Post hat im Juli etwas stabilisiert. Gegenüber den Vorjahresmonat verarbeiteten die Zentren lediglich 15 bis 20 Prozent mehr Pakete. Im März, April und Mai fielen noch bis zu 40 Prozent mehr Pakete an als im Vorjahr.

Die Lage am Paket-Markt beruhigt sich etwas. (Bild: Keystone)

Während des Lockdowns kaufen die Menschen vermehrt von zuhause aus ein, teilte die Post am Donnerstag mit. Ab März wuchs das Paketvolumen täglich und fast explosionsartig. Die Paketmengen erreichten ein Ausmass wie sonst an Weihnachten.

Der April brachte der Post mit durchschnittlich 850’000 Paketen pro Tag den Monatsrekord in ihrer 170-jährigen Geschichte. Gleichzeitig konnte wegen der Abstands- und Hygieneregeln nur beschränkt zusätzliches Personal in den Sortierzentren arbeiten. Mehr zum Thema gibt es hier.

Acht Corona-Patienten sterben bei Brand in Krankenhaus in Indien

Bei einem Brand auf einer Intensivstation eines Krankenhauses in Indien sind mindestens acht Corona-Patienten gestorben. Feuerwehrleute hätten 41 Patienten retten und in ein anderes Krankenhaus bringen können, sagte ein Polizeisprecher Reportern. Die verstorbenen Corona-Patienten seien erstickt, berichtete die Zeitung «Times of India».

 

In einem indischen Krankenhaus brach ein Feuer aus. Acht Menschen starben. (Bild: Keystone)

Einige Feuerwehrleute mussten laut örtlichen Medien nach dem Einsatz in Quarantäne. Das Feuer in der westindischen Stat Ahmedabad brach in der Nacht auf Donnerstag aus und wurde laut ersten Erkenntnissen von einem Kurzschluss ausgelöst, wie der stellvertretende Regierungschef des zuständigen Bundesstaates sagte. Indiens Premierminister Narendra Modi kondolierte den Familien der Opfer.

Corona treibt UBS-Immobilienindex in Blasenzone hoch

Die Lage auf dem Schweizer Eigenheimmarkt verschärft sich weiter. Wegen der Corona-Krise werde der Immobilienblasenindex der UBS im laufenden Quartal marginal in die Blasenzone springen.

Zum deutlichen Anstieg trügen zwei Faktoren bei, gab die Grossbank am Donnerstag in einem Communiqué bekannt. Einerseits würden die Einkommen sinken, weil die Corona-Pandemie zum grössten Einbruch der Schweizer Wirtschaft in den letzten 40 Jahren geführt habe.

 
Die Corona-Krise drückt auf die Schweizer Eigenheim-Preise. (Symbolbild: Keystone)

Andererseits seien die Eigenheimpreise weiter geklettert. Im zweiten Quartal hätten sie teuerungsbereinigt mit einem Plus von knapp 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gar den stärksten Anstieg seit 2013 erlebt, schrieb die UBS. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Italiens Industrie holt auf - Vorkrisenniveau noch nicht in Sicht

In der italienischen Industrie geht es nach dem Corona-Schock wieder spürbar aufwärts. Die Betriebe stellten im Juni 8,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 5,1 Prozent gerechnet.

Wegen Fabrikschliessungen, Kontakt- und Ausgangssperren war die Produktion im März und April kräftig eingebrochen, im Mai dann aber bereits um knapp 42 Prozent wieder gestiegen. Dennoch zeigt der Blick auf den Jahresvergleich, dass es noch ein weiter Weg zurück zum Normalniveau vor der Pandemie-Krise sein dürfte. Die Produktion im Juni lag fast 14 Prozent unter der vom Juni 2019.

Berghilfe zahlt 1,8 Millionen Corona-Unterstützung
 

Die Schweizer Berghilfe unterstützt Kleinbetriebe in der Corona-Krise mit Unterstützungsbeiträgen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Berghilfe seit Beginn der Corona-Krise bereits 79 von der Pandemie betroffene Betriebe mit knapp 1,8 Millionen Franken unterstützt. In der laufenden Woche werden 800’000 Franken an 38 Kleinunternehmen ausbezahlt.

Eine erste Tranche hatte die Berghilfe Anfang Juli an 41 Betriebe bezahlt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Mit den Beiträgen schützt die Berghilfe ihre eigenen Investitionen.

Allen unterstützten Betrieben ist gemeinsam, dass sie vor der Corona-Krise mit Mitteln der Berghilfe Investitionen tätigten und ihre Reserven aufbrauchten. Die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen erwischten sie auf dem falschen Fuss und viele Arbeitsplätze drohten verloren zu gehen.

Adecco schreibt trotz Umsatzeinbruch schwarze Zahlen

Adecco hat im zweiten Quartal die Auswirkungen von Corona mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Seuche liess den Umsatz des Personaldienstleisters um mehr als ein Viertel einbrechen. Gleichwohl gab es einen kleinen Gewinn.

Der Umsatz in der Berichtswährung Euro nahm um satte 29 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Wechselkurseffekte und um die unterschiedliche Anzahl Arbeitstage ging er zwischen April und Juni um 28 Prozent zurück. Begründet wurde der Einbruch mit den Lockdowns in vielen Ländern. Mehr zum Thema gibt es hier.

BAG präzisiert Masken-Empfehlung

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat seine Empfehlungen zum Tragen von Masken nun präzisiert. Menschen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung wird neu explizit das Tragen von Wegwerfmasken empfohlen. Das BAG bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die auf der Internetseite abgegebene Empfehlung jüngst angepasst worden sei. Personen mit einer Atemwegserkrankung sollen Hygienemasken tragen, weil diese danach kontaminiert sein könnten. Alles dazu finden Sie hier.

Corona-Krise brockt Adidas dreistelligen Millionenverlust ein

Adidas ist infolge monatelanger Ladenschliessungen in der Corona-Krise tief in die roten Zahlen gerutscht. Im zweiten Quartal summierte sich der Nettoverlust auf 306 Millionen Euro, wie der Sportausrüster am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Adidas noch 462 Millionen Euro Gewinn geschrieben. Operativ wies der Konzern nun einen Fehlbetrag von 333 Millionen Euro aus, nach einem Betriebsgewinn von 643 Millionen Euro vor Jahresfrist.

«Das vergangene Quartal, in dem weite Teile der Welt lahmgelegt waren, hat beispiellose Herausforderungen an das Unternehmen gestellt», sagte Vorstandschef Kasper Rorsted. Im Zuge der Eindämmung der Pandemie mussten weltweit zeitweise 70 Prozent der Adidas-Läden schliessen. Seit dem Höhepunkt im April entspannte sich die Lage für den Konzern im Quartalsverlauf. Ende Juni waren noch 17 Prozent der Geschäfte geschlossen.

 

Adidas verzeichnet in der Corona-Krise einen dreistelligen Millionenverlust. (Bild: Keystone)

Axa Schweiz schreibt wegen Corona weniger Gewinn

Axa Schweiz hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient. Aufs Ergebnis drückten etwa hohe Zahlungen in der Epidemie- oder der Reiseversicherung. Zudem wurden Firmen, die während des Corona-Lockdowns schliessen mussten, Mieterlasse und -reduktionen gewährt.

Die Corona-Folgen sind nicht spurlos am Schweizer Ableger des französischen Axa-Konzerns vorbeigegangen. In der ersten Jahreshälfte brach der Reingewinn um 62 Prozent auf 140 Millionen Franken ein. Dies sei insbesondere auf die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die erhöhte Corona-Schadenbelastung zurückzuführen, teilte der Versicherer am Donnerstag mit.

In der Schadenversicherung verschlechterte sich durch die grössere Schadenlast der Schaden-Kosten-Satz um beinahe 12 Prozentpunkte auf 101,0 Prozent. Werte von über 100 Prozent bedeuten, dass in diesem Geschäft ein versicherungstechnischer Verlust resultiert.

Siemens kommt gut durch das Corona-Quartal

Der Technologiekonzern Siemens ist im dritten Quartal robust durch die Corona-Krise gekommen. So spürte der Konzern zwar weiter die Nachfrageschwäche in Schlüsselindustrien wie der Autobranche und dem Maschinenbau. Jedoch schnitt Siemens deutlich besser ab als von Analysten erwartet. Unter dem Strich belastete die Ausgliederung des Energiegeschäfts und führte zu einem deutlichen Gewinnrückgang. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr bleibt das Management weiterhin vorsichtig.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigte im dritten Geschäftsquartal die Auftragslage, das Neugeschäft ging in den drei Monaten per Ende Juni um 7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zurück. Dabei sanken die Aufträge in allen Bereichen mit Ausnahme des Zuggeschäfts. Der Umsatz nahm um 5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro ab.

BAG dementiert Empfehlung für Stoffmasken

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA habe das Bundesamt für Gesundheit die Masken-Empfehlung angepasst. Neu sollen Stoffmaksen statt Einwegsmasken getragen werden. Das BAG hat nun dementiert, eine entsprechende Meldung herausgegeben zu haben, wie 20 Minuten berichtet. Alles dazu lesen Sie hier.

Stoff- oder Einwegmaske? Am Donnerstagmorgen herrscht Verwirrung zur Empfehlung des BAG. (Bild: Keystone)
Deutsche Industrie mit Auftragsplus in Rekordhöhe

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie füllen sich nach dem Ende der harten Corona-Beschränkungen in Rekordgeschwindigkeit. Die Bestellungen stiegen im Juni um 27,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 10,1 Prozent gerechnet. Im Mai hatte es bereits ein Plus von 10,4 Prozent gegeben, das allerdings auf einen Einbruch von 26,1 Prozent im April folgte.

Die Deutsche Industrie verzeichnet ein rekordverdächtiges Umsatzplus. (Bild: Keystone)

Die Erholung komme «einen grossen Schritt voran», betonte das Ministerium. Die Auftragseingänge hätten bereits wieder ein Niveau von 90,7 Prozent der Bestellungen vor Ausbruch der Pandemie im vierten Quartal 2019 erreicht. «Allerdings hinken die Aufträge aus dem Ausland der Entwicklung im Inland hinterher», so das Ministerium. «Dies zeigt auf, warum der weitere Erholungsprozess langsamer voranschreiten wird.» Die Aufträge aus Deutschland kletterten im Juni um 35,3 Prozent, die aus dem Ausland um 22,0 Prozent. Dabei legten die Aufträge aus der Euro-Zone um 22,3 Prozent zu, die aus dem restlichen Ausland um 21,7 Prozent.

Bank of England hält nach Abklingen der Krise Füsse vorerst still

Angesichts der Konjunkturerholung nach dem Corona-Einbruch hält die britische Notenbank die Füsse still. Sie behielt am Donnerstag das Volumen ihres Wertpapierkaufprogramms konstant. Es war erst Mitte Juni um 100 Milliarden auf 745 Milliarden Pfund aufgestockt worden.

Die Bank of England (BoE) geht davon aus, dass die Käufe bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein werden. Zudem beliessen die Währungshüter um Notenbankchef Andrew Bailey den Leitzins in einer einstimmigen Entscheidung nun bei 0,1 Prozent. Die Wirtschaft auf der Insel war im Frühjahr im Zuge des Lockdowns unter die Räder gekommen. Doch mittlerweile mehren sich die Anzeichen, dass es wieder aufwärtsgeht.

Corona belastet Münchener Rück: Steigende Prämien erwartet

Die Absage und Verschiebung von Grossveranstaltungen, die Schliessung von Betrieben sowie weitere Belastungen durch die Corona-Pandemie haben der Münchener Rück einen Gewinneinbruch eingebrockt. Das Nettoergebnis fiel im zweiten Quartal um 42 Prozent auf 579 Millionen Euro, wie der weltgrösste Rückversicherer am Donnerstag mitteilte.

Damit war der Gewinnrückgang etwas grösser als bei der Bekanntgabe vorläufiger Zahlen vor zwei Wochen in Aussicht gestellt, als ein Überschuss von rund 600 Millionen angekündigt worden war. Der weltgrösste Rückversicherer verbuchte im zweiten Quartal 2020 Corona-bedingte Schäden von rund 700 Millionen Euro.

Swiss wegen Corona-Pandemie in Verlustzone gestürzt
Die Swiss verliert in der Corona-Krise viel Umsatz. (Bild: Keystone)

Die Corona-Pandemie hat die Swiss im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerissen. Operativ flog die Lufthansa-Tochter einen Verlust von 266,4 Millionen Franken ein nach einem Gewinn von 245,3 Millionen im Vorjahressemester.

Der Umsatz stürzte um rund 55 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken ab, wie die Swiss am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Schuld ist die Corona-Pandemie, wegen der zeitweise 95 Prozent der Flotte am Boden stand. In den ersten sechs Monaten flogen 64 Prozent weniger Passagiere mit der Swiss, die im Vorjahr noch 8,8 Millionen Reisende befördert hatte. Die durchschnittliche Auslastung der Maschinen sank auf 71,2 Prozent. Alle Hintergründe finden Sie hier.

Corona-Krise brockt Lufthansa weiteren Milliardenverlust ein
 

Die Lufthansa schreibt in der Corona-Krise ein Minus von 1,5 Milliarden Euro. (Bild: Keystone)

Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 1,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 226 Millionen ein Jahr zuvor, wie der inzwischen vom Staat gestützte Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Mehr zum Thema lesen Sie hier. 

In Hausarrest: Corona-Test bei Kolumbiens Ex-Präsident Uribe positiv

Einen Tag, nachdem der Oberste Gerichtshof in Kolumbien Álvaro Uribe unter Hausarrest gestellt hatte, ist der ehemalige kolumbianische Präsident positiv auf das Coronavirus getestet worden. Uribe befinde sich in sehr gutem gesundheitlichen Zustand und habe keine schwereren Symptome oder irgendwelche Atemschwierigkeiten, sagte Gabriel Velasco, Sprecher von Uribes rechter Partei «Centro Democrático» in einem Video in den sozialen Medien am Mittwoch.

Der Ex-Präsident hält sich derzeit auf seinem Anwesen im Norden Kolumbiens auf. Das oberste Gericht hatte Uribe am Dienstag unter Hausarrest gestellt, um zu verhindern, dass er die Ermittlungen der Justiz behindert. Gegen ihn wird ermittelt, weil er Zeugen bestochen und unter Druck gesetzt haben soll, um sie zum Schweigen zu bringen. Der Senator und Ex-Staatschef und seine Familie werden beschuldigt, Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen gehabt zu haben, die in mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg in Kolumbien Angst und Schrecken verbreitet hatten.

Vifor Pharma senkt wegen Corona-Einfluss Jahresprognose

Beim Pharmaunternehmen Vifor hat die Corona-Krise im ersten Halbjahr Spuren in der Bilanz hinterlassen. Für den weiteren Geschäftsverlauf passt die Gesellschaft daher auch ihre Schätzungen nach unten an.

Für die ersten sechs Monate weist das Unternehmen einen Umsatz von 922,5 Millionen Franken aus – immerhin noch ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Lockdown-Massnahmen in vielen Ländern hätten vor allem beim Eisenpräparat Ferinject/Injectafer und dem Kaliumbinder Veltassa die Umsatzentwicklung beeinflusst, wie Vifor am Donnerstag mitteilte. Vor allem dank eines anhaltenden Dialysegeschäftes konnte Vifor im Bereich der Nierenerkrankungen aber ein anhaltendes Wachstum verzeichnen.

BAG ändert Ratschlag: Mehrheit soll Stoff- statt Einwegmaske tragen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat seine Empfehlung zum Tragen von Masken angepasst. Demnach gelten neu Stoffmasken als Standard. Medizinische Wegwerfmasken werden nur noch Menschen mit Atemwegserkrankungen explizit empfohlen.

Das BAG empfiehlt neu Stoff- statt Einwegmasken zu verwenden. (Bild: Keystone)

Zuvor hatte die Umweltorganisation Greenpeace beim Bund eine entsprechende Forderung gestellt. Ein BAG-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die auf der Internetseite abgegebene Empfehlung jüngst angepasst worden sei.

Hygienemasken oder medizinische Gesichtsmasken sollen gemäss dem Rat des BAG von Menschen getragen werden, die Symptome einer akuten Atemwegserkrankung haben. Zuvor waren die Wegwerfmasken auch der Allgemeinheit empfohlen worden. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Schweizer Urlauber in Spanien brechen die Ferien ab

«Seit Wochen steigt bei unseren Mitgliedern die Unsicherheit», sagt etwa Antonio Rodriguez, der Präsident des Spanischen Zentrums in Zug, gegenüber «20 Minuten». Der Grund: Die Ferienzeit und die Corona-Situation in Spanien. Einige Mitglieder haben trotzdem bereits in Spanien Ferien gemacht. «Und auch jetzt gerade sind wohl mehrere Familien dort.»

Auch beim spanischen Elternverein in Solothurn sind derzeit mehrere Mitglieder in Spanien. Sie kommen jetzt extra vor Samstag zurück, wie José Campos vom Verein sagt: «Die Eltern müssen arbeiten und die Kinder wieder in die Schule. Da kann man nicht in Quarantäne.» Viele können sich die Quarantäne nicht leisten, wie auch Rodriguez sagt: «Darum sind viele gar nicht erst nach Spanien gegangen.»

Alles zum Thema finden Sie hier.

US-Seuchenexperte Fauci rechnet Ende 2020 mit Corona-Impfstoff
US-Seuchenexperte Anthony Fauci zeigt sich zuversichtlich, dass es bis Ende Jahr einen Impfstoff gibt. (Bild: Keystone)

Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht von der Zulassung eines sicheren und effektiven Corona-Impfstoffes gegen Ende des laufenden Jahres aus. Fauci sagte am Mittwoch in Washington, er hoffe, die Pandemie werde Ende 2021 unter Kontrolle sein.

Der Immunologe geht davon aus, dass Pharma-Firmen im kommenden Frühjahr Millionen von Impfeinheiten herstellen werden. Die Produktion werde hochgefahren, so dass am Ende des kommenden Jahres eine Milliarde Einheiten produziert sein würden.

Auch US-Senatoren befürworten weitere Hilfen für Fluggesellschaften

Eine Gruppe republikanischer US-Senatoren hat sich für eine Fortsetzung eines milliardenschweren Hilfsprogramms für Fluggesellschaften ausgesprochen.

Sie forderten in einem Brief an Mehrheitsführer Mitch McConnell und dem Chef der demokratischen Minderheit, Chuck Schumer, eine sechsmonatige Verlängerung des Programms mit einem Volumen von 25 Milliarden Dollar.

Das Büro des Senators John Cornyn veröffentlichte den Brief am Donnerstagabend kommentarlos. Die Aktienkurse von Airlines wie American und United legten nach Bekanntgabe der Information an der Börse um bis zu 9 Prozent zu.

Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. In dem Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus «fast immun», weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten.

 

Nachdem er falsche Informationen über das Coronavirus verbreitete, wurde ein Video von Donald Trump von Facebook gelöscht. (Bild: Keystone)

Facebook erklärte am Mittwoch (Ortszeit), die «falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist», verstosse gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen. Kinder können sich auch mit dem Coronavirus infizieren, haben aber in der Regel eher milde Symptome – sie sind nicht «immun».

Filmfestival Locarno 2020: Hybride Ausgabe gestartet

In Locarno ist am Mittwochabend das 73. Filmfestival eröffnet worden – allerdings ganz anders als gewohnt. Anstatt eines feierlichen Auftakts auf der Piazza Grande wurden die Reden über den Videodienst Youtube übertragen.

Mehr dazu hier.

Leere Piazza Grande: Statt Stuhlreihen und die grosse Leinwand stehen in Locarno ausgestellte Fotografien. (Bild: Keystone)
Rio will Silvester wegen Corona über Stadt verteilt feiern

Nach der Absage der Silvesterparty an der Copacabana wegen der Corona-Pandemie soll der Jahreswechsel in Rio de Janeiro über die Stadt verteilt gefeiert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt wie der Christus-Statue solle die Kontrollmöglichkeit erhöht und das Verbreitungsrisiko verringert werden, berichteten brasilianische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

Die Silvesterparty in Rio ist eine der berühmtesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Das Feuerwerk wird von Flössen in der Atlantikbucht abgefeuert, am Stadtstrand Copacabana treten auf mehreren Bühnen Musiker, Bands und DJs auf. Das Feuerwerk und die Konzerte sollen in diesem Jahr im Internet übertragen werden. Auch soll es eine Schweigeminute für Covid-19-Opfer und eine Ehrung für das Gesundheitspersonal geben.

Das riesige Feuerwerk in Rio de Janeiro soll diesen Silvester im Internet übertragen werden. (Archivbild: Keystone)
Ferienflieger von Einstufung Spaniens als Risikoland kaum betroffen

Für die Ferienflieger der Schweiz hat die Einstufung von Festland-Spanien als Corona-Risikogebiet kaum Konsequenzen. Sie fliegen meist lediglich auf die Balearen und die Kanaren, welche nicht unter das Verdikt fallen.

Die Swiss-Tochter Edelweiss fliegt in Festland-Spanien derzeit lediglich die Ziele Jerez und Santiago de Compostela wöchentlich einmal an, wie ihr Sprecher Andreas Meier am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Mehr dazu hier.

Schweizer Urlauber reisen bevorzugt auf Spaniens Inselgruppen. Die Einstufung des Festlands als Risikogebiet betrifft sie demnach kaum. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Zürich erfasst Rückkehrer aus Risikoländern

Der Kanton Zürich erhält am Flughafen Zürich von den Fluggesellschaften die Kontaktdaten aller Passagiere, die aus Risikoländern einreisen. Diese Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften ist laut Regierungsrat Mario Fehr (SP) ein «eigentlicher Durchbruch».

Das Ziel der Massnahme ist die Durchsetzung der vorgeschriebenen Quarantäne bei Rückkehrern aus Ländern mit erhöhtem Risiko für Infektionen mit dem Corona-Virus. Mit der zehntägigen Quarantäne soll ein exponentieller Anstieg von Neuinfektionen verhindert werden.

Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) im Interview. (Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Die Kontaktdaten der Rückkehrer werden am Flughafen von der Flughafenpolizei erfasst, welche zur Kantonspolizei gehört, wie Sicherheitsdirektor Fehr am Mittwochnachmittag am Flughafen Zürich vor den Medien erklärte.

Maskenpflicht mit hohen Bussen in Nordrhein-Westfalen

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen will ernst machen und bei Verstössen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen demnächst sofort ein Bussgeld von 150 Euro verhängen. Das solle schon in einer Woche gelten, teilte das Verkehrsministerium in Düsseldorf am Mittwoch auf Anfrage mit.

Die alte Coronaschutzverordnung laufe am kommenden Dienstag aus, in der neuen ab Mittwoch strebe man dann die verschärfte Regelung für Maskenverweigerer an, schilderte ein Sprecher. Auch einige andere deutsche Bundesländer setzen auf teils hohe Bussgelder.

«Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen», sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst. Man wolle «keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln.»

Corona-Massnahmen im schottischen Aberdeen wieder verschärft

In der schottischen Stadt Aberdeen sind am Mittwoch die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wieder verschärft worden. Restaurants und Pubs in der Stadt müssten vom frühen Abend an ihr Türen wieder schliessen, kündigte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon an einer Medienkonferenz an.

Grund für die Massnahme ist ein starker Anstieg von Fällen in der Stadt im Zusammenhang mit Gaststätten. Mit dem Ausbruch werden 54 Infektionen in Verbindung gebracht.

Auch die Bewegungsfreiheit in Aberdeen soll wieder eingeschränkt werden. Maximal fünf Meilen (etwa acht Kilometer) weit dürfen sich die Menschen von Mittwoch an um ihren Wohnort in ihrer Freizeit bewegen. Von Reisen in die Stadt im Nordosten Schottlands wird ebenfalls abgeraten. Die Massnahmen sollen in einer Woche überprüft und gegebenenfalls verlängert werden, so die Regierungschefin.

Disney erleidet 4,7 Milliarden Dollar Verlust in Corona-Krise

Vergnügungsparks und Kinos geschlossen, Sport-Events und Kreuzfahrten abgesagt: Die Pandemie hat Disneys Entertainment-Imperium lahmgelegt. Der Micky-Maus-Konzern setzt umso stärker aufs Streaming – das Zeichentrick-Märchen Mulan erscheint nun exklusiv im Internet.

Die Corona-Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen Walt Disney tief in die roten Zahlen gebracht. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) an, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar gegeben, das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 1,4 Milliarden. Die Erlöse brachen um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ein.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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