Die Lage am Paket-Markt beruhigt sich etwas. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweizer senden im Juli wieder weniger Pakete

Das Paketvolumen bei der Post hat sich im Juli etwas stabilisiert. Gegenüber den Juni verarbeiteten die Zentren lediglich 15 bis 20 Prozent mehr Pakete.

Im März, April und Mai fielen noch bis zu 40 Prozent mehr Pakete an als im Vorjahr. Während des Lockdowns kaufen die Menschen vermehrt von zuhause aus ein, teilte die Post am Donnerstag mit. Ab März wuchs das Paketvolumen täglich und fast explosionsartig. Die Paketmengen erreichten ein Ausmass wie sonst an Weihnachten.

Der April brachte der Post mit durchschnittlich 850’000 Paketen pro Tag den Monatsrekord in ihrer 170-jährigen Geschichte. Gleichzeitig konnte wegen der Abstands- und Hygieneregeln nur beschränkt zusätzliches Personal in den Sortierzentren arbeiten.

Die Anlagen liefen in dieser Zeit 20 Stunden am Tag und auch am Samstag. In den Briefzentren sortierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstmals über 130’000 kleinere Päckchen im Tag. Die Post rechnet 2020 bei den Paketen mit einem Umsatzanstieg um 20 Prozent und einem neuen Rekord.

Unterdessen ist sie sich das dank des wachsenden Internet-Handels fast gewohnt. Schon seit sechs Jahren übertrifft jedes Jahr den Rekord des Vorjahrs. Die Post hat darum ihre grossen Paketzentren aufgerüstet und baut neue regionale Sortierzentren.

Das Zentrum in Cadenazzo TI ist seit November 2019 in Betrieb, jenes in Ostermundigen BE seit Mitte März. Die Zentren in Vétroz VS und Untervaz GR arbeiten ab dem Herbst. Jedes regionale Zentrum kann 50’000 Pakete im Tag verarbeiten.

Somit hat die Post ab November 2020 eine Zusatzkapazität von 200’000 Paketen. So werden die grossen Paketzentren in Daillens VD und Härkingen SO entlastet.

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