Spanien gehört wegen der steigenden Corona-Fälle im Land nun wieder auf die Risikoliste. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweizer kehren wegen Quarantäne-Ankündigung früher aus Spanien zurück

Weil Urlauber aus Spanien bald in Quarantäne müssen, kehren einige Schweizerinnen und Schweizer früher zurück. Die neue Regelung gilt ab Samstag.

«Seit Wochen steigt bei unseren Mitgliedern die Unsicherheit», sagt etwa Antonio Rodriguez, der Präsident des Spanischen Zentrums in Zug, gegenüber «20 Minuten». Der Grund: Die Ferienzeit und die Corona-Situation in Spanien. Einige Mitglieder haben trotzdem bereits in Spanien Ferien gemacht. «Und auch jetzt gerade sind wohl mehrere Familien dort.»

Auch beim spanischen Elternverein in Solothurn sind derzeit mehrere Mitglieder in Spanien. Sie kommen jetzt extra vor Samstag zurück, wie José Campos vom Verein sagt: «Die Eltern müssen arbeiten und die Kinder wieder in die Schule. Da kann man nicht in Quarantäne.» Viele können sich die Quarantäne nicht leisten, wie auch Rodriguez sagt: «Darum sind viele gar nicht erst nach Spanien gegangen.»

Die Zeitung hat zudem mit einem Urlauber in Spanien gesprochen. Die zehntägige Quarantäne könne er glücklicherweise im Homeoffice verbringen, sagt er: «Wir bleiben wie geplant bis Mitte August.» Bei seiner Tochter fängt dann zwar wieder die Schule an. Doch es sei noch unklar, ob es an ihrem Gymnasium überhaupt wieder physischen Unterricht gebe.

Branche leidet

Nicht nur die Urlauber, auch die Reisebranche sieht sich mit den neuen Bestimmungen Herausforderungen entgegen: «Das ist leider ein weiterer Rückschlag für unsere Branche, die ohnehin schon sehr hart getroffen worden ist», so Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizerischen Reiseverbandes (SRV).

Der Verband schätzt es derweil, dass das BAG die Balearen und Kanaren von der Quarantäneregelung ausgenommen hat. «Diese Differenzierung trägt den tieferen Fallzahlen auf den Inseln Rechnung.»

In unsteten Zeiten wie jetzt in der Pandemie ist es laut Kunz für Urlauber am besten, wenn «Wenn man zum Beispiel eine Reise auf dem spanischen Festland gebucht hat, kann man gemäss Informationen der meisten Reiseveranstalter problemlos auf andere Destinationen ausweichen und die Reise umbuchen.»

1 Kommentar

  1. Zuerst ums verworfen nach Spanien in die Ferien und jetzt kommt die Angst. Richtig wäre alle auch solche die mit dem Auto dort waren sofort in Quarantäne. Wer nicht hören will muss fühlenReport

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