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Bernhard Burgener spricht Klartext. (Video: Telebasel)
Basel

Ohne Zuschauer werden die Klubs nicht überleben

Der Profisport und auch der FCB stehen vor dem Scheideweg. Können die Klubs nicht bald wieder Zuschauer in die Stadien lassen, werden sie es nicht überleben.

Die Super League-Saison ist vorbei. Damit die Klubs in Zeiten von Corona auch kommende Saison überleben, müssen Lösungen her von der Politik. Denn ohne Zuschauereinnahmen werden viele Klubs nicht mehr lange überleben.

Ohne Zuschauer gehen die Lichter aus

Eine Lösung, den finanziellen Engpass zu überstehen, sind Spielerverkäufe – auch beim FCB. «Wir müssen beobachten, wie sich die Nachfrage entwickelt. Es kann sein, dass der eine oder andere Spieler geht», sagt FCB-Präsident Bernhard Burgener. Bislang sei die Liquidität von Rotblau aufgrund fehlender Transfers nicht eingegrenzt. Laut Burgener könne man bis Ende Jahr beruhigt sein aus Basler Sicht. Dann käme man aber an einen Scheideweg.

Können die Fans künftig wieder in die Stadien oder nicht? Das wird über das Schicksal vieler Vereine entscheiden. «Wir können keinen Spielbetrieb aufrecht erhalten, während uns jedes Spiel Geld kostet. Das geht nicht mit 1’000 Zuschauern», so Bernhard Burgener weiter. Der Vorschlag des Verbands mit einem umfänglichen Schutzkonzept die Stadien wieder zu 50 Prozent zu füllen, scheint aktuell bei den steigenden Infektionszahlen aber eine Illusion.

Kredite lösen das Problem nicht

Für FCB-Legende Erni Maissen würde auch ein halbes Stadion mit Fans auf lange Sicht nicht viel bringen. «Es muss eine Lösung her. Im Prinzip müsste man das Stadion wieder normal füllen oder nur gewisse Einschränkungen machen. Aber nur mit der Hälfte der Zuschauer wird das nicht funktionieren», so Maissen. Es gäbe einige Vereine – der FCB ausgenommen –, die das nicht überleben würden. Erni Maissen: «Dann kannst du die Meisterschaft begraben».

Auch Planungssicherheit haben die Vereine bislang keine. Die Politik ist in der Pflicht. Kredite alleine werden nicht helfen. «Wenn der Staat Auflagen macht, sei es im Sport oder in anderen Branchen, dann nutzt es nichts, Kredite zu verteilen, wenn du keine Einnahmen hast. Das baut dir nur ein Loch von Schulden auf», so Bernhard Burgener.

Der FCB-Präsident plädiert klar für den einfachsten Weg: «Man muss einen Weg finden, dass die Zuschauer wieder ins Stadion können. Man kann nicht einfach alles wegsperren», so Burgener. Er habe Vertrauen in die Regierung und hoffe auf pragmatische Lösungen. Es könne auch nicht alles zu Lasten des Staats gehen.

Ein Bankrott der Vereine und der Liga würde nicht nur die Profi-Sportler schwer treffen. Die Folgen würden von den Junioren bis zum Breitensport reichen. Tausende Arbeitsplätze würden verloren gehen. «Der Schaden der dadurch entstehen kann ist immens», so Bernhard Burgener.

1 Kommentar

  1. Spätestens Ende Jahr wird es sich zeigen, welcher Klub fähig ist, seine Kosten massiv zu senken und damit die Corona-Krise einigermaßen zu überleben.
    Jeder Spieler und jeder Stadionbetreibe muss sich Hinterfragen, wie weit diese ihrem Kub entgegen kommen um das finanzielle Desaster abzufangen.
    Jeder Fan muss sich substantielle Gedanken machen, wie er seinem Klub helfen kann und will.
    Der FCB mit über 90 Millionen Ausgaben und 70 Millionen Einnahmen wird es als erstes Treffen.Report

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