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Der Telebasel News Beitrag vom 3. August 2020.
Basel

Generalversammlung winkt grosse Veränderungen bei der MCH durch

Die MCH Gruppe soll mit einer Neupositionierung aus der Krise finden. Diesen Kurs, sowie personelle Änderungen im Verwaltungsrat, bestätigten die Aktionäre.

An der ausserordentlichen Generalversammlung des Messebetreibers MCH ist der Verwaltungsrat mit seinen Plänen zur Neupositionierung des Unternehmens durchgekommen. Neben der angestrebten Kapitalerhöhung stimmten die Aktionäre des angeschlagenen Konzerns auch der Wahl von James Murdoch in den Verwaltungsrat zu.

Insgesamt seien 91,2 Prozent der Aktionäre vertreten gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Neben James Murdoch, Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch, wurden Jeffrey Palker und Eleni Lionaki mit einer Zustimmung von 78 bis 86 Prozent neu als Mitglieder des Verwaltungsrats (VR) gewählt.

Die Statutenänderungen zur künftigen Zusammensetzung des Verwaltungsrats und die Aufhebung der Vinkulierung seien mit über 95 Prozent Ja-Stimmen angenommen worden, hiess es weiter. Ebenfalls Anklang fand die Kapitalerhöhungen im Umfang von total bis zu 104,5 Millionen Franken.

Die Zeit rennt

Diese ist bitter nötig. Der sonst schon angeschlagene Messe-Konzern wurde durch die Corona-Pandemie bis an den Rand der Planke getrieben. Und auch durch das jetzt gesprochene Geld, ist man noch nicht über den Berg. 2020 erwartet man einen noch massiveren Umsatz- und Gewinneinbruch als im Vorjahr. Auch VR-Präsident Ulrich Vischer beschönigt es nicht: «Es ist tatsächlich so, dass wir in diesem Jahr nichts mehr produzieren können und entsprechend wird das sehr prekär.» SP-Regierungsrat und VR-Mitglied Christoph Brutschin gibt sich ebenfalls zögerlich: «Es ist sicher ein wichtiger Schritt, wenn wir die Entscheide so durchziehen können. Gelingt uns das nicht, so steht die Messe vor einer höchst unsicherer Zukunft»

Noch sind nämlich nicht alle Tücher im trockenen. Die oben genannten Beschlüsse können nicht ins Handelsregister eingetragen werden und sind damit auch nicht rechtsgültig, berichtet heute die «Baz». Minderheitsaktionär Erhard Lee hatte die Sperre letzte Woche erwirkt.

Laut Vischer wolle man mit dem Aktionär das Gespräch suchen um, «nicht den ganzen Instanzenzug mitmachen zu müssen». Die Sanierung des Unternehmjns müsse nun dringend angegangen werden. Denn wenn die MCH Group eines nicht habe, dann ist es Zeit, erklärt Christoph Brutschin.

1 Kommentar

  1. Bitte gebt nich alles der Coronakrise schuld. Bei den Messeverantwortichen der letzten Jahre wurde schon geschludert. Klar ist die Corona auch schuld, weil man alles absagen musste.
    Aber es hat Investoren und Aussteller die sich vor der Krise zurück, abgesagt haben. Baselworld z.b
    Bei der MCH wurde suksetiv geschludert.Report

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