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Der Telebasel Sport Beitrag vom 2. August 2020.
Basel

Noch einmal Luft holen

Am Montag schliesst der FC Basel die Meisterschaft gegen Luzern ab. Es folgt das grosse Luft holen vor den kapitalen Aufgaben in Europa und dem Cup.

Batterien aufladen. Unter diesem Motto haben viele Experten und Fans bereits das FCB-Auswärtsspiel am Freitag beim FC Thun erwartet. Falsch gedacht. Marcel Koller schickt die Arrivierten aufs Feld. Will keinen Ansatz zu Diskussionen liefern, dass man den Abstiegskampf verfälscht hätte. Egal ob die eigenen Beine brennen oder nicht.

Kein Selbstläufer

Der Fokus richtet sich automatisch nun auf kommenden Donnerstag. Auf das Duell in der Europa League mit Eintracht Frankfurt. Die Hessen blasen in den Medien bereits fleissig zum Total-Angriff. Rasseln mit den Säbeln. Wollen nach einem Monat Pause die eindrückliche Wende in Basel schaffen. Kein Wunder verkommt das abschliessende Spiel am Montag gegen Luzern für Rotblau beinahe zur reinen Makulatur – könnte man meinen. «Es ist wichtig, dass man viele Spieler in einer guten Verfassung haben. Dass wir ein gutes Spiel am Montag machen, um ein gutes Gefühl zu kriegen», sagt FCB-Kapitän Valentin Stocker. Man dürfe nicht das Gefühl haben, es ginge am Montag um Nichts mehr und am Donnerstag dann von alleine.

Während der Bundesligist ausgeruht in das Rückspiel gehen wird, spielen die Basler seit zwei Monaten in intensiven englischen Wochen durch. «Die Kräfte sind noch da. Der Kopf ist das Wichtigste. Dieser ist bereit für die kommenden Aufgaben», sagt FCB-Verteidiger Silvan Widmer. Wenn man nun erwartet hat, dass die Hessen direkt vom Sandstrand nach Basel fahren, hat sich geirrt: «Ich gehe nicht davon aus, dass sie vier Wochen gar nichts getan haben. Wenn man allerdings erst eine Woche im Mannschaftstraining ist, dann ist das wenig. Aber klar ist: Sie werden alles versuchen. Das ist für uns Warnung genug, die Sache nicht auf die leichter Schulter zu nehmen», so Koller.

Stichwort Rhythmus

Die Frankfurter spekulieren darauf, dass der rotblaue Tank leer ist. Die Basler halten aber einen – womöglich entscheidenden – Trumpf in der Hand: Sie sind im Rhythmus. «Wir haben viele Spieler, die gut im Rhythmus sind. Wir haben aber auch viele Spieler, die eine Pause verdient hätten», so Stocker. Auch Marcel Koller ist der Kräfteverschleiss nicht entgangen: «Manchmal im Spiel merkt man, dass der eine oder andere Mühe damit hat zurück zu laufen. Sie spulen viele Kilometer ab. Das tut ihnen aber gut», so Koller.

Rhythmus oder volle Batterien? Am Donnerstag wird man sehen, welches Team inwiefern einen Vorteil hat. Am Ende darf man aber nicht vergessen, dass die Eintracht aus Frankfurt ein sattes 0:3 aus dem Hinspiel wettmachen muss. Das alleine ist Aufgabe genug. Der FC Basel war in dieser Saison international immer auf der Höhe wenn es drauf ankam. Die Chancen stehen weiterhin gut, dass die Basler kommende Woche ans Finalturnier der Europa League reisen dürfen.

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