Rupert Murdochs Sohn James verlässt den Vorstand der News Corp. (Bild: Keystone)
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Knall bei News Corp – James Murdoch verlässt Familienkonzern

James Murdoch verlässt den Vorstand der News Corp, dem Medien-Konzern seiner Familie. Grund ist ein Streit um die Art diverser Berichterstattungen.

James Murdoch verlässt die News Corp – das Unternehmen seines Vaters, Medienmogul Rupert Murdoch. Dies berichtet unter anderem «CNN». Der jüngste Sohn des Milliardärs steht aktuell als Käufer der MCH Group in Basel im Gespräch.

Am Montag findet die entsprechende ausserordentliche Aktionärsversammlung statt, bei der der Verwaltungsrat den Kauf Dingfest machen möchte. Am Freitag nun der Bruch Murdochs mit dem Familien-Unternehmen. Er verlasse, die Firma wegen «Meinungsverschiedenheiten über mehrere redaktionelle Beiträge», welche die zum Konzern gehörigen Medien veröffentlicht hatten. Auch «gewisse andere strategische Entscheide» seien im Raum gestanden.

Streit um Inhalte von Berichterstattungen

James Murdochs Bruder Lachlan ist CEO der Fox Corperation, dem der umstrittenen Fernsehsender «Fox News» angehört, der die vergangenen Jahre oftmals für seine Pro-Trump-Berichterstattung in die Schlagzeilen kam. Diese Seite des Familiengeschäfts habe James Murdoch schon länger hinter sich gelassen – aus Abscheu gegen Fox News.

Dennoch blieb er Teil des Vorstands der News Corp, um zu versuchen «aus dem Innern etwas zu verändern» – bis zur endgültigen Trennung am Freitag. Seit Monaten sollen sich die Spannungen zwischen James Murdoch und seiner Familie bezüglich der Ausrichtung der Medien verdichtet haben. Der Entscheid soll demnach nicht plötzlich gefallen sein.

Bereits im Januar sprachen sich James und seine Frau Kathryn öffentlich dagegen aus, wie Medien des Murdoch-Konzerns über die Feuer in Australien berichteten. Die beiden hätten eine starke Meinung zur Klima-Erwärmung, hiess es damals seitens eines Sprechers. Sie seien «sehr enttäuscht über die anhaltende Abstreitung der Krise in Australischen Medien darüber, obwohl es zahlreiche Beweise für das Gegenteil gibt.» Neben der Fox Coperation gehören auch «The Wall Street Journal» oder die «New York Post» sowie Zeitungen in Grossbritannien und Australien zum Unternehmen.

Ganz gebrochen sind James Murdochs Bande mit dem Medienkonzern seines Vaters aber noch nicht. Als Teil des Murdoch Family Trusts ist er noch immer mit dem Unternehmen verbunden – wie seine drei Geschwister hat er eine Stimme im Trust, während Vater Rupert vier Stimmen hält.

Spannungen auch bei MCH-Kauf

James Murdoch hatte bereits im Jahr 2019 seine eigene Investment Firma gegründet: Mit Lupa System plant er nun auch den Kauf der MCH Group. Der Kauf soll die Gruppe aus der Krise holen. Am morgigen Montag gibt es zur geplanten Übernahme eine ausserordentliche Generalversammlung. Auch hier gibt es aber Reibungspunkte: Die Übernahmekommission (UEK) hatte am 15. Juli die generelle Opting-up-Klausel sowie die eventuell geplante selektive Opting-up-Klausel eigentlich genehmigt. Gegen diesen Entscheid der UEK hatte aber Erhard Lee von der Zürcher Vermögensverwaltung AMG Einsprache eingereicht.

Sehen Sie heute Abend ab 18:30 Uhr in den Telebasel News mehr zum Streit über den geplanten Verkauf der MCH Group an James Murdoch.

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