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International

Ferienflieger von Risiko-Einstufung Spaniens kaum betroffen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Filmfestival Locarno 2020: Hybride Ausgabe gestartet

In Locarno ist am Mittwochabend das 73. Filmfestival eröffnet worden – allerdings ganz anders als gewohnt. Anstatt eines feierlichen Auftakts auf der Piazza Grande wurden die Reden über den Videodienst Youtube übertragen.

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Leere Piazza Grande: Statt Stuhlreihen und die grosse Leinwand stehen in Locarno ausgestellte Fotografien. (Bild: Keystone)
Rio will Silvester wegen Corona über Stadt verteilt feiern

Nach der Absage der Silvesterparty an der Copacabana wegen der Corona-Pandemie soll der Jahreswechsel in Rio de Janeiro über die Stadt verteilt gefeiert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt wie der Christus-Statue solle die Kontrollmöglichkeit erhöht und das Verbreitungsrisiko verringert werden, berichteten brasilianische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

Die Silvesterparty in Rio ist eine der berühmtesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Das Feuerwerk wird von Flössen in der Atlantikbucht abgefeuert, am Stadtstrand Copacabana treten auf mehreren Bühnen Musiker, Bands und DJs auf. Das Feuerwerk und die Konzerte sollen in diesem Jahr im Internet übertragen werden. Auch soll es eine Schweigeminute für Covid-19-Opfer und eine Ehrung für das Gesundheitspersonal geben.

Das riesige Feuerwerk in Rio de Janeiro soll diesen Silvester im Internet übertragen werden. (Archivbild: Keystone)
Ferienflieger von Einstufung Spaniens als Risikoland kaum betroffen

Für die Ferienflieger der Schweiz hat die Einstufung von Festland-Spanien als Corona-Risikogebiet kaum Konsequenzen. Sie fliegen meist lediglich auf die Balearen und die Kanaren, welche nicht unter das Verdikt fallen.

Die Swiss-Tochter Edelweiss fliegt in Festland-Spanien derzeit lediglich die Ziele Jerez und Santiago de Compostela wöchentlich einmal an, wie ihr Sprecher Andreas Meier am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

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Schweizer Urlauber reisen bevorzugt auf Spaniens Inselgruppen. Die Einstufung des Festlands als Risikogebiet betrifft sie demnach kaum. (Symbolbild: Keystone)
Kanton Zürich erfasst Rückkehrer aus Risikoländern

Der Kanton Zürich erhält am Flughafen Zürich von den Fluggesellschaften die Kontaktdaten aller Passagiere, die aus Risikoländern einreisen. Diese Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften ist laut Regierungsrat Mario Fehr (SP) ein «eigentlicher Durchbruch».

Das Ziel der Massnahme ist die Durchsetzung der vorgeschriebenen Quarantäne bei Rückkehrern aus Ländern mit erhöhtem Risiko für Infektionen mit dem Corona-Virus. Mit der zehntägigen Quarantäne soll ein exponentieller Anstieg von Neuinfektionen verhindert werden.

Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) im Interview. (Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)

Die Kontaktdaten der Rückkehrer werden am Flughafen von der Flughafenpolizei erfasst, welche zur Kantonspolizei gehört, wie Sicherheitsdirektor Fehr am Mittwochnachmittag am Flughafen Zürich vor den Medien erklärte.

Maskenpflicht mit hohen Bussen in Nordrhein-Westfalen

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen will ernst machen und bei Verstössen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen demnächst sofort ein Bussgeld von 150 Euro verhängen. Das solle schon in einer Woche gelten, teilte das Verkehrsministerium in Düsseldorf am Mittwoch auf Anfrage mit.

Die alte Coronaschutzverordnung laufe am kommenden Dienstag aus, in der neuen ab Mittwoch strebe man dann die verschärfte Regelung für Maskenverweigerer an, schilderte ein Sprecher. Auch einige andere deutsche Bundesländer setzen auf teils hohe Bussgelder.

«Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen», sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst. Man wolle «keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln.»

Corona-Massnahmen im schottischen Aberdeen wieder verschärft

In der schottischen Stadt Aberdeen sind am Mittwoch die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wieder verschärft worden. Restaurants und Pubs in der Stadt müssten vom frühen Abend an ihr Türen wieder schliessen, kündigte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon an einer Medienkonferenz an.

Grund für die Massnahme ist ein starker Anstieg von Fällen in der Stadt im Zusammenhang mit Gaststätten. Mit dem Ausbruch werden 54 Infektionen in Verbindung gebracht.

Auch die Bewegungsfreiheit in Aberdeen soll wieder eingeschränkt werden. Maximal fünf Meilen (etwa acht Kilometer) weit dürfen sich die Menschen von Mittwoch an um ihren Wohnort in ihrer Freizeit bewegen. Von Reisen in die Stadt im Nordosten Schottlands wird ebenfalls abgeraten. Die Massnahmen sollen in einer Woche überprüft und gegebenenfalls verlängert werden, so die Regierungschefin.

Disney erleidet 4,7 Milliarden Dollar Verlust in Corona-Krise

Vergnügungsparks und Kinos geschlossen, Sport-Events und Kreuzfahrten abgesagt: Die Pandemie hat Disneys Entertainment-Imperium lahmgelegt. Der Micky-Maus-Konzern setzt umso stärker aufs Streaming – das Zeichentrick-Märchen Mulan erscheint nun exklusiv im Internet.

Die Corona-Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen Walt Disney tief in die roten Zahlen gebracht. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) an, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Dollar gegeben, das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 1,4 Milliarden. Die Erlöse brachen um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ein.

25 Prozent der Bevölkerung haben Corona-App heruntergeladen

Handynutzerinnen und -nutzer in der Schweiz haben die Corona-Warn-App bisher 2,15 Millionen Mal heruntergeladen. Das sind rund 25 Prozent der Bevölkerung. Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) genügt dieser Anteil nicht, wie Sang-Il Kim, Leiter Abteilung Digitale Transformation im BAG, am Mittwoch in Bern vor den Medien sagte.

Bisher gaben 327 Personen den Code via App ein, die möglicherweise angesteckte Kontaktpersonen warnt. Das seien 10 Prozent aller positiv Getesteten, sagte Kim.

Gearbeitet wird noch am internationalen Datenaustausch mit den Apps der Nachbarländer und auch der EU-Staaten. Während man technisch gut unterwegs sei, blieben auf der politischen Ebene noch Aufgaben zu lösen, sagte Kim.

(Bild: Keystone)
Maskenpflicht und Einreise-Quarantäne haben geringen Effekt

Die Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr und die Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten haben kaum einen Einfluss auf die Covid-19-Fallzahlen. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz in seinem am Mittwoch veröffentlichen Monitoringbericht zum Juli.

Der Einfluss der eingeführten Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und die Quarantäne für Einreisende aus Staaten oder Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko schienen keinen oder nur einen kleinen Effekt auf den Anstieg zu haben, heisst es im Vollzugsmonitoring Covid-19. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum vom 4. bis 29. Juli.

(Bild: Keystone)
Schwangere auf Liste der besonders Gefährdeten

Schwangere sind neu auf der Liste der durch das Coronavirus besonders gefährdeten Risikopersonen. Bei ihnen ist das Risiko, das eine Covid-19-Erkrankung schwer verläuft, etwas höher als bei gleichaltrigen Frauen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe sich aufgrund der Stellungnahme der Gesellschaft für Gynäkolgie und Geburtshilfe für diese Vorsichtsmassnahme entschieden, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Mittwoch in Bern vor den Medien.

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Maskenpflicht in kleinen Aargauer Schulzimmern

Ab dem nächsten Montag müssen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II sowie Studierende der Höheren Fachschulen im Aargau eine Maske tragen. Dies aber nur, wenn das Klassenzimmer zu klein ist, um die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können.

Für Primarschüler im Aargau gibt es keine Maskenpflicht. (Symbolbild: Keystone)

Der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgegebene Mindestabstand von 1,5 Metern solle möglichst beachtet werden, schrieb Bildungsdirektor Alex Hürzeler in einer Weisung, die am Mittwoch auf der Website des Kantons publiziert wurde. In den Klassenräumen müsse es für jede Person eine Fläche von 2,25 Quadratmetern geben. Werde diese Vorgabe unterschritten, bestehe Maskenpflicht für alle Anwesenden.

Für Lehrpersonen könnten als Alternative auch Trennwände aus Plexiglas eingesetzt werden, schrieb Hürzeler weiter. Zudem können Lehrer und Schulleitungen eine Maskenpflicht anordnen, wenn die Abstandsregeln in bestimmten Situationen nicht eingehalten werden können. In der Volksschule gilt die Maskenpflicht nach Angaben des Kantons nicht.

Vorsichtige Zustimmung der deutschen Regierung für Fans im Stadion

Das auch für Sport zuständige Bundesinnenministerium hat sich hinter die Pläne der Deutschen Fussball-Liga (DFL) zu Spielen mit einigen Tausend Zuschauern gestellt. Sofern in der Coronavirus-Krise die Hygiene-Auflagen eingehalten werden könnten, seien Partien mit Fans grundsätzlich möglich, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin. Innenminister Horst Seehofer sei der Meinung, es könne im Herbst schrittweise wieder anlaufen. Volle Stadien seien aber sicherlich noch nicht möglich. Ob und wie viele Zuschauer vor Ort möglich seien, müssten die lokalen Behörden entscheiden.

Bund stuft spanisches Festland als Risikoregion ein

Das spanische Festland befindet sich ab Samstag auf der vom Bund erstellten Liste der Corona-Risikogebiete. Personen, die von dort in die Schweiz einreisen, müssen zehn Tage in Quarantäne. Ausgenommen sind die Balearen und die Kanaren.

Das teilte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am Mittwoch mit. Auf der Risikoliste befinden sich neu 46 Länder und Regionen.

Die Quarantäne für aus einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko eingereiste Personen gilt seit Anfang Juli. Die Eingereisten müssen sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Diese kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne laut eigenen Angaben mit Stichproben. 16’269 Zurückgekehrte sind aktuell in Quarantäne.

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Coronakrise für Wirtschaft viel grösser und länger als Finanzkrise

Die Coronakrise ist für die Schweizer Wirtschaft viel schlimmer als die Finanzkrise. Der Einbruch sei viel schärfer und die Überwindung brauche viel mehr Zeit, sagte der Direktor der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF), Jan-Egbert Sturm, am Mittwoch in einer Video-Medienkonferenz.

In der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt habe das Bruttoinlandprodukt (BIP) nach 7 Quartalen wieder auf dem Stand von vor der Krise gelegen. In der jetzigen Pandemie dürfte dagegen das BIP auch Ende nächsten Jahres, das heisst nach 8 Quartalen, noch nicht das Vorkrisenniveau von 175 Milliarden Franken pro Quartal erreichen, sagte Sturm. Dieser Stand dürfte erst im Laufe von 2022 wieder erlangt werden. Bei einer zweiten Infektionswelle dauere es noch länger.

Zudem sei der Fall viel tiefer. In der Finanzkrise habe der grösste Einbruch in einem Quartal 1,9 Prozent betragen. Jetzt dürfte die Schweizer Wirtschaft im zweiten Quartal 2020 schätzungsweise um 8,4 Prozent abgestürzt sein, sagte Sturm.

181 neue Infektionen

Die neuen Corona-Zahlen sind da: Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt, wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein in den letzten 24 Stunden 181 laborbestätigte Neuinfektionen verzeichnet – bei 7906 Tests.

Am Dienstag waren es 130 neue Corona-Fälle, am Montag 66, am Sonntag 138. Im Vergleich zum Dienstag gibt es keine zusätzlichen Todesfälle. Insgesamt 1706 Menschen starben in der Schweiz bisher im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

16’269 Personen befinden sich aktuell wegen einer Reise in Risikogebiete in Quarantäne.

EM 2020 über olympische Distanz abgesagt

Die ursprünglich für Anfang Juli geplante und später auf Ende August verschobenen Triathlon-Europameisterschaften über die olympische Distanz im estnischen Tartu finden nicht statt. Grund für die Absage der Titelkämpfe sind die zuletzt wieder ansteigenden Coronavirus-Infektionen sowie die Reiserestriktionen innerhalb Europas, wie der europäische Verband ETU bekannt gab.

Videospiele-Boom in Corona-Krise geht weiter

Das Geschäft der Videospiele-Anbieter wächst in der Corona-Krise weiterhin rasant. So sprang der Umsatz von Activision Blizzard («Call of Duty», «World of Warcraft», «Candy Crush») im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 1,93 Milliarden Dollar hoch.

Bei Activision-Spielen stieg die Zahl aktiver Nutzer binnen drei Monaten von 102 auf 125 Millionen, wie die US-Firma in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Unterm Strich blieben 580 Millionen Dollar Gewinn in den Kassen nach 328 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Deutliches Wachstum

In der Corona-Krise verzeichnet die Spiele-Branche seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr ein deutliches Wachstum. Bei Take-Two Interactive, dem Anbieter von Spielen wie «Grand Theft Auto» und «NBA 2K20» schoss der Umsatz im vergangenen Quartal um 54 Prozent auf 831,3 Millionen Dollar hoch, und der Gewinn wuchs von 46,3 auf 88,5 Millionen Dollar.

Bereits mehr als 700'000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als 700’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Mittwochmorgen (MESZ) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Inzwischen gibt es demnach bereits mehr als 18,5 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Erst vor rund zweieinhalb Wochen war die Schwelle von 600’000 Toten und 14 Millionen bestätigten Infektionen überschritten worden. Seither hat sich die Pandemie unter anderem in den USA, Brasilien, Peru, Mexiko, Indien und Südafrika weiter ausgebreitet.

(Bild: Keystone)

Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Dort gibt es bislang Johns Hopkins zufolge etwa 4,8 Millionen bestätigte Infektionen und rund 157 000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht Brasilien mit etwa 2,8 Millionen bekannten Infektionen und rund 96’000 Todesfällen.

Viele Corona-Patienten mit Atembeschwerden auch nach Spitalaustritt

Viele Corona-Spitalpatienten haben auch nach der Rückkehr nach Hause Symptome wie Müdigkeit und Atembeschwerden. Das zeigt eine am Mittwoch publizierte Studie das Freiburger Spitals (HFR).

Nach eigenen Angaben ist das HFR neben dem Kantonsspital Aarau eines von nur zwei Schweizer Spitälern, das eine datenbasierte Studie zur Betreuung und Entwicklung von Corona-Patienten veröffentlicht hat. Erfasst wurden Patienten, die zwischen 1. März und 12. April 2020 mit einer Corona-Infektion hospitalisiert wurden. Ein typischer Coronavirus-Patient ist demnach männlich, etwa 70 Jahre alt und weist Vorerkrankungen auf – insbesondere Diabetes, Bluthochdruck oder Adipositas.

OK-Chef: Olympia in Tokio findet 2021 auch mit Corona statt

Nach Angaben des Chefs des japanischen Organisationskomitees finden die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Sommer auch mit Corona statt. Das sagte Toshiro Muto laut eines Berichts der Financial Times. «Ich weiss nicht, wie der Stand der Corona-Infektionen sein wird im kommenden Sommer, aber die Chancen, dass es ein Ding der Vergangenheit ist, sind nicht sehr hoch», sagte Muto demnach. «Vielmehr ist es wichtig, Olympische Spiele für Menschen zu veranstalten, die mit Covid-19 leben müssen.» Im englischen Sprachraum wird der Name der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 oft als Begriff für die Pandemie selbst verwendet.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten das Internationale Olympische Komitee und Gastgeber Japan Ende März die für dieses Jahr geplanten Spiele verschoben. Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

BMW wegen Corona-Pandemie in Verlustzone

Der Autobauer BMW ist im zweiten Quartal wegen der Coronavirus-Pandemie wie erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Vor einem Jahr hatte BMW noch einen Gewinn von 1,48 Milliarden Euro gemacht. BMW hatte bereits rote Zahlen für das zweite Vierteljahr angekündigt, weil das Quartal in Europa und Amerika am stärksten von Produktions- und Verkaufsstopps infolge der Pandemie betroffen war.

(Bild: Keystone)

Der Umsatz ging um 22,3 Prozent auf 19,97 Milliarden Euro zurück, weil das Unternehmen deutlich weniger Autos absetzte. Vor Zinsen und Steuern lag der Verlust bei 666 Millionen Euro, was etwas mehr war als von Analysten zuvor geschätzt.

Corona in Australien: Erneut Rekord an Neuinfektionen in Victoria

Der massiv vom Coronavirus betroffene australische Bundesstaat Victoria bekommt die Pandemie trotz nächtlicher Ausgangssperre und extrem strikter Massnahmen bislang nicht unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichnete die Region im Südosten des Landes wieder einen Rekord an Neuinfektionen und Todesfällen in Verbindung mit Covid-19, die meisten davon in der Millionenmetropole Melbourne. Innerhalb von 24 Stunden seien 725 neue Fälle und 15 Tote registriert worden, sagte Victorias Regierungschef Daniel Andrews. Dies sind nicht nur für Victoria, sondern auch national gesehen die höchsten Zahlen seit dem Beginn der Pandemie.

Commerzbank erwartet 2020 Verlust wegen Corona-Krise und Umbau

Die Commerzbank rechnet wegen der Corona-Pandemie und der Kosten für den Konzernumbau jetzt mit einem Verlust. Grund dafür ist zum einem die erhöhte Prognose für die Risikovorsorge im laufenden Jahr und zum anderen der stärkere Druck auf die Erträge im Firmenkundengeschäft, wie das deutsche Finanzinstitut am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Corona-Krise sorgt bei Allianz für Gewinneinbruch

Hohe Schäden durch Betriebsunterbrechungen und den Ausfall von Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie haben dem grössten deutschen Versicherhngskonzern Allianz im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der operative Gewinn sank im Jahresvergleich um 19 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro.

Unter dem Strich sackte der Überschuss um 29 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro ab, wie Allianz am Mittwoch mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen aber immer noch besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

Landis+Gyr streicht weltweit rund 12 Prozent der 5'800 Stellen

Landis+Gyr tritt auf die Kostenbremse. Angesichts des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds und der aktuellen Aussichten sei es nötig, Massnahmen zu ergreifen. Diese zielten auf eine Optimierung der Kostenstruktur und eine Vereinfachung der Organisation ab und würden zu einem Verlust von 12 Prozent der 5’800 Stellen weltweit führen, wie der Anbieter von Energiemanagement-Lösungen am Mittwoch mitteilte.

(Bild: Keystone)
Weihnachts-Tanzshow The Rockettes in New York wegen Corona abgesagt

Die in der US-Metropole New York seit Jahrzehnten beliebte Weihnachts-Tanzshow des «Rockettes»-Ensembles fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. «Uns tut es leid für alle Beteiligten an der Show, genauso wie für die vielen Fans, für die das Christmas Spectacular ein geliebter Teil ihrer Feiertags-Tradition ist», teilte der Veranstalter MSG Entertainment am Dienstag mit.

Üblicherweise präsentieren die Tänzerinnen die Show in der Weihnachtszeit bis zu vier Mal täglich vor tausenden Zuschauern in der berühmten Radio City Music Hall. Erstmals gastierte die Weihnachtsshow dort 1933, seitdem hat sie laut Veranstalter bisher 75 Millionen Zuschauer erreicht.

Corona-Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle

Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18.

Ein Kartonaufsteller des Kaisers Franz Joseph mit Schutzmaske in St. Wolfgang.(Bild: Keystone)
Gute Zwischenbilanz bei Impfstoff NVX-CoV2373

Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der US-Biotech-Firma Novavax hat nach Angaben des Herstellers bei ersten Tests ermutigende Ergebnisse gezeigt. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten alle Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt.

Dies erklärte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit). Bei den 131 Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren habe es zudem keine schwerwiegenden Nebenwirkungen gegeben, hiess es weiter.

Novavax hat von der US-Regierung für die Impfstoffentwicklung Anfang Juli 1,6 Milliarden US-Dollar zugesprochen bekommen. Damit soll die Durchführung eines grossen klinischen Tests mit bis zu 30’000 Teilnehmern und die Produktion von 100 Millionen Dosen des Impfstoffs NVX-CoV2373 finanziert werden. Die Firma hofft, diesen grossen klinischen Test im Herbst zu starten. Weltweit gibt es zahlreiche Impfstoff-Kandidaten.

New Yorker Gesundheits-Kommissarin kündigt

Die New Yorker Gesundheits-Kommissarin Oxiris Barbot gibt aus Protest gegen Bürgermeister Bill de Blasios Corona-Politik ihren Posten auf. Sie habe «tiefe Enttäuschung» darüber gespürt, wie dieser den Ausbruch und die aktuellen Massnahmen zur Eindämmung steuert, schrieb Barbot in einer E-Mail, aus der am Dienstag die New York Times zitierte.

«Während der kritischsten öffentlichen Gesundheitskrise unseres Lebens ist das unvergleichliche Expertenwissen zu Krankheiten unseres Gesundheitsamtes nicht in dem Grad genutzt worden, wie es möglich gewesen wäre», heisst es darin. Barbots Kündigung kommt, während seit Wochen diskutiert wird, wie nach den Sommerferien ein sicherer Schulbetrieb gelingen könnte.

Oxiris Barbot hat ihren Job aufgegeben. (Bild: NYC Health)
Hottelkette Accor streicht Stellen

Europas grösste Hotelkette Accor hat die Streichung von 1’000 Stellen angekündigt. Die Massnahme erfolge im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie, teilte der französische Konzern am Dienstagabend mit.

Der Stellenabbau sei Teil eines Sparplans mit einem Volumen von 200 Millionen Euro pro Jahr, hiess es weiter. Im Vergleich zu 2019 sollen die Ausgaben um 17 Prozent reduziert werden. Accor betreibt mehr als 5’000 Hotels in 111 Ländern.

Disney in der Krise

Die Coronavirus-Pandemie macht dem US-Unterhaltungskonzern Disney stark zu schaffen. Das Unternehmen meldete am Dienstag einen negativen Quartals-Abschluss, was in der langjährigen Firmengeschichte äusserst selten vorgekommen ist.

Dies teilte der Konzern am Dienstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss in Burbank mit. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren demnach die Vergnügungsparks, TV-Stationen und Filmproduktionen stark beeinträchtigt, nur die Streaming-Dienste konnten Kunden hinzugewinnen. So verzögerte sich etwa der Start der Neuverfilmung des Disney-Zeichentrickklassikers «Mulan».

Weihnachts-Tanzshow «The Rockettes» in New York wegen Corona abgesagt

Die in der US-Metropole New York seit Jahrzehnten beliebte Weihnachts-Tanzshow des «Rockettes»-Ensembles fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. «Uns tut es leid für alle Beteiligten an der Show, genauso wie für die vielen Fans, für die das Christmas Spectacular ein geliebter Teil ihrer Feiertags-Tradition ist», teilte der Veranstalter MSG Entertainment am Dienstag mit.

Üblicherweise präsentieren die Tänzerinnen die Show in der Weihnachtszeit bis zu vier Mal täglich vor tausenden Zuschauern in der berühmten Radio City Music Hall. Erstmals gastierte die Weihnachtsshow dort 1933, seitdem hat sie laut Veranstalter bisher 75 Millionen Zuschauer erreicht.

Die Rockettes sagen 2020 ihre traditionelle Weihnachtsshow wegen der Corona-Pandemie ab. (Bild: Keystone)

Der Kulturbetrieb in New York ist wegen der Pandemie seit März zum Erliegen gekommen, die rund 40 Theater am Broadway hatten bereits vor einigen Wochen angekündigt, bis Anfang Januar keine Stücke und Musicals aufzuführen.

Nadal nimmt nicht an US Open teil

Rafael Nadal bestätigte am Dienstag aus der Heimat seine Absage für die US Open. «Ich habe mir das gut überlegt, aber wegen der Corona-Pandemie verzichte ich auf die Titelverteidigung», so Nadal via seine Social-Media-Kanäle.

Rafael Nadal hätte in der Woche nach den US Open in Madrid auf Sand antreten wollen, aber dieses Turnier wurde ebenfalls am Dienstag definitiv abgesagt. Alles zum Thema gibt es hier.

Konzerte in Frankreich ab Mitte August wieder möglich

In Frankreich können unter bestimmten Bedingungen ab Mitte August wieder kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 5’000 Teilnehmern stattfinden.

Ab dem 15. August dürften die zuständigen Präfekturen Veranstaltungen, wie Konzerte und Festivals unter Einhaltung von Corona-Sicherheitsvorkehrungen wieder genehmigen, teilte das französische Kulturministerium am Dienstag mit.

Demnach müssten zwischen Sitzplätzen genügend Abstand gehalten werden und das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend sein. Das Ministerium hatte bereits Ende Juli ein entsprechendes Dekret erlassen.

Doch keine Zuschauer beim Indy 500

Das legendäre Autorennen von Indianapolis, das 500-Meilenrennen Indy 500, findet am 23. August 2020 nun doch ohne Zuschauer statt. Die Organisatoren wollten zuerst die Hälfte (200’000), später einen Viertel der möglichen Zuschauer (100’000) einlassen, mussten dieses Vorhaben aber «mit grossem Bedauern» aufgeben. Die jüngste Verbreitung des Coronavirus lasse dies nicht zu.

Nach verdoppelten Infektionen: Maskenpflicht in Amsterdam und Rotterdam

Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Strassen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Am Dienstag wurden in der Innenstadt von Amsterdam, darunter auch im Rotlichtviertel, gelbe Warnschilder aufgestellt. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbusse von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit vielen Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen.

Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen. Vor allem in der Innenstadt von Amsterdam wird wegen der grossen Zahl von Touristen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern oft nicht eingehalten. Landesweit sind Masken bisher nur im öffentlichen Nahverkehr Pflicht.

Schweiz kurz vor Abschluss eines Kaufvertrags für Corona-Impfostoff

Die Schweiz steht laut BAG-Direktor Pascal Strupler kurz vor der Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit dem amerikanischen Impfstoff-Entwickler Moderna: «Wir stehen nur ein paar Stunden vor dem Abschluss», sagte er in der SRF-Sendung Club, die heute um 22:25 Uhr ausgestrahlt wird.

Die Firma werde wohl als erste Firma einen Impfstoff gegen das Coronavirus herstellen, begründet er den Schritt. «Und mit diesem Vertrag werden wir ihn sehr schnell bekommen», sagt der BAG-Direktor weiter.

Es sei auch denkbar, dass die Schweiz bei Impfstoff-Tests mitmache. Am Sonntag noch sagte das BAG, eine Beteiligung an den Moderna-Tests sei nicht geplant: Das Unternehmen hatte der Schweiz angeboten, ihren Impfstoff an 1’000 freiwilligen Probanden testen zu können. Gekostet hätte das sicher acht Millionen Franken. Wie teuer der Schweiz der Impfstoff von Moderna zu stehen kommt, darüber informierte Strupler nicht. Alles zum Thema gibt es hier.

Die Schweiz steht laut BAG-Direktor Pascal Strupler kurz vor der Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit dem amerikanischen Impfstoff-Entwickler Moderna. (Bild: Keystone)

Kein Tennis-Turnier in Madrid

Das Masters-1000-Tennisturnier von Madrid (Männer und Frauen), das zuerst im Mai und nach der Neuplanung unmittelbar nach den US Open ab dem 12. September 2020 hätte stattfinden sollen, wurde von den spanischen Behörden und den Organisatoren definitiv abgesagt.

Die in Madrid seit ein paar Tagen gültigen Regeln (Versammlungsverbot von mehr als 10 Personen) lassen die Organisation des Turniers nicht zu. Die nächste Austragung des Turniers soll vom 30. April bis 9. Mai 2021 stattfinden.

Damit verbleiben bei den Männern an Sandplatzturnieren vor den French Open (ab 27. September) noch der Anlass in Kitzbühel (während der zweiten US Open-Woche) und das Turnier in Rom (ab 20. September) im Kalender.

Bolsonaro will keine finanziellen Zuschläge für Gesundheitspersonal

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sein Veto gegen eine finanzielle Unterstützung für Gesundheitspersonal eingelegt, das durch seine Tätigkeit in der Corona-Krise arbeitsunfähig geworden ist. Die Entscheidung wurde im Amtsblatt «Diário Oficial»  am Dienstag veröffentlicht.

Bolsonaro begründete sein Veto nach brasilianischen Medienberichten damit, dass das Gesetzesprojekt verfassungswidrig sei, weil es fortwährende Ausgaben in einer Zeit des Finanznotstands bedeute.

Zudem habe der Vorschlag keine Angabe über die entstehenden Ausgaben enthalten. Das Projekt, das der Kongress im Juli verabschiedet hatte, sah eine einmalige Zahlung von jeweils 50’000 Reais, umgerechnet etwa 8’000 Euro, für Pfleger, Ärzte und anderes Gesundheitspersonal vor. Der Kongress kann Bolsonaros Einsprüche prüfen und diesen folgen oder sie zu Fall bringen

Belgien nimmt Wallis und Waadt von der roten Liste

Am Sonntag wurde bekannt: Belgien hat die Kantone Waadt, Genf und Wallis bei den Reisezielen auf die rote Liste genommen. Nun haben die belgischen Behörden die Reisewarnung revidiert: Sowohl das Wallis auch der Kanton Waadt wurden wieder von der Liste genommen. Das bestätigt Aussenminister Ignazio Cassis auf Twitter.

Der Bundesrat sei «erfreut und erleichtert» über die Entscheidung Belgiens. Zuvor hatte Belgiens Aussenminister Philippe Goffin die Streichung der Kantone von der roten Liste auf Twitter verkündet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Goldpreis klettert erstmals überhaupt auf über  2000 Dollar
 

Der Goldpreis ist in der Corona-Krise so hoch, wie nie zuvor. (Bild: Keystone)

Der Goldpreis ist erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 2000 Dollar je Feinunze (31 Gramm) gestiegen. Das Edelmetall kostete am Dienstag mit 2000,11 Dollar 1,2 Prozent mehr als am Vortag. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bundesliga bemüht sich um Zuschauer

Auch in Deutschlands Profi-Fussball bemühen sich die Klubs um eine mögliche Rückkehr von Zuschauern. Die Vereine einigten sich an der Ligaversammlung in Frankfurt auf ein einheitliches Vorgehen.

Das Konzept präsentiert sich ähnlich wie die Ideen, die im Schweizer Profisport zur Diskussion stehen: Keine Gästefans, keine Stehplätze, nur personalisierte Tickets, kein Bierausschank.

Die Deutschen Fussballclubs entwickelten ein Schutzkonzept, damit nicht nur Papp-Figuren auf der Tribüne sitzen. (Bild: Keystone)

«Priorität in Deutschland haben nicht volle Stadien, sondern die gesundheitliche Situation», sagt Christian Seifert, der Geschäftsführer der DFL. 2Aktuell spielt Corona eben noch mit und eine sehr bedeutende Rolle.»

Die endgültige Entscheidung, ob tatsächlich schon beim Saisonstart (am dritten September-Wochenende) oder erst kurz danach Zuschauer zugelassen sind, obliegt den Behörden. Diskutiert werden auch Partien mit sehr wenigen Fans auf den Rängen, denn «mit 10’000 Zuschauern anzufangen, wäre nicht gerade defensiv», so Seifert

Frankreich sorgt sich vor «zweiter Welle»

In Frankreich wächst die Sorge vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie. Der wissenschaftliche Rat von Experten, der die Regierung berät, bezeichnet es nun als «sehr wahrscheinlich», dass es im Herbst oder Winter eine zweite Epidemie-Welle geben könnte.

Staatschef Emmanuel Macron appellierte am Dienstag in Toulon an seine Landsleute, die geltenden Vorsichtsmassnahmen einzuhalten.

Frankreich gehört zu den Ländern in Europa, die besonders stark getroffen sind. Mehr als 30’000 Menschen starben. Bei einem Besuch in der Hafenstadt Toulon kündigte Macron an, dass professionelle Helferinnen und Helfer, die alte und behinderte Menschen zu Hause betreuen, bis zum Jahresende Prämien bekommen. Dafür sollen 160 Millionen Euro fliessen. Macron verbringt in der nahegelegenen Residenz Fort de Brégançon seinen Sommerurlaub.

Booking.com streicht Tausende Jobs wegen Corona-Krise

Die Tourismus-Branche leidet wie wenige andere unter der Corona-Pandemie. Der Online-Reisevermittler Booking.com reagiert nun mit einem grossen Stellenabbau.

 

Booking.com kündigt an, 25 Prozent aller Stellen zu streichen. (Bild: Keystone)

Der Mutterkonzern Booking Holdings kündigte am Dienstag eine Reduzierung der Booking.com-Mitarbeiterzahl um rund 25 Prozent an. Derzeit werde mit Arbeitnehmervertretern verhandelt. Details sollen ab September verkündet werden.

Weltweit hatte Booking.com zuletzt über 17’000 Angestellte. Die Corona-Krise hat die Branche mit voller Wucht getroffen, Personaleinschnitte gab es auch schon bei Rivalen wie Expedia, Tripadvisor oder Airbnb.

Masken-Streit in Frankreich eskaliert

Nach einem Streit um das Tragen einer Maske ist ein 44 Jahre alter Mann einem französischen Medienbericht zufolge niedergeschlagen worden. Er habe in einem Waschsalon in einem Pariser Vorort einen anderen Mann gebeten, seine Maske anzulegen, berichtete der 44-Jährige laut Regionalzeitung «Le Parisien». Das Blatt veröffentlichte Videoaufnahmen, wonach das Opfer von mehreren Männern mit Baseballschlägern verprügelt wurde.

Der für die Polizei im Land verantwortliche Innenminister Gérald Darmanin schaltete sich persönlich in den Fall ein – was durchaus ungewöhnlich ist. «Diese Bilder sind unerträglich», schrieb Darmanin bei Twitter. Die nationale Polizei sei mobilisiert, um die mutmasslichen Täter festzunehmen. Der Ressortchef äusserte sich nicht zu Hintergründen des Vorfalls im Ort Soisy-sous-Montmorency nördlich der Hauptstadt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Berset nach Corona-Zahlen: «Der Fall wird Konsequenzen haben»

Alain Berset antwortet in einem Interview mit «SRF» auf die Veröffentlichung falscher Zahlen zu Corona-Ansteckungen durch das BAG am Freitag. Dies sei unglücklich gewesen. Es handle sich um einen Fehler – wichtig sei dabei, einen solchen zu bemerken und zu korrigieren.

Nun gelte es auf jeden Fall Anpassungen vorzunehmen. Der Fall soll auch beim BAG organisatorische Konsequenzen haben, so der Bundesrat. Man analysiere aktuell, was genau passiert sei. Berset fügte an, dass seiner Meinung nach der Fehler ziemlich rasch entdeckt wurde.

2,5 Prozent mit Corona angesteckt

Deutlich mehr Italiener als offiziell registriert haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Coronavirus infiziert. Das ergab eine repräsentative Studie des Gesundheitsministeriums und des Statistikinstituts Istat.

Bei 2,5 Prozent der Bevölkerung wurden demnach in dem Studienzeitraum vom 25. Mai bis 15. Juli Antikörper entdeckt. Das entspricht umgerechnet knapp 1,5 Millionen Infizierten in Italien. Offiziell zählt Italien aktuell nur knapp 250’000 Corona-Fälle. Auch in vielen anderen Ländern gehen Fachleute von einer hohen Dunkelziffer aus, die die registrierten Fälle ebenfalls stark übertrifft.

Zahlreiche Experten hatten etwa in Italien schon in den vergangenen Monaten erläutert, dass die reale Zahl der Infizierten deutlich über den gemeldeten Werten liegen dürfte. Denn für die Meldung ist ein Corona-Abstrich nötig. Manche Infizierte merken aber gar nichts von ihrer Ansteckung. Zugleich schätzten einige Fachleute in der Vergangenheit die Infizierten-Zahl in Italien noch deutlich höher. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Kritik an Trump-Äusserungen zu Corona-Statistiken

Mit einem Interview zum Verlauf der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump neue Kritik auf sich gezogen.

In dem Gespräch mit einem Reporter des Online-Portals Axios sagte Trump, die USA hätten in der Pandemie in zahlreichen Kategorien niedrigere Werte als Europa und der Rest der Welt. Zum Beweis zeigte er auf verschiedene Ausdrucke von Statistiken.

Der Journalist hielt entgegen, dass sich der Präsident auf den Anteil der Corona-Toten an der Zahl der in den USA gemeldeten Fälle beziehe anstatt den Bezug zur Gesamtbevölkerung herzustellen. «Das können Sie nicht machen», widersprach Trump. «Sie müssen sich auf die Fälle beziehen.» Das Video sehen Sie hier:

Every single person in America needs to watch Jonathan Swan’s Axios interview with Trump. If you can still vote for this freak-show after this, then it’s obvious that you want to be part of the freak show. #AxiosOnHBO pic.twitter.com/jfPN5tbjxB

— Mrs. Krassenstein (@HKrassenstein) August 4, 2020

Zahlreiche Nutzer kommentierten im Kurzmitteilungsdienst Twitter am Dienstag, Trump versuche, die Zahlen herunterzuspielen. Der knapp drei Minuten lange Clip erzielte binnen weniger Stunden mehr als zehn Millionen Aufrufe. Die Reaktionen und alles weitere zum Thema gibt es hier.

130 neue Fälle in der Schweiz

Von 4’306 in der Schweiz durchgeführten Tests wurden Stand Dienstagmorgen 130 laborbestätigte Fälle in den letzten 24 Stunden verzeichnet, meldet das BAG. Sechs Personen müssen neu im Spital behandelt werden, jemand ist verstorben.

Alle Details lesen Sie hier.

Arbeitslosigkeit in Spanien zum ersten Mal wieder gesunken

Nach dem Ende des Corona-Lockdowns ist die Arbeitslosigkeit in Spanien erstmals seit Februar wieder gesunken. Sie fiel im Juli um 2,3 Prozent oder rund 89’800 zum Vormonat, wie das Arbeitsmarktministerium am Dienstag mitteilte.

Es war der stärkste Rückgang in einem Juli seit 1997. Dennoch bleiben 3,77 Millionen Menschen auf der Suche nach einem Job – das sind 761’600 mehr als im Juli 2019.

Die Arbeitslosigkeit sank in allen Branchen. Nur in der Landwirtschaft gab es wegen des Endes der Obstpflücksaison einen Anstieg um knapp sechs Prozent.

Auch Sony profitierte im Spiele-Sektor

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres dank hoher Nachfrage nach Spiele-Produkten inmitten der Corona-Krise kräftig dazu verdient.

Wie der Hersteller der Playstation am Dienstag bekanntgab, stieg der Ertrag zwischen April und Juni um 53,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 233,2 Milliarden Yen (rund 2 Milliarden Franken).

Risiko in Schulen laut australischer Studie gut zu managen

Das Risiko für Corona-Ausbrüche in Schulen und Kindergärten lässt sich einer Studie aus Australien zufolge mit Massnahmen wie Kontaktverfolgung gering halten.

Obwohl mit dem Virus infizierte Lehrer, Betreuer und Kinder ihre jeweilige Einrichtung aufgesucht hätten, als sie bereits infektiös waren, seien dort nur wenige weitere Menschen infiziert worden, berichten Forscher im Fachjournal The Lancet Child & Adolescent Health. Das effektive Verfolgen von Kontakten Infizierter sei der Schlüssel dafür, eine Ausbreitung in Schulen und Kitas zu verhindern.

Keine generellen Lohnerhöhungen im KV-Bereich

Der Kaufmännische Verband Schweiz fordert für die Lohnrunde 2021 keine generellen Lohnerhöhungen in einzelnen Branchen. Stattdessen sollen in der aktuellen Wirtschaftskrise möglichst viele Arbeitsstellen erhalten werden.

Unternehmen, die eine hohe Wertschöpfung aufweisen und nicht vor existenziellen Problemen stehen, sollten jedoch trotzdem Lohnerhöhungen gewähren, wie der Verband am Dienstag mitteilte.

Arbeitgeber sollen zudem in die Weiterbildung von Mitarbeitenden und Führungskräften investieren. So soll deren Arbeitsmarktfähigkeit gestärkt werden.

Keine generellen Lohnerhöhungen in vielen Büros. (Symbolbild: Keystone)
Starke Auswirkung auf den Schienenverkehr

Die Coronavirus-Pandemie hat sich im zweiten Quartal 2020 stark auf die Nachfrage im Schweizer Schienenverkehr ausgewirkt. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Quartalsreporting Bahn von Litra und dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) hervor.

In den Monaten April bis Juni 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr 63,6 Prozent weniger Personenkilometer zurückgelegt, wie es weiter heisst. Beim Güterverkehr sei der Rückgang der Nettotonnenkilometer mit 13,9 Prozent weniger dramatisch. Die Auswirkungen der Krise seien nichtsdestotrotz spürbar.

Trotz Corona-Krise nur wenige Firmenkonkurse im Juli

Die Hilfsmassnahmen der Schweizer Regierung zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie scheinen zu wirken. Im Juli gab es nur 259 Firmenpleiten.

Die Finanzspritzen des Bundes erlaubten vielen gefährdeten Unternehmungen ein letztes Aufbäumen, teilte der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B am Dienstag mit.

Die Entwicklung der Konkurse gegenüber dem Vorjahr sei aktuell sogar noch rückläufig. Im Juli 2020 betrug der Rückgang 38 Prozent, was nur 259 Firmenkonkursen entspricht.

Schweizer Hotels spüren Ferien in der Schweiz

Die Schweizer Hotels erholen sich wieder etwas vom Absturz in der Coronakrise. Im Juni gab es 1,4 Millionen Übernachtungen. Das sind zwar 62 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, aber massiv mehr als im Vormonat Mai: Damals hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) nur 0,6 Millionen Logiernächte gezählt, im April waren es gar nur 0,2 Millionen gewesen.

Mit den Schweizer Hotels ging es im Juni bergauf. (Bild: Keystone)
Computerspiele-Hersteller Take-Two profitiert von Corona

Der Computerspiele-Hersteller Take-Two hat seinen Jahresausblick für die Geschäftslage des Unternehmens erhöht. Die geschah aufgrund einer stärkeren Nachfrage während der Coronavirus-Pandemie.

Für das Geschäftsjahr bis März 2021 geht der US-Konzern nunmehr von einem Umsatz von 2,8 bis 2,9 Milliarden Dollar aus – nach bisher 2,55 bis 2,65 Milliarden, wie das Unternehmen am Montag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mitteilte. Experten rechnen mit Einnahmen in Höhe von 2,75 Milliarden Dollar.

In China wird das grösste Bierfest des Landes gefeiert

In China scheint die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle. Davon profitiert nun auch die ostchinesische Stadt Qingdao, wo das grösste Bierfest des Landes planmässig begonnen hat. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken.

Besucher müssen beim Betreten des Geländes Masken tragen, auch wird die Temperatur gemessen und eine Registrierung verlangt. Angestellte müssen wöchentlich einen Corona-Test machen.

Einen negativen Einfluss auf das Interesse der Besucher scheinen die Massnahmen nicht zu haben: Wie Staatsmedien berichteten, kamen zum Auftakt des Bierfestes sogar mehr Gäste als im vergangenen Jahr.

China kehrt zur Normalität zurück. (Archivbild: Keystone)
Privates Sommerfest in Wiesbaden beschäftigt Gesundheitsämter

Im deutschen Wiesbaden veranstalteten Private ein Sommerfest mit 100 Teilnehmenden. Mindestens 18 von ihnen steckten sich mit Corona an. Ein grosser Teil der Gäste sei ermittelt, getestet und einige unter Quarantäne gestellt worden, teilte die hessische Stadt gemäss n-tv mit.

Nun versuchen die Behörden, die noch fehlenden Gäste zu finden. Das sei extrem schwierig, auch weil einige davon sich offensichtlich im Urlaub befänden.

Genf wäre ein Risikogebiet

Gemäs der BAG-Definition (60 Fälle pro 100’000 Einwohnern) handelt es sich bei Genf um ein Risikogebiet. In den letzten 14 Tagen vermeldete der Kanton 103 Fälle pro 100’000 Einwohner, berichtet 20 Minuten. Gründe seien die urbane Struktur sowie die Nähe zum Flughafen und Frankreich. Es würde aber auch mehr getestet, betont man in Genf.

Als Reaktion auf die steigenden Fälle hat der Kanton Genf alle Nachtclubs schliessen lassen. Reagiert hat auch Belgien: Das Land verbietet Reisen in die Genferseeregion.

Im Herbst droht eine grosse Belastung für das Schweizer Gesundheitswesen

Epidemiologe und Mitglied der Covid-19-Task Force des Bundes, Marcel Tanner, hat vor Belastungen für das Schweizer Gesundheitswesens im Herbst gewarnt. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht jeden Husten mit Corona in Verbindung bringen», sagte er der Neuen Zürcher Zeitung vom Dienstag. Mehr dazu hier.

Zahl der Corona-Infizierten in Italien wohl deutlich höher

Das Coronavirus könnte in Italien einer Studie zufolge sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten am Montag eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen.

Covid-19 traf Italien besonders hart. (Symbolbild: Keystone)
US-Industrie setzt sich in Wachstumszone fest

Die US-Industrie hat sich im Juli weiter von der Corona-Krise erholt. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Juli auf 54,2 Punkte von 52,6 Zählern im Juni, wie aus einer am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Dabei handelt es sich um den bereits zweiten Anstieg in Folge im ISM-Index. Von Reuters befragte Analysten hatten für Juli nur mit einem Anstieg auf 53,6 Punkte gerechnet. Mit einem Wert von über 50 Zählern signalisiert das Barometer Wachstum.

Weniger Passagiere wegen Maskenpflicht auf den Jura-Seen

Die Schifffahrt auf dem Bieler-, dem Murten- und dem Neuenburgersee leidet unter einem deutlichen Rückgang der Passagiere. Als Grund wird die Maskenpflicht genannt.

Wegen der Corona-Pandemie fehlen der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG) täglich rund 500 Gäste. Das Unternehmen muss deshalb gewisse Kurse aus dem Angebot streichen.

Die Befürchtungen, dass die Maskenpflicht aufgrund der Corona-Pandemie einen massiven Einbruch bei der Schifffahrt zur Folge haben könnte, hätten sich bewahrheitet, schreibt die BSG in einer Mitteilung vom Montag.

Die Schifffahrt auf dem Bieler-, dem Murten- und dem Neuenburgersee leidet unter einem deutlichen Rückgang der Passagiere, offenbar wegen der Maskenpflicht. (Symbolbild: Keystone)
Schweizer Automarkt bleibt im Juli unter Druck

Die Autoindustrie spürt die Folgen der Corona-Krise nach wie vor. Im Monat Juli 2020 wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein im Vergleich zum Vorjahr wiederum weniger Autos zugelassen.

Konkret ging die Zahl der neu auf Schweizer Strassen zugelassenen Personenwagen im Juli um 11 Prozent oder 2’877 Autos auf 22’641 zurück. Der Rückgang sei zwar nicht mehr ganz so gross wie in den letzten Monaten, jedoch bewege sich die Nachfrage nach Autos in der Schweiz nach wie vor auf einem deutlich tieferen Niveau als in den vergangenen Jahren, teilte der Branchenverband Auto-Schweiz am Montag mit.

Im Juli wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein im Vergleich zum Vorjahr wiederum weniger Autos zugelassen. (Symbolbild: Keystone)
London befürchtet Engpässe bei Medizinprodukten durch Brexit

Die Regierung in London hat Lieferanten von Medizinprodukten im Land wegen des bevorstehenden Auslaufens der Brexit-Übergangsphase dazu aufgerufen, Vorräte anzulegen. Ziel sei es, auf britischem Boden Medikamente und andere Medizinprodukte für sechs Wochen vorzuhalten, hiess es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums am Montag. Das sei umso wichtiger, weil durch die Coronavirus-Pandemie die Versorgung mit vielen Gütern bereits jetzt schon schwierig sei.

Grossbritannien hat die EU zwar bereits Ende Januar verlassen, gehört aber bis Jahresende noch zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion. Die Gespräche über ein Anschlussabkommen stecken derzeit fest. Ohne Einigung droht zum Jahreswechsel ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und Handelshemmnissen. Eine Frist zur Verlängerung dieses Übergangszeitraums liess London Ende Juni ungenutzt verstreichen.

In Südkorea wird wieder vor Publikum Fussball gespielt

Die Zeit der Geisterspiele in Südkorea ist vorerst vorbei. In der südkoreanischen Topliga fanden die Spiele des vergangenen Wochenendes erstmals in dieser Saison vor wenigen Zuschauern statt. Gegen 9’000 Fans sollen die sechs Spiele des 14. Spieltages der K-League insgesamt im Stadion verfolgt haben.

Zunächst dürfen nur bis zu zehn Prozent der verfügbaren Plätze mit Zuschauern besetzt werden. Von den damit rund 13’000 verfügbaren Plätze waren am vergangenen Wochenende aufgrund starker Regenfälle nur rund 68 Prozent tatsächlich besetzt.

BAG geht nach Falschinfos zu Ansteckungen über die Bücher

Nach den Falschangaben über Ansteckungsquellen mit dem Coronavirus will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) über die Bücher. Für den Chef der Covid-19-Taskforce des Bundes, Martin Ackermann, ist es absolut zentral, die Ansteckungswege zu kennen.

Über den Fehler sei umgehend informiert worden, hielt das BAG am Montag auf in einem Tweet an die Adresse der FDP fest. Das BAG erhalte täglich zahlreiche Medienanfragen zu dem Virus. Die internen Abläufe würden nun überprüft.

Die Freisinnigen hatten ebenfalls auf Twitter von der Behörde eine Erklärung verlangt, wie es zu der Fehlinformation kommen konnte, wonach Clubs und Restaurants die Hauptansteckungsquelle seien. Es gehe um die Planungssicherheit für «unzählige Betriebe, die in ihrer Existenz gefährdet sind».

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Corona verhagelt den Neustart der Kreuzfahrtbranche

Die von der Corona-Krise gebeutelte deutsche Kreuzfahrtbranche muss ihren Neustart abblasen, bevor er richtig begonnen hat. Die zum weltgrössten Kreuzfahrtkonzern Carnival gehörende Reederei Aida sagte geplante Kurzreisen ab.

Der Grund: Eine letzte formale Freigabe durch den Flaggenstaat Italien lag nicht vor. Noch schlimmer erwischte es Hurtigruten: Die norwegische Kreuzfahrtreederei stoppt nach dem Ausbruch von Covid-19 auf einem ihrer Schiffe bis auf Weiteres alle sogenannten Expeditionskreuzfahrten.

Mindestens 40 Passagiere und Crewmitglieder der Roald Amundsen waren positiv auf das Virus getestet worden. Hunderte weitere warten noch auf ihre Testergebnisse. Am Freitag waren vier Besatzungsmitglieder der MS Roald Amundsen ins Krankenhaus eingeliefert worden, bei ihnen wurde später die neuartige Lungenkrankheit festgestellt. Tests ergaben, dass sich weitere 32 der 158 Mitarbeiter ebenfalls infiziert hatten.

Lockdown hat Einkaufstourismus Milliardendämpfer verpasst

Während fast 13 Wochen zwischen Mitte März und Mitte Juni konnten die Schweizer nicht ennet der Landesgrenze einkaufen. Nun hat die Credit Suisse geschätzt, dass durch den Wegfall des Einkaufstourismus in den Nachbarländern rund 2 Milliarden Franken weniger ausgegeben wurden.

Die Berechnungen zum Einkaufverhalten beruhen auf der Analyse von Debitkarten-Transaktionen und der Annahme, dass im Ausland vermehrt mit Kreditkarte und mit Bargeld bezahlt wird, wie es weiter heisst. Demnach belief sich der Einkaufstourismus im vergangenen Jahr 2019 auf ungefähr 8 Milliarden Franken.

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(Bild: Keystone)
Niedrige Zahlen nach Wochenende

Mit Stand Montag meldet das BAG 66 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf total 35’616. Zu neuen Hospitalisierungen sei es laut BAG nicht gekommen, auch Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden keine gemeldet. Die Infektionszahlen sind anfangs Woche wegen des Wochenendes gewöhnlich tiefer.

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Spital Zollikerberg: Corona-Ausbruch in Küche von Zulieferbetrieb

Zwölf Mitarbeitende eines Gastrounternehmens im zürcherischen Zollikon, welches das Spital Zollikerberg und eine Altersresidenz beliefert, haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die gesamte Küchenmannschaft wurde unter Quarantäne gestellt.

Beim betroffenen Betrieb handelt es sich um Gastronomie & Räume Zollikerberg, einem Betrieb der Stiftung Diakoniewerk Neumünster, wie diese mitteilte. Alle positiv getesteten Mitarbeiter sind in der Abwaschküche tätig. Die ersten zwei wurden am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet. Daraufhin wurden sämtliche Arbeitskollegen ebenfalls getestet.

Weil sich weitere Mitarbeitende als positiv erwiesen, beschloss am Freitag die Stiftungsdirektion zusammen mit der Betriebsleitung und dem Kantonsärztlichen Dienst die gesamte Küchenmannschaft zu testen und gleichzeitig in die Quarantäne zu senden. Insgesamt sind 26 Personen betroffen.

Maskenpflicht im Freien in mehreren Gemeinden in Frankreich

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in weiteren französischen Gemeinden jetzt eine Maskenpflicht im Freien. In 69 zusätzlichen Gemeinden des Départements Mayenne im Nordwesten des Landes müssen seit Montag die Schutzmasken auch auf der Strasse getragen werden.

Zuvor galt die Maskenpflicht dort beispielsweise bereits in der Département-Hauptstadt Laval. In der Küstenmetropole Nizza muss Medienberichten zufolge jetzt auf bei Touristen beliebten Plätzen eine Maske im Freien getragen werden. Bei Nichteinhaltung drohe ein Bussgeld von 35 Euro, berichtete France 3. Wegen steigender Infektionszahlen hatte Frankreichs Regierung den örtlichen Behörden vergangenen Freitag mehr Spielraum bei der Maskenpflicht gegeben.

Die Präfektur von Lille reagierte sofort und kündigte für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fussgängerzone an. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend. Premierminister Jean Castex reiste am Montag nach Lille, um sich über die Lage zu informieren.

https://direct.keystone-sda.ch/portal/restricted/text.htm?txtSession=iw_OSb7ErVnqax8TPFE7nRlW3ejNEQO268ILIQVE&hist=9&index=7397&scrollPos=72#show&key=S07_20200803_20200803100015797194158159041&date=20200803

Die philippinische Hauptstadt Manila bereitet sich auf einen neuen Lockdown wegen der rasant gestiegenen Corona-Zahlen vor. Präsident Rodrigo Duterte kündigte an, dass für die 12,8 Millionen Einwohner der Metropolregion Metro Manila an diesem Dienstag wieder strikte Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten.

Die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen, der öffentliche Verkehr wird ausgesetzt und Zusammenkünfte werden auf maximal fünf Personen begrenzt.

Die Massnahmen sollen für mindestens zwei Wochen gelten. Gleichzeitig will die Regierung 20 Millionen Masken an arme Menschen verteilen.

Engelberger: Kantone reagieren auf Vorfälle auf eigenem Boden

«Fehler können passieren»: Mit diesen Worten kommentiert Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, die vom Bund korrigierten Zahlen über Coronavirus-Ansteckungen. Ohnehin stützten sich die Kantone bei Entscheiden auf Vorfälle, die sich bei ihnen ereigneten.

Am Freitag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Zahlen über Covid-19-Ansteckungsorten veröffentlicht, diese dann aber am Sonntag korrigiert. Politikerinnen und Politiker reagierten mit Kopfschütteln.

Zu den meisten Ansteckungen kommt es demnach im familiären Umfeld (27,2 Prozent), gefolgt vom Arbeitsplatz (8,7 Prozent) und privaten Festen (3 Prozent). Ausgehlokale machen einen einstelligen Prozentsatz aus – konkret lediglich 1,9 Prozent, Bars und Restaurants nur gerade 1,6 Prozent.

Fed-Mitglied Kashkari schlägt wirklich harten Lockdown in USA vor

Die durch die Coronavirus-Krise schwer angeschlagene US-Wirtschaft könnte von einem vier bis sechs Wochen langen wirklich harten Lockdown im Land letztlich profitieren. Dies geht aus einer Einschätzung des US-Notenbankers Neel Kashkari vom Sonntag (Ortszeit) hervor.

Der Wirtschaft könne eine starke Erholung gelingen, aber nur, wenn das Coronavirus unter Kontrolle gebracht werde, sagte der Präsident der Fed von Minneapolis am Sonntag dem Sender CBS.

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(Bild: Keystone)
Grossbritannien führt Schnelltests ein

Zur Eindämmung des Coronavirus will Grossbritannien zwei neue Arten von Schnelltests einführen. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte laut einer Mitteilung seines Ministeriums vom frühen Montagmorgen: «Millionen neuer Coronavirus-Schnelltests werden vor Ort in weniger als 90 Minuten Ergebnisse liefern und uns helfen, Übertragungsketten schnell zu unterbrechen.» Ab der kommenden Woche würden Krankenhäusern, Pflegeheimen und Laboren rund 5,8 Millionen DNA- und 450 000 Abstrichtests zur Verfügung gestellt, hiess es weiter.

Beide Tests könnten Covid-19 und andere vor allem im Winter wütende Viren wie Grippeviren nachweisen, hiess es weiter. Dadurch werde die Testkapazität enorm erhöht. Für die Durchführung der Tests sei kein geschultes medizinisches Fachpersonal erforderlich, was bedeute, dass sie auch in eher nicht-klinischen Umgebungen durchgeführt werden könnten. «Die Tatsache, dass mit diesen Tests sowohl Grippe als auch Covid-19 nachgewiesen werden kann, wird uns auf dem Weg in den Winter enorm helfen, so dass die Patienten den richtigen Rat befolgen können, um sich und andere zu schützen», sagte Hancock.

Das Vereinigte Königreich ist in Europa am schlimmsten von der Pandemie betroffen. Mehr als 306 000 Fälle wurden laut Universität Johns Hopkins in Baltimore bislang registriert, mehr als 46 200 Infizierte starben.

Kosovo-Premier Hoti mit Coronavirus infiziert

Kosovos Regierungschef hat Avdullah Hoti hat am Sonntag mitgeteilt, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Allerdings zeige er bis auf einen leichten Husten keine Symptome, verriet er auf Facebook. «Ich habe mich heute auf Covid-19 testen lassen, und der Test war positiv», schrieb Hoti. Der Regierungschef des Kosovos will nunmehr die nächsten Wochen in Quarantäne verbringen und von zu Hause aus arbeiten.

(Bild: Keystone)

Das Kosovo gilt zusammen mit den übrigen Balkanstaaten ausserhalb der EU als Corona-Krisengebiet. In dem kleinen Land hat sich das Virus zuletzt stark ausgebreitet. Deswegen hat die Regierung in Pristina die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft.

Japanerinnen tragen Corona-Masken mit Hauch von Eleganz

Für modebewusste Japanerinnen, die auch mit monotoner Gesichtsmaske auf Eleganz nicht verzichten wollen, gibt es jetzt ein besonderes Accessoire: Perlenanhänger. Seitlich an den Bändern der Masken befestigt, sollen sie den in Japan allgegenwärtigen Schutzmasken einen Hauch des Besonderen geben, wie die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun am Montag berichtete. Auf die aus der Not geborene Idee kam die Juwelierfirma Ise Shima Pearl Gallery.

Man habe sich während des Corona-Notstands überlegt, was man tun könne, damit die Kundinnen ihr Aussehen auch mit den obligatorischen und monoton aussehenden weissen Schutzmasken verbessern können, hiess es. Die Perlen gibt es in zwei Varianten: Die einen wurden in der Bucht Ago in der Präfektur Mie gezüchtet, die anderen in Süsswasser.

Deutscher Reisebüro-Verband fordert Coronavirus-Tests

Der deutsche Reisebüro-Verband VUSR spricht sich angesichts der Coronavirus-Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen für eine allgemeine Testpflicht aus. Auch Rückkehrer aus den Ferien sollen sich verpflichtend einem Coronavirus-Test unterziehen.

«Es sollte für den Kreuzfahrtgast eine Testpflicht vor dem Antritt der Reise geben», sagte Marija Linnhoff, Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros in Deutschland, der Düsseldorfer «Rheinischen Post» vom Montag. Die Kosten sollten von den Gästen selbst getragen werden: Wer sich eine Kreuzfahrt leisten könne, könne sich auch einen Test leisten, erklärte Linnhoff weiter.

Der Verband forderte zudem einen verpflichtenden Coronavirus-Test für Urlaubsrückkehrer, «egal in welcher Region sie waren», so die Vorsitzende des deutschen Verbandes.

(Bild: Keystone)
Im familiären Umfeld finden am meisten Ansteckungen statt - nicht in Clubs

Die meisten Coronavirus-Ansteckungen gibt es im familiären Umfeld, nicht in Ausgehlokalen, Clubs und Discos, wie es aus dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch am Freitag hiess. Am Sonntagabend korrigierte sich das BAG: die Daten seien falsch zugeordnet worden.

Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
Trump-Beraterin: Coronavirus «ausserordentlich weit» in USA verbreitet

Die Beraterin von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise, die Ärztin Deborah Birx, sieht die USA in einer neuen Phase der Pandemie. «Was wir heute sehen, unterscheidet sich von März und April. Es (das Coronavirus) ist ausserordentlich weit verbreitet», sagte Birx am Sonntag dem Sender «CNN». Ländliche Gebiete seien ebenso betroffen wie Städte. «An alle, die auf dem Land leben: Sie sind nicht immun oder geschützt vor diesem Virus», warnte Birx. Jeder Amerikaner müsse eine Maske tragen, egal, wo er lebe.

(Bild: Keystone)

Seit annähernd vier Wochen verzeichnen die USA pro Tag über 55 000 Neuinfektionen pro Tag. An mehreren Tagen lag die Zahl bei mehr als 70 000. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Über 154 000 Menschen starben im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19.

Trump führt die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf die Vielzahl der Corona-Tests zurück, die die USA mittlerweile durchführen. Trump verweist zudem darauf, dass in Europa derzeit wieder «grosse Flammen» zu sehen seien. «Grosse China-Virus-Ausbrüche überall auf der Welt, auch in Ländern, von denen man annahm, dass sie grossartige Arbeit geleistet haben», twitterte Trump am Sonntag.

Zwei komplette Berner Junioren-Eishockeyteams in Quarantäne

Die bernische Kantonsärztin hat zwei komplette Junioren-Eishockeyteams in Quarantäne gesetzt. Dabei handelt es sich um die U17-Mannschaften des SCB Future und der SCL Tigers.

In beiden Teams wurde ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Angesteckt haben sie sich womöglich bei kürzlichen Testspielen gegen die tschechische U17-Nationalmannschaft. Am Freitag war bekannt geworden, dass 16 Spieler dieses Teams positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

(Bild: Keystone)
Nach Markus Söder sollten Corona-Risikogebiete täglich überprüft werden

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen durch Urlauber sollte die Bundesregierung nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder die sogenannten Risikogebiete stetig neu bewerten. «Die Flexibilität im Agieren, was ist ein Risikogebiet, sollte man auch täglich überprüfen», sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ARD-Sommerinterview in Berlin. Reiserückkehrer aus Corona-Hotspots, also Gebieten mit einem besonders hohen Ansteckungsrisiko wegen hoher Fallzahlen, müssen sich in Deutschland verpflichtend auf das Virus testen lassen.

(Bild: Keystone)

Risikogebiete würden sich schnell verändern und die Liste könne sich auch schnell erweitern, betonte Söder. «Deswegen, glaube ich, ist es sehr sinnvoll, gerade innerhalb Europas sehr breit angelegt zu agieren und nicht zu eng auf einen formalen Akt.» Neben kostenlosen Tests und ausreichen Krankenhauskapazitäten könne der Staat den Bürgern nicht viel zurückgeben, zugleich verlange er in der Pandemie von ihnen aber viel ab. Mehr Tests würden auch mehr Sicherheit bedeuten, da viele Menschen verunsichert seien.

Corona als Untergang der Ferien-Paradiese

Mit Schutzmaske an den Strand, Verzicht auf Party in Tropennächten und in die Quarantäne nach den Ferien – die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies bleibt für viele Touristen unerfüllt. Die Konsequenzen, die das Coronavirus für Reisende aus den Wohlstandsländern hat, könnte zu einem Umdenken führen. Mit bitteren Folgen für die Branche.

Die Corona-Krise prägt die Sommerfeiren 2020. (Bild: Keystone)

Die Explosion des Tourismus-Aufkommens in den vergangenen 50 Jahren ist eine Folge des Wirtschaftsaufschwungs und letztlich ein Ergebnis der Industrialisierung, bilanziert der Historiker Valentin Groebner von der Universität Luzern. Der Tourismus-Boom spiegelt demnach das Verhältnis zwischen dem frei verfügbaren Lohneinkommen und den Kosten für das Überwinden grosser Distanzen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Trump will Medien bei Nominierungsparteitag ausschliessen

US-Präsident Donald Trump will Medienvertreter von der Parteiversammlung ausschliessen, die ihn offiziell zum Kandidaten der Republikaner für die Präsidentenwahl am 3. November küren soll. Begründung sei die Corona-Krise, berichteten die «Arkansas Democrat Gazette», CNN und andere US-Medien unter Berufung auf Sprecher des Nominierungsparteitags am Samstagabend (Ortszeit).

Die Abstimmung soll am 24. August in Charlotte im US-Staat North Carolina erfolgen und CNN zufolge direkt im Internet übertragen werden. Trump werde in Charlotte keine offizielle Ansprache halten. Laut der «Arkansas Democrat Gazette» wird Trump erst am 27. August in einer Rede, deren Umstände noch nicht geklärt seien, seine Nominierung annehmen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Demos gegen Netanjahu - Regierungschef: «Coronavirus-Brutkästen»

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Sonntag die «linken» Demonstrationen gegen seine Politik als „Coronavirus-Brutkästen“ verurteilt. In den frühen Morgenstunden hatte die Polizei vor seiner Residenz in Jerusalem eine stundenlange Kundgebung gewaltsam aufgelöst und zwölf Demonstranten festgenommen.

«Ich sehe einen Versuch, die Demokratie im Namen der Demokratie zu zertrampeln», sagte Netanjahu nach einer Kabinettssitzung. Die Demonstranten würden weder Masken tragen noch den Sicherheitsabstand einhalten. Die meisten Medien seien einseitig. «Sie berichten nicht über die Proteste; sie nehmen an ihnen teil» und machten sogar für sie Werbung, sagte der Regierungschef. Dagegen würden die Medien tägliche Morddrohungen gegen ihn und seine Familie verschweigen.

Söder: März ist guter Zeitpunkt für Kür des Unionskanzlerkandidaten

Wegen der Corona-Krise und aus Respekt gegenüber Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kann sich CSU-Chef Markus Söder die Nominierung des Unionskanzlerkandidaten auch erst im März 2021 vorstellen. «Corona verschiebt alles und führt dazu, dass wir auch alle Zeitachsen überdenken müssen», sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ARD-«Sommerinterview». Zunächst müsse die CDU ihre interne Frage nach dem neuen Parteivorsitzenden klären, dann wäre es gut, wenn sich die Union Zeit nehme, zu überlegen, was die beste Aufstellung sei.

Will wegen der Corona-Krise erst im März 2021 einen Unionskanzlerkandidaten präsentieren: Markus Söder. (Bild: Keystone)

Hinzu komme auch aus Respekt gegenüber Merkel, «dass wir nicht ein halbes oder dreiviertel Jahr vorher eine Nebenregierung platzieren», sagte Söder. Die Union solle sich «möglichst lange Zeit» lassen, «um dann sozusagen aus einem Guss in einen möglichst erfolgreichen Wahlkampf zu gehen».

Corona könnte Spanien 750’000 Arbeitsplätze kosten

Die spanische Tourismusbranche hat ihre schon bisher pessimistischen Prognosen für dieses Jahr wegen wieder gestiegener Corona-Zahlen und neuer Einschränkungen nach einem Zeitungsbericht noch einmal drastisch nach unten revidiert. Bis zum Jahresende drohten der Verlust von bis zu 750’000 Arbeitsplätzen und ein Rückgang der in normalen Zeiten zu erwartenden Einnahmen um mehr 50 Prozent oder 83 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung «El País» am Sonntag unter Berufung auf Schätzungen des Reiseunternehmerverbandes Exceltur.

 

Bis zu 750’000 Arbeitsplätze könnten in Spanien wegen der Corona-Krise verloren gehen. (Bild: Keystone)

Bis vor kurzem rechnete der Verband noch mit Einbussen von 40 Milliarden Euro im Tourismus, der 2019 mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitrug. Der Verband fordert deshalb 30 Milliarden Euro der für Spanien zu erwartenden rund 140 Milliarden aus dem historischen EU-Hilfsfonds zur Überwindung der Corona-Krise.

Schweizer konsumieren wieder mehr

Schweizerinnen und Schweizer konsumieren nach dem heftigen Einbruch vom Frühling aufgrund der Corona-Krise mittlerweile mehr als vor dem Ausbruch der Pandemie, wie Daten der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) belegen.

Das Konsumfasten während der vom Bundesrat verordneten Ladenschliessungen habe inzwischen einem Konsumrausch Platz gemacht, schreibt die «SonntagsZeitung» und stützt sich dabei auf im Internet verfügbare Echtzeitdaten über das Kauf- und Mobilitätsverhalten der KOF. Alle Details finden Sie hier.

Berliner Maskengegner wollen mit falschen Fotos mehr Demonstranten herzaubern

Rund 20’000 Menschen haben am Samstag in Berlin gegen die Corona-Massnahmen demonstriert, wie die Behörden mitteilen. Die Masken- und Massnahmen-Gegner zeichnen hier aber ein anderes Bild. Sie behaupten, dass rund eine Million Menschen in der Deutschen Hauptstadt auf die Strasse gingen. Mit Schlagwörtern wie «Lügenpresse» posten sie Fotos, die beweisen sollen, dass mehr Leute in Berlin protestierten. Nur dass hier die Bilder nicht echt sind. So wird unter anderem mit einem Foto der Streetparade in Zürich behauptet, dass die Menschenansammlung grösser sei, als berichtet.

Ähnlich verhält es sich mit der Loveparade oder Public Viewings von Fussball-Meisterschaften. Die Fotos sollen beweisen, dass mehr Menschen vor Ort gewesen seien und werden als Vergleich zu anderen falschen Fotos genutzt. Mehrere Medienberichte und Internet-User haben mittlerweile aber die Bilder ihrem Ursprünglichen Anlass zugeordnet.

Experte rechnet mit Anstieg der Schwarzarbeit in Deutschland

Schwarzarbeit in Deutschland ist nach Einschätzung von Experten stärker auf dem Vormarsch als bisher angenommen. Dies gilt wegen der Coronavirus-Pandemie.

Nach einer neuen Berechnung des Wirtschaftswissenschaftlers Friedrich Schneider von der Johannes-Kepler-Universität in Linz für die Zeitung «Welt am Sonntag» erhöht sich der Anteil der Schwarzarbeit am Bruttoinlandprodukt (BIP) in diesem Jahr von rund neun auf elf Prozent. Das entspreche einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 32 Milliarden Euro auf etwa 348 Milliarden Euro.

Schneider legt mit dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen regelmässig eine Schätzung zur Schwarzarbeit vor. Ende Mai hatte er einen Anstieg auf rund 344 Milliarden Euro prognostiziert, im Februar waren die Experten von 322 Milliarden Euro ausgegangen.

Nestlé hat in der Krise gegenüber Rivalen die Nase vorn

Geschlossene Restaurants, Cafés und Läden haben auch bei den Nahrungsmittelkonzernen Spuren hinterlassen: So brachen die Verkäufe von Wasser und Schokolade ein. In diesem Umfeld sticht Nestlé mit solidem Wachstum hervor. Laut Experten kommt dem Konzern seine breite Aufstellung zugute.

Nestlé hat sich bislang deutlich besser geschlagen als seine Rivalen. Während der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller in der ersten Jahreshälfte organisch um 2,8 Prozent wuchs, gingen die Umsätze bei der französischen Danone um 1,1 Prozent zurück.

Beim niederländisch-britischen Konsumgüterkonzern Unilever traten die Umsätze mit -0,1 Prozent insgesamt mehr oder weniger auf der Stelle. Hier stabilisierte das Körper- und Haushaltspflegegeschäft, während das Lebensmittelgeschäft um 1,7 Prozent nachgab. Für das Gesamtjahr haben sowohl Unilever als auch Danone ihre Prognosen zurückgezogen, Nestlé hingegen hält an einer konkreten Wachstumsprognose fürs Gesamtjahr fest – wenn die Prognose zusammen mit den am Vortag publizierten Semesterzahlen auch etwas gesenkt wurde.

138 Neuansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag 138 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden. Das sind weniger als am Vortag mit 180 neuen Covid-19-Infizierten. Alle Details erfahren Sie hier.

Impfstoff bereits Ende 2020?

27 Impfstoffe werden weltweit klinisch getestet. Fünf davon in der letzten Phase.  Darunter die ein mRNA-Mittel der Moderna aus den USA und ein mRNA-Stoff der Biontech aus Deutschland. Beide Unternehmen wollen bis Ende Jahr Hunderte Millionen Dosen produzieren.

Wann kommt endlich der ersehnte Corona-Impfstoff. Laut einem Forscher dürfte in der Schweiz schon Ende 2020 eine Impfung vorliegen. (Bild: Keystone)

Steve Pascolo (49), mRNA-Forscher an der Uni Zürich, sagt nun gegenüber «Blick»: «Die publizierten Ergebnisse der ersten beiden Testphasen sind ausgezeichnet. Und es ging noch schneller als gedacht.» Das heisst: Die Impfstoffe sind auf einem guten Weg. Das bestätigt auch Marcel Tanner vom Schweizer Tropen- und Public-Health-Institut Basel: «Ihr Impfstoffkandidat zeigt kaum Nebenwirkungen und produziert neutralisierende Antikörper. Jetzt müssen die weiteren klinischen Versuche zeigen, dass sie auch schützen.»

Pascolo zeigt sich zuversichtlich: «Ende 2020 hat die Schweiz den Impfstoff – vorausgesetzt, es gibt bei den nächsten Studien kein schwerwiegendes Problem. Das würde den Prozess ernsthaft verzögern.»

Flight Attendants haben Angst für Swiss-Flügen

Die Swiss hat in der Corona-Pandemie ihre Flugtätigkeit wieder aufgenommen. Angeflogen werden mehrmals in der Woche auch Länder und Städte, die aktuell Covid-19-Hotspots sind. So etwa São Paulo, Tel Aviv und  New York. Die Flüge seien gut gebucht, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

Während die Swiss mit den hochpreisigen Flügen Geld verdient, sorgen sich die Flight Attendants. Wie die Zeitung schreibt, hätten die Mitarbeiter Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus. Auch verhindere die Maskenpflicht den üblichen Kontakt mit den Passagieren.

 
Die Swiss-Mitarbeiter treten Flüge laut Berichten derzeit oft nicht an, weil sie sich fürchten. (Bild: Keystone)

Zahlreiche Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter hätten sich deshalb in den vergangenen Wochen aus Angst vor einem Flug für Dienste abgemeldet. Sandrine Nikolic-Fuss, Präsidentin der Kabinenpersonal-Gewerkschaft Kapers, bestätig die Information gegenüber der Zeitung. Genaue Zahlen, viele Mitarbeitenden es sind, seien jedoch nicht bekannt. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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