Sechs Menschen mussten ins Spital wegen einer Corona-Infektion. (Bild: Keystone)
Schweiz

138 neue Covid-19-Fälle in den letzten 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag 138 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet.

Das sind weniger als am Vortag, als noch 180 neue Covid-19-Infizierte vermeldet worden waren. In den vergangenen sieben Tagen belief sich die Zahl der Neuinfizierten damit auf 1084. Am Donnerstag und Freitag waren dem BAG jeweils über 200 neue Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie bisher laut den neuesten BAG-Zahlen 35’550 laborbestätigte Fälle.

Gleichzeitig meldete das BAG im Vergleich zum Vortag 6 neue Hospitalisationen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich wie am Vortag auf 1707.

In Isolation aufgrund der Kontaktrückverfolgung befanden sich 1041 infizierte Personen, wie das BAG weiter mitteilte. In Quarantäne waren 2877 Personen, die mit Infizierten in Kontakt gewesen waren. Die Zahlen stammen aus 25 Kantonen und aus Liechtenstein. 12’388 zusätzliche Personen waren nach der Rückkehr aus einem Risikoland in Quarantäne.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, beläuft sich bisher auf insgesamt 801’742. Bei 5,3 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus.

Chef der Taskforce warnt

Der neue Chef der Covid-19-Taskforce des Bundes, Martin Ackermann, sprach sich in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» dafür aus, öffentliche Anlässe wieder auf hundert Personen zu beschränken. Die Coronavirus-Fallzahlen befänden sich nahe an einem exponentiellen Wachstum. Es müsse früh eingegriffen werden.

Ansonsten drohten drastische und teure Einschränkungen. Das müsse unter allen Umständen verhindert werden. Für weitere Lockerungen wie die Bewilligung von Grossveranstaltungen gebe es daher praktisch keinen Spielraum mehr, erklärte Ackermann.

Belgien setzt drei Kantone auf rote Liste

Offenbar als besonders risikoreich stuft Belgien derzeit die Situation in den Kantonen Waadt, Wallis und Genf ein. Diese Kantone finden sich seit dem 1. August auf der roten Liste des Aussenministerium von Belgien, wie Schweizer Radio SRF am Sonntag bekannt machte.

Auf der Webseite des Aussenministeriums heisst es, dass Reisen in diese Kantone «nicht möglich oder nicht erlaubt» sind. Wer umgekehrt aus diesen Kantonen in Belgien einreisen will, wird zu Quarantäne und einem Covid-19-Test verpflichtet.

Der Entscheid sei unverständlich und schockierend, erklärte der Walliser Volkswirtschaftsdirektor Christoph Darbellay dazu gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS. Der Kanton Wallis handhabe Covid-19 gut. Die Situation in Genf sei um einiges alarmierender.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte auf Anfrage, dass die belgischen Behörden entschieden hätten, diese drei Westschweizer Kantone ab dem 1. August auf eine rote Liste zu setzen.

Das EDA sei bereits vor dem Inkrafttreten dieser Massnahme mit dem belgischen Aussenminister in Kontakt getreten, auch um detaillierte Informationen darüber zu erhalten, welche epidemiologischen Kriterien angewendet würden.

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