Bald kein TikTok mehr in den USA? Trump will die beliebte Video-Plattform verbieten. (Bild: Keystone)
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Trump will TikTok verbieten

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die beliebte Videoplattform TikTok in den USA zu verbieten. Er macht sich sorgen, dass Daten geklaut werden.

«Was TikTok betrifft, so verbannen wir sie aus den Vereinigten Staaten», sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Reportern in der Präsidentenmaschine Air Force One.

Zuvor hatten die US-Behörden bereits Bedenken geäussert, dass das Onlinenetzwerk der in China ansässigen Firma ByteDance Nutzerdaten an die chinesische Regierung weitergebe.

Unternehmen weist Vorwürfe zurück

In den USA wurde TikTok zuletzt durch das Committee on Foreign Investment (CFIUS) überprüft. Demnach bestehen Bedenken, dass der Dienst der in China ansässigen Firma ByteDance Nutzerdaten an die chinesische Regierung weitergibt. Das Unternehmen wies die Vorwürfe wiederholt zurück.

«Ich werde den Beschluss morgen unterzeichnen», kündigte Trump am Freitag an. Damit droht der Plattform offenbar die Abspaltung von ihrer chinesischen Mutter ByteDance. Insidern zufolge stehen potenzielle Käufer bereits in den Startlöchern, darunter Microsoft. Wie die Trennung jedoch vor sich gehen sollte, und was der Internetriese ByteDance mit dem Rest von TikTok vorhaben könnte, blieb am Freitag zunächst unklar. Die Unternehmen lehnten Stellungnahmen ab.

TikTok ist vor allem bei jungen Menschen beliebt. Die Videoplattform entstand durch die Zusammenlegung mit der Mitsing-App Musical.ly, die mit einer Lippensynchronisierungsfunktion für selbstgedrehte Videos erfolgreich wurde. Start war 2017 – seitdem hat die App hunderte Millionen Nutzer gewonnen.

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