Der Mann hatte sich nach der Tat selbst der Polizei gestellt. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Nidwaldner (80) wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt

Ein Mann soll vor zwei Jahren seine Frau getötet haben. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

Die Nidwaldner Staatsanwaltschaft beantragt beim Kantonsgericht für einen 80-jährigen Mann eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren. Sie wirft dem Schweizer vor, 2018 in Stansstad seine 73-jährige Frau mit Absicht erschossen zu haben.

Sie beschuldige den Mann, am Abend des 19. Januar 2018 seine Frau in der gemeinsamen Wohnung in Stansstad mit einer Waffe vorsätzlich erschossen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der Tat sei eine Auseinandersetzung vorausgegangen.

Mann informierte Polizei selber

Der Mann hatte die Polizei selbst informiert und sich festnehmen lassen. Er befinde sich seit seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft auf freiem Fuss, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er bestreite den Vorwurf der vorsätzlichen Tötung und mache geltend, seine Frau versehentlich erschossen zu haben.

Der Anklage seien umfangreiche Untersuchungen vorangegangen, hiess es in der Mitteilung weiter. Neben der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft Nidwalden seien auch das Institut für Rechtsmedizin Zürich und das Forensische Institut Zürich an den Ermittlungen beteiligt gewesen.

Die Anklage ist nun beim Kantonsgericht Nidwalden hängig. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten neben dem Tötungsdelikt auch noch eine Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz vor. Sie fordert neben der Freiheitsstrafe auch eine Geldstrafe.

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