Pascal Zuberbühler zeigt sich genervt über die momentane Situation beim FCB und macht sich Sorgen um seinen Ex-Verein. (Bild: Keystone)
Basel

Zubi: «Wenn man sich in Basel gegen die Fans stellt, muss man aufpassen»

Pascal Zuberbühler beobachtet den FCB als Teleclub-Experte mit Distanz. Doch jüngst platzte dem Ex-Goalie von Rotblau der Kragen.

«Man könnte ein Buch schreiben», sagt Pascal Zuberbühler in der Teleclub-Sendung «Alle Spiele, alle Tore» vom Sonntag und sprach damit die negativen Schlagzeilen an, für die der FC Basel in den letzten Wochen und Monaten beinahe regelmässig sorgte.

Eigentlich ist der Ex-FCB-Goalie für dezidierte, aber distanzierte Äusserungen über seinen früheren Arbeitgeber bekannt. Bei «Zubi» kochen keine Emotionen hoch, wenn Rotblau sportlich nicht das auf den Platz bringt, was man vom Serienmeister erwartet. Nicht so am Sonntag: Nach dem 4:4-Spektakel gegen den FC Lugano platzte es aus dem Thurgauer heraus.

«Man sollte auf David Degen zählen»

Sportlich sei man ja mehr oder weniger gut unterwegs. Die Meisterschaft müsse man abhaken, aber in der Europa League und im Cup sei der ja FCB nach wie vor dabei. Was Zuberbühler  auf die Palme bringt, sind die Schauplätze neben dem Platz: die Querelen in der FCB-Führung und die Differenzen mit der Muttenzerkurve.

Pascal Zuberbühler macht sich für seinen früheren Teamkollegen David Degen stark, der Anteile am FCB besitzt, aber offenbar kein gutes Verhältnis mehr zu Präsident Bernhard Burgener hat. Rund um die Verkaufsgerüchte an die englische Investment-Firma Centricus soll ein Streit zwischen Burgener und Degen um die Anteile am Klub entbrannt sein. Zubi: «Man hat David Degen in den Verein geholt, dann sollte man doch auch auf einen ehemaligen Spieler zählen. Das findet aber nicht statt».

«Tischtuch wird nicht mehr geflickt»

Als Nächstes kommt er in der Rolle des Teleclub-Experten auf die Muttenzerkurve und deren Rücktrittsforderung gegenüber Burgener, Roland Heri und Co. zu sprechen. Einen solchen Konflikt dürfe die FCB-Führung nicht unterschätzen: «Man hat sich mit den Fans zerstritten, die in Basel nun mal enorm wichtig sind. Wenn man sich in Basel gegen die Fans stellt, muss man aufpassen. Das Tischtuch wurde zerschnitten, das wird nicht mehr geflickt».

Pascal Zuberbühler wird in seinen Worten emotional und man merkt, dass er immer noch eine gewisse Verbundenheit zu seinem ehemaligen Verein hat. Als er zum Schluss in die Zukunft blickt, ist er besorgt. «Wie will man denn so erfolgreich sein? Wie will man die Zukunft sehen?»

Es werde beim FCB zurzeit nur von Spiel zu Spiel geschaut und nicht langfristig gedacht. Der 49-Jährige wird nochmals deutlich: «Es ist einfach nicht das, was ein Spitzenverein zeigen sollte. Bei einem Spitzenverein ist Ruhe und Harmonie da und interne Sachen werden nicht nach aussen getragen. Das ist beim FC Basel nicht der Fall».

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