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Zwei Führungspersonen im japanischen Fuji-Q Highland machen vor, wie Besuchende ohne Schreie auf der Achterbahn fahren sollen. (Video: Youtube, Fuji-Q Highland Official)
International

«Bitte schreien Sie in Ihrem Herzen»

Studien belegen, dass durch Schreien mehr Viren übertragen werden können. Japanische Freizeitparks bitten nun um Ruhe auf ihren Achterbahnen.

Achterbahn-Fahren trotz Corona? Ja – aber bitte leise! Dies gilt derzeit im Fuji-Q Highland Freizeitpark in der Nähe von Tokio. «Bitte schreien Sie in ihrem Herzen», aber eben nicht laut, so die Bitte des Parkes. So soll das Risiko der Verbreitung des Coronavirus reduziert werden, wie das Nonprofit-Medienunternehmen «NPR» berichtet.

Um zu beweisen, dass es möglich ist, ruhig eine Achterbahnfahrt zu bestreiten, hat der Park ein Video veröffentlicht. Auf diesem sind zwei Führungskräfte des Parks im Anzug zu sehen, während sie mit eiserner Miene auf dem Fujiyama Roller Coaster – die Hauptattraktion des Parks – mitfahren.

Mehr Viren bei Schreien und Singen

Die Massnahme ist nicht unbegründet: Laut Studien übertragen sich beim Schreien und auch beim Singen mehr Viren, als sonst. Auch mit Mundschutz ist es demnach sicherer, wenn man vom Schreien absieht.

Auch in anderen japanischen Parks gibt es ähnliche Bitten. Viele Besucherinnen und Besucher meinten jedoch die Nicht-Schrei-Vorgabe sei unrealistisch, wie das «Wall Street Journal» berichtet. So habe ein Besucher in Tokios Disneyland gesagt, dass er die Regel «zu streng» finde. «Wenn ein Schrei rauskommt, kommt er raus», sagte er.

Die Freizeitparks haben noch weitere Massnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus getroffen, als sie Ende Mai wieder aufgingen. Japan verzeichnet in der Corona-Pandemie mit 20’000 bestätigten Covid-Fällen und 982 Todesfällen einen relativen milden Verlauf im weltweitern Vergleich.

1 Kommentar

  1. Wohlgemeinte, doch völlig kontraproduktive Aktion! Der Mann rechts im Video macht vor, was man beim Tragen einer Maske – zumindest zum Selbstschutz – eben gerade NICHT tun sollte: Er greift sich mind. 5 mal mit der Hand, die vorher am Haltegriff war, an die Maske, um sie zu richten. Dazwischen auch noch 1 mal in die Haare… Die blödsinnige Botschaft also: Schreien verboten, ständiges Rumfummeln an der Maske mit potentiell kontaminierten Händen dagegen erlaubt! Das Video ist somit eher geeignet, die Selbstgefährdung durch unsachgemässes Maskentragen zu demonstrieren…Report

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