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International

BAG startet neue Plakatkampagne für Corona-Regeln

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
BAG meldet 220 Neuinfektionen am Donnerstag

In der Schweiz sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb eines Tages 220 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Lesen Sie hier mehr.

BAG startet neue Plakatkampagne für Corona-Regeln

Das Bundesamt für Gesundheit BAG) hat am Donnerstag eine neue Plakatkampagne im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie gestartet. Hier lesen Sie mehr darüber.

(Screenshot: BAG)
Deutsche Bahn macht im Halbjahr grössten Verlust ihrer Geschichte

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2020 vor allem wegen der Coronakrise den grössten Verlust ihrer Geschichte eingefahren. Der Verlust nach Steuern betrage 3,7 Milliarden Euro bestätigte der Staatskonzern einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

«Das Virus hat unseren erfolgreichen Wachstumskurs jäh ausgebremst und die Deutsche Bahn in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt», erklärte Bahnchef Richard Lutz. Bereits im regulären Betrieb machte der Konzern in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Minus von 1,8 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr erwartet die Bahn nun einen Betriebsverlust von 3,5 Milliarden Euro.

(Bild: Keystone)

Im ersten Halbjahr erhöhte eine Abschreibung auf den Unternehmenswert der Nahverkehrstochter Arriva von 1,4 Milliarden Euro den Verlust. Eigentlich sollte Arriva vor der Corona-Krise mit einem Milliarden-Erlös verkauft werden. Der Umsatz sackte auf 19,4 Milliarden Euro von 22 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum ab.

Grossteil der Zivi-Notlageneinsätze enden am 31. Juli

Der Grossteil der Notlageneinsätze von Zivildienstleistenden endet am 31. Juli 2020. Weiterhin unterstützen Zivis jedoch Institutionen im Gesundheits-, Sozial- und Schulwesen in ordentlichen Einsätzen und Kantone mit Bedarf im Contact Tracing.

Damit erfülle der Zivildienst seine Rolle, bedarfsorientiert auch in der Regenerationsphase nach einer Krise Unterstützung zu leisten. Aktuell leisteten 33 Zivis bei kantonsärztlichen Diensten oder kantonalen Führungsorganen Unterstützung im Contact Tracing. Solche Einsätze könnten Wochen bis Monate dauern, teilte das Bundesamt für Zivildienst am Donnerstag mit.

Vom 16. März 2020 bis Ende Juli waren Zivis in 565 Notlageneinsätzen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie in der ganzen Schweiz tätig. Sie leisteten dabei 21’215 Diensttage.

Allein im von der Corona-Pandemie besonders stark betroffenen Kanton Tessin leisteten Zivis 6093 Diensttage. Ebenfalls stark im Einsatz waren Zivis in den Kantonen Aargau (2855 Diensttage) und Zürich (2191 Diensttage).

Mountainbike-EM 2020 findet im Tessin statt

Das kurze Schweizer Radsportjahr 2020 erhält einen zweiten Höhepunkt. Rund drei Wochen nach den Strassen-WM in Aigle-Martigny finden im Kanton Tessin die Mountainbike-EM statt.

(Bild: Keystone)

Die Europameisterinnen und Europameister in den Mountainbike-Disziplinen Cross-Country und Eliminator werden am Monte Tamaro ermittelt. Die Titelkämpfe werden vom 15. bis am 18. Oktober ausgetragen – unmittelbar nach der WM in Leogang in Österreich. Ursprünglich hätten die kontinentalen Titelkämpfe Mitte Mai im österreichischen Graz durchgeführt werden sollen – sie fielen dem Coronavirus zum Opfer. An der EM kommt es somit zur WM-Revanche.

Leichte Entspannung in Spaniens Corona-Hotspots - Massnahmen gelockert

In Spanien gibt es nach Angaben der Behörden Anzeichen für einen Rückgang der täglich registrierten Corona-Infektionen in den besonders betroffenen Regionen Barcelona und Lleida. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Berner Forscher stellen schnellen Corona-Antikörpertest vor

Ein schweizerisch-deutsches Forscherteam aus Bern und Bochum hat einen schnellen Antikörpertest gegen SARS-Cov-2 entwickelt. Bis ein Testresultat vorliegt dauert es nicht mehr bis zu drei Tage, sondern noch 18 Stunden. Zudem braucht es keine aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Flugzeugbauer Airbus fährt Milliardenverlust ein

Die Corona-Krise hat den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand im zweiten Quartal unterm Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie Airbus am Donnerstag in Toulouse mitteilte.

Der Flugzeugbauer drosselt zudem die Produktion seines erfolgreichen Langstreckenjets A350 weiter. «Diese Ergebnisse spiegeln die Auswirkungen von Corona wider, die durch unsere Anpassungsmassnahmen abgemildert worden», sagte Chef Guillaume Faury und gab sich trotz Krise betont positiv.

Es handle sich um eine schwierige Situation mit viel Ungewissheit, so der 52-Jährige Franzose, der seit knapp anderthalb Jahren an der Spitze von Airbus steht. «Mit den Entscheidungen, die wir getroffen und nun umgesetzt haben, glauben wir, dass wir uns in unserer Branche in einer angemessenen Position befinden, um diese herausfordernden Zeiten zu meistern», sagte Faury in einer Telefonkonferenz.

Neue Termine für diverse Titelkämpfe

Der Weltverband World Athletics legte wegen der Coronavirus-Pandemie diverse Termine für Titelkämpfe neu fest. Darunter fällt auch die Halbmarathon-WM im chinesischen Yangzhou, die allerdings nur geringfügig betroffen ist. Der Medaillenkampf in der Spezialdisziplin von Julien Wanders wird nun eine Woche später am 27. März 2022 ausgetragen. Einen neuen Termin gibt es auch für die U20-WM, die vom 17. bis 22. August 2021 – eine Woche nach den Olympischen Spielen in Tokio – in Nairobi stattfinden soll.

Volkswagen-Konzern mit Milliardenverlust – Dividende gekürzt

Der Volkswagen-Konzern hat die Corona-Krise bei Umsatz und Ergebnis voll zu spüren bekommen und ist wie erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern stand im ersten Halbjahr ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro, wie der Automobil-Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Vor einem Jahr hatte VW hier noch 9,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

Weil die Bänder vor allem im März und April lange stillstanden und in Europa sowie Nordamerika kaum Autos abgesetzt werden konnten, sackte der Umsatz um 23 Prozent auf 96 Milliarden Euro ab.

(Bild: Keystone)

Wegen der nach wie vor nicht verlässlich einschätzbaren weiteren Entwicklung will das Management den Dividendenvorschlag für das vergangene Jahr um 1,70 Euro auf 4,86 Euro je Vorzugsaktie kürzen, um die Kasse zu schonen. Stammaktionäre bekommen jeweils 6 Cent weniger.

LafargeHolcim erwartet nach Corona-Einbruch schnelle Erholung

Das Geschäft von LafargeHolcim wurde im ersten Halbjahr 2020 durch den Verlauf der Covid-19-Pandemie geprägt. Der Baustoffkonzern verzeichnete einen deutlich tieferen Umsatz und einen Einbruch beim Betriebsgewinn. Der Höhepunkt der Krise sei aber überwunden und es wird eine schnelle Nachfrageerholung erwartet. Eine konkrete Guidance wird jedoch nicht gegeben.

Die Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie hatten in vielen Ländern und Regionen zu einem Lockdown geführt, durch den auch die Bauindustrie zeitweise stark betroffen wurde. «So schnell wie es herunter gegangen ist, ging es auch wieder hinauf», sagte Konzernchef Jan Jenisch am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Den grössten Effekt hatte die Pandemie im April und auch im März und Mai lag der Gruppenumsatz klar unter Vorjahr.

Freiburg: 240 Personen nach Bar- und Clubbesuchen in Quarantäne

Die Freiburger Behörden haben 240 Personen in Quarantäne geschickt. Wie sie am Donnerstag mitteilten, erhielten die Betroffenen am Dienstagabend eine offizielle SMS des Kantonsarztes. Hier gelangen Sie zum Artikel.

(Bild: Keystone)
Australien: Bundesstaat Victoria meldet Corona-Rekord – neue Regeln

In Australien hat der besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Bundesstaat Victoria am Donnerstag die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Krise verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 723 Fälle hinzugekommen, 13 Menschen seien in Zusammenhang mit Covid-9 gestorben, teilte der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, mit. Am Vortag waren noch weniger als 300 Neuinfektionen gemeldet worden. Nun sollen die Corona-Regeln weiter verschärft werden.

(Bild: Keystone)

Nach dem bereits seit mehr als drei Wochen geltenden Lockdown in der Metropole Melbourne kündigte Andrews jetzt auch eine allgemeine Maskenpflicht für die gesamte Region im Südosten des Landes an. Zudem dürfen in weiten Teilen von Victoria die Menschen keine Besucher mehr in ihren Häusern empfangen. Allerdings werde das Virus besonders häufig am Arbeitsplatz übertragen, sagte Andrews. «Zu viele Menschen gehen weiter zur Arbeit, manche sogar mit einem positiven Testergebnis.»

Der strikte Lockdown in Melbourne soll zunächst noch bis zum 19. August dauern. Ob er noch einmal verlängert wird, ist noch nicht entschieden.

Airbus fährt Verlust von fast zwei Milliarden Euro ein

Die Corona-Krise hat Airbus im ersten Halbjahr einen Verlust von knapp zwei Milliarden Euro eingebrockt. Der konsolidierte Netto-Verlust liege bei 1,9 Milliarden Euro, nach einem Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, teilte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern am Donnerstag mit. Die Konsequenzen der Pandemie für das Geschäft des Unternehmens zeigten sich nun sehr deutlich, sagte Konzernchef Guillaume Faury. Im ersten Halbjahr seien nur noch halb so viele Verkehrsflugzeuge ausgeliefert worden wie im Vorjahreszeitraum.

Instagram löscht Beitrag von Madonna wegen Falschaussagen zu Corona

Der Onlinedienst Instagram hat einen Beitrag des Popstars Madonna gelöscht, in dem die Sängerin irreführende Informationen über ein angebliches Corona-Heilmittel verbreitet hatte.

Ein von Madonna geteiltes Video, das unter anderem auch von US-Präsident Donald Trump weiterverbreitet wurde, sei entfernt worden, weil es «falsche Behauptungen über Heilungs- und Präventionsmethoden für Covid-19 aufgestellt hat», sagte eine Sprecherin des Onlinedienstes Facebook, zu dem Instagram gehört, am Mittwoch.

In dem von Madonna gepostete Video preist die umstrittene texanische Ärztin Stella Immanuel das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin als Wundermittel gegen Coronaviren an. In ihrem Beitrag behauptete Madonna ausserdem gegenüber ihren 15,4 Millionen Anhängern, es sei seit Monaten ein bewährter Corona-Impfstoff verfügbar. Dieser werde jedoch geheim gehalten, «damit die Reichen reicher und die Armen und Kranken kränker werden».

Corona-Rekorde in Brasilien bei Todesfällen und Neuinfektionen

Brasilien hat bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus wie auch bei den Todesfällen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 neue Höchststände verzeichnet.

Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 69’074 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem grössten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2’552 ‚265 Fälle registriert.

(Bild: Keystone)

Auch die am Mittwoch neu gemeldeten 1595 Todesfälle sind ein neuer trauriger Rekord. Allerdings hatte der Bundesstaat São Paulo zuvor – nach einem Bericht der Zeitung «Folha de Sao Paulo» aus technischen Gründen – seine Daten vom Dienstag zurückgehalten, was die tägliche Zählung etwas verzerrt. Mit den neu registrierten Todesfällen durchbrach Brasilien die Marke von insgesamt 90’000 Corona-Toten. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften aber noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet.

Im US-Repräsentantenhaus müssen jetzt Masken getragen werden

Im Plenum des US-Repräsentantenhauses müssen jetzt Atemschutzmasken getragen werden. Dies ordnete die Vorsitzende der Kongresskammer, Nancy Pelosi, am Mittwoch an.

Ohne Atemschutz dürfen Abgeordnete und Mitarbeiter den Plenarsaal nicht mehr betreten. Die Anführerin der oppositionellen Demokraten reagierte mit der Anordnung auf den Fall eines republikanischen Abgeordneten, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Nancy Pelosi am 28. Juli 2020. (Bild: Keystone)

Der Parlamentarier Louie Gohmert aus Texas hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass er positiv auf das Virus getestet worden sei. Er habe jedoch keine Symptome, sagte der 66-Jährige.

Paypal profitiert vom Online-Shopping-Boom in Corona-Krise

Boomende Ausgaben im Internet haben dem Online-Bezahldienst Paypal inmitten der Corona-Krise starke Geschäftszahlen beschert. Im zweiten Quartal schoss der Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 86 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar nach oben.

Zudem gab das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Umsatzanstieg um 22 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Franken bekannt. Das gesamte abgewickelte Zahlungsvolumen kletterte um 29 Prozent auf 222 Milliarden Dollar.

Der kräftige Anstieg zeigt, dass sich die Ausgaben der Konsumenten aufgrund von Ausgehbeschränkungen während der Pandemie stark ins Internet verlagert haben.

Die Quartalszahlen übertrafen die Markterwartungen klar, die Aktie verbuchte nachbörslich deutliche Kursgewinne. Auch für das laufende Vierteljahr zeigte sich Paypal relativ zuversichtlich und stellte ein Umsatzwachstum von 23 Prozent in Aussicht. Für das gesamte Geschäftsjahr 2020 rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Umsatzes um rund 20 Prozent.

Wissenschaftler: Bereits mehr als 150'000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind inzwischen mehr als 150’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwoch (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Bislang gab es in den USA demnach rund 4,4 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

(Bild: Keystone)

Die Opferzahl in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, ist weltweit die bislang höchste in absoluten Zahlen. An zweiter Stelle steht derzeit Brasilien mit fast 90’000 Toten. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Opfer jedoch unter anderem in Belgien, Grossbritannien, Spanien, Italien und Schweden höher als in den USA. In Belgien etwa starben Johns Hopkins zufolge rund 86 Menschen pro 100’000 Einwohner, in Spanien und Italien etwa 60, in Schweden 56. In den USA waren es bislang 45 Menschen pro 100’000 Einwohner – in Deutschland nur 11 Menschen.

Drei Jahre Haft wegen Ansteckungsversuch

In Bahrain ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mann zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er versucht haben soll, Ärzte absichtlich mit dem Virus anzustecken.

Während eines Coronatests habe der Mann seine Maske entfernt und die Ärzte angehustet, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Er habe sich ausserdem in die Hand gehustet und die Ärzte anschliessend berührt. Der Mann war zuvor bei einem ersten Test bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Corona breitet sich in Syrien aus

Das Coronavirus breitet sich den Vereinten Nationen zufolge immer weiter im Bürgerkriegsland Syrien aus. «Fälle wurden jetzt in allen bis auf eine der syrischen Provinzen bestätigt. UN-Mitarbeiter, die in Syrien arbeiten, sind ebenfalls von der Krankheit betroffen», sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat in New York laut Redemanuskript.

Die Anzahl bestätigter Infektionen sei mit einigen Hundert zwar relativ gering, doch die Vereinten Nationen rechneten mit einer hohen Dunkelziffer.

Syrien befindet sich wegen des Krieges und harter Wirtschaftssanktionen westlicher Länder in einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Corona-Notstand in Italien wird bis 15. Oktober verlängert

Italiens Regierung will den coronabedingten Notstand bis zum 15. Oktober verlängern – und weiss dabei die Volksvertretungen hinter sich. Nach dem Senat stimmte am Mittwoch auch das Abgeordnetenhaus der Verlängerung zu. Es gab in der Kammer 286 Ja-Stimmen bei 221 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen. Der Notstand gilt in Italien seit knapp sechs Monaten. Ohne Verlängerung würde er per Ende Juli, also am Freitag, auslaufen.

Der Notstand würde ohne Verlängerung per Ende Juli auslaufen. (Bild: Keystone)
Mögliches Veranstaltungsverbot bis März 2021: Festivalveranstalter nimmt Stellung

Laut Medienberichten prüft der Bundesrat ein Verbot für Grossanlässe bis März 2021. Für viele Festival- und Konzertveranstalter würde dies gar das Ende bedeuten. Christoph Bill, Präsident des Branchenverbandes SMPA, nimmt Stellung zu den Plänen des Bundes.

(Video: Keystone-SDA/Silva Schnurrenberger)
Zahl der Corona-Fälle in St. Wolfgang klettert um sechs auf 68

Im Touristenort St. Wolfgang in Oberösterreich ist die Zahl der Corona-Infektionen um sechs Fälle auf 68 gestiegen. Das teilte das österreichische Bundesland am Mittwoch mit. Die Behörden hätten die Infizierten durch das Aufspüren von Kontaktpersonen gefunden. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter. Die Zahl der betroffenen Betriebe stieg von 17 auf 18. Einige Schutzmassnahmen wurden um eine Woche bis zum 9. August verlängert. So müssen abreisende Gäste ihre Kontaktdaten im Beherbergungsbetrieb hinterlassen. Auch die Vorverlegung der Sperrstunde von ein Uhr nachts auf 23 Uhr bleibt den Angaben zufolge zunächst bestehen. Zwei Lokale hatten freiwillig geschlossen.

Die Zahl der Corona-Fälle in St. Wolfgang klettert um sechs auf 68. (Bild: Keystone)
Deutschland unterstützt Afrika mit 1,4 Millionen Corona-Tests

Die Bundesregierung stellt der Afrikanischen Union (AU) zur Bekämpfung des Coronavirus in Afrika 1,4 Millionen Tests zur Verfügung. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte am Mittwoch in Berlin, die Pandemie könne nur weltweit besiegt werden oder gar nicht. In Afrika werden aktuell pro Tag etwa 20 000 Neuinfektionen gemeldet – doppelt so viel wie vor einem Monat. Am meisten betroffen ist Südafrika. Es liegt weltweit auf Platz fünf der Länder mit den meisten Fällen.

Corona-Fall beim FC Sevilla

Ein Spieler des FC Sevilla ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verein teilte aber nicht mit, um wen es sich handelt. Der Infizierte zeige keine Symptome, sei in gutem gesundheitlichen Zustand und daheim isoliert. Sport- und Gesundheitsbehörden seien informiert und das Training vorübergehend ausgesetzt, hiess es weiter.

Beim FC Sevilla gibt es einen Corona-Fall. Unklar ist, um welchen Spieler es sich dabei handelt. (Archivbild: Keystone)

Sevilla trifft im Achtelfinal der Europa League am 6. August in Duisburg auf die AS Roma. Das Duell zwischen den beiden Klubs wird in nur einem Spiel entschieden, weil das Hinspiel im März wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr ausgetragen werden konnte.

Schweden rät nicht mehr von Reisen in die Schweiz ab

Schweden rät seinen Bürgern nicht länger von Reisen in die Schweiz ab. Gleiches gelte auch für seine skandinavischen Nachbarländer Dänemark und Norwegen sowie für Tschechien.

Das teilte das schwedische Aussenministerium am Mittwoch mit. Von nicht dringend notwendigen Reisen nach Grossbritannien sowie in etwa die Hälfte der EU-Länder, darunter Österreich, Finnland und die Niederlande, wird den Schweden von Regierungsseite dagegen weiter abgeraten. Die Massnahme gilt vorläufig bis zum 12. August.

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Schweden rät seinen Bürgern nicht mehr von Reisen in die Schweiz ab. (Bild: Keystone)
SFL will mit Maskenpflicht wieder halb volle Stadien

Einen Tag nachdem durchgesickert war, dass der Bundesrat das Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis im nächsten März verlängern könnte, machte die Swiss Football League mit einem Schreiben öffentlich, wie sie die Fussballstadien wieder öffnen will.

Das Schutzkonzept der Swiss Football League (SFL) sieht Schutzmasken in allen Bereichen des Stadions und auch für Fans vor sowie den Verzicht auf Gästefans. Ausserdem sollen die Klubs in der Super League nur Sitzplatz-Tickets verkaufen dürfen. «Mit diesen übergeordneten Massnahmen, die mit verschiedenen weiteren Begleitmassnahmen ergänzt werden sollen, können in jedem Stadion mindestens 50 Prozent der jeweiligen Sitzplatzkapazität ausgelastet werden», schreibt die SFL in ihrem Communiqué.

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Die SFL arbeitet an einem Schutzkonzept. Das Ziel: Ab nächster Saison sollen wieder mehr Zuschauer erlaubt werden. (Bild: Keystone)
FIFA bewilligt weitere Corona-Hilfen für Fussball-Verbände

Die FIFA stellt den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden Dollar (1,38 Milliarden Franken) an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung. Der Ratsausschuss des Weltverbands bewilligte einen entsprechenden Hilfsplan. Die Gelder sollen auf drei Säulen beruhen und bis Januar 2021 an die 211 Mitgliedsverbände fliessen.

«Dieser Hilfsplan ist ein herausragendes Beispiel für die Solidarität und das Engagement im Fussball in dieser aussergewöhnlichen Zeit», sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Die FIFA bewilligt den nationalen Fussball-Verbänden 1,5 Milliarden Dollar an Corona-Hilfen. (Archivbild: Keystone)
Quarantänepflicht für Reiserückkehrer gilt auch bei negativem Corona-Test

Wer aus einem Corona-Risikoland in die Schweiz einreist, muss in Quarantäne – auch wenn die Person einen negativen Coronavirus-Test vorweisen kann. Denn ein negatives Testergebnis schliesse eine Infektion nicht aus, präzisierte das BAG am Mittwoch auf seiner Website.

Denn nach der Ansteckung dauere es mindestens fünf Tage, bis sich das Virus so verbreitet habe, dass es in einem Halsabstrich nachgewiesen werden könne, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. «Aus diesem Grund haben wir den Zusatz angefügt».

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Das BAG präzisiert: Reiserückkehrer aus Ländern, die auf der Quarantäne-Liste stehen, müssen auch bei einem negativen Corona-Test in Quarantäne. (Bild: Keystone)
Kein Super10Kampf in diesem Jahr

Der diesjährige Super10Kampf findet infolge der Corona-Pandemie nicht statt. Das hat der Stiftungsrat der Schweizer Sporthilfe nach einer gründlichen Situationsanalyse entschieden.

Mit der Absage der Benefizveranstaltung zugunsten des Schweizer Sports entgehen der Stiftung rund zwei Millionen Franken an Einnahmen. Dies entspricht laut Geschäftsführer Steve Schennach rund einem Fünftel der jährlichen Einnahmen.

Der Super10Kampf wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. (Archivbild: Keystone)
Corona-Krise brockt Boeing Milliardenverlust ein

Die Corona-Krise hat dem US-Flugzeugbauer Boeing im abgelaufenen Quartal einen höheren Verlust eingebrockt als befürchtet. Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von rund 2,4 Milliarden US-Dollar (gut 2 Milliarden Euro), nachdem das Flugverbot für den Mittelstreckenjet 737 Max ein Jahr zuvor bereits ein Minus von 2,9 Milliarden Dollar verursacht hatte. Damit fiel der neuerliche Verlust in etwa doppelt so hoch aus wie von Analysten im Schnitt erwartet.

Audi beendet Kurzarbeit im September

Audi beendet die Kurzarbeit in seinen deutschen Werken. Zwar werde sie mit dem August noch um einen Monat verlängert, doch für September werde das Unternehmen keine Kurzarbeit mehr für Ingolstadt und Neckarsulm anmelden, heisst es in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Begonnen hatte die Kurzarbeit bei Audi am 23. März.

Die Firma Audi will die Kurzarbeit Ende August nach rund fünf Monaten beenden. (Symbolbild: Keystone)
Deutsche Bank sieht sich trotz Corona-Krise auf Kurs

Die Deutsche Bank schöpft ausgerechnet in der Corona-Krise Hoffnung. Nach einem überraschend guten Abschneiden im zweiten Quartal zeigte sich das Geldhaus etwas zuversichtlicher für den Rest des Jahres. Man arbeite weiterhin auf das ursprüngliche Ziel hin, auch im Gesamtjahr vor Steuern schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Finanzchef James von Moltke bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Mittwoch.

 
Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal trotz Corona überraschend gut abgeschnitten. (Symbolbild: Keystone)

Zwischenzeitlich hatte er sich skeptischer geäussert. Angesichts der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Pandemie sei man aber noch vorsichtig, sagte der Finanzchef nun. Trotz des deutlichen Stellenabbaus im Zuge des Konzernumbaus hat sich die Stimmung der Mitarbeiter verbessert.

«Niemand mag mich» – Trump beklagt sich über Corona-Umfragewerte

US-Präsident Donald Trump hat sich über seine Beliebtheitswerte in Umfragen beklagt. «Ein Mann arbeitet für uns – mit uns, sehr eng, Dr. (Anthony) Fauci, und Dr. (Deborah) Birx, die auch sehr geschätzt wird. Sie werden sehr geschätzt, aber niemand mag mich», sagte Trump in einer Pressekonferenz am Dienstag (Ortszeit) mit Verweis auf die beiden Mitglieder der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses. «Es kann nur an meiner Persönlichkeit liegen», fügte er hinzu.

Trump betonte, er verstehe sich mit dem renommierten Immunologen Fauci sehr gut. «Und er hat diese hohen Zustimmungswerte. Warum also habe ich – und auch die Regierung – keine hohen Zustimmungswerte in Bezug auf das Virus? Sie sollten sehr hoch sein.»

Philippinen trotz steigender Zahlen mit neuen Corona-Lockerungen

Die Philippinen haben trotz steigender Corona-Infektionszahlen und eines überforderten Gesundheitssystems weitere Lockerungen angekündigt. Ab dem 1. August dürften unter anderem Fitnesscenter und andere Sporteinrichtungen, Internetcafés, Kosmetikstudios und Autokinos mit bis zu 30 Prozent der Kapazität wieder öffnen, teilte die Regierung am Mittwoch mit.

Die Leute stehen im Stadium in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, Schlange, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. (Bild: Keystone)

Gleichzeitig warnte Gesundheitsministerin Maria Rosario Vergeire, dass das Gesundheitssystem des südostasiatschen Archipels mit seinen 106 Millionen Einwohnern überfordert sei. Sie forderte die Bürger auf, dringend die Hygie- und Abstandsregeln einzuhalten und, soweit wie möglich, weiter zu Hause zu bleiben.

Mehr als die Hälfte der Slum-Bewohner in Mumbai hatte Corona

57 Prozent der Bewohner von drei Slums in der indischen Millionenmetropole Mumbai haben laut einer neuen Studie Antikörper gegen die Lungenerkrankung Covid-19 im Blut. In Gebieten ausserhalb der dicht besiedelten Slums hatten demnach lediglich 16 Prozent entsprechende Antikörper.

Bei dem Corona-Antikörper-Test im Juli seien knapp 7’000 Proben ausgewertet worden, teilten die Behörden in Mumbai mit, die am Test beteiligt worden waren. Die Werte sind entsprechend hochgerechnet worden.

Das Gesundheitspersonal überprüft die Einwohner des Slums auf Covid-19-Symptome. (Bild: Keystone)

Diese Zahlen sind deutlich höher als die offiziellen Corona-Zahlen, viele Infizierte sind demnach also nie erfasst worden. Dies deute aber auch darauf hin, dass viele davon asymptomatisch waren, hiess es in der Mitteilung. Offiziell gab es bislang im Mumbai mehr als 110’000 Fälle.

Schweizer Temporärbranche wegen Corona mit Rekord-Einbruch

Die Temporärarbeitenden in der Schweiz haben im zweiten Quartal wegen der Coronapandemie knapp ein Viertel weniger Arbeitsstunden als im Vorjahr geleistet – und dies noch ohne Berücksichtigung von Kurzarbeitsstunden. Nach Aufhebung der Sonderregelung für Kurzarbeit rechnet der Branchenverband Swissstaffing nun mit einer Welle von Arbeitslosen.

Ungefähr 20’000 temporär Angestellte seien derzeit in Kurzarbeit, teilte Swissstaffing am Mittwoch mit. Für sie gilt eine Sonderregelung, die der Bund wegen der Coronakrise erlassen hat. Denn unter normalen Umständen ist Kurzarbeitsentschädigung für temporär Angestellte gar nicht vorgesehen, wie Marius Osterfeld von Swissstaffing zur Nachrichtenagentur AWP sagte.

Nun befürchtet der Verband der Temporärarbeitenden, dass diese Menschen arbeitslos werden könnten, sofern ihre Arbeitgeber sie bis Ende August nicht wieder einsetzen können. Dann nämlich hebt der Bund die Notverordnung auf. Ein Corona-Gesetz sei jedoch noch nicht ausgearbeitet und damit fehle für die temporär Angestellten eine Übergangslösung. Swissstaffing-Chef Leif Angéus sagte deshalb, das Parlament mèsse dringend handeln und Kurzarbeit für Temporärarbeitende ins Gesetz integrieren.

Stade Nyonnais in Quarantäne

Nach mehreren Corona-Fällen im Team müssen sich die Fussballer von Stade Nyonnais in eine häusliche Quarantäne begeben. Vier Spieler und ein Staff-Mitglied des Promotion-League-Vereins wurden positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Trainer Anthony Braizat gegenüber der Tageszeitung «La Côte» bestätigte.

Auf Anordnung der kantonalen Behörden wurden deshalb alle Mitglieder der 1. Mannschaft in eine bis zum 5. August dauernde Quarantäne geschickt. Das für den 9. August geplante Cupspiel der 1. Hauptrunde gegen den Ligakonkurrenten Bavois wird voraussichtlich verschoben.

Österreich verlängert Kurzarbeitsmodell in Coronakrise

Österreich verlängert sein Corona-Kurzarbeitsmodell in etwas veränderter Form um weitere sechs Monate bis Ende März 2021. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien an. Das Modell sei überarbeitet worden, «um es treffsicherer zu machen und Missbrauch zu verhindern», sagte Kurz nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) Wolfgang Katzian, und dem Chef der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Harald Mahrer.

(Bild: Keystone)

Laut Katzian werden die Kriterien für den Bezug der Kurzarbeit präziser gefasst. Ausserdem muss im Regelfall der Beschäftigte zumindest 30 Prozent – bisher waren es im Regelfall zehn Prozent – der Arbeitszeit vor der Kurzarbeit tätig sein. Abhängig von der Höhe des Einkommens können Betroffene weiterhin mit 80 bis 90 Prozent des letzten Gehalts rechnen.

In Spitzenzeiten waren in Österreich 1,3 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Zuletzt betrug ihre Zahl 447’000. Wegen des äusserst schwierigen Exportgeschäfts drohe in der Industrie, die aktuell noch alte Aufträge abarbeite, im Herbst und Winter eine besonders schwierige Lage, warnte Mahrer.

Schaffhauser Kantonsspital: Drei Angestellte mit Corona angesteckt

Drei Mitarbeitende am Kantonsspital Schaffhausen sind am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vermutlich steckten sich alle beim selben Patienten an.

Zwei der infizierten Personen arbeiten auf der Intensivstation, eine auf der Isolationsstation, wie die Spitäler Schaffhausen am Mittwoch mitteilten. Weitere Angaben zu Funktion, Geschlecht oder Alter machen die Spitäler aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht.

(Archivbild: Keystone)

Die Mitarbeitenden steckten sich offenbar trotz Schutzmassnahmen an. Alle drei hatten am Mittwoch leichte Symptome und es ging ihnen den Umständen entsprechend gut, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Im Zusammenhang mit diesen Infektion wurden 70 weitere Personen identifiziert, die sich bei den drei Mitarbeitenden mit Covid-19 hätten infizieren können. Sie wurden vom Contact-Tracing-Team des Kantons bis Mittwochmorgen kontaktiert.

BAG meldet 193 Neuinfektionen

In der Schweiz sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb eines Tages 193 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Hier geht‘ s zum Artikel.

Sydney zu Corona-Hotspot erklärt – Queensland schottet sich ab

Queensland hat die Millionenmetropole Sydney zu einem Corona-Hotspot erklärt und führt Beschränkungen für Besucher aus der Stadt ein. Hier geht’s zum Artikel.

(Bild: Keystone)
Ringen um ein weiteres billionenschweres US-Corona-Hilfspaket

Der Streit um ein neues Corona-Hilfspaket in den USA geht kurz vor dem Auslaufen einer wichtigen Frist weiter. Demokraten und Republikaner im US-Kongress ringen derzeit um ein billionenschweres Paket, eine Einigung war zunächst nicht in Sicht.

Am Dienstag (Ortszeit) kritisierten Demokraten einen zuvor von den Republikanern vorgelegten Vorschlag für ein neues Hilfspaket mit einem Gesamtumfang von rund einer Billion US-Dollar (860 Milliarden Euro).

(Bild: Keystone)

Besonders umstritten sind dabei die Hilfen für Arbeitslose, die im Frühjahr im Zuge der Corona-Krise eingeführt worden waren. Die damals vereinbarte Wochenpauschale des Bundes für Arbeitssuchende in Höhe von 600 Dollar läuft am Freitag aus.

Rekord an Corona-Neuinfektionen in Israel - Protest gegen Minister

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf ein Rekordhoch gestiegen. Das Gesundheitsministerium des Landes teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 2093 Fälle gemeldet worden – so viele wie nie zuvor an einem Tag.

Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag galt zuletzt als Marke für schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.

In die Kritik geraten ist auch Polizeiminister Amir Ochana, dem Gegner vorwerfen, die Proteste gegen Netanjahu unterdrücken zu wollen. Nach einer Demonstration vor Ochanas Wohnhaus in Tel Aviv kam es am Dienstagabend zu Gewalt. Mutmassliche Mitglieder einer rechten Hooligangruppe sollen sich Berichten zufolge unter die Demonstranten gemischt und sie attackiert haben. Der Polizei zufolge wurden vier Menschen festgenommen. Sie seien an Störungen der öffentlichen Ordnung und Strassenblockaden beteiligt gewesen.

Covid-19-Berichterstattung «tendenziell positiv»

Eine Studie der Universität Zürich beurteilte die Corona-Berichteratattung der vergangenen Woche. Diese sei «tendenziell positv» mit Luft nach oben. Hier gelangen Sie zum Artikel.

(Bild: Keystone)
Über 370 Reiserückkehrer sind im Kanton Solothurn in Quarantäne

Im Kanton Solothurn haben sich am Mittwoch 373 Reiserückkehrer in Corona-Quarantäne befunden. Insgesamt wurde laut der Staatskanzlei seit dem Beginn der Meldepflicht am 6. Juli bei 530 Personen, die aus Risikoländern eingereist waren, eine Quarantäne angeordnet.

Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Grossbritannien will möglichen Corona-Impfstoff von Sanofi und GSK

Die britische Regierung hat sich den Zugriff auf einen möglichen Impfstoff der Pharma-Riesen Sanofi und GlaxoSmithKline gegen das Coronavirus gesichert. Sie unterzeichnete einen entsprechenden Vertrag für die Lieferung von bis zu 60 Millionen Impfdosen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

Es handelt sich bereits um die vierte solche Übereinkunft. Sanofi und GSK hatten sich im April für die Entwicklung eines Impfstoffs zusammengetan. Die Konzerne rechnen für die erste Jahreshälfte 2021 mit einer behördlichen Genehmigung ihres Impfstoffs, wenn die klinischen Tests erfolgreich verlaufen sollten.



Grossbritannien wolle sich frühzeitig den Zugriff auf mehrere vielversprechende Impf-Projekte sichern, um die Chancen zu steigern, dass ein Stoff darunter sei, der funktioniere, sagte ein Regierungsvertreter. Verträge für einen möglichen Impfstoff gibt es unter anderem auch bereits mit den Unternehmen BioNTech und Pfizer.

Corona-Krise brockt Santander zweistelligen Milliardenverlust ein

Die spanische Grossbank Santander ist wegen der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen gerutscht. Wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf die Geschäfte in Grossbritannien, Polen und den Vereinigten Staaten lag der Verlust in den ersten sechs Monaten bei fast elf Milliarden Euro, wie die im EuroStoxx 50 notierte Bank am Mittwoch in Santander mitteilte. In den ersten sechs Monaten 2019 hatte die Bank noch etwas mehr als drei Milliarden Euro verdient.

Grund für die Abschreibungen sind vor allem niedrigere Erwartungen an die künftigen Erträge infolge der Corona-Krise in den genannten Märkten. Aber auch bereinigt um die Sondereffekte hinterliess das Corona-Virus tiefe Spuren in der Bilanz. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank um mehr als die Hälfte auf 1,9 Milliarden Euro. Dies geht vor allem auf eine um 63 Prozent auf sieben Milliarden Euro erhöhte Risikovorsorge zurück.

Geschlossene Sportgeschäfte treiben Puma in die roten Zahlen

Geschlossene Sportgeschäfte und Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise haben Puma tief in die roten Zahlen getrieben. Im zweiten Quartal stand ein Nettoverlust von 95,6 Millionen Euro zu Buche, weil der Umsatz um 31 Prozent auf 831 Millionen einbrach, wie der drittgrösste Sportartikelkonzern der Welt am Mittwoch mitteilte.

(Bild: Keystone)

Ein Jahr zuvor hatte Puma noch 49,7 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Dabei habe sich das Quartal etwas besser entwickelt als gedacht. Auf eine Prognose lässt sich das Unternehmen nicht ein, weil die Infektionszahlen weltweit steigen: «Während Pumas derzeitige Geschäftsentwicklung sogar auf eine vollständige Erholung vor Jahresende hindeuten könnte, ist das Risiko einer zweiten Welle mit einem weiteren Lockdown nach wir vor sehr hoch.»

Philippinen trotz steigender Zahlen mit neuen Corona-Lockerungen

Die Philippinen haben trotz steigender Corona-Infektionszahlen und eines überforderten Gesundheitssystems weitere Lockerungen angekündigt. Ab dem 1. August dürften unter anderem Fitnesscenter und andere Sporteinrichtungen, Internetcafés, Kosmetikstudios und Autokinos mit bis zu 30 Prozent der Kapazität wieder öffnen, teilte die Regierung am Mittwoch mit.

Gleichzeitig warnte Gesundheitsministerin Maria Rosario Vergeire, dass das Gesundheitssystem des südostasiatschen Archipels mit seinen 106 Millionen Einwohnern überfordert sei. Sie forderte die Bürger auf, dringend die Mindestgesundheitsstandards einzuhalten und, soweit wie möglich, weiter zu Hause zu bleiben.

(Bild: Keystone)

Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle auf den Philippinen liegt mittlerweile bei etwa 84.000, mehr als 1900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Deutsche Bank bleibt trotz Corona-Krise in der Gewinnzone

Die Deutsche Bank hat sich im zweiten Quartal dank höherer Einnahmen und gesenkter Kosten in der Corona-Krise vor Steuern in der Gewinnzone gehalten. Trotz hoher Belastungen durch drohende Kreditausfälle in der Corona-Krise stand vor Steuern ein Gewinn von 158 Millionen Euro, nachdem der teure Radikalumbau dem Institut ein Jahr zuvor einen Verlust von mehr als 946 Millionen Euro eingebrockt hatte.

Unter dem Strich blieb für die Aktionäre dennoch ein Verlust von 77 Millionen Euro nach einem Minus von 3,3 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Dabei übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten.



«Wir haben in einem schwierigen Umfeld unsere Erträge gesteigert und unsere Kosten weiter gesenkt und sind auf einem guten Weg, alle unsere Ziele zu erreichen», sagte Vorstandschef Christian Sewing. Für drohende Kreditausfälle musste das Institut im zweiten Quartal allerdings 761 Millionen Euro zurücklegen, fast fünfmal so viel wie ein Jahr zuvor.

Eine einzige Person steckte vermutlich 700 Menschen auf der «Diamond Princess» an

Anfang Februar steckten sich über 700 Personen auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» mit dem Coronavirus an. Jetzt kam raus: Höchstwahrscheinlich wurden alle von einer einzigen Person angesteckt. Zu diesem Schluss kam eine Studie, bei der das Virus genetisch analysiert wurde. Es waren alles Erreger der gleichen Mutation.

Dafür wurden 148 Proben von den sich auf dem Schiff befindenden Personen für die Studie genutzt. Ein Team des japanischen Instituts für Infektionskrankheiten veröffentlichte das Resultat im US-Fachblatt PNAS.

US-Notenbank Fed legt weiteren Kurs in der Corona-Krise fest

Die US-Notenbank Federal Reserve wird am Mittwoch ihren weiteren Kurs im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise vorstellen. Analysten rechneten dabei nicht mit grösseren Entscheidungen, erwarteten aber mit Spannung Zentralbankchef Jerome Powells Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Powell dürfte sich bei seiner Pressekonferenz (ab 20.30 Uhr MESZ) auch zur anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in den USA und den Bemühungen im Kongress zum Abschluss eines weiteren Konjunkturpakets äussern.

Der Geldmarktausschuss der Notenbank dürfte den Leitzins am Ende seiner zweitägigen Beratungen unverändert bei fast Null belassen. Die Fed hatte zudem bereits am Dienstag angekündigt, dass die Ende September auslaufenden Krisenprogramme zum massiven Ankauf von Anleihen bis Jahresende verlängert würden.

Russland will in zwei Wochen Corona-Impfstoff zulassen

Die fieberhafte Suche nach einem Corona-Impfstoff soll in Russland zu einem Resultat gekommen sein. Viele Fragen bleiben offen. Lesen Sie hier mehr.

(Symbolbild: Keystone)
Lust am Online-Shopping lässt Ebay optimistischer auf 2020 blicken

Die Lust am Online-Shopping während der Coronavirus-Ausgangssperren lässt das US-Auktionshaus Ebay optimistischer auf das Gesamtjahr blicken. Das Unternehmen hob am Dienstag seine Geschäftsprognosen an.

Gleichzeitig rechnet der Konzern nun mit einem Nettoumsatz im Gesamtjahr zwischen 10,56 und 10,75 Milliarden Dollar. Das entspreche einem Wachstum von zwölf bis 14 Prozent. Auch im dritten Quartal dürfte es besser laufen, als von Analysten erwartet werde.

Im Frühjahr, das von den weltweiten Ausgangssperren geprägt war, stieg der Umsatz auf 2,87 Milliarden Dollar von 2,42 Milliarden Dollar vor Jahresfrist. Experten hatten 2,8 Milliarden Dollar erwartet. Weil im Kampf gegen das Coronavirus Geschäfte geschlossen wurden, kauften viele Verbraucher stattdessen im Internet ein. Das gesamte abgewickelte Verkaufsvolumen der Plattform kletterte um 26 Prozent auf 27,1 Milliarden Dollar.

Visa erleidet Gewinneinbruch in Coronavirus-Krise

Die Zurückhaltung von Verbrauchern in der Coronavirus-Pandemie hat den Kreditkartenanbieter Visa fast ein Viertel seines Gewinns gekostet. Der Konzern verdiente unter dem Strich im abgelaufenen Quartal mit 2,37 Milliarden Dollar 23 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Dies teilte Visa am Dienstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit. Der Nettoumsatz sank zudem im Betrachtungszeitraum um 17 Prozent auf 4,84 Milliarden Dollar.

Es ist der erste Rückgang binnen Jahresfrist bei Umsatz und beim um Sondereffekte bereinigtem Nettogewinn seit dem Börsengang im Jahr 2008.

Menge an Corona-Tests stellt USA auf die Probe

Hunderttausende Corona-Tests pro Tag stellen die Vereinigten Staaten auf die Probe – längere Wartezeiten könnten das Aufspüren von Erkrankten in der Bevölkerung dabei erschweren. Zuletzt hatten sich die Berichte und Beschwerden in Sozialen Netzwerken gehäuft, dass Testergebnisse in einigen Teilen des Landes teilweise erst nach einer Woche oder später zu Verfügung stünden.

Je länger ein potenziell Erkrankter aber warten muss, desto schwerer sind möglicherweise ebenfalls infizierte Kontaktpersonen aufzuspüren. Auch ein negatives Ergebnis hat nach einer Zeit nur noch begrenzte Aussagekraft, denn die betreffende Person könnte sich auch in der Zwischenzeit angesteckt haben.

(Bild: Keystone)

«Die anhaltend hohe Nachfrage hat unsere Testkapazität belastet und die Verzögerungen bei den Ergebnissen verursacht», teilte eines der führenden Unternehmen für Tests, Quest Diagnostics, mit. Dabei seien die Möglichkeiten, die Kapazitäten weiter zu steigern, vor allem wegen mangelnden Nachschubs unter anderem an notwendigen Chemikalien begrenzt: «Wir schätzen die Bemühungen unserer Lieferanten, die daran arbeiten, diese Waren so schnell wie möglich an uns und andere Laboranbieter zu liefern, während die weltweite Nachfrage steigt.»

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore haben die Vereinigten Staaten ihre Anzahl an durchgeführten Test stetig erhöht und liegt momentan bei mehr als 800.000 pro Tag.

Lieferdienste helfen Kaffeehauskette Starbucks in der Corona-Krise

Der Umsatz bei der US-Kaffeehauskette Starbucks ist während der Coronavirus-Zwangspause weniger stark zurückgegangen, als weithin erwartet worden war. Zahlreiche Kunden liessen sich ihren Kaffee liefern oder nutzten Abholdienste.

Dies gab das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss bekannt.D ie Erlöse sanken demnach im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis weltweit um 40 Prozent und in Amerika um rund 41 Prozent. Analysten hatten jedoch mit einem etwas stärkeren Minus gerechnet.

Der Gesamtumsatz schrumpfte rund 38 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Starbucks-Chef Kevin Johnson sagte allerdings, das Geschäft erhole sich derzeit weltweit. Zudem seien die meisten der Cafés inzwischen wieder geöffnet.

Deutlicher Anstieg der Onlinenutzung durch Kinder in Corona-Krise

Kinder und Jugendliche in Deutschland haben während der Schulschliessungen in der Coronavirus-Krise deutlich mehr Zeit in den Onlinenetzwerken und mit Online-Spielen verbracht als zu anderen Zeiten. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK Gesundheit stieg die durchschnittliche Verweildauer von Zehn- bis 17-Jährigen in den sozialen Medien werktags um 66 Prozent.

Dies berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch. Die Nutzungsdauer von Onlinespielen an diesen Tagen stieg demnach um 75 Prozent.

(Symbolbild: Keystone)

Die Studie wird an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) in Berlin offiziell vorgestellt. Forscher des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hatten dafür rund 1200 Familien mit Kindern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren befragen lassen. Verglichen wurden dabei Erhebungsdaten von September 2019 und April 2020.

Trotz Vorsichtsmassnahmen: Corona-Fälle in China steigen wieder

Trotz strenger Vorsichtsmassnahmen erlebt China die höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten. Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldete die Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking rund 100 neue Fälle. Grössere Ausbrüche gibt es in Ürümqi in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die Infektionen durch Reisende in neun andere Städte ausgebreitet – auch nach Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnete.

Eine Frau in Hong Kong, China am 28. Juli 2020. (Bild: Keystone)

Da China praktisch eine «Null-Fälle-Politik» verfolgt, reagieren die Behörden mit strengen Massnahmen. In Dalian, wo der Ursprung des Ausbruchs in einer Fischfabrik vermutet wird, wurde schon die Hälfte der sechs Millionen Einwohner getestet. In Ürümqi stehen die Tests der 3,5 Millionen Einwohner vor dem Abschluss. Die Hauptstadt von Xinjiang berichtete am Montag 89 neue Infektionen.

65 Bootsmigranten in Malta positiv auf Coronavirus getestet

65 aus Seenot gerettete Migranten sind in Malta positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab das Gesundheitsministerium des Landes am Dienstag bekannt. Die Menschen gehören zu einer grösseren Gruppe, die am Montag im Mittelmeer aufgenommen und nach Malta gebracht worden war.

Insgesamt waren 94 Bootsflüchtlinge von den maltesischen Militärs an Land gebracht worden, nachdem ihr Boot leck geschlagen war. Der kleinere Teil der Gruppe habe negative Testergebnisse gehabt, einige Auswertungen standen am Dienstag noch aus.

65 aus Seenot gerettete Migranten sind in Malta positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild: Keystone)
Italien will Corona-Notstand bis Oktober verlängern

Italiens Regierung will den coronabedingten Notstand bis Oktober verlängern. Er gilt in dem Mittelmeerland seit rund sechs Monaten, das aktuell gültige Dekret läuft Ende Juli aus. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Dienstag im Senat, der kleineren von zwei Parlamentskammern, dass eine Verlängerung «unvermeidlich» sei.

Politiker der rechten Opposition und einige Rechtsexperten sind gegen eine solche Verlängerung. Sie sehen Grundrechte in Gefahr und werfen der Regierung vor, dass sie mit Dekreten am Parlament vorbei regieren wolle. Aufgrund der Kritik wollte Conte in beiden Kammern für die Massnahme werben. Bis wann im Oktober der Notstand gelten könnte, war zunächst nicht sicher.

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Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hält eine Verlängerung des Corona-Notstands im Land für «unvermeidlich». (Bild: Keystone)
Israels Corona-Beauftrager: Armee mehr in Anti-Virus-Kampf einbinden

Israels neuer Corona-Beauftragter Ronni Gamzu will die Armee deutlich stärker in den Kampf gegen das Virus einbinden. «Die Armee hat die Technologie, sie hat die Fähigkeiten», sagte Gamzu am Dienstag bei der Vorstellung eines Aktionsplans vor Journalisten. Das Ziel sei es, die Ansteckungsrate unter den kritischen Wert von eins zu senken. Deshalb müssten noch mehr Corona-Tests gemacht und die Zeit vom Test über die epidemiologische Untersuchung bis zur Quarantäne deutlich verkürzt werden.

Gamzu sprach von einem «neuen Vertrag» mit den Bürgern Israels. Er werde alles tun, um überflüssige Corona-Einschränkungen zu vermeiden, betonte er. Im Gegenzug verlange er von den Bürgern, im Kampf gegen das Coronavirus mehr mitzuhelfen. Das Motto laute: «Minimum Einschränkungen, Maximum Diszpilin.» Die Menschen müssten mehr Masken tragen, die Hygieneregeln einhalten und Abstand halten, mahnte Gamzu.

Weisrussischer Präsident Lukaschenko: Hatte Coronavirus und keine Symptome

Vor der Präsidentenwahl in Belarus (Weissrussland) hat der 65 Jahre alte Staatschef Alexander Lukaschenko nach eigenen Angaben eine Coronavirus-Erkrankung ohne Symptome überstanden. «Sie treffen heute einen Menschen, der es fertiggebracht hat, das Coronavirus auf den Beinen zu überstehen», sagte Lukaschenko am Dienstag in der Hauptstadt Minsk der Staatsagentur Belta zufolge. Die Ärzte hätten bestätigt, dass er das Virus symptomfrei überstanden habe. Zugleich entschuldigte er sich für seine heisere Stimme.

Der von seinen Gegnern als «Europas letzter Diktator» kritisierte Politiker will sich am 9. August zum sechsten Mal zum Präsidenten wählen lassen. Der umstrittene Staatschef hatte das Coronavirus immer wieder kleingeredet und als Psychose abgetan.

Der weissrussische Staatschef Alexander Lukaschenko redet das Coronavirus immer wieder klein und hat nun laut eigener Aussage eine Infektion mit diesem ohne Symptome überstanden. (Bild: Keystone)
EU-Coronahilfe für Kenia, Bangladesch, Ecuador und El Salvador

Die Europäische Union hilft Kenia in der Corona-Krise mit 20’000 Schutzmasken, 50’000 Testkits, Desinfektionsmitteln und Laborbedarf. Nach der Lieferung werde die slowakische Maschine EU-Bürger mitnehmen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in dem ostafrikanischen Land gestrandet seien, sagte der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic, am Dienstag in Brüssel.

Die Hilfe läuft über den EU-Katastrophenschutzmechanismus. Afrikanische Länder betonen immer wieder die Notwendigkeit einer gerechten Verteilung von Versorgungsgütern im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

«Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen wir gemeinsam handeln, weltweit», sagte Lenarcic. Über den Katastrophenmechanismus verschicke auch Frankreich diese Woche medizinische Hilfsgüter und Ausrüstung nach Bangladesch, Ecuador und El Salvador.

Christopher Nolans Thriller «Tenet» startet nun doch im August

Christopher Nolans neuer Thriller «Tenet» soll nach mehrfacher Verschiebung aufgrund der Corona-Pandemie nun doch Ende August in über 70 Ländern weltweit starten. Das gab das Filmstudio Warner Bros. am Montag (Ortszeit) bekannt. Der Start in den Deutschschweizer Kinos ist für 27. August geplant, in den USA folgen einzelne Kinos am «Labor Day»-Wochenende vom 7. September.

Robert Pattinson (rechts) und John David Washington werden nun doch Ende August in «Tenet» auf der Leinwand zu sehen sein. (Bild: Keystone/Melinda Sue Gordon/Warner Bros. Entertainment via AP)
Griechenland kehrt zur allgemeinen Maskenpflicht zurück

Wegen steigender Ansteckungszahlen kehrt Griechenland zur allgemeinen Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen geschlossenen Räumen zurück. Sie gilt ab Mittwoch unter anderem in Banken, Supermärkten, Coiffeur- und Schönheitssalons sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Zivilschutzminister Nikos Hardalias verkündete die Massnahme in Athen. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss eine Geldbusse von 150 Euro zahlen.

Auch wenn die Ansteckungszahlen in den letzten Tagen wieder gestiegen sind, ist die Lage in Griechenland nicht so ernst wie in anderen Ländern. Es bestehe «kein Grund zur Panik», so Hardalias. In Griechenland wurden bislang knapp 4200 Infektionsfälle registriert, 202 Menschen starben. Seit Beginn der Tourismussaison verzeichnet das Land jedoch einen deutlichen Anstieg an bei den Infektionen.

Griechenland reagiert auf die steigenden Ansteckungszahlen und führt ab Mittwoch eine allgemeine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen geschlossenen Räumen ein. (Symbolbild: Keystone)
Nun auch generelle Maskenpflicht in Madrid

Als letzte Region auf dem spanischen Festland hat nun auch die Hauptstadt Madrid eine umfassende Maskenpflicht zur Verhinderung von Corona-Infektionen angekündigt.

Ein Mund-Nasenschutz müsse künftig nicht nur wie bisher in geschlossenen öffentlichen Räumen, sondern auch im Freien getragen werden, und zwar auch wenn der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen gewahrt werden könne, sagte die Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso am Dienstag. Nur beim Sport und aus medizinischen Gründen gibt es Ausnahmen.

Schon bisher haben die meisten Bürger der Stadt freiwillig auch im Freien Masken getragen. Nur auf den Kanaren darf man noch ohne Maske Spazieren gehen.

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In Madrid muss nun auch im Freien eine Maske getragen werden, auch wenn der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden könne. (Bild: Keystone)
Real-Madrid-Stürmer Diaz mit positivem Corona-Test

Real Madrid muss im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester City am 7. August auf Mariano Diaz verzichten. Der 26-jährige Stürmer wurde positiv auf das Coronavirus getestet, wie der spanische Meister mitteilte. Er zeige keine Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Erst am Montag hatte der britische Sender Sky Sports News berichtet, dass Real von der zur Zeit in Grossbritannien geltenden Quarantänepflicht für Einreisende aus Spanien ausgenommen sei. Auf diese Weise wolle die Regierung sicherstellen, dass internationale Sportereignisse trotz der gegenwärtigen Corona-Lage wie geplant stattfinden können.

Real Madrid hat einen Corona-Fall: Stürmer Mariano Diaz ist positiv getestet worden und befindet sich in Quarantäne. (Bild: Keystone)
Corona-Krise verhagelt McDonald's weiter die Geschäfte

Die Corona-Pandemie setzt dem weltgrössten Fast-Food-Konzern McDonald’s weiter stark zu. Im zweiten Quartal brach der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreswert um 68 Prozent auf 484 Millionen US-Dollar (412 Mio Euro) ein, wie der Burger-King-Rivale am Dienstag in Chicago mitteilte. Die Erlöse fielen um gut 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar, der flächenbereinigte Umsatz in Filialen weltweit um 24 Prozent.

Damit gingen die Verkäufe und das Nettoergebnis stärker zurück als von Analysten erwartet. Konzernchef Chris Kempczinski betonte jedoch, dass sich die Lage mit der Lockerung der coronabedingten Lockdown-Massnahmen rund um den Globus im Verlaufe des Quartals kontinuierlich verbessert habe. McDonald’s sei gut aufgestellt, um erfolgreich und letztendlich gestärkt durch die Krise zu kommen.

Auch der Fast-Food-Riese McDonald’s macht wegen der Corona-Krise stürmische Zeiten durch. (Symbolbild: Keystone)
Daimler reduziert Arbeitszeit und streicht die Prämie

Auch für die Beschäftigten des Autobauers Daimler bringt die Corona-Krise nun finanzielle Einbussen mit sich – im Gegenzug bleiben aber ihre Jobs gesichert. Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat hätten sich auf Eckpunkte zur Reduzierung der Personalkosten und zur Beschäftigungssicherung geeinigt, teilte Daimler am Dienstag mit.

Wesentliche Punkte: Die Arbeitszeit wird reduziert, die Prämie gestrichen und das sogenannte tarifliche Zusatzgeld automatisch in freie Tage umgewandelt. Der Konzern reagiere damit auf die deutliche Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie.

Harley-Davidson schreibt Verlust

Der traditionsreiche US-Motorradbauer Harley-Davidson gerät in der Corona-Krise weiter unter Druck. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust von 92 Millionen US-Dollar (79 Mio Euro) an, wie das Unternehmen am Dienstag in Milwaukee mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 196 Millionen Dollar gegeben.

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Der US-Motorradkonzern Harley-Davidson leidet stark unter der Corona-Krise und hat zuletzt rote Zahlen geschrieben. (Symbolbild: Keystone)
Sorge in Deutschland über wieder steigende Corona-Infektionszahlen

Abstand, Händehygiene, Alltagsmaske: Nach einem Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen deutschlandweit hat das Robert Koch-Institut (RKI) die Bevölkerung zum Einhalten der Verhaltensregeln aufgefordert.

Die Entwicklung sei sehr beunruhigend, bekräftigte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Es gelte nun zu verhindern, dass sich das Virus wieder rasant und unkontrolliert ausbreite. «Das schaffen wir nur gemeinsam», sagte Wieler. Menschen seien nachlässig geworden. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei «rücksichtlos» und auch «fahrlässig», sagte er. Und auch im Urlaub sei vernünftiges Verhalten gefragt. Das RKI ist in Fragen der Pandemie in Deutschland die führende Behörde.



Im Unterschied zu den Vorwochen mit einzelnen grossen Ausbrüchen sei die Lage derzeit diffus, schilderte RKI-Expertin Ute Rexroth. Beobachtet würden Fallzahlenanstiege in unterschiedlichen Kommunen und Gemeinden – deutschlandweit steckten sich wieder mehr Menschen an. Es bestehe die Sorge, dass sich eine Trendumkehr andeuten könne. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen – aber es könnte sein, betonte Wieler.

BAG meldet 132 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb eines Tages 132 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Lesen Sie hier mehr.

Sommersaison ersatzlos gestrichen

Diesen Sommer findet keine Korbball-Meisterschaft statt. Die dem schweizerischen Turnverband angegliederte Sportart kann wegen diverser Probleme im Zusammenhang mit dem Coronavirus auch nicht wie Ende März geplant in verkürzter Form ab August einen Wettkampfbetrieb aufnehmen.

Trump retweetet erneut Lob für Malaria-Mittel als Corona-Behandlung

US-Präsident Donald Trump hat erneut Behauptungen über die Wirksamkeit des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin als Mittel gegen Covid-19 weiterverbreitet – die später von Facebook und Twitter entfernt wurden.



Unter anderem retweetete Trump am Montag ein Video, in dem eine Dr. Stella Immanuel erklärte, erfolgreich 350 Corona-Patienten unter anderem mit Hydroxychloroquin behandelt zu haben. Am Dienstag blieb davon der Hinweis von Twitter übrig, dass der Tweet entfernt wurde.

Corona-Hotspot Antwerpen führt nächtliche Ausgangssperre ein

Wegen stark steigender Coronavirus-Fallzahlen führt die belgische Provinz Antwerpen eine nächtliche Ausgangssperre ein. Ab Mittwoch müssen die Bewohner der gesamten Region an der Grenze zu den Niederlanden zwischen 23.00 und 6.00 Uhr zu Hause bleiben, wie der Krisenstab entschied.

(Bild: Keystone)

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen öffentlichen Plätzen sowie dort, wo der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann, Pflicht, wie die Nachrichtenagentur Belga am späten Montagabend berichtete.

Immunprotein hemmt Coronaviren – Hoffnung auf neue Therapien

Ein Protein, das vom menschlichen Immunsystem produziert wird, kann Coronaviren stark hemmen, darunter auch SARS-CoV2, den Erreger von Covid-19. Dies wecke Hoffnungen auf neue Therapieansätze, teilte die Universität Bern am Dienstag mit.

Die Studie des internationalen Teams mit Beteiligung des Institutes für Virologie und Immunologie (IVI) der Uni Bern sowie des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zeige, dass ein körpereigenes Protein unseres Immunsystems das neue Coronavirus an der Fusion mit Wirtszellen hindere.

«Daraus lassen sich Hinweise auf mögliche Behandlungsstrategien ableiten», wird Ko-Autorin Stephanie Pfänder von der Ruhr-Universität Bochum in der Mitteilung zitiert. Bei der Studie ging es laut dem Berner IVI-Professor Volker Thiel darum, herauszufinden, welche Faktoren Coronaviren daran hindern, vom Tier auf den Menschen überzuspringen.

Wegen Corona-Pandemie aus Ausschaffungshaft entlassen

Ein aus Afrika stammender Mann muss aus der Haft entlassen werden, weil seine Ausschaffung aufgrund der Pandemie in absehbarer Zeit nicht umsetzbar ist. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Weniger Fälle von Tropenkrankheiten wegen Coronavirus

Die wegen der Covid-19-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen wirken sich zumindest in einem Punkt positiv aus. Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind seit dem Frühjahr bisher halb so viele Fälle von Tropenkrankheiten gemeldet worden.

Tiefere Zahlen stellte das BAG namentlich bei «reiseassoziierten Krankheiten» wie Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber und Malaria fest, wie Sprecher Jonas Montani am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Der Rückgang dürfte «mehrheitlich» auf die Corona-bedingten Reisebeschränkungen zurückzuführen sein. Das BAG hatte diese Entwicklung erwartet, da die Erreger vor allem auf Reisen in die Tropen oder Subtropen erworben würden. Übertragungen von Dengue- oder Chikungunya-Viren in der Schweiz seien nicht bekannt.

Etwas anders bei der Malaria: 1997 und 1999 wurde im Raum Zürich je eine Person in der Schweiz angesteckt. Das BAG vermutet, dass dies wegen Mücken geschah, die per Flugzeug eingeschleppt worden waren. Doch auch diese so genannte Flughafenmalaria wäre von den Reiserestriktionen betroffen, schrieb Montani.

Es könne auch nicht völlig ausgeschlossen werden, dass Menschen nach einer Reise auf einen Arztbesuch verzichtet hätten. Auch dann wäre dem BAG eine Infektion nicht gemeldet worden.

Daniel Koch: Schweiz in einer schwierigen Lage

Bezüglich Coronavirus befinde sich die Schweiz zurzeit in einer schwierigen Lage. Das sagt Daniel Koch, der ehemalige Schweizer «Mister Corona», in einem Interview. Das Risiko sei sehr gross, dass die Fallzahlen im Herbst oder Winter wieder massiv ansteigen würden.

«Noch sind die Zahlen nicht so hoch, dass wir uns in einer zweiten Welle befinden. Aber sie sind definitiv zu hoch“, sagte Koch im am Dienstag auf bluewin.ch aufgeschalteten Interview. Er befürchtet zudem, dass viele Infizierte nicht erkannt werden, aber das Virus ungehindert verbreiten.

(Bild: Keystone)

Um das zu verhindern, müssten sich alle, die Symptome bei sich feststellten, testen lassen. Weil Corona-Symptome nicht als solche wahrgenommen würden, könnte sich das Problem in der kälteren Jahreszeit verschärfen, gab Koch zu bedenken.

Denn: «Momentan spricht vieles dafür und wenig dagegen, dass sich das Virus bei feuchten und kalten Wetterbedingungen leichter überträgt». Um Infektionsketten unter Kontrolle zu bringen, müsse mehr und auch bei leichten Symptomen getestet werden. Im Moment werde «zu spät und zu wenig» getestet, sagte Koch.

Werde erst getestet, wenn eine Person wirklich krank sei, hätten diese Personen möglicherweise bereits «zig Menschen» angesteckt. Die Infektionskette könne zudem kaum noch zurückverfolgt werden.

Ein Coronafall in der Zuger Justizvollzugsanstalt Bostadel

In der Zuger Justizvollzugsanstalt Bostadel ist Anfang letzter Woche ein Insasse positiv auf Corona getestet worden. Die Bewegungsfreiheit der Gefangenen wurde darauf zusätzlich eingeschränkt.

Anstaltsdirektor Andreas Gigon bestätigte am Dienstag eine Meldung des «Blick». Der Insasse sei nicht schwer erkrankt, sondern habe unter Schnupfen gelitten, sagte er. In Bostadel würden aber alle Personen mit Symptomen getestet.

In der Folge mussten sich alle 120 Insassen sowie die Mitarbeiter, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt waren, einem Test unterziehen. Wie sich der Insasse angesteckt habe, sei nicht nachvollziehbar geworden, sagte Gigon. Es sei keine weitere Person positiv getestet worden.

Turnier in Osaka abgesagt

Das für November geplante WTA-Turnier in Osaka, eines der grössten Asiens, ist wegen des erneuten Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Die Sicherheit aller Teilnehmer könne nicht gewährt werden, teilten die Organisatoren aus Japan mit.

Der Event war bereits von September auf November verlegt worden, in der Hoffnung, dass das Turnier, das seit 1984 ununterbrochen ausgetragen wird und im vergangenen Jahr von der Japanerin Naomi Osaka gewonnen wurde, durchgeführt werden könnte. Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio ins Jahr 2021 ist dies ein weiterer Schlag für Japans Sportwelt.

Wegen Corona droht zusätzlich fast 180'000 Kindern der Hungertod

Durch die verheerenden Folgen der Coronavirus-Pandemie drohen in diesem Jahr einer Studie zufolge fast 180’000 Kindern unter fünf Jahren zusätzlich zu verhungern.

Das berichten Derek Headey vom US-Entwicklungspolitik-Institut IFPRI und Kollegen am Dienstag in der Fachzeitschrift «The Lancet». Die Wissenschaftler haben verschiedene Szenarien analysiert und gehen im günstigsten Fall von 111’000 zusätzlichen Todesfällen bei Kindern unter fünf Jahren aus, im schlimmsten Fall von 178’000.

Die Zahlen könnten auch noch höher liegen, warnen die Autoren, weil noch niemand wisse, wie lange sich die Krise hinzieht. Die Gesundheit der Kinder sei auch dadurch bedroht, dass wichtige Gesundheitsdienste wegen der Pandemie nicht funktionieren. Dazu gehören etwa die Behandlung kranker Kinder und Impfungen.

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Vor der Corona-Krise seien nach Schätzungen 47 Millionen Kinder unter fünf Jahren mittel bis schwer unterernährt gewesen, heisst es. Durch Ausgangsbeschränkungen und Wirtschaftseinbrüche würden 140 Millionen Menschen zusätzlich in extreme Armut getrieben. Sie müssen am Tag pro Person mit weniger als 1,90 Dollar auskommen. Daraus ergebe sich, dass durch die Pandemie in diesem Jahr voraussichtlich 6,7 Millionen Kinder zusätzlich unterernährt sind. Gut die Hälfte (57,6 Prozent) lebe in Südasien, 21,8 Prozent in Afrika südlich der Sahara.

Teures Fast Food: Hohe Strafe für hungrige Australier im Lockdown

Wegen ihres Hungers auf Burger und Pommes müssen drei Australier nun tief in die Tasche greifen: Die Männer seien von der Polizei erwischt worden, als sie trotz eines strikten Corona-Lockdowns im Bundesstaat Victoria gemeinsam zu einem McDonald’s-Restaurant unterwegs waren, berichteten australische Medien am Dienstag.

Insgesamt seien sie zu einer Geldbusse in Höhe von fast 5000 australischen Dollar (knapp 3300 Franken) verdonnert worden.

(Bild: Keystone)

Die Polizei hatte das Trio im Auto angehalten, weil es trotz der strengen Ausgangssperre auf der Strasse angetroffen wurde. Dabei kam heraus, dass sich die Freunde unerlaubterweise privat getroffen hatten, obwohl sie an unterschiedlichen Adressen wohnen.

In Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne war vor drei Wochen wegen eines Anstiegs der Corona-Infektionen erneut ein Lockdown verhängt worden.

Corona-Pandemie treibt Calgon-Hersteller Reckitt Benckiser an

Die Corona-Pandemie hat dem Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser einen reissenden Absatz von Produkten wie Desinfektionsmitteln und Schmerztabletten beschert. Im ersten Halbjahr sprang der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 11,9 Prozent auf 6,9 Milliarden britische Pfund (umgerechnet 8,2 Milliarden Franken) nach oben.

Mit einem Plus von gut 16 Prozent zogen die Erlöse mit Hygieneprodukten besonders stark an, wie der Hersteller von Calgon, Cillit Bang, Durex und Clearasil am Dienstag in London mitteilte.

(Bild: Keystone)

Für das laufende Jahr zeigte sich Reckitt-Chef Laxman Narasimhan zuversichtlicher als noch im April. Trotz aller Unsicherheiten infolge der Pandemie rechnet der Manager für 2020 nun mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich.

Corona-Krise treibt Spaniens Arbeitslosenquote weiter in die Höhe

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Arbeitslosigkeit in Spanien weiter angestiegen. Die Quote erhöhte sich im Zeitraum April bis Juni auf 15,33 nach 14,41 Prozent zu Beginn des Jahres, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten des Nationalen Statistikamtes hervorgeht.

Experten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Zuwachs auf 16,7 Prozent gerechnet. Spanien hatte im Frühjahr im Kampf gegen die Corona-Pandemie strikte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Insbesondere der für das Land wichtige Tourismussektor leidet unter der Krise.

(Bild: Keystone)

Die EU-Kommission sagt dem südeuropäischen Land einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2020 um 10,9 Prozent voraus. Aus dem jüngst in Brüssel geschnürten Corona-Hilfspaket winken Spanien laut Regierungschef Pedro Sanchez 209 Milliarden Euro – davon 81 Milliarden Euro Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

So steht das Rennen um einen Covid-19-Impfstoff

Die weltweite Pharmaindustrie forscht fieberhaft an Impfstoffen gegen das Coronavirus. Laut WHO werden 23 potenzielle Impfstoffe bereits an Menschen getestet. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Australian Open 2020 fällt Corona-Pandemie zum Opfer

Das Australian Open der Golfer – im Gegensatz zum Tennis keines des vier Top-Turniere – wurde wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Wenn überhaupt, soll die für November geplante 105. Auflage des PGA-Turniers frühestens Anfang 2021 in Melbourne gespielt werden.



Schweiz unterstützt 36 Forschungsprojekte zu Coronavirus

Die Forschung interessiert sich für das Coronavirus: Über 200 Projektvorschläge wurden seit Anfang März beim Nationalfonds eingereicht. 36 davon könne man finanzieren, sagte Nationalfonds-Präsident Matthias Egger in einem Interview.

Am 6. März hatte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fünf Millionen Franken für die Forschung zum neuen Coronavirus zur Verfügung gestellt. Die nun ausgewählten drei Dutzend Projekte seien bereits gestartet, sagte Egger in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps».

Matthias Egger. (Bild: Keystone)

Zusätzlich habe der Bundesrat im Mai ein Nationales Forschungsprogramm in Auftrag gegeben, sagte der Epidemiologe, der selber an der Universität Bern forscht. Die Projekte seien sehr unterschiedlich. Viele beträfen die Immunologie oder die Virologie. Egger hofft, dass aus den Projekten rasch konkrete Anwendungen hervorgehen.

Ferienrückkehrer schleppen Virus ein: Taskforce will Pflichttest bei Risikoländern

Weil Urlauber das Coronavirus in die Schweiz schleppen könnten, schlägt die Covid-Taskforce des Bundes nun vor, Flugpassagiere aus Risikoländern nach ihrer Ankunft noch am Flughafen zum Corona-Test aufzubieten. Das berichtet die Aargauer Zeitung am Dienstag

Laut dem BAG haben sich ein Viertel aller Infizierten im Ausland angesteckt. «Wenn ich in einem Risikoland gewesen wäre, würde ich mich freiwillig testen lassen», erklärt Nicola Low, Mitglied der Taskforce und Epidemiologin an der Universität Bern.

(Bild: Keystone)

Die meisten Urlaubsrückkehrer sind jedoch mit Auto oder Zug unterwegs, und für diese Gruppe habe die Taskforce bislang keine Lösung gefunden. Laut Low sei es schlicht nicht möglich, jedes Auto an der Grenze anzuhalten, zu kontrollieren und Einreisende aus Risikoländern zu testen. Das würde zu langen Staus führen. Eine praktikable Möglichkeit wären Stichproben. Diese würden zum Teil bereits bei Busreisenden gemacht; nun sollen sie ausgeweitet werden.

Brasilien sagt Oktoberfest in Blumenau wegen Corona ab

Nach dem Karneval in São Paulo und der Silvesterparty in Rio de Janeiro ist wegen der Corona-Pandemie auch das Oktoberfest im brasilianischen Blumenau abgesagt worden. Es sei das erste Jahr seit 1984 ohne «das grösste deutsche Fest» des amerikanischen Doppelkontinents, hiess es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Blumenau.



Mehrere Hunderttausend Menschen fanden sich in den vergangenen Jahrzehnten regelmässig auf dem Gelände des Parque Vila Germânica zu deutscher Volksmusik, zünftigem Essen und viel Bier ein. Der 1850 vom deutschen Einwanderer Hermann Otto Blumenau gegründete Ort im südlichen Bundesstaat Santa Catarina hat heute rund 350.000 Einwohner und gilt als eine der «deutschesten Städte» Brasiliens.

Autoneum durch Coronakrise noch tiefer in den roten Zahlen

Die Coronakrise hat den Automobilzulieferer Autoneum noch tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Im ersten Halbjahr erlitt das Unternehmen einen Konzernverlust von 54,9 Millionen Franken nach einem Minus von 6 Millionen vor einem Jahr.

Auch operativ stand ein Defizit (EBIT) von 31,8 Millionen Franken zu Buche, wie Autoneum am Dienstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Betriebsgewinn von 16,4 Millionen Franken eingefahren. Der Umsatz schmolz um 37 Prozent auf 730,6 Millionen Franken und rutschte damit unter die Milliardengrenze.

(Bild: Keystone)

Die schlechten Zahlen sind keine Überraschung, nachdem das Management Anfang Juni eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte: Es sei zu einem beispiellosen Markteinbruch gekommen und habe zu einem entsprechenden Umsatzrückgang bei Autoneum geführt. Dieser könne im zweiten Quartal nicht kompensiert werden trotz der sofortigen massiven Kostensenkungen.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

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