Jean-Pierre Nsame trifft für die Berner Young Boys zum 1:0 und somit zu seinem 30. Saisontor. (Bild: Keystone)
Schweiz

Nsames 30. Saisontor erlöst YB gegen Luzern

Mit Geduld und Hartnäckigkeit hat sich YB im Endspurt der Super League einen 1:0-Heimsieg gegen Luzern erkämpft. Jean-Pierre Nsame erlöste die Berner.

Nach zwölf Heimsiegen in Serie fehlte nicht viel, und die Young Boys hätten in dem für sie ungünstigsten Moment im Wankdorf Punkte abgegeben. Es sah lange Zeit nach einem jener 0:0, bei dem das Tor des Gegners für den dominierenden Favoriten jeweils zugenagelt zu sein scheint. Nach den Chancen wäre ein 5:0 oder ein noch höheres Ergebnis möglich gewesen.

Ein «Zu Null» wäre es auf jeden Fall geworden, denn wie beim jüngsten 1:0-Sieg in Neuenburg gegen Xamax gewährte der von Fabian Lustenberger geleitete YB-Defensivverbund auch den Luzernern über die 90 Minuten keine einzige reelle Tormöglichkeit. Hatten die durch zahlreiche Verletzungen geschwächten Innerschweizer anfänglich recht gut mitgehalten, mussten sie sich durch den Druck der Berner zunehmend zurückdrängen lassen. Nur dank dem abermals ausgezeichnet wehrenden Goalie Marius Müller und etwas Glück in Abwehraktionen brachten sie das 0:0 zuerst in die Halbzeit und danach sogar noch über die 70. Minute hinaus.

Beim dritten Mal hat es geklappt

Nach dem 1:0 durch Jean-Pierre Nsame hielt die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane den Druck bis zuletzt aufrecht, sodass die Innerschweizer, die nunmehr viermal nacheinander verloren haben, nie den Ausgleich suchen konnten.

Nsame hatte die Berner Führung schon in der Anfangsphase zweimal knapp verpasst. Zuerst mit einem Abschluss aus kurzer Distanz, danach mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze; der Ball prallte von der Latte vor die Torlinie. Bevor er schliesslich auf Vorarbeit von Michel Aebischer traf, hätte er noch ein, zwei weitere Tore erzielen können.

Im Tor der Berner spielte Marco Wölfli, der seine lange Karriere in Gelbschwarz mit dieser Saison beendet, anstelle des an einer Nackenverletzung leidenden David von Ballmoos. Wölfli, der Held des legendären Spiels YB – Luzern (2:1) am 28. April 2018, musste sich aber kaum je strecken.

Telegramm:

Young Boys ‒ Luzern 1:0 (0:0)

1000 Zuschauer. ‒ SR San. ‒ Tor: 72. Nsame (Aebischer) 1:0.

Young Boys: Wölfli; Janko, Camara, Lustenberger, Lefort (82. Lotomba); Fassnacht (70. Spielmann), Sierro, Aebischer, Gaudino (62. Sulejmani, 81. Martins); Elia (70. Moumi Ngamaleu), Nsame.

Luzern: Müller; Sidler, Knezevic, Bürki, Mistrafovic (80. Lang); Voca; Kakabadse, Grether, Schulz, Schürpf (70. Marleku); Margiotta.

Bemerkungen: Young Boys ohne Von Ballmoos, Garcia, Hoarau, Lauper, Mambimbi, Sörensen und Petignat (alle verletzt). Sulejmani verletzt ausgeschieden. Luzern ohne Schwegler, Males, Ndenge, Emini, Burch, Lucas, Ndiaye, Matos, Binous, Eleke und Owusu (alle verletzt). 20. Schuss von Nsame an die Unterkante der Latte. Verwarnungen: 44. Bürki (Reklamieren), 50. Sierro (Foul), 74. Sulejmani (Foul), 87. Grether (Foul).

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel