Schindler will wegen der Corona-Krise rund 2'000 Stellen abbauen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Schindler will wegen Corona 2’000 Stellen abbauen

Der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler leidet unter der Corona-Krise: Der Konzern will weltweit rund 2'000 Stellen abbauen.

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr 2020 durch die Covid-19-Pandemie deutliche Einbussen hinnehmen müssen. Auftragseingang und Umsatz waren klar rückläufig und auch die Gewinnzahlen lagen deutlich unter dem Vorjahr. Das Unternehmen will nun weltweit 2’000 Stellen abbauen.

Der Auftragseingang ging in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 5,36 Milliarden Franken zurück, und der Umsatz um 8,7 Prozent auf 4,96 Milliarden, wie Schindler am Freitag mitteilte. In Lokalwährungen betrugen die Rückgänge 6,6 bzw. 3,1 Prozent.

Gewinn bricht um 28 Prozent ein

Die Regionen Amerika und Asien-Pazifik waren am stärksten von der globalen Rezession betroffen, schreibt das Unternehmen weiter. In der Region EMEA und in China sei der Auftragseingang im Neuanlagengeschäft auf dem Niveau des Jahres 2019 gehalten worden.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam bei 421 Millionen Franken zu liegen und damit rund 29 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Konzerngewinn lag 28 Prozent tiefer auf 313 Millionen. Mit den Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten allerdings durchwegs übertroffen.

Beim Ergebnis haben die Restrukturierungskosten in Höhe von 77 Millionen Franken zu Buche geschlagen. Der Konzern nennt hier etwa die Fabrikschliessung in Spanien und Initiativen zur Effizienzsteigerung in ausgewählten Ländern. Der Umsatz- und Margenrückgang sei auf Lockdown-bedingte temporäre Fabrikschliessungen sowie stillstehende Baustellen in mehreren Ländern zurückzuführen.

Restrukturierung und 2’000 Stellen weniger

Schindler plant nun ein Kostenoptimierungsprogramm über die nächsten zwei Jahre. Dabei sollen etwa 2’000 Stellen weltweit reduziert werden, wobei auch die Konzernzentrale nicht ausgenommen wird. Die Kosten des Programms werden auf 150 Millionen Franken beziffert.

Die Corona-Pandemie habe zu einem hohen Mass an Unsicherheit bezüglich wirtschaftlicher Entwicklungen geführt. Die Rezession werde sich negativ auf die Märkte für Aufzüge und Fahrtreppen auswirken, ist das Management überzeugt.

Der bisherige Ausblick wurde dabei leicht angepasst, fällt aber etwas optimistischer aus als zuvor. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das Management nun mit einer Umsatzentwicklung in Lokalwährung in einer Spanne von unverändert bis -6 Prozent (zuvor -10%). Der Konzerngewinn wird in einer Spanne zwischen 680 und 720 Millionen erwartet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel