Die Air France stellt eine der Flugverbindungen, nämlich die nach Paris-Orly, zwischen Basel-Mulhouse und Paris ein. (Bild: Keystone)
Basel

Keine Flüge mehr von Basel nach Paris-Orly

Vom EuroAirport kann man nach der Corona-Krise nicht mehr nach Paris-Orly fliegen. Hauptgrund ist die Konkurrenz durch den TGV.

Mit der Corona-Krise stellt die Air France die Flugverbindung zwischen dem EuroAirport Basel-Mulhouse und Paris-Orly ein. Wie die «Basler Zeitung» berichtet, zählte die Destination im Jahr 2018 zum elftbeliebtesten Flugziel der Gäste aus Basel.

Mit der Corona-Krise und der wachsenden Beliebtheit der TGV-Linie sieht die französische Fluggesellschaft aber keinen Grund, die Verbindung aufrecht zu erhalten. Man werde die Strecke leider nicht weiter bedienen können, wie man dies noch vor der Krise gehofft habe, so die Direktorin von Air France, Anne Rigail, in der Zeitung «Dernières Nouvelles d’Alsace». Wegen des TGVs stellt die Flugstrecke eine der unrentabelsten der Air France am Flughafen Paris-Orly dar.

Früher bis drei Flüge täglich

Zwei bis drei Flüge gab es bisher täglich von Basel nach Paris-Orly. «Die Passagierzahlen auf der Strecke nach Paris-Orly gingen aufgrund der besseren Erreichbarkeit durch den TGV in den letzten Jahren laufend zurück, entsprechend nahm auch die Zahl der täglichen Flüge ab», sagt Pressesprecherin Claire Freudenberger vom EuroAirport gegenüber der Zeitung.

Während viele Paris-Urlauber diese Möglichkeit nutzten, wird die zweite Verbindung nach Paris – an den Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle – vor allem zum Umsteigen genutzt. Zwecks optimaler Vernetzung der trinationalen Region sei für den EAP die Anbindung an Charles-de-Gaulle wie auch zu anderen grossen Hubs wie Amsterdam, Frankfurt oder London entscheidend, sagt Freudenberger.

Drei bis vier Flugzeuge flogen vor der Krise täglich vom EAP ab. «Wir haben keine Anzeichen dafür, dass das Angebot nach Paris-Charles-de-Gaulle aufgehoben werden soll», so Freudenberger. Die Air France hat angekündigt, ab September wieder erste Flüge anzubieten.

Anzeichen und Gründe dafür, dass auch die Verbindung zum Flughafen Charles-de Gaulle gekündigt wird, gebe es keine, wie es Seiten des EAP heisst. «Aber Garantien gibt es keine, wie der Fall Strasbourg-Entzheim zeigt.» So sei der TGV auf kurzen Strecken wie Paris–Strassburg vielfach die bessere Alternative.

80 Prozent der Verbindungen wieder in Betrieb

Auch Frankfurt liegt innerhalb einer Reisedistanz mit dem Zug von drei Stunden. «Auch nach Frankfurt reisen hauptsächlich Passagiere, die den Flughafen nutzen, um umzusteigen.» Hier bietet die Lufthansa inzwischen aber auch Zug-Bahn-Kombinations-Lösungen an

Für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach dem Corona-Lockdown angeht, sei der EuroAirport «verhalten optimistisch». Von den rund 100 Destinationen, die vor der Krise ab Basel-Mulhouse bedient wurden, führt der Flughafen im Verlauf des Sommers bis zu 80 wieder im Flugplan. Dabei sind aber die Frequenzen bedeutend tiefer als vorher.

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