Featured Video Play Icon
International

Häftling an Covid-19 erkrankt: JVA Bostadel unter Quarantäne

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
UN-Chef sieht Pandemie als Chance für Umgestaltung der Städte

UN-Generalsekretär António Guterres sieht in der Coronavirus-Pandemie eine Chance für eine Neuerfindung der weltweiten Ballungsräume. «Die Zeit ist gekommen, die städtische Welt zu überdenken und umzugestalten», sagte der Chef der Vereinten Nationen am Dienstag in einer Videobotschaft.



Die Pandemie habe vielerorts für die Schaffung neuer Radwege und Fussgängerzonen gesorgt, mit der die Mobilität und die Luftqualität verbessert worden seien. Eine ökologische Transformation der Metropolen könne klimafreundliches Wachstum und neue Arbeitsplätze bringen. So könne nicht nur dem Coronavirus begegnet werden, sondern auch der Klimakrise und der Verschmutzung von Städten.

Greenpeace fordert Gebrauch von wiederverwendbaren Masken

Wiederverwendbare Masken: Das fordert Greenpeace Schweiz. Damit könnten Engpässe sowie Umweltverschmutzung vermieden werden, so die Argumentation. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Pfizer und BioNTech kündigen Studie zu Coronavirus-Impfstoff an

Die Mainzer Biotech-Firma BioNTech und der US-Pharmakonzern Pfizer haben eine Untersuchung zur Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus angekündigt. «Heute starten wir unsere globale Studie, die bis zu 30’000 Teilnehmer umfassen wird.»

Dies erklärte BioNTech-Chef Ugur Sahin in der Nacht auf Dienstag. Dabei solle der Kandidat BNT162b2 bei Probanden im Alter von 18 bis 85 Jahren in rund 120 Studienzentren eingesetzt werden.

Bei einem Erfolg der neuen Studie sei geplant, im Oktober ein Zulassungsverfahren zu beantragen, hiess es weiter. Möglicherweise könnten dann bis Ende des Jahres bis zu 100 Millionen Impfdosen bereitgestellt werden, hiess es weiter.

US-Präsidialamt - Treffen von Trump mit Pharma-Chefs abgesagt

Ein für den heutigen Dienstag geplantes Treffen von US-Präsident Donald Trump mit den Chefs grosser Pharma-Unternehmen ist abgesagt worden. Man habe es nicht geschafft, die Konzernchefs alle zur selben Zeit einzubestellen, sagte ein Mitarbeiter des Präsidialamts der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht auf Dienstag.

Das Magazin «Politico» hatte zuvor unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, das Treffen sei abgesagt worden, weil wichtige Pharma-Lobbys nach einer Serie von Erlassen des Präsidenten sich weigerten, Vertreter zu entsenden. Trump hatte am Freitag vier Dekrete unterzeichnet, die nach seiner Darstellung zu niedrigeren Medikamentenpreisen führen sollen.

Parahotellerie mit Minus

Die Schweizer Parahotellerie mit Ferienwohnungen, Jugendherbergen und Camping hat im ersten Quartal 2020 weniger Logiernächte verzeichnet. Nachdem das Jahr noch vielversprechend angefangen hatte, folgte im März mit Ausbruch der Corona-Pandemie der grosse Tourismus-Einbruch.

Im ersten Quartal 2020 verzeichnete die Parahotellerie in der Schweiz knapp 4,4 Millionen Übernachtungen. Das sind etwa 6 Prozent weniger als noch im Vorjahr, wie den am Montag veröffentlichten provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik zu entnehmen ist.

Dabei hatte das Jahr für die Branche noch ausserordentlich gut angefangen. Im Januar und Februar fuhr sie das zweitbeste Ergebnis seit knapp dreissig Jahren ein.

Corona: Stark betroffene Kantone müssen mit 10 Prozent Minus rechnen

Die Corona-Krise trifft die Kantone laut einer UBS-Studie sehr unterschiedlich. Dabei drohen den am stärksten betroffenen Kantonen Rückgänge bei der Wirtschaftsleistung von 7,5 bis 10 Prozent, während weniger in Mitleidenschaft gezogene Kantone mit Einbussen von höchstens 2,5 Prozent rechnen müssen.

Die Corona-Krise trifft auch die Kantone unterschiedlich hart. (Bild: Keystone)

So ist etwa die Uhrenindustrie im Jurabogen stark gebeutelt worden, während die in Basel-Stadt dominierende Pharmaindustrie weniger getroffen wurde. Auch Zürich kann sich mit der Finanzbranche auf eine wenig getroffene Branche stützen, wie es in der am Montag veröffentlichten Studie heisst.

Um abzuschätzen, wie stark die Kantone unter der Corona-Krise leiden, haben sich die UBS-Ökonomen nämlich die Wirtschaftsstruktur der Kantone genauer angesehen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Musiker protestieren in Prag gegen Corona-Einschränkungen

Mehr als tausend Musiker und Kreative haben in Prag an einer Kundgebung unter dem Motto «Für Live-Musik» teilgenommen.

Mit der Aktion auf dem Altstädter Ring am Montagabend wollten sie nach Angaben der Veranstalter auf ihre existenziellen Probleme wegen der Corona-Krise hinweisen. Man sehe kein Licht am Ende des Tunnels, hiess es in einem offenen Brief an Ministerpräsident Andrej Babiš. Fast alle Festivals, Konzerte und anderen Auftrittsmöglichkeiten würden abgesagt. Die Musiker forderten eine schnelle Lockerung der Corona-Einschränkungen und finanzielle Unterstützung.

Bulgarische Regierung beschliesst neues Corona-Paket – Proteste

Bulgariens Regierung hat vor dem Hintergrund von Rücktrittsforderungen ein weiteres Corona-Hilfspaket beschlossen. Die wirtschaftlichen und sozialen Massnahmen kosten den Staat 1,1 Milliarden Lewa (rund 590 Millionen Euro), wie die Regierung in Sofia am Montag mitteilte.

Die Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Bojko Borissow gingen trotz des neuen Corona-Pakets den 19. Abend in Folge weiter. Die Demonstranten im ärmsten EU-Land stellen politische und soweit keine wirtschaftlichen Forderungen. In Sofia und anderen grossen Städten verlangen sie seit fast drei Wochen Neuwahlen. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Superreiche Lateinamerikaner verdienen auch in Krise täglich 413 Millionen Dollar mehr

Während die Corona-Pandemie in Lateinamerika Millionen Menschen in die Armut stürzt, werden die Superreichen der Region laut einer Studie der Nichtregierungsorganisation Oxfam auch in Krisenzeiten immer reicher. Die 73 Milliardäre in der Region steigerten ihr Vermögen seit Mitte März um insgesamt 48,2 Milliarden US-Dollar (41 Mrd. Euro), wie Oxfam am Montag mitteilte.

«Während alle anderen in Quarantäne sind, zu überleben versuchen und Angst haben, sich anzustecken, haben die Milliardäre Lateinamerikas ihr Vermögen gesteigert – um insgesamt 413 Millionen Dollar jeden Tag seit Beginn der Pandemie», sagte Oxfams Interimschef Chema Vera. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Keine positiven Corona-Tests in vergangener Woche in NHL

Die NHL hat für die vergangene Woche kein positives Corona-Ergebnis gemeldet. Es wurden nach Angaben vom Montag im Zeitraum zwischen dem 18. und 25. Juli mehr als insgesamt 800 Spieler getestet, 4’256 Proben wurden genommen.

Seit einer Woche gab es in der NHL keinen positiven Corona-Test mehr. (Bild: Keystone)

Keiner der Spieler sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, hiess es in der Mitteilung. In der Woche zuvor (13. bis 17. Juli) hatte es zwei positive Tests gegeben.

Namen von betroffenen Profis oder Klubs wurden nicht genannt. Die NHL hatte ihre Qualifikation wegen der Corona-Krise unterbrochen und will mit erweiterten Playoffs und 24 Teams weitermachen. Die Spiele starten diesen Samstag in den kanadischen Städten Edmonton und Toronto.

«Unfähigkeit bei Krisenbewältigung»: Bischofe kritisieren Bolsonaro

Mehr als 150 Bischöfe der katholischen Kirche in Brasilien haben unter anderem wegen Führungsmangel in der Corona-Pandemie schwere Kritik am brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro geübt.

In einem Brief, aus dem das Portal G1 am Montag zitierte, warfen die Kirchenvertreter der Regierung Verachtung für Bildung, Kultur und Erziehung sowie Unfähigkeit zur Krisenbewältigung vor.

In Brasilien kritisieren Bischöfe Präsident Jair Bolsonaro schwer. (Bild: Keystone)

In dem «Brief an das Volk Gottes» genannten Schreiben heisst es demnach, der Präsident verwende den Namen Gottes, um Botschaften des Hasses zu verbreiten. Brasilien durchlebe «einen der schwierigsten Momente seiner Geschichte». Dieser Sturm werde in einer «beispiellosen Gesundheitskrise» und einem «überwältigenden Zusammenbruch der Wirtschaft» gipfeln.

Keine Quarantäne-Pflicht für Real vor Duell bei ManCity

Der spanische Meister Real Madrid muss sich vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester City am 7. August nicht in eine rund zweiwöchige Isolation begeben.

Wie der britische Sender Sky Sports News berichtet, ist Real von der zur Zeit in Grossbritannien geltenden Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Spanien ausgenommen.

Mit der Wiedereinführung der Isolation am Sonntag hatte die britische Regierung auf einen Anstieg der Corona-Zahlen auf dem spanischen Festland reagiert. Allerdings sind «Sportstars, Veranstaltungsbeamte, Trainer, Mediziner, Mechaniker und ankommende Medienvertreter» von der Pflicht zur Isolation ausgenommen, hiess es nun. Auf diese Weise wolle die Regierung sicherstellen, dass internationale Sportereignisse trotz der gegenwärtigen Corona-Lage wie geplant stattfinden können.

Luxusgüterkonzern LVMH erleidet in Corona-Krise Gewinneinbruch

Dem Luxusgüterkonzern LVMH sind im ersten Halbjahr im Zuge der Corona-Pandemie Umsatz und Ergebnis weggebrochen. Weil der internationale Tourismus nahezu lahmgelegt war und die Geschäfte und die Produktion weltweit nahezu komplett über mehrere Monate geschlossen waren, brach der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im ersten Halbjahr um fast 70 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden ein.

Unter dem Strich verbuchte der Konzern mit 522 Millionen Euro sogar mehr als 80 Prozent weniger, wie LVMH am Montag in Paris mitteilte.

Der Luxusgüterkonzern LVMH wollte eigentlich Tiffany & Co übernehmen. Wegen der Corona-Krise steht der Deal nun auf unsicherem Boden. (Bild: Keystone)

Die Umsätze sanken um mehr als ein Viertel auf 18,4 Milliarden Euro. Dabei fiel der Rückgang bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe im zweiten Quartal mit 38 Prozent deutlich grösser aus als zum Jahresauftakt.

LVMH hofft auf eine stetige Erholung der Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte. Über eine mögliche Zwischendividende für die Aktionäre will der Konzern im Oktober entscheiden.

Google-Mitarbeiter sollen bis Juli 2021 zuhause arbeiten

Google stellt sich auf noch ein Jahr Heimarbeit in der Corona-Krise ein. Der Schritt solle den Mitarbeitern mehr Flexibilität für die kommenden zwölf Monate erlauben, schrieb Firmenchef Sundar Pichai am Montag in einer E-Mail an die Mitarbeiter, über die das «Wall Street Journal» berichtete.

Pichai habe die Entscheidung vergangene Woche nach einer internen Debatte getroffen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Die Google-Mutter Alphabet hatte Ende vergangenen Jahres rund 119’000 Vollzeit-Mitarbeiter.

Google will seine Mitarbeitenden bis Juli 2021 im Home Office arbeiten lassen. (Bild: Keystone)

Der Internet-Konzern legt sich damit als eines der ersten grossen Unternehmen auf eine sehr späte Rückkehr in die Büros fest. Zugleich gaben einige Tech-Unternehmen wie Twitter ihren Mitarbeiter bereits die Freiheit, auch nach dem Ende der Corona-Krise weiter uneingeschränkt von zuhause aus arbeiten zu dürfen.

Bogotá: Mehrere Corona-Risikogruppen müssen zu Hause bleiben

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hat Kolumbiens Hauptstadt Bogotá strenge Ausgangsbeschränkungen für Bewohner mit Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes erlassen. Die Massnahme gilt bis auf weiteres, wie kolumbianische Medien unter Berufung auf Hauptstadt-Bürgermeisterin Claudia López am Montag berichteten.

Auch Familienangehörige von Corona-Infizierten müssen demnach von Montag an – für 14 Tage – zu Hause bleiben. Die Regierung von Präsident Iván Duque hatte zuvor schon spezielle Ausgangsbeschränkungen für Senioren erlassen. Diese besagten, dass Ältere unter festgelegten Bedingungen des Gesundheitsministeriums wie einer maximalen Stundenzahl und zum Schutz ihrer geistigen Gesundheit auf die Strasse gehen dürfen, was zu einer Kontroverse führte.

Wegen Corona-Fall: JVA Bostadel unter Quarantäne

Ein Häftling in der JVA Bostadel in Menzingen wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Nun wurde die ganze Anstalt im Kanton Zug unter Quarantäne gestellt. Direktor Andreas Gigon bestätigt die Erkrankung gegenüber «Blick». Nähere Details zur erkrankten Person sind nicht bekannt.

 

Im Gefängnis in Menzingen ist ein Insasse an Covid-19 erkrankt. (Bild: Keystone)

Wo und wie sich der Mann angesteckt habe, sei unklar. Im Ausgang sei die Ansteckung aber nicht erfolgt, wie die Zeitung berichtet. Der Gefangene wurde nun in seiner Zelle isoliert und befinde sich in guter Gesundheit. Alle weiteren 120 Insassen sowie 85 Mitarbeitende mussten sich einem Corona-Test unterziehen. Bis die Testergebnisse da sind, müssen alle in Quarantäne bleiben.

Zwölf MLB-Spieler und zwei Trainer positiv auf Corona getestet

In der Major League Baseball (MLB) ist es nur drei Spiele nach dem Saisonstart zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Zwölf Spieler und zwei Trainer der Miami Marlins sollen laut Medienberichten positiv auf das Coronavirus getestet worden sein.

 

In der amerikanischen Major League Baseball (MLB) gibt es 14 Corona-Fälle. (Bild: Keystone)

Die für diesen Montag geplant gewesene Partie gegen die Baltimore Orioles wurde abgesagt. Bereits am Sonntag waren vier Marlins-Spieler positiv getestet worden. Nun sei die Zahl weiter gestiegen. Laut ESPN sollen nicht alle der Betroffenen symptomfrei sein.

Die MLB hat erst am Freitag als erste der vier grossen US-Sportligen neben Basketball (NBA), Eishockey (NHL) und American Football (NFL) trotz der in den USA weiter rasant steigenden Infektionszahlen den Spielbetrieb wieder aufgenommen. In dieser Woche spielen auch die NBA und NHL wieder, und erwarten die NFL-Teams ihre Spieler zu den Trainingscamps.

Corona-Infektion könnte Herzgesundheit beeinträchtigen

Drohen Covid-19-Patienten nach überstandener Erkrankung Herzprobleme? Diese Vermutung äussern Wissenschaftler der Universität Frankfurt nach einer Studie.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «JAMA Cardiology» veröffentlicht. Das Team hatte Magnetresonanzaufnahmen der Herzen von insgesamt 100 Patienten ausgewertet, die sich von einer Covid-19-Erkrankung erholten – gut zwei Drittel von ihnen zu Hause, die übrigen im Krankenhaus. Bei 78 Patienten waren entzündliche Veränderungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels erkennbar – oft trotz eines sehr leichten Verlaufs der ursprünglichen Infektion und bei ansonsten gesunden und oft sportlichen Patienten. Alle Details zur Studie erfahren Sie hier.

Flughafen Genf: Maskenpflicht für Reisende am Dienstag

Das Tragen von Hygienemasken ist ab Dienstag am Flughafen Genf Pflicht. Dies teilte der Flughafen am Montag via Twitter mit. Am Flughafen Zürich ist dies nicht vorgesehen.

Masken müssen am Genfer Flughafen demnach in allen Bereichen des Flughafens getragen werden, darunter in Ankunfts- und Abflugbereichen, Restaurants sowie Geschäften. Alle Informationen zum Thema lesen Sie hier.

Belgien verschärft Corona-Einschränkungen: Weniger Menschen treffen

Wegen steigender Fallzahlen verschärft Belgien die Einschränkungen in der Corona-Pandemie. Ab Mittwoch dürfen Belgierinnen und Belgier für mindestens vier Wochen nur noch 5 statt 15 Menschen treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, wie Premierministerin Sophie Wilmès am Montag nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats sagte. Der Sicherheitsabstand muss dann nicht zwingend eingehalten werden. Kinder unter zwölf Jahren werden nicht mitgezählt.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Belgien steigt seit einigen Wochen wieder. Den zuständigen Behörden zufolge gab es in der Woche vom 17. bis zum 23. Juli im Schnitt knapp 279 Infektionen pro Tag – im Vergleich zur Vorwoche war das ein Zuwachs um 71 Prozent. Die Situation sei besorgniserregend, sagte Wilmès.

Nationaler Sicherheitsberater von Trump positiv getestet
Robert O’Brien, Donald Trumps Sicherheitsberater, ist mit dem Coronavirus infiziert. (Bild: Keystone)

Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, Robert O’Brien wurde positiv auf das Coronavirus getestet, wie ein Beamter gegenüber CNN berichtete. Mit dem positiven Testergebnis ist er der höchste Verwaltungsbeamte von Trump, der mit Covid-19 infiziert wurde.

Es ist unklar, wann Donald Trump und Robert O’Brien sich zuletzt getroffen haben. Die letzte gemeinsame Erscheinung in der Öffentlichkeit ist über zwei Wochen her. Der Nationale Sicherheitsbeamte sei letztens von Europa zurückgereist. Dort hat er sich mit anderen Beamten von Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien getroffen. Laut eines leitenden Verwaltungsbeamten hätte O’Brien letzte Woche von Zuhause aus gearbeitet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Mehr als 100 000 Corona-Fälle in Indonesien

In Indonesien ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf mehr als 100’000 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien rund 1’500 neue Fälle registriert worden, die Gesamtzahl sei damit auf 100’300 gestiegen, teilten die Behörden in Jakarta am Montag mit.

In Indonesien gibt es inzwischen über 100’000 Corona-Infektionen. (Bild: Keystone)

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 stieg um 57 auf mehr als 4’800. Bereits Mitte Juli hatte der südostasiatische Inselstaat erstmals China bei den Infektionszahlen überholt – rund einen Monat nachdem das Land Lockerungen für die Wirtschaft und das öffentliche Leben eingeleitet hatte.

Hongkong verschärft Corona-Beschränkungen weiter

Angesichts der bislang schlimmsten Corona-Infektionswelle hat Hongkong die Beschränkungen weiter verschärft. Von Mittwoch an sind Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der chinesischen Sonderverwaltungszone verboten, wie die Stadtregierung am Montag mitteilte.

Zudem darf in Restaurants nicht mehr gegessen werden. Die neuen Massnahmen sollen zunächst eine Woche lang gelten. Binnen 24 Stunden gab es in der Metropole mit rund 7,4 Millionen Einwohnern 145 neue Corona-Fälle und zwei Tote.

Papua Neuguinea verhängt Lockdown für die Hauptstadt

Nach einer Verdopplung der Corona-Fälle in Papua-Neuguinea innerhalb weniger Tage hat die Regierung des Inselstaats einen 14-tägigen Lockdown für die Hauptstadt Port Moresby verhängt.

Die Schulen in der Metropole mit rund 360 000 Einwohnern würden geschlossen, öffentliche Verkehrsmittel dürften nur noch begrenzt fahren, und Inlandsflüge würden in den kommenden zwei Wochen verboten, zitierten örtliche Medien Premierminister James Marape. Internationale Verbindungen soll es nur noch zwischen Port Moresby und den australischen Städten Brisbane und Cairns geben. Zudem gilt ab sofort eine Ausgangssperre von 22.00 bis 5.00 Uhr sowie eine strenge Maskenpflicht.

Schlechte Nachrichten für spanischen Tourismus

Die Hiobsbotschaft für Spaniens Tourismusbranche kam aus dem regnerischen und kühlen London. Wegen wieder steigender Corona-Zahlen müssen alle Reisenden aus Spanien nach der Rückkehr nach Grossbritannien in eine zweiwöchige Quarantäne, entschied die britische Regierung am Samstag. Und zwar sofort, praktisch nur mit einigen Stunden Vorwarnung.

Kalt erwischt wurden nicht nur Zehntausende britische Urlauber an Spaniens Sonnenstränden, darunter auch Verkehrsminister Grant Shapps mit seiner Familie, sondern vor allem auch die ohnehin schon kränkelnde Tourismusbranche des wichtigsten europäischen Urlaubslandes.

Führt auch Deutschland noch eine Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Spanien ein, dürften die Liegestühle leer bleiben. (Symbolbild: Keystone)

«Die Quarantäne hat dem Tourismussektor in Spanien, der sich auf einen katastrophalen Sommer gefasst macht, den Rest gegeben», titelte die sonst nicht zum Alarmismus neigende Zeitung «El País» am Montag. Auch Norwegen und Belgien haben schon Quarantäneregeln für Spanienrückkehrer erlassen, Frankreich warnt vor Reisen nach Katalonien und in andere Regionen.

Dimitrov litt stark unter Corona-Infektion

Grigor Dimitrov hat nach eigenen Worten erheblich unter seiner Infektion mit dem Coronavirus gelitten. Der 29-jährige Bulgare war im Zuge der von Novak Djokovic organisierten Adria-Tour im Juni positiv getestet worden. «Das Coronavirus war hart für mich», sagte Dimitrov am Rande eines Show-Turniers in Nizza nach Angaben der spanischen Sportzeitung «Marca». Er sei noch nicht bereit, um wieder auf höchstem Niveau zu spielen, sagte Dimitrov.

Er habe sich in seiner Wahlheimat Monaco etwa einen Monat lang nur drinnen aufgehalten. «Ich habe schlecht geatmet, ich habe mich schlecht gefühlt», berichtete Dimitrov. Er habe alle Symptome gezeigt, sei müde gewesen und habe seinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren. Nach der Rückkehr auf den Tennisplatz habe er an manchen Tagen für einige Stunden spielen können, manchmal aber auch komplett aussetzen und sich erholen müssen.

Inzwischen ist der Tennis-Profi negativ auf das Virus getestet worden. «Ich freue mich, bald wieder zu trainieren, damit ich am sogenannten American Hardcourt-Swing bereit bin», schreibt Dimitrov auf Instagram.

Pandemie bremst das Übernahmegeschäft in der Schweiz

Die Corona-Pandemie hat auch Übernahmen und Fusionen erschwert: Die Zahl der Deals in der Schweiz ist in der ersten Jahreshälfte 2020 um rund einen Viertel auf noch 130 eingebrochen.

Den Grund dafür sieht die Beratungsfirma KPMG vor allem in der Coronakrise, die die Ertragsaussichten von potenziellen Übernahme- und Fusionszielen beeinträchtigt hat. Entsprechend zeigten sich Investoren zurückhaltender, schreibt KPMG im neuesten Halbjahresbericht zu Fusionen und Übernahmen.

Gleichzeitig seien viele potenzielle Käufer mit der Bewältigung interner Probleme beschäftigt. Und schliesslich kamen auch noch organisatorische Gründe dazu: So hätten beispielsweise die weltweiten Reisebeschränkungen und Ausgangssperren in zahlreichen Ländern insbesondere komplexe internationale Transaktionsverhandlungen verlangsamt.

Nach Corona-Ausbruch auf Gemüsehof in Bayern künftig höhere Strafen

Das süddeutsche Land Bayern zieht Konsequenzen aus einem Corona-Massenausbruch auf einem Gemüsehof im Ort Mamming: Ministerpräsident Markus Söder kündigte am Montag Corona-Tests für alle Saisonarbeiter sowie höhere Bussgelder und häufigere Betriebskontrollen an.

Zudem rief er eindringlich zum Einhalten der Regeln im Kampf gegen die Pandemie auf. Mehr Vorsicht sei auch bei Reiserückkehrern, Familienfeiern und Partygängern geboten, sagte Söder in München. Er bekräftigte zugleich seine Forderung an die deutsche Regierung nach verpflichtenden Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten.

Auf dem Gemüsebauernhof im niederbayerischen Mamming sind mehr als 170 Erntehelfer bei einer Reihenuntersuchung positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Fast 500 Menschen stehen dort nun unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen.

Als Konsequenz aus diesem Fall werden bei Verstössen gegen Hygieneauflagen Söder zufolge künftig 25 000 Euro statt der bislang 5000 Euro Bussgeld fällig.

Zahl der Corona-Fälle in österreichischem St. Wolfgang steigt weiter

Die Zahl der Corona-Infektionen in Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist um neun auf mindestens 53 gestiegen. Wie die Behörden am Montag berichteten, sind inzwischen alle 628 Tests vom Samstag ausgewertet.

Die Ergebnisse von 419 weiteren Tests vom Sonntag fehlten zunächst noch. Bei den Infizierten handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin des Landes Oberösterreich, Christine Haberlander, um 52 Mitarbeiter und einen Gast. Der betroffene Gast stamme aus dem österreichischen Bundesland Burgenland, sagte Tourismuschef Hans Wieser.

(Bild: Keystone)

Als Ausgangspunkt der Infektionen gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter auch nach der Sperrstunde um 1 Uhr morgens. «Es gibt von unserer Seite keine Vorwürfe. Als junger Mensch geht man nicht um ein Uhr ins Bett», so Wieser.

Insgesamt sind nach seinen Angaben 15 Betriebe betroffen. Der Ort hat knapp 200 Beherbergungsbetriebe und 2700 Gästebetten. Zwei Bars hätten unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten positiven Fälle von sich aus geschlossen, hiess es. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr an.

Irans Regierungssprecher nach positivem Corona-Test in Klinik

Der iranische Regierungssprecher Ali Rabiei ist nach einem positiven Corona-Test ins Krankenhaus gebracht worden. Es gehe ihm aber den Umständen entsprechend gut, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna am Montag weiter.

Auch am Montag registrierte das Gesundheitsministerium einen Anstieg der Fallzahlen im Iran. Binnen 24 Stunden habe es 212 neue Corona-Todesfälle gegeben. Die Zahl der Toten liegt aktuell bei fast 16 000, die der bisher nachgewiesenen Infektionen bei rund 300 0000, so das Gesundheitsministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

Österreichs Hotels leiden im Corona-Sommer

Der Tourismus in Österreich ist nach Wiederöffnung der coronabedingt geschlossenen Hotels nur schleppend angelaufen. Die Zahl der Übernachtungen war im Juni mit 5,2 Millionen um 59 Prozent niedriger als im Juni 2019. Auch Schweizer reisten deutlich seltener in das Nachbarland.

Die meisten Übernachtungen entfielen demnach auf österreichische Touristen, während die Zahl der Reisenden aus dem Ausland besonders stark einbrach: Die Übernachtungen von Deutschen etwa sanken um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die von Schweizern um mehr als 66 Prozent, wie das österreichische Statistikamt am Montag mitteilte. Mehr als 90 Prozent Rückgang gab es bei Reisenden aus den USA, Frankreich, Schweden und Russland.

Prozentual gesehen traf der Übernachtungsrückgang Fünf- und Vier-Sterne-Hotels am härtesten und Privatquartiere am wenigsten. Die vorübergehende Schliessung der Hotels im Frühjahr wirkt sich negativ auf die Bilanz aus.

Trotz der starken Wintermonate Januar und Februar gingen die Übernachtungen aufs gesamte erste Halbjahr gerechnet im Vergleich zum Vorjahr um 36,8 Prozent zurück.

BAK rechnet mit Einkommenseinbussen von 1700 Franken pro Kopf

Die Corona-Pandemie wird sich in den meisten Portemonnaies bemerkbar machen. Das Einkommen der Bevölkerung schmälert sich dadurch 2020 und 2021 um rund 1700 Franken pro Kopf der Bevölkerung, wie die Konjunkturforscher der BAK Economics errechnet haben.

BAK Economics bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Angaben gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung». Aufgrund der Corona-Pandemie sei mit erheblichen Ausfällen bei Arbeitnehmerentgelt, beim Einkommen von Selbständigen und auch den Vermögenseinkommen zu rechnen.

Neben effektiven Jobverlusten schlage insbesondere die Kurzarbeit zu Buche. Massnahmen, wie die ausgebaute Kurzarbeitsentschädigung können, wie es auf Anfrage hiess, die Einkommensverluste zwar teilweise kompensieren. «Alles in allem dürften die verfügbaren Einkommen 2020 jedoch um rund 2,5 Prozent sinken», stellen die BAK-Ökonomen fest.

65 Neuinfektionen in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb eines Tages 65 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Am Sonntag waren 110 neue bestätigte Fälle gemeldet worden, Samstag waren es 148, am Freitag 154 und am Donnerstag 117. Insgesamt gab es bisher 34’477 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das BAG am Montag mitteilte.

Bisher sind 1701 Menschen verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner gerechnet entspricht das 19,8 Opfern. Das BAG bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Montagmorgen übermittelt haben.

Insgesamt mussten seit Beginn der Pandemie 4185 Personen hospitalisiert werden, im Vergleich zum Vortag sind das drei mehr.

Comeback des Krisenmetalls: Corona treibt Goldpreis auf Rekordhoch

Es ist eine der abgedroschensten Floskeln an den Finanzmärkten, aber sie passt: Gold glänzt wieder. Noch vor Kurzem sah das ganz anders aus. Doch die Pandemie verunsichert Anleger immer mehr – und gibt dem Edelmetall auch aus anderen Gründen Auftrieb. Wird die Rekordjagd andauern?

(Bild: Keystone)

Vielen Anlegern gilt Gold als sichere Geldanlage in unsicheren Zeiten, doch zuletzt schien das «Krisenmetall» selbst in der Krise zu sein. Egal, was auch Schlimmes passierte – Gold war nie so recht gefragt. Fast schien es, als sei Gold an den Finanzmärkten aus der Mode gekommen. Doch inzwischen hat sich der Wind gedreht: Inmitten der Corona-Pandemie hat der Goldpreis am Montag seinen mittlerweile fast eine Dekade alten Rekord übertroffen. Mit 1944,71 US-Dollar kostete die Feinunze (31,1 Gramm) so viel wie nie zuvor.

Drei Corona-Fälle in Da Nang: Vietnam fliegt 80.000 Urlauber aus

Nach drei neuen Corona-Infektionen in der Küstenstadt Da Nang lassen die vietnamesischen Behörden 80.000 Menschen aus der Millionenmetropole ausfliegen. Bei den meisten handele es sich um inländische Touristen, berichteten staatliche Medien am Montag.

Sie sollen in den kommenden Tagen mit Hunderten Flügen in elf vietnamesische Städte gebracht werden. Auch öffentliche Veranstaltungen, Feste und religiöse Zusammenkünfte wurden in Da Nang wieder verboten. Zuvor hatte das südostasiatische Land fast 100 Tage lang keine lokale Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

Am Samstag war ein erster Fall bekannt geworden, mittlerweile seien zwei weitere hinzugekommen, hiess es. Nun gebe es Befürchtungen, dass die Zahl der Neuansteckungen in Da Nang in den kommenden Tagen erheblich steigen könnte. Zwei der drei Corona-Infizierten seien in kritischem Zustand, schrieben Medien unter Berufung auf die Behörden.

Ryanair will Spanien-Flüge trotz Quarantäne nicht streichen

Der Billigflieger Ryanair will seine Spanien-Flüge trotz der von Grossbritannien für Rückkehrer aus dem Urlaubsland erlassenen Quarantäne-Bestimmungen nicht verringern. «Wir haben keine Pläne, die Kapazitäten mittelfristig zu reduzieren», antwortete Finanzchef Neil Sorahan am Montag auf eine entsprechende Frage der Nachrichtenagentur Reuters.

Er halte die Entscheidung der britischen Regierung «für bedauerlich, sehr enttäuschend», fügte er hinzu. Ryanair gehe davon aus, das es in den nächsten Wochen und Monaten weitere lokale Ausbrüche des Coronavirus geben werde und man flexibel damit umgehen müsse. Die spanische Regierung habe deutlich gemacht, dass das Land für Touristen offen bleibe.

Die britische Regierung hatte nach einer Welle von Coronavirus-Fällen in Spanien am Samstag eine zweiwöchige Quarantäne für alle Reisenden angeordnet, die aus dem Urlaubsland nach Grossbritannien zurückkehren. Für den wieder anlaufenden Tourismus in Spanien ist das ein herber Rückschlag. Die Briten stellten im vergangenen Jahr die grösste nationale Gruppe aller ausländischen Urlauber.

Superspreader-Event in Genf

Nach einem Besuch im Genfer Club Rooftop 42 am Samstag, 18. Juli, haben sich mindestens 20 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet die Zeitung «20 Minuten» am Montagmorgen.

Zwischen Dienstag und Freitag seien daher 151 Testungen durchgeführt. Die Ergebnisse stünden teilweise noch aus. Laut einem Besucher, der von der Zeitung zitiert wird, hätten die Mitarbeiter in dem Club keine Maske getragen. Zudem sei sehr wenig Abstand eingehalten worden, da es aufgrund der Menschenmengen sehr eng war.

Spanien verhandelt mit London über Ausnahmen von Quarantänepflicht

Spanien verhandelt mit Grossbritannien darüber, die Balearen und die Kanaren von der seit Sonntag geltenden zweiwöchigen Quarantänepflicht für aus Spanien ins Vereinigte Königreich zurückkehrende Urlauber auszunehmen. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Trump sagt «First Pitch» an Yankees-Spiel ab

US-Präsident Donald Trump wird entgegen seiner eigenen Ankündigung am 15. August nicht den ersten Ball vor dem Baseball-Spiel der New York Yankees gegen die Boston Red Sox werfen. Trump begründete seine Absage auf Twitter mit seinen Verpflichtungen im Kampf gegen die Corona-Krise.



Den ersten Wurf vor einem Spiel in der amerikanischen MLB ausführen zu dürfen, ist eine Ehre und wird in den USA mitunter Politikern, Prominenten und Sportlern aus anderen Disziplinen zuteil.

Trotz Quarantäne: Stielike rechtzeitig wieder bei Tianjin Teda

Rechtzeitig zur Wiederaufnahme der chinesischen Meisterschaft nach sechs Monaten Corona-Pause ist der deutsche Trainer Uli Stielike wieder bei seinem Klub Tianjin Teda angekommen. Der frühere Schweizer Nationaltrainer hat eine zweiwöchige Quarantäne in Schanghai absolvieren und medizinische Tests über sich ergehen lassen müssen, wie die Zeitung «Tianjin Ribao»berichtete. Erst am Sonntag sei Stielike wieder persönlich zu seiner Mannschaft gestossen.

(Bild: Keystone)

Im ersten Spiel nach der Zwangspause, in dem Tianjin Teda gegen Shanghai SIPG antritt, wird Stielike gemäss der Zeitung auf der Bank sitzen. Die chinesische Super League hatte die Saison am Wochenende unter strengen Auflagen, ohne Fans und im Turnierformat in zwei Städten wieder aufgenommen.

Corona-Krise reisst Ryanair in die Verlustzone

Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat Europas grössten Billigflieger Ryanair im abgelaufenen Quartal nicht so tief in die roten Zahlen gerissen wie befürchtet. Unter dem Strich stand im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni ein Verlust von 185 Millionen Euro nach einem Gewinn von 243 Millionen ein Jahr zuvor, wie die Rivalin von Easyjet und der Lufthansa-Tochter Eurowings am Montag in Dublin mitteilte.

Analysten hatten mit einem grösseren Minus gerechnet.

Der Umsatz sackte im Jahresvergleich um 95 Prozent auf 125 Millionen Euro ab. Die Zahl der Fluggäste brach sogar um 99 Prozent auf eine halbe Million ein. Das Quartal sei das schwierigste in der 35-jährigen Geschichte von Ryanair gewesen, teilte das Unternehmen mit.

Eine Gewinnprognose wagte das Management um Ryanair-Chef Michael O’Leary weiterhin nicht. Die grösste Gefahr sei eine mögliche zweite Welle von Infektionsfällen im späten Herbst. Ryanair rechnet im Geschäftsjahr bis Ende März 2021 jetzt mit rund 60 Millionen Fluggästen. Im zweiten Geschäftsquartal, das den Grossteil der wichtigen Sommersaison umfasst, soll der Verlust aber geringer ausfallen als im abgelaufenen Jahresviertel, da der Flugverkehr seit 1. Juli wieder anzieht.

SAP verdient im zweiten Quartal trotz Corona deutlich mehr

Europas grösster Softwarehersteller SAP hat unter anderem dank des überraschend guten Laufs im zweiten Quartal unter dem Strich deutlich mehr Gewinn gemacht. Der Nettogewinn kletterte im Vorjahresvergleich um 52 Prozent auf 885 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Montag in Walldorf mitteilte.

Das lag auch daran, dass ein Stellenabbauprogramm vor einem Jahr knapp 200 Millionen Euro gekostet hatte. Zahlen zu Umsatz und operativem Ergebnis hatte SAP bereits vor zweieinhalb Wochen vorgelegt und in der Corona-Krise überraschend stark abgeschnitten. Die im April gesenkten Jahresprognosen bestätigte das Unternehmen.

Munich Re: Staat und Versicherer sollen Pandemien gemeinsam sichern

Der weltweit grösste Rückversicherer Munich Re hat eine Partnerschaft von Staat und Versicherern zur besseren Absicherung der finanziellen Verluste bei Pandemien vorgeschlagen. «Staat und Versicherungen könnten und sollten sich verständigen, wer bei künftigen Lockdowns in welchem Ausmass und wie genau haftet.»

Dies sagte Munich-Re-Konzernchef Joachim Wenning zur Nachrichtenagentur DPA am Montag.

In den vergangenen Monaten hat es weltweit coronavirusbedingte Streitfälle zwischen Unternehmen und ihren Versicherern gegeben. Vor dem Münchner Landgericht werden beispielsweise in dieser Woche mehrere derartige Zivilklagen gegen Versicherungen verhandelt. «Die Diskussion um Corona kreist im Wesentlichen um die Frage, inwieweit lockdown-bedingte Betriebsunterbrechungen von Sachversicherungen gedeckt sind», sagte Wenning zu der Diskussion. «In manchen Fällen ist das der Fall, in anderen nicht. Weil dieser Schutz teuer ist, ist er bei uns direkt aber auch kaum gekauft worden.»

Nach neuem Virus-Ausbruch in Nordostchina: Hunderte Flüge gestrichen

Nach dem neuen Ausbruch des Coronavirus in Dalian in Nordostchina sind mehr als 400 Flüge in die Hafenstadt gestrichen worden. Bis Montagmorgen seien 79 Prozent aller Flüge storniert worden, wie die Zeitung «Global Times» berichtete. In der Sechs-Millionen-Metropole wurden am Vortag wieder 14 neue Infektionen mit dem Virus berichtet.

Die Hafenstadt Dailian im Juli 2019. (Bild: Keystone)

Von Dalian, wo die ersten Fälle in einer Fischfabrik lokalisiert worden waren, hat sich das Virus in mindestens acht weitere Städte ausgebreitet, wie Staatsmedien berichteten. Inzwischen sind etwa mehr als 200 Erkrankungen in der Provinz Liaoning entdeckt worden. 36 Infizierte, die keine Symptome zeigen, sind unter Beobachtung.

WHO: Risiko neuer Corona-Infektionen steigt, wenn es kühler wird

Das Risiko neuer Corona-Infektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn die Urlaubszeit zu Ende geht und es kühler wird. Das liege daran, dass sich dann wieder mehr Menschen in geschlossenen Räumen statt draussen aufhalten, sagte eine WHO-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ob und wann es aber in welchen Ländern zu einem neuen Anstieg von Infektionen oder einer zweiten Welle komme, sei nicht vorherzusagen. Hier lesen Sie mehr.

(Symbolbild: Keystone)
USA verdoppeln Gelder bei Moderna für Forschung an Corona-Impfstoff

Die US-Regierung will ihre Investitionen in die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus durch die Firma Moderna verdoppeln. Geplant sind nun Investitionen in das Projekt in einer Gesamthöhe von fast einer Milliarde Dollar.

Dies geht aus Angaben des Biotech-Unternehmens vom Sonntag (Ortszeit) hervor. Zu der bisher zugesagten Investitionssumme der US-Regierung von 483 Millionen Dollar sollen demnach bis zu 472 Millionen Dollar hinzukommen.

Die deutliche Aufstockung der Investitionen sei dadurch gerechtfertigt, dass die Pläne für die dritte und letzte Testphase für den Impfstoff «erheblich» ausgeweitet worden seien, erklärte die in Cambridge im Ostküstenstaat Massachusetts ansässige Firma. Die dritte Testphase mit 30’000 Teilnehmern in den USA soll an diesem Montag beginnen.

USA ringen um neues Corona-Hilfspaket - Pelosi spricht von Notfall

Nach dem Auslaufen zusätzlicher Arbeitslosenhilfe des Bundes für Millionen Amerikaner inmitten der Corona-Pandemie dauert das Ringen um ein neues Hilfspaket an.

Finanzminister Steven Mnuchin sagte dem Sender Fox News am Sonntag, das Weisse Haus und die Republikaner würden ihren Vorschlag an diesem Montag in den Kongress einbringen. «Wir sind darauf vorbereitet, schnell zu handeln.»

Die Demokraten werfen den Republikanern vor, ein neues Paket verzögert und damit Leid für amerikanische Familien verursacht zu haben. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sagte dem Sender CBS: «Dies ist ein Notfall.»

Am Wochenende lief die Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar pro Woche aus einem früheren Hilfspaket im März aus. Sie wurde von mehr als 16 Millionen Menschen bezogen und zusätzlich zur Arbeitslosenhilfe der Bundesstaaten gewährt.

Kantone müssen Corona-Schutzmassnahmen besser kontrollieren

Über das Wochenende sind dem Bundesamt für Gesundheit insgesamt 258 neue Covid-19-Infektionen gemeldet worden. Der Bund ist nicht zufrieden mit der Kontrolle der Corona-Schutzmassnahmen in öffentlich zugänglichen Betrieben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Kantone angewiesen, die Kontrollen der Vorgaben des Bundes zu verbessern. Diese weisen die Kritik zurück.

Das BAG bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Sonntagsblick». Die Kantone sind demnach aufgefordert, ihre Kontrolltätigkeit zu verstärken. Sie sollen vermehrt zu prüfen, ob in den öffentlich zugänglichen Betrieben und Einrichtungen sowie an Veranstaltungen hinreichende Schutzkonzepte vorhanden sind und umgesetzt werden. Besonders im Visier hat das BAG Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe.

Coronavirus bremst Sommerferienverkehr in der Luft und am Boden

Mehr, aber längst nicht soviel wie üblich: das Coronavirus hat den Ferienreiseverkehr am Wochenende im Vergleich zum Vorjahr stark gebremst, sowohl in der Luft wie auf Strasse und Schiene. Am Gotthard war der Stau nie länger als 6 Kilometer.

Vor dem Nordportal des Gotthard-Strassentunnels standen die Fahrzeuge am Samstag auf zeitweise bis zu sechs Kilometern. Dies bedeutete eine Wartezeit von gut einer Stunde. Auch auf der Ausweichroute über den San-Bernardino gab es einmal kurze Wartezeiten.

Weit entfernt vom Grossandrang des letzten Jahres war man auf dem Flughafen Zürich. Dort erwartete man laut Mediensprecherin Raffaela Stelzer Spitzentage mit über 25’000 Passagieren. Das seien zwar deutlich mehr als noch vor ein paar Wochen. Zur gleichen Zeit im Vorjahr waren es indes teilweise über 110’000 Passagiere an einem Tag.

Späterer Lockdown in der Schweiz wäre verheerend gewesen

Eine Studie der Universität Bern zeigt auf, dass ein früherer oder ein späterer Lockdown als dem 17. März weniger respektive mehr Corona-Todesfälle zur Folge gehabt hätte. Ein Forscherteam um den Epidemiologen Christian Althaus entwickelte ein Modell, das berechnet, wie stark die Auslastung der Intensivstationen in den Schweizer Spitälern und wie hoch die Todeszahlen je nach Zeitpunkt des Lockdown-Starts gewesen wären. Das berichtet die «Basler Zeitung» am Sonntag.

Das Modell zeigt, dass über 8000 Menschen an Covid-19 gestorben wären, wenn der Bundesrat den Lockdown eine Woche später verhängt hätte. Das wären rund viermal so viel wie die aktuell 1701 Todesopfer, die es zu beklagen gibt. Die Studie geht davon aus, dass bis zum Ende der ersten Welle fast 2000 Menschen gestorben sein werden. Hätte die Landesregierung wiederum den Lockdown sieben Tage früher verhängt, berechnet das Modell rund 400 Todesopfer, also ungefähr 1600 Menschenleben, die gerettet worden wären.

Ein Modell der Universität Bern zeigt, dass ein späterer Lockdown in der Schweiz wohl weit mehr Todesopfer bedeutet hätte. (Symbolbild: Keystone)
Australien zählt so viele Corona-Tote wie noch nie binnen 24 Stunden

Trauriger Corona-Rekord in Australien: Erstmals seit Beginn der Pandemie sind innerhalb von 24 Stunden zehn Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das sagte der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Sonntag vor Journalisten. Dort seien alle neuen Todesfälle registriert worden. Ausserdem seien am Samstag 459 Neuinfektionen in Victoria – wo auch die Millionenmetropole Melbourne liegt – hinzugekommen.

Andrews liess eine mögliche Verlängerung des vor knapp drei Wochen verhängten Lockdowns für den Bundesstaat im Südosten des Landes offen. Eigentlich soll dieser Mitte August auslaufen. Der Politiker forderte die Bevölkerung auf, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. «Hier geht es nicht um Menschenrechte», sagte Andrews. «Es gibt zehn Familien, die in den nächsten Tagen jemanden beerdigen werden. Tragen Sie eine Maske. Das ist nicht zu viel verlangt.»

In Australien spitzt sich die Lage zu: Zehn Menschen starben innert 24 Stunden in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion, so viele wie noch nie zuvor. (Symbolbild: Keystone)
Iranischer Vizeminister: Corona-Lage im Land «gar nicht gut»

Der iranische Vizegesundheitsminister Iradsch Harirchi hat ein düsteres Bild wegen der Corona-Krise gezeichnet und die Bevölkerung auf viele weitere Todesopfer eingestellt. «Fast das ganze Land ist wegen Corona im Rot-Status (Alarmzustand), und die Lage ist gar nicht gut», sagte Harirchi am Sonntag laut Nachrichtenagentur Isna. Wenn die Bürger die Hygienevorschriften nicht einhielten, werde das Land weiterhin im Durchschnitt 200 Todesfälle am Tag registrieren müssen.

Harirchi und seine Kollegen im Gesundheitsministerium stehen den von von Präsident Hassan Ruhani eingeführten Lockerungen kritisch gegenüber. Diese haben aus ihrer Sicht dazu geführt, dass die Bevölkerung die Vorschriften und die Pandemie nicht mehr ernst nimmt.

Kostenlose Corona-Tests an deutschen Flughäfen – Spahn prüft Pflicht

Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich seit dem Wochenende auf mehreren Flughäfen in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die Airports in München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund bieten seit Samstag erstmals kostenfreie Untersuchungen an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) prüft «auch eine rechtliche Verpflichtung» für solche Tests. Wegen steigender Corona-Fallzahlen in einigen Regionen Spaniens hat Grossbritannien seine Einreiseregeln wieder verschärft: Tausende Briten müssen nach ihrem Sommerurlaub in Spanien in eine zweiwöchige Quarantäne. Das trifft auch die Reisebranche noch einmal hart.

Bislang gab es Corona-Tests auf Flughäfen schon in Frankfurt, München und Köln/Bonn, die Reisenden mussten aber selbst dafür bezahlen. Berlin will in der kommenden Woche mit kostenlosen Tests beginnen, auch andere Flughäfen wollen bald nachziehen.

Mehrere Flughäfen in Deutschland bieten für Rückkehrer aus dem Urlaub kostenlose Corona-Tests an. (Symbolbild: Keystone)
Massentests nach Corona-Ausbruch in österreichischem Touristenort

Mit Hunderten von Tests haben Behörden auf einen Corona-Ausbruch im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang reagiert. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg vorerst auf mindestens 44 an, wie die Landesbehörden in Linz mitteilten, doch die Auswertung ging am Sonntag weiter. Demnach sind viele der Infizierten junge Praktikanten in Tourismusbetrieben, doch auch ein Feriengast wurde positiv getestet.

Einwohner, Gäste und Tourismusmitarbeiter wurden gebeten, am Samstagabend in ihren Unterkünften zu bleiben. Die Sperrstunde wurde mit 23 Uhr festgelegt. «Es gibt dort und da Absagen und Stornierungen» von Buchungen, sagte der Chef des Tourismusverbandes Wolfgangsee, Hans Wieser, der dpa. Auch seien vereinzelt Gäste vorzeitig abgereist. St. Wolfgang ist der wichtigste Touristenort Oberösterreichs, mit mehr als 400 000 Übernachtungen im vorigen Jahr. In einer normalen Saison sind rund ein Drittel der Gäste Deutsche.

Kostenlose Corona-Tests an deutschen Flughäfen

Bislang gab es Corona-Tests auf Flughäfen schon in Frankfurt, München und Köln/Bonn, die Reisenden mussten aber selbst dafür bezahlen. Berlin will in der kommenden Woche mit kostenlosen Tests beginnen, auch andere Flughäfen wollen bald nachziehen.

Spahn und die Gesundheitsminister der Bundesländer hatten am Freitag beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland künftig kostenlos auf das Virus testen lassen können. Wer keinen negativen Befund hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern, darunter fast die gesamte EU, können sich freiwillig innerhalb von 72 Stunden testen lassen – dann nicht am Flughafen, sondern etwa in Arztpraxen oder Gesundheitsämtern.

110 neue laborbestätigte Infektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag innerhalb eines Tages 110 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Am Samstag waren 148 neue neue bestätigte Fälle gemeldet worden, am Freitag 154 und am Donnerstag 117. Insgesamt gab es bisher 34’412 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das BAG am Sonntag mitteilte. Der 7-Tage-Schnitt liegt bei damit bei gut 115 neuen Fällen.

WHO meldet Rekord an weltweit gemeldeten Corona-Neuinfektionen

Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie am Freitag und am Samstag. Bis Freitagabend registrierte die WHO die Rekordzahl von 284 196 Fällen. Am Samstagabend lag der Wert mit 284 083 ähnlich hoch.

Mit Abstand die meisten Infektionen binnen eines Tages verzeichneten demnach bis Samstagabend die USA mit rund 72 000 neuen Fällen und Brasilien mit fast 60 000. Aus Indien wurden fast 49 000 Neuinfektionen gemeldet, aus Südafrika etwa 14 000.

Nordkorea riegelt Grenzstadt nach Corona-Verdachtsfall ab

Wegen eines ersten offiziellen Corona-Verdachtsfalls im Land hat Nordkorea aus Furcht vor einer Katastrophe eine Grossstadt komplett abgeriegelt. Trotz strengster epidemiologischer Abwehrmassnahmen in den vergangenen sechs Monaten «könnte das bösartige Virus in das Land eingeschleppt worden sein», berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Für die Region um die Grenzstadt Kaesong sei der Notstand verhängt worden. Die kommunistische Führung rief die höchste Alarmstufe aus.

Nordkorea riegelt eine Grossstadt wegen eines ersten offiziellen Corona-Verdachtsfalls komplett ab. (Symbolbild: Keystone)

Sollte sich der Verdachtsfall bestätigen, wäre es der erste offizielle Infektionsfall mit Sars-CoV-2 in dem abgeschotteten Land. Nordkorea hatte bisher nach eigenen Angaben keine einzige Infektion registriert und seine Abwehrmassnahmen als «leuchtenden Erfolg» beschrieben. Die Angaben wurden im Ausland bezweifelt.

Frankreich kündigt kostenlose Corona-Tests an

Frankreich will angesichts steigender Corona-Infektionen kostenlose Tests bereitstellen. Diese sollen zudem rezeptfrei erhältlich sein, wie die Regierung mitteilte.

«Wir würden dies nicht als eine zweite Welle bezeichnen, aber es ist klar, dass wir seit einigen Tagen einen spürbaren Anstieg der Zahl der bestätigten Fälle beobachten», sagte Gesundheitsminister Olivier Veran der Zeitung «Le Parisien» (Sonntagsausgabe).

Frankreich hat bislang offiziell 30’192 Todesfälle verzeichnet, die dem Coronavirus zugeschrieben werden. Insgesamt wurden 180’528 Infektionen festgestellt. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt den zweiten Tag in Folge um mehr als 1000.

174 Erntehelfer in Bayern infiziert

Mindestens 174 Erntehelfer haben sich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet der Sender Antenne Bayern am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Behörden im Landkreis Dingolfing-Landau.

Der gesamte Betrieb, auf dem zuvor eine Reihenuntersuchung erfolgt war, sei unter Quarantäne gestellt worden und werde nunmehr von einem Sicherheitsdienst überwacht.

Im Bundesland Bayern haben sich mindestens 174 Erntehelfer mit dem Coronavirus angesteckt. (Symbolbild: Keystone)
Berner Kantonsärztin schliesst Club «Kapitel Bollwerk»

Der Berner Club «Kapitel Bollwerk» ist am Samstagabend um 23.00 Uhr auf Anordnung der Kantonsärztin geschlossen worden. Er bleibt voraussichtlich 10 Tage zu, wie der Kanton Bern am frühen Sonntagmorgen in einer Mitteilung bekannt gab.

Nachdem bereits am Freitag eine Person, die am letzten Wochenende den Club besucht hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war, stellte sich am Samstagabend heraus, dass zwei weitere Personen positiv auf die Lungenkrankheit Covid-19 getestet worden sind.

Mehr dazu hier.

Nordkorea riegelt Grenzstadt nach Corona-Verdachtsfall ab

Nordkorea hat nach eigenen Angaben wegen eines Verdachtsfalls mit dem Coronavirus die an Südkorea grenzende Stadt Kaesong komplett abgeriegelt. In dem Fall handle es sich um einen früheren Überläufer, der am 19. Juli illegal die militärische Demarkationslinie zwischen beiden Staaten nach Nordkorea überquert habe, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Er stehe im Verdacht, sich infiziert zu haben.

Bei einem Dringlichkeitstreffen des Politbüros der Arbeiterpartei habe Machthaber Kim Jong Un für das betroffene Gebiet den Notstand ausgerufen. Sollte das Virus bei der Person nachgewiesen werden, wäre es offiziell der erste Corona-Infektionsfall in dem isolierten Land. Nordkorea hatte bisher erklärt, es sei von Infektionen verschont geblieben.

Nordkorea hat die an Südkorea grenzende Stadt Kaesong wegen eines Corona-Verdachtfalls abgeriegelt. (Symbolbild: Keystone)
Zahl der Infektionen in österreichischem Tourismus-Hotspot steigt weiter

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist auf mindestens 44 gestiegen. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Medienberichten aus der Nacht zum Sonntag überwiegend um Mitarbeiter, allerdings sei auch bei einem Urlauber das Virus nachgewiesen worden. Die meisten Infizierten sind demnach Praktikanten. Ob sie sich in ihren Unterkünften oder beim Ausgehen angesteckt haben, sei unklar. Zwei Bars seien geschlossen worden.

Bis zum späten Abend seien bereits über 600 Personen getestet worden, sowohl Angestellte als auch Urlaubsgäste. Bisher seien 258 Tests ausgewertet worden, die weiteren Ergebnisse wurden am Sonntag erwartet.

Silvesterparty in Rio wegen Corona abgesagt

Die Silvesterparty an der Copacabana ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Die Feier mit bis zu drei Millionen Besuchern in der Bucht von Rio de Janeiro könne in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden, berichteten Medien am Samstag unter Berufung auf die städtische Tourismusagentur Riotur.

Bürgermeister Marcelo Crivella werde in den kommenden Tagen einen Plan für den Jahreswechsel vorlegen. Denkbar sei beispielsweise eine virtuelle Feier. Sollte bis dahin kein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen, könnte auch der Karneval 2021 abgesagt werden.

Vietnam: Erster lokaler Coronafall nach fast 100 Tagen

Fast 100 Tage lang haben Behörden in Vietnam keine lokale Infektion mit dem Coronavirus gemeldet – nun bestätigten Ärzte erstmals wieder einen solchen positiven Fall. Mehrfache Tests bei einem 57 Jahre alten Mann aus der Grossstadt Da Nang seien positiv ausgefallen, schrieb die Zeitung «VnExpress» am Samstag unter Berufung auf örtlich Behörden. Damit wurde in dem südostasiatischen Land 99 Tage keine lokale Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Der Mann sei bereits am Montag in ein Krankenhaus gekommen, die Ärzte waren zunächst aber von einer Lungenentzündung ausgegangen, hiess es. Mittlerweile habe sich der Zustand des Erkrankten verschlechtert. Er sei an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden.

Zahl der Infektionen in österreichischem Tourismus-Hotspot steigt

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist auf mindestens 26 gestiegen. Bei den Betroffenen handelt es sich Medienberichten vom Samstag zufolge um Mitarbeiter, bei Urlaubern sei das Virus zunächst nicht nachgewiesen worden.

Die meisten Infizierten sind demnach Praktikanten. Ob sie sich in ihren Unterkünften oder beim Ausgehen angesteckt haben, sei unklar. Zwei Bars seien geschlossen worden. Weitere Tests liefen.

Der Ausbruch weckt Erinnerungen an den österreichischen Ski- und Partyort Ischgl in Tirol, der in der Anfangsphase der Pandemie ein Zentrum der Corona-Ausbreitung in ganz Europa war.

Australian Open planen mit weniger Fans und strenger Hygiene

Die Verantwortlichen des Australian Open bereiten sich angesichts der Coronavirus-Pandemie schon jetzt mit einem strengen Hygienekonzept und Beschränkungen auf die geplante nächste Austragung im Januar 2021 in Melbourne vor.

Turnierchef Craig Tiley sagte der Nachrichtenagentur AP am Samstag, die Profis und ihr Betreuerstab sollten sich in einer sogenannten Blase aufhalten. Zudem soll genug Abstand zwischen den Zuschauerplätzen geschaffen werden. Fans aus Übersee würden wahrscheinlich gar nicht nach Melbourne reisen können, das sich gerade in einem Lockdown befindet. Die kommende Auflage des Grand-Slam-Turniers soll am 18. Januar beginnen.

Mehr dazu hier.

Erster Nati-Spieler hat Corona: Kevin Mbabu positiv getestet

Der Schweizer Nati-Spieler Kevin Mbabu ist am Coronavirus erkrankt. Der 25-jährige Aussenverteidiger vom VfL Wolfsburg wurde positiv getestet. Dies teilt der Verein am Samstag mit. Mbabu befinde sich bis auf Weiteres in Quarantäne und verpasst somit den Trainingsauftakt beim Bundesligisten. Nebst Mbabu wurden laut Angaben des Vereins keine weiteren Spieler positiv getestet.

Mehr dazu hier.

Brasiliens Präsident Bolsonaro negativ auf Coronavirus getestet

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat seine Infektion mit dem Coronavirus eigenen Angaben zufolge überwunden. Ein neuer Corona-Test sei negativ ausgefallen, schrieb der Staatschef am Samstag auf Twitter. Wann der Test gemacht wurde, war zunächst unklar.

Bolsonaro hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Mehrere Tests in den vergangenen Wochen waren positiv ausgefallen.

(Bild: Keystone)
Vietnam: Erster lokaler Coronafall nach fast 100 Tagen

Fast 100 Tage lang haben Behörden in Vietnam keine lokale Infektion mit dem Coronavirus gemeldet – nun bestätigten Ärzte erstmals wieder einen solchen positiven Fall. Mehrfache Tests bei einem 57 Jahre alten Mann aus der Grossstadt Da Nang seien positiv ausgefallen. Damit wurde in dem südostasiatischen Land 99 Tage keine lokale Ansteckung mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Der Mann sei bereits am Montag in ein Krankenhaus gekommen, die Ärzte waren zunächst aber von einer Lungenentzündung ausgegangen, hiess es. Mittlerweile habe sich der Zustand des Erkrankten verschlechtert. Er sei an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden. Dutzende Menschen, die in engem Kontakt mit ihm standen, seien negativ getestet worden.

28 Corona-Infizierte bei spanischem Zweitligisten Fuenlabrada

Beim spanischen Zweitligisten Fuenlabrada haben sich 28 Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Nachdem 16 Fälle bereits bekannt waren, vermeldete der Klub zwölf weitere positive Tests. Das letzte Spiel von Fuenlabrada gegen Deportivo La Coruña war am Montag verschoben worden, nachdem mehrere Spieler positiv getestet wurden.

Ruhani dämpft Hoffnungen auf baldiges Ende der Corona-Krise in Iran

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Krise in dem Land gedämpft. Die Menschen sollten nicht annehmen, dass das Problem kurzfristig und in ein paar Wochen gelöst sei, sagte Ruhani am Samstag. Solange kein wirksamer Impfstoff hergestellt worden sei, werde Corona auch bleiben. «Wir sollten längerfristig denken und uns jetzt schon auf das nächstes Jahr vorbereiten», sagte der Präsident nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Oberster Hotelier erwartet 30 bis 40 Prozent weniger Logiernächte

Hotelier-Präsident Andreas Züllig rechnet für 2020 mit 30 bis 40 Prozent weniger Logiernächten. Ein Teil der rund 260’000 Angestellten der Branche werde den Job verlieren. Eine Lockerung der 1000er-Regel für Veranstaltungen ab September würde helfen.

«Es ist eine ausserordentliche Krise, die uns im Mark trifft», sagte Züllig in der «Samstags-Rundschau» von Schweizer Radio SRF. Nicht einmal während der Weltkriege habe die Hotelbranche ähnliche Einbussen erlebt. Eine konkrete Prozentzahl zu den erwarteten Stellenverlusten nannte der Hotelleriesuisse-Präsident nicht. Für Destinationen wie Interlaken oder Luzern, die stark von ausländischen Gästen abhängig seien, seien die Ausfälle aber massiv.

Erfreut zeigte sich Züllig, der in der Lenzerheide ein 4-Stern-Hotel betreibt, über die gute Auslastung der Hotels in den Bergen. «Seit der Wiedereröffnung am 20. Mai läuft der Betrieb überraschend gut.» Es sei schon sehr erstaunlich, dass Schweizerinnen und Schweizer im Land blieben und hier Ferien machten. «Das habe ich noch nie erlebt.» Normalerweise verbrächten zwei von drei Schweizern ihre Sommerferien im Ausland.

Al-Sadd-Trainer Xavi positiv auf Coronavirus getestet

Der spanische Trainer Xavi Hernandez in Diensten des katarischen Klubs Al Sadd ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der langjährige Barcelona-Spieler weist keine Krankheitssymptome auf, konnte beim Liga-Neustart seines Klubs am Samstag wegen der vorgeschriebenen Quarantäne aber nicht auf der Bank Platz nehmen.

(Bild: Keystone)
148 neue Corona-Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag innerhalb eines Tages 148 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Am Freitag waren 154 neue neue bestätigte Fälle gemeldet worden, am Donnerstag 117 und am vergangenen Samstag 110. Insgesamt gab es bisher 34’302 (34’154) laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das BAG am Samstag mitteilte.

Mehr zu den neusten Fallzahlen lesen Sie hier.

«Zweite Corona-Welle ist schon in Deutschland»

Kommt die zweite Welle oder kommt sie nicht? Laut Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist sie in Deutschland bereits da. «Die zweite Corona-Welle ist schon da. Sie findet bereits jeden Tag statt», sagte Kretschmer in der Samstagsausgabe der «Rheinischen Post». Seine Einschätzung begründet er so: «Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten.»

Die Politik und die Gesundheitsämter seien nun gefordert, diese Welle jeden Tag neu zu brechen. Dies klappe bis anhin erstaunlich gut, so Kretschmers Zwischenfazit. Durch den Föderalismus in Deutschland könne man viel gezielter vorgehen als in zentralistisch regierten Ländern wie Frankreich.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist überzeugt, dass die zweite Welle in Deutschland schon angekommen ist: «Sie findet bereits jeden Tag statt». (Bild: Keystone)
Spahn prüft obligatorische Corona-Tests für Urlauber

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) denkt über obligatorische Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikoländern nach. «Wir prüfen auch eine rechtliche Verpflichtung», sagte Spahn im Deutschlandfunk. Den drastischen Schritt begründet Spahn mit der hohen Zahl an Neuansteckungen in Deutschland. «Was wir im Moment haben, sind viele kleinere Ausbrüche.» Die hohe Zahl habe vor allem mit Reiseaktivitäten und Reiserückkehrern aus bestimmten Regionen zu tun.

Bald obligatorisch? Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn prüft eine Corona-Test-Pflicht für Rückkehrer aus Risikoländern. (Bild: Keystone)
Maskenpflicht auch auf Strassen: Belgien verschärft Corona-Regeln

In Belgien sind wegen steigender Covid-19-Fallzahlen neue Massnahmen in Kraft getreten. Von diesem Samstag an muss auch auf Märkten, in Einkaufsstrassen und öffentlichen Gebäuden eine Maske getragen werden. Zudem werden in gastronomischen Betrieben die Kontaktinformationen der Gäste für 14 Tage gespeichert. Eine Maskenpflicht gilt dort auch, allerdings nicht, wenn die Besucher an einem Tisch sitzen.

Bereits vor diesem Samstag musste wegen der Corona-Pandemie in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und zum Beispiel in Gotteshäusern, Kinos und Museen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Boris Johnson: Das Schlimmste der Pandemie ist Mitte 2021 vorbei

Zum ersten Jahrestag seines Amtsantritts hat der britische Premierminister Boris Johnson Fehler bei der Bekämpfung der Corona-Krise eingeräumt. «Natürlich gibt es Dinge, die wir falsch gemacht haben, und wir lernen die ganze Zeit dazu», sagte Johnson in einem am Samstag veröffentlichten Interview des Nachrichtensenders Sky News. «Wir müssen so schnell wie möglich aus unseren Fehlern lernen.» Das Schlimmste dürfte «Mitte nächsten Jahres» vorbei sein.

Mehr dazu hier.

Der britische Premierminister Boris Johnson vermutet, dass Mitte 2021 das Schlimmste der Corona-Pandemie überstanden ist. (Bild: Keystone)
Patientenschützer: Spahn muss Vorwürfe bei Corona-App aufklären

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Aufklärung gefordert, was an den Vorwürfen rund um die Probleme bei der Corona-Warn-App dran ist. Die App sei ein wichtiger Baustein, das Coronavirus in Schach zu halten, erklärte Vorstand Eugen Brysch am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

«Jetzt soll auf immer mehr Smartphones die Kontaktüberprüfung nur lückenhaft funktionieren. Das beunruhigt die über 15 Millionen Nutzer.» Und weiter: «Für maximale Irritation sorgt jedoch der Bundesgesundheitsminister. Sein Schweigen ist nicht zu akzeptieren.» Das Vertrauen in die richtige Funktion sei der Schlüssel des Erfolgs der Corona-Warn-App.

Erster NFL-Profi verzichtet wegen Coronavirus auf Saison

Laurent Duvernay-Tardif von Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs ist der erste American Footballer, der die Möglichkeit in Anspruch nimmt, wegen des Coronavirus auf die nächste Saison zu verzichten. Der Kanadier hat ein abgeschlossenes Medizinstudium und arbeitete in den vergangenen Wochen und Monaten in einer stationären Pflege-Einrichtung nahe seiner Heimatstadt Montreal.

Die NFL hat mit der Spielergewerkschaft NFLPA ausgehandelt, dass Profis, die wegen Covid-19 ernsthafte Bedenken haben, unkompliziert von ihren Vertragspflichten zurücktreten können, aber trotzdem abgesichert sind. Laut US-Medien wird Duvernay-Tardif in der kommenden Saison 150’000 US-Dollar bekommen. 2,75 Millionen wären es, wenn er regulär spielen würde.

Laurent Duvernay-Tardif von den Kansas City Chiefs verzichtet wegen des Coronavirus‘ auf die nächste Football-Saison. (Bild: Keystone)
Formel-1-Weltmeister soll allenfalls mit Notregel gekürt werden

Mit einer Notregel will der Weltverband auch dann einen Formel-1-Weltmeister küren, wenn nicht wie vom Reglement gefordert auf mindestens drei Kontinenten gefahren werden kann. Einem Bericht des Fachmagazins «Auto, Motor und Sport» zufolge will sich der Internationale Automobilverband Fia in diesem Fall auf höhere Gewalt wegen der Coronavirus-Pandemie berufen.

Sollte Lewis Hamilton wieder Formel-1-Weltmeister werden, würde er allenfalls per Notregel den Titel zugesprochen erhalten. (Bild: Keystone)
Corona-Fälle: Mexiko an 6. Stelle – Präsident stellt Masken infrage

Mexiko ist inzwischen das Land mit den sechstmeisten bestätigten Corona-Fällen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete nach Zahlen vom Freitag (Ortszeit) 7573 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden.

Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 378’285, womit Mexiko Peru überholte – das südamerikanische Land liegt nach offiziellen Zahlen vom Freitag bei 375’961 Infizierten. Mexiko hat weltweit die viertmeisten Todesfälle registriert – nur in den USA, Brasilien und Grossbritannien waren es bisher mehr als die 42’645 mexikanischen.

Mehr dazu hier.

Mexiko überholt Peru in einer traurigen Rangliste: Das zentralamerikanische Land verzeichnete 7573 neue Infektionen innert 24 Stunden. (Symbolbild: Keystone)
Corona-Warn-App macht auch auf iPhones Probleme

Die Corona-Warn-App funktioniert laut einem Medienbericht auch auf iPhones nicht richtig. Die Kontaktüberprüfung sei nur lückenhaft, berichtete tagesschau.de am Freitag.

Nutzer seien deshalb teilweise über Wochen nicht durch die App informiert darüber worden, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten oder nicht. Der Softwarehersteller SAP, der die App mitentwickelt hat, räumte dem Bericht zufolge den Fehler ein.

Mehr dazu hier.

Die deutsche Corona-Warn-App funktioniert auf iPhones nicht richtig, wie der Softwarehersteller SAP einräumt. (Symbolbild: Keystone)
Karneval in São Paulo auf unbestimmte Zeit verschoben

Die grösste brasilianische Stadt São Paulo hat ihre Karnevalsfeiern im kommenden Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben.

Den Sambaschulen und den Veranstaltern des Strassen-Karnevals sei klar, dass ein Karneval im kommenden Februar wegen der Corona-Pandemie nicht möglich sei, sagte Bürgermeister Bruno Covas am Freitag (Ortszeit). Auch die Behörden in Rio de Janeiro mit dem weltberühmten Karneval denken über einen ähnlichen Schritt nach.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Karneval in São Paulo muss wegen der drastisch steigenden Corona-Ansteckungen in Brasilien auf unbestimmte Zeit verschoben werden. (Archivbild: Keystone)
Fast 56'000 neue Corona-Infektionen in Brasilien

Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Brasilien hat 55’891 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert – und damit den dritten Tag nacheinander mehr als 50’000 neue Infektionen. Insgesamt haben sich in Brasilien 2’343’366 Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Freitagabend (Ortszeit) mitteilte.

1156 Tote im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 wurden zwischen Donnerstagabend und Freitagabend erfasst, 85’238 Patienten sind in dem grössten Land in Lateinamerika bislang gestorben.

Mehr dazu hier.

WHO meldet neuen Rekord an gemeldeten Neuinfektionen

Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie am Freitag. Insgesamt waren es 284’196 Fälle, teilte die WHO am Freitagabend mit. Mit Abstand die meisten Infektionen verzeichneten die USA und Brasilien, jeweils mehr als 67’000. In Indien waren es fast 50’000, in Südafrika 13’000.

Weltweit waren der WHO seit dem Ausbruch des neuen Virus Ende vergangenen Jahres bis Freitag 15,3 Millionen Infektionen gemeldet worden. Knapp 630’000 Menschen starben nachweislich mit einer Coronavirus-Infektion.

Tausende demonstrieren in Budapest für Medienfreiheit

Tausende Menschen haben am Freitagabend in Budapest gegen die Einschränkung der Medienfreiheit in Ungarn protestiert. Die Teilnehmer zogen vom Gebäude der Redaktion des Internet-Portals «index.hu» vor den Amtssitz von Ministerpräsident Viktor Orban auf der Budaer Burg. Sie riefen «Demokratie!» und «Es reicht uns!». Zu dem Protest aufgerufen hatte die oppositionelle liberale Partei Momentum.

Ausser «index.hu» gibt es kaum mehr reichweitenstarke Medien in Ungarn, die nicht von Orban und seinen Gefolgsleuten kontrolliert werden. Die drohende Ausschaltung des Portals begann nur wenige Tage, nachdem Orban auf dem EU-Sondergipfel über Haushalte und Corona-Hilfen hatte erreichen können, dass die Auszahlung von EU-Geldern an Mitgliedsstaaten nur mehr noch in verwässerter Form an Kriterien der Rechtsstaatlichkeit gebunden wird.

77 Länder haben Einreise für Schweizer gesperrt oder eingeschränkt
Viele Länder erschweren derzeit eine Einreise aus der Schweiz. (Bild: Keystone)

Die Corona-Pandemie erschwert das Reisen in ferne Länder. 77 Staaten haben derzeit Einreisebeschränkungen verhängt, oder erlauben gar keine Schweizer Touristen. Zu letzteren Destinationen zählen etwa Australien, China, Irland oder Kanada. Die ganze Liste der Staaten, die Einreisen aus der Schweiz derzeit beschränken oder verbieten finden Sie hier.

Corona verdirbt Sternekoch Corona nicht den Appetit

Mit Corona lebt er seit 43 Jahren. Doch seit dem Ausbruch der Pandemie wird Daniele Corona fast täglich auf seinen Familiennamen angesprochen.

Der italienische Küchenchef des deutschen Sterne-Restaurants Burg Filseck in Uhingen nahe Stuttgart nimmt das locker hin. «Früher sagte ich immer ‹Corona – wie das Bier, nur nicht so reich›», berichtet der in Esslingen geborene Koch. «Heute antworte ich: ‹Corona – wie das Virus›.» Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Johnson gesteht Fehler bei Umgang mit Corona-Pandemie ein

Am ersten Jahrestag seines Amtsantritts hat der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag Fehler im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie eingestanden. «Wir haben (das Virus) in den ersten Wochen und Monaten nicht in der Art und Weise verstanden, wie wir das gerne getan hätten», sagte der konservative Politiker im Gespräch mit der BBC. Vor allem das Ausmass der Übertragung durch Menschen, die keine Symptome zeigten, sei unterschätzt worden.

 

Gesteht Fehler im Umgang mit der Corona-Pandemie: Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson. (Bild: Keystone)

Auf die Frage, ob der Lockdown und andere Massnahmen zur Eindämmung des Virus in dem Land zu spät gekommen seien, antwortete Johnson ausweichend. Es handle sich um «offene Fragen» unter Wissenschaftlern, sagte der Premier. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Frankreich rät von Reisen nach Katalonien ab

Frankreich rät angesichts steigender Corona-Zahlen von Reisen in die spanische Region Katalonien ab. Premierminister Jean Castex empfahl am Freitag, die Region im Nordosten des Nachbarlands zu meiden. Das Aussenministerium stehe zudem im Kontakt mit den Behörden auf der anderen Seite der Grenze, um auch Bewegungen von Spanien nach Frankreich so gering wie möglich zu halten. In Katalonien steigen die Infektionszahlen seit Mitte Juli wieder an.

Castex kündigte zudem an, dass Reisende aus 16 Ländern bei der Ankunft in Frankreich einen Corona-Test machen müssen. Dazu gehören nach Medienberichten unter anderem die USA, Israel, Südafrika und Indien. Eine offizielle Liste lag zunächst nicht vor. Fällt der positiv aus, müssten die Betroffenen in Quarantäne. Frankreich ist von der Pandemie schwer getroffen. Mehr als 30 000 Menschen starben.

Belgien greift Lufthansa-Tochter Brussels Airlines unter die Arme

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines erhält im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise Hilfe vom belgischen Staat. Die Regierung in Brüssel gewähre einen Kredit von 290 Millionen Euro, teilte die belgische Fluggesellschaft am Freitag mit.

Brussels Airlines erhalten von Belgien finanzielle Unterstützung. (Bild: Keystone)

Von der Lufthansa erhalte Brussels Airlines zudem eine Kapitalspritze über 170 Millionen Euro. Das Finanzierungspaket müsse noch von der Bundesregierung und der EU-Kommission genehmigt werden.

Die Lufthansa musste wegen des Geschäftseinbruchs infolge der Pandemie mit einem neun Milliarden Euro schweren staatlichen Finanzpaket der Bundesregierung vor der Pleite bewahrt werden. Der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ist im Rahmen dessen seit Montag mit 20,05 Prozent grösster Aktionär der Lufthansa.

Konzertveranstalter in Frankreich fordern Wiedereröffnung

Kulturschaffende und Konzertveranstalter in Frankreich haben angesichts der Coronavirus-Krise von der Regierung einen Plan für die Wiederbelebung der Branche gefordert.

Bisher sei kein Datum in Aussicht gestellt worden, ab dem in Konzerthallen und auf kleineren Bühnen wieder Veranstaltungen durchgeführt werden könnten, sagte Didier Veillault, Konzertveranstalter aus Clermont-Ferrand und Mitinitiator eines offenen Briefs an Frankreichs Regierung, am Freitag der Nachrichtenplattform Franceinfo. Natürlich müssten Gesundheitsvorschriften eingehalten werden, so Veillault. Aber bisher gebe es keinerlei Angaben, ab wann überhaupt wieder Konzerte in geschlossenen Räumen möglich seien, kritisierte er.

Goldpreis steigt über 1900 US-Dollar - Rekord in Reichweite

Der Goldpreis kommt seinem neun Jahre alten Rekordhoch immer näher. Am Freitagnachmittag stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1905 US-Dollar. Damit ist ein neuer Rekord nicht mehr weit. Der aktuelle Höchstwert wurde im September 2011 mit rund 1921 Dollar erreicht.

Der Goldpreis bewegt sich Richtung Rekord-Wert. (Bild: Keystone)

Gold ist zurzeit aufgrund mehrerer Entwicklungen unter Anlegern sehr beliebt. Ein Hauptgrund ist die Corona-Pandemie mit ihren drastischen wirtschaftlichen Folgen. Dazu gehören die hohe Unsicherheit über den Fortgang der Krise, die stark steigende Verschuldung von Staaten und Unternehmen sowie die anhaltend niedrigen Zinsen auf der Welt. Gold gilt unter Anlegern als Krisen- und Inflationsschutz

Tate Modern und Schwestergalerien ab Montag wieder offen

Nach einer mehr als viermonatigen Zwangspause öffnen die Tate-Galerien in London, Liverpool und Cornwall am Montag (27. Juli) wieder ihre Türen. Damit gehören die Museen der Tate-Gruppe zu den letzten in Grossbritannien, die nach der Corona-bedingten Schliessung Mitte März wieder Besucher empfangen.

«Ein Museum zu schliessen ist viel einfacher als es wieder aufzumachen», sagte die Direktorin von Tate Modern, Frances Morris, dazu. Die Auszeit sei bei der Tate auch als eine «notwendige Denkpause» genutzt worden, hiess es bei einem Presserundgang am Freitag.

Italien erlässt Corona-Quarantäne für Rumänien und Bulgarien

Italien erlässt wegen der Corona-Pandemie wieder eine Quarantäne-Pflicht für Einreisen aus den EU-Ländern Bulgarien und Rumänien. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom an. Eigentlich hatte Italien seine Grenzen zu den anderen EU-Staaten und vielen weiteren europäischen Ländern am 3. Juni geöffnet.

Für Einreisende, die von ausserhalb des Schengenraumes kommen, etwa aus den USA oder Asien, gilt ohnehin eine zweiwöchige Quarantäne in Italien. In dem Mittelmeerland leben und arbeiten viele Menschen aus Rumänien und Bulgarien.

Was bisher geschah

Weitere Meldungen und Informationen zur Corona-Pandemie auf der Welt und in der Schweiz finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. „Finde ich eine gute Lektion“!!! Bleibt mal endlich zu Hause und gebt Eures Geld hier aus, schliesslich habt Ihr es auch hier verdient !!! Auch die Schweizer Wirtschaft muss wieder angekurbelt werden !!! Ich bemängle auch den Einkaufstourismus der Schweizer in die Euroländer !!! Ich wohne an der Grenze zu Deutschland und wenn ich mal ganz selten rüberfahre um ein Kaffee zu trinken sehe ich am Zoll viele Luxuskarossen, deren Besitzer die Mehrwertsteuer einfordern !!! Wie beschämend ist das denn ???Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel