Featured Video Play Icon
Basel

Zwei graue Federknäuel bei den Steinkäuzen geschlüpft

Die zwei Steinkäuze kamen am 10. Juni zur Welt. Die Eltern sind bereits seit Februar 2018 im Zolli zuhause. Die Population der Tiere nimmt in der Schweiz ab.

Bei den Jungvögeln im Basler Zolli handelt es sich um ein Männchen und ein Weibchen. Seit der Ankunft der Eltern im Februar 2018 haben die Steinkäuze jetzt zum ersten Mal gebrütet – und das erfolgreich. Wie der Zoo Basel in einer Medienmitteilung schreibt, meistern die frischen Eltern ihre Aufgabe prächtig. Die Jungvögel werden gut gefüttert und sind gesund. Während der Vater die erste Zeit erhöht auf einem Baum verbringt und seine Umgebung beobachtet, sind die Jungen vorwiegend zusammen mit ihrer Mutter in der Brutröhre.

Die über einen Monat alten Jungvögel sind bereits jetzt fast so gross wie ihre Eltern und wagen sich an erste Flugversuche. Aber Ruhe brauchen die Tiere trotzdem noch und ziehen sich oft in ihrer Brutröhre zurück. Wie der Zolli mitteilt, kann man sie mit etwas Glück zu ruhigeren Zeiten in der Voliere gegenüber der Rentieranlage beobachten.

Bei Verlass der Bruthöhle noch nicht flügge

Im Kulturland und speziell in Hochstammobstgärten fühlt sich der Steinkauz besonders wohl und sieht das als seinen bevorzugten Lebensraum. Die Eule brütet gerne in den Höhlen alter Bäume oder in alten Scheunen. Sie präferieren Reviere mit exponierten Sitzplätzen, die ihnen eine gute Übersicht verschaffen. Ihr Brutplatz dient gleichzeitig als Tagesversteck.

Zur Hauptnahrung der Steinkäuze zählen Insekten, Würmer, Kleinsäuger und Reptilien, welche sie in niedriger oder spärlicher Bodenvegetation einfacher erspähen können. Nicht nur mit dem Auge sondern auch anhand von Beutegeräuschen jagen und suchen die Eulen dort nach ihrer Beute. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, können aber auch tagsüber beobachtet werden. Dank ihrem Gefieder sind sie in den Baumkronen jedoch gut getarnt.

Ende des ersten Lebensjahres werden Steinkäuze geschlechtsreif. Bildet sich ein Paar, bleibt dieses oft übere längere Zeit zusammen und ist nicht nur der Beziehung sondern auch gegenüber seinem Brutplatz treu. Die Brutdauer beträgt etwa 22 bis 28 Tage. Währenddessen versorgt das Männchen meist das Weibchen mit Nahrung. Die Nestlingsdauer ist ein wenig länger und liegt bei 30 bis 35 Tagen. Bevor sie überhaupt flugfähig sind, verlassen die Jungvögel bereits ihre Bruthöhle. Gefüttert werden sie aber noch einige Zeit von ihren Eltern.

Population nimmt stetig ab

In der Schweiz nimmt die Steinkauz-Population seit Mitte des letzten Jahrhunderts ab. Wie der Zolli mitteilt, haben moderne Anbaumethoden, die Intensivierung der Landwirtschaft und die Zersiedelung ihres Lebensraumes zum starken Rückgang der Steinkauz-Populationen geführt. Zurzeit gibt es in der Schweiz nur noch in der Ajoie, im Seeland, bei Genf und im Tessin wenige Paare.

3 Kommentare

  1. Mit solchen Mitteilungen will man den Zoo legimitieren und alles „vernietlichen*.

    Lasst alle Steinkäuzen fliegen und sie werden in der freien Laufbahn ihren angeborenen Instikten folgen und sich voll entfalten:

    Es gibt keine „Art gerechte Haltung“ in Zoologischen Gärten.

    „Art gerecht“ für Tiere heisst – Freiheit!Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel